Ostküste aus. Trotz starker Gegenwirkung wurden briti⸗
schiffe sind von ihrer erfolgreichen Unternehmung zu⸗
farbige Stoffe, das Kolossalgebäude der Flachstrocknerei, der Wasser⸗ turm usw. Alles, was die Administration nicht ausgeführt hatte,
5 Kobenen Dampfer im Schlepp, nach Thorn.
Anfauf.,
Bombardierung britischer Kriegsschiffe und der Docks von London. Berlin, 10. Aug.(W. B. Amtlich.) In der Nacht vom 9. zum 10. August führten unsere Marineluftschiffe Angriffe gegen befestigte Küsten⸗ und Hafenplätze der englischen
sche Kriegsschiffe auf der Themse, die Docks von London, ferner der Torpedostützpunkt Harwich und wich⸗ tige Anlagen am Humber mit Bomben beworf en; es konnten gute Wirkungen beobachtet werden. Die Luft⸗
rückgekehrt. 1 5 Der stellvertretende Chef des Admiralstabs der Marine: (gez.) Behncke.
Wie die Russen sich zurückziehen.
Rußkoje Slowo schildert den Rückzug der Russen von den Stellungen an der Bzura wie folgt: Bereits Ende Juni war der Befehl gegeben worden, aus den Städten alle Gegenstände aus Kupfer, Messing, Stahl usw. auszuführen. Alle Fabrikmaschinen wurden systematisch abmontiert, Kessel, Rohre und Treibriemen verladen und alles das ins Innere Rußlands geschafft. Gleichzeitig wurde den Bauern befohlen, die Ernte auf den Feldern einzu⸗ bringen. Jede Bauernfamilie mußte Proviant für einen Monat zurückbehalten und den ganzen Rest der Ernte abliefern, worauf diefe entweder vernichtet oder ausgeführt und den Bauern eine entsprechende Vergütung ausgezahlt wurde. Die Soldaten halfen den Bauern beim Abernten des noch unreifen Kornes. Gewisse Getreidearten, wie Roggen, Gerste sowie Kartoffeln wurden mit Hilfe besonderer Maschinen, die den Spitznamen „Pljuschtschilka“(Presse) erhielten, vernichtet. Nach der Be⸗ endigung der Ausfuhr der Maschinen und der Erntearbeiten begann die Aussiedelung der Beamten, und endlich begannen aatch die Einwohner abzureisen. Den Beschluß machte die Arbeit der Sappeure, die alles vernichteten, was dem Feinde nützlich sein könnte. Besonders grandios war die„Liquidation“ der Stadt Zirardo w. Es blieben dort nur einige hundert Obdachlose, ein⸗ same Greise und Greisinnen und die Frauen, die ihren Wohnort nicht verlassen wollten. Gegen 4 Uhr nachmittags begannen die Sappeure ihre Arbeit. Einer nach dem andern fielen die riesigen Fabrikschlote, elf an der Zahl, und stürzten mit gewaltigem Krach, wie abgemäht. Unter dem Dröhnen der Pyroxilinpatroneu hob sich höher und höher die Lohe der Feuersbrünste. Ein Meer von Flammen war die gewaltige Fläche, die von den bekannten „Zirardower Manufakturen“, dem größten Etablissement dieser Art in Rußland, eingenommen war. Allein das Gebäude der „Neuen Spinnerei“ beherbergte 2800 große Maschinen. Daneben brannten die Tschlerei, die Strumpfabteilung, die Abteilung für
ist verbrannt. Eine Erkundungsfahrt unserer Flotte.
Berlin, 10. Aug.(W. B.) Zu der russischen Meldung, daß bei einem großen deutschen Flottenangriff auf den Riga⸗ ischen Meerbusen drei deutsche Kriegsschiffe verloren ge— gangen seien, erfahren wir von zuständiger Stelle, daß es sich nicht um einen großen Angriff, sondern um eine Er⸗ kundung russischer Minensperren handelte, und daß lediglich zwei kleine Minensuchboote verloren gegangen sind. Die Nachricht von dem Verlust dreier deutscher Schiffe ist frei erfunden.
Erbeutete Weichselschiffe.
Wie die Vossische Zeitung berichtet, sind unseren Truppen bei ihrem Vorrücken in Polen auch zahlreiche russische Weichselschiffe in die Hände gefallen. Die Russen hatten die meisten Dampfer im Fluß versenkt. Doch gelang die Hebung infolge des flachen Wassers verhältnismäßig recht schnell, und die Fahrzeuge konnten bereits in der Weichselschiffahrt gute Dienste leisten. Zu diesen erbeuteten Schiffen gehörten auch die ersten großen Weichsemotorschiffe, die polnischen Radschlepper, Madzur“,„Magyar“ und„Pollack“, die im Frieden zwischen Danzig und Warschau Tankschiffe schleppten. Eins von diesen Motorschiffen kam schon vor einiger Zeit, mit einem ge—
Der türkische Tagesbericht. Konstantinopel, 10. Aug.(W. B. Nichtamtlich.) Das
lenfrontwiesen wir am 9. August nördlich Art Burnu von neuem einen feindlichen Angriff ab und fügten dem Feind schwere Verluste zu. Weiter nördlich ver⸗ trieben wir den Feind durch einen kräftigen Angriff am Ufer; wir nahmen vier Offiziere und 50 Mann gefangen und er⸗ beuteten zwei Maschinengewehre, ferner heliostatische und Telephonanlagen und eine Menge Waffen. Bei Ari Burn n eroberten wir auf dem linken Flügel durch einen Bajo⸗ nettangriff einen Teil der vom Feinde in den letzten Tagen besetzten Gräben zurück. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr besetzten wir auf dem linken Flügel einen großen Teil eines Grabens, der sich abgesondert zwischen uns und dem Feinde befand. An den übrigen Fronten hat sich nichts Wichtiges ereignet.
Vom Seekrieg.
Vor Peterhead wurde der norwegische Dampfer„Gei⸗ ranger“ torpediert.„Geiranger“, 1907 erbaut, faßte 1081 Bruttotons und stand in der norwegischen Kriegsversicherung mit 350 000 Kronen. Die gesamte Mannschaft wurde gerettet und ist in Skudesnes angekommen. Das Schiff hatte Holzladung von Petschora an Bord. Für Kontrebande ist es in Norwegen, nicht versichert. 5
Die Torpedierung der norwegischen Bark„Nor⸗ mann“ fand achtzehn Seemeilen von Arendal am 7. August um zwölf Uhr mittags statt. Das U-Boot war sehr klein. Es gab der Mannschaft genügend Zeit, die Boote zu besteigen. Es schoß zwölf Granaten ab, die die„Normann“ in Brand steckten. Die Mann⸗ schaft wurde nach vier Stunden von dem norwegischen Dampfer „Solferina“ geborgen.
Der holländische Fischdampfer„Bendracht“ landete 10 Mann von der Besatzung des deutschen Fischdampfers„Sa⸗ turn“ aus Geestemünde, der gestern nachmittag von einem eng⸗ lischen Kreuzer in der Nordsee versenkt wurde.
Das Kanonenboot„Absolon“ setzte in der Nacht sechs Mann der Besatzung des Schoners„Jason“ aus Svendborg an Land. Der Schoner wurde bei Horns Rep torpediert.
Der holländische Fischdampfer„Vlaadringen 33“ landete hier die aus 12 Mann bestehende Besatzung des englischen Dampfers„Westminster“, die er am Freitag nachmittag auf⸗ nahm. Die„Westminster“ war mit einer Fischladung von Island nach Grimsby unterwegs und wurde von einem deutschen Unter— seeboot versenkt.
Nach den neuesten Meldungen sind im ganzen 142 Mann von der Besatzung des torpedierten englischen Hilfskreuzers „India“ nach Narvik gebracht worden, davon 82 mit dem „Goetaland“ und 60 mit dem bewaffneten englischen Fischdampfer „Saxon“, außerdem 11 Tote. Der Kapitän soll sich unter den Ge⸗ retteten befinden. Insgesamt sind etwa 160 Mann umgekommen.
Tuftangriffe auf Zweibrücken und St. Ingbert.
Berlin, 10. Aug.(W. B. Amtlich.) Gestern vormittag machten 6 bis 8 feindliche Flugzeuge einen Angriff auf die außerhalb des Operationsgebietes liegenden Orte Zweibrücken und St. Ingbert. In Zweibrücken wurden 15 bis 20 Bomben beobachtet. Es wurde nur unbedeutender Sachschaden ver— ursacht. In St. Ingbert 8 Tote und 2 Verwundete.
Französisches Kriegsbrot.
Paris, 9. Aug.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der Temps wendet sich heftig gegen den von der Kammer angenommenen Gesetzantrag zum Ankauf von Getreide und Mehl sowie gegen den Zusatzantrag über die Mehlmischung für die Brotherstellung. Der Temps hofft, daß der Senat den Antrag verwerfen werde, denn der Antrag ver⸗ mindere das Fallen des Getreidepreises. Es bestehe für Frankreich keine Notwendigkeit, Kriegsbrot zu essen, denn die Verbündeten be⸗ säßen die Seeherrschaft. Man hätte nicht nötig gehabt, das deutsche Kriegsbrot nachzuahmen, über das man sich in Frankreich zur Genüge lustig gemacht habe.
Die englische Willkür gegen Griechenland. Athen, 10. Aug.(W. B. Nichtamtlich.) Die englischen Maßregeln gegen griechische Schiffe sind in den letzten Tagen bedeutend verschärft worden. Im Golf von Euboea werden alle Dampfer untersucht und nach Mudros geführt. Der Prozeß gegen General Auffenberg.
Wien, 10. Aug.(W. T. B.) Wie amtlich mitgeteilt wird, fand am 3. und 4. August vor dem Wiener Divisionsgericht die Haupt⸗ verhandlung gegen den General der Infanterie Moritz v. Auffen⸗ berg statt. Hierbei wurde dieser von der Anklage rechtskräftig
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e die Sicherheit der Armee da⸗ durch gefährdet, daß er im Herbst 1912 während der Tagung der Delegationen in Budapest geheim zu haltende Disposittonen über militärische Defensivmaßnahmen der Monarchie dem in Wien wohnhaften Obersten des Ruhestandes Heinrich Ritter von Schwarz, der davon keine Kenntnis haben sollte, um ihm materiell aufzu⸗ helfen, sowie absichtlich in der Weise mitgeteilt habe einmal, daß er ihm am 18. November 1913 eine verschlossene Karte des Inhalts zugesandt habe, es sei die teilweise Mobilisierung im Norden wahr⸗ cheinlich, und sodann,. nde der Kommandanten des 1., 10. und 11. Korps über eine vom Kriegsministerium am selben Tage nach allerhöchster Genehmigung beschlossene Erhöhung des Friedenszustandes bei den Truppen und Anstalten der erwähnten Korps telegraphisch benach⸗ richtigt, und somit das Verbrechen der Hintansetzung der Dienst⸗ vorschriften im allgemeinen begangen habe.
Eine Mahnung an die französischen Sozialisten
Die Berner Tagwacht schreibt:„Man kann sich zu den deutschen Siegen stellen wie man will, man darf aber die Sachlage nicht verkennen: die militärische Situation Deutsch⸗ lands und Oesterreichs ist gewaltig gestärkt. Aber auch jen⸗ seits der Vogesen darf man sich keine Illustonen machen. Die Niederringung des deutschen Mili⸗ tarismus ist ferner denn je. Wer das Volk mit Hoff ⸗ nungen auf sie speist, ist mitschuldig an dem Ver⸗ bluten Frankreichs. Wenn auf der deutschen Oppo⸗ sition die Pflicht lastet, mit voller Wucht für den Frieden einzutreten, so muß die französische Opposition mutig und kühl der Lage in die Augen blicken und er⸗ klären: wenn wir das Proletariat angesichts einer aussichts⸗ losen Streiklage nicht zum weiteren sinnlosen Streiken aufmuntern, so können wir desto weniger es zum Weißbluten auffordern.“
Diese Mahnung des Berner„Bruderblattes“, das sonst in der niedrigsten Weise gegen die Deutschen im all⸗ gemeinen und gegen die deutschen Sozialdemokraten im be⸗ sonderen hetzt, ist recht bemerkenswert. 5
frergesprochen, er!
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M.
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 9. August 1915.
Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.
Fleischpreise in Gießen 1
Ochsen 50 kg Schlachtgewicht 102138 Mk.] ½ kg 112116 Pfg. Kälber„ 2 93120 Pf ½„ 100000„ Schweine ½„ 5 165—175„ e ee
Brotpreise in Gießen
Weißbrot 2 kg Pfg. Schwarzbrot 2, 71„
Getreidepreise in Maunheim.
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daß er ihn am 21. Nopember 1912 unter
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