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. Telegramme. 25
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Auesberictt hes Großen Hauptgnartiers.
Fortschritte im Osten.
Vereinigung der Heeresgruppen Hindenburg und Prinz Leopold. 41 Westlicher Kriegsschauplatz.
W. B. Großes Hauptquartier, 6. Sept., vorm.(Amtlich.)
Es hat sich nichts Wesentliches ereignet.
i Ein feindlicher Doppeldecker wurde an der Menil⸗Ypern heruntergeschossen.
i Oestlicher Kriegsschauplatz. e des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.
Von der Ostsee bis östlich Grod up ist die Lage unver⸗ ündert. Der rechte Flügel nähert sich dem Niemen bei Lenne und dem Ros⸗Abschnitt nördlich von Wolko— ys f.
Heere
Straße
Heeresgrupp
s gruppe des Generalfeldmarschalls . Prinzen Leopold von Bayern.
Die Heeresgruppe ist unter Kämpfen mit feindlichen Nachhuten im Vorgehen und hat den Ros-Abschnitt bei Wolkowysk bereits überschritten.
Auch die Sumpfengen bei Smolinica(nordöstlich Pon Rozan a) sind überwunden.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen. Der Angriff geht vorwärts. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Oberste Heeresleitung. 2
Der österreichisch⸗ungarische Tages bericht
Wien, 6. Sept.(W. B.) Amtlich wird verlautbart: 6. Sep⸗ tember 1915:
Russischer Kriegsschauplatz.
An der bessarabischen Greuze und östlich der (Sereth⸗ Mündung wiederholten die Russen gestern ihre heftigen Gegenangriffe. Der Feind wurde überall zu rück⸗ geworfen und erlitt große Ver luste.
An der Sereth⸗Front und an unseren Linien östlich von Brody und westlich von Dubno ließ die heftige Tätigkeit im Vergleich zu den starken Kämpfen der Vortage etwas nach. In der Gegend von n würde den Russen eine verschanzte Ortschaft ent⸗ rissen.
Unsere östlich von Lyck vordringenden Truppen haben nördlich bon Olyla unter den schwierigsten Verhältnissen die versumpfte ten. Putylowka⸗Niederung im Angriff über⸗
ritten.
5 Die an der oberen Zasiolka kämpfenden k. u. k. Streitkräfte arfen den Gegner aus seinen letzten Verschanzungen süd⸗ ärts des Flusses heraus und gewannen an mehreren Stellen
das nördliche Ufer.
0 Italienischer Kriegsschauplatz.
Maährend die Italiener gestern an der lüstenländischen Front
und in Kärnten im allgemeinen untätig verblieben, entwickeln sie
im Gebtete des Kreuz bergsattels(südöstlich Innichen)
nach längerer Pause eine heftige Artillerietätigkeit
127 versuchen dort an mehreren Punkten sich unseren Stellungen
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nähern. Zu Infanteriekämpfen ist es bisher nicht gekommen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. 8
Die Kämpfe in Ostgalizien und der Bukowina.
Aus Wien, 6. Sept. wird der Frankf. Ztg. telegraphiert: Infolge der sich in Ostgalizien abspielenden Ereignisse wurde es auch an der bessarabischen Grenze und östlich der Mündung des Sereth lebendig. In der Schlinge zwischen Sinkow and Okna, südöstlich von Zaleszyiky, wo die Russen noch eine Stellung nahe am linken Ufer des Dujestr halten, fanden heftige Artilleriekämpfe statt. Starke russische Gegenangriffe gegen die im Dujestr⸗Raum von uns eroberten Stellungen scheiterten überall unter großen Verlusten. Auch an der Grenze der Bukowina, wo nach Aussagen von Gefangenen fast ausschließlich starke Kavallerie stehen soll, haben unsere Trup⸗ wen erheblichen Raum gewonnen.
Die Kämpfe an der Dnujestrfront.
5(W. T. B.) Die Neue Freie Presse meldet aus Czerno⸗ witz: Seit dem 2. September entwickeln sich an der Dnjestr⸗ front heftige Kämpfe. Die russische Front ist vielfach durch— rissen; namentlich im Raume von Okna sind mehrere feind— liche Positionen erstürmt worden.
Verzweifelte Stimmung in Petersburg.
T. U. Stockholm, 6. Sept. Die Erschütterung der russischen Dünastellung hat in Petersburg verzweifelte Stimmung hervor— gerufen. Die wildesten Gerüchte liefen bald um. Gestern nach— mittag verlautete hartnäckig, daß General Rußkis bei Riga stehende Armee vernichtend geschlagen und Riga besetzt sei. Die Deutschen
stadr. Zahlrefche Verhaftungen wurden vorgenommen. In später Abendstunde erschienen Extrabläter mit einem Dementi. Von in⸗ sormierter Seite wird behauptet, daß die Frontreise des Zaren 1 fingiert sei, um die Verlegung der Residenz zu verheim⸗ ichen.
Ermordung des Stadthauptmanns von
Petersburg.
Konustantinopel, 5. Sept. Nach amtlichen Nach⸗ richten aus Petersburg, die über Athen kommen, ist der Stadthauptmann von Petersburg am Donnerstag ermordet worden.(Frankf. Ztg.)
Einberufung des russischen Landsturms zweiten Aufgebots.
Wie die Vossische Ztg. indirekt aus Petersburg vom 6. Septem⸗ ber erfährt, hat die Reichsduma in geheimer Sitzung dem von der Regierung vorgelegten Gesetzentwurf betr. die Einberufung des Landsturms 2. Aufgebots gegen die Stimmen der Sozial⸗ demokratie und bei Stimmenthaltung der Arbeiterpartei zugestimmt.
Eine Jnterpellation der russischen Sozialdemokraten an den Handels- und den Kriegsminister verlangt, wie Ruß⸗ koje Slowo vom 25. August meldet, Aufklärung über „schreiende Unordnungen in der Evakuation der Industrie⸗ arbeiter, wodurch diese in eine hoffnungslose Lage geraten sind. Sind Maßnahmen getroffen, um ihnen Ersatz ihrer Verluste und Arbeit zu verschaffen?“ Bei der Räumung
Polens sind Tausende Minderjähriger und Kinder aus unbekannten Gründen verhaftet und von ihren Eltern weggerissen worden: so Pfadfinder, Mit⸗
glieder von Turnvereinen, Schüler und Schülerinnen polni⸗ scher Schulen. Kinder von zwölf Jahren wurden, oft in
größter Eile, von der Polizei unter Bedeckung abgeführt. Es
ist nicht anzunehmen, daß dies unter normalen Verhältnissen geschehen wäre, und wohl nur auf die Verwirrung der Behörden kurz vor der Räumung Polens zurückzuführen. Mehrere Hundert solche Jugendliche sind in den Petersburger Gefängnissen, andere in Moskau, Twer usw. Die Partei richtet daher an die Minister des Innern und der Justiz die Anfrage:
„Sollen die Kinder in den Gefängnissen bleiben, und sind Maßnahmen getroffen worden zu ihrer soforti⸗ gen Freilassung, sowie der anderen unter obigen Ver⸗ hältnissen in den Städten Polens Verhafteten, die jetzt noch ohne jeden Grund in Haft sitzen?“
Die Begnadigung Burzews. Petersburg, 6. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der nach Sibirien verbannte Revolutionär Burzew hat dem radikalen Dumamitgliede Kerenski telegraphiert, er habe nun die Nach⸗ richt von seiner Begnadigung erhalten und reise sofort nach
Rußland ab. Russische Geldnot.
Petersburg, 6. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Ueber Kopenhagen. In Petersburg wird der Mangel an Silber⸗ und Kupfer⸗ miümzen immer drückender und gab wiederholt Awlaß zu Unruhen. Die Staatsbank und andere Banken wurden vom Publikum förmlich gestürmt, das Papiergeld in Silber und Kupfer umwechseln wollte. Die Kaufleute und Händler wollen nur dann Papierrubel wechseln, wenn mindestens für einen halben Rubel gekauft wird. Der Stadt⸗ hauptmann machte bekannt, daß jedermann berechtigt sei, bis zu fünf Rubel Papier in Münze einzuwechseln.
„Dentschlands Friedens bedingungen.“
London, 6. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Times meldet aus Newyork: Die Chicago Tribune veröffentlicht eine Mitteilung einer der deutschen Botschaft in Washington nahestehenden Persönlichkeit, daß der Streit in der Untersee⸗ bootfrage auf Wunsch des Kaisers beigelegt worden sei, da der Kaiser wünsche, daß Wilson als Friedensvermittler auf⸗ treten solle, während die deutschen Waffen noch siegreich seien. Graf Bernstorff telegraphierte kürzlich an den Kaiser:„Nach meiner Meinung ist die Erreichung des Friedens nur durch den Einfluß Wilsons möglich.“ Der Kaiser hielt es darauf für notwendig, die Meinungsverschiedenheiten mit Amerika zu beseitigen, ehe er Wilson um Vermittlung bat. Wenn Wilson sich als Vermittler anbietet, wird Deutschland das Anerbieten annehmen und folgende Bedingungen stellen: Er⸗ richtung eines unabhängigen Königsreichs Polen, das ein Bollwerk zwischen Rußland und Deutschland bilden soll; Ab⸗ tretung des größten Teiles von Kurland; Autonomie für Finnland; Teilung Serbiens zwischen Bulgarien und Oester⸗ reich⸗Ungarn bei möglicher Abtretung eines kleinen Teils an Griechenland; Abtretung von Belgisch-Kongo an Deutschland als Ersatz für die Räumung Belgiens; Abtretung der afri⸗ kanischen Kolonien Frankreichs an Deutschland als Ersatz für die Räumung Nordfrankreichs; Zurückgabe aller afrikanischen Kolonien Deutschlands; Sicherung der Freiheit des Meeres und der Unantastbarkeit des Privateigentums auf See durch ein internationales Abkommen; Anerkennung der Rechte der Juden in allen Ländern. Deutschland ist jetzt bereit, einen ehrenvollen Frieden abzuschließen und die Entente ist verant— wortlich gegenüber der zivilisierten Welt für den Krieg seit
August 1914 und für seine Fortdauer. Die Hearstpresse bie alles auf, um die deutschen Interessen zu fördern (Anmerkung des W. T. B.: Es wird sich erübrigen, auf die Phantasien dieses r welches, wie wir an zuständiger Stelle erfahren, vom An⸗ fang bis zum Ende auf Erfindung beruht)
Ein englischer Kreuzer versenkt. „U 27“ untergegangen. 5
Ein deutsches U⸗Boot von einem englischen Passagierdampfer beschossen. 2
Berlin, 6. Sept.(W. T. B. Amtlich.) Laut Meldung eines unserer U-Boote, das mit„U 27“ auf See zusammen⸗ getrofen ist, hat letzteres Boot etwa az 10. August einen älteren englischen kleinen Kreuzer westlich der He⸗ briden versenkt.
„U 27“ selbst ist nicht zurüe längerer Zeit in See ist, muß mit seinem net werden. 1 1
Am 18. August 7 Uhr nachmittags ist wiederum ein deutsches Unterseeboot von einem englischen Passagierdampfer mit Geschützen beschossen worden. Das U-Boot hatte versucht, den im Bristol⸗Kanal angetroffenen Dampfer durch einen Warnungsschuß zum Anhalten zu bringen. 8
Der Chef des Admiralstabes der Mafrine. Wurde die„Hesperan“ torpediert? Die Frankf. Ztg. schreibt zu dem Untergang der„Hesperian“: Der Unfall des englischen Passagierdampfers„Hesperian“, der auf der Höhe von Fastnet Rock, also unmittelbar an der Südspitze
rückgekehrt; da es seit Verlustgerech,
von Irland, erfolgt ist, wird von den englischen Agenturen als die
Folge eines Torpedoangriffs ausgegeben. Es wird aber ausdrück⸗ lich gesagt, daß man kein Unterseebootgesehen habe Das hindert unsere Gegner nicht, die deutsche Marine für dem Verlust des Schiffes verantwortlich zu machen. Wenn schon die äußeren Um⸗ stände, Art und Folgen des angeblichen Angriffs und vor allem auch der Unfallsort durchaus nicht dafür sprechen, daß die englische Be⸗ schuldigung gerechtfertigt ist, so haben wir um so mehr Anlaß, die Wahrheit der englischen Behauptung aufs allerentschiedenste zu be⸗ streiten, als die vom deutschen Botschafter in Washingtom kürz⸗ lich abgegebene Erklärung außer Zweifel gelassen hat, welches Ver⸗ fahren Deutschland künftighin gegenüber Passagierdampfern ein⸗ halten wird. Wir begrüßen, daß der Unfall des englischen Schiffes schon allein deshalb keinen Zwischensall herbeiführen kann, wefl keine Verluste an Menschen zu beklagen sind. Wenn die Frage überhaupt aufgeworsen werden soll, ob es sich nicht um ein Minenglück handelt, dann möchten wir bis zum Beweis des Gegenteils behaupten, daß der Unfall des englischen Schiffes, auf dem sich in der Tat auch Amerikaner befanden, nicht auf deutsche Schuld zurückzuführen ist. Allerdings wissen wir nicht, ob man in England an maßgebender Stelle augenblicklich noch ein wesentliches Interesse daran hat, die Verhandlungen und Beziehungen zwische Deutschland und den Vereinigten Staaten zu stören. f Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. . Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H. Offenbach a. M
Anmeldung zur Landsturmrolle.
Die vom
e e bis 12 Angust 5 eide Tage einschließli geborenen Landsturmpflichtig⸗ de Stadt Gießen fordere ich hiermit auf, sich am wan ca 15 2 15. September 1915 4 vormittags von 8—1 Uhr und nachmittags von 3—6 Uhr im Rathaus am Marktplatz N zur Landsturmrolle zu melden. Bei der Anmeldung ist der Geburts⸗ schein oder ein anderer amtlicher Ausweis, aus welchem das Ge⸗ burtsdatum ersichtlich ist, vorzulegen. f Unterlassung der Meldung wird nach den Militärgesetzen raft. 5
Die nach dem 31. August 1898 geborenen jungen Leute haben.
sich nach Zurücklegung des 17. Lebensjahres, jeweils am 15. des auf 35 Geburtsmonat folgenden Monats zur Landsturmrolle zu melden. Gießen, den 3. September 1915. Der Oberbürgermeister. Keller.
Bekanntmachung.
In den Wagen der städtischen Straßenbahn wurden in der Zeit vom 1. Juli bis 31. August 1915 nachstehende Gegenstände 5
funden: 1 Stock, 1 Fernrohr, 2
85 13 Damenschirme, 1 Herrenschirm, Handtäschchen, 1 Militärkoppel, 2 Paar Handschuhe, 1 Haarbürst⸗ chen, 1 Kindermütze, 1 Buch, 1 Seitengewehr, 2 Metzge feel u eine Hose. 6 5 Die obigen Sachen können im Verwaltungsgebäude tädt. Elektrijitätswerke und Straßenbahn, Lahnstraße 25 Semen Ar in Empfang genommen werden. 5 Gießen, den 4. September 1915. Elektrizitätswerk und eee der Stadt Gießen. Stolte.
Verkauf von Frühäpfel.
Mittwoch, den 8. September, nachmittags werden im Hofe des Stadthauses, Gartenstraß Wee Zentner Frühäpfel(Kaiser Alexander, roter Calville Prinzen⸗ 1 Mienen ae 1 zu 10 Pfg. gegen Barzahlung
Mengen unter fund werden ni 2
händler sind ausgeschlossen. n nickt abseen e
Gießen, den 2. September 1915. a
Der Ober bürgermeister. eller.
befänden sich schon auf ungehindertem Vormarsch gegen die Haupt—
N* Te 0*
Krofdorf.
Nachruf.
Als weiteres(tünttes) Opfer des grossen und schreck- lichen Völkerringens fiel am 22. August in Feindesland unser liebes und wertes Mitglied, der Turngenosse
Kanonier
Karl Ferdinand Schupp
Feldartillerie-Batterie Nr. 291
im jugendlichen Alter von erst 20 Jabren. Sein eitriges Bestreben zur Förderung der freien Turnsache werden ihm bei uns ein ehrendes Andenken sichern.
Der Vorstand.
Freie Turnerschaft
322
10
Uelbecher raueneren Ortsgruppe Gießen.
Ausklunftstelle für Frauenberufe.
Frauen und Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Aus- kunft für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14, Diens⸗ tags nachm. von 6½—7/ Uhr.
Rechtsschutzstelle.
Frauen und Mädchen erhalten nuentaeltlich Rat und Auskunft in Rechtsangelegenheiten
50 ee ee n mittass e
ANRIN NN NN NN NN NN NN NN de NN Nec 80 885 goeben erschienen!
Bo steht der Krie
am 6. September 1915. 4 Hauptkarten, 16 Spezialkarten, 1 Krirgachronik.
Preis nur 50 Pfg.
Aleinperkauf: Oberhessiche Volkszeitung, Bahnhoffr. FF
Veste Kriegskarte!
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Londoner Telegramms einzugehen, 70
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