Ausgabe 
27.9.1915
 
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worauf die Unterzeichnung des Mobilisationsbefehls erfolgte. zwei Wochen verboten worden.

Von den einberufenen zwanzig Jahrgängen sind bereits vier Eine Bierpreiserhöhung um 20 Prozent ist in a f F Stille in Köln eingeführt worden, indem eine Anzahl der größten

F babe die Hausbrauereien die Gläser, die bisher fünf Zwanzigstel Liter ent⸗ über die militärischen Operation Zwanzigstel Liter ben eim was 5 5 e ene zölner Vieres um ein Fünftel des bisherigen bracht. Bei der cuxteil des eue 5 K diere daß es in Oesterreich einen Straß

ö b sation als Defensivmaßregel gebilligt. 3 r i Die Redaktion des Berliner Tageblattes, sowie andere 4 55 Verteuerung des s um N bisl Blätter, die diese Nachricht bringen, bemerken dazu, eine Be. Bierprelses ensteht Leer ener enen des Kölner Bieres 77 stätigung der Meldung lag hier bit Mitternacht bei keiner] dem Fause ist um 100 Prozent gestiegel

1 zuständigen Informationsstelle vor. Es sei indessen damit ez 0 rd in en b. 25 5

1 5 165 isse jlitärische ah] Militärpersonen, vom Feldwebel abwärts, ein Urlaubs⸗ 3 zu rechnen, f daß Griechenland gewisse militärische Vorkeh gel d von 1 Mark täglich aus sädtischen Mitteln gewähren.

. 8 die Agence aas wil gehört open daß 284 din Mibres . 1 in S 3 tages des Brandes der Bibliothek von Löwen eine Anzah 0 Einzug der Mazedonier in Sosia spani scher katholischer Intellektuellen an den Rektor der belgi⸗

4 T. U. Budapest, 25. Sept. Aus Sofia wird gemeldet: Grenzen⸗sschen Universität eine Sym pathiekundgebung gesandt 1 1 loser Jubel herrschte, als die Mazedonier in unabsehbaren Scharen hätten.

ö 1 9 155 1 e e s Holländische 1 2 1 1 wurden gestern.

. 7775 175 gedonischen Desermureß zwei Belgier verhaftet, die im Besitze eines mit einer be⸗

aus Serbien in voller Uniform auf dem Marschlande aufmarschierte. er lichen Auautität Melinitpatronen gefüllten dendkossers

1 6 1 ö waren. Im Garten eines Hauses an der Eisenbahnstraße in Weert

Daun schlägt Bulgarien los? wurde noch eine Anzahl Büchsen gefunden, die je zwölf Stiick Meli⸗

Aus London wird berichtet, dort sei man überzeugt, daß nitpatronen enthielten, Außer den zwei! Belgiern 1 noch

Bulgarien anfangs nächster Woche die letzte Vierverbands⸗ 1 1 15 men. Die Belgier 1 von 2 3 85: 2 1 VI en gekome 87 1.

S 1 5 2. unte abschlägig bean worten und darauf ohne. Aus Wellington(Neuseeland) wird der Londoner Times be⸗

Mazedonien einmarschieren werde. richtet: Nachdem der Ministerpräsident einen Cefcerne 3 57

Ei t geräumt brachte, der die Anstellung von Lehrern des fein ichen

Haage wird 1 5 585 Einwohuerschaf 1 9 225 Auslandes untersagt, reichte ein nichtnaturalisierter deut⸗ T u. Budapest, 25. Sept. Az Est meldet, daß Belgrad von der scher Prosessor am Victoria College sein Entlassungs

Einwohnerschaft geräumt wurde. In den letzten Tagen begann ein. Der Vorstand des College beschloß mit 8 gegen 2 5

unsere Artillerie mit der Beschießung von Belgrad, worauf die Be⸗ Gefuch abzulehnen. Auch die große Mehrheit d

brach. Hauptstadt flüchtete, teils mit kund Lehrer sprach sich lebhaft gegen die Entlassung aus. ö 5. 0 Vorn Semstwoskongreß. i 8 5 a Parteinachrichten. Der Moskauer Semstwoskongreß wählte eine Abord⸗ N rtein ach ich N

10 1 0 5 3 schliiss nlSchutzhaft in Düsseldorf. . welche die 2 Kongreß gefaßten Beschlüsse persönlich Ueber die San 1075 e Unterbringung des dem Zaren überreichen soll. An der Spitze der Abordnung] Genossen Peter Winnen, stellbertretenden Paxteisekretärs in steht Fürst Lwow und der Moskauer Bürgermeister Tschal⸗] Düsseldorf, in Schutzhaft, wird jetzt folgendes bekannt: In der nakow. Düsseldorfer Industrie arbeiten gegenwärtig in etwa 20 Betrieben 2 2 5 rund 6000 freie russische Arbeiter, die durch Agenten und Ar⸗ Zur Telegrammspionage in Griechenland. beitsnachweise durch erstere zum Teil unter verlockenden Ver⸗ T. U. Wien, 25. Sept. Das Neue Wiener Journal meldet aus surechnngen, die sic nachher nicht erfüllten. in der Gegend von Athen; Ein Teil der griechischen Presse fordert die Abberufung der Warschau und Lodz angeworben waren. In zweien aeser Be⸗ Diplomaten, die in der Depeschendiebstahlsaffäre der Mitschuld über⸗ triebe, die übrigens auch bei der einheimischen organisierten Ar⸗ wiesen worden seien. Das Blatt Kairi erklärt, es genüge nicht, daß beiterschaft nicht in autem Angebenken stehen, hatten es nun die arme Schlurker bestraft werden, es müßten auch die Geldgeber angeworbenen Russen in Beziehung auf Behandlung und Ent⸗ herangezogen werden. löhnung nicht zum besten, auch drohte man ihnen, sie würden nach 1 5 2 Ablauf ihrer Vertragszeit sie waren auf ein Vierteljahr ver⸗ Die Not in Italien. pflichtet 5 entlassen, 1 sie wider 9 60 Es Ae ö Bern, 25. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Der Corriere sich bei 5 ru sischen Arbeitern ieser beiden Betrie e nun keines⸗ della Sera in Mailand meldet aus Rom: Eine Kommission ee eee Hale keen im Gegenteil, 27 da faßt antes e 1 225 215. 07 ton lernte Arbeiter, von denen die meisten gut deutsch sprechen, um sozialdemokratischer Abgeordneter besuchte den Ministerpräste] Organisierte die in Rußland außerordentlich gut Löhne verdient

denten, um unter anderem Regierungsmaßnahmen gegen die 1 e um 1 1 5 1 ee e 5 5 15 jali ern. ahr N beiter, die jeden, der mit ihnen in Berührung kam, angenehm ent⸗ Kohlen- und Brennmaterialienteuerung während der kalten bauschten. In ihrer Hot wandlen sich diese deute die keine Lohn-

Jahreszeit zu verlangen. drücker sein wollten nun an unser Düsseldorfer Parteisekre⸗ Die 18jährigen in Frankreich. tariat, und Genosse Winnen nahm sich ihrer an, wurde bei der Be⸗ 4 brig 7 0 hörde vorstellig ufw. Nun haben aber wie in anderen Städten

1 25 S 1 li f bite 2 1 2 8 2 25 2 iti,, behauptet, daß zwischen dem Heeresausschuß der Kammer und der Redeverhol; sie dürfen, solange der Krieg den weber i öfen Regierung eine Einigung über die Einberufung der Jahresklasse lichen, noch in geschlosseren Versamamlungen und Sitzungen reden, 1917 erzielt worden ist. Die Regierung hat bekanntlich den 15. Sep⸗ weder als Referent noch sonstwie. Hiergegen soll Genosse Winnen, tember als Zeitpunkt festgesetzt, während der Heeresausschuß noch als Er den e dea ee de verstoßsen haben. In Wirllichkeit die Ansicht des Ausschusses für Hygiene einholen wollte. Nunmehr duch 5 55 15 0 1 1 8 micht a daß soll der vermittelnde Vorschlag des Ausschusses für Ackerbau an⸗ i everhot betroffen diese Sreffnung wunde ihm genommen worden sein, nach welchem die Klasse anfangs Dezember erf nach der Zeit gemacht. Außer Winne befinden sich übrigens

375 auch einige der Russen in Schutzhaft. Die Veranlassung zu der Ver⸗

deeinberusen werde. 8 haftung Winnens gab also sein Eintreten füxr rechtlose russische Pro⸗ Aus Südafrika. letarier, die sich nicht zu Lohndrückern hergeben wollten. Das gleiche

ist übrigens auch einem Vertreter des Metallarbeiterverbandes an⸗

J es 5. S 8 id del⸗ Johannesburg, 25. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Mel geraete onde

bung des Reuterschen Bureaus. Der zu den Friedensfreun⸗ Ein Jahr A. 3. am Abend den zählende Teil der Arbeiterpartei beschloß, sich von der Seit einem Jahre erscheint in Wien als selbständiges Abend⸗

Arbeiterpartei zu trennen und einen eigenen Sozialistenbund] blatt der Arbeiterzeitung die A. Z. am Abend. Wie aus dem Rülck⸗ zu gründen. 1 ee V nich 00 für österreichische Verhältnisse sehr imposante Auflage von 75 00

Ermordung des Platzkommandanten von Ramley. erreicht. Die A. Z. am Abend kostet zwei Hel 1 Nu m⸗ T. U. Von der italienischen Grenze, 25. Sept. Die Turiner mer, was nach dem jetzigen Währungsverhältnis nur anderthalb Stampa meldet aus Paris: Der Platzkommandant von Ramley in Pfennige sind. Sie bringt auf ihren vier Seiten die zusammen nur Palästina, Aref, sei ermordet worden. Sechs Personen seien nach] elne richtige zweiscitig bedruckte Zeitungsseite darstellen, nicht nur der Tat hingerichtet worden, Aref war unlängst zum Kommandanten die amtlichen Heeresberichte, sondern das Blatt hat auch einen von Jaffa gewühlt worden. eigenen privaten telegraphischen Auslandsdienst eingerichtet, der

. aeeneeete. 25 erke. 0 rüstige, heute bei dem schönen Herbstwetter fast mutwillige Pulver und Gold. Reitersknechte, die sich nicht anfechten ließen, daß, während Roman aus dem Kriege 18701871. 1Jdie Schwadronen, zu denen wir gehörten, im letzten, eine

5 2 halbe Meile hinter uns liegenden Städtchen ruhig sich ein a Von Levin Schücking. quartiert hatten, wir noch eine tüchtige Strecke 9 5 reiten Wir hielten auf einem Höhenzuge, den die vortrefflich] mußten.

gebaute und wohlerhaltene Chaussee um die Obstbäume Wir sollten, so lautete unsere Order, Chateau Giron be rechts und links waren sogar kleine runde Reseda-Beete an- setzen; es lief da eine steinerne Brücke über den Fluß, und gelegt überstieg, um sich vor uns in weites, mulden jenseits der Brücke kreuzte sich die Chaussee, auf welcher wir förmiges Tal niederzusenken. Eine weite, farbenreiche, aber] dahergeritten kamen, mit einer anderen, die von Lure, den wie träumend und weltentrückt daliegende Landschaft! oberen Oignon entlang in der Richtung nach Besancon lief, Grüne Fluren, die Dächer der Dörfer in Grün gehüllt, grüne] während unsere Chaussee geradezu auf Mömpelgard führte. Waldstrecken, hier und da das Gewässer eines Flusses, der] Chateau Giron also war zur Bewachung des Ueberganges sich durch den fernen Grund schlängelte; jenseits desselben über den kleinen Fluß und des Kreuzungspunktes der Aecker und Weinberge und leise anschwellende Hügel, über] Straßen jenseits ein nicht unwichtiger Punkt. Ich hatte Be⸗ die dunkelviolette Tinten ausgegossen lagen, und in helleref fehl erhalten, da Posto zu fassen und von dort aus Bläue gekleidet, Bergzüge dahinter, über denen der Abend- Rekognoszierungspatrouillen auf das jenseitige Oignon⸗Ufer himmel rosigen Schimmer breitete. Und über dem allem] auszusenden, während sich in unserem Rücken unsere Heer⸗ Totenstille! Wenn ich in eine solche mir fremde, im Abend- massen über Vesoul auf Gray und auf Besancon vorschoben. sonnenlichte daliegende Landschaft blicke, hat sie für mich] Unser Rückhalt lag hinter uns in dem Städtchen Noroy, auf stets etwas Urweltliches, noch von Menschen nicht Berührtes,[ das wir uns zurückzuziehen hatten, wenn wir von Unentdecktes, was mich in allerlei Träumereien versenkt.] Franktireurbanden in überlegener Stärke angegriffen worden Es ist eben die überwältigende Macht des Eindrucks der wären. i

Natur, der uns die Menschen in solch weiter großer Welt, Daß die Gegend nicht frei von diesen Banden war, sollten und was darin geschehen, dieGeschichte vergessen läßt. wir noch an diesem Abende wahrnehmen. Als wir etwa eine

Zu solchen Träumereien hatte ich freilich jetzt sehr wenig] Viertelstunde weitergetrabt waren, sahen wir plötzlich, auf Ruhe und Muße. In die still und abendlich da vor uns aus-] einer neuen Bodenerhebung angekommen, unter uns in der gebreitete Natur brachten wir eben Geschichte genug; in die Tiefe des Talgrundes einen Trupp dieser blaubekittelten friedliche Schlummerstimmung, in welcher das Gelände wie] Miliz... sie waren zu fern. um sie an ihrer primitiven müde vor uns lag, brachten wir den Krieg, den hellen, wachen] Uniform zu erkennen, aber die Läufe ihrer Flinten blitzten Krieg; in die menschenleere, stumme Umgebung unserer in den letzten Strahlen der Sonne; wir fahen, wie sie in Straße schnaubten unsere Rosse hinein, es klirrten die Kinn-] großer Hast durch eine Allee dahineilten, welche von der ketten und die Bügel, es klapperten die Säbelscheiden an den] Chaussee rechtsab auf ein stattliches herrschaftliches Gebäude Flanken unserer Pferde, deren Hufe das Pflaster schlugen; zuführte. Sie umgaben einen mit einem Tuche überspannten über uns aber im Abendwinde flatterten die schwarz-weißen] Karren, der von zwei voreinander gespannten Pferden ge⸗ Fähnlein unserer Lanzen. 5 zogen wurde... wir konnten wahrnehmen, wie sie in hastiger

Wir waren unser ein Dutzend. Ich, damals noch Vize-] Flucht auf die Pferde einhieben, um sie im Laufen zu er⸗

altung sei. Der König empfing dann den Kriegsminister, Die Oberelsässis e Landeszeitung in Mülhausen ist für steßen. Aber nickt nur in einen glich die dringe; H 9 f g empfing Die Oberelsässische Landesz 5055 leine Aufgabe, es bringt alltäglich die erung lichen Tagesfragen zur Besprechung zund jst zun

Die Stadt Köln wird in Zufunft den, beurlaubten Personen seilgchalten werden dürsen!

* 5 55 0 315 5 5 165 23e i ermõ licht, in der Aktualität den an bilisation die einzige mögliche Antwort auf die bulgarische Krlegsuslizen. 12 die 515 eas das Doppelte und Dreisache fate nf . 6 nem raschen Nachrichtendfeust

dsten wi

Daneben wird häusia cin Uebe ionen gegeben. So bat der mut Blattes seine guten Früchte Absatzes muß man berücksichti zenverkauf von Zeitungen nie gibt, Zeitungen vielmehr nur in den dazu bestzmmten u

meist den k. k. Tabaktrafiken und von dazu behördlich ermächti

breiten Volksmassen geworden.

Die Redaktion der A. Z. am Abend leitet der bekannte Lor redakteur der Arbciterszeitung, Reichs ratscbgegrdneter Genosse May

Winter.

hen Partei besch! n in Paris ab;

Finanzen, Kontrollkommission. eg. 8 ternal onalen sozialistischen Bureau, Delegation zur erwaltur dae Lel⸗ 15 tung der Humanité; 2 4 ne age: die sozialistische Partei n sen Verteidigung; 4. Vorstands⸗

Industrie und Volkswirtschaft. Ueber die Entwicklungs möglichkeit unserer Industrie nach den Kriege machte der Vorsitzende dos Aussichtsrates der A. E⸗G. Dr. Walther Rathenau in der Gencralversammlung des Werkes achtenswerte Ausführungen. Die ron, der A. E⸗G. geplante 9 zübertragung des Stromes ihrer an den Bitterfelder Braun hlenwerkben bestehenden Ueberlandzentrale wird nicht zur Aus⸗ zührung kommen, da die preußische Regierung eine Fernübe ragung so großen Umfanges einer priwaten, Gesellschaft nach dem. nicht genehmigen dürfte. Dafür werden die dort versügbaren e trischen Kräfte der Kriegsindustrie zur Verfügung gestellt. verschicdene Fabrikationszweige steht eine Verlegung der Werke nac einem Kohlenzentrum bevor. Des weiteren sagte er, der Krieg t insofern für zahlreiche Industriezweige wirt chaftlich günstig wirkt, als er einen weitgehenden Verbrauch der großen bestände herbeigeführt hat. Die Schäden, die er der Industrie den Ausfall des Ausfuhrgeschäfts zugefügt hat, könnten und müß wie der Redner hofft, durch eine Verstärkung der Tab ril ation! 10 rung der wirtschaftlichen Leistung inen De and eden. 1

eine E

Vermischtes.

Tragischer Tod zweier Freundinnen. 5 Dieser Tage besuchten zwei Freundinnen, die 68 Jahre alte Dienstmanuswitwe Therese Popp aus der Westenreiderstraße 1 München und die Korrektorswitwe Thexese Sonvicho, wohnhaft Schwanthalerstraße, die Gräber ihrer Männer im Ostfriedhof. Ils die beiden Frauen auf einer Bank saßen und sich unterhielten, e die zuletzt genannte plötzlich vom Schlage gerührt. Frau i erregte sich über den Tod ihrer Freundin derart, daß sie kaum be ruhigt werden konnte. Als man sie am andern Morgen wecken wollte, sand man sie tot im Bette. Eim Schlaganfall hatte auch ihrem Leben ein Ende gemacht.

Zur Explosion in einem Newyorker Tunnel. l Zu dem bereits gemeldeten Explosionsungllick in Newyork wir dem Berl. Lok.⸗Anz. noch folgendes gedrohtet: In Newyork er eignete sich bei einer Sprengung im Tunnel der neuen Untergrund. bahn ein Explosionsunglück, dem sieben Tote und 50 Schwerverletzt zum Opfer fielen. Ein Straßenbahnwagen der über die Explosto stelle hinwegfuhr, stürzte mit 86 Fahrgästen in den großen Er trichter und verschwand darin. In dem Wagen brach e wille Panik aus. Zehn Frauen, die sich unter den Fahrgästen befanden zertrümmerten in wahnsinniger Angst mit ihren Händen die Fen scheiben des Wagens, um zu entkommen. Die Straße, in der das Unglück ereignete, war sehr belebt. Da aber die Fußsteige e beiden Seiten der Straße unbeschädigt blieben, fielen nur ein Fußgänger in das Erdloch. Die Bauunternehmung nimmt an, daß sich bei der Sprengung wahrscheinlich ein großes Felsstlick abg ö habe, so daß die Stützen des Tunnels zerbr chen und diesen zum Einsturz gebracht hätten. Im Argenblik der Explosion waren 7. Arbeiter im Tunnel, die meisten konnten sich aber re tig Sicherheit bringen. Von den Getöteten sind fünf Arbeiter und Fahrgäste aus dem Straßenbahnwagen.

n W 2 S. 2 5

Reiter führte sie, in welchem einer unserer Ulanen, der sich 0 eines Perspektives erfreute, einen Gendarmen erke U 5 f

wollte. 4 3 Der Karren, den sie führten, mußte, so schlossen wir au ihrer Eile, ihn in Sicherheit zu bringen, Verwundete ent halten vielleicht auch flüchtige Weiber und Kinder a der Nachbarschaft, die, beim Anblick unserer Lanzen 0 von Schrecken ergriffen, sich vor uns deutschen Barba Sicherheit bringen wollten. f Zwischen den Vorgebäuden des Edelhofes verschwand de f ganze Haufe. 1 Es mußte Chateau Giron sein, dieser Edelhof, just der den wir besetzen sollten. Wenn die flüchtige Bande sich hineinwarf und es verteidigte, so hatten wir die Aussicht ein kleines Gefecht, bevor wir und unsere Tiere zur kamen. Doch war es nicht wahrscheinlich, daß sie den fürchteten Ulanen die Stirn bieten würden. Ihre Flucht 4 unten durch die Allee deutete auf panischen Schrecken. Wir setzten also ruhig unseren Marsch fort, e ichte die Allee und bogen in sie ein. Ich sandte zwei Vorposte⸗ vorauf. Sie kamen, nachdem sie den Schloßhof überblict mit der Meldung zurück, daß sich kein Feind mehr dort sehel lasse, und alles sicher scheine. Unser Schwarm hielt bald o dem eisernen Gittertore des Schlosses; ein äußerst verd ausschauender Mann in blauem Kittel öffnete es; eines Rasens, der den Schloßhof ausfüllte, erhob si Herrenhaus. Auf dem Treppenperron stand eine von Leuten, die unser Nahen neugierig beobachteten. nahm eine Dame von hoher schlanker Gestalt und einen lichen darunter wahr. 5 88 Zur Rechten des Hofes in der Ecke, wo eine niedrig Mauer mit einem Gittertörchen das Herrenhaus mit einen der vorspringenden Nebenhäuser verband, stand ein Kart der ganz so aussah, als müsse es der sein, den wir inmitte der flüchtigen Franktireurs wahrgenommen. Von den g letzteren war nichts mehr zu gewahren. 9 (Fortsetzung folat.]

2...

wachtmeister, hatte sie zu führen... lauter frische und! halten. Es mochten ihrer zehn oder ein Dutzend sein ein