Telegramme.
Tastöbtriht des Großen Hauptguartierz.
Siegreiche Verfolgungskämpfe im Osten. Gegen 7000 Gefangene. 5 W. B. Großes Hauptquartier, 16. Aug., vorm.(Amtlich.) Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls 8 v. Hindenburg. Bei weiter erfolgreichen Angriffen gegen die vorgeschobe— nen Stellungen von Kowno wurden gestern 1730 Russen (darunter sieben Offiziere) gefangen genommen. Der mit dem erfolgreichen Nur zec⸗Ueber⸗ gang angebahnte Durchbruch der russischen Stellungen gelang in vollem Umfange. Dem von der Durch— bruchsstelle ausgehenden Druck und den auf der ganzen Front erneut einsetzenden Angriffen nachgebend, wei cht der Gegner aus seinen Stellungen vom Narewe bis zum Bug. Unsere verfolgenden Truppen erreichten die Höhe von Bransk. Ueber 5000 Gefangene fielen in unsere Hand.
5 Bei Nowo⸗Georgiewsk wurden die Verteidiger weiter auf den Fortgürtel zurückgeworfen.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls
1 Prinzen Leopold von Bayern.
Der linke Flügel erzwang in der Nacht den Ueber⸗ gang des Bug westlich von Drohyszyn.
Nachdem Mitte und rechter Flügel am gestrigen Vor-
mittag Losice und Miendrzyrzec durchschritten hatten, stießen
sie in den Abschnitten der Toczua und Klukowka(zwischen Drohyszin und Biala) auf erneuten Widerstand; er wurde heute bei Tagesanbruch östlich von Losice durch den Angriff schlesischer Landwehr gebrochen. Es wird ner folgt.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls
v. Mackensen. Die Verfolgung wurde fortgesetzt; Biala und Slawatysze sind durchschritten. g
Oestlich von Wlodawa dringen unsere Truppen auf das Ostufer des Bug vor.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Nördlich von Ammerzweiler(nordöstlich von Dammer⸗ kirch) brach ein französischer Teilangriff vor unseren Hinder⸗ nissen im Feuer zusammen. Oberste Heeresleitung.
2 Ein deutscher Flieger über einen russischen Militärzug.
T. U. Kopenhagen, 16. Aug. Wie aus Petersburg gemeldet wird, ist ein aus 40 Waggons bestehender russischer Militärzug kurz vor der Einfahrt in die Festung Brest⸗Litowsk von einem deutschen Flugzeug angegriffen und durch Bomben schwer be— schädigt worden. Das deutsche Flugzeug hatte den Zug schon längere Zeit verfolgt, unbekümmert um das aus den Wagen⸗ fenstern erfolgte Gewehrfeuer. Der russische Lokomotivführer ver⸗ suchte mit Volldampf zu entkommen, das Flugzeug erwies sich aber als schneller und schwebte schließlich genau über dem Bahngelände. Heruntergeschleuderte Bomben trafen die vordersten Wagen, die vollständig zerschmettert wurden. Die Zahl der Toten ist nicht an⸗ 11 9 5 ist sicherlich aber sehr bedeutend, da der Zug vollbe⸗ etzt war.-
Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Verfolgung der Russen östlich des Bug.
Vergebliche Angriffe der Italiener.
Wien, 16. August.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 16. August 1915.
Ruflischer Kriegsschanpletz.
Im Raume östlich des Bug nahm die Verfolgung der Nussen raschen Fortgang. Die im Zentrum der Verbündeten vordringenden österreichisch⸗ungarischen Kräfte hefteten sich dem westlich Biala über die Klikawka weichenden Feind an die Fersen. Die Divisionen des Erzherzogs Josef Ferdinand gewannen abends unter Kämpfen den Raum südlich und füdwestlich von Biala, über⸗ brückten in der Nacht die Krena und überschritten sie heute früh. Feindliche Nachhuten wurden, wo sie sich stellten, angegriffen und
eworfen. Die Truppen des Generals v. Koeveß drängten den 4 über die obere Klikawka zurück. In der Gegend von Biala und gegen Brest⸗Litowsk hin sieht man zahlreiche ausgedehnte Brände.
Bei Wladimir⸗Wolynslij, wo wir an mehreren Stellen auf dem östlichen Bugufer festen Fuß gefaßt haben und in Ostgalizien ist die Lage unverändert.
Italiensischer Kriegsschauplatz.
An der Tiroler Front eröffnete gestern die feindliche schwere Artillerie nach längerer Pause wieder das Feuer gegen unsere Werke, und zwar insbesondere gegen jene am Tonale⸗Paß und auf dem Plateau von Lavarone und Folgaria. Angriffsver⸗ uche italienischer Infanterie an der Tonalestraße und auf die
opena⸗Stellung, südlich Schluderbach, und im Dreizinnengebiet wurden abgewiesen. Ebenso scheiterten an der küsten ländi⸗ chen Front erneuerte Angriffe des Feindes. Im Gebiete süd⸗ lich des Krn wurde ein Vorstoß gegen den vorspringenden Teil des Plateaus von Doberdo abgeschlagen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes.
von Göfer, Feldmarschallentnant.
Bomben auf vier Küstenforts Venedigs.
Eines unserer Seeflugzeuge belegte am 15. August nachmittags dier Küstenforts von Venedig mit Bomben, von denen alle, mit Ausnahme einer einzigen, explodierten. Von fünf zur Verfolgung dartenden feindlichen Fliegern wurden zwei beim Aufstiege durch
aschinengewehrfeuer zur Umkehr und zur Landung gezwungen, zwei gaben die Verfolgung nach einiger Zeit auf, während der letzte feindliche Flieger unserem Flugzeug bis in die Nähe der istrianischen Küste folgte, wo er, ohne Erfolg erzielt zu haben, um⸗ kehren mußte. Unser Seeflugzeug ist trotz heftiger Beschießung . die feindlichen Kriegsschiffe und Forts wohlbehalten ein⸗ versickt.
Laut amtlicher italienischer Veröffentlichung ist unser„U. 3“ im 12. August in der südlichen Abria versenkt worden. Der zweite Offizier und 11 Mann des Unterseebootes wurben gerettet und gefangen genommen. Flottenkommando.
Ausstände in der russischen Kriegsindustrie.
Von der Bedeutung der Ausstände in der russischen Kriegs— udustrie gibt folgende Bekanntmachung des Peters⸗ surger Militärbezirks vom 12.25. Juli eine Vorstellung:
bisher nicht getrofser zus mein Telegramm vom 30. Juni(13. Juli)
mit der Aufforderung, die Arbeit wieder aufzunehmen, bisher un⸗ beachtet gelassen haben, schreibe ich auf Grund des Kriegszustandes den zuständigen Behörden vor, die nachfolgenden Maßnahmen rück⸗ sichtslos durchzuführen: a g
1. Alle Arbeiter, die zu den bestehenden Bedingungen die Ar⸗ beit wieder aufnehmen wollen, müssen sich am Samstag den 13./26. Juli zur anberaumten Zeit auf den Werken einfinden. 5
2. Diejenigen Arbeiter, die zur festgesetzten Zeit sich nicht melden, müssen von den Werken gänzlich entlassen werden.
3. Militärpflichtige Arbeiter, die einen Aufschub zur Ableistung der Wehrpflicht erhalten hatten, da sie zur Ausführung dringender Bestellungen des Kriegs⸗ und Marineministeriums verwendet wur⸗ den, sind, falls sie zur bestimmten Zeit die Arbeit nicht wieder auf⸗ nehmen, sofort nach den Sammelpunkten zu befördern, um von dort nach den Truppenteilen abtransportiert zu werden. 125 5
4. Der bisher nicht ausgezahlte Lohn der Arbeiter, die die Ar⸗ beit zur bestimmten Zeit nicht aufnehmen werden, ist dem Petro⸗ grader Kreisgericht zur ordnungsmäßigen Auszahlung zu über⸗ mitteln.
5. Diejenigen Personen, die durch Wort oder Tat die regelrechte Wiederaufnahme der Arbeit behindern oder auf den Werken er⸗ scheinen, tatsächlich aber dort die Arbeit nicht wieder aufnehmen, werden mit Arrest bis zu 3 Monaten oder mit einer Geldbuße bis 3000 Rubel bestraft und im Verhältnis zum Grade ihrer Schuld nach den ferneren Gouvernements(Sibirien) verbannt werden.
(Unterz.) Hauptchef des Petrograder Militärbezirks: General der Infanterie. Frolow.
Durch diese Drohung eingeschüchtert nahm ein Teil der Arbeiter am 15/8. Juli morgens die Arbeit wieder auf. Aber auch von den Arbeitswilligen hat eine beträchtliche Gruppe bloß bis Mittags gearbeitet; nach der Mittagspause kehrte eine Menge Arbeiter nicht mehr zu den Werken zurisck.
Wachsende Unzufriedenheit in Rußland.
Petersburg, 16. Aug.(W. B. Nichtamtlich.) Rietsch schreibt, daß der Munitionskongreß einen politi- schen Beschluß faßte, in dem er die Aufhebung aller polizeilichen Einschränkungen und einen poli⸗ tischen Gnadenerlaß fordert. Das Blatt folgert daraus, daß die Unzufriedenheit mit dem bisherigen Regime im Lande doch ungeheuer sein müsse, wenn ein un⸗ politischer Kongreß derartige Beschlüsse für nötig halte. Ein Ukas habe Fürst Wolkonski zum Unterstaatssekretär ernannt, der sein Amt nur unter der Bedingung angenommen habe, daß die Veränderung im Regierungsregime durch- greifend sei und er berechtigt sei, einen Gouverneur nach freiem Ermessen abzusetzen. Wie groß das Mißtrauen gegen die Gouverneure sei, gehe daraus hervor, daß die Duma den Ausschluß der Gouverneure aus den Lebensmittelausschüssen der Gouvernements beschlossen habe.
Der Handelskrieg in Rußland.
Fast überall in Rußland werden die Geschäftsniederlassungen der amerikanischen Nähmaschinenfabrik Singer geschlossen. An⸗ fangs hieß es, als die Blätter von Massendurchsuchungen in den Geschäftslokalen der Firma berichteten, es handle sich um Be⸗ trügereien bei Entrichtung von Boie e für eingeführte Nähmaschinen, jetzt wird angedeutet, die Fillalen der Firma hätten Spionage für Deutschland betrieben. Der wirkliche Grund der Maßnahme, die vor allen das nach Tausenden zählende russische Verkaufs⸗ und Bureaupersonal der Firma schädigt, ist noch nicht
bekannt. Der türkische Tagesbericht.
Neuer Sieg der Türken an den Dardanellen.
Fünf feindlsche Divisionen zurückgeschlagen und zur Hälfte vernichtet.— Ein feindliches Torpedo⸗ boot in Brand geschossen.
Konstantinopel, 16. Aug.(W. B. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt mit: Auf der Dardanellenfront setzte der Feind, der seit dem 6. und 7. August fünf neue Divi⸗ sionen landete, diese Kräfte ein, um unsere Stellungen zu beherrschen. Dank des heldenmütigen Widerstandes unserer Truppen und ihrer Gegenangriffe errang der Feind kein Ergebnis, trotzdem er die Hälfte dieser neuen Kräfte dabei verlor. Er hält sich nur auf den Uferabhängen. Am 15. August warfen wir in der Um⸗ gebung von Anafarta einen feindlichen Angriff mit bedeuten. den Verlusten für den Gegner zurück. Wir fingen einen Hauptmann und einige Soldaten und erbeuteten zwei Ma⸗ schinengewehre, sowie eine Menge Gewehre. Unsere Truppen besitzen gegenwärtig überall Stellungen, die die feindliche Stellung beherrschen. Unsere Artillerie traf vor Ari Burnu ein feindliches Torpedoboot, das sich brennend entfernte. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr brachten wir auf unserem rechten Flügel zwei bis drei Meter von den feindlichen Gräben entfernt eine Mine zur Explosion, durch die die feindliche Stellung mit ihren Minenwerfern und Drahtver⸗ hauen zusammenstürzte. Der Feind antwortete die ganze Nacht mit einer erfolglosen Vergeudung von Munition.
Auf den übrigen Fronten nichts von Bedeutung.
Landung der Alliierten auf Chios und Samos.
Wie der Berl. Lokalanzeiger mitteilt, enthalten in Mailand eingetroffene griechische Blätter die Nachricht, daß auch auf der Insel Chios englische Truppen und auf der Insel Samos französische Truppen, im ganzen etwa 70000 Mann ge⸗ landet worden seien.
Wie Witte starb.
Einem Mitarbeiter des Leipziger Tageblatts in Lemberg ist es gelungen, von einem russischen Gefangenen, der der nächsten Umgebung Wittes angehörte, Einzel- heiten über den Tod des russischen Staatsmanns zu erfahren, der von der offiziösen russischen Presse, wie bekannt, einem Schlaganfall zugeschrieben wurde. Aus diesen Mitteilungen ist manches auch für die deutsche Oeffentlichkeit sehr interessant, ohne daß man freilich eine Garantie dafür übernehmen kann, daß jede Einzelheit richtig ist. Indessen spricht mehr für als gegen die Richtigkeit.
Nach diesen Mitteilungen hat zunächst Witte kein Hehl daraus gemacht, daß er den Krieg gegen Deutschland für aussichtslos und darum zwecklos hielt, und ihn als den In- teressen Rußlands in jeder Beziehung zuwiderlaufend ansah. Er soll sich noch kurz vor Ausbruch des Krieges in einer Audienz beim Zaren mit großer Energie in diesem Sinne ausgesprochen haben und es soll Stunden gegeben haben, wo es schien, als ob Wittes Friedenspolitik mit Deutschland den Sieg davontragen würde. Schließlich hat aber die russische Kamarilla gesiegt, und der Zar, der wie ein Sklave
Da die Arbeiter der Newski⸗Schiffbaugesellschaft und der Jrilson⸗Werke ein Abkommen mit der Verwaltung dieser Werke
bewacht worden fei, gei ganz in die Hände Nicolai Nicolofe⸗
witsch geraten. Kurz nach der Winterschlacht. wurde Witte trotzdem nach Moskau zum Zaren berufen. machte er dem Zaren nochmals Vorschläge über eine Einigung mit den Zentralmächten.(Um dieselbe Zeit— möchten wir hinzufügen, was das Leipz. Tageblatt vergißt— gingen 1a auch in Deutschland, speziell in Berlin, Gerüchte um, daß Witte als Friedensunterhändler nach Deutschland gekommen
mentariern verhandelt hätte.) Diese Gerüchte, daß Witte 1 Berlin gewesen sei, wurden zwar deutscherseits in Abrede ge ⸗ stellt, aber nach dem, was jetzt über Lemberg bekannt wird, war diese Vermutung wenigstens sachlich nicht ganz ohne Be· gründung. Witte soll nun in dieser Audienz beim Zaren sehr scharf darauf hingewiesen haben, daß die Vernichtung der Zentralmächte der Anfang vom Niedergang Rußlands selbst sein müßte; Rußland könne sich nur durch Anlehnung an seinen natürlichen Nachbarn Deutschland entweckeln. Von Moskau soll Witte nun nach dieser 916 50 zu einer Ver⸗ sammlung in Wilna gefahren sein, die bedeutende Finanz- leute und Parlamentarier im Januar angeregt hatten, um eine Friedensmöglichkeit mit Deutschland zu beraten. In dem Hotel, in dem Witte abstieg, hatte sich am Tage vorher ein neuer Kellner gemeldet, der Witte bediente. Witte er ⸗ krankte sehr schwer an Kohlenaxydgas⸗Vergif⸗ tung, weil das Ofenrohr im Schlafzimmer angeblich undicht geworden war. In hoffnungslosem Zu⸗ tande wurde der einst allmächtige Minister aufgefunden und während des Transports, auf dem er nicht mehr zur Besinnung kam, starb er und seine Leiche wurde nach Peters⸗ burg gebracht. Zur selben Zeit verschwand der Kellner aus dem Hotel, der Hotelbesitzer soll nach dem Lemberger Ge⸗ währsmann des Leipz. Tageblatts bei Androhung schwerer Strafen angewiesen worden sein, nichts über die Todesursache Wittes verlauten zu lassen. Das übrige Hotelpersonal wurde unter Angabe nichtiger Gründe irgendwohin abtransportiert.
Wie gesagt, diese Mitteilungen werden sich gegenwärtig schwer kontrollieren lassen; aber ihr Inhalt entspricht so sehr den altrussischen Gewohnheiten, daß man sie viel eher für wirkliche Wahrheit als für Ausgeburten der Phantasie nehmen kann.
Ein bulgarischer Volitiker über die Balkanlage.
Der Wiener Vertreter des Hirschschen Telegraphenbureaus hatte mit dem bekannten bulgarischen Politiker, dem Sombranje⸗ abgeordneten Daskiloff, eine Unterredung über die Balkanlage. Herr Daskiloff erklärte es zumächst für einen grundlegenden Irr⸗ tum, wenn man die Balkansituation von vornherein für bedrohlich halte. Die rumänische Frage sei durchaus nicht so schwierig. Rumänien besitze nicht die starke Armee, wie man im Auslande irrigerweise annimmt. Genau wie im Balkankriege wolle Rumänien hier wieder alles ohne Opfer gewinnen. Keineswegs aber wird Rumänien aus seiner Reserve heraustreten, bis das endgültige Ergebnis des europäischen Krieges so gut wie entschieden ist; dann wird es sich aber mit aller Entschiedenheit auf die Seite des Siegers stellen. Die Politik der rumänischen Regierung sei von jeher schwankend gewesen. Der einzige Balkaustaat, der von Anfang an eine klare, feste und durchsichtige Politik betrieben hat, ist Bulgarien, das seine Neutralität nicht nur in schönen Worten proklamiert, sondern sie bisher unerschütterlich auch durchgeführt hat. Die Neu⸗ tralität Bulgariens ist gegenüber seinem großen Nachbar durchaus wohlwollend. Niemals hat Bulgarien Eroberungspolitik getrieben. Alle Bemühungen des Vierverbandes, Bulgarjen zum Los⸗ schlagen gegen die Türkei zu gewinnen, sind daher von vornherein zur Erfolglosigkeit verurteilt. Das Bündnis, das jetzt zwischen Bulgarien und der Türkeit zustande kommt, bietet die sicherste Garantie dafür, daß die Zentralmächte vom Orient keine große Gefahr mehr zu befürchten haben. Die zu⸗
nun an in den Händen Deutschlands, Oesterreich⸗
Ungarns, der Türkei und Bulgariens fest verbleiben
15 1 wird die Sicherheit eines dauernden Friedens ge⸗ ffen. f 8
Vereinskalender.
Donnerstag, 19. Aug u st.
Gießen. Gewerkschaftskartell. Abends
Sitzung. Wichtige Tagesordnung! Alles erscheinen!
Verantwortlicher Redakteur: Heinrich Noll, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M.
Bekanntmachung. 8 Die Vergütungen für die im Monat Juli in Bürgerquartieren untergebrachten Mannschaften der Dandsturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗ Bataillone Gießen werden bezahlt: An die Empfangsberechtigten, deren Namen beginnen mit: A Mittwoch, den 18. August, GK Donnerstag, den 19. August, L- Freitag, den 20. August, S2 Samstag, den 21. August,: jedesmal von 8—12 Uhr vormittags und 2—5 Uhr nachmittags. Di
9 Uhr:
Zahlstelle ist im Stadthaus, Zimmer Nr. 4.
Es wird dringend ersucht, die Beträge an genannten Tagen abzuholen.. Gießen, den 12. August 1915. Der n eller.
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen.
Es können eingestellt werden: a) bei hbhiesigen Arbeltgebern: a
3 Dreher, 1 Heizungsmonteur, 2 Vauschlosser, 1 ler, 1 Kraftfahrer für die städtische Feuerwache, 1 Schreiner, 1 Bau⸗ hilfsarbeiter, 6 Hausburschen. 4
d) bei auswärtigen Arbeitgebern:
1 landwirtschaftlicher Knecht, 1 Schreiner, 1 Schmied, 10 Maschinenschlosser, 1 Zementarbeiter, 3 Zimmerleute, 2 Dachdecker. J Anstreicher, 2 Schuhmacher, 6 Arbeiter für Fabri.
Es suchen Arbeit: 0
1 Fuhrknecht, 1 landwirtschaftlicher Arbeiter, 1 Dreher, 1 Monteur, 1 Schneider, 2 Arbeiter, 1 Sattler, 2 Schreiner, 1 Loko⸗ motipführer, 3 ausburschen, 15 Putz⸗ und Lauffrauen, 2 Bügler⸗ innen, 1 Dienstmädchen. 1
Verstorbene: Frau Franziska Wenzel, geb.
Gießen, 71 Jahre alt. e
Aagemene Irtskrafenpale debe.
Die Beiträge zur Kranken- und Juvaliden⸗
versicherung für Monat Juni 1915 können noch bis zum 26. August 1915 ohne Kosten bezahlt werden Gießen, den 14. August 1915. i
Der Vorstand J. A.: Alb. Lentz
in malten, Hier
sei und sogar in Berlin mit namhaften rechtsstehenden Parla-
künftige Gestaltung der Dinge auf dem Balkan wird zweifellos von
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