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der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

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Nr. 212

Gießen, Freitag, den 10. September 1915

10. Jahrgang

er russische Rückzug und die Dardanellen.

1 14 Von Richard Gäd ke. N Man wird der tatsächlichen Lage im Osten doch nicht gerecht, 1 enn man einfach in den Spott unserer Zeitungen einstimmt über 5 zahlreichen Pressestimmen des Vierverbandes, die zu sehr Aurchsichtigen Zwecken in ihm den Gipfelpunkt strategischer Weis⸗ fit sehen wollen. Natürlich sind die Russen geschlagen, zuerst ppeieinhalb Monate hindurch durch Mackensens glorreiche ruppen in Galizien, dann auch wieder seit dessen Einschwenken ch Norden hin im südlichen Polen zwischen Weichsel, Wieprz und dug. Ermöglicht und erleichtert wurden diese Siege durch das leichzeitige erfolgreiche Vorgehen von Hindenburgs Heerhaufen in Norden gegen die befestigte Narew- und Bobrlinie. Die Siege, de bei Pra am 14. Juli und bei Zielona am 15. Juli nach zehrtägigen Kämpfen errungen wurden, haben offenbar die Wider dskraft der gegen Norden fechtenden russischen Armee schwer F schüttert und schließlich endgültig gebrochen. Auch die Exeignisse Litauen und Kurland im äußersten Norden des Kriegsschau satzes haben Anteil an den Erfolgen in Polen. Die feindliche geresleitung hat dorthin gewiß nicht nur Truppen dritten Ranges ztsandt, die von Petersburg und aus dem Innern des Reiches men. Nach dem sehr hartnäckigen Widerstande, der der Armee selow entgegengesetzt wurde und noch wird, muß man vielmehr ließen, daß auch schlagkräftige Truppen von Süden her, aus der ontlinie entnommen, auf der Bahn gegen sie herangeführt wur⸗ Das mußte aber in Gegenwirkung die Widerstandsfähigkeit br polnischen Front vermindern. Der allgemeine Rückzug des Heeres des Zaren von Westen nach ten ist also gewiß nicht freiwillig erfolgt, nach klugdurchdachtem ane, um die Deutschen tiefer und tiefer nach Rußland hinein zu cken und durch den Vormarsch selbst mehr und mehr zu schwächen; ao nach Kutusowe Muster, der übrigens auch nicht freiwillig bendelte und die glückhaften Folgen gar nicht übersah, die ihm des ö en Imperators Ungestüm in den Schoß warf. Erst aus der Wirkung hat man dann einen tiefdurchdachten Plan des ge inkenarmen Greises herausdestilliert. N Also auch diesmal hat der freilich höher zu bewertende Groß fünft seine Scharen nicht freiwillig zurückgeführt, sondern unter eim grausamen Gebote des Zwanges, den ihm das deutsche Eßhwert auferlegte. Wie der Rückzug dann aber durchgeführt biäarde, das war nicht übel und verdient die Anerkennung auch des begners. Ohne daß man darum seinen Blick für die Fehler zu orschließen braucht, die auch hierbei begangen wurden. Alles Jenschenwerk ist Stückwerk, besonders, wenn es in so drangvoll

sirchterlicher Enge vollzogen wird, wie dort.

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1 Man muß hierbei bedenken, daß das russische Heer bexeits gen Mitte Juli einen schweren Mangel an Subalternoffizieren tte, die umso empfindlicher war, als er nicht durch ein tüchtiges terossizierkorps ausgeglichen werden konnte. Hatte es doch sten bis zum 20. November des vergangenen Jahres nicht weniger as 9702 tote, 3679 gefangene Offiziere als dauernden Verlust zu urzeichnen; dazu kamen 19 511 verwundete Offiziere, im ganzen in Abgang von 32 892 Offizieren. Nun denke man an die weiteren derluste, besonders bei den wütenden Karpathenstürmen. Gewiß ird der gegenwärtig seit Monaten stattfindende winzig geringe ketrag an gefangenen Offizieren nicht dem wirklichen Verhältnis Ir vorhandenen Offiziere zur Mannschaft entsprechen. Aber auch n Nowo⸗Georgiewsk, wo die Offiziere doch keine Möglichkeit fan⸗ nm, vor der ÜUebergabe aus der Festung zu entweichen, kam auf ind 89 Mann nur ein Offizier, ein Verhältnis, das um mehr als es doppelte schlechter ist als bei allen anderen Heeren. Und dabei bcarf niemand mehr als der Russe der Führung durch tüchtige, euschlossene Vorgesetzte. g Die Größe unserer Siege ist wesentlich der vernichtenden Jassenwirkung unserer schweren Artillerie zuzuschreiben, ben materielle und moralische Wirkung auf den Gegner eine ent⸗ liche gewesen ist. Darin stimmen alle deutschen Teilnehmer des F ldzuges, alle Kriegsberichterstatter überein. Den Russen aber falt es je länger je mehr an Geschützen und in höherem Maße noch n Munition. Die vorhandene Artillerie wurde zurückgehalten, un ihren Verlust möglichst zu vermeiden. Dem russischen Fuß⸗ ulke fehlte es also an einer Gegenwirkung gegen unser, furchtbares (eschützfeuer; es hat ihm aber auch an Gewehren und Schießbe⸗ surf gefehlt; seine Bataillone setzten sich zum großen Teil aus flächtig ausgebildeten Nelruten zusammen während man doch in Frieden drei volle Jahre für ihren Drill als notwendig ansah. Man wird zugeben müssen, daß unter diesen Umständen der fäckzug des russischen Heeres an sich nicht leicht war. Nun ver⸗ scgenwärtige man sich aber seine Lage während der letzten Tage s Juli. Seine Westfront war damals noch westlich der Weichsel ur Warschau und JIwangorod, sein rechter polnischer Flügel stand ler der Bobrfestung Ossowiez, sein linker unmittelbar nördlich Kolm. Die Deutschen stießen umfassend vor etwa gegen die Linie FalystokBrest⸗Litowsk. Von der russischen Mitte westlich Karschau bis dahin ist in der Luftlinie ein Weg von 190 Kilometer trückzulegen, von Ossowiez im Norden aber nur von 60, von kiolm im Süden von 105. Das deutsche Heer stand mit seinen bügeln der russischen Rlickzzugslinie ganz erheblich näher als das assische Zentrum westlich der Weichsel. 5 5 ö Für den Großfürsten Nikolaus kam es also darauf an, mit den Flügeln so lange standzuhalten, bis seine Mitte die obengenannte mie erreicht hatte. Diese Aufgabe haben seine Truppen, wenn ach selbstredend unter sehr schweren Verlusten, gelt.So sehr It, daß in den letzten 6 Wochen die deutsche Mitte sast 500 Kilo- ter, unser linker Flügel nur 60, unser rechter etwa 200 Kilo⸗ ter zurückgelegt hat. Darin ist immerhin eine ganz auerkennens⸗ verte Leistung der feindlichen Widerstandskraft zu erblicken. Man spricht von der Auflösung des russischen breres, von den Zuständen hinter seiner Front. Es würd dort ther nicht so aussehes wie in einer preußischen Kasernenstube vor

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der Besichtigung durch den Obersten. teilweise erheblich gelitten haben. In meinem letzten Berichte habe ich dies genügend hervorgehoben. Aber in unserem eigenen In⸗ teresse werden wir uns auch hier vor Uebertreibungen hüten müssen. Gerade auf dem entscheidenden rechten Flügel, in Kurland und am Njemen, leisten sie uns fortdauernd einen sehr tätigen, auch von ein⸗ zelnen Erfolgen begleiteten Widerstand. Das Eingreifen des neuen Oberkommandierenden der Nordfront, des Generals Rußki, scheint sich hier in den letzten zehn Tagen deutlich bemerkbar gemacht zu haben. Weder Wilna noch Riga waren am 6. September von uns besetzt und von Dünaburg waren wir noch 80 Kilometer entfernt.

Auch im Südosten führen die Russen ihre Verteidigung noch immer sehr aktiv, der russische Bär macht immer von neuem Front und schlägt mit seinen Pranken auf den verfolgenden Gegner ein.

Daß also der russische Feldzug schon jetzt ein abschließendes Ergebnis gehabt hätte, darf niemand sagen, der sich nicht selbst täuschen will. Das Heer hat sicherlich beispiellose Verluste erlitten, es hat an Wert eingebüßt und ist zu angriffsweiser Umkehr bez, weitem nicht befähigt. Seine Widerstandskraft ist aber andererseits noch nicht endgültig gebrochen und, wie es scheint, die Widerstands⸗ kraft der Regierung und der herrschenden Stände ebensowenig. Wir dürfen uns darüber nicht täuschen, daß rein militärisch Rußland noch nicht ans Ende seiner Kräfte gelangt ist.

Nun scheint ihm aber die Zufuhr an Schießbedarf und auch an Geschützen durch Japan bei weitem nicht zu genügen, und wirtschaft⸗ lich wiederum scheint die Möglichkeit, seinen Ueberfluß an Getreide ausführen zu können, für seinen weiteren Widerstand vielleicht nicht die entscheidende, aber jedenfalls eine sehr große Bedeutung zu be⸗ sitzen. Kein Zweifel, daß es darum auf die Oeffnung der Dar⸗ danellen und den Fall Konstantinopels ein zunehmendes Gewicht legt. Es ist sehr wahrscheinlich, daß wir neuen gewal⸗ tigen Anstrengungen des Vierverbandes in dieser Richtung entgegenzusehen haben. Ohne den Einsatz großer neuer Streitkräfte würde England in kurzer Frist vor der Liquidation des verlustreichen, abenteuerlich begonnenen Unternehmens stehen und damit eine große Einbuße an moralischem Ansehen in der ganzen Welt erleiden. Es könnte sogar der Anfang vom Ende sein. Diese Erwägung, noch mehr vielleicht als die russischen Wünsche, wer⸗ den es bestimmen, neue Streitgenossen gegen Konstan⸗ tinopel zu suchen. Glaubt es doch hier den schwachen Punkt der Zentralmächte gefunden zu haben, von dem aus es ihre weit überragende militärische Stellung aus den Angeln heben könnte. Mit unter diesem Gesichtspunkte werden wir die verhältnis⸗ mäßige Ruhe auf dem westlichen und auf dem südwestlichen Kriegs⸗ schauplatze zu betrachten haben. Es scheint nicht, als ob England dem in Frankreich sich fühlbar machenden Mangel an Neubildungen durch Absendung eigener Verstärkungen abhelfen wolle. Darum wohl denkt Joffre in absehbarer Zeit nicht an eine große Offensipe, durch die er die Entscheidung des Krieges herbeiführen könnte. Er weiß aus den dreimaligen Erfahrungen des Frühjahrs genau, daß sie ohne gewaltige Zahlenüberlegenheit keine Aussicht auf Er⸗ folg bietet.

Aber auch die Lage der Dinge in Oberitalien ist militärisch nur zu verstehen, wenn man annimmt, daß Italien seine Reserven anderswo einsetzen will oder vielleicht anderswo einsetzen soll, als an seiner Nordostgrenze. Wir werden daher die Ent⸗ wicklung der Dinge an den Dardanellen im Auge behalten müssen.

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Zur Räumung von Riga.

Politiken meldet aus Petersburg: Auf dem Bahnhofe in Riga stehen eine ganze Reihe Wagen mit Gütern aus der geräumten Gegend zur Abfahrt bereit. Vorbereitungen zur Abreise der Polizei werden getroffen. Die Rigaer Polizeibureaus sind ge⸗ schlossen, ebenso alle übrigen staatlichen Anstalten. Die Pässe wer⸗ den seit mehreren Wochen nicht mehr nachgesehen. Die Polizei⸗ beamten versehen zwar noch den Dienst, ihr Gepäck ist aber schon nach Jurjew gebracht. Mit den Arbeitern, die andauernd fort⸗ geschafft werden, reisen auch Aerzte und das Krankenhaus⸗Perso⸗ nal ab.

Daily Chronicle meldet aus Petersburg: Der russische Flieger⸗ dienst stellt fest, daß fortgesetzt weitere Streitkräfte der Deutschen die Düna überschreiten, wodurch die Gefahr für Riga größer wird. In den letzten Tagen ist auch die Tätigkeit der deutschen Flieger am Golf von Riga merkwürdig größer geworden. Fortgesetzt fahren Wasserflugzeuge um den Eingang des Golfes herum, um die Stellung des russischen Geschwaders zu erkunden und die Lage der Minenfelder festzustellen. Der Erfolg, den die Deutschen durch den Uebergang über die Düna bei Friedrichstadt erreicht haben, läßt die Gefahr eines Angriffes von der Seeseite erneut ernstlich

erscheinen. 8 ö Der Seekrieg.

Zum Untergang desHesperian.

Der Nieuwe Rotterdamsche Courant meldet aus New⸗ york: Die Versenkung desHesperian wird von der Presse mit großer Zurückhaltung besprochen, weil in dem Bericht des amerikanischen Konfuls zugegeben wird, daß der Dampfer ein Geschütz an Bord hatte, das am Heck aufgestellt war.

Aus Washington wird der Agence Havas gemeldet: Die eidlichen Aussagen der Offiziere derHesperian wurden dem Staatsdepartement übermittelt. Die Offiziere bekunden, daß Stahlsplitter, die auf das Verdeck niederfielen, unzweifelhaft beweisen, daß das Schiff von einem Torpedo getroffen wurde. Es roch auch stark nach Explosivstoffen. Lansing batte eine Unterredung mit dem

Gewiß wird der innere Halt

Vom Weltkrieg.

Präsidenten Wilson. Man glaubt, daß sie den Fall der Hesperian erörtert haben.

Reuter meldet aus London: Der amerikanische Konsul in Queenstown machte offiziell bekannt, daß unter den bei derHesperian⸗Katastrophe Umgekommenen sich auch ein Amerikaner aus New. Jersey befinde.

Die Daily News meldet aus Washington: Das Staats- departement erhielt von dem amerikanischen Botschafter in London, Page, einen vorläufigen Bericht über die Versenkung desHesperian, wie sie sich auf Grund der von amerikanischer Seite angestellten Untersuchung darstelle. Der Bericht wider⸗ spreche der Erklärung des deutschen Botschafters in Washington, daß derHesperian ein Kriegsschiff oder doch ein bewaffneter Transportdampfer war. Es besteht kein, Grund anzunehmen, daß diese Behauptung richtig sei. Der Hesperian soll unbewaffnet und außerstande gewesen sein, ein U-Boot anzugreifen.

Die Tätigkeit unserer U-Boote.

Amsterdam, 8. Sept. Reuter meldet aus London: Das Dampf⸗ schiffDouro ist versenkt worden. Die Besatzung wurde gerettet. Amuiden, 8. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Der Fischdampfer Verano landete hier 18 englische Fischer, nämlich die Besatzungen der SchiffeEmanuel(169 Tonnen),Embleme(97 Tonnen), 8(1078 Tonnen) undConstance(900 Tonnen). Alle

Victorious l Schiffe, die aus Lowestoft sind, wurden am Montag nachmittag

44 Meilen Ostsüdost Lowestoft von zwei deutschen Unterseebo versenkt. 1 Auf eine Mine gestoßen.

T. U. Paris, 8. Sept. Der französische DampferBordeaux ist versenkt, die Besatzung gerettet worden.

T. U. Rotterdam, 8. Sept. Montag früh gegen 3 Uhr wurde der Scheveninger FischdampferSch. 316, der in der Nähe der Doggerbank mit fischen beschäftigt war, durch die Explosion einer Mine vollständig vernichtet. Die aus neun Köpfen bestehende Be⸗ satzung wurde heute durch den LoggerCort van der Linden ge⸗ landet. Ein Mann wurde durch die Explosion schwer verletzt.

Ueber den Verlust des U-Bootes 27

haben Amerikaner, die aus England in Berlin eingetroffen sind, einige Mitteilungen gemacht. Danach wird in England mit Bestimmtheit behauptet, daß U-Boot 27 bald nach dem Untergang derArabic, an dem übrigens U 27 unbeteiligt sei, von einem englischen Zerstörer gestellt wurde. Der Zer⸗ störer war hinter dem großen Passagierschiff und konnte von dem U-Boot deshalb nicht gesehen werden. Das U-Boot war im Begriff, einen nach Liverpool bestimmten Dampfer, der Maultiere geladen hatte, anzuhalten und ihn durch Gescknitz⸗ feuer zu versenken. Da tauchte der englische Zerstörer auf und ehe noch das deutsche U-Boot tauchen oder sich retten konnte, soll es durch das Geschützfeuer des englischen Zer⸗ störeres vernichtet worden sein.

Der türkische Tagesbericht.

Konstantinopel, 8. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Be. richt des Hauptquartiers: An der Dardanellenfront im Ab⸗ schnitt Anaforta zerstreute unsere Artillerie am 6. September eine starke feindliche Gruppe bei Komikli Liman und brauchte ihr Verluste bei. Bei Ari Burnu nichts Wichtiges. Bei Sedd⸗ ül⸗Bahr wurde das wirkungslose feindliche Artilleriefever fortgesetzt. Unsere Erkundungsabteilungen erbeuteten 39 Kästen mit Infanteriegeschossen. Unsere anatolischen Batterien beschossen am 5. September wirkungsvoll die Artillerie, das Lager und die Werkstätten des Feindes bei Sedd-ül⸗Bahr; der Feind erwiderte heftig, aber ergebnislos. Am 6. Sep⸗ tember erzielten dieselben Batterien einen wichtigen Erfolg,. indem sie die feindlichen Infanteriestellungen wirksam be⸗ schossen.

An den anderen Fronten nichts Bedeutendes.

Keine Mobilisation in Rumänien.

Zürich, 8. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Wie die Neue Zürcher Zeitung aus dem Haag erfährt, erklärt die rumänische Gesandtschaft in London die Nachricht von der Mobilisation des rumänischen Heeres für falsch.

Unterschlagene Depeschen.

Athen, 8. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.)

Hier wurde

die Aufsehen erregende Entdeckung gemacht, daß Depeschen der deutschen Gesandtschaft und Telegramme des Königs Konstantin seit

Monaten von zwei Telegraphenbeamten unterschlagen worden sind, die hierfür von zwei französischen Korre⸗ spondenten eine monatliche Bestechung jeder von je 1500 Franken bezogen haben. Die deutschen Diensttelegramme wurden, wie verlautet, nach Rußland weitergegeben. Beide französischen Korrespondenten sind verhaftet worden.