ülschen fin- auch die darüber en it, t an, daß det nut rzõgerunt ndestat⸗ licht, de
eine Quelle des Ertrages zu öffnen, sondern um das Wohl und die Sicherheit der Nation zu gewährleisten.“ Heute sei aller theoretischer Streit zum Schweigen gebracht, es gelts nicht mehr abzuwägen, ob es besser sei, dem Staat oder der Privatwirtschaft die Möglichkeit unbegrenzten Herrschens über ein Wirtschaftsprodukt zu gewähren; die Liebe zum Vaterland sei über alle Doktrinen gestellt:
„Hinter dem bescheidenen Titel der neu erordn steckt die Entscheidung der eines der eee Prinzipien. Der Staats bemächtigt sich des Privateigentums um es zum Besten des Volkes zu verwalten. Diese scheinbar so einfache Lösung aller Fragen der Volkswohlfahrt ist in Friedens⸗ tagen als eine der schwierigsten Aufgaben angesehen worden. Je mehr sich in der Wirtschaft das Großkapital als re⸗ gierender Herrscher aufführen konnte, desto häufiger tauchte die Frage auf, ob man wichtige Naturprodukte, die zum Unterhalt des Volkes dienen, überhaupt dem Einfluß privater Willkür überlassen dürfe.. Es gehört nur ein kleines Maß von Einsicht dazu, um zu erkennen, daß, wenn das Reich sich zu einer so umfassenden Begrenzung des Privateigentums ent⸗ schließt, der Zwang ein unabweisbarer sein muß.“
Aer hätte noch vor einem Jahre solche Ausführungen in einem offisziösen Blatte für möglich gehalten? Und wem drängt sich nicht die Nutzanwendung auf, die sich aus solchen Lehren auch für den Frieden ergibt? Auch im Frieden bleibt der Hunger ein gefährlicher Feind, und wenn es gilt, ihn oder sonstiges Massenelend in seiner mannigfachen Gestalt zu bekämpfen— wir erinnern nur an die Wohnungsnot—, da darf nicht das Interesse einer kleinen Minderheit, darf nicht die bestehende Eigentumsordnung für seine Verfolgung zur unübersteigbaren Schranke werden.
Der neue Generalquartiermeister.
Großes Hauptquartier, 27. Jan.(W. B. Amtlich.) Zuan Generalquartiermeister ist anstelle des zum Kriegs⸗ minister ernannten Generals Wild v. Hohenborn der Gene⸗ ralleutnant Freiherr von Freytag⸗Loringhoven er⸗ nannt worden.
Die Ueberlebenden des„Blücher“.
Kopenhagen, 28. Jan.(T. U.) Ritzau meldet aus Leith: Zwei Torpedojäger haben hier 50 Mann der Be⸗ satzung des deutschen Kreuzers„Blücher“ gelandet. Man glaubt, daß diese Ueberlebenden nicht in der früher ange⸗ gebenen Zahl mit eingerechnet sind, die vom Kreuzer„Lion“ gelandet wurden.
Aus der französischen Kammer.
Paris, 28. Jan.(Wg. Nichtamtlich.) Der Temps meldet: Der Kammerausschuß, welchr über die Beurlaubung der im Felde stehenden Deputierten bestimmen sollte, bat den Kriegsminister um UÜbermittelung einer vollständigen Liste der einberufenen Deputierten und Angabe, wie sie an der Front verwendet würder. Auf den abschlägigen Bescheid des Kriegsministers besjloß der Ausschuß, am Donnerstag vor der Kammersitzung zu erörern, ob dem Zwischenfall eine weitere Folge zu geben sei.
Die Kollennot in Frankreich.
Lyon, 28. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung der Nouvlliste de Lyon erklärte der Minister der öffentlichen Arbeiten Sembat im Kammerausschuß für Berg⸗ werkswesen, die Reierung beabsichtige, die Kohlenproduktion in Frankreich zu boschleunigen, indem sie alle bei den Fahnen befindlichen Bergeute in die Bergwerke zurückschicke.
Ein franzisischer Flieger tödlich getroff u. Paris, 28. Jan(Privattel. Tul.) Auf einem Rekognoszierungs⸗
Ffluge nach den detschen Stellungen im Oberelsaß ist der fran⸗
zösische Aviatiker. Montmian, der als Kriegsfreiwilliger ins Heer eingetreten mar, tödlich verunglückt. Montmians Flugzeug wurde von den Datschen unter Maschinengewehrfeuer genommen, und bereits nach krzer Zeit hatte der Flieger selbst mehrere Ver⸗ wundungen erlitta. Er hatte noch die Kraft, seinen Apparat innerhalb der frazösischen Linien zum Landen zu bringen. Er erlag jedoch dann den erlittenen Verletzungen. Montmian war der erste Schliler Pegouds und selbst ein tollkfühner Koyfflieber. Das französische Fliegerkorps erleidet durch seinen Tod einen empfindlichen Veust. 5 Sensatönelle Verhaftung in Paris.
Genf, 28. an.(T. U.) Die Verhaftung des General— schatzmeisters Tsclaur erregt in Paris großes Aufsehen. Mit ihm wurdeseine Geliebte eine wohlhabende Dame, fest⸗ genommen, di in Paris ein großes Luxusgeschäft leitet. Es wird ihner nicht nur Diebstahl an Militärlieferungen vorgeworfen, sodern auch Unregelmäßigkeiten in der Finanz- verwaltung de Heeres. Desclaux, der Kabinettschef von Caillaux gewen war, hatte zu Beginn des Krieges den Posten eines Seuereinnehmers der Stadt Paris inne. Seine Geliebte wird nngeblich auch der Spionage verdächtigt.
Teuru nes vavalle in Italie.
Mailank 28. Jan.(T. U.) Die römische Gazetia del popolo meldet schwere Teuerungskrawalle aus der Provinz Syrakus. namentlich in Atoria und Seieli. Die Menschen ziehen, Brot und Getreide verlatend. vor die Gemeindehäuser. In Scieli stürmte die Menge basbemeindehaus und die Getreidespeicher. Die Polizei, die die Plündung verhindern wollte, wurde mit Steinwürfen empfangen. W Palermo sind bereits Truppen dorthin abgegan⸗ gen. Nach awren Meldungen aus Bari begeben sich dort die Frauen nach in Gemeindehause mit der Forderung um Nahrung. Der Bürgermster befahl sofort den Ankauf großer Mengen von
nd Ponta auf Gemeindekosten.
. in Mailand fast täglich, sozialistische Demon⸗ strationen gen die Versuche der Revolutionäre und Republikaner statt, Gedenksern für die gefallenen Garibaldiner zu veranstalten. Die sozialisthen Anhänger der Neutralität stören diese Demon⸗ strationen u den Rufen:„Abasso la guerra! Polizei und Gendarmerionuß jedesmal einschreiten, um die Ordnung wieder⸗
herzustellen. 5 15 9 75 1 b. ducsuch auf den grlechischen König?
Konstatinopel, 28. Jan.(T. U.) Mehrere Blätter be. richten übe instimmend, aus Dedeagatsch angelangte Reisende hätten erzilt, in Dedeagatsch sei auf den griechischen König vor einer zoche, als er von einer Truppeninspektion na 1 der Stadtnfektur zurückkehrte, ein Attentat verübt worden. Der Attenter hätte zwei Schüsse auf den König abgegeben. Ob diese froffen hätten oder nicht, wird nicht angegeben. Es ist vie icht auch nicht bekaunt geworden, da die Polizei den Vorgg möglichst geheim hält. Angeblich haben die Gegner de Ministerpräsidenten Veniselos dem Attentäter die Waffen geben.
Hessen und Nachbargebiete.
Gießen und umgebung. Die laute„Vaterlaudslie le“.
Die Deutsche Tageszeitung läßt in ihrem Feuilleton bei einem Zwiegespräch einen Feldgrauen folgendes sagen: 2 Daheimgebliebenen seid komische Käuze— ihr macht jetzt förmlich in Vaterlandsliebe. Ihr singt Lieder mit greulichen Texten, ihr dichtet, daß den Zeitungsleuten die Augen tränen von dem pielen Lesen. Ihr gebt vaterländische Abendunterhaltungen, ihr sitzt am Biertisch und redet mit lauter Stimme von der Vater⸗ landsliebe! Wird euch das nicht bald selbst zuwider? Uns Heim⸗ kehrenden ist es das schon längst!“ 1 Wir konstatieren gern diesen seltenen Fall, mit der Deutschen Tageszeitung ganz einverstanden zu sein. Die hier geäußerte Mei⸗ nung wurde von uns stets vertreten, auch in normalen Zeiten. Häufig hat uns diese Haltung aber von jener Seite den Vorwurf der Vaterlandslosigkeit eingetragen.
Aus den Verlustlisten. 3 Landwehr⸗Infanterie⸗Regiment Nr. 116. Gesechte am 1., 2., 4., 8., 9., 10. und 13. Januar 1915.
1. Komp.: Wehrm. Joh. Phil. Müller, Lampertheim, Bens⸗ heim, low.— J. Komp.: Jakob Grünewald, Lampertheim, Bens⸗ heim, tot.— Gefr. Engelbert Brehm, Ober⸗Roden, Dieburg, low. — Wehrm. Joh. Aug. Grimm, Münster, Dieburg, low.— Wehrm. Johs. Fell, Gernsheim, Groß⸗Gerau, schow.— 4. Komp.: Wehrm. Georg Feith, Schaarhof, Baden, tot.— Wehrm. Heinr. Ludwig Freund, Groß⸗Neustadt, Dieburg, low.— Wehrm. Emil Gottfr. Heyl, Groß-⸗Neustadt, Dieburg, low.— Ers.⸗Res. Joh. Lud. Albert, Dietesheim, Offenbach, low.— Ers.⸗Res. Wilhelm Nungesser, Niederramstadt, Darmstadt, low.— 5. Komp.: Wehrm. Heinrich Bach, Ulfa. Schotten, low.— Gefr. Jakob Dingeldein, Erbach, schow.— Gefr. Karl Seim I., Kestrich, Alsfeld, low.— Wehrm. Heinr. Seipp III., Ehringshausen, Alsfeld, low.— Wehrm. Heinr. Pirr, Großen⸗Linden, Gießen, low.— Wehrm. Walter Hierony⸗ mus, Michelstadt. Erbach, schuw.— 6. Komp.: Gefreiter Philipp Müller, Heidelbach, Alsfeld, low.— 11. Komp.: Wehrm. Heinrich Strobel, Wetzlar, low.
— Kriegskosten der Stadt. Bisher sind von der Stadt Gießen für Unterstützung der Angehörigen der Kriegsteil⸗ nehmer und Einquartierungsgelder etwa 250 000 Mark ver⸗ ausgabt worden. Besonders die Zulage zu den Einquartie⸗ rungsgeldern stellen eine große Summe dar. Aber es muß dabei betont werden, daß die Stadt dadurch mit Unterbrin⸗ gung der Einquartierung bedeutend einfacher und leichter war, als das in vielen anderen Städten der Fall war, wo man Massenquartiere auf städtische Kosten errichtete. Und es muß gesagt werden, daß auch die Einwohnerschaft dabei eher einen Vorteil hatte, als wenn es so gemacht worden wäre, wie von anderen Städten erwähnt wurde.— Die Stadt muß weiter Kosten aufwenden für Anschaffung von Fleisch⸗ Dauerware. Hierfür hat die Stadtverordneten-Versamm⸗ lung gestern 100 000 Mark bewilligt. Zusammen mit den Kosten für Einquartierung und Unterstützung der Familien sind bis 1. April rund 500 000 Mark nötig. Die Stadtverord⸗ neten⸗Versammlung bewilligte gestern einen Kredit in dieser Höhe.
— Die Auszahlung der Familienunterstützungen für 1. bis 15. Februar an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen findet Montag, den 1. Februar, Dienstag, den 2. Februar, Mittwoch, den 3. Februar, Donnerstag, den 4. Februar und Freitag, den 5. Februar, vormittags von 8—1 Uhr im Stadthaus, Zimmer Nr. 16 statt.
— Die Herstellung und Beschaffung von Fleischdauer⸗ waren wird bekanntlich in einer Bundesratsverordnung von den Gemeinden usw. verlangt. Diese werden dadurch vor eine neue Aufgabe gestellt, deren Lösung ihnen manches Kopf— zerbrechen bereitet. Es muß aber für die Volksernährung gesorgt werden und deshalb müssen sich die Städte schon an die Sache heranmachen. bereits erhebliche Mittel zu diesem Zwecke bewilligt haben. Sieht sich die Sache auch schwierig an, so müssen doch Mitten und Wege gefunden werden, sie durchzuführen. Zu dieser Frage hat der Zentralvorstand deutscher Konsumvereine dem preußischen Ministerium für Landwirtschaft u. a. geschrieben. Es erscheint nicht ohne weiteres feststehend, daß das Fleischer⸗ gewerbe und die Fleischwarenindustrie, unterstützt durch Ge— meindeverwaltungen und Genossenschaften, sowie die Ge— nossenschaften mit Fleischereibetrieben, das starke Angebot an Schweinen zwecks Herstellung von Dauerwaren bewältigen können. Die breite Masse der industriellen Bevölkerung in den Großstädten und Industriegebieten ist durchaus unfähig selbst schlachten zu lassen, Wurst zu machen, zu pökeln und zu räuchern, weil ihr die Kenntnis dieser Materie und alle Ein— richtungen dazu absolut fehlen. Es besteht die Gefahr, daß durch ein Mißverstehen des Mahnrufs, aus vaterländischer Gesinnung heraus, auch diese Kreise den Versuch machen, sich selbst Schweinefleischdauerwaren herzustellen und infolge ihrer Unkenntnis und des Mangels an Hilfsmitteln die be— arbeiteten Fleischmengen verderben. Andererseits versteht sich die landwirtschaftliche Bevölkerung, vor allen Dingen die Bauern und die Industriearbeiter, die in der Umgebung der Städte wohnen und Schweinezucht betreiben, durchaus auf die Herstellung von Schweinefleischdauerwaren. Diese Kreise oflegen jedes Jahr für den eigenen Bedarf Schweine einzu⸗ schlachten, Wurst zu machen, zu pökeln und zu räuchern und nur den Teil ihrer Schweineproduktion, den sie selbst nicht verwenden, lebend auf den Markt zu bringen. Das starke Angebot an lebenden Schweinen würde wesentlich nachlassen, wenn die gesamten landwirtschaftlichen Kreise energisch an⸗ gehalten würden, auch ihren Produktionsüberschuß selbst zu schlachten und in Schweinefleischdauerwaren umzuwande und alsdann zur gelegenen Zeit auf den Markt zu bringen um so mehr, als gerade diese Kreise in verhältnismäßig viel stärkerem Maße, als der landwirtschaftliche Großgrundbesitz. sich mit der Schweinemast befassen. Vir stellen daher in die geneigte Erwägung eines königlichen Ministeriums für Land⸗ wirtschaft, Domänen und Forsten, auf geeignetem Wege— etwa durch die Landwirtschaftskammer— auf die genannten Bevölkerungskreise einzuwirken, damit diese in erster Linie angehalten werden, die Schweine jetzt nicht lebend auf den Markt zu bringen, sondern selbst zu schlachten und Schweine⸗ fleischdauerwaren herzustellen. Das ist gar nicht übel gedacht,
Von vielen wird berichtet, daß sie
hat aber auch noch manches gegen sich. Will jemand aus den hier aufgeführten Kreisen die Schlachtungen selbst vornehmen, so muß er dafür erheblichen Aufwand machen und es fragt sich, ob die Minderbemittelten dazu imstande sind. Immerhin verdient diese Anregung Beachtung; jedenfalls würde auf diese Art am besten dafür gesorgt, daß die Fleisch⸗ ware nickt verdirbt.
Parteidifferenzen in Frankfurt. Wie wir seiner Zeit berich⸗ teten, waren in Frankfurt auf Richtungsunterschieden beruhende Zwistigkeiten zwischen der politischen Redaktion der Volksstimme und einem Teile der Preßkommission ausgebrochen. Die Preßkom⸗ mission hatte daraushin die Einstellung eines neuen Redakteurs in die politische Redaktion beschlossen und auch die von der Frankfurte Parteigenossenschaft gewählten Mitglieder der Preßkommission hatten im Gegensatz zu ausdrücklichen Beschlüssen der Vertrauens⸗ männerversammlungen dieser Anstellung zugestimmt. Die Ver⸗ trauensmänner der Frankfurter Parteigenossen haben darauf mit 1 130 gegen 9 Stimmen eine Entschließung angenommen, in der es hieß:
„Die Vertrauensmännerversammlung des Sozialdemokrati⸗ schen Vereins Frankfurt a. M. nimmt mit Protest davon Kenntnis, daß die Preßkommission, im Gegensatz zu den Beschlüssen der Ver⸗ trauensmännerversammlungen, die Anstellung eines weiteren poli⸗ tischen Redakteurs für die Volksstimme vornahm. Sie erblickt in diesem Beschluß eine schroffe Brüskierung der Frankfurter Ge⸗ nossen, die diese unmöglich hinnehmen können.
Die Vertrauensmänner sind nach wie vor der Ansicht, daß die Vollksstimme im Sinne der Gesamtpartei redigiert werden soll... Sie erblicken in der Anstellung des neuen Redakteurs den Ver⸗ such, Richtungsstreitigkeiten und Mißhelligkeiten in die politische Haltung der Volksstimme zu tragen, und eine unerträgliche finan⸗ zielle Belastung des Unternehmens, die jetzt um jeden Preis zu ver⸗ meiden find. g
Um diese Gefahr zu verhindern, steht sich die Vertrauensmän⸗ nerversammlung nunmehr gezwungen, einer sofort einguberufenden Generalversammlung folgenden Antrag zu unterbreiten:
„Unter Berufung auf die Erklärung der Frankfurter Dele⸗ gierten auf der Bezirkskonferenz im Oktober 1909 in Frankfurt a. M. in der die Frankfurter Genossen sich ausdrücklich das Recht vorbehalten haben, über geschäftliche Angelegenheiten der Volks⸗ stimme und der Uniondruckerei— die von ihnen gegründet sind — zu bestimmen, werden der Frankfurter Parteivorstand, die Frankfurter Mitglieder der Preßkommission, sowie die schafter der Uniondruckerei und der Volksstimme boauftragt, unter Zuzichung auswärtiger Kreisvertretungen die Verwaltung des Preßunternehmens in die Hand zu nehmen.“
Diese außerordentliche Generalversammlung hat nunmehr stattgefunden. In ihr wurde der Antrag der Vertrauensmänmer trotz Abwesenheit vieler auf dem Standpunkte der Vertrauensmän⸗ ner stehender Genossen mit 217 gegen 130 Stimmen angenommen, und außerdem noch ein Zusatzantrag folgenden Inhalts:
„Die Generalversammlung erklärt ausdrücklich, daß mit diesem Beschluß die Mandate der Frankfurter Delegierten zur bisherigen Preßkommission erloschen sind.“
— Heuchelheim. Auf die Mitgliederversammlung des Ar⸗ beiter⸗Bildungsvereins, die auf morgen, Samstag., abends 29 Uhr, bei Wirt Ludwig Schäfer anberaumt ist, sei an dieser Stelle hin⸗ gewiesen. In dieser Versammlung wird Gen. Vetters⸗Gießen iber das Wirken und die Bedeutung von Jaureés sprechen Die Mitglieder wollen für zahlreichen Besuch der Versammlung sorgen, die jetzt ohne ohnehin nur selten stattfinden können.
Kreis Alsseld⸗Laulerbach.
Aus dem Vogelsberg. Ein tödlicher Unfall ereig⸗ nete sich am Montag im Gemeindewalde von Groß⸗Eichen. Dort waren Holzmacher beschäftigt, die einen Baum zu Fall brachten. Dabei konnte sich der eine, Bachmann aus Gr.⸗Eichen, nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen, er wurde von dem stiir⸗enden Baume getroffen und war sofort tot. Der Mann stand im 60. Lebensjahre.— Es wird in Zeitungen berichtet, daß die Füchse jetzt stark überhand genommen hätten, weil die meisten Jäger im Felde seien; der Pächter Müller in Schotten habe in kurzer Zeit 18 Füchse erlegt. So sehr schlimm ist's damit nicht. Uebrigens sollte man die Vernichtung des Fuchses nicht gar zu stark betreiben, die Tiere haben ihren Nutzen, es sind bekanntlich gute Mäusevertilger.
Kreis Marburg⸗irchhain.
* Marburg. Die Leiche des seit Wochen vermißten Schnei⸗ dermeisters Maurer aus Goßfelden wurde gestern oberhalb der Schützenpsuhlbrücke an der Lahn geländet. Es ist anzunehmen, daß Herr Maurer auf dem Weg von Marbura nach seinem Hei⸗ matsort in die damals aus ihren Ufern getretene Lahn geraten ist. Ein Verbrechen scheint jedenfalls ausgeschlossen.
T elegramme. Tahesbericht des Großen Hauptguartiers.
Die französi chen Verluste bei Craonne. Vorstößse i Ober⸗Elsaß blutig ab ewiesen. In: O en kleine Scharmützel.
W. B. Großes Hauptquartier, 28. Jan., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz:
An der Flandrischen Küste wurden die Ortschaften Mittel⸗Keerke und Slype von feindlicher Artillerie beschossen. g
Auf den Craonner Höhen wurden dem Feinde wei⸗ tere, an die gestern eroberten Stellungen anschließende 500 Meter Schützengraben entrissen. Französische Gegenangriffe⸗ wurden mühelos abgewiesen. Der Feind hatte in den Kämpfen vom 25. bis 27. Januar schwere Verluste; über 1500 tote Franzosen lagen auf dem Schlachtfelde, 1100 Gefangene, ein⸗ schließlich der am 27. Jan. gemeldeten, fielen in die Hände un⸗ seuer Truppen.
In den Vogesen wurden in Gegend Senones und Barde Sapt mehrere französische Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen. 1 Offizier, 50 Franzo⸗ sen wurden gefangen genommen. Unsere Verluste sind ganz
ering. f Im Ober⸗Elsaß griffen die Franzosen auf der Front NRieder⸗Asbach— Heidweiler— Hirzbacher Wald unsere Stellungen bei As bach, Ammerzwei⸗ ler, Heidweiler und Hirzbacher Wald an. Ueber- all wurden die Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind abgewiesen. 350 8 5
Besonders stark waren seine Verluste südlich Heidwei⸗ ler und südlich Ammerzweiler, wo die Franzosen in Auflösung zurückwichen. 5 französische Maschinengewehre blieben in unseren Händen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Unbedeutende feindliche Angriffsversuche Gumbinnen wurden abgewiesen.
nordöstlich


