.

f Zufuhr aus Frankreich und England ihre Artillerie, beson

Der österreichisch⸗ungarische Tages bericht Abgeschlagene russische Angrisse in Wolhynien.

Artillerie Kämpfe an der italienischen Front. Wien, 23. Sept.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 23. September 1915. Russischer Kriegsschauplatz. An der Front in Ostgälizien verlief der Tag im all⸗ gemeinen ruhig. Es fanden nur Kämpfe vorgeschobener Ab⸗ teilungen statt. f An der Itwa und am Styr kam es an mehreren Siellen

zu heft igeren Kämpfen. So wurden südöstlich von Nowo⸗

Poczajew zwei russische Angriff blutig zu rückgeschlagen. Ein feindliches Infanterieregiment. das nachts nahe der Ikwamündung über den Styr vorgedrungen war, mußte nach einem von unseren Truppen durchgeführten Gegenangriff unter großen Verlusten auf das Ostufer zurückgehen.

Unsere bisher östlich Luck befindlichen Abteilungen wurden in

die Stellungen am Westufer des Styr zurückgenommen. JItalienischer Kriegsschauplatz.

Im Tiroler Grenzraum fanden mehrere kleinere Kämpfe statt. Angriffe schwächerer italienischer Abteilungen im Tonalegebiet, dann nördlich und östlich von Condino, wurden ab⸗ gewiesen.

Die Hochflächen von Vilgereuth und Lafraun unter dem Feuer der feindlichen schweren Artillerie.

Unsere tapfere Besatzung des Monte Coston, die diesen weit vor unseren Linien gelegenen Grenzberg Monate lang gegen einen der Zahl nach bedeutend überlegenen Gegner behauptet halte, räumte heute zeitig früh ihre nun von mehr als zehnfacher Uebermacht angegriffene und fast umschlossene Stellung.

g Die Artillerielämpfe im Dolomitengebiete dauern mit großer Heftigkeit fort.

An der Kärntner Front versuchte vorgestern abend eine Alpini⸗Abteilung am Monte Peralba durchzubrechen; sie wurde mit Verlusten heruntergeworfen.

An der küstenländischen Front beschränkt sich die Tätigkeit unserer Truppen auf Geschützfeuer und einige erfolgreiche Unter⸗ nehmungen des Stellungskrieges.

0 Heute läuft der vierte Monat des Krieges gegen Italien ab. Der Feind raffte sich in diesem Monat zu keiner Kampfhand⸗

stehen wieder

lung großen Stils auf, sondern führte nur gegen einzelne Abschnitte

Angriffe mit Kräften bis zur Stärke mehrerer Infanteriedivisionen.

Alles vergebens, unsere Front steht fester denn je.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Keine wesentlichen Ereignisse. i

0 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant.

8 Serbischer Kriegsschauplatz. An der Save und an der unteren Drina dauern die Ar stilleriekämpfe an. Es verlautet, die Serben hätten durch

ders die schwere, bedeutend verstärkt. Davon sollen sechs schwere Batterien in Belgrad aufgestellt sein, die in den an der Save gegen Semlin gelegenen Werken untergebracht und von englischen Mannschaften bedient werden sollen. Auch der Kalimegdan genannte Park soll in eine große Festung . sein. Bombensichore Unterkünfte wurden dort angelegt.

Die bulgarische Mobilmachung. Der Verlauf der Mobilmachung.

(W. B. Nichtamtlich.) Aus Athen eingetroffene Tele gramme enthalten Einzelheiten über die bulgarische Mobil machung. Danach war der Warenverkehr am Samstag Nacht auf dem bulgarischen Eisenbahnnetz eingestellt. Sonntag abend unterzeichnete König Ferdinand den Erlaß der Mobil⸗ machung von fünf Divisionen. Gleichzeitig gingen von Sofia mehrere Reiterregimenter nach einem geheimen Be stimmungsorte ab. Alle bulgarischen Offiziere, die sich in Frankreich auf Urlaub befanden, um die dortigen Operatio⸗ nen zu verfolgen, wurden zurückberufen. In Athen rief die Nachricht der Mobilmachung tiefen Eindruck hervor.

Kein bulgarisches Ultimatum an Serbien.

T. U. Berlin, 23. Sept. Die Meldung der Idea Nakio⸗ nale, daß Bulgarien ein Ultimatum an Serbien gerichtet habe, das heute abend abläuft, ist, dem Verl. Tagebl. zufolge, vollständig erfunden.

Der Eindruck bei der Entente. Die Italiener:

Die italienische Presse ist über die Vorgänge auf dem Balkan vhne eigene Informationen, weil die Consulta schweigt; daher sind die Blätter auf Berliner und Londoner Informationen angewiesen und unorientiert, jedoch höchst bestürzt über den endgültigen Zu⸗ sammenbruch der Balkanpläne der Entente. Ahnend erwartet man, daß die bulgarische Mobilisierung mindestens die Be setzung Mazedoniens, wenn nicht gar Krieg gegen Serbien bei gleichzeitigem deutsch⸗österreichisch-ungarischem Angriffe bedeutet. Die Hoffnungen auf die Hilse der Griechen sind gesunken, da das Kabinett in Athen die Auffassung vertritt, der Bündnisfall trete nur bei isoliertem Angriffe Bulgariens auf Serbien ein, nicht aber, wenn der Weltkrieg auch Bulgarien ergreife. Natsirlich ist die italienische Presse, die in der Auslegung von Blindnisverträgen selbst die größte Gewandtheit gezeigt hat, über die Auffassung in Griechenland entrüstet. Auch die Hoffnung auf Rumänien, auf dessen Eingreifen wie bekannt gleichzeitig mit der italienischen Kriegserklärung gerechnet wurde, ist tief gesunken. Das Giornale d Italia bringt einen Brief aus Bularest unter dem bezeichnenden Titel:Rumänien wird kaum kämpfen. Gleichzeitig meldet der Secolo den Besuch des Herzogs von Mecklenburg auf der Jacht des Königs von Rumänien bei Braila.

Im übrigen weiß die italienische Presse keinen anderen Rat, als daß die Entente durch einen verzweifelten An griff auf die Dardanellen die Situation retten solle.

Die Engländer:

0 London, 23. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Bericht, daß Bulgarien mobilisiere,

nicht im Klaren. ö richt erst am 21. September spät abends. Sie erklärte, Bulgarien werde weiter Neutralität bewahren, aber eine bewaffnete Neu⸗ tralität. In anderen Kreisen werde erklärt, Bulgarien versetze

wie die Schweiz und die Niederlande. Die Russen: Petersburg, 23. Sept. Rußkoje Slowo schreibt, die bulgarische Mobilmachung habe die Petersburger Diplomatie vollständig über⸗ rascht. Die Mehrheit der Diplomaten fasse die Mobilisation als Vorspiel des Krieges gegen Serbien auf, während die Minderheit empfehle, die Ereignisse abzuwarten. Ein Diplomat habe erklärt, die Mobilisation bedeute: das Spiel ist aus, Bul⸗ garien greift Serbien an, denn einen bulgarischen Angriff gegen die Türkei zu erwarten, wäre lächerlich. Es bleibt nur die Frage offen, ob Bulgarien eingreift, nachdem der deutsch⸗österreichische Einmarsch durch das eiserne Tor erfolgreich geschehen, oder ob es diesen durch einen gleichzeitigen Angriff begünstigt. Jedenfalls werde aber Serbien nicht allein bleiben, da Griechenland und Rumänien dem Verschwinden Serbiens nicht untätig zuschauen könnten.

Eine Erklärung der griechischen Reg lserung.

Athen, 23. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Die Agence

d Athenes veröffentlicht folgendes Communiqués: Die Re⸗

gierung verfolgt mit Ruhe die Entwicklung der Ereignisse

und wird die durch die Umstände gebotenen Maßnahmen

treffen, um jeder Eventualität die Stirne zu bieten.

Zwischen dem König, Venizelos und dem Generalstab herrscht vollste Uebereinstimmung.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.

Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M.

Bekanntmachung.

Nachstehende Bekanntmachung des Großh. Kreisamts Gießen bringe ich zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 21. September 1915. Der Oberbürgermeister: ee

Bekanntmachung. Betrifft: Der Verkehr mit Oelfrüchten und daraus gewonnenen Produkten. Zum Ankauf der von dem Kriegsausschuß für pflanzliche und tierische Oele und Fette G. m. b. H., Berlin W. 8, Kanonierstraße 29/30 zu erwerbenden Oelsgaten, sind beauftragt worden: 1. die Zentral⸗Genossenschaft der hess. landwirtschaftlichen Kon⸗ sumvereine, e. G. m. H., Darmstadt: 2. die Grbrüder Altstädter, Weinheim(Baden). Diese Firmen und deren Beauftragte, die sich auf Verlangen, auszuweisen haben, sind berechtigt, im Kreise Gießen, die für den gen. Kriegsgusschuß zu liefernden Oelsaaten aufzukaufen und zu empfangen. Gießen, den 11. September 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hechler.

Bekanntmachung.

Nach Bundesratsbeschluß vom 26. August 1915 soll am 1. Ok⸗ tober 1915 im Deutschen Reiche eine Viehzählung stattfinden.

Die Zählung erfolgt durch die Schutzmannschaft innerhalb der Bezirke.

Zu zählen sind alle Viehstsicke, die sich in den Haushaltungen in der Nacht vom 30. September zum 1. Oktober 1915 befinden, sei es in Außenwerken oder auf Wiese, Weide, Feld usw. Dabei ist gleich⸗ gültig, wer Eigentümer des Viehes ist: auf längere Zeit eingestelltes Vieh wird wie eigenes behandelt; Viehstücke, die vorübergehend(auf Neisen, Fuhren usw.) abwesend sind, sowie Viehstücke, die im Laufe des J. Oktober verkauft werden, sind mitzuzählen.

Nicht mitzuzählen sind Viehstücke, die im Laufe des Zähltages (1. Oktober) er auft werden oder die nur zufällig und vorüber⸗ gehend anwesend sind.

Metzger und Händler haben auch das bei ihnen stehende oder im Laufe des Zähltages eintrefsende und in der Nacht vom 30. Sep⸗ tember zum 1. Oktober 1915 auf dem Transport gewesene, zum Schlachten oder Verkauf bestimmte Vieh aufzuführen, sofern es nicht etwa erst am Zähltage gekauft wird.

Bei den Pferden sind die Militärpferde nicht mitzuzählen. Als Militärpferde gelten alle zu militärischen Zwecken gehaltene

Telegramm!

Achtung! Achtung!

Mache die geehrten Einwohner von Gießen und Umgegend darauf aufmerksam, daß durch verspätetes Eintreffen der letzten Waggons der

Verkauf um 7 Tage

:: verlängert wird:: Bemerke noch, daß alle fehlenden Sachen wieder am Lager sind, z. B. Löffelbleche(weiß) 1.10 Mk., Sand, Seife, Soda mit Schrift 160 Mk., eiserne geschliffene Pfannen 34 em 1.20 Mk., ovale Spülwannen mit Fuß, 40 em 1.50 Mk., 45 em 1.70 Mk. Hochachtend

Frau Carl Dorp

aus Elberfeld.

b isen natürlich viel Unruhe verursacht,

hat in den diplomatischen Kre obwohl man auf eine derartige Entwicklung vorbereitet war. Ueber

die Bedeutung der Mobilisierung ist man sich augenblicklich noch Die bulgarische Gesandtschaft erhielt die Nach⸗

sich lediglich in denselben Zustand wie einige seiner Nachbarn oder.

5 g 123 Pferde, für welche Rationen in Natur oder in Gestalt von G gütung oder 1 0 Bezahlung aus Magazinen der Militärv 918 abgegeben werden. Pferde der Landgendarmerie gelten als Militärpferde. 2 5 4 Schasherben sind stets in der Gemeinde zu zählen, in der si auf Weide oder in Fütterung, wenn auch nur vorübergehend finden, und zwar bei der Ha haltung desjenigen, in dessen O a oder Pflege sie stehen, auch wenn es nicht der Eigentümer ist. Wer wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu zehntaufend Mark bestraft; auch kaun Vieh, dessen Vorhanden⸗ sein verschwiegen worden ist, im Urteil für dem Staate verfallen er⸗ klärt werden. 1 Gießen, den 20. September 1915. a Der Oberbürgermeister. 3 Keller.. 0 1

Bekanntmachung.

1 Nerfii 5 3

Von den in diesem Jahre der Stadt zur Verfügung stehenden 0 Fichtendeckreiser können eine beschränkte Anzahl Wellen au 0 Ne Private abgegeben werden. Wer solche zu beziehen wünscht, wolle Git dies alsbald spätestens aber bis zum 1. Oktober ds. Js. 60 5

auf dem Stadthaus, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 15 anzeigen. Ber Preis N Welle beträgt 30 Pfennig und ist bei der Be⸗ stellung zu entrichten. Die Lieferung erfolgt frei vor das Haus. Weniger als 5 Wellen werden nicht abgegeben. Gießen, den 14. September 1915. f Der Oberbürgermeister: N . J. V.: Grünewald.5 5 4 Verslorbene. Fran Johanna Kirchner geb. Hormel in Wetzlar, 72 Jahre alt,. Belnrich Kr 8 in Oberndorf. 3 J.

Konsumverein Giessen u. Um

E. G. m. b. H. 5

Bilanz am 30. Juni 1915.

Aktiva. Mk. Passiva. Mk. Nee Fassalonto 8530.10 Neservefondstonto 2445285 11 Gewerbebankkonto 3125.51. Spez.⸗Res. Konto 9464.78 Bankkonto G.⸗E.⸗G. 23735.48 Mitgl.⸗Anteilkonto 55189. Anteilkonto G.⸗E.⸗G. 7427.80 Spareinlagenkonto 65813. 1 Anteilkonto Verlagsgesell⸗ Sbarmarkenkonto 252.01

schaft 687.90 Unerh. Zinsenkonto für

Wareukonto 69000.] Anteile 0 8.60 Inpentarkonto 8100. Rabatiguthabenkonto der 5 Fuhrwerkskonto 3300. Mitglieder 9 Bäck.⸗Inv⸗Konto 0.]Lieferantenkonto 2²⁴484.49 Bäck.⸗Masch.⸗Konto 600. Hypothekenkonto 29200. Min.⸗Inv.⸗Konto 1800. Grundstückskonto 17000. Min.⸗Masch.⸗Konto 3000. Reingewinn 8740.67 Immobilienkonto 221800. Lieferantenkonto 2512.01 Außenständekonto 640.86

Summa: 570080. Summa: 370080446

2714 9 452 3196 .

Die Mitgliederzahl betrug aur 1. Juli 19111 Eingetreten sind im Laufe des Jahres Ausgeschieden sind im Laufe des Jahres 7 Mitgliederstand am 30. Juni 1915.,

Die Haftsumme betrug am 1. Juli 1914. Mek. 81450 Dieselbe erhöhte sich im Laufe des Jahres um 12. Sie betrug am 30. Juni 1915 Mek. 98480. . Mk. 48327.

6862.

Der Geschäftsanteil betrug am 1. Juli 1914. Derselbe erhöhte sich im Laufe des Jahres um. Er betrug am 30. Juni 1915 Gießen, im September 1915. 8 Der Vorstand: Michael Keßler. Carl Koppe. Für den Auffichtsrat: Friedr. Vetters, Vorsitzender.

M 55180.

Sonntaa, den 3. Oktober 1915, nachm. halb 3 Uhr 5 GHeneral- Versammlung

im Saale des Gewerkschaftshauses, Schanzenstr. Tagesordnung:.

1. Geschäfts⸗ und Kassenbericht. 2. Beschlußfassung über die Verteilung

des Reingewinns. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Ergänzungs?

wahl des Aufsichtsrates und Wahl der Stellvertreter. 5. Anträge. 01 Etwa zu stellende Anträge sind spätestens drei Tage vor der 100 General-Versammlung schriftlich einzureichen. n Die eta e Montag, den 27. September ab 111

in den Verteilungsstellen zur Abholung bereit. 8 8 Der Mussichtsrat. ö 10 2 ul due

Die freiwillige Sanitätskolonne

bildet in nächster Zeit nicht mehr Wehrpflichtige und Angehörige des ungedienten Landsturmes II. in einem besonderen Kursus zu Krankenträgern aus. Sich eignende Kursusteilnehmer können im Anschluß daran als Krankenpfleger ausgebildet und im Elappengebiet verwendet werden. Mündliche oder schriftliche Anmeldungen zur Teilnahme am Kursus werden entgegen⸗ genommen im Geschäftszimmer des Noten Kreuzes in der alten Klinik, Liebigstraße. Sprechstunden: Wochentags von 10 bis 12 Uhr morgens und von 4 bis 6 Uhr nachmitlags.

Der Beginn des Kursus wird jedem Teilnehmer schriftlich mitgeseilt. 1

Der Vorsitzende. Wiener. ieee eee 5 1

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