Ausgabe 
24.9.1915
 
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an Initiative und Organisationsgeist die irrenden Hunde auf den Trottoirs finden würde. 85

Die Entente⸗Anleihe in Amerika. (Frankfurter Zeitung.) Zwei Ver⸗ Loeb u. Co. konferierten wieder französischen Delegierten. Das sehr entente⸗ achrichten, daß

Eine Kundgebung der bulgarischen Studenten in Berlin.

(W. B. Nichtamtlich.) 90 Studenten in Berlin begaben sich in corpore auf, Gesandtschaft, um ihre patriotischen Gefühle aus In der Gesandtschaft empfing N di Studenten, in deren Mitte sich auch ein Sohn des Ministerpräsi⸗ denten, stud. jur. Radoslawow, befand. Nitschkow, stud jur⸗ beglück⸗ wünschte namens der Erschienenen den Gesandten Bulgariens, Ge⸗ sandter in Berlin gerade in dem Augenblick zu sein, da unter dem Beifall Deutschlands die mazedonische Heimat des Gesandten für Bulgarien zurückgewonnen werden solle. Die bulgarische Studenten⸗ schaft werde ihrer Dankesschuld an Deutschland und dessen gastfreundliche Hauptstadt stets eingedenk bleiben. brausend aufgenommenen Hoch auf das große vereinigte Bulgarien, König Ferdinand und die bulgarische Armee schloß die Ansppache.

Der bulgarische Gesandte drückte seine große Freude über bie Kundgebung der Studenteuschaft aus und gab den Erschienenen die herzlichsten Wünsche mit auf den Weg. Die Abordnung begab sich darauf nach dem bulgarischen Konsulat, wo Konsul Kommerzienrat Mandelbaum die Herren empfing. ö bulgarische Jugend trete mit Begeisterung und mit der festen Hoff⸗ nung auf den Sieg der gerechten Sache in die Aktion für die Ver⸗ wirklichung des nationalen Idoals, erfüllt und beseelt von dem glor⸗ reichen Beispiel deutscher Einigkeit sowie deutscher Dis⸗ ziplin und angesport durch das warme JInteresse des gro⸗ ßen Deutschland an den Schicksalen Bulgariens. klang in ein begeistertes Hoch auf Kaiser Wilhelm, die kaiserliche Familie und ganz Deutschland aus. N 1 einer Ansprache den Herren aufs herzlichste für ihr Erscheinen und schloß mit einem dreifachen Hoch auf den Zaxen Ferdinand, die könig⸗ liche Familie und das bulgarische Volk. Am Freitag verlassen die bulgarischen Studenten Berlin in von der deutschen Eisenbahnver⸗ waltung gestellten Sonderwagen.

Der Seekrieg. Hesperian.

(W. B. Nichtamtlich.) Nach Aus- kunft im Admiralstabe der Marine steht im Gegensatz zu der durch das Reutersche Bureau englischen Admiralität nunmehr fest, daß für den Angriff auf dieHesperian ein deutsches Unterseeboot

Die bulgarischen die bulgarische zudrücken, ehe sie zu

Berlin, 22. Sept.. 1 1 8 Newyork, 22. Sept.

treter des Bankhauses Kuhn, mit den englisch freundliche Wall Street Journal erklärt die Nacht d irgend eine Anleihe bereits abgeschlossen sei, für verfrüht. Mitglieder der Hochfinanz geben das zu, erklären aber gleich⸗ zeitig, daß die Aussichten für einen schließlichen Erfolg er⸗ mutigend seien. Bulgarische Mobilisalion.

Nach einem Sofioter Telegramm der Köln. Ztg. ist der Befehl zur Mobilmachung des ganzen bulgarischen Heeres gestern im Amtsblatt erschienen.

Die Berufung des früheren Generalissimus garischen Armee Sawow nach Sofia wird, wie verschisdene Morgenblätter berichten, über Genf gemeldet.

Daß die Gesandten demnächst aus Sofia abberufen werden, meldet dem Berlnor Tageblatt zufolge der Bukarester Seara mit dem Zusatz, die englische Gesandtschaft 5 Saloniki schaffen lassen.

Deutsches Gold nach der Türkei.

den Fahnen eilen.

Stud. med. Flitscheff sagte, die

Vierverbandes

ihre Archive

Herr Mandelbaum dankte in

Rumänien ein deutscher Waggon, der nach der Türkei bestimmt war und 4830 Kilogramm Gold in deutscher Mark, sowie Goldbarren und deutsche Banknoten enthielt. U rchfahr wurde erst erteilt, nachdem auf Anordnung des Finanzministers der Waggon durchsucht worden war.

Numäniens Neutralität.

Zürich, 23. Sept. Der Tagesanzeiger meldet aus Buka vest: Der Ministerrat hat sich angesichts der neuen Vorgänge auf dem Balkan für das Verharren Rumäniens in der Neu- tralität entschieden.

Politischer Skandal in Griechenland.

T. U. Athen, 23. Sept. Großes Aufsehen erregt in der griechi⸗ schen Presse die Haltung der Behörde von Saloniki gegenüber etwa 100 griechischen Ueberläufern aus Serbisch⸗Mazedonien, die sich nach Saloniki geflüchtet und offenbar mit Zustimmung oder auf Anord⸗ nung der Regierung unter militärischer Bedeckung den serbischen Grenzbehörden von Geygeli übergeben wurden. il ob die Auslieferung der Griechen, die sich der serbischen Bedrückung entziehen wollten, auch in dem vielberufenen Bündnisvertrage mit vorgesehen sei. 0 Bezirk von Monastir ausgewanderten Griechen in Saloniki wird wegen des Vorfalles beim König, beim Generalstabschef Dusmanis und bei Gunaris Einspruch erheben.

Bevorstehende Streiks in Rußland.

Der München-Augsburger Abendzeitung wird gemeldet, der Dumaabgeordneten Material wonach den Anfang des großen

der Putilowwerke machen sollten. Minister des Innern angedrohten Zwangsmaßnahmen gegen einen Generalstreik im ganzen Reiche, tungen zur Arbeitsniederlegung in sämtlichen wichtigen Be⸗ trieben getroffen worden. werkstätten sind Arbeitergruppen organisiert und leiten den Das Zeichen zur allgemeinen Arbeitsniederlegung soll von den östlichen Eisenbahnwerkstätten ausgehen. geplante militärische Bewachung aller industriellen und tech⸗ konnte nicht durchgeführt Zentrale der Streikorganisation soll über ausreichende Mittel verfügen, um den Ausstand auch auf andere Fabrikbetriebe ausdehnen zu können.

Protest der Deutsch⸗ Amerikaner.

Aus Washington läßt sich laut Berliner Tageblatt das Petit Journal melden, Riesenversammlung zum Einspruch gegen die englisch⸗fran⸗ zösische Kriegsanleihe ankündigten.

10 2 8 RNeaktionäre Gewaltmaßregeln.

Die russische Presse meldet

ehemaligen Dumamitgliedes

Die Erlaubnis zur Durchfahrt

Berlin, 22. Sept.

verbreiteten Aeußerung der

nicht in Frage

(W. B. Nichtamtlich.) Der holländische DampferPatroclus stieß am 14. September auf der Reise nach Liverpool abends mit dem eng⸗ lischen FischdampferCity of Dundee zusammen. sank sofort. Neun von der fünfzehn Mann starken Besatzung wur⸗

(W. B. Nichtamtlich.) Laut Funkspruch aus Halifax ist der griechische DampferAthinai auf hoher See in Brand ge⸗ Die Passagiere begaben sich an Bord

Amsterdam, 21. Sept. Das Handelsblad

meldet aus Ymuiden:

* Fi ch dai* 0 9 . Die Zeitungen fragen entrüstet,

London, 22. Sept. melden aus Newyork:

Die hiesigen Blätter a 8 s bielig 5 Der Verein der aus dem

raten und wurde verlassen. der DampferTuscania undRumanian Prince.

Die Pakete der französischen Gefangenen. des Schweizerischen macht darauf aufmerksam, daß viele Pakete mit Liebesgabe an die in Deutschland gefangenen Franzosen den Adressaten Mit den Aufschriftengestorben, zurück nach Frankreich,unbekannt, zurück nach Heimat kommen sie zu Tausenden wieder über die Schweiz, nachdem sie manch⸗ mal wochenlang von einem Lager in Deutschland zum an⸗ Manchmal müssen ganze Wagenladungen wieder nach Frankreich zurückbefördert werden. mittel sind inzweischen meist verdorben und werden geradezu zu einer Gefahr.

Das Blatt hebt Wiederausfuhr

Das Organ Zugpersonalvereins

bei Haussuchungen zutage gefördert wurde, Generalstreiks Pulverfabriken

nicht erreichen. die Arbeiter

Trotz der vom

sind alle Vorberei⸗ deren wanderten.

Die Lebens⸗ staatlichen Eisenbahn⸗

lobend hervor, dieser wertvollen Waren gestattet, aber, man sollte diese Bazillennester Da wäre es doch noch einfacher, wenn man die Absender solcher Pakete veranlassen könnte, den Vermerk bei daß der Inhalt für die anderen Gefangenen des verwendet werden darf, wenn der Adrossat Natürlich müßte der Absender hier

daß Deutschland die

lieber in Deutschland] nischen Betriebe

gleichen Lag dort nicht anzutreffen. von benachrichtigt werden.

Obdachlose Soldaten int Paris.

Wie man in Frankreich über die Boches denkt, verrät Hervé wieder einmal in seiner Guerre Sociale: Er nimmt sich der zahllosen Soldaten an, die in Paris ohne Obdach bleiben, keine Familie haben, bei der sie ihren Urlaub zubringen kön⸗ Es handelt sich dabei besonders um Soldaten, die aus den vom Feinde besetzten Gegenden stammen und mit einem von der Axmes⸗ leitung bewilligten kurzen Urlaub meistens ohne Mittel nach Paris kommen, wo weder die Stadt noch das Kriegsministerium flür eine Unterkunft oder Unterstützungen gesorgt haben. Herves sagt, in den Straßen herum wie herrenlose Hunde.

utsch⸗Amerikaner

die Verhaftung des und Arbeiterführers Jeg o⸗ In Rostow am Don sind sämtliche Mitglieder des Ausschusses zur Bekämpfung der Teuerung Die Gouverneure

verhaftet scheinen in der Vertagung der

. chlossen worden. Rjietsch zufolge sind die Verwaltu mitglieder der Petersburger Krankenkasse verh tet worden. In Orenburg wurden die Arbeit glieder des Kriegsausschusses ebenfalls verhaftet. 1 Seuchen unter den G tentetruppen auf Gallipoli.

und Kranken dort eine aue geschleppt. Die spanischen 3 er. Eingreifen sanitäter Vorsichtswaßregeln. Ein i 10 küspektor ist nach dem panischen Wannen 1 80 Handhabung der Sanitätspflege zu ub: vachen. U. a. ist die Ein.

0 ätspflege u 1 führung aller Abfallstoffe von Gibraltar untersagt. hielten alle spanischen Häfen den als verseucht zu behandeln.. 1

Mriegsnolizen. f

nter Präventivzensur wurde die in Würzbu 1 e e Landeszeitung das von Sie Ma 5 Lebens gerufene Bauernbundsorgan gestellt. Sie ha 70 einemZeitungslügen überschriebenen Artikel gegen Sensation berechnete Berichterstattung der Gans ca n gewandt, die sich in Meldungen über den Abschluß des bulgarisch⸗ türkischen Vertrages einen Tag um den anderen widersprach.

Der Geschäftsführer der Verwaltungsstelle Solingen des Deutschen Metallarbeiterverbandes, erhielt einen Tag Ge⸗

1

N ö 0 5 5 ö

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f a nis, weil er eine Werlstattversammlung nicht ange⸗ 6530 21 hatte. Gegen dieses Urteil soll Revision eingelegt Trotz strengster Maßnahmen der Behörden wollen die italien⸗ cher kein Ende nehmen. In Ferrara wurde Dabei zeigte sich, daß die Säcke nur zur Hälfte Getreide, zu anderen Hälfte Erde enthielten. zufolge 3000 0 Weber in der Provinz Mailand mit den Ausstand. urlaubten französischen Soldaten nicht volle freie ck* H erfahrt gewährt worden sei, antwortete der Ge⸗ am 3. Juli durch ein Zirkular Anweisung gegeben wurde, allen von der Front beurlaubten Mannschaften freie Hin⸗ und Rückfo h kann aber nur in geschlossenen Gruppen oder mit Sonderzügen 1 0 den entsprechend zur Verfügung stehenden Transportmitteln 1

Wie in der Times mitgeteilt wird, werden von der enge lischen Post Zeitungen und Zeitschriften nur daun ins Ausland oder deren Agenten aus versandt werden. Alle von Prival⸗ personen aufgegebenen Drucksachen werden konfisziert, well meldungen verwendet werden könnten. f

Partei⸗Nachrichten.

Am 20. September starb in Nordhausen Genosse Theodor Zimmermann, Geschäftsführer des Konsumvereins, im Alter hausens und der Grafschaft Hohenstein ein schwerer Verlust. ö nosse Zimmermann war einer jener Alten, dessen sozialistische die an ihrem Ideal bis zum letzten Atemzug festhalten. Ueberal⸗ wo Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue, ohne viele Worte eine des Gewerkschaftskartells dessen Kassierer. Jahrzehntelang be⸗ sorgte er die Kassengeschäfte der Partei, wie er der Genossenschaftz⸗ Die Nordhäuser Arbeiterschaft wird immer seiner ehrend gedenken,

In militärische Schutzhaft Peter Winnen genommen. Der Parteisekretär ist ebenfalls u in Schutzhaft. 3 0

Sehusüchtig erwartet die Menschheit den Frieden. Von det, Sozialdemokratie, die immer eine Friedenspartei gewesen, es deutsche Partei hat nach dieser Richtung hin ihre volle Schuld keit getan, leider hat sie bei den Sozialdemokraten des feindliche aber in den Kreisen der deutschen Parteigenossen nicht genügend bekannt oder es sind die Einzelheiten in Vergessenheit geraten. drängte, aber übersichtliche Zusammenstellung der wichtig Stimmen veröffentlicht, die als Echo der Friedensbestrebungen

werden.

gestern Getreide ausgeladen, das aus einem Heeresmagazin kam. Laut der Köln. Volksztg. drohen einer Meldung des Abend Auf mehrere Beschwerden darüber, daß den von der Front 9 ö

nosse Sembat, der Minister der öffentlichen Arbeit, daß schon

bis zu ihrem heimatlichen Truppendepot zu gewähren. Die Jaht

währt werden.

weiter befördert, wenn sie direkt vom Drucker, Verleger

man befürchtet, daß dieselben zur Vermittlung von Spione

Totenliste der Partei.

von 55 Jahren. Es ist das für die Arbeiterbewegung No.

Ueberzeugung unter dem Sozialistengesetz gestählt worden war un

Mann erforderte, wurde er hingestellt. So war er seit Gründung

Buchdruckerei eine der besten Stützen als Vorstandsmitglied wan,

wurde der stellvertretende Parteisekretär in Düsseldorf, Genose ö

Der Friede und die Internationale.

wartet die Bevölkerung, daß sie die Initiative ergreife. Di

Auslandes kein Entgegenkommen gefunden. Diese Tatsachen sin Hugo Poetzsch hat deshalb unter obigem Titel eine ge

deutschen Sozialdemokratie aus dem Auslande zu uns

drangen. Die 24seitige Schrift kostet trotz guter Ausstattung num 10 Pfg. und ist durch jede Buchhandlung zu beziehen. Sie bilde das 9. Heft einer Zehnpfennig⸗Bibliothek, welche der Verlag den Internationalen Korrespondenz, Berlin-Karlshorst, unter 1

Deutschen, so schließt der Artikel,haben allerhand Fehler. Wir können sie mit Verachtung als Barbaren und Boches behandeln. Aber so sehr sie auch Boches sein mögen, sie wären nicht in Ver- legenheit gewesen, wenn sie ähnliche Probleme wie wir zu lösen Bei ihnen käme es nicht vor, daß man aus Mangel ... TT

Duma das Signal zu Repressalien gegen alle öffent⸗ lichen Einrichtungen zu erblicken und warten Dipektiven aus An zahlreichen Orten sind die Organisationen ge⸗

Petersburg gar nicht erst ab.

gehabt hätten. genossenschaftlichen

SammeltitelKriegsprobleme der Arbeiterklasse in rascher Folge erscheinen läßt. Da die Schrift wesentlich zum Verständnis den Haltung der deutschen Arbeiterbewegung in der jetzigen Zeit bes⸗ trägt, ist ihr die größte Verbreitung zu wünschen. 1

sie haben die Restaurants, Cafés, Hotels und Theater förm⸗ lich überschwemmt.

Als Großfürst Nikolai Nikolajewitsch im Herbste 1914 Warschau besuchte, ging er durch die Straßen und spähte durch die Fenster der Cafés Offiziere zu erwischen.

Russische Stichproben.

(Aus Nr. 1 der neuen sozialistischen Halbmonatsschrift Die Flocke(Herausgeber Paxvus), München, Verlag für Sozlalwissen⸗ schaft G. m. b. H., Altheimereck 19.)

Kommandierende und Offiziere.

Wie die Rechtsprechung und die russische Administration, so auch die Kommandogewalt der Armee. kannt, daß übereifrige Generäle, die auf dem Kriegsschau⸗ platz ihre Aufgaben nicht zu erfüllen vermochten, Dutzende von Juden aus den nächsten Ortschaften aufhängten, um ihr Mißgeschick durch angeblichen Verrat der Juden zu erklären. Welcher Art das Pflichtbewußtsein dieser Herren ist und wie groß ihre Verachtung des gemeinen Mannes der Armee, be zeugen die Fälle, in denen Kommandanten den Stab um Verstärkung ersuchten, die Stabsoffiziere aber dieses Gesuch mit der Begründung ablehnten, der betreffende Offizier be sitze ja bereits die Medaille des heiligen Georg, also möge er sich dabei beruhigen.

Die Offiziere flüchteten massenweise von der Front nach In Warschau hatte der Kommandant eine Verordnung erlassen, wonach Offizieren, die keine be sondere Erlaubnis aufzuweisen haben, der Aufenthalt in Warschau nicht zu gestatten sei und bei der polizeilichen An⸗ meldung der Offiziere darauf acht zu geben sei. Gewitzigten verstanden es auch ohne polizeiliche Anmeldung bei Freunden und Bekammten eine Unterkunft zu finden und

und Restaurants, Es kam vor, daß er vor den Augen des Publikums Offizieren ins Gesicht schlug, die ihre Ab⸗ wesenheit von der Front nicht zu erklären vermochten. Einer dieser Offiziere hat, nachdem er einen Schlag ins Gesicht er⸗ halten hatte, seinen Revolver auf den Großfürsten abgefeuert und diesem den Aermel seiner Uniform durchlöchert, worauf er vor den Augen des Publikums sich selbst erschoß. Es gibt in Petersburg viele Tausende von Offizieren, die dort die verlebt haben. Protektion hatten, erreichten es, daß für sie spezielle Aemter in der Residenz geschaffen wurden, um sie den Gefahren der Ein bekannter Rechtsanwalt, Herr B., der Reserveleutnant ist, wurde nach einer akuten Krankheit von einer ärztlichen Kommission untersucht und als untaug⸗ lich für den Dienst an der Front befunden. darauf beim Generalstab.

Es sind Fälle be⸗

des Krieges

Front zu entziehen.

Er meldete sich Als der betreffende Oberst des Generalstabs aus den Dokumenten ersah, daß Herr B. zum Frontdienst untauglich sei und nun in Petersburg selbst ver⸗ wendet werden müßte, erschien ihm die Sache nicht ganz an⸗ Denn er mußte für Herrn! machen und dafür jemand an die Front schicken, der bereits in dem warmen Nestchen saß.

Warschau und Wilna.

ein Zivilamt frei

Darum ordnete er an, den

Rechtsanwalt B. nochmals ärztlich zu untersuchen, ob er nich vielleicht vollkommen militäruntauglich sei. Die neue Aerzu⸗ kommission löste selbstverständlich ihre Aufgabe vollkommen im Sinne des Obersten und erklärte den Rechtsanwalt für völlig untauglich. Darauf sprach der Oberst Herrn Rechts anwalt B. seine Glückwünsche zur Befreiung vom Milite dienst aus. Der Rechtsanwalt konnte nicht umhin, sein Er

sie haben es verstanden die Reserveleutnants in den Krien

zu schicken, sich selbst aber Plätze im Inne sichern. Plätze im Innern des Landes

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