Der Krieg hat unseren großen Krebsschaden enthüllt,
habe. Wir frieren trotz unseres Holzreichtums, hungern nach der allerbesten Ernte, haben Mangel an Zucker, während Eng⸗ land mit unserem Zucker in Friedenszeiten die Schweine fütterte. den völligen daß man
Mangel an Organisation. Es ist fürchterlich, da aussprechen
im 2 5 Kriegsjahre diese vergeblichen Wünsche muß.
Aufdeckung eines Attentates gegen den
russischen Zaren?
Die Bukarester Moldava meldet, daß in den jüngsten Tagen ein Attentat gegen den Zaren ausgeführt werden sollte, welches jedoch vereitelt werden konnte. Als in Peters⸗ burg und Moskau die Nachricht von der Aufdeckung des Planes und der Verhaftung des Attentäters bekannt wurde, brachen Unruhen aus, zu deren Unterdrückung mehrere Regimenter aufgeboten werden mußten.
Der Seekrieg.
Torpediert. Progres meldet aus Dünkirchen: Das französische Schiff „Saint Pierre“ wurde in der Nacht vom 22. zum 23. September im Pas de Calais torpediert.
Es versank sehr schnell. Der Kapitän und vier Mann der Besatzung wurden gerettet.
Lloydsbureau meldet: Der britische Dampfer„Hasione“, 3663 Tonnen groß, ist von einem Unterseeboot versenkt wor—⸗ den. 22 Mann der Besatzung wurden gerettet, 19 werden vermißt.
Im Libyschen Meer wurde ein französischer Dampfer namens„Ravitailleur“ von einem Unterseeboot ver⸗ senkt. Er hatte 5000 Tonnen Raumgehalt und führte eine Kohlenladung von Malta nach Cypern. Das Unterseeboot führte die österreichische Flagge. Die Besatzung des Dampfers wurde vor der Beschießung aufgefordert, die Boote zu besteigen.
Dice deutsche Regierung hat dem norwegi⸗ schen Gesandten in Berlin mitgeteilt, daß der im Juli gesunkene norwegische Dampfer„Rym“ nicht durch ein deutsches U-Boot versenkt worden sei.
Die deutschen U-Boote im Schwarzen Meer.
Budapest, 25. Sept. Wegen des Auftauchens von deuk⸗ schen Unterseebooten im Schwarzen Meer wurde der Schiffs- verkehr Odessa⸗-Reeni eingestellt.
Oesterreichische Note an Amerika.
T. U. Wien, 26. Sept. Als Antwort auf die amerikanische Note oom 16. August, richtete die österreichisch-ungarische Regierung an die Unionsregierung eine Note, in der folgendes betont wird: Die Regierung ist der Meinung, daß der übermäßige Export von Kriegs⸗ material nicht einmal dann zulässig wäre, wenn ein solcher nach den Ländern beider kriegführenden Parteien sich vollzöge. Die von der österreichischen Regierung in Ausehung der Zufuhr von Lebens⸗ mitteln und Rohstoffen gemachte Anregung galt lediglich dem Zweck, dem Wafhingtoner Kabinett darzutun, daß es in der Hand der Bundesregierung liege, auch mit den Zentralmächten Handel zu treiben. Weiter verweist die Note darauf, daß der Präzedenzfall des Burenkrieges schon deshalb nicht zutrifft, weil die damalige Ausfuhr von Kriegsmaterial aus Oesterreich-Ungarn die Grenze der Zulässigkeit niemals überschritten hat. Die Note erklärt end⸗ lich, daß die Erörterung der Bundesregierung über die Verpropfan⸗ — von Kriegsschiffen augenscheinlich auf einem Mißverständnis
eruhe.
Abberufung Dumbas. Paris, 26. Sept. Havas meldet aus Washington: Der Botschafter der Vereinigten Staaten in Wien wurde beauf— tragt, der österreichisch-ungarischen Regierung mitzuteilen, daß die Regierung der Vereinigten Staaten auf der Ab⸗ berufung von Dr. Dumba bestehe, da eine Beurlaubung allein nicht ausreiche. Deutsche Baumwollkäufe. London, 25. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Der Korrespondent
der Morning Post erfährt von einer der größten Baumwollfirmen, daß deutsche Firmen in Newyork und anderen Städten
Roman aus dem Kriege 18701871. Von Levin Schücking.
b Ich ritt vor, der Schloßtreppe zu; der Geistliche, ein Mann in noch jungen Jahren, mit scharfen Zügen und bleichem Teint und jenem unterschlächtigen Blicke der dunkeln Augen, welcher eher vor Vertrauen waynt, als dazu ermutigt, stieg die Treppenstufen herab, mir entgegen. Zugleich sah ich die Dame bei unserer Annäherung sich wenden und in das Innere des Gebäudes zurückgehen; doch hatte ihre Be— wegung nichts Fluchtähnliches; sie ging so ruhig die paar Schritte über den breiten Perron und in das offenstehende Portal hinein, als ob es sich bei der Verhandlung mit uns um ein Alltägliches handle, das sie den Leuten überlassen könne.
„Was ist des Herrn Begehren?“ sagte der Geistliche, auf ber umtersten Treppenstufe stehen bleibend, in gutem, nur bom elsässischen Dialekt gefärbtem Deutsch.
„Der Krieg, ehrwürdiger Horr,“ versetzte ich, aus dem Sattel springend,„bringt unterschiedene Gäste; zwölf Rosse, zwölf Reiter; ich selbst bin der verhängnisvolle dreizehnte; für die Rosse begehren wir Futter und Stall, für die Reiter Kost und Quartier; auf wie lange, das wissen wir nicht; hoffentlich lange genug, um Ihnen den Beweis zu geben, wie liebenswürdige und anspruchslose Leute wir sind, wenn man uns liebenswürdig und freundlich entgegenkommt.“
Die Gesichtszüge des Geistlichen hatten sich während
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Pulver und Gold.
und einlagern, um zu verhindern,
Baumwolle aufkaufen. 0 Vorräte in die Hände
daß der ganze Ueberschuß der amerikanischen der englischen Fabrikanten gerate. Der Mangel an Farbstoffen.
London, 26. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Economist schreibt: Der Mangel an Farbstoffen wird in Amerika noch stärter als in England empfunden. Der Präsident des Färberver⸗ eins in Philadelphia erklärte im Journal of Commerce, a5 die vorhandenen Farbstoffe nicht für je ein Kleidungsstsck der fte der Bevölkerung der Oststaaten ausreichten. Man werde bald weiße Anzüge, Hüte und Stoffe tragen müssen. b Mentereien indischer Truppen.
Konstantinopel, 26. Sept.(W. T. B. Nichtamklich.) Nach einer Meldung des in Bagdad erscheinenden Blattes Sada⸗il⸗Islam sind unter den indischen Truppen des enj⸗ lischen Kriegsheeres Meutereien ausgebrochen. Das eug⸗ lische Kommando mußte, deshalb mehrere Bataillone nach Indien zurückschicken.
2 28 res Ar
Die englisch⸗französische Offensive.
Der militärische Mitarbeiter des Berliner Lokalanzeigers schreibt: Das Endergebnis der Kämpfe im Westen am ersten Tage, die sich nun von Tag zu Tag mit immer gesteigerter Heftigkeit fortsetzen werden, bis der Feind ermattet ist, war für den Gegner zweifellos enttäuschend. Wenn wir auch darauf gefaßt sein müssen, daß er Loos und Perthes zu Er⸗ folgen aufbauschen wird, sei es auch nur, um für den Osten politisches Kapital daraus zu schlagen. Wir können diese Versuche ruhig mit ansehen, denn wir wissen, daß es der Wucht der Gegner, mit der der Angriff einsetzte, nicht gelang, durchzubrechen und wir können vertrauen, daß es ihm nie gelingen wird.
*
Bis Oktober hinein, so meinen Pariser die vorgestern bei Arras und Ppern und in gonnenen heftigen Kämpfe dauern, an denen. b französische Armeekorps beteiligt sind. Di Hauptziele waren Ge⸗ ländegewinn zwischen Suippes und der Aisne, sowse nördlich von Arras, doch soll auch an allen anderen Abschnitten nach Möglichkeit Tag und Nacht vorgegangen werden. Die französischen Kritiker heben hervor, daß die Deutschen an keinem Punkte der Augriffs⸗ front zwischen Middelkerke und dem Schratzmännle überrascht worden seien. Joffre und French müßten damit rechnen, daß die Deutschen ihre Hauptkräfte für die unmittelbar bevorstehende Gegenoperotion aufsparen werden.
Frankreich vor der Entscheidung.
Paris, 26. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Die Hu⸗ manité erklärt, es sei ein Fehler, wenn man Deutschland als erschöpfte Nation hinstelle. Die Wirklichkeit sei ganz anders. Deutschland sei in industrieller, sinanzieller und wirtschaft⸗ licher Beziehung glänzend organisiert. Nordfrankreich und Polen seien in deutschen Händen. Die Humanité fragt, was in Frankreich geschehen solle. Das Parlament sei berechtigt, dies zu erfahren. Es handle sich darum, daß die Regierung vor dem ganzen Parlament klare und genaue Aufklärungen über Hilfsquellen und Menschenmaterial gebe, welche zur Verfügung stünden. Die Erklärungen vor den Kammer- gruppen und in den Ausschsissen genügten nicht mehr, und wenn die öffentliche Debatte aus Gründen der Landes⸗ verteidigung gefährlich scheine, müisse man schließlich doch zu geheimen Kammersitzungen greifen. Das Elend der russischen Flüchtlinge.
T. U. Lemberg, 27. Sept. Kurjer Lwowski entnimmt, russischen Blättern die Mitteilung, daß sich unter den 12 Millionen Flüchtlingen in Rußland ungefähr drei Millionen Polen befinden. Diese ungeheure Menge von Flüchtlingen wurde wochenlang nach vier Richtungen in das Innere Rußlands geschafft. Das Elend ist unter den meisten dieser Flüchtlinge entsetzlich und die Not eine furchtbare. Viele Tausende mußten in den Wäldern im Freien rasten und sch reckliche Epidemien rafften viele Tausende hinweg. In Nischni⸗ nowgorod kampieren über 100 000 Flüchtlinge im Freien, weil ihnen der Eintritt in die Stadt verboten ist. Bei Smolensk be⸗ finden sich zirka 60 000 Flüchtlinge, die nicht fortgeschafft werden
können.
Fachkritiker, werden der Champagne be mehrere englische und
„es sei denn, Sie hätten den Haufen Franktireurs, den wir vorhin wahrnahmen, hier im Hause verborgen. Es würde alsdann unserer Einquartierung eine kleine Störung des Hausfriedens vorhergehen müssen, den wir sonst in keiner Weise zu unterbrechen gedenken.“
„O nein, mein Herr,“ fiel der Geistliche ein,„diese Leute haben sich vor Ihnen geflüchtet; sie sind durch unsere Gärten gelaufen, um auf das andere Ufer des Oignon zu kommen; vielleicht haben sie zu ihrem besseren Schutze sogar die Brücke unzugänglich gemacht.“
„So so,“ sagte ich, den Herrn„Cure“ fixierend.„Selt⸗ sam, daß sie alsdann nicht geradeaus der Chaussee folgend über diese Brücke geeilt sind, sondern den bedeutenden Um⸗ weg rechtsab über diesen Hof, dieses„Schloß“, gewählt haben!“
Der Geistliche zuckte mit den Schultern.
„Was hatten sie in jenem Karren geborgen?“
„Ihre Tornister, ihre Munition 822 „Und das haben sie hierher in Sicherheit gebracht?“
„Nur den Karren. Sie hatten den Karren mit zwei Pferden gestern morgen hier requiriert und haben ihn hierher wieder abgeliefert; den Inhalt haben sie unter sich verteilt und mit sich genommen.“
„Ihre Franktireurs sind außerordentlich ehrliche Leute,“ sagte ich;„auf eiliger Flucht vor uns scheuen sie doch den Umweg nicht, das requirierte Gefährt seinem Eigentümer zurückzustellen; und sie senden nicht etwa den Fuhrknecht da⸗ mit heim, sondern begleiten ihn selbst zu größerer Sicherheit, bis sie ihn richtig an seiner Stelle sehen..“
dieser Mitteilung verlängert und waren womöglich noch Daß sie den Umweg machten, scheint mir doch natür⸗
bleicher geworden. Auch sah ich, daß die Gruppe von Leuten, dem Aeußeren nach Domestiken, auf dem Perron über mir in eine gewisse Bewegung geriet— sie flüsterten wie erschrocken zusammen. Es mußten also mehrere unter ihnen sein, die Deutsch verstanden.
„Sie wollen sich hier einquartieren auf mehrere Tage?“ fragte der Geistliche, viel weniger laut, als er anfangs ge—
prochen.
„
lich,“ entgegnete der Geistliche;„auf der Chaussee wären sie bald von Ihnen eingeholt worden: durch unsere Gärten und Gehölze dahinterlaufend waren sie sicher, von Reitern nicht verfolgt werden zu können!“ 8
Diese Bemerkung war richtig. Es ließ sich nichts darauf erwidern. Meine Kameraden, die länast abgesessen waren und unter das Linnendach des Karrens geblickt hatten, be⸗ stätigten, daß er entladen sei, es lagen noch ein paar alte
Die Stadtduma von Moskau. 99
Nach einer Meldung der Köln. Ztg. aus Peter f trat in Moskau wegen der dort herrschenden um 95 g reichen Ausstandsbewegung und der 1 roh lichen Lage die Moskauer Stadtduma und sämt che Semstwos des Gouvernements Moskau zusammen. Kriegsnotizen.
Der nationalliberale Landtagen e W Hagen, dessen Tätigkeit als Prosse⸗ f egeben hat, lorps Aulnß zu 12 bhaften B esch we rde 1 e 5 jetzt nach dem Berl. Tageblatt um eine an ber wee e Verwendung gebeten. a 5 Ve l e
Die Regierung im Herzogtum Alten burg wird dem Land⸗ tage, der voraussichtlich Anfang November zu, eine anden Ae tagung einberufen wird, eine Vorlage zur Gen zmigng breiten, nach der wie in ben übrigen Bundesstgaten auch in Alten 5 burg die Neuwahlen zum N erst nach dem Friedensschluß stattfinden sollen. ö i. Die i en Behörden veraulaßten wiederum die Ver⸗
haftung mehrerer VPersonen, die si
Kriegslage geäußert hatten. 3 Die Poltzeiben 5 beschlaanah mite den, i „Luis Vives“ aus Barcelona und vor haftete den Kapitän Lorca, weil an Bord 100 000 Franken in Gold zur Ausfuhr bereit gefunden wurden.„ 5 Mailänder Zensurbehörde hob das bisherige Ver⸗
Die 1 T 75 t für den Fi f. der darstellt, wie deut sche Truppen bot für den Film auf, der darstellt, wie: i Knaben
irgendwo in Feindesland einen sieben jährigen ermorden, der scherzweise sein Spielgewehr auf sie angele hat. Der Film kann nunmehr im Patacekino seinen edlen Zwech
Cremer 7. Armee⸗
Dr.
Wie das fraunzösische Ackerbauministerium mitteilt, ist die Karto. 9 üseernte schlecht ausgefallen. n eee Einflüsse, wie Mangel an Arbeitern 7 fuhr von Gemüse und Kar⸗
55 17 d ziere, Frankreich verlassen. 5 die in der een mit dem Vorbehalte der Verabschiedung im Falle einer Mobilisierung im Heimatlande Dienste nahmen, wurden gelöst. 855 5 f
Nach einer Mitteilung der Nowoßje Wremja werden alle Ge⸗ bäude der Messe in Nischninowgorxod für den Winter zum Aufenthalt für 10000 Flücht linge benutzt. Die b liche Veränderung der Meßbuden und Meßhäuser wird 100 000 Rubel kosten..
In Odessa werden die Flüchtlinge orthodoxen Glau⸗
bens in Klöstern untergebracht, wo sie ihren Lebensunterhalt erhalten.„ f
Das der russischen Gesandtschaft nahestehende Bukarester Blatt Epocg meldet, daß die russische Regierung darm gehe, zur Vergrößerung der Munitionser zeugung die jetzt wegen Alkoholverbotes ruhenden Spiritusdestillerien zur Mnunitionserzeugung zu adapkieren und einen Teil d Apparate zu Munitionszwecken zu verschmelzen. 1
Partei⸗Nachrichten. Keir Hardie gestorben! Einer der edelsten und besten unserer internationalen Vorkämpfer, der englische sozialistische Arbeiterführer Keir Hardie, ist nach einem Telegramnt des W. T. B. in Glasgow gestorben. Er war seit längerer Zeit schwer leidend Bis zuletzt hat Keir Hardie die Beteiligung seines Vater⸗ landes am Weltkrieg in der entschiedensten Weise bekämpft. Nicht nur für England, sondern für die Arbeiterschaft der ganzen Welt ist der Tod Keir Hardies ein unersetzlicher Verlust. a 1
Soziales.
Eine Schneiderwerkstätte für Kriegsbeschädigte a will das Kriegsbelleidungsamt des 14. Armeekorps in Karls ruhe errichten. Es sollen nicht nur gelernte Schneider Be⸗ schäftigung finden, sondern auch soche Kriegsbeschädigte, die früher anderen Berufen angehörten, diesen aber wegen ihrer Verwundung nicht mehr nachgehen können. In Betracht kommen bei der 2 nahme entlassene Kriegsbeschädigte, also Rentenempfänger; sie er halten als Anfangslohn den ortsüblichen Tagelohn für ungelernt Arbeiter. Eine Kürzung der Militärrente findet nicht statt. 1
Ueberreste von Brot und Käse, alte Zeitungen, eine französi sche Feldflasche von der großen, mit grünem Tuche über⸗ zogenen Art, und ein rotes Militärkäppi darauf. Das waren nun freilich keine Beutestücke, um sich weiter darum zu kümmern, und wir wandten uns den Ställen zu; sie lagen in dem niedrigen Gebäude rechts, und über i nen in einem Kniestock vier oder fünf Kammern für Kue oder Gesinde; der Mann, welcher uns das Tor geöffnet, ze sie uns, und nachdem wir die Ackerpferde unten entferne lassen und die unseren untergebracht, nahmen wir Bet davon— es war eine vortreffliche kleine Kaserne, in der wir Quartier gefunden, ein Alarmquartier, wie wir es wünschen mußten; die Tiere unten, die Mannschaft darüber, und a dicht beieinander. Für mich selbst und den ehrlichen Krieg gefährten, den der Offizier seinen Burschen, der Unteroffiz und Freiwillige seinen„Putzkameraden“ nennt, bat ich, eit besseres Quartier im Herrenhause auswählen zu dürfen, und fand gleich beim Eintritt in das Haus ein im ersten Stoch über dem Souterrain liegendes, sehr schön und reich möblier⸗ tes Empfangszimmer, hinter dem ein Fremdenzimmer mit einem großen Himmelbette lag; in einer Garderobe, die daran stieß, ließ ich meinen Kameraden einlogieren, um in meiner Nähe zu halten. Dem geistlichen Herrn, der mich führte, schien diese Wahl sehr störend— vielleicht fand er es sehr anmaßend, daß ich so ohne weiteres okkupierte; achtete nicht darauf und machte ihn mit dem bekannt, was uns als Verpflegung zukomme. f Eine Stunde später wurde uns denn auch in dem grohe Gesindezimmer neben der Küche ein gutes und reichliches Nachtessen aufgetragen. Der Knecht bediente uns, der* liche Teil der Dienerschaft ließ sich nicht blicken; als wir fast zu Ende waren und, nachdem der geschärfte Appetit gestill die Ermüdung unserer Glieder von dem langen scharfen Ritt doppelt zu empfinden begannen, trat noch der Geist iche ein; er kan zu mir, verbeugte sich und fragte mit einer sanften und wohllautenden Stimme, ob wir zufrieden seien oder noch Wünsche hätten. Dabei holte er einen Stuhl her⸗ bei, den er neben den meinen ans obere Ende des Tisch stellte, wie um eine längere Unterhaltung zu beging
„Sie brauchen nicht darüber zu erschrecken,“ versetzte ich,
Flinten mit Steinschlössern, ein paar Pferdedecken und die
(Fortsetzung folgt.)
unter⸗
ch pessm istisch über die
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