Bei Bielzun, nordöstlich Sierpz, wurde eine rus⸗ sische Abteilung zurückgeschlagen. In Polen sonst keine Veränderung.
Oberste Heeresleitung.
Ein französischer Bericht.
Rotterdam, 28. Jan.(Tu.) Wie das Boulogner Blatt Telegramme auf Grund von Bexichten eines Augenzeugen meldet, haben die Deutschen die nach Lille führende Straße besetzt und blockiert. Sie stehen weniger als 10 Kilometer von Armentieres, das sie regelmäßig bombardieren. Am letzten Sonntag fielen ihre Geschosse in La Chapelle de Armentieres, eine wichtige industrielle Vor⸗ stadt, wo viele Fabrikgebäude beschädigt wurden. In Armen⸗ tieres müssen die Bewohner abends 8 Uhr in ihren Wohnun⸗ gen sein und dürfen kein Licht brennen.
Franzosen hinter der Front.
Das Berl. Tagebl. meldet aus Basel: Ein Artikel von Descaves im Pariser Journal bestätigt, daß Tausende von französi⸗ schen Soldaten hinter die Front gebracht werden mußten, weil sie den Anstrengungen nicht gewachsen waren. Da die Ausstattung der Depots ungenügend ist, wird das Publi⸗ kum aufgefordert, Geld dafür zu spenden.
Bevorstehende Räumung Lembergs? Wien, 28. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Die Zeitungen geben eine Meldung Lemberger Blätter wieder, nach denen am 12. Januar in Lemberg durch Straßenplakate bekannt gegeben wurde, daß die Russen aller Wahrscheinlich nach bald genötigt sein werden, aus strategischen Rücksichten die Stadt Lemberg zeitweilig zu räumen. Es ergehe demnach an d. 4 Bevölkerung die Aufforderung, gegebenenfalls sich ruhig zu verhalten und anläßlich der nur vorübergehenden Besetzung der Stadt durch die Feinde keinerlei Demonstrationen zu veran⸗ stalten, zumal die Russen nach Lemberg zurückkehren und die
Stadt dem Feinde unter keiner Bedingung für die Daucl gutwillig überlassen würden.
General Pau in Polen? Genf, 28. Jan.(Etr. Frkft.) Nach einer Meldung aus Besancon an hiesige Blätter soll der wahre Zweck der Reise des Generals Pau nach Rußland nicht die Ueberbringung einer Auszeichnung an den Großfürsten Nikolaus sein, sondern Pau soll den Befehl einer russischen Armee in Polen übernehmen.
Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Erfolge unserer Verbündeten.
Wien, 28. Jau.(W. B. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver⸗ lautbart: 28. Januar 1915, mittags. Nunmehr ist auch das Naon⸗ Ag⸗Tal vom Feinde gesäubert. Der in dieses Tal bis in die Gegend nördlich Dekermezö mit stärkeren Kräften vorge⸗ drungene Feind mußte gestern seine letzte, gut besestigte Stellung aufgeben. Torouya wurde von uns genommen, in der Ver⸗ solgung Vyszkow erreicht, wo der Kampf gegen feindliche Nach⸗ huten erneuert begann. Auf den Höhen nördlich Veserszal⸗ las und bei Volovee versuchten die Russen nach Einsetzung von Verstärkungen nochmals ihre verlorene Hauptstellung wieder zu gewinnen; sie wurden zurückgeschlagen und verloren hierbei 700 Gefangene und fünf Maschinengewehre. An der übrigen Karpathenfront keine wesentliche Aenderung der Situation. Oestlich des Nagy⸗Ag⸗Tales herrscht Ruhe.
In Westgalizien und Polen kleinere Aktionen.
Der Stellvertreter des Chefs de⸗ Generalstabs:
v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
Nach Sibirien verschickt.
Kopenhagen, 28. Jan.(W. B. Nichtamtlich.)
daß der frühere Präsident des finulschen Landt
dem nördlichsten bewohnten Punkte des K 5 Narym auf der
äußersten Grenze des Gouvernements Tobolsk verschickt wurde.
Swinhufhud ist der erste und einzige, der in diese unwirtliche Gegend verschickt worden ist.
Der Suez⸗Kanal geschlossen! Amsterdam, 28. Jan. Die holländische Regie⸗ rung hat folgendes Telegramm erhalten: Die Militär⸗ behörden ergreifen Maßregeln, um die Schiffahrt auf dem Suezkanal stillzulegen. Die Kanalgesell⸗ schaft übernimmt keine Verantwortung mehr für Schaden oder Verzögerung der Schiffahrt. Seit heute mittag konnte
kein einziges Schiff mehr in den Suezkanal einlaufen. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.
Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H.,
Artilleriekämpfe und
Rjetsch meldet, Swinhufhub nach
Offenbach a. M.
Vereinskalender. Samstag, 30. Januar. Heuchelheim. Arbeiter⸗ Bildungsverein. Abends 9 Uhr Mitgliederversammlung bei Wirt Ludwig Schäfer. Vortrag.
Sonntag, den 31. Januar: Launsbach. Freie Turnerschaft. Abends 9½9 Uhr:
Versammlung.
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von 1914(Kriegsanleihe) können vom
Belianntmachung. Die Zwischenscheine zu den 5% Reichsschatzanweisungen
1. Februar d. J. ab
Behrenstraße 22, statt. Außerdem übernehmen sämtliche
nissen können dort in Empfang genommen werden.
der Stücknummer mit ihrem Firmenstempel zu versehen.
in die endgültigen Schazanweisungen mit Zinsscheinen umgetauscht werden. Der Umtausch findet bei der„Umtauschstelle für die Kriegsanleihen“, Berlin W 8
einrichtung bis zum 25. Mai d. J. die kostenfreie Vermittlung des Umtausches.
8 f Die Zwischenscheine sind mit Verzeichnissen, in denen sie nach Serien und innerhalb der Serien nach Beträgen und Nummern geordnet einzutragen sind, während der Vor⸗ mittags dienststunden bei den genannten Stellen einzureichen; Formulare zu den Verzeich⸗
Firmen und Kassen haben die von ihnen eingereichten Zwischenscheine oben rechts neben
Der Umtausch der Zwischenscheine zu den 5% Schuldverschreibungen des Dentschen Reichs von 1914(Kriegsanleihe)— unkündbar bis 1. Oktober 1924— findet vom
1. März d. J. ab
Reichsbankanstalten mit Kassen⸗
:: Mir verkaufen solange Vortt: noch zu billigen Preisen.
Bali Herber
Bekanntmachung.
Die Auszahlung der Familienunterstüßungen für 1. b 15. Februar an die Angehörfgen der zum Hecresdiense E. nen findet: 0
Montag, den 1. Februar, Dienstag, den 2. Februar,
Mittwoch, den 3. Februar, Donnerstag, den 4. Februar, Freitag, den 5. Februar, W lerattags don 8—1 Uhr, im Stadthaus Zimmer Nr. 16 statt. Gießen, den 27. Januar 1915. 1 Der Oberbürgermeister: eller.
Verkauf von Kolonialwaren.
Die Stadt Gießen hat aus einem übernommenen Warenlager größere Mengen Kolonialwaren abzugeben.
Verzeichnisse der Vorräte der einzelnen Warengattungen nebst
sind bei dem Tiefbauamt, Asterweg 9, er⸗
bei dem
Angebotsvordrucken hältlich. Angebote hierauf sind bis spätestens 3. Februar Unterzeichneten einzureichen. Gießen, den 27. Januar 1915. Der Oberbürgermeister: Keller.
Kartoffelverkauf durch die Stadt.
Der Verkauf vom Speisekartoffeln durch die Stadt findet vor⸗ erst nicht mehr statt. Gießen, den 28. Januar 1915. Der Oberbürgermeister: Keller.
Bekanntmachung.
Schulgeld an der höheren und erweiterten Mädchenschule.
Durch Beschluß der uo
30. Juli 1914 ist das Schulgeld mit Wirkung vom 1. April 1915 wie folgt festgesetzt worden: 5 a) für die höhere Mädchenschule g
für die Klassen 1— 7 auf jährlich 130 Mark,
für die Klassen 8—10 auf jährlich. 120 Mark. b) für die erweiterte Mädchenschule
für die Klassen 1—4 auf jährlich 72 Mark,
für die Klassen 5—8 auf, jährlich 60 Mark.
Für beide Schulen erhöht sich das Schulgeld für Schülerinnen, deren Eltern nicht in Gießen, aber im Großherzogtum Hessent wohnen, um 12 Mark jährlich und für Schülerinnen, deren Eltern nicht im Großherzogtum Hessen wohnen, um 20 Mark jährlich.
Gießen, den 21. Januar 1915.
Der Oberbürgermeiser: Keller.
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Marktplatz 2
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Purteigenosen Oberhessische
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Direktion: Hermann Steingoetter
bei der„Umianschstelle für die Kriegsaule'hen“, Berlin
22. Juni— statt.
Bestimmungen. 5 Berlin, im Januar 1915.
Havenstein. v. Grimm.
sämtlichen Reichsbankanstalten mit Kasseneinrichtung— bei letzteren jedoch nur bis zum
Im übrigen gelten für ihn die für den Umtausch der Reichsschatzanweisungen getroffenen
Reichsbank Direktorium. 0
Freitag, den 29. Januar 1915, abends 8 Uhr
9. Freitag⸗Abonnements⸗Vorstellung
Johannisftuer.
Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann. Ende nach 10%½ Uhr.
Gewöhnliche Preise(ermäßigt.)
W 8, Behrenstr. 22, sowie bei
Sonntag, den 31.
Volkszeitung!
— Januar 1915, nachmittaas 3˙½ Uhr:
Wie einst im Mai
Posse mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Rudolf Bernauer und Rudolph Schanzer. Musik von Walter Kollo und Willy
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