ein Geständnis abgelegt.

er das Recht habe,

Der Corriere della Sera meldet: Die beiden Telegraphen⸗ veamten, die seit Monaten wichtige Depeschen aus der Korrespondenz der Gesandtschaften, telegraphische Berichte des eng⸗ ischen Admirals Kerr aus Mudros kopierten, haben die Berichte an 2 Journalisten verkauft, deren einer, namens Marton, als Heraus⸗ geber einer antideutschen Korrespondenz gleichzeitig notorisch auch in Diensten der Entente steht. Die Telegraphisten sowie die beiden beteiligten Journalisten sind verhaftet. Ein Telegraphist har bereits Die Entdeckung der Unterschlagungen ist auf die Anzeige der Frau eines Telegraphisten zurückzuführen, die aus Eifersucht gehandelt haben soll.

Der Heilige Krieg in Persien.

T. U. Stockholm, 8. Sept. Der Nowoje Wremia wird aus Teheran telegraphiert, daß die antienglische Bewegung in Süd⸗ persien an Macht zugenommen habe. In Kaseran und Schiras sei eine besondere Volksmiliz von etwa 8000 Mann organisiert wor⸗ den, die auch eine besondere Uniform trage. Von dieser Volks⸗ miliz seien bedeutende Verstärkungen zu den Stämmen geschickt, die gegen Bender-Buschir opericren, wo sich die englischen Kasernen in sehr ernster Gefahr befinden. Auch die Bevölkerung von Ispahan und Amag habe von der persischen Regierung die Räumung von Bender-Buschir durch die Engländer verlangt. Zu Südpersien werde der Heilige Krieg gegen die Engländer ge⸗ predigt, und die persische Presse, die die englische Politik tadelt, unterstützt den Heiligen Krieg.

Angriffe gegen einen österreichischen Diplomaten.

Die Engländer haben den amerikanischen Korrespondenten Archibald auf seiner Reise nach Europa angehalten und ihm einen Brief des österreichischen Botschafters an den Minister Burian in Wien abgenommen. Aus dem Brief soll hervor

gehen, daß der österreichische Botschafter sich bestrebt zeigte,

die in den amerikanischen Munitionsfabriken tätigen Oester reicher und Ungarn zur Arbeitseinstellung zu bewegen. Der Inhalt dieses Briefes wird amtlich nicht bestritten, nur er⸗ klärt der österreichische Botschafter:Er sei der Meinung, daß die österreichischen Untertanen in den amerikanischen Munitionsfabriken zur Niederlegung ihrer Arbeit zu veranlassen, weil sie ungesetzliche Handlungen damit begehen; ihre Arbeit sei ein Verbrechen gegen das eigene Land. Es sei seine Pflicht, sie davon zurückzuhalten, und das einzige Mittel dazu sei, die Fabriken zu besuchen.

Staatssekretär v. Jagow und Baron Beyens.

Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung schreibt:

Die jetzt vorliegenden englischen Zeitungen, besonders die Morning Post und Daily Telegraph, beschäftigen sich eingehend mit den neuen Veröffentlichungen der belgischen Regierung in dem soeben herausgegebenen Graubuch. Auch die deutsche Presse hat die englischen Stimmen wiedergegeben. Darunter befinden sich auch Aeußerungen des Staatssekretärs v. Jagow in seinem letzten Ge⸗ spräche mit dem belgischen Gesandten Baron Beyens. Dieser be⸗ richtet über diese Unterredung einmal telegraphisch am 4. August 1914 aus Berlin und außerdem am 21. September aus England. In letzterem Bericht, der augenscheinlich aus dem Gedächtnis niedergeschrieben ist, behauptet er folgendes:

Er habe dem Staatssekretär vorgehalten, er mlsse doch an⸗ erkennen, daß die belgische Antwort auf das deutsche Verlangen eines freien Durchzuges nicht habe anders lauten können. Hier⸗ auf habe Herr v. Jagow geantwortet:Ich erkenne das an: ich verstehe Ihre Antwort als Privatmann, aber als Staatssekretär habe ich keine Meinung zu äußern.

Wir sind ermächtigt zu erklären, daß der Staatssekretär eine derartige Aeußerung nicht getan hat. Er hat dem belgischen Ge sandten nur entgegengehalten, daß das, was für ein Individuum gelten möge, nicht ohne weiteres auf den Staat anwendbar sei. Damit hat er lediglich die selbstverständliche Wahrheit zum Ausdruck gebracht, daß, wenn der einzelne unter gegebenen Um⸗ ständen sich opfern kann und muß, die Lenker eines Staates, wo es sich um dessen Leben und Existenz handelt, nach anderen Gesichts⸗ punkten verfahren müssen, wie sie ihnen die Verantwortung für die Allgemeinheit vorschreibt.

Neue Luftschiffangriffe auf England.

W. B. Berlin, 9. Sept.(Amtlich.) Unsere Marine⸗Luft⸗ schiffe haben in der Nacht vom 8. zum 9. September den Westteil der City von London, ferner große Fabrikanlagen bei Nor⸗ wich, sowie die Hafenanlagen und Einzelwerke von Middses⸗ borough mit gutem Erfolg angegriffen. Starke Explosionen und zahlreiche Brände wurden beobachtet. Die Luftschiffe wurden von den feindlichen Batterien heftig beschossen. Sie sind sämtlich wohlbehalten zurückgekehrt.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

aus Deutschland erwartet.

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Die revolutionäre Bewegung in Rußland

Die Neue Freie Presse meldet aus Czernowitz: Eine vertrauenswürdige Persönlichkeit, die über Rußland aus Rumänien in Wien eintraf, erklärte, daß die revolutionäre Bewegung in Rußland im Wachsen begriffen sei, namentlich die ukrainischen Elemente entwickeln eine rege Tätigkeit. Nächst Jekaterinoslaw sprengten sie die große Eisenbahnbrücke über den Dujestr in die Luft. Die Bewegung sei nicht mehr einzudämmen, sie werde mit elementarer Gewalt losbrechen.

Zur Telegrammspionage in Griechenland.

T. U. Athen, 9. Sept. Die Entdeckung der französisch⸗russischen Telegrammspionage, die hier als große politische Affäre aufge⸗ faßt wird, geschah wie folgt: Beim Generalstabschef Dusmanis und dem deutschen Gesandten Grafen Mirbach erschien gestern der Telegraphendirektor. Dieser machte die Mitteilung, daß Tele- gramme des Königs sowie Depeschen der früheren Regierung und der deutschen sowie der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft seit Monaten ständig von zwei Telegraphenbeamten durch Vermittlung des Journalisten Papas zur Kenntnis interessierter Personen ge⸗ bracht wurden. Der Generalstabschef verständigte sofort den König und der deutsche Gesandte protestierte bei der Regierung und verlangte eine sofortige strenge Untersuchung. Die beiden Be⸗ amten und Papas wurden noch an demselben Abend verhaftet. Das Verhör dauerte die ganze Nacht. Die Untersuchung hat bis jetzt ergeben, daß die Telegrammspionage in weit größerem Maße betrieben worden ist, als es ursprünglich schien. Außer dem Journalisten Papas ist auch noch ein französischer Journalist namens Marion verhaftet worden, welcher ebenso wie Papas den Verkehr zwischen den interessierten Personen und den schuldigen Telegraphenbeamten vermittelt hat. Es sind nicht offene, sondern vor allen Dingen auch chiffrierte, und nicht nur Telegramme der deutschen Gesandtschaft und des Königs, sondern auch Depeschen der österreichisch-ungarischen und italienischen Gesandtschaft abge⸗ schrieben, bezw. ihre Originale gestohlen worden, um nach Peters⸗ burg gesandt zu werden. Welchen Umfang diese Spionage, die bis zum Monat April zurückreicht, angenommen hat, geht aus der Tat⸗ sache hervor, daß nach dem bisherigen Ergebnis der Untersuchung im Monat Mai 90 Telegramme der deutschen Gesandtschaft, fünf der englischen, neun der griechischen Regierung, fünf der russischen Gesandtschaft, zwei der österreichisch-ungaxischen Gesandtschaft und zwei des Prinzen Georg, im Juni insgesammt 236, daxunter 200 Telegramme der deutschen Gesandtschaft und im August 33 Tele⸗ gramme gestohlen worden sind.

Die rumänische Ausfuhr und die Zentral⸗ mächte.

T. U. Haag, 9. Sept. Temps meldet, daß die zwischen Oesterreich-Ungarn und Rumänien schwebenden Verhand lungen über die Ausfuhr Rumäniens beendet worden sind. Deutschland und Oesterreich⸗Ungarn liefern die Waggons, um die rumänische Ausfuhr zu ermöglichen. Rumänien wird dafür den Durchgangsverkehr aller Erzeugnisse nach Bul⸗ garien gestatten, abgesehen von Artikeln, die für den Krieg und zur Herstellung von Munition dienen könnten. Rumäni⸗ sche Abgeordnete sowie die Minister der Finanzen, des Handels und der öffentlichen Arbeiten werden die Einfuhr und den Transitverkehr überwachen.

Französische 10 Milliarden⸗Anleihe.

Im französischen Finanzministerium begannen gestern neuerlich Beratungen mit Vertretern der Großbanken wegen einer 10⸗Mil⸗ liarden⸗Kriegsanleihe, welche zu 6 Prozent ausgegeben werden soll. Die Emissionszeit ist auf Oktober geplant.

Heftige Kämpfe zwischen Engländern und Afghanen

T. U. Konstantinopel, 9. Sept. Dem Sabah zufolge fanden an der Nordgrenze Indiens heftige Zusammenstöße zwischen englischen Soldaten und Afghanen statt, wobei un⸗ gefähr 3000 Engländer getötet wurden. In der Nähe von Labore dauerte der Kampf 20 Tage an. Die englische Re⸗ gierung nahm viele Verhaftungen unter der indischen Be völkerung vor. Allein in der Gegend von Lahore wurden 4044 Leute verhaftet.

Nriegsuslizen.

Mit einem Postdampfer sind aus England in Vlissingen 50 gebrechliche deutsche Internierte angekommen, die keine Hilfe des Roten Kreuzes beanspruchten und nach Goch weiter⸗ fuhren. Am gleichen Tage wurden in Vlissingen 15 englische Frauen

tionsministeriun

. in Charlottenburg iz die Schuldeputation gew ai e re Stadtverordnete Dr. Bor char vom Regierungspräsidenten in dieser Eigenschaft worden. 95 dine ⸗Meldung zufolge hat das englische M W n berchet, daß die Regierung noch wei Kriegsmateria

180 Jabriken zur Anfertigung von über

Dienst gestellt hat. Hiermit verfügt die Regierung

* 1 13 1 Sade roße Feldbäckerei in Chioggia bei Venedig ist durch 0 cine noch nicht aufgeklärte Ursache in Brand geraten. Sie w 10 ständig zerstört. 1 1 8 9 Reisch 2 5 Auf den Südwest⸗Eisenbahnen wurden eine An⸗ nich zahl Stationsvorsteher verhaftet und einem Kriegs⸗ Hal

Sie sollen sich Bestechungen und Un ter- 5

gericht übergeben. Die Transport

schlagungen zuschulden haben kommen lassen.

Die Grenzfeve.

Eine Erzählung aus dem Heidelgebirge von A. E. Brachvogel. Bist De jung und scheene, Loaft er hingerher, Bist De alt alleene Moag a Dich nich mehr!

Es ist ein melancholisch Lied aus dem lieben Schlesier lande, ein Lied der Sudeten, wehmütig wie sein vergäng licher Inhalt: Jugend und Schönheit düster, drohend und klagevoll, wie die wilde, schluchtenzerrissene Waldeinsamkeit, wo ich es das erstemal hörte. An diesen Ort und dieses Lied knüpft sich eine kurze, finstere Geschichte, eine Art von tragi schem Epos auf die Vergänglichkeit der Schönheit, und wie einst das Alter für den schimpflichen Verlust der Jugend dämonische Rache nahm.

Der Geist Rübezahls, Kunigundens vom Kienast und der Schneegrubenhexe, welche die Menschen so gern in ihren kalten Schoß zieht, ist längst vor dem prosaischen Blick der Touristen und Badegäste gewichen, welche behufsgesunder Luft und Amüsement die Täler und Höhen des Gebirges unsicher machen, aber dennoch wandeln noch Geister daselbst bis heutigen Tages um, die weder vor der Aufklärung noch vor der neuen Zeit des Jahres 48 wichen, und sind oft schrecklich genug Es war im August des besagten welt bewegenden Jahres 1848. Das Gebirge prangte im herr lichsten Waldesschmuck, die Vögel tief unten im lieblichen Wiesau sangen zwischen den Obstbäumen, die Sonne beleuch tete die grüne weite Ebene, welche sich auf österreichischer Seite von Landeshut, Friedland, von dem Riesenkamme, Hochwald und der Heuscheuer(die allda sämtlich in einem Winkel zusammenstoßen und ein besonderes Gebirgsknänel bilden) weit hinüber bis Josephstadt dehnte; im hellen Tagesglanze aber liegen mitten in der grünen Fläche die seltsamen Steingebilde Adersbachs und Weckeldorfs, als habe das Kind einer Riesin sie wie die Steine seines Baukastens wirr ausgeschüttet, und sei davongelaufen.

Am niedergelassenen Schlagbaume der Grenzstation Neu⸗

dorf, den Arm auf die mächtige Barriere gelehnt, seine kurze Pfeife aus einemPaket Roten stopfend und vor sich hin dämmernd, steht Herr Höpplen,Aufzieher Seiner Kaiser lich Königlichen Majestät Finanzwache zu Neudorf. Die grüne Uniform und der Hirschfänger geben ihm die nötige Wichtigkeit, die Erfahrung seines Greisenalters und das Be wußtsein des Besitzes eines nicht unbeträchtlichen Vermögens hingegen jene selbstbewußte Langsamkeit, welche zu deutlich zeigt, daß ihr Inhaber nichts mehr hofft, noch weniger etwas fürchtet. Er hielt ein großes amtliches Schreiben:An das Wohllöbliche Kaiserlich Königliche Zollamt zu Neudorf, Zitissime in den Händen, welches ihm eben durch den preußischen Steueramtsassistenten Fentsack als höchst wichtig insinujiert worden.Wichtig? Zitissime? Schau, schau! Wann so a preußischer Schnipser mit einem redt, ist's immer wichtig, immer zitissime! Er wendete das Schreiben um und um.'s kann a bisserl verziehgn, bis der Ober mautner vom Grenzdörfel raufkommt. Wan i den Rupacher nunter schick, bin ich gar alleinig auf dero verflixten Station! Er schob beruhigt das Schreiben in seine Brusttasche und wollte sich eben seiner kontemplativen Ruhe neu hingeben, als er seine Schulter berührt fühlte, sich heftig erschreckt um wendete und an sein Seitengewehr faßte. Hoha, Herr Aufziehr, laßt en Spieß stecken, Zacher von Wiese! Den kennet Ihr doch! Teuxelfix, hat er wieder sei vermaledeites Gspäß? Was will r, woher ist er gekommen, daß mern net gesehgn hat? Auf der Straßen soll jeder bleiben, auf der reglären Straßen, bei fünf Gulden Straf oder Arrest und a No, no, seid's staad! J steh auf der Straßen, woher wollet Ihr denn beweisen, da i net reglär gangen bin? Herr Höpplen warf hastig einen Blick umher und strich den Schnurrbart:Scho gut! Bei Euch könnet einer laufen, daß er schwarz werd, eher Euch was beweisen kann, und doch gibt's ka tollern Schwarzer zwischen Kudowe und Landshut, als den Zacher! Geht Euern Weg retour, oder wo Ihr

's is der

sonst mögt, nit meine Straßen! J hab Euch kan Zollbaum aufzuziehgn! 5

für das Heer und andere wichtige, mit dem Kriege in Verbindung 1 srhende Gulkerbeförberung wurden a vernach⸗ oder lässigt und oft wochenlang zurückgehalten. 0 15 ende a 1 meldet aus Jepalan: Der englische Generalkonsul wurde 1 am 2. September bei einem Morgenritt ange grissen und ver⸗ 1 1 wunde t. Ein indischer Soldat seines Gefolges wurde getötet. Bor an kurzem wurde hier auch der russische Vigekonsul ermordet all Reuter führt beide Fälle natürlich auf deutsche Anstiftung schei zurück. g 3 bann 73 4. dc Parteinachrichten. che Protest der griechischen Sozialdemokratie. 1 also Auf die an Griechenland und Serbien gerichtete Aufforderung muß von seiten des Vierverbandes zum Entgegenkommen an Bulgari belei hat bekanntlich die griechische Regierung sogleich im ablehnend ich Sinne geantwortet. Da es sich bei diesem Entgegenkommen 0 Gebietsabtretungen von dem in den Balkankriegen erobert zeige Territorium handelt, gewinnt die Tatsache an Interesse, daß die sonde sozialdemokratische Irganisation von Saloniki, einer Stadt, die Ilie zwar nicht abgetreten werden soll, die aber ebenfalls orst nach abi dem zweiten Balkankrieg an Griechenland gefallen ist, gegen jed⸗ selb wede Gebietsabtretung von seiten Griechenlands energisch pro testiert. In der von der Parteiorganisatlon von Saloniki ange⸗ nommenen Entschließung zu dieser Frage heißt es, daß die For⸗ derung des Vierverbandes ein ernstliches Attentat auf die Selbst⸗ 7 ständigkeit Griechenlands und Serbiens darstelle. Die Forderung heson des Vierverbandes und die Verletzung der belgischen Neutralität baum seien einander gleichbedeutend. Man möge die Balkanvölker sich heißt selbst überlassen. Die Bemühungen der Vierverbandsmächte z hänge Herstellung des Balkanbundes seien nur ein Vorwand, um die! Vert ihren imperialistischen Interessen dienstbar zu machen. Neben sister sei bemerkt, daß die Organisation von Saloniki die stärkste in d Nur Partei ist. 5 bring Auch das Organ der griechischen Gesamtpartei, Organosis Ants nimmt scharf Stellung gegen die Zumutungen des Viexverban Ein Bündnis mit Großräubern sagt Organosisbedeute nichte anderes als die Sklaverei für den Kleinstaat. Das Parteiblatl warnt daher vor Bündnissen nach ber einen oder der anderen 1 und betont wiederum die Zusammengehörigkeit der Balkan völker. f Von der amerikanischen sozialistischen Partei. J 9 Der Vorstand der sozialistischen Partei der Verein ponde Staaten beschloß mit 3 gegen 2 Stimmen, die sozialistischen teien aller übrigen Länder aufzufordern, das Friedensmanifest 5 deutschen Sozialbemokratie in begrüßendem Sinne zu beantwort diese Der soeben erschienene Finanzbericht der Partei zeigt ein re trübes Bild. Das erste Halbjahr 1915 schloß mit einem Verl bord von rund 2000 Dollar ab. Der gesamte Kassenbestand beträgt rund die z 700 Dollar bei einigen Tausend Dollar Schulden. An Gehältern Nach sind von der Gesamtausgabe von 34000 Dollar über 14000 Dol 0 verausgabt. Das von der Partei geschaffene wöchentlich facht scheinende offizielle Organ hat jetzt, nach Schluß des ersten keit schäftsjahres, eine Auflage von 52 000 Exemplaren erreicht. nick für das b e Zuschuß betrug im letzten halben Jah das nur noch 250 Dollar. Infolge des starken Rückgange er Bei 75 träge sind bedeutende Ersparnisse notwendig, und es b ig chor einige der jetzt bestehenden Abtetlungen des Hauptbureaus auf Jah lösen, bis wieder bessere Zeiten kommen. 1 sie! Die junge sozialistische Parteiorganisation in Porto Rico ha 4100 sich mit 353 Mitgliedern in 18 Sektionen zur Aufnahme bei der 51 amerikanischen Partei gemeldet. Nach den Berichten des Sekretär Ele macht auch die Bewegung in Porto Rico gute Fortschritte. durf Ein Antrag, zu einem etwa stattfindenden Kongreß den nich nossen Morris Hilquit als Delegierten der sozialistischen Partei 5 entsenden, wurde gegen zwei Stimmen abgelehnt. Der Genosse Gere Sueur bemerkte zu seiner ablehnenden Haltung, daß der Pa nehn vorstand nicht das Recht habe, in diesen wichtigen Dingen die ganze Wal amerikanische Bewegung zu vertreten oder gar damit einen ein⸗ S. zelnen Mann zu beauftragen. Uebrigens hatte der Sekretär bei 10 der Uebermittlung des Antrages bemerkt, daß die finanzielle schw der Partei die Möglichkeit einer Delegation überhaupt fraglich cri scheinen lasse. 8 chen 5 g Al Der andere lachte.Weil Ihr wisset, daß mir noch k 10 sonn schwarzgelb Ding do Angst gmacht hat! Und dabei ein schlug er auf den langen Zollbaum, daß er zitterte.Wa 15

Ihr aber auf die Schwarzerei sagt, Herr, schreit's nit zu an!

laut! Mir kann niemand nix sagen! Nur einmal drei 10 Fässer Ruster ist's gewesen und 1 1

Bei dem Euch der Preuß drüben derwischt hat, abe 9 15 wie vielmal ist's denn gwese, wo 8 1 1

Mich kaner derwischt hats lachte leise der Zacher. N

lasset die Leut reden! Wann's keiner gsehgn hat, kann keine e a Denunzel machen! Andere Leut falln a nit aufs Haupt, 15 wisfen a, wo Bartel Most holt! s e Aufzieher ward dunkelrot und fuchswild.Zachef 0 9 i sag Ihm, laß er mi aus, geher sei Weg, oder ich ruf mir] er, Sukkurs. Weil i alt bin, willer mich sekieren? Wo hol! 800 Bartel Most, wo? Wer kann aussagen, i hätt's Schwarzen f gelitten, hätt meine Pflicht versäumt, hätt a Profitl gmacht

und a Auge zugedrücket?! Er Lausbub, Er! N ber 93 Der alte Herr war ganz aufgelöst vor Zorn, verwundeten Hur Stolze und Verlegenheit. Der lange, hagere, trotzig blickende] mk Kerl aber, welcher ihn so gekränkt, schien sich an der Hilflosig ö für keit des Beamten zu weiden, er lachte furchtbar.Haha, in

dem Schneidinger im Grenzdörfel sitze tät, Iwanzky, Waselt und die andern ins Gebirg aufsSchnüffeln gangen wär. Vor dem Rupacher und Euch fürcht i mi nit, ich tu an Pfiff und mei Jokle wird sein Vatern nit verlassen. Na, a, seid's scho gut, Herr Aufzieher, wir sein alte Freunde, Ihr wißt's doch? Eh wollt ich an Rehposten von dem Malefix- preußn im Leib habn, als Euch ein Härle weh tun! 5 No zum Teixel, was wollt's! Macht an End! 4 gHabt Ihr no nix ghört, was nächster Tag gschehg soll? Wisset Ihr nit, wie die preußischen Jager drüben überall umreiten, Briefe tragen und heimlich tun? f Briefe tragen! Heimlich? Zitissime, wichtig? der Aufzieher, aufs neue beunruhigt, fuhr rasch mit der Hand unter die Uniform und faßte nach dem

wann ich nur nit wüßt, daß der Obermautner Spengerl mit be Schreiben.Ja! Nein, i weiß nix!