sagt, Hand in Hand mit einem fast vollständigen Zusammen⸗ bruch der südafrikanischen Parteiorganisation. In vielen Fällen sind beinahe alle Mitglieder der südafrikanischen Partei zur neuen Organisation übergegangen. Alle Afrikaner sind offenbar dabei, sich als Mitglied eines Volkes aufs neue aneinander zu schließen. Darin liegt die siegreiche Kraft des Nationalismus und die Rettung des Volkes durch das Volk selbst. So schließt De Burger seinen Artikel, der, wenn er die Lage richtig beurteilt, den Zusammenbruch der Botha⸗ Regierung ankündigen würde.
Die Vorgänge in Persien. Der Petersburger Korrespondent der Morning Post gibt noch nähere Einzelheiten über die Vorgänge in Persien. Es heißt darin, daß die Deutschen nun endlich ihren Erfolg errungen hätten, den sie seit Beginn des Krieges angestrebt. Der Indo⸗europäische Telegraph sei nun end⸗ gültig unterbrochen. Die britischen und russi⸗ schen Konsuln, die Bankbeamten sowie die Banken selbst und andere Institute und alle Untertanen hätten Iffahan unter dem Schutze einer mächtigen Eskorte ver lassen. Der Rückzug der Engländer und der Russen sei erfolgt, um unnützes Blutvergießen zu vermeiden. Die Deutsche u besäßen nun die Macht in dieser Region, die viel zu weit von dem direkten englischen und russischen Einfluß, entfernt sei. Aber die Angelegenheiten blieben nicht so, und eine russische Streitkraft sei bereits unterwegs. Die Anmeldung von Versammlungen.
Zu Beginn des Krieges wurde von den meisten Generalkom⸗ mandos auf Grund des Gesetzes über den Belagerungszustand eine Verfügung erlassen, nach welcher alle Versammlungen der spätestens 48 Stunden vorher einzuholenden polizeilichen Genehmigung bedürfen. Inwieweit solche Verfügung rocht⸗ lich zulässig sei, wurde kaum von jemand nachgeprüft; man gab sich damit zufrieden, daß die Generalkommandos unbeschränkte Ver⸗ sügungsgewalt hätten. Jetzt hat nun ein Gericht sich mit einer solchen Verfügung beschäftigt und ist dabei zu einer sehr erheblichen Einschränkung der Anordnung gekommen, daß alle Versamm⸗ lungen der polizeilichen Genehmigung bedürfen. Der Bäckermeister Rieseberg aus Quedlinburg— ehedem mittelständlerischer Reichs⸗ tagsabgeordneter— hatte eine Bäcker⸗Innungsversammlung nicht angemeldet und war deshalb angeklagt worden. Das Schöffenge⸗ richt Querdlinburg sprach ihn indessen frei und das Landgericht Halberstadt bestätigte dies Urteil. Der Staatsanwalt legte darauf⸗ hin Revision ein und das Reichsgericht hob das Urteil auf, ohne ledoch eine Begründung zu geben.
Dieser Tage nun stand die Sache erneut vor dem Landgericht
Halberstadt an. Das Gericht kam wiederum zu einer Frei sprechung. Es führte begründend u. a. aus: Die Staatsauwalt⸗ schaft hat sich an das Generalkommando gewandt, eine Erklä⸗ rung des Begriffs„Versammlung“ zu geben: das ist abgelehnt worden. Es ist nun ziemlich schwer, eine genaue Ab⸗ grenzung vorzunehmen. Es ist einfach eine Unmöglichkeit, jede Zusammenkunft verschiedener Personen zu einem gemeinsamen Zweck polizeilich zu überwachen. Selbst jede Anmeldung einer derartigen Verabredung würde die Polizei überlasten, daß die Ausführung unmöglich ist. Die Anordnung des Komman— dierenden Generals ist erfolgt im Interesse der öffentlichen Ord⸗ nung und Sicherheit. Es sollen also nur solche Zusammenkünfte getroffen werden, durch die irgendwie die öffentliche Ruhe und Sicherheit gestört werden. Alle Zusammenkünfte von Behörden oder Korporationen, die in Gemäßheit der öffentlich geregelten Be⸗ fugnisse stattfinden, müssen nach Ansicht der Kammer von dem Be⸗ fehl ausgeschlossen werden, denn durch die Wahrnehmung dieser öffentlichen Befugnisse kann niemals die öffentliche Ruhe gefährdet werden. Deshalb hat im Falle Rieseberg, wo es sich um eine Ver⸗ sammlung der Teuerung— ob nun Vorstands⸗ oder gesamte Teue⸗ rungsversammlung— handelt, auf Freisprechung erkannt werden müssen. Es handelt sich hier um eine Versammlung, die wicht der polizeilichen Genehmigung oder der vorherigen Anmeldung bedurfte, genau so wie Stadtverordnetenversammlungen oder Zusammen⸗ künfte anderer Korporaationen oder öffentlich⸗recht⸗ licher Verbände. Mit der gleichen Begründung sprach das Gericht auch den Gast⸗ wirt Bade aus Suderode frei, der eine Versammlung des Ga st⸗ wirtevereins für Quedlinburg und Umgegend veranstaltet und nicht um die vorherige Genehmigung nachgesucht hatte.
Nach dieser Entscheidung sind— wenn Worte einen Sinn haben— genehmigungspflichtig nur noch alle außergewöhnlichen Versammlungen, während alle Versammlungen, die von einer Or⸗ ganisation veranstaltet werden, der Genehmigung nicht bedürfen. Damit wäre dann die Versammlungsfreiheit wieder ziemlich her⸗ gestellt, die Redefreiheit allerdings noch nicht.
Die Grenzfeve. 5 Eine Erzählung aus dem Heidelgebirge von A. E. Brachvogel.
„Was willst de denn noch von mir, Höppel? Ich hab keene Zeit hinte meh und keene Ruh och nich!“
Der alte Beamte zog sie weiter in die Mitte des Zim— mers, ergriff eine ihrer harten Hände und hielt sie krampf— haft fest.
„Genofeverl, willst doch wieder über die Grenz Rheimswalde und weißt, was mit dir geschehgn soll?“
„Ich weeß 3! Und daß de mirsch hast sagen lassen, Anton,“ und sie legte ihre Rechte auf Höpplens Schulter,„das wird dir die Feve danken, su lange se warm is! Ja, ich gieh nein ins Preußsche, ich will dam Himmelhunde alle Zähne aus m Rache brechen, mit dan a mich elend geschwuren hat!“
„Genofeva!— Feverl! J bitt dich um unseres Heilands Wunden, geh nit! s ist dein letztes! J schwör dir, der Brandt fangt dich dasmal gewiß, und— du— du kommst— afs Zuchthaus.“
„Was hab i mit Heilands Wunden zu tun? Hob ich nich mei wundes Gehirne, mei wundes Herze alleene? Red mer vun Gottes Furcht nich! Gott weeß von mir nischte, oder der Teufel! Und der soll mich haben ganz und gar, siehst de, wann er mir tut, was ich will! Kriegen tun se mich das⸗ mal verleichte wull, aber verleichte och nich, haha! Dan Brandt aber, den wer ich kriegen, und hieven sollst de, wie de Grenzfeve dam Kerle hat heemgeleucht! Ins Zuchthaus? Nu, do sitzen keene schlechtern Leute drinne als ich! Wan's weiter nischte is, da druf loß mersch ankummen!“
„Fev, sei doch a bissel gscheit! Denk an deine alten Täg, an dein Kind, an—“
„Red nich sa su!! Ich habe der schun ufte gesagt, ich will nich! Daß de mei Madel hast genummen, ufgezogen wie dei eegen Kind aus older Liebe zu dar gottvergeßnen, ver— schimpften Feve— das ist dir von dem da druben ange—
ieben zur Saligkeit, dar gesagt hat, daß de Liebe s Grüßte
noch
verschwand, an der Oberfläche fahrend, gegen Osten.
Die Lage im Osten.
Im Berliner Tageblatt schreibt Major Moraht zur Lage
im Osten: Wir können mit vollem Vertrauen der Arbeit der russischen Koryphäen entgegensehen, ihre Heeres⸗ teile aus den Pripjetsümpfen und dem schwierigen Seen⸗ und Waldgelände ihrer Front zu gemeinsamer Handlung herauszuretten. Jeder Tag bringt uns unserem Ziele näher. Zwischen Dünaburg und Wilna haben wir die Hauptbahnen nach Petersburg an mehreren Stellen erreicht Wir stehen dicht vor Wilna. Am Njemenbogen östlich Grodno haben wir nach schweren Kämpfen ansehnliche Fort⸗ schritte gemacht. Der rechte Flügel der Heeresgruppe Hindenburg hat die Zelwianka⸗Linie bezwungen, er nähert sich dem Abschnitt der Szhara und die Armee des Prinzen Leopold von Bayern warf die feindlichen Nachhuten gegen den Raum von Slonim an der Szhara. Feldmarschall Mackensen verfolgt unentwegt in Richtung auf Pinss.
Einzug in Brody.
Ueber den Einzug der Sieger in Brody wird dem Berliner Tageblatt berichtet: Die Sieger begrüßte eine festlich geschmückte dt. Die Häuser waren mit Fahnen in den österreichisch⸗ungari⸗ hen, deutschen und türkischen Farben geflaggt, mit Bildern der verbündeten Monarchen und Teppichen reich dekoriert. Beim Ein⸗ zug unserer Soldaten wurden Lieder gesungen. Ein Freudentaumel erfaßte die Stadt, die seit Kriegsbeginn vom Feinde besetzt war.
N Rußland und die Juden.
T. U. London, 15. Sept. Infolge der ablehnenden Haltung, die das einflußreiche Bankhaus Rothschild(Sohn) auch während des Krieges gegenüber allen Vorschlägen der russischen Regierung zu einer Finanz⸗Transaktion eingenom⸗ men hat, haben russische Offizielle, die die Unterstützung Rothschilds zu ihrer höchsten großen Anleihe unbedingt brauchen, sich veranlaßt gesehen, dem Chef des Bankhauses durch ein direktes Telegramm von der Kursänderung der russischen Politik zugunsten der Juden zu benachrichtigen. Der Präsident der Kommerzbank in Petersburg, Dr. Wischnegradski, drahtete im Auftrage der russischen Re⸗ gierung an Rothschild, daß die Hauptforderung der russischen Juden angenommen worden sei. Die Juden erhalten das Recht der Erwerbung von Grundbesitz, mit Ausnahme in den kaiserlichen Residenz⸗ und Hauptstädten, sowie eine er⸗ weiterte Erlaubnis zum Schulbesuch für ihre Kinder Wischnogradski erklärte weiterhin, daß seiner Meinung nach die russische Regierung durchaus nicht abgeneigt ist, nach dem Kriege der jüdischen Bevölkerung auch noch weiteres Ent⸗ gegenkommen zu bezeigen.
Englischer Trausportdampfer versenkt.
»Wie laut Vossischer Zeitung aus Wien mitgeteilt wird, hat ein österreichisch⸗ungarisches Unterseeboot, das Schiffs⸗ leutnant Ritter von Trapp kommandierte, vor einigen Tagen in der südlichen Adria einen großen englischen Trans port⸗ dampfer torpediert und versenkt.
Ueberall U-Boote!
Marseille, 15. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas: Der zweite Kapitän und 10 Mann der Besatzung des auf der Höhe von Oran torpedierten Dampfers Ville de Mosta⸗ ganem“ sind gestern Abend an Bord des Postdampfers„Due d' Aumalo“ in Marseille angekommen. Der Kapitän Antoni er⸗ zählte folgendes: Wir befanden uns am 8. September um 5 Uhr abends ctwa 80 Meilen von Oran, als plötzlich ein Unterseebobt ziemlich weit von der„Ville de Mostaganem“ auftauchte. Es setzte sofort die deutsche Kriegsflagge und signalisierte uns, wir sollten unsere Flagge zeigen. Es befahl uns dann, sofort anzuhalten. Drei Kanbenschüsse solgten. Das letzte Geschoß streifte den hintersten Luftschacht. Durch die umherfliegenden Granatsplitter wurden drei Mann der Besatzung verletzt. Das Unterseeboot signalisierte darauf, Rettungsboote zu Wasser zu lassen und darin Platz zu nehmen, denn der Dampfer würde versenkt werden. Vier Schaluppen nahmen 38 Mann der Besatzung auf. Das Unterscebvot näherte sich darauf der „Ville de Mostaganem“ und gab vier Kanonenschüsse von Steuer⸗ bord und zwei von Backbod ab. Das Unterseeboot blieb eine Viertel⸗ ftunde an der Stelle und entfernte sich, als das Schiff in den Wellen
so gruß is och de Wut, dar Hoaß, de Lust, daß ma sich rächen konn, wus kee Recht meh gibt für de arme, zertratne Ge— schöpfe! Dar Haß treibt mich ins Preußsche nein, ich muß — oder ich war tull ums Hirne! Leb gesund!“
„E Wörtle, Fev. Um unserer alten, begrabnen Lieb, nur dans!“ Und er drängte sie bittend und fest entschlossen, sie zu halten, weiter ins Zimmer hinein.
„Sieh, Fev— wann du nit gehst, wann du hier bleibst, ich— ich will s Gut verkaufn, will mei Abschied nehmn, will s Rösel— meinetwegen dem Nazi gebn, will dich halten als mei Schwester! Weit in mei Heimat, ins Tirol nein, woll mer ziehgen, wo dich ka Mensch grell anschaut! Bleib! Laß Gott alleinig den Vergelter sein?!“
„Haha, der wird dam Brandt och nischte tun, sunst lebten nich su viel Schurken und wären glücklich! Laß mich giehn! Mach was de willst, der Brandt oder ich muß dran, er hat mich nich geheirat, hat sei Kind verstußen, ar sull kee ander Weibsbild anrührn, sag ich, und sullt ich ihn derbei in Fetzen reißen!!“ Sie drängte vorwärts, um zu gehen, der Alte drängte sie zurück.
Da, mit einem raschen Entschlusse, stieß er sie auf das alte Sofa, sprang aus der Tür und schloß ab.
Wütend donnerte das Weib an die Tür.„Höpple, mach uf, ich sag der, mach uf, oder— s is dei Unglicke! Wenn de mer nich mein Wille tust— ich zünd der dei Haus überm Koppe an!“
Höpplen zögerte, entsetzt über die Drohung. Er wußte nicht, was beginnen.
„Macheuf! Ich sag dir, mach ja uf! der Verdammnis, ich tu's!!“
Nach einer qualvollen Minute des Kampfes öffnete er.
Genofeva, bereits die Lampe in der Hand, grinzte ihm satanisch entgegen. Dann setzte sie dieselbe hin, ergriff ihren Stock, warf den Pack über und in die offene Tür tretend, wendet sie ihr plötzlich bleich gewordenes Angesicht nach Höpplen um.
„Leb gesund, Anton! Leb recht gesund!!“ 2
Du kennst mich, bei
im Himmel und arf dar Welt! Aber su gruß, wie die Liebe,
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Wie stehts um die Dardanellen 5 Auf die Frage, was aus den Dardanellenkämpfen wird antwortet eine unterrichtete Seite im Berliner Lokalanze
i is u i iten über Wenn man in den englischen Blättern Einzelhei 5 letzten Kämpfe an den Dardanellen, besonders aber über
Angriff bei Anaforta am 21. August liest, mit seinen riesi 0 Verlusten, so hat die jetzt eingetretene Ruhe in den englisch 00 Linien nichts Erstaunliches. Trotz der begreiflichen Un 0 der Engländer, das Experiment zu wiederholen, lassen die 160 naher Zeit besonders im Golf von Saros auftretenden Sü 100 und Südweststürme den Verbündeten nur noch eine kur 1 Spanne Zeit, wenn sie ihr Glück gegen die türkischen Linien 90 noch einmal versuchen wollen. Im türkischen Lager erwaft 10 man daher noch in dieser Woche einen allgemeinen wütenden 16 Angriff, für den bei den Alliierten seit einigen Tagen di 115 Vorbereitungen im Gange sind. Später dürften die Elen 1 Winterruhe gebieten. In türkischen Kreisen hält man die 11 Fortsetzung des Landangriffs auf Gallipoli für den Wi I bal für ausgeschlossen. 3—— ö on f—. 00. Aus Athen liegt folgender Bericht von den Dardanellen vor; liege Die Lage 1 und französischen Landungstruppen auf del der Halbinfel Gallipoli gestaltet sich infolge des Mangels an Dre fer wasser immer schwieriger. Die vorhandenen Brunnen sind 3 1155 größten Teile ausgetrocknet und das noch in ihnen enthal 8 Wasser hat sogar nachteilige Folgen für die Pferde und f Maulesel gezeitigt. Das Trinkwasser für die Truppen wird ii 1 Tankdampfern von Aegypten und von den Aegäischen Inseln her⸗ 5 beigeschafft. Der Transportweg bis zu den vordersten Schütz 1 gräben dauert drei bis vier Stunden und ist nur unter Gefahr 0 und Schwierigkeiten möglich. Den Mitte September einsetzend 5 Stürmen sieht die englische Militärverwaltung mit großer So 0 entgegen, da sie dadurch eine Gesährdung der Wasserzufuhr befürch⸗ 0 tet, wodurch die Stellungen der Landungstruppen unhaltbar sein 5 würden. ö 2 0 Friegsnslizen. b Im Reichstagsgebäude beginnen am heutigen Mittwoch die Be⸗ 0 ratungen der Vertreter der Regierungen mit den Vertretern der n 0 Frage kommenden Orgauisationen über das Verbot der Nacht 0 0 arbeit in den Bäckereien. Den Beratungen liegt ein vom 0 Reichsamt des Innern ausgearbeiteter vorläufiger Gesez 5 entwurf zu Grunde. Der Entwurf sieht ein vollständiges Ruhen. des Betriebes in Bäckereien und Konditoreien von 8 Uhr aben N bis 5 Uhr morgens vor. Die Verhandlungen beginnen mit der Ver⸗ 1 nehmung von Sachverständigen. 1. 0 Der Weltkrieg bot einer ganzen Menge zweiselhafter 9 Existenzen die günstige Gelegenheit. sich„geschäftlich“ zu be⸗ f tätigen. Die Gründungen schossen förmlich wie Pilze aus der l Erde. In Berlin ist jetzt eine solche Gesellschaft zusammenge 0 brochen. Sie nannte sich:„Handelsgesellschaft für Armee, Ma⸗ N rine und Großbetriebe.“ In der Kasse sand man nach der Ver⸗ 0 hängung des Konkurses 24,54 Mk. vor; diesen Aktiven stehen Schu. N den gegenüber in Höhe von 1480 961 Mk. b Um dem Zwangs ⸗Syndikat zu entgehen, das unter die ö Aussicht des Reichskanzlers gestellt worden wäre, haben sich die 5 rheinisch⸗westfälischen Zechenbesitzer auf ein Ueber⸗ n gangssyndikat geeinigt, nachdem der Zcchenbesitzer August Thyssen seinen Widerspruch fallen gelassen hat. Das Uebergangssundikat ist zunächst auf 112 Jahre begründet worden. In letzter Stund haben sich also die Werkbesitzer noch dem staatlichen Zwange e! zogen, und bleiben damit vorläufig noch„Herren im eig wei Hause“. In Görlitz wird nach einer Vekanntmachung des Magistrate vom 20. Scptember ab die Höchstmenge für den Verbrauch a von Brot und Mehl für jede über 6 Jahre alte Person 2250 ü Gramm(bisher 2000 Gramm) und für Kinder unter 6 Jahre An 1000 Gramm betragen. 5 M0 Der Spediteur und Großkaufsmann Alfred Meyer den Mülhausen im Elsaß ist vor einiger Zeit vom dortigen 9 0h tärgericht zum Tode verurteilt worden, weil er nach sein bei eigenen Geständnis den Franzosen Nachrichten übermittelt hall fei Am Montag ist dieses Urteil durch Erschießen vollstreckt worde ist Das Kriegsgericht in Colmar(Elsaß) verurteilte den bet Taglöhner Munsch zu 10 Jahren und den Holzhauer Peter yon zu 15 Jahren Zuchthaus wegen Landesverrats. Die wel Verurteilten hatten einer frauzösischen Patrouille den Weg gezeigt. Folge davon war, daß eine deutsche Feldwache von den Franzoser der überfallen werden konnte, wobei zwei deutsche Soldaten gefangen ir einer leicht und einer schwer verletzt wurden. Für ihre Tätig erhielten die Angeklagten von den Franzosen je 10 Franken. U a d N 80 2 2 r.* 0 a Au hastig beim Kopf genommen und herzlich abgeküßt. Es sich das Rösel besinnen konnte, entglitt die Feve ins Dunkel der 5 Nacht.—— en
Von Cudova, Waldenburg und Friedland aus wird off im Hochwald ein Punkt besucht, der die grandioseste Aussichl gewährt; es ist der Rheimswalder Heidelberg und die Ruine Freudenburg. Es gibt gar viele Wege dahin, aber die Um wege kennen die wenigsten genau. Vor der füdlichen Freuden⸗ burg ragt westlich der Grenzberg, dazwischen ist eine tiefe Schlucht, östlich der Zuckerberg und Donnershag, jenseits
haha! Hannes, wo is der Branntwein?“ Der Mann reichte ihr eine Zug, dann gab sie das Getränk zurück. „Nu, hierscht de zu! Ich sog der, ich schind murgen d. ganze Grenzjägerei, daß keener meh s Maul ufmachen tut Wann de mer etwan nicht fulgst, will ich dich elend machen und 8 und dich sull dos Wetter regiern!“ „Nu, beim Teufel, mach de Gusche uf! Was willste den mit dam Geschreibsel!“ e wee
nördlich der Buchberg, und eintausendfünfhundert Fuß tiefer n dahinter liegt das einsame Rheimswaldau, von dem ein Feld b weg endlich bei Langwaltersdorf auf die Chaussee führt. Wo die vorbenannte Berge zusammen stoßen, sind dunkle, tiefe i Schründe und Schluchten, zerrissen und alle gen Rheimswalde 1 gesenkt, sie dienen dem Wildwasser im Frühjahr zum Bett, 10 den Hörnerschlitten im Winter zu Holzgleisen. 1 In besagter Nacht, die dem Beginn der sogenannter f „Grenzrevision“ vorherging, bei dem herrlichsten Vollmond 0 scheine, begab sich an jener Stelle zwischen ein und zwei Uhl 0 eine kurze, seltsame Szene. Zwei Schatten huschten aus dem 10 Schlunde, der, von der österreichischen Grenze steil empor⸗ 0 führend, den Heidelberg vom Grenzberge trennt; ein Mann, b der ledig ging, und ein Weib mit einem Pack. Bei dem Ab“ 7 sturz des Donnersberg machten sie halt. Das Weib warf ihr ö Bürde ab und setzte sich drauf. 0 „Hinte, du Racker, is alles stille! Kee Lüftel geht Morgen uf nächten wird's aber hier derbei vergnügt hergiehn, 1 0
Flasche. Sie nahm eine W
Sie war weg. Sie hatte in der Küche ihr Kind nur
(Fortsetzung folgte


