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Oberhesst
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Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
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Nr. 164
Gießen, Freitag, den 16. Juli 1915
10. Jahrgang.
Vom
Ein Mahnwort aus dem Fel de.
Ein an der Front kämpfender Genosse aus dem Wahlkreise Offenbach⸗Dieburg, bisher einer unserer eifrigsten und opfer⸗ willigsten Mitkämpfer, schreibt zu den gegenwärtigen Partei⸗ differenzen, zugleich im Namen vieler anderer im Felde stehender Genossen das folgende:
Das jetzige Tun und Treiben in unserer Partei fordert die Genossen im Felde heraus, auch einiges dazu zu sagen. Wenn wir im Felde seither das Verhalten unserer Genossen im Parlament und in der Presse verfolgt haben, wie sie sich auf das schärfste bekämpfen, so tat uns das sehr leid. Wir bedauern sehr, daß die Genossen keine Grundlage gefunden haben, auf der es möglich war, gemein sa m zu kämpfen. Es macht einen erbärmlichen Eindruck, wenn man sieht, wie gerade führende Genossen es sind, die, ohne auf die Partei Rücksicht zu nehmen, ihre Arbeit zum Schaden der Partei fortsetzen. Hier sieht man, daß einzelne Parteigrößen meinen, sie seien mehr als die anderen Genossen. Sonst könnte eine solche Unordnung nicht vorkommen. Wenn man von anderen Genossen verlangt, daß sie sich der Mehrheit zu fügen hätten, so gilt das doch für alle Parteigenossen. Anders kann eine Partei nicht bestehen. Wenn wir Demokratie fordern, so müssen wir diese auch bei uns selbst durchführen. Hier muß man nun sagen, daß seither schwere Fehler gemacht worden sind. Es ist recht traurig, daß gewisse Genossen immer die Reichstagsfraktion im Munde haben und alles, was ihnen dort nicht paßt, mit den Worten„Ver⸗ rat“, die„Partei hat abgedankt“,„Parteizusammenbruch“ usw. herabsetzen. Dabei hätten die Genossen ganz andere Arbeit und ganz wo anders hinzusehen.
Tatsächlich haben manche Genossen sich die Sache viel leichter ge⸗ dacht mit dem Abwirtschaften des Kapitalismus. Ich muß sagen, ich habe keineswegs erwartet, daß schon durch diesen Krieg der Kapitalismus zusammenbrechen und an seine Stelle der Sozialis⸗ mus treten würde. Man braucht nicht der klügste Kopf zu sein, um dieses zu sehen und zu begreifen. Trotzdem glaube ich fest, daß mit dem Fortschreiten der Entwicklung unser Ziel doch erreicht wird. Glaubt jemand, so wie die Situation im August v. J. war, ein Massen⸗ oder Generalstreik hätte etwas an der Lage ge— ändert, hätte den Krieg verhindert? Nein, haben wir ja selbst und auch die Genossen in anderen Ländern diesen Massenstreik ent⸗ schieden abgelehnt. Es ist nur an die Reden Bebels und Jean Jaures zu erinnern, in bezug auf die nationale Ver⸗ teidigung des Vaterlandes. Da kann man sicher sein, daß diese großen Führer auch nicht anders gehandelt hätten wie unsere Reichstagsfraktion. Es glaubte jeder er sei angegriffen und so ging es kunterbunt durcheinander. Man verstand sich nicht mehr. Da konnten die Fraktion und Partei nicht anders handeln, als sie getan haben. Und wir sehen, daß die führenden Genossen in den anderen Ländern darin noch weiter gegangen sind, wie die deutsche Sozialdemokratie. Sie halten es für selbstverständlich, daß auch der Sozialdemokrat nationales Gefühl haben und daß er sein Land verteidigen müsse. Von diesem Standpunkt aus haben alle Genossen in den einzelnen Ländern recht gehandelt. 5
Es ist nun höchst sonderbar, daß, während die Genossen in den anderen Ländern das für sich als Recht ansehen, sie dieses Recht unseren deutschen Genossen bestreiten. Und sehr bedauerlich ist es, wenn einzelne deutsche Genossen mithelfen, solche Ungerechtigkeit zu stützen. Wenn man die Presse verfolgt hat, muß man zugeben, daß die deutschen Genossen immer noch besser gehandelt haben als die französischen oder englischen Genossen. Diese können sich am aller⸗ wenigsten beschweren über die Haltung der deutschen Sozialdemo⸗ kratie. Noch nie hat in diesem Kriege die französische Fraktion im Parlament mit irgend einem Wort Einspruch erhoben gegen das Treiben ihrer Regierenden, zu denen jetzt ja freilich die Sozial⸗ demokraten selbst gehören. Wenn man fragt, so hört man: Ja, wir dürfen die Einheit und Geschlossenheit des französischen Vol kes nicht stören. Aber die deutschen Genossen, die dürfen das nicht nur, nein die müssen das tun. Eine sonderbaxe Logik. Wenn man dieses alles verfolgt, so muß man glauben, daß man es hier mit Sozialdemokraten überhaupt nicht mehr zu tun hat. Man darf nur die Anregung, die Abhaltung einer Konferenz im Haag betreffend, betrachten und die Tatsache, daß sie nicht stattfinden konnte, weil die französischen und andere aus⸗ ländische Genossen sich nicht daran beteiligen wollten. Hier sieht man so recht, an wem es liegt, wenn über den Frieden nicht zu reden ist und die internationalen Bande nicht wieder herzustellen sind; ganz zu schweigen von den Reden Vanderveldes, die ganz im Sinne eines Imperialisten gehalten sind. Und doch sollte man von dem Vorsitzenden der Internationale für die allgemeine Friedens⸗ arbeit ganz anderes erwarten. Wenn man alles seither Geschehene betrachtet, so muß man sagen, daß es auf unserer Seite nicht fehlte, über Friedensarbeit mit den anderen Genossen sich zu verständigen. Deshalb kann ich aber auch nicht den Aufruf der Genossen Haase, Bernstein und Kautsky verstehen. So gut er gemeint sein mag, er war nach meiner Meinung vollständig überflüssig. Aber auch der Aufruf des Parteivorstandes war nach alledem, was vorliegt, nicht richtig. Ich kann da nur Worte finden, die in dieser Situation gar keinen Eindruck machen. Wir Genossen im Felde kennen die Haltung der Genossen in den einzelnen Ländern zum Kriege. Wir wissen hier im Felde, daß es an unseren Genossen nicht fehlt, sondern es fehlt an den Genossen in Frankreich, England und Belgien. Ein kleiner Schimmer von Verständnis scheint ja in letzter Zeit bei diesen aufzutauchen, ob er wirksam genug sein wird, um durchzudringen, wird die Zukunft lehren.
Auch die Annexionspolitik bekämpfen wir deutschen Sozialdemokraten und machen diese nicht mit; die letzte Zeit hat das aufs neue bekräftigt. Betrachten wir aber die Gegenseite, die Ge⸗ nossen insbesondere in Frankreich, so hörte man ganz andere Worte und hört sie heute noch. Wenn man Hervé hört und was er alles für Forderungen erfüllt haben will, ehe es Frieden gibt, so müssen wir als Sozialdemokraten im Felde uns sagen:„Wir kämpfen
mit aller Energie und Ausdauer, bis dem Gegner wieder das Bewußtsein gekommen ist.“
Vandervelde will eine Neugestaltung Europas auf der Grund⸗ lage der Nattonalität. Probleme, die sehr schwer oder gar nicht zu lösen sind. Er weiß immer was anderes, dieser belgische Minister, nur vom Frieden will er nichts wissen, bis Deutschland am Boden liegt. So bleibt unserer Partei nichts anderes übrig, als an ihrer Taktik vom 4. August 1914 festzuhalten. Die Partei kann sich darauf verlassen, daß sie die große Mehrheit der Genossen im Felde hinter sich hat. Nach dem Kriege wird sich das klar zeigen. Wir im Felde wissen und erkennen an, was die Partet geleistet hat und heißen auch ihre Abstimmungen gut. Und die, die den Mund so voll nehmen und mit dieser not⸗ wendigen und selbstverständlichen Haltung nicht einverstanden sind, diesen kann man nur sagen:„Reden ist leichter als handeln.“
Wir haben nach dem Kriege große und schwere Fragen zu lösen. Es ist deshalb notwendig, daß jene Genossen zu Hause mit ihrer Wühlarbeit zum Schaden der Partei aufhören. Sie müssen sich doch bewußt werden, daß gerade jetzt die Einigkeit der Partei am notwendigsten ist. Sonst befürchten wir im Felde, daß die Partei auf die spätere Entwicklung der Lage keinen Ein⸗ fluß mehr hat. Und das wäre doch höchst schädlich für die Inter⸗ essen der Arbeiterklasse. Wir rufen deshalb aus dem Felde unseren Genossen in der Heimat zu: Vereinigt Euch, macht die Partei groß und stark, damit ihr Einfluß wächst und wir hier draußen im Felde daran Freude haben. Und wenn einzelne ihre häßliche Kritik nicht lassen können, so gehe man daran vorüber mit dem Bewußtsein, seine Schuldig⸗ keit im Sinne der Parteigenossen getan zu haben und weiter tun zu wollen. L. R.
* 1* Gewaltmaßnahmen des Vierverbandes gegen 8 Griechenland..
Nachdem in Griechenland Venizelos wieder die Ober- hand gewonnen hat, steigen die Hoffnungen des Vierverban⸗ des unermeßlich. Nach einer Meldung der Nea Himera in Athen beabsichtigt die englische Regierung, Venizelos, sobald er wieder an die Regierung gelangt ist, den Vorschlag zu machen, ein englisches Expeditionskorps von hundertfünfzig⸗ tausend Mann in Saloniki zu landen, das gemeinsam mit den griechischen Truppen gegen die Türkei marschieren soll. Bulgarien soll aufgefordert und allenfalls gezwungen werden, die verbündeten Truppen passieren zu lassen.
Um zum Ziel zu gelangen, wird der griechische Handel mit allen Mitteln der Schikane bedacht, sodaß sowohl die Venizelospresse, als auch die Regierungspresse immer ener⸗ gischer wirksame Maßregeln verlangen gegen die Erpressungs⸗ versuche Englands dem griechischen Handel gegenüber. Nea Himera schreibt: Die Belästigung der griechischen Schifffahrt sei unberechtigt, da bewiesen sei, daß sie nie Konterbande⸗ Geschäfte betrieb. Falls es nicht die Absicht der Entente sei, durch Abschließung Griechenland zwangsweise in den Krieg zu verwickeln, sei es unklug in politischer Beziehung, diese Taktik weiter zu verfolgen; denn wenn der griechische Handel künftig weiter unterdrückt werde, wird jeder Grieche ein⸗ sehen, daß die Ententemächte nicht Freunde, sondern Feinde seien.
Auch die italienisch⸗griechischen Beziehungen gestalten sich sehr unfreundlich. Wie es scheint, revanchiert sich Italien für das Eindringen der griechischen Banden in das Hinter- land Valonas durch die Lahmlegung der Bewegungsfähig— keit der griechischen Handelsflotte im Adriameer.
Die Arbeitslosigkeit in Italien.
(IK) Italienische Gewerkschaftsberichte und andere Blätter sind sich darin einig, daß die Kriegsnot, die in Italien zuerst der Lin⸗ derung bedarf, die Arbeitslosigkeit ist, die in geradezu schrecken⸗ erregendem Maße angewachsen ist. Mit dringenden Vorstellungen der bitteren Not wenden sich Gewerkschaften, die Societa Umani⸗ taria und verschiedene Gemeinde- und Staatskomitees an die Oeffentlichkeit und bitten, möglichst auf Arbeitsbeschaffung hinzu⸗ wirken, vor ällem keine Angestellten zu entlassen, Chauffeure, Köche, Kutscher, Kellner beizubehalten, den Erntearbeitern abzuraten, in die Stadt zurückzukehren usw. An die Regierung und die Gemeinde⸗ behörden ist von derselben Seite der Antrag gestellt worden, die Ar⸗ beiten in Zuchthäusern, Asylen, Gefängnissen usw. einzustellen und
sie dafür den Arbeitslosen und den aus dem Ausland Heimgekehrten
zu übergeben.
Trotz aller Hingebung an die Lösung des Problems sehen sich die Hilfskomitees einer nicht einzudämmenden Flut von Aufgaben gegenüber. Das größte Hindernis eines geordneten Arbeitsnach⸗ weises und einer Kontrolle des Arbeitsmarktes sind die großen Scharen von Arbeitslosen, die sich weigern, sich registrieren zu lassen, und als undissplinierte Lohndrücker von Ort zu Ort ziehen. Ge⸗ rade dort, wo es den Verbänden mit Mühe geglückt ist, für die Landarbeiter Löhne durchzudrücken, die einigermaßen im Verhältnis zur enormen Erhöhung der Lebensmittelpreise stehen, tauchen diese Schwärme gern auf und bieten sich auf Straßen und Plätzen den Bauern zu Hungerlöhnen an und demoralisieren so den ganzen Markt, den die Verbände eben mühsam etwas organisiert hatten.
Es ist unter diesen Umständen nicht zu verwundern, daß man von dem Auswanderungsverbot, das noch vor kurzem ganz rigoros gehandhabt wurde, nunmehr Abstand nehmen will. In den letzten Junitagen fanden im Mailand Sitzungen der verschiedenen Aus⸗ wanderungshilfsausschüsse statt, wobei die Frage besprochen wurde.
eltkrieg.
Graf Gallina, der Vertreter der Regierungskommisston für das Auswanderungswesen, teilte mit, daß nunmehr, wenigstens für eit beschränkte Zeit, die Auswanderung von nicht Militärpflichtigen die verbündeten Länder erlaubt sei.
Der Entschluß wird motiviert nicht etwa mit der Unmöglichkeit
die Arbeiter im eigenen Lande zu versorgen, sondern mit Heraustreten Italiens aus der Neutralität. Ihre strikte Beobach⸗ tung hätte nicht zugelassen, daß italienische Arbeiter in kriegführen⸗ den Ländern für Herstellung von Kriegsmaterial, wie das besonders von Deutschland aus verlangt wurde, verwendet würden. Wahlen im Zeichen des Burgfriedens. Der Bund der Landwirte hat den Burgfrieden recht: ge⸗ schickt dazu benutzt, solche seiner Parteigänger in die Parla⸗ mente zu bringen, die in normalen Zeiten auf den schärfsten Widerspruch der bürgerlichen Parteien— mit Ausnahme der Konservativen natürlich— gestoßen waren. Wir nen nur den Geschäftsführer des Bundes der Landwirte, Dr⸗ Roesicke, der 1912 gleich in zwei Wahlkreisen durchstel⸗ ferner den bündlerischen Agitator, Rittergutsbesitzer Au dem Winkel, und jetzt ist in dem erledigten Landtags⸗ wahlkreis Wittenberg⸗Schweinitz, einer der Führer der dem Bund der Landwirte nahestehenden Lehrervereinigemg Hauptlehrer Hermann⸗Friedersdorf aufgestellt worden. 10
* Gegen den Lebens mittelwucher.
Wie der Berl. Lok.⸗Anz. mitteilt, haben sich die digen Reichsstellen zu einem tatkräftigen Vorgehen gegen die Verteuerung des Lebensmittelunterhaltes entschlossen. nahmen gegen die künstliche Verteuerung des Zuckers nach dem Blatte in Aussicht genommen; ferner soll alles ge⸗ tan werden, um der Bevölkerung eine ausreichende sorgung mit Eiern zu sichern. Ferner sei erwähnt, daß auch die Fleischfrage in tatkräftiger Bearbeitung befindet. Der Vorstand des deutschen Städtetages hat dafür einen Unterausschuß eingesetzt, der mit der Untersuchung der ver⸗ schiedenen vorgeschlagenen Mittel beschäftigt ist. Das schreibt am Schlusse seiner Ausführungen: Man wird mit Befriedigung vernehmen, daß die leitenden Stellen eifrig an der Arbeit sind, um den Kampf gegen die Teuerung durchzu⸗ führen. Mögen sie dabei alle Tatkraft aufbieten! Die öffentliche Meinung wird sie in jeder Weise unterstützen, um zu sichern, was wir alle einmütig wollen: das Durchhalten.
Rumänisches Getreide für Deutschland.
T. U. Haag, 15. Juli. Die Times melden aus Mythilene: Ein großer Teil der letzten Kornernte in Rumänien werde wegen des Mangels der Ausfuhr(wegen Schließung der Dardanellen) wahr⸗ scheinlich nach Deutschland und Oesterreich gehen. Aus Buk wird dazu gemeldet, daß große Mengen Getreide für deutsche Rech⸗ nung angekauft wurden, die jetzt an Bord von Donauschiffen in rumänischen Häfen liegen. Die Regierung werde aus nationale Gründen ein völliges Ausfuhrverbot von Getreide nach Deuts kaum erlassen können.
Das neue englische Heer in Frankreich
angekommen.
T. U. Amsterdam, 14. Juli. Das englische Hauptquar. tier meldet unterm 12. Juli: Teile des neuen Heeres, deren Ankunft geheim gehalten wurde, haben ihre Laufgräben erreicht.
Hoffnungslose Opfer an den Dardanellen.
Laut Berliner Tageblatt veröffentlicht der Daily Tele⸗ graph sehr ernste Nachrichten von den Dardanellen. Es sei nicht ein Wort zu viel gesagt, heißt es in dem Bericht, wenn man behaupte, daß an den Dardanellen eine Armee unter den ungünstigsten Bedingungen kämpfe. Die Türken würden allein genügt haben, um die Lan⸗ dungsexpedition in eine verzweifelte Lage zu bringen. Es kommt hinzu, daß sie unter deutscher Führung ständen. Die Deutschen hätten glänzende Methoden, sich schnell zu ent⸗ scheiden; und sie hätten den Krieg auf eine wunderbare Höhe gebracht. Die Halbinsel Gallipoli bildet ein geni⸗ ales Verteidigungswerk, das von den Deutschen und Türken zu einer einzigen tatsächlich unbesiegbaren Festung ausgebaut sei. Den Engländern bleibe nur möglich, den Schluß zu ziehen, daß die Dardanellenaktion ein nahezu hoffnungsvolles Opfer war und sei.
Vorbereitungen der Russen. Petersburg, 14. Juli.(W. B. Nichtamtlich.) Minister des Innern befahl allen Gouverneuren, im Falle des Einrückens des Feindes die Bevölkerung zu beruhi⸗ gen und beim Verlassen alle Lebensmittel und Futtermittel mitzuführen, sowie alle Kupfer- und Messingsachen, Türklinken und Kirchenglocken zu ent ⸗
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