Ausgabe 
8.9.1915
 
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aten und Wäschefabriken Konserven herstellten.

und Munitionsfabriken.

Eine deutsche Waffen⸗ und Munitionsfabrik

Oerhessi

Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

Die Oberbessische Volkszeitung erscheint jeden Werktag Abend in Gießen. Der Abonnementsbreis beträgt wöchentlich 15 Pfg., monatlich

Redaktion und Expedition Gießen, Bahnhofstraste 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008.

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Nr. 210

Gießen, Mittwoch, den 3. September 1915

10. Jahrgang

9 Goldener Kriegssegen.

g er wirtschaftlichen Kriegsbetrachtungen sind voll des Lobes der deu. n Industrie. Besonders ihre große Anpassungsfähigkeit hebe

e weit über die Industrien anderer Länder hinaus, ihre große Leistungsfähigkeit beruhe wesentlich mit auf der schnellen Einord⸗

ung in die durch den Krieg bedingten Verhältnisse. Das Lob ist unberechtigt. Sofort mit Kriegsbeginn trat allgemeine Slockung in den meisten Industriebetrieben und damit große Ar⸗ Heitslosigkeit ein. Aber viel rascher, als man geglaubt hatte, wich

ie Arbeitslosigkeit wieder, nicht allein, weil sehr viele Arbeiter den

Arbeitsrock mit der Uniform vertauschen, und die Arbeitslosen von der Straße nach der Kaserne ziehen mußten, sondern auch infolge des in den Industriebetrieben bald wieder einkehrenden regen

Lebens. Die Industrie paßte sich in der Tat den neuen Bedürfnissen

an, das heißt, sie ward Kriegsindu strise, soweit das nur irgend möglich zu machen war. Daß Damenkonfektionsgeschäfte Uniformen und Soldatenmäntel machten, daß Korbmachereien und Möbeltischlereien Geschoßkörbe flochten, Portefeuillefabriken Patro⸗ gentaschen und Säbelkoppeln, Klavierfabriken Feldschlitten fabri⸗ zierten, lag noch nicht im Rahmen des Ungewöhnlichen: mehr schon, penn Dekorateure und Tapezierer Reitsättel, Etuifabriken Tornister, Filz⸗ und Strohhutfabriken Lederhelme, Bijouteriewerkstätten Gra⸗ Alle Achtung vor Sieser Anpassungsfähigkeit.

Der stärkste Ansporn zu derlei Betriebsamkeit ist natürlich der ockende Profit. Ohne Profit raucht kein Schornstein, am aller⸗ wenigsten in der Kriegsindustrie. Hier sind im Gegenteil die Ge⸗ zvinne ganz abnorm hoch und nicht nur, weil es sich um außer⸗ gewöhnliche große Lieferungen handelt, sondern, weil auch ganz hohe Preise bezahlt werden. Die Unternehmer reißen sich um Kriegsarbeit, für den Auftraggeber sonst ein Vorteil, denn Ueberangebot drückt den Preis aber für Kriegslieserungen scheint dieses wirtschaftliche Gesetz nicht zu gelten.

Die höchsten Gewinne sallen natürlich den Betrieben zu, welche für den unmittelbaren Kriegsbedarf arbeiten, das sind die Waffen⸗ Sie können sich auch in Friedens⸗ zeiten nicht über schlechte Geschäfte beklagen; denn das Wettrüsten der Völker sorgt immer für Absatz, zumal als jede andere über dienationale Beschränktheit hinaus ist. Noch im Frühjahr 1914, wenige Monate vor dem Krieg, lieferten öster⸗ reichische und deutsche Waffenfabriken 200 000 Gewehre an Serbien. lieferte nach Angabe ihres Geschäftsberichts die Hälfte ihrer Produkte ins Ausland, vor⸗ nlehmlich nach Rußland und dem Balkan. Im Reichstag versicherte im Mai 1914 der Zentrumsabgeordnete Erzberger, daß 85 Prozent aller Aufträge der deutschen Rüstungsfirmen aus dem Auslande Daß dabei das Geschäft blüht, ist selbstverständlich. Die Firma Krupp erhöhte 1913/14 ihr Aktienkapital von 180 auf 250 Millionen. Der Reingewinn hatte 33,9 Millionen betragen, 12 Pro⸗ zent wurden verteilt, der Rest aufgespeichert und noch 6,9 Millionen auf neue Rechnung vorgetragen. Wie hoch mag sich wohl der Ge⸗ winn Krupps im Kriegsjahr beziffern?

Die anderen Waffen-, Munitions⸗ und Sprengstofffabriken schneiden, obwohl sie ihrem Aktienkapital nach kümmerliche Zwerge gegen Krupp sind, nicht schlechter ab, wie nachstehende Zusammen⸗ stellung zeigt: Gewinne in Mark:

. 1914 1913 Deutsche Waffen⸗ und Berlin⸗Karlsruhe 8 183 000 5 785 000

Munitionsfabriken

Rhein Metallwaren⸗ und Maschinenfabrik 3 500 000 2009 000

Daiml, Kotorengesellschaft 4600 000 3 200 000

Verein Köln⸗ Rottweiler Pulverfabriken 6543 000 4 448 000 12 verteilte Dividende: 25% 20 7% 10 f Dividenden: Waffen⸗ u. Werkzeugfabrik L. Löwe, Berlin 30 10 7⁰ Weyersberg Kirschbaum, A.⸗G. Solingen a 5 (blanke Waffen) 18 7 8 7⁰ Dividenden: g 1913 1913 Westfälische Kupfer⸗ und Messingwerke 9 7⁵ 4 40 Metallwerke Aders, A.-G., Magdeburg 9 7 5 70 Krefelder Stahlwerk 5 Stahlwerk Lindenberg, A.-G., Remscheid 12 70 Rhein.⸗Westfälische Sprengstoff-Fabrik 15 77 Spreugstoff⸗Fabrik Glückauf, Hamburg 775 75 Sberschlesische Schießwollfabrik 10 9 Sprengstoff⸗Fabrik Carbonit, Hamburg 3 75 Siegener Dynamit⸗Fabrik 15 7⸗ Busch, Metallwaren, A.-G. 7 5 E. Busch, Optische Industrie, Rathenow 9 10 Reingewinne:

Lorenz, Telegraphenwerke, A.-G., Berlin 1006 000 592 000

Mix& Genest, Telegraphenwerke, A.⸗G., Berlin 1200 000 293 000 1 0 1 85 e eee Ham⸗

urg rketenderunternehmungen u. a.

Kriegslieferungen) 50 9 850 000 222 000

Dividende; 15 7 62

Das sind zwanzig Betriebe, welche für den direkten Kriegs⸗ bedarf arbeiteten, nicht besonders ausgewählt, sondern aufgezählt mach den Geschäftsberichten, welche in den letzten Monaten in den Börsenblättern veröffentlicht wurden. Reingewinne und Dividen⸗ den haben sich gegen das letzte Friedensjahr im Durchschnitt mehr als verdoppelt! Die Reingewinne und Dividenden geben aber, das muß ausdrücklich hervorgehoben werden, den wirklichen Kriegs⸗ gewinn noch keineswegs erschöpfend wieder. Daneben sind hohe Ab schreibungen gemacht, Kriegsreserven und Sonderrücklagen eingestellt, Tantiemenerhöhungen und Reservefondaufffllungen vorgenommen warden daß sich nicht selten die Dividenden bequem verdoppeln ließen,

Die Dividenden und Netto-Reingewinne werden absichtlich niedrig!

die Waffenindustrie mehr 1 5 brauch, sie muß bei Beurteilung der vorstehenden wie der nach⸗

gehalten und die Bilanz verschleiert. Man fürchtet den Ruf nach der Kriegsgewinnsteuer, den Unmut der Abnehmer und wahr⸗ scheinlich nicht zuletzt auch den Wunsch der Arbeiter, an diesen Ge⸗ winnen ein wenig teilzuhaben. Einige Beispiele, wie die Kriegs⸗ bilanzen aussehen:

Die Gladbacher Wollindustrie A.⸗G. vorm. Josten in M.⸗Glad⸗ bach verteilt 20 Prozent Dividende, statt 8 Prozent im Vorjahre. Der Umsatz hat sich von 4817 000 auf 16 122000 Mk. erhöht, der Bruttogewinn ist im Verhältnis noch mehr gestiegen als der Um⸗ satz: von 614 221 auf 3 235 428 Mk. Nach Abzug von allgemeinen Abschreibungen, Belastungen, Gewinnanteilen usw. im Betrage von 744.875 Mk. verbleibt ein Netto⸗Reingewinn von 2490 553 Mark. Das Aktienkapital beträgt 2 255000 Mk., es ließe sich dem⸗ nach eine Dividende von über 100 Prozent verteilen. Man begnügt sich indessenbescheiden mit 20 Prozent und ver⸗ rechnet den Reingewinn wie folgt: 6

1914/15 1913/14 Dividende 20 Prozent 510 000 8% 204 000 Rücklage 40 258 14 000 Unterstützungsrücklage 120 000 Verflügungsbestand 725 000 Sonderabschreibungen auf Gebäude 200 000 Sonderabschreibungen auf Grundstücke 23 000. Sonderabschreibungen auf Maschinen 175 000 Vortrag: 695 295 271 422

Bei solcher Bilanzierung ist für das nächste halbe Dutzend Jahre noch mit Dividenden von 20 Prozent zu rechnen, selbst wenn der Betrieb mit Kriegsschluß auf Jahre hinaus zum Stilliegen käme.

Ein anderes Beispiel: Die Rathenower Dampfmühle A.-G. verteilt bei einem Aklienkapital von 1 Million Mark 16 Prozent Dividende. Der Netto-Reingewinn beträgt aber 386 000 Mark, würde demnach auch bei hohen Abschreibungen eine Dividende von weit über 30 Prozent ermöglichen.

Die Bilanz weist einen Bruttogewinn von 794 539 Mk.(im Vorjahr 382 572) auf. Abschreibungen: 119 321(39 699), Auf⸗ füllen des Reservefonds: 96 781(3219), Talonsteuer: 3000(), Tantiemen und Gratifikationen: 36 000(6400), Wohlfahrtszwecke: 20000(9, Vortrag: 71000(4750), Dividende: 160 000(50 000) Mark. Diese Art Bilanzierung ist industrieller Kriegs⸗

folgenden Kriegsgewinne berücksichtigt werden. Gleich hinter der Rüstungsindustrie marschiert die Leder⸗ industrie mit ihren Gewinnen. Sie sehen so aus:

Dividende:

1914: 1913:

Aachener Lederfabrik 10 97 7 0 Lederwerke Wiemann Hamburg 30 7 12 Lederfabrik Adler& Oppenheimer Straßburg 15 0 2 75 Lederwerke Spicharz(Offenbach) 12 5 Wandsbecker Lederfabrik 10 6 9⁰ Wiese Söhne A.⸗G., Neumünster 30 90 2 7⁰ Ed. Engel Schuhfabrik A.⸗G. Erfurt 10 4 7⁰ Niederrheinische Lederfabriken A.-G. 15 90 11 7⁰ Die Firma Adler& Oppenheimer berichtet von großen

Heereslieferungen, welche außer densehr reichlichen Ab⸗ schreibungen die hübsche Dividende, die erst noch genau bestimmt wird, bringen. Die Firma Wiese Söhne erzielte bei einem Aktien⸗ kapital von 325 000 Mk. einen Reingewinn von 117000 Mk. Die Lederwerke Wiemann konnten die bis zu einem Drittel des Aktien⸗ kapitals angesammelte Reserve an die Aktionäre verteilen,in der Hoffnung, daß deshalb die Dividende nicht geschmälert werde.

Gleich respektable Profite kann die Textilindustrie ein⸗ streichen. Der Geschäftsabschluß der Gladbacher Wollindustrie ist schon erwähnt; die Bremer Wollkämmerei verteilt 30 Prozent(im Vorjahr 20 Prozent], die Baumwollspinnerei Mittweida 20 Pro⸗ zent(16 Prozent) Dividende. Der, Reingewinn der Erdmanns⸗ dörfer Flachsgarn⸗Spinnerei und Weberei stieg von 198 000 auf 419000 Mk. und der Reingewinn der Meyer Kaufmannschen Tex⸗ tilwerke A.-G. in Breslau von 137 000 auf 329 000 Mk.

Es kommen noch zahlreiche Industriegruppen als direkte Kriegslieferanten in Frage, Maschinenfabrikef, Wagen⸗, Fahr⸗ räder⸗, Automobil-, Gummifabriken, Chemische Werke usw.; diesen wird der Krieg nicht weniger Vorteil gebracht haben als den Un⸗ ternehmen, die wir als Stichproben angeführt haben. Es kann bei diesen Beispielen sein Bewenden haben. Nux eine Gruppe, die ihre Gewinne nicht aus den Kriegskassen sondern von der breiten Masse des Volkes zieht, sei noch erwähnt: die M ühlen. Die hohen Mühlengewinne mit den entsprechend gesteigerten Mehl- und Brotpreisen haben schon viel Empörung hervorgerufen, und wahr⸗ lich nicht zu Unrecht, wie ein Blick auf die Dividendenbezüge der Mühlen im Kriegsjahr zeigt:

Dividende:

1913: Rathenower Dampfmühle A.⸗G. 5 9⁰ Hermann Mühlen A.-G., Posen 2 75 Wurzener Kunstmühlen 7 0 Rheinmühlenwerke Mannheim 6 70 Rolandmühle Bremen 11 75 Berliner Dampfmühlen A.-G. 7 Miihle Rümingen A.-G. Braunschweig 2 2

Zucker fabriken, not⸗Industrie doch nicht wohl Profit wie die Mühlen. Die ö ö fabrik stieg von auf 12 Prozent, die der Glauziger Zucker⸗ fabrik von 8 auf 20 Prozent. Ueberall also die gleiche Erscheinung.

Der Krieg bewirkt Verschiebungen, Anhäufungen des Kapitals, deren wirtschaftliche Folgen sich erst nach dem Kriege in vollem Um⸗ fange ermessen lassen werden.

Vom Wieltkrieg.

Der Seekrieg. Der Untergang derHesperian.

Ueber den Untergang bezw. die Torpedierung der Hesperian liegen folgende weitere Nachrichten vor:

London, 6. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet aus Queenstown: Der britische Dampfe Hesperian von der Allan⸗Linie(10920 Tonnen) mit 600 bis 700 Fahrgästen an Bord, wurde gestern abend bei Fastnet torpediert. Er sank nicht. Die Schiffbrüchigen kommen ohne Kleider(2) in Queenstown an.

Eine Lloyd⸗Depesche besagt, daßHesperian tor pe- diert worden ist. Der Kapitän und 20 Mann der Besatzung blieben an Bord. Die Fahrgäste und ein Teil der Besatzung werden in Queenstown gelandet. Hilfe wurde entsandt. Man hofft, den Dampfer in den Hafen schleppen zu können.

Eine weitere Reutermeldung berichtet folgende Einzel. heiten: Es war sehr schönes Wetter, eine große Anzahl Menschen befand sich an Deck, die sich nach dem Essen über die angenehme Ueberfahrt unterhielt, im Gedanken, daß die gefährliche Zone bereits hinter ihnen liege. Plötzlich kam eine furchtbare Erschütterung; die Stühle auf Deck flogen durcheinander, eine Explosion folgte, und eine Wassersäule stieg so hoch wie der Mast empor, spritzte umher und brach dann auf dem Deck nieder. Der Kapitän bewahrte voll kommen seine Ruhe. Er ließ die Boote nieder und füllte sie mit Frauen und Kindern und dann mit den anderen Passa⸗ gieren. Der Kapitän und die Offiziere blieben an Bord. Da es beinahe dunkel war, wurde natürlich kein Unter⸗ seeboot gesehen. 8 5

Die Reeder derHesperian melden, daß keine Verluste an Menschenleben vorgekommen sind. Der amerikanische Konsul in Queenstown teilt mit, daß auf derHesperian keine Amerikaner umgekommen sind. Esn oder zwei Ameri⸗ kaner befanden sich an Bord.

London, 6. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der DampferHesperian ist heute früh 6 Uhr 47 Min. gesunken.

Einer, der das Unterseeboot gesehen hat.

London, 6. Sept. Die Daily News meldet, daß der einzige Mann an Bord desHesperian, der das Untersee⸗ boot gesehen hat(oder gesehen haben will), der Mann war, der die Wache hatte. Er habe das Unterseeboot auf eine kurze Entfernung gesehen und habe den Kapitän gewarnt.

Der Eindruck in Amerika.

Havas meldet nach der Frankf. Ztg. aus Newyork: Wilson und Lansing haben durch Preßtelegramme von der Zerstörung derHesperian erfahren. Sie haben von einer Kommen⸗ tierung dieses neuen Zwischenfalles abgesehen und ge denken, bestimmte Nachrichten darüber abzu⸗ warten, ob sich an Bord Amerikaner befunden haben und ob die Torpedierung des Fahrzeuges ohne vorherige Benach⸗ richtigung erfolgt sei. Vorher solle keine Entscheidung ge⸗ troffen werden. Immerhin sei in offiziellen Kreisen der Ein⸗ druck vorherrschend, daß die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern neuerdings gefährdet

seien. Euglische Preßhetze.

Die englischen Blätter zeigen sich über den Vorfall mit der Hesperian empört und nehmen ohne weiteres an, daß das Schiff ohne Warnung torpediert worden sei. Daily Tele graph sagt, daß die Regierung Wilsons vor der schwersten Krise stehe, die sich seit Beginn des Krieges gezeigt habe, einerlei, ob bei dem Vorfall Amerikaner umgekommen seien oder nicht. Daily N e ws schreibt in ihrem Leitartikel, daß Bernstorffs Ver⸗ sprechen die letzte und einzige Möglichkeit war, einen Krieg zu ver⸗ meiden. Dieses Versprechen sei am Mittwoch veröffentlicht wor⸗ den und am Samstag bereits zu einem wertlosen Papier geworden. Reuter gibt Auszüge aus den drei deutsch-feindlichen amerikanischen Blättern: New Vork Tribüne, New Mork Times und New York World, die natürlich außerordentlich entrüstet sind,

Opfer des Seekriegs.

Reuter meldet: Das englische DampfschiffCymbeline ist in den Grund gebohrt worden. 31 Mann der Be⸗ satzung wurden an Land gebracht, sechs wurden verwundet, sechs getötet. DieCymbeline war ein stählerner Schrauben⸗ dampfer von 4405 Tonnen.

Wie Lloyds berichtet, ist das schwedische Dampfschiff Froe gesunken. Der Kapitän und 18 Mann der Be- satzung sind gerettet. Ferner meldet Lloyds, daß der nor- wegische DreimasterGlimt gesunken ist. Die Besatzung, bestehend aus 14 Mann, wurde an Land gebracht. Der Kom- mandant des in Harlingen eingefahrenen Dampsfschiffes