5 5 Deutschland; es sei notwendig, die ganze Nation einschließlich der
12 aufgegeben und die Bahnstrecke über Karungi gewählt worden. 18 Aus wecdshungsstatten für die Invaliden aus Rußland ist Hopa⸗ „für diejenigen aus Deutschland Trelleborg bestimmt worden
Rußland der Befreier der Völker
Englische Hilfe für die politischen Gefangenen.
0 Der Labour Leader teilt mit, daß in London sich ein Aus⸗ chuß gebildet habe, um den Zehntausenden von Waffen zu helfen, die die Russen selbst ins Ge⸗ fängnis geworfen haben, und deren einziges Verbrechen darin besteht, daß sie sich der Arbeiterbewegung an⸗ geschlossen haben. Die an und für sich kleinen Nah⸗ rungsrationen, die knapp zur Ernährung der Gefangenen
1 genügte, seien noch weiter eingeschränkt worden, und die
meisten der nach Sibirien Verbannten erhielten weder Geld noch Nahrung von der russischen Regierung, sodaß viele von ihnen buchstäblich Hungers sterben. An der Spitze des Aus⸗ schusses steht das englische Parlamentsmitglied Snowden.
Der deutsch⸗englische Verwundetenaustausch. g Berlin, 20. Juli.(W. B. Amtlich.) Nachdem kürzlich der zweite deutsch⸗-englische Schwerverwundetenaustausch durch Holland hindurch unter entgegenkommendster Mit⸗ wirkung der niederländischen Regierung und des niederländischen Roten Kreuzes in durchaus befriedigen⸗ der Weise stattgefunden hat, ist diesen beiden Stellen von dem Kaiserlichen Gesandten im Haag der wärmste Dank der deutschen Regierung übermittelt worden.
Neue englische Kriegskredite. London, 20. Juli.(Ctr. Frkft.) Reuter meldet: Die e Regierung legte im Unterhause heute eine neue riegkreditforderung von 150 Millionen Lstr. vor.
Munition und Frauenstimmrecht.
London, 20. Juli.(W. B. Nichtamtlich.) Ein großer Zug Frauen aller Klassen, die bereit sind, für die Munitions⸗ Herstellung zu arbeiten, bewegte sich am Samstag durch die
Londons. Eine Abordnung, an der Spitze die Frauenrecht⸗
lerin Pankhurst, wurde von Lloyd e Minister begrüßte die arbeitswilligen Frauen und führte aus: Bis⸗ Her arbeiteten 50 000 Mann in den Mimnitionswerken gegen 500 000
rauen zu organisieren. Die plane,
Regierung alle Werkzeug⸗
teigen dunkle Wolken auf, aber ich betrachte sie mit voller Zuversicht. s unbezwingliche Rußland wird den Sturm überwinden, wie es
abriken zu übernehmen. Lloyd George hielt darauf eine Aysprache gan die draußen versammelte Menge, in der er sagte: Im Osten
manchen Orkan zuvor überwand. Die Gegner werden zerstreut wer-
den. Rußland wird sich erneut und furchtbarer erheben und den großen demokratischen Völkern des Westens den großen Sieg für
tropas Freiheit erringen helfen. Eine Frau unterbrach den
inister mit dem Rufe: Wie stehtes mit dem Wahlrecht? fine dec George fuhr fort: Wir sind um zwölf Monate zurück. Wir ind bemüht, einen Feind zu fangen, der jahrelang seine Vorbereitun⸗ gen traf, aber wir werden es tun. Ich habe keine Zweifel, daß die
Nation, die so manchen Despoten in Europa niederwarf, es wieder
tun wird. Die Baumwollfrage
wird in Amerika immer brennender.
und der Ertrag muß abgesetzt werden; einmal, weil die Er⸗
zzeuger der Ware Geld für sie haben müssen, und das andere
Mal, besten Abnehmer für amerikanische Baumwolle war bis zum Krieg Deutschland. England weigert sich aber, Baumwolle mach Deutschland transportieren zu lassen. Gewisse Politiker Englands glauben, Deutschland könne vielleicht nicht aus⸗
gehungert werden, müsse aber in diesem Kriege klein bei⸗
geben, wenn es nicht genügend Baumwolle zur Herstellung]“
der Winterkleidung habe. Hier treten nun zwei große In⸗ teressengegensätze zwischen Amerika und England auf.
eueste Note, die Amerika an England richtet, berührt auch diese Frage. Infolgedessen sucht man jetzt in England nach einem Ausweg, um nicht mit Amerika in einen Konflikt zu kommen. Die Londoner Daily Expreß verlangt den Ankauf der gesamten Ueberschüsse der amerikanischen Baumwollernte, um dadurch Schritte der amerikanischen Südstaaten gegen die Konterbande⸗Erklärung der Baumwolle durch England zu berhindern. Einen solchen Ankauf werden sich die eng— lischen Kapitalisten jedoch erst zweimal überlegen. Die Baum⸗ ollfrage wird also noch weiter offen bleiben.
ne Warnung Amerikas an England.
London, 20. Juli.(Priv.⸗Tel., Indir., Ctr. Frlft.) Die Times meldet aus Newyork: An die englische Regierung wurde won den Vereinigten Staaten eine Note abgeschickt, in der gesagt wird, daß, um Mißverständnisse zu vermeiden, die amerikanische Re⸗ gierung, soweit die Interessen ihrer Bürger auf dem Spiele stehen.
auf der Aufrechterhaltung der Rechte und Prinzipien des Völkerrechts
für den Handel der Neutralen in einem Kriege bestehe, ohne sich auf Beschränkungen durch die englische Gesetz⸗ gebung oder königliche Verfügungen einzulassen. Die amerikanische Regierung werde auch die Urteilssprüche des Prisengerichts nicht anerkennen, die von den völkerrechtlich begründeten Rechten der amerikanischen Bürger abweichen und die sich lediglich nach der britischen Gesetzgebung richten. Die Note wird durch einen hochstehenden Beamten als eine Warnung gekennzeich⸗ net. Die amerikanische Regierung versolge genau die Geringschätzung Englands gegenüber den Rechten der Amerikaner in der Behandlung der Ausfuhr von Baumwolle, Fleisch, Tabak und anderen Artikeln und die Weigerung der englischen Regierung, die Amerikanern ge⸗ hörigen Güter im Werte von verschiedenen Millionen Pfund Ster⸗ Ling, die in Deutschland hergestellt worden sind, über den neutralen Hafen Rotterdam nach den Vereinigten Staaten gehen zu lassen. ö Staatssekretär Lansing hat den Vertretern der Presse eine Erläuterung der Note gegeben und gesagt, sie dürfe nicht mit der all⸗ gemeinen Note identifiziert werden, die binnen kurzem abgeschickt und worin gegen die englische Blockade derskandinavischen Küste protestiert werde. Diese Note werde darauf hinweisen, daß der amerikanische Handel mit Norwegen, Schweden, Dänemark und den Niederlanden durch die Blockade abge⸗ schnitten werde, während die Ostseeküste für den deutschen Handel mit Norwegen und Schweden offen stehe. Da England keine Kriegsschiffe nach der Ostsee schicke, um den Verkehr zu verhindern, geht die Be⸗ schwerde der amerikanischen Regierung dahin, daß ein umfangreicher Handel zwischen Deutschland und Schweden und Norwegen entstanden sei, von dem die Vereinigten Staaten in unrechtmäßiger Weise aus⸗ geschlossen seien.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. aas: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. O., Offenbach a. M.
Der
Die Ernte ist da
weil die Ware verwertet werden muß. Einer der]
Die 5
Geher Berdur
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 19. Juli 1915.
L. Rosenbaum& Jacob
am Oswaldsgarten.
Frantfurk e,, Slencprele n Gießen Ochsen 50 kg Schlachtgewich 1— 135 Mk.“ ½ kg 120124 Pfg. Kälber 777525 2 110 Pf%„ 100104„ Schweine ½„ 5 138118 ½„ 150—160„
Getreidepreise in Mannheim. Brotpreise in Gießen
Weizen 100 kg 29.70 Mk. Höchstpreis Weißbrot 2 kg Pfg. Roggen„ Höchstpreis] Schwarzbrot 2„ 71„
Bekanntmachung
Die Ausgabe der Brotmarkenhefte für die Zeit vom 28. Juli
bis 8. August d. J. findet Samstag, den 24. Juli 1915, vormittags 8—12 Uhr und nach⸗ mittags 2—6 Uhr statt.
Soweit den Anträgen auf Zuweisung einer erhöhten Brok⸗ menge stattgegeben ist, werden auf Verlangen diesbezügliche Brot⸗ markenhefte ausgegeben.
Es wird ersucht, die Brotmarkenhefte sofort auf die Vollständig⸗ keit des Inhalts an Abschnitten nachzuprüfen. Reklamationen, die später vorgebracht wßt. en, können nicht berücksichtigt werden.
Gießen, den 20. 140 1915.
* Oberbürgermeister: 22 Keller.
Bekanntmachung.
Aus der Stiftung der Daniel Moog Witwe zu Gießen sind am 2. Oktober 1915 die diesjährigen Zinsen im Betrage von 175,.— Mk. in Gaben nicht unter 20,.— Mk. an hiesige bedürftige, unbescholtene im Witwenstande lebende Bürger und Witwen von solchen zu ver⸗ geben.
Anmeldungen werden auf dem Städtischen Armenamt, Aster⸗ weg 9, bis 31. Juli l. J. entgegen genommen.
Gießen, den 17. Juli 1915.
Der Oberbürgermeister:
(Armenverwaltung.)
gez. Schenck zu Schweinsberg.
.
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