Ausgabe 
22.7.1915
 
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und Verwaltungsstellen beschreiten, die eine ernsthafte Für⸗ sorge für das Volkswohl als ihre Aufgabe erachten.

ö Es sind Kräfte am Werke, die das letzte versuchen, um den Bundesrat doch noch in hochagrarischem Sinne zu beein flussen. Daß diese Kräfte ein frevelhaftes Spiel mit Volk und Vaterland treiben, und daß ein Heraufgehen der Ge treidepreise in den weitesten Schichten unseres Volkes die Erregung zur Siedehitze bringen müßte, das wissen jene, die hinter diesen Kräften stehen, so gut wie alle Welt. Die gegenwärtige Teuerung ist so unbestritten, daß das Nürn⸗ berger Stellvertrtende Generalkommando bekanntlich den AusdruckLebensmittelwucher in seinem amtlichen Ent scheid gutgeheißen hat; dieselbe Behörde hat auch die Ueber schreitung bestimmter Höchstpreise im Kleinhandel und an deren Lebensmittelwucher mit Gefängnisstrafe bis zu einem Jahre bedroht und die militärischen Behörden in einigen anderen Städten sind diesem Beispiel gefolgt. Jetzt bietet sich für die Reichsleitung die Gelegenheit, die gegenwärtige Teuerung auf dem wichtigsten Gebiet der menschlichen Er nährung, auf dem der Brotversorgung, von vornherein und durchgreifend für das ganze deutsche Reich und für das ganze kommende Wirtschaftsjahr zu unterbinden. Der Bun⸗ desrat braucht weiter nichts zu tun, als die Höchstpreise für das Getreide niedriger anzusetzen, um das Mehl und damit das Brot zu verbilligen.

Gegen die Lebensmittel⸗Preistreibereien

hat das Stellv. Generalkommando des XVIII. Armeekorps nunmehr folgende Verordnung erlassen:

Auf Grund des§ pb des Gesetzes über den Belage rungszustand vom 4. Juni 1851 bestimme ich, daß mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft wird:

1. wer bei dem gewerbsmäßigen Einkauf von Gegenständen des täglichen Bedarfes Preise bietet, die unangemessen hoch sind, wenn nach den Umständen des Falles die Absicht anzunehmen ist, eine Preissteige⸗ rung oder Heraufsetzung bestehender Höchstpreise herbei zuführen;

2. wer, um eine Preissteigerung oder Heraufsetzung der bestehenden Höchstpreise herbeizuführen, Gegenstände des täglichen Bedarfes, die an sich zum Verkauf bestimmt sind, aus dem Verkehr zurückhält oder bisher zum Verkauf gestellte Gegenstände des täglichen Bedarfs einer anderweiten Verwendung zuführt, z. B. Milch, die bisher als solche verkauft wurde, zu Käse oder Butter verarbeitet oder verfüttert;

3. wer beim gewerbsmäßigen Klein verkauf für Gegenstände des täglichen Bedarfs Preise fordert oder annimmt, die nach der Marktlage ungerechtfertigt hoch sind;

4. wer aus Eigennutz als Verkäufer von Gegen ständen des täglichen Bedarfs, solange seine Vorräte reichen, Käufern die Abgabe seiner Verkaufsgegen⸗ stände gegen entsprechende Bezahlung verweigert.

Verurteilungen wegen Zuwiderhandlungen gegen die vorstehende Verordnung werden vom General- kommando öffentlich bekannt gemacht.

Die städtische Jugend als Erutehilfe. Von den ver schiedensten Seiten wird jetzt wieder dafür agitiert, daß die städtische Jugend zur Ernte hinaus aufs Land gehen soll, um den Bauern zu helfen. Von unserer Seite wurden bereits im vorigen Jahre dagegen verschiedene Bedenken erhoben und tatsächlich waren die Erfahrungen auch keineswegs er⸗ mutigend. Jetzt macht ein Fachmann, der Domänenpächter Schneider in Hof Kleeberg bei Hachenberg, auf die Schatten seiten dieser Erntehilfe aufmerksam; er stellt fest, daß sich auf dem Lande keine Lust bemerkbar mache, sie in Anspruch zu neömen. Warum nicht? Schneider führt dazu u. a. aus: Man scheint in der Stadt nicht zu begreifen, daß auch zu den einfachsten landwirtschaftlichen Arbeiten eine gewisse Fertigkeit, Uebung, Ausdauer und viel Ent⸗ sagung notwendig ist. Das Handwerk des Bauern will von Jugend auf gelernt sein. Auch die so einfach aussehenden Arbeiten des Bauern sind eine Kunst, dennKunst kommt vonKönnen. Die prosaischen Arbeiten, wie Miststreuen Mähen, Garben binden, Getreidehaufen stellen, Heu machen, Heu und Frucht gabeln usw. usw., sind eine Kunst. Ein in der Stadt aufgewachsener Gymnasiast, der von Jugend auf kein landwirtschaftliches Gerät in der Hand gehabt hat, braucht mindestens 2 Jahre ausschließlicher körperlicher Be tätigung in einem landwirtschaftlichen Betrieb, ehe er einiger maßen als Hilfe angesehen werden kann. Die Bauern fürch ten mit Recht, daß die städtische Jugend bei der Ernte mehr hinderlich als förderlich sein könnte, denn Rücksicht kann zm Drang der Ernte nicht genommen werden. Wer auf einen Posten gestellt wird, muß ihn ausfüllen, oder er kommt unter die Räder. Bis ein Gymnasiast die einfachsten Arbeiten, wie Garben binden, das Hantieren mit Gabel und Rechen und dergleichen, erfaßt hat, muß die Ernte längst geborgen sein. Ich habe im vorigen Jahre Herren aus dem Gelehrtenstand zugesehen, welche sich in patriotischer Begeisterung zum Auf gabeln beim Getreideinfahren zur Verfügung gestellt hatten; wie die Gabel anzufassen und beim Aufreichen und Abgeben der Garben auf den Wagen zu hantieren ist, war ihnen eine zu schwierige Kunst. Ich dachte dabei an den häufig zitierten Ausspruch eines meiner Lehrer:Mancher lernt's nie, mancher noch viel später. Von Blasen in den Händen, von Rückenschmerzen und Seitenstechen, Beinzittern, Distelspitzen in den Fingern usw., sei ganz abgesehen. Die Hauptsache ist, daß die für alle Landarbeit erforderliche Handfertigkeit fehlt. Es dürfte nur wenig Ausnahmen geben, auf welche das rer Gesagte nicht zutrifft.

Vom kommunalen Kampf gegen den Preiswucher. Der Stadtrat zu Freiburg i. B. beschloß, dem Lebensmittel-Amt kin städtisches Einkaufs bureau anzugliedern. Ein

in solchen Dingen erfahrener Geschäftsmann soll an der Spitze stehen und mit einem Beirat die Stadt auf günstige Lebens mitteleinkäufe hinweisen. Angebote heimischer Großkaufleute sollen zuerst berücksichtigt werden.

lassen. Dieser Weg wäre durchaus diskutabel. kommt es dabei aber auch auf den guten Willen der Kauf leute an, bei der Unterdrückung des Wuchers mitzuarbeiten.

Nochmals die Ausfuhr von Obst. Die Meldung, daß im Rheingau und in Rheinhessen Obst in großen Mengen auf gekauft und zu Schiffe nach Holland zu offensichtlicher Weiter⸗ ausfuhr nach England gebracht worden ist, wird jetzt von ver⸗ schiedenen Seiten dementiert. Es wird darauf hingewiesen, daß der Bundesrat bereits im September vorigen Jahres ein Obstausfuhrverbot erlassen hat; bei der strengen Grenz⸗ kontrolle könne nicht angenommen werden, daß etwa wider rechtlich Obst und Beeren in erheblichem Umfange über die Grenze gehen. An dem ehrlichen Wollen der Staatsbehörden, die Ausfuhr zu verhindern, soll nicht gezweifelt werden. Tatsache aber ist, daß sehr viel Obst rheinabwärts gegangen ist, ohne daß man von nennenswerten Obstzufuhren in den Orten des deutschen Niederrheins etwas gemerkt hätte. Und Tatsache ist ferner nach einer Bekanntmachung des Gouver⸗ neurs der Festung Köln, daß trotz dem Ausfuhrverbot große Mengen Obst aus dem Rheinlande, insbesondere auch aus dem Festungsbereiche, aufgekauft und unter falscher Dekla⸗ ration über die holländische Grenze gebracht worden sind. Es bestehe die Vermutung, daß das Obst nach England weiter⸗ geleitet wird. Auch aus Worms wird uns berichtet, daß in der dortigen Gegend die Kirschen unter sehr auffälligen Umständen aufgekauft worden sind und daß jetzt auch die Pfirsiche, Aprikosen und Birnen unter Umständen aufgekauft werden, die gar keinen anderen Schluß zulassen, als daß sie nach Holland gehen sollen.

Vom Petroleum. Bekanntlich sind vom 15. Juli ab Höch st⸗ preise für Petrol festgesetzt worden, wonach im Einzelverkauf das Liter für 32 Pfg. abgegeben werden muß. Bisher kostete es 65 bis 80 Pfg. per Liter. Für manchen Kaufmann, der etwa Petrol in größerer Menge teuer eingekauft hatte, gibt das nun allerdings ein schlechtes Geschäft, es ist daran aber nichts zu ändern. Ohne Zweifel wurde die Maßnahme im Interesse der Konsumenten ge troffen, fraglich ist aber, ob die lobenswerte Absicht erreicht wird. Die Hauptfrage bleibt, ob genügende Mengen Petrol vorhanden sind. Zu dieser Frage wird uns von sachkundiger Seite geschrieben, daß für Deutschland drei Petroleum-Importgesellschaften in Be⸗ tracht kommen: Die Deutsche Petroleum⸗Verkaufs⸗Gesellschaft, die Deutsch⸗Amerikaniche Petroleum⸗Gesellschaft und dieOlex Petroleum-Gesellschaft. Diese drei Gesellschaften sind, wie wir wissen, in ständigem Einvernehmen mit der Regierung bemüht, möglichst große Mengen Petroleum für den Winterbedarf nach Deutschland zu schaffen. Aber das ist mit einer Reihe Schwierig⸗ keiten verknüpft. Denn das Land, das Deutschland in Friedens⸗ zeiten hauptsächlich mit Peroleum versorgt hat, nämlich Amerika, kommt während des Krieges für den Bezug überhaupt nicht in Be⸗ tracht, weil England keine Handelsschisfe mit Frachtladungen nach Deutschland fahren läßt. An zweiter Stelle stand bis jetzt Oester⸗ reich-Ungarn bezw. Galizien, an dritter Stelle Rußland, das natur⸗ gemäß jetzt auch nicht mehr als Importland in Betracht kommt, und an vierter und letzter Stelle stand Rumänien. Von dem deut⸗ schen Bedarf von rund 800 000 Tons deckte Amerika erheblich mehr als die Hälfte. Man kann sich also denken, daß, wenn diese Menge ausbleibt, ein Petroleummangel eintreten muß. Was Galizien be trifft, so steht es noch nicht fest, was dieses Land nach seiner Er- oberung uns wird liefern können. Denn wenn auch die in Galizien vorgefundenen Rohölvorräte zirka 500 000 Tons betragen, so darf nicht übersehen werden, daß diese 500 000 t Rohöl nur etwa 200 000 Tons raffiniertes Lichtpetroleum ergeben. Der Bedarf Oesterreich⸗ Ungarns beträgt ungefähr das doppelte, also etwa 400 000 Tons. Ob und wie weit es gelingen wird, die Rohölproduktion in Galizien wieder auf die Höhe zu bringen, steht noch nicht fest. Jedenfalls sind zunächst eine Reihe von Schwierigkeiten zu überwinden, die es erklärlich erscheinen lassen, wenn der Import nach Deutschland nicht so funktioniert, wie es im Interesse der Verbraucher wünschens⸗ wert erscheint. Was Rumänien betrifft, so liegen die Verhältnisse hier fortgesetzt unklar. Aus all diesen Gründen sind die Verhält⸗ nisse auch im kommenden Winter für den Petroleummarkt keine günstigen. Sie werden solange nicht günstiger, solange nicht die Möglichkeit des Seewegs gegeben ist. Der Petroleummangel ist also durch ganz bestimmte, aus der Kriegslage sich ergebende Er scheinungen bedingt. Dieser Mangel wird auch nicht behoben durch die Festsetzung von Höchstpreisen. Sie sind notwendig, um der wilden Spekulation einen Riegel vorzuschieben, da sonst dem Petroleumwucher Tür und Tor geöffnet würde. Bedauerlich ist nur, daß diese Höchstpreise nicht schon vor Monaten festgesetzt wur⸗ den. Dadurch wäre viel Geld den deutschen und ausländischen Wuchererhänden entzogen werden. Für den kommenden Herbst und Winter tut man jedenfalls gut daran, sich nicht auf Petroleum zu verlassen, sondern, wer es irgend kann, soll sich mit Gas oder elek trischem Licht versehen. Wie uns mitgeteilt wird, geben ver⸗ schiedene Gießener Petrol für den festgesetzten Preis nicht her; sie erklären einfach, sie hätten kein gewöhnliches, sondern nurSalon⸗ petroleum und das koste 80 Pfg.! Man muß sich nur zu helfen wissen! Im Konsumverein sind wieder Karten eingeführt worden, dem Mitgliede werden nicht mehr als 1 Liter wöchentlich verabfolgt. Der Verein erleidet einen erheblichen Schaden.

Postsendungen für Kriegsgefangene in Rußland. Es wird bekannt gegeben: DieAuskunftsstelle für Auswanderer, Ber⸗ lin W. 35(am Karlsbad 10, Afrikahaus, 3 Treppen) vermittelt mit Hilfe des Auswärtigen Amts in zuverlässiger Weise Briefe und Geldsendungen an deutsche Kriegsgefangene in Rußland. Bei Geld⸗ sendungen wird dafür gesorgt, daß dem Absender die eigenhändige Quittung des Empfängers zugestellt wird. Ist der Empfänger nicht zu erreichen, so wird der Betrag zurückgezahlt.

Ueber die militärischen Angaben in Todesanzeigen herrscht viel⸗ fach Unklarheit. Manche der hinterbliebenen Familienangehörigen möchten gar zu gern in der ausführlichsten Weise in der Todes⸗ anzeige bekannt geben, welchem Regiment und größern Truppen⸗ verbänden der Gefallene angehört hat und auf welchem Kriegsschau⸗ platz und bei welchem Gefecht er den Heldentod erlitt. Diese aus⸗ führlichen Angaben sind aber in militärischem Interesse nicht statt⸗ haft. Die Zeitungsexpedition, die die Auftraggeber von Todes⸗ anzeigen darauf hinweisen muß, was unzulässig ist, handelt durch⸗ aus nicht eigenmächtig, sondern auf Anweisung des stellvertretenden Generalkommandos. Es ist auch leicht einzusehen, weshalb den militärischen Angaben in Todesanzeigen und sonstigen militärischen Personalnachrichten bestimmte Grenzen gezogen sind. Aus den aus⸗ führlichen Angaben können die feindlichen Heeresleitungen sei es, daß Zeitungen ins Ausland gelangen, oder die Angaben durch Spione vermittelt werden sehr leicht Schlüsse auf die Truppen stellungen und Truppenbewegungen ziehen. Ueber diese militärischen Maßnahmen sollen aber die feindlichen Heeresleitungen möglichst im ungewissen bleiben. Es möge daher beachtet werden, daß bei Aufgabe von Todesanzeigen Gefallener und andern militärischen Personalnachrichten streng darauf zu achten ist, daß entweder nur der Truppenteil oder der Kriegsschauplatz angegeben wird, daß aber niemals die Zugehörigkeit zu größeren Truppenverbänden von der Brigade aufwärts gemacht werden darf.

In Butzbach wurde 1

Fallobst gibt es ziemlich reichlich. dieser Tage der Doppelzentwer für 6 Mark verkauft

Vor allen

Tahesbericht des Großen Hauptguartierk.

Man will versuchen, die; 1 Waren dann zu festgesetzten Preisen mit geringem Zwischen⸗ E in den Argonnen und Vogesen.

Die Russen müssen immer weiter zurück. W. B. Großes Hauptquartier, 21. Juli, vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz, Im Ostteile der Argonnen stürmten unsere Truppen

zur Verbesserung unserer neuen Stellung noch mehr franzö⸗

sische Gräben, nahmen 5 Offiziere, 365 Mann gefangen und erbeuteten 1 Maschinengewehr.

In den Vogesen fanden in der Gegend von n ster hartnäckige Kämpfe statt. Die Franzosen griffen mehrfach unsere Stellung zwischen Lin gekopf(nördlich von n= ster) und Mühlbach an. Die Angriffe wurden abge⸗ schlagen. An einzelnen Stellen drang der Feind in unsere Stellungen ein und mußte in erbittertem Nahkampfe hinaus⸗ geworfen werden. Südwestlich vom Reichs acker kopf hält er noch ein Stück eines unserer Gräben besetzt. Tag und Nacht lagen die angegriffenen Fronten und unsere anschließen⸗ den Stellungen bis Dixdolshausen und bis zum Hil⸗ senfirst unter heftigem feindlichem Feuer. Wir nahmen 4 Offiziere und etwa 120 Mann, zum großen Teil Alpenjäger, gefangen.

Ein deutscher Kampfflieger zwang ein französisches Flug⸗ zeug bei Bapaure zur Landung. Das Flugzeug ist unver⸗ sehrt in unserem Besitz.

Kolmar wurde von feindlichen Fliegern mit Bomben beworfen, von denen 10 auf Häuser und Straßen der Stadt fielen; 1 Zivilist getötet, 1 Frau verletzt.-

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Oestlich von Popeljany und Kurschany zieht der Gegner vor unseren vordringenden Truppen ab. 5

Westlich von Schaulen wurde die letzte feindliche Ver⸗ schanzung im Sturme genommen und besetzt und die Verfol⸗ gung in östlicher Richtung fortgeführt. 5 2

An der Dubissa, östlich von Rossieny, durchbrach ein deutscher Angriff die russischen Linien. Auch hier wich der Gegner.

Südlich der Straße Mariampol⸗Kowno führte ein Vorstoß zur Fortnahme der Dörfer Kiekeryszki und Janowka. Drei hintereinander liegende russische Stellun⸗ gen wurden erobert. Ebenso waren Angriffe von Landwehr gegen noch gehaltene feindliche Stellungen nördlich von No⸗ wograd von vollem Erfolge begleitet. Die Russen gingen unter Zurücklassung von 2000 Gefangenen und 2 Maschinen⸗ gewehren zurück. 1

Weiter südlich am Narew wurde ein starkes Werk der Vorstellung von Rozan erstürmt; 560 Gefangene gemacht und 3 Maschinengewehre erbeutet. Der Gegner versucht an diesem Flusse hartnäckig Widerstand zu leisten. Die verzwei⸗ felten Gegenstöße mit zusammengerafften Truppen auf den Brückenkopfstellungen von Rozan, Pultusk und Nowo⸗ Georgiewisk mißlangen. Die Russen erlitten schwere Verluste. 1000 Gefangene blieben in unserer Hand. Die Blonia⸗Grojekstellung gewährte dem Feinde einen kurzen Aufenthalt. Unter dem Zwange unseres sich von allen Seiten verstärkenden Druckes begannen die Russen westlich von Grojek ihre Befestigungen aufzugeben und in östlicher Rich⸗ tung zurückzugehen. Unsere Truppen folgen dicht auf.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

In der Verfolgung erreichten die deutschen Truppen des Generalobersten v. Woyrsch gestern die vorgeschobene Brücken⸗ kopfstellung südlich von Jwangorod. Ein sofortiger An⸗ griff brachte sie in den Besitz der feindlichen Linien bei Wla⸗ dislawow. Um die anschließenden Stellungen wird noch gekämpft. 5

Zwischen oberer Weichsel und Bug hat sich der Gegner erneut den Armeen des Generalfeldmarschalls v. Mackensen gestellt. Trotz hartnäckigem Widerstande brachen österreichisch⸗ ungarische Truppen bei Skrzyniece⸗-Niedrzwica⸗ Mala(südwestlich von Lublin), deutsche Abteilungen süd⸗ östlich von Piaski und nordöstlich von Kras nostaw in die feindlichen Stellungen ein. Der Angriff ist im Fort⸗ schreiten. Oberste Heeresleitung. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht

Vorwärts überall in Polen.

Wien, 21. Juli.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart, 21. Juli 1915 mittags:

RNussischer Kriegsschauplatz.

Der Feind hat sich südlich der von Cholm über Lublin nach Jwangorod führenden Bahn neuerlich gestellt. Trotz

Esslöffel

oder 25 Gromm oder 1 Kaffeelot mit 1 Luer kochendem Wosser aberbrahen oder kolt ons etaen und kochen lossen]. So zuberestel schmeckt der-Kriegs-Kornfrenck- om besten. Kerlegs- Kornsronck ist eine Nschung von verschiedenen gemohlenen Rohstoffen. deren orgssltige Zusommensiellung dem Getränk eln besonders gutes Aromo verbchefst.