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er der Koalitionsregierung.
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Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
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Nr. 209
Gießen, Dienstag, den 7. September 1915
10. Jahrgang
Der britische Gewerkschaftskongreß.
Am 6. September wird in Bristol der 47. Jahreskongreß der Sritischen Gewerkschaften eröffnet. Von den drei Millionen rganisierten Arbeitern werden etwa 2,75 Millionen vertreten sein. Die Zahl der Delegierten dürfte sich auf 550 belaufen.
Der Gewerkschaftskongreß Großbritanniens darf mit dem
Deutschlands nicht verglichen werden. Jener hat mit eigentlichen Gewerkschaftsfragen weniger zu tun als mit sozialpolitischen und garlamentarischen Fragen. Er ist tatsächlich eine Einrichtung zum
Zwecke des Zusammenbringens der verschiedenen und miteinander
gar nicht verbundenen Gewerkschaften, um eine Aussprache über allgemeine Arbeiterfragen, die im Laufe des Jahres aufgetaucht
find, zu ermöglichen.
8 Das methodische Denken und Wirken ist in Großbritannien nicht besonders beliebt. Das zeigt sich auch auf dem britischen Ge—
dbverkschaftskongreß, wo die verschiedenartigsten Fragen zur Sprache
gelangen: weltpolitische, parlamentarische, gewerkschaftliche, wirt— schaftliche und allgemein kulturelle. Das Organ des Gewerk— schaftskongresses ist das„Parlamentarische Komitee“, das jährlich dom Kongreß gewählt wird, aus 12 Mitgliedern besteht, und das die Aufgabe hat, die auf dem Kongreß gefaßten Beschlüsse vor das Parlament zu bringen.— eine Aufgabe, die doch der Arbeiter- fraktion zufallen müßte. Richtig aufgefaßt, müßte der britische Zewerkschaftsbund die gewerkschaftlichen Fragen übernehmen und die Arbeiterpartei die politischen, wodurch der ganze Gewerkschafts⸗ ongreß mit seinem Parlamentarischen Komitee wegfallen würde. Wie die Lage jetzt ist, zahlen dieselben Organisationen die Kosten ber Gewerkschaftskongresse, der Gewerkschaftskonferenzen und der Arbeiterparteikonferenzen, und sie senden einige Male jährlich die leichlautenden Resolutionen an die verschiedenen Kongresse und konferenzen ein. Die Verschwendung an Zeit und Geld ist offen— ar sehr erheblich, um so mehr, als die verschiedenen Zentral- örperschaften besondere Lokalitäten und Verwaltungsapparate saben. Aber, wie gesagt, System und Methode lernt der Eng⸗ änder erst, wenn ihm das Feuer der Ereignisse an den Nägeln trennt. Die britischen Gewerkschafsten werden nicht ohne ein gewisses Nachtbewußtsein ihren diesjährigen Kongreß eröffnen. Drei ihrer Führer: Henderson. Roberts und Brace, sind Mitglie⸗ Viele ihrer Mitglieder wirken in en verschiedenen Munitionsausschüssen, andere wieder sind als jatriotische Redner an der Front und auf den Werbeversamm⸗ Ungen tätig. Zwei von ihnen: John Ward und A. Smith, laben es zu hohem Offiziersrang gebracht: jener zum Oberstleut⸗ innt, dieser zum Kapitän. Es ist kein Zweifel, daß die Kriegs- SEsolution, die das Parlamentarische Komitee einbrachte und deren Hortlaut wir neulich mitteilten, mit großer Mehrheit angenommen verden wird, obwohl sie sich herausnimmt, über internationale Forgänge zu urteilen, von denen das Parlamentarische Komitee kine Ahnung hat. Es gibt jedoch allem Anscheine nach eine Min⸗ erheit, die die Beziehungen der britischen Gewerkschaftswelt zur gutschen noch nicht vergessen hat und wahrscheinlich versuchen wird, (ne internationale Note anzuschlagen. Diese Minderheit wird Ger schon seit Wochen gewarnt,„sich nicht in ben Dienst Deutsch⸗ lands zu stellen“. Der Londoner Independent vom 28. August er⸗ lärt:„Es wurde neulich von den Gefahren gesprochen, die ent⸗ ehen können, wenn im gegenwärtigen Moment Friedensvor⸗ Hläge gemacht werden: besonders aber wurde an dieser Stelle von er Gefahr gesprochen, wenn derartige Friedens vorschläge auf dem LCewerkschaftskongresse in Bristol gemacht werden, denn die Welt zürde dann glauben, daß die hieraus entspringenden Debatten von er britischen Gewerkschaftsbewegung geteilt würden. Die wenigen bewerkschafter, die über Frieden diskutieren möchten, werden nichtig, da sie im Auslande einen falschen Eindruck über die zwiegsentschlossenheit der britischen Gewerkschaftswelt hervorrufen Ennen.“ Um diese Minderheit von vornherein mundtot zu machen, klärt der Independent, sie sei wohl von aufrichtigen Ueberzeu⸗ gungen geleitet, aber„ist denn jemand so albern, um anzunehmen, bduß unter der deutschen Bevölkerung dieser Inseln es leine reichen ute gibt, deren Sympathien ihrem Vaterlande gehören? Und nas sollen diese Leute tun, um ihrem Lande zu helfen? Ich gaube, der beste und nützlichste Weg für sie ist, diesenigen Organi⸗ tionen finanziell zu unterstützen, die deutschfreundlich sind.“ Also: de englischen Gewerkschaften und Arbeiterorganisationen, die dem sieg ein Ende bereiten möchten, bestreiten ihre Agitation mit dutschem Gelde! So lehrt der Independent(der Nachfolger des Zaily Eitizen), an dem die meisten Gewerkschaftsführer regel- näßig mitarbeiten. 1 8* 37 ö Andererseits ist ez sicher, daß der Gewerkschaftskongreß sich eutschieden gegen die Einführung der allgemeinen Wehr⸗ f licht aussprechen wird. Sämtliche bekannten Arbeiterführer, me Brownlie(Mechaniker), Hodge(Stahlschmelzer und Führer d Arbeiterfraktion), Twist(Bergleute), Cameron(Schreiner). furchase(Landarbeiter), Turner(Textil), Morrison(Sattler), Lhyeesman(pPostangestellte), Mosses(Modellmacher) haben sich igen die Militärpflicht ausgesprochen. Ebenso hat das Verwal⸗ uüngskomitee des Gewerkschaftsbundes am 25. August eine Reso⸗ lition angenommen, die die ganze Agitation für die allgemeine HLehrpflicht scharf verurteilt. 8 8 Igm übrigen werden die altbekannten Resolutionen folgen, wie ier Verstaatlichung der Eisenbahnen, Achtstundentag, Wahl⸗ orm, Ausbau der Fabrikgesetzgebung, Reform des Schulwesens, Frauenwahlrecht usw. i Wenn der Kongreß dann noch Zeit für eigentliche Gewerk⸗ baftsfragen hat, so werden die Syndikalisten eine Debatte hrvorrusen über die Aenderung der gewerkschaftlichen Organi⸗ ctlonsformen und über die Stärkung des Einflusses der Staats- und Gemeindearbeiter auf die Verwaltung. Diese beiden Fragen Ischäftigen gegenwärtig die Denker des englischen Syndikalismus. In bezug auf Organisationsform verlangen sie den Uebergang von r Berufsorganssation zur Industrie⸗ und Betriebsorganisation.
besonders zur letzteren. Ein großer Teil der Streikwirren im südwalischen Kohlenrevier ist auf diese Forderung zurückzuführen. Die Syndikalisten kämpfen dort für den Einschluß sämtlicher Be— triebsarbeiter, auch der Maschinisten, Heizer usw. in den Ausgleich, um das Fundament zu legen für die Organisation der Arbeiter nach Betrieben, woraus eine Kräftigung des Solidaritätsgefühls er⸗ hofft wird. Die Postangestellten verlangen Einfluß auf die Post⸗ verwaltung, um nach und nach die industrielle Demokratie aufzu⸗ bauen. Die Probleme werden jedoch erst nach dem Kriege stärker hervortreten und zu Kämpfen führen.
8 90 0 2 Der Balkan und der Weltkrieg. Einstellung des bulgarischen Eisenbahnverkehrs nach Griechenland.
Konstantinopel, 5. Sept. daß Bulgarien den Eisenbahnverkehr nach den griechi⸗ schen Stationen der Salonik-Eisenbahn einstellte. Gleichzeitig gestattet Bulgarien nicht mehr den Ueber— tritt hellenischer Untertanen auf bulgarisches Gebiet. (Frankf. Ztg.)
Mobilisation in Rumänien?
Zürich, 5. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Neue Zürcher Zeitung meldet aus Genf: Die in der Schweiz sich aufhaltenden Rumänen, die der Reserve oder der aktiven Armee angehören, haben den Befehl erhalten, zu ihren Truppenteilen einzurücken.
Paris, 5. Sept. Den Blättern wird aus Rom gemeldet: Serbien und Rumänien konzentrieren beträchtliche Streit⸗ kräft elängs der Straße, der die Deutschen folgen müßten, um den Türken Hilfe zu bringen. 150 000 rumänische Soldaten sollen in Turn-Severin konzentriert sein.
Sperrung der rumänischen Getreide⸗Ausfuhr.
Rumänien hat vor einigen Wochen das Getreide-Ausfuhrverbot aufgehoben, die Ausfuhr aber gleichzeitig dadurch illusorisch ge⸗ macht, daß auf den einzelnen Waggon enorme Aufschläge gelegt wurden. Wie die Times jetzt aus Bukarest erfahren, sind die weni⸗ gen Grenzplätze, über die noch Ausfuhr von Getreide stattfand, seit Donnerstag geschlossen. Die Regierung teilte den Getreideprodu— zenten mit, daß weitere Posten nicht mehr zur Grenze geschickt wer⸗ den dürfen, und beschloß, sechzig Prozent des Erntewertes den Landwirten vorzuschießen, um eine Krisis zu vermeiden. 9
Interessant wäre nun, zu wissen, welcher Staat Rumänien die enormen Geldmittel zur Verfügung gestellt hat, die erforderlich sind, um die gewaltigen Vorräte an Getreide zu beleihen.
London, 5. Sept. die rumänische Regierung ihre Grenze für die Ausfuhr von Cerealien vollständig gesperrt hat. Sie hat ebenfalls die Durchfuhr von Gold verboten, wodurch Deutschland ver⸗ hindert wird, Gold nach der Türkei zu schicken.
Das türkisch bulgarische Abkommen.
In ernsthaften politischen Kreisen Berlins zweifelt man, wie der Frankf. Ztg. telegraphiert wird, jetzt nicht mehr, daß die türkisch⸗bulgarischen Verhandlungen zu einer sachlichen Uebereinstimmung geführt haben und abgeschlossen sind. Auch die formelle Betätigung dieses Abschlusses, die durch mancherlei Zusammenhänge be⸗ dingt ist, wird nicht mehr lange ausbleiben.
Russische Großmäuligkeit.
Der Redakteur der russenfreundlichen schwedischen Zeitung Dagens Nyheter erzählt in seiner Zeitung seine Eindrücke von Moskau und Petersburg, von wo er eben zurückgekehrt ist. Er hatte Gelegenheit, den Dumapräsidenten Rodsianko zu sprechen. Er zweifle nicht am endgültigen Sieg Rußlands und habe sehr kräftig jede Friedensneigung dementiert.„Aber der Weg zum Sieg wird“, so sagte er,„vielleicht lang und mühsam sein.
9 Der Times wird aus Bukarest gemeldet, daß
Wir leiden ja alle an Mangel, alle mit Ausnahme von Deutschland,;
dessen Vorbereitungen ohne Makel waren. Vielleicht müssen wir fünfzehn Jahre kämpfen. Vielleicht werden wir Peters⸗ burg und Moskau aufgeben. Aber wenn nötig, werden wir hinter dem Ural kämpfen. Aber kämpfen werden wir, auch wenn Schwe⸗ den uns überfallen würde. Frieden wird es nicht! Das sage ich, der Präsident der Reichsduma. Es gibt kein einziges Mitglied der Duma, das den Frieden wünscht, keinen einzigen Bauern in Ruß⸗ land, der nicht will, daß wir den Krieg auskämpfen. Wix haben ja noch 12 Millionen Soldaten, und wir werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen, und wir werden nicht aufhören, so lange es einen einzigen deutschen Soldaten auf russischem Boden gibt. Wir werben den Krieg fortsetzen, bis wir Konstanti⸗ novel bekommen, keine Handbreit russischen Landes treten wir ab, und Konstantinopel werden wir haben. Das sagt Ihnen der Präsident der Reichsduma. Die russische Mittelklasse tröstet sich sehr leicht wegen des Verlustes von Polen. Jetzt werden wir, heißt es, den Krieg auf alte, gut geprüfte russische Weise beginnen, der Karl XII. und Napoleon be⸗ siegt hat und jetzt Deutschland auf die Knie bringen wird.“
Nach dem Corriere della Sera bespricht der Petersburger Ruß⸗ koje Slowo die Erklärung Sasonows in der Times und fügt hinzu, jede Erwähnung eines Separatfriedens sei eine Beleidigung sür Rußland, das nicht kämpft, um Eroberungen zu machen, sondern, um den Völkern die Freiheit zu bringen. 3
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Die erbeuteten Vorräte in Nowo⸗Georgiewsk.
Die Grazer Tagespresse meldet aus Warschau: Nach den Mel⸗ dungen hiesiger polnischer Blätter wurden in Nowo⸗Georgiewsk riesige Lebensmittelvorräte gefunden, die eine 100 000 Mann starke Festungsbesatzung 1½ Jahre hätte verpflegen können. Noch vor wenigen Wochen wurden 2000 Ochsen in die Festung gebracht. In der Festung wurde auf Befehl des Kommandanten eine große Menge Papiergeld verbrannt. Einigen Personen gelang es, aus dem Aschen⸗ haufen noch ziemlich viel 100-Rubel⸗Scheine herauszuholen.
Von der bessarabischen Front.
Czernowitz, 4. Sept. Im Zentrum der bessarabischen Front wurde den ganzen Tag gekämpft. Nach guter artilleri⸗ stischer Vorbereitung drangen unsere Truppen vor, zerstörten die gut befestigten, mit zahlreichen Drahtverhauen versehenen russischen Anlagen und besetzten einige erhöhte Stütz⸗ punkte, von wo aus sie die Russen weiter beunruhigen. Die Russen versuchten das Terrain wiederzugewinnen. Be⸗ sonders nachts steigerten sie die Intensität ihrer Angriffe. Die Kämpfe waren heftig, nichtsdestoweniger ist es den Russen nicht gelungen, unseren Truppen die gewonnenen Positionen zu entreißen.
Czernowitz, 4. Sept. Die Russen fahren fort, im nördlichen Bessarabien die Gutshöfe und Baueruhäuser zu ver⸗ brennen. Auf rumänischem Gebiet sind genau die Brände zu verfolgen.
In sämtlichen rumänischen Ortschaften Bessarabiens haben die Russen alle siebzehn jährigen Burschen aufgefordert, sich dem Militärdienst zu unterziehen. Ein großer Teil diefer Jungen ist schon zu den Wafsen eingerückt. Die Russen verfolgen damit einerseits die Sicherheitsmaßregel, der Wegnahme diefer Burschen durch den Feind bei einer etwaigen Invasion vorzubeugen, andererseits befürchten sie Unruhen von diesen fremd en Elementen, deren sie sich auf diefe Art vergewissern. J Die ergebnislosen Bemühungen der Verbündeten
bei Anaporta. ö
T. U. Konstantinopel, 5. Sept. Zu den Kämpfen bei Anaporta wird von beteiligter Seite gemeldet: Der Verlauf der bisherigen Kämpfe bei Anapofrta beweist, daß die vor etwa vier Wochen ausgeführte Landung an der Küste bei Anaporta uns nicht im geringsten geschädigt hat und den Verbündeten keine Nutzen brachte. Offenbar ist die Besetzung des Nordabschnittes der Küste nur erfolgt, um eine italienische Landung möglich zu machen, die sonst unausführbar gewesen wäre, weil die Verbündeten an der übrigen Stelle der West⸗ küste nur einen schmalen Streifen besetzt haben. Nun scheinen die Italiener an dem aussichtslosen Unternehmen nicht teil⸗ nehmen zu wollen und die Engländer haben die riesigen Opfer umsonst gebracht. Die Engländer geben selbst zu, daß von den 65 000 Gelandeten bereits 50 000 tot, verwundet, krank und desertiert sind.
Ein englisches Eingeständnis. London, 5. Sept.(W. B. Nichtamtlich.] Ashmead Bartlett schreibt in einem langen Bericht, datiert vom 23. August, über die Kämpfe an den Dardanellen: Der ursprüngliche Plan schlug fehl, weil das Korps die ihm gestellte Aufgabe nicht ausführen konnte. Diese Aufgabe bestand darin, den Feind völlig zu überraschen und, da er alsdann unseren Divisionen an dem bedrohten Punkt nur wenige Divisionen entgegenstellen konnnte, plötzlich durchzubrechen. Der Generalstab hatte alles getan, um den Erfolg des Sturmes zu sichern. Der erste Versuch, die Höhen bei Anaforta zu nehmen, brach endgültig am 10. August zusammen, und erst am 21. August war die Armee in der Lage, einen Frontangriff gegen die Türken zu unternehmen. Die Türken hatten diese Pause benutzt, sich ein⸗ zugraben, und jede Hoffnung auf Ueberraschung war damit ge⸗ schwunden. Ein türkischer Sieg im Kaukasus. Konstautinopel, 5. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Wie aus Erzerum gemeldet wird, versuchte der Feind nördlich Araxes einen nächtlichen Ueberfall auf die türkischen Truppen. In einem kräftigen Gegenangriff wurden die Russen zurück⸗ geschlagen, auf ihrer regellosen Flucht mit Bombenwürfen bis zu ihren Verschanzungen verfolgt, wobei sie große Verluste erlitten. 400 Russen, die kürzlich gefangen genommen Wurden, sind in Siwas eingetroffen.
* Der Seekrieg.
Paris, 5. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Das Journal meldet aus Madrid: Die Besatzung des von einem deutschen U-Boot versenkten spanischen Dampfers„Isidore“ ift in Bilbao eingetroffen. Ministerpräsident Dato erklärte, daß die deutsche Regierung angebe, es fehle ihr an Nachrichten über die Versenkung des Schiffes, sodaß sie den Einspruch der spanischen Regierung noch nicht boantworten könne.
Kopenhagen, 4. Sept.(W. T Nichtamtlich.) Der an der finnländischen Küste untergegangene Dampfer„Sven
Rinström“ ist, wie gemeldet wird, wahrscheinlich zwischen Wasa und Mentyluofa auf eine Mine gestoßen. Der Dampfer


