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der
Organ für die Interessen des werk Provinz Oberhessen und der
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Nr. 227
Gießen, Dienstag, den 28. September 1915
10. Jahrgang
Forderungen und Widerslände.
1 Nichts ist 5510 August 5 innig. 0 ichts ist natürlicher als das steigende Unbehagen, das vac seit einigen Monaten in gewissen Kreisen des Gaga ber 5 zums beobachten kann. Es fehlt dort etwas, mit dem sich früher so bequem leben ließ, das nie versagte, wenn man einen besonderen Trumpf gegen die Arbeiterbewegung ausspielen wollte. In der Tat— die Haltung der Arbeiterschaft zu den großen Fragen der Kriegszeit hat manchen Leuten das Kon zeptgründ⸗ Jahr lich verschoben. Urplötzlich sah man sich des sichersten Agi— e alt tationsmittels beraubt. Wie war es vordem so leicht gewesen, un⸗ g bequeme Ansprüche der Arbeiter mit dem Hinweis auf die anti⸗ ation a le Gesinnung der Arbeiterbewegung zu Fall zu bringen! Bei jeder sozialpolitischen Forderung der Arbeiter kam aus gewissen Uẽternehmerkreisen der Ruf, daß die Gewährung eine„weitere“ Lonzession an den organisierten Staatsfeind, eine weitere Stärkung der Elemente des Umsturzes sei. Diese Agitation war keineswegs harmlos: wir haben allzuoft erfahren müssen, wie unfehlbar ihre Argumente wirkten,— nicht zum Wohle des Ganzen! 0 2 Die Ereignisse des 4. August und was ihnen als Konsequenz folgte, haben denen, die an der Isolierung der Arbeiterbewegung ünteressiert sind, diese Trümpfe aus der Hand ge schlagen. Mit dem Schreckgespenst der Staarsfeindschaft der Arbeiterbewegung läßt sich künftig kaum noch ein halbwegs anständiger Hund hinter Diem Ofen hervorlocken. 9 Es hatte einen eigenen Reiz, zu beobachten, wie diese Erschei⸗ Aiungen auf der anderen Seite wirkten. Für einige kurze Wochen 19 ließ die tragische Größe der Zeit dort alle die gewohnten Töne ver⸗ gegen, ftummen. Als man dann aber merkte, daß die Vertretungen der tie Arbeiterschaft hier und da einigen Einfluß auf wichtige Entschließun— n n geen der Regierungsbehörden ausübten, fand man die Sprache bald ubrelte wieder. Das 8 1 der 90 twendigen Neuorien⸗ kerung erxegte das stär Unbehagen. So lange es eben un in Wort blieb, hielt 3 del nd ich, und erst als man ihm raktisch Folge geben wollte, als man den Spitzen des großen Unter— ehmertums zumutete, mit Arbeitervertretern gemeinsam über be⸗ angreiche Maßnahmen zur wirtschaftlichen Kriegsrüstung zu be⸗ zaten, trat die völlige Abgeneigtheit dieser Kreise ffen hervor, Nichts da von Neuorientierung! An dem alten ewährten Standpunkt wollte man nicht rütteln lassen! „Die Deutsche Arbeitgeber⸗Zeitung gewährt hin und wieder einen inblick in die Anschauungswelt jener Kreise. Wichtiger als die sedaktionellen Leistungen des Blattes sind jedoch die gelegent⸗ lichen Zuschriften, die meist von Leuten stammen, die tat⸗ üchlich als Wortführer des großen Unternehmertums angesehen erden müssen. Nach diefen Aeußerungen scheint es, als ob die Er- ahrungen der Kriegszeit mit ihren mancherlei Umwertungen und 0 euschöpfungen im Leben des deutschen Volkes hier ohne jede N KEirkung vorüber gegangen wären. Schon die schlechthin selbstver⸗ ändliche Regelung der Stellung der Gewerkschaften im h ereinsrecht hat dort scharf verstimmend gewirkt und hee—beußerungen entrüsteten Tadels geweckt. Die Aussicht, daß man lei aich verfassungsrechtlich die Konsequenzen der neuen Lage ziehen, laß insbesondere im führenden Bundesstaate mit den ärgsten solitischen Versteinerungen aufgeräumt werden Unnte, erregt ehrlichstes Grauen. Entschiedener fast noch wendet han sich gegen etwaige Absichten auf öffentliche Organi⸗ ation der Arbetsvermittlung; hier findet man tuch ganz die alten Töne wieder. Die sozialdemokratische Ar⸗ Element des
1 e leiterbewegung ist und bleibt nun einmal ein ent de
3 Umsturzes, und darum hieße die öffentliche Organisation de: Seis Arbeitsvermittlung unter der nicht zu umgehenden Mitwirkung zune! er Berufsvereine einfach Stärkung der Staatsfeinde, Aus⸗
leserung, der Interessen der Industrie an die geschworenen Feinde ter Gesellschaft.* 5 f Nichts ist, wie gesagt, natürlicher als diese Erscheinung. Kein
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urheiterpolitiker hat etwas anderes erwarte, Was man da⸗ bedauern mag, ist, daß diese Stimmen fetzt hon wieder laut berden, wo es das allgemeine Interesse verbietet, die notwendige Zzuseinandersetzung mit der gebotenen Schärfe zu führen. Man Fbuß sich darauf bschränken ihnen die Ansprüche der Arbeiter⸗ kasse gegenüberzustellen. Ist man dort über die teilweise Säuber⸗ big des Vereinsgesetzes von gewerkschaftsfeindlichen Bestimmungen migehalten, so ist es unsere Sache, demgegenüber zu betonen, daß ir darin erst den Anfang einer Reformarbeit auf dem Ge⸗ bete des Koalitionsrecht sehen, dem noch manches andere folgen fuß, nicht zuletzt die Beseitigung des Ausnahmerechts, das im 453 der Gewerbeordnung liegt. Aber es handelt sich nicht allein n die Beseitigung schädlicher Bestimmungen, 805 dburüber hinaus fordert die Arbeiterklasse ihre Gleichberech⸗ ligung mit Industrie, Handel, Handwerk und Landwirtschaft öffentlichen Korporationswesen. Was man ihr heute als eine un Fall zu Fall eintretende Gun sst gewährt, die Mitwirkung bei 10 fentlichen sozialen Angelegenheiten, will sie als ihr Recht in
9 Asspruch nehmen können. Und gleichviel, ob es dem großen
1 lternehmertum genehm ist oder nicht, ste wird diesen Anspruch ute ic aller Kraft und Zähigkeit verfechten. 228 55 5 ne eber die von der Arbesfterschaft geforderten ver fassungs⸗ lacht lichen Reformen sst kein Wort zu verlieren. Wer da hubt, die Masse des werktätigen Volkes auch ferner noch aus rt staatsbürgerlichen Gemeinschaft ausschließen u können, hat sich mit dieser Masse auseinanderzusetzen, wenn sie zrückkehrt von den Feldern auf denen sie das Schicksal des 15 endes mit den Bafonetten sicherstellte.
Nach 0 3 1. 1 8 0 en⸗ 4 Es ist dringend zu wünschen, daß der Widerstand der Fu⸗ 5 lütrieherren gegen die öffentliche Organisation der A 15 f dits vermittlung überwunden werde, und wenn irgend⸗ ia 1, dann ist wohl hier zu erwarten, daß sich das Al lgemein⸗
uktteresse gegen das Sonderinteresse einer einzelnen 1 icht durchsetzt. Allerdings haben die Arbeiter bei dieser For⸗ N rung zunächst die Ausschaltung des übermächtigen und verderb—
lichen Einflusses der berüchtigten Zwangsnachweise der
0 Unter⸗ nehmerkoalition im Auge. Aber es liegt sonnenklar auf der Hand, daß hier, wie in so manchen Falle, das Allgemeininteresse mit dem Interesse der Arbeiter zusammenfällt. Die deutsche Volkswirtschaft,
die durchaus nicht nur von der Schicht der Industriellen wird, fordert hier, bei der Verwaltung unseres kostbarsten nalen Gutes, das die lebendige Arbeitskraft trotz aller nehmerphilosophie ist, größte Planmäßigkeit, volllommenste Or⸗ gauisation. Bei der grundsätzlichen Ablehnung des paritätischen Zusammenarbeitens durch die maßgehenden Unternehmerorgani⸗ sationen ist diese eben nur auf öffentlich-rechtlicher Grundlage zu erreichen. Der erbitterte Widerstand gegen diese Forderung er⸗ hält ein besonderes Relief, wenn man sich vorstellt, welche Auf— gaben die Arbeitsvermittlung nach Friedensschluß zu bewältigen haben wird.
Die für diesen Zeitpunkt zu erwartende Lage rückt auch die schon vor dem Kriege dringliche Frage der Arbeitslosenfür⸗ sarge in den Brennpunkt des öffentlichen Interesses. Man kann aus zwingenden Gründen die Erfüllung dieser sozialen Pflicht künf⸗ tig noch weniger als früher von den Gewerkschaften oder gar von der allgemeinen Wohltätigkeit erwarten. Beide Faktoren werden jedenfalls auch dann tun, was in ihren Kräften steht; aber wir dürfen nicht vergessen, wie sehr diese Kräfte während der Kriegszeit beansprucht worden sind. Der Friedensschluß wird, selbst bei vor⸗ sorglicher Rücksichtnahme auf seine nüchsten wirtschaftlichen Wirkun⸗ gen, Zustände auf dem Arbeitsmarkt schafsen, die eine kräftige öffentliche Arbeitslosenfürsorge mit unerbittlichster Strenge fordern. Sicherlich wird die Arbeiterschaft auf den scharfen Widerstand der Unternehmer stoßen, wenn sie verlangt, daß man dauernde Einrichtungen für die Unterstützung der Arbeitslosen schaffe. Vielleicht, oder sehr wahrscheinlich, wird sich dieser Wider⸗ stand nicht nur auf Unternehmerkreise beschränben. Da darf dann die Arbeiterschaft als der Wortführer besten Deutschtums ihre Forderung vertreten. Was mehr als vieles andere die viel bewunderte Stärke Deutschlands ausmacht, ist seine verhältnismäßig hochentwickelte soztale Okganisation. Will man beste deutsche Eigenart sehen, so sindet man sie in unserm sozialen Organisationswesen, das mehr als jedes andere Element unseres öffentlichen Lebens seine Kraft aus dem eigenen inneren Wollen des Volkes geschöpft hat. Ohne den Dingen irgendwie Gewalt anzutun, kann man in der Ausbildung und Verbreitung des Prinzips der sozialen Organisation die geschichtliche Sendung des deutschen Volkes sehen, und wenn man die Eigenschaft deutschen Wesens sucht, die der Welt Genesung von schweren Gebresten bringen kann, dann ist sie hierin zu finden.
Allerdings wird die Arbeiterschaft gut tun, sich nicht nur auf die Trefflichkeit ihrer Argumente zu verlassen. Was sie bei der Verfolgung ihrer Ziele vor allem nötig hat, das ist Eigenkraft, das sind sturmfeste Organisationeu. Soweit heute ein Urteil darüber möglich ist, muß man sagen, daß die Gewerk⸗ schaften die schwere Probe der Kriegszeit im allgemeinen nicht schlecht bestanden haben. Aber selbstperständlich hat der Krieg von ihnen gewaltige Opfer gefordert. Erfaßt die n im Lande weilende Arbeiterschaft ihre Aufgabe, so wird sie alles daransetzen, den Kräfteverlust wieder auszugleichen. Mit der Stärke unserer Or⸗ ganisation stehen und fallen unsere Forderungen, siegen oder fallen die Widerstände. N
getragen natio⸗ Unter⸗
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8 Zusammentritt des griechischen Parlaments. Aus Athen wird gemeldet: Das Parlament wird am Mittwoch zusammentreten, um das Kriegsges
gesetz zu prokla⸗— mieren, den Belagerungszustand über Mazedonien zu ber— hängen und verschiedene andere durch die Lage gebotene Moß⸗ nahmen zu treffen.
Französischer Kredit für Griechenland.
Athen, 24. Sept.(W. T. B. Nichlamtlich.) Der Messager d'Athenes erfährt, daß Frankreich sich bereit erklärt hat, der griechischen Regierung einen Kredit von 100 Millionen Fraues zur Deckung militärischer Ausgaben zu eröffnen.
Die Mobilmachung Bulgariens.
Sofia, 25. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Amtliche Mitteilung der Agence Bulgare. Der Eintritt Bulgariens in den Zustand der bewaffneten Neutralität ist nach der Auf— fassung amtlicher Kreise aus den Veränderungen zu erklären, die kürzlich in der politischen und mili⸗ tärischen Lage sentstanden sind. Bulgarien hat kein er⸗ lei feindliche Absichten, ist aber fest entschlossen, seine Rechte und seine Unabhängigkeit Gewehr bei Fuß zu wahren. Nach dem Muster von Holland und der Schweiz, die nicht gezaudert haben, von Beginn des Krieges an zu dieser Maßregel zu greifen, sieht sich Bulgarien in Anbetracht der Truppenbewegungen bei seinen Nachbarn genötigt, die bewaffnete Neutralität auszusprechen, in der es jedoch die Beratungen und Verhandlungen mit den Vertretern der beiden kriegführenden Gruppen fortsetzt.
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Newyork, 25. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Der Sonderbe⸗ richterstatter der Associgted Preß drahtet aus Sofia: Die Mobili⸗ sierung schreitet glänzend fort. Die eingerückten Mannschaften sind vortrefflich gekleidet und mit warmen Uniformen und sehr guten
rer Nr arne en
Entrüstunng der Entente.
Paris, 26. Septbr.(W. T. B. Nichtamtlich() Der Petersburger Korrespondent des Temps meldet, daß die Haltung Bulgariens in Petersburg lebhafteste Entrüstung hervorgerufen habe. Man messe die Schuld an der Haltung Bulgariens nur dem König Ferdinand und seiner Regierung bei. Die amtlichen russischen Kreise warteten ab, ob die bulgarische Nation für oder gegen ein neues Abenteuer des Herrschers Stellung nehme. g
London, 26. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Times schreiben in einem Leitaufsatz: Die unaufrichtige Polit! des Hofes von Sofia hat längst den tiefsten Argwohn der Alliierten verursacht, aber diese bemühten sich, einen billigen Ausgleich der Ansprüche Bulgariens zu verbürgen, wofern es seinen Anteil in Sachen der Freiheit Europas übernehme. Sie wiederholten ihre Angebote in der letzten Woche in einer in Sofia überreichten Note. Aber gerade dadurch scheint die Krisis heraufbeschworen worden zu sein.
Paris, 26. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der Temps erklärt, daß von der Diplomatie der Alliierten vorgesehene Maßnahmen, um sich der deutsch⸗bulgari⸗ schen Verschwörung zu widersetzen, bevorstehen. Alle Franzosen fordern einmütig, daß man schnell handle. Die Lehre der Dardanellen darf nicht verloren sein. Wir haben nicht, so schreibt der Temps, das Recht, neue Ueberraschungen an uns herantreten zu lassen. Die schnelle Geste, welche wir hoffen, bald ankündigen zu können, wird ganz das Vertrauen
wiederherstellen. Türkische Befriedigung. Konstantinopel, 25. Sept.(W. T. B. Nichtanitlich.) Die gesamte Presse nimmt einmütig und mit lebhafter Be⸗ friedigung die Nachricht von der allgemeinen Mobili⸗ sierung Bulgariens auf, die beweise, daß Bulgarien endlich entschlossen sei, auf den Plan zu treten und die Un⸗ gerechtigkeit des Bukarester Vertrages gut zu machen. Des⸗ gleichen beglückwünschen die Blätter Bulgarien zu der Einigung aller Parteien, die sich in diesem Augenblick kund⸗ tue, wie aus einem Artikel des Mir hervorgehe, der alle Bulgaren zur Einigkeit auffordere. b
Bulgarien und Rumänen.
T. U. Budapest, 26. Sept. Wie aus Bukarest gemeldet wird ist die Telephon verbindung zwischen Bulgarien und Rumänien ein⸗ gestellt worden. In Bukarest empfing der König vorgestern die Fifhrer der Oposition. Filipeseu und Jonescu erschienen gemein⸗ sam vor dem König.
Die Lage in Rußland. Generalstreik in Moskau. i
Kopenhagen, 25. Sept. Laut Rjetsch stellten alle Fabriken und Werkstätten in Moskau den Betrieb ein. Der Stadt⸗ präsident und der Bürgermeister veröffentlichen einen Auf⸗ ruf, in dem sie die Arbeiterschaft flehentlich zur Vaterlands⸗ liebe ermahnen, gleichzeitig aber die strengsten Strafen en⸗ drohen, wenn die Arbeit und der Verkehr nicht wieder auf⸗ genommen werden. Die Zeitungen erscheinen nicht. D Straßenbahnverkehr ist wegen des Ausstandes eingestellt. Der Erzbischof warnt die Bevölkerung vor Fortsetzung der Un⸗ ruhen. N
Protest der Petersburger Aubeiterschaft.
T. U. Kopenhagen, 26. Sept. Die Sozialisten der Ar⸗ beitergruppe der Duma haben ihre Mitglieder zu einer Protestversammlung zusammenberufen, um gegen den letzten strengen Erlaß des Kommandanten des Petersburger Militärbezirks, der den Arbeitern für den Eintritt in einen Streik während des Krieges lebenslängliche Zuchthausstrafe androht, Stellung zu nehmen. Der Erlaß rief unter den Arbeitern die größte Erbitterung hervor. Da Unruhen be— fürchtet werden, so werden in der Nähe der Fabriken an⸗ dauernd starke Kosakenabteilungen bereit gehalten.
Rußland ohne Lebensmittel!
Kopenhagen, 26. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Unter der Ueberschrift„Schädliche Erscheinungen!“ beschwert sich die Rjetsch über die unglaubliche Tatsache, daß die Hauptstädte Ruß⸗ lands wieder ohne Lebensmittel seien. Der Munitions⸗ mangel sei in der Rückständigkeit der russischen Industrie be⸗ gründet, aber Rußland habe doch Deutschland in Friedenszeiten mit Getreide und Lebensmitteln versorgt. Man verfolge, so lange der Krieg dauere, aufmerksam die Lebeusmittelkrise Deutschlands
Stiefeln versehen. Man erwartet, daß die bulgarische Armee in
sehr wenigen Tagen seldbereit sein wird, es ist jedoch klar, daß keine große Eile vorliegt.
und müsse nun plötzlich unerwarteter Weise sehen, daß Deutschland diese Krise überwunden habe, während sie in Rußland in allen großen Zentren den denkbar schlimmsten Charakter angenommen
des Orients in die Kraft und Energie unserer Eukschlüssa
Unterbrechung der Telephon verbindung zwischen


