Ausgabe 
19.1.1915
 
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r die Interessen des werktäti obinz Oberhessen und der Na

gen Volkes

chbargebiete.

Nedaktton und Expedition Gießen, Babnbefstrahe 23. Ecke Löwengaffe. Telephon 2008.

Jnserate kosten die ö mal gewalr Kolonelzeile oder deren Raum 15 wfg. Bei größeren Aufträgen Ra att Anzeigen wolle man bis abends 7 Abr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben

Gießen, Di ustag, den 19. Januar 1915

10. Jahrgang

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nan 5 baun 1 805 de Solkssettuns erscheint jeden Werktag Abend in acer N 8 270 onnementspreis beträgt wöchentlich 15 Vfg. monatlich Jae 0 0 a emschl Bringerlohn Durch die Vost begogen vierteliährl. 10 M. cum, 0

Nr. 15 f me, a Gast. vald Nr. Nr. 20, und ih, 6 Wiediedenfcher beiteriberdengr ae Wie die dentschen Arbeiter über den Krieg denken l Eine ausländische Stimme. 4, Ueber das obige Thema schreibt ein bekannter Mitarbeiter 6 K A. Schweizer. Arbeiterblätter in der Schweiz. Metallarbeiter⸗Ztg.:

öWie die deutschen Arbeiterführer über diesen Krieg enken, das wußte ist schon seit dem August. Auch was die Ar⸗ bach 1 8 iter 1 esse über das Thema zu sagen hatte, war mir als

glichem Besucher desEintracht-Lesezimmers in Zürich hinläng⸗ 8 2 Uhr ch bekannt.

Difritte 5 Aber wie die Arbeiter selber über diesen Krieg denken, *. Lm 8 war nirgends zuverlässig zu erfahren. In der Presse kommen 42 Jen 2 ihre Meinungen nicht zum Ausdruck, denn die Zensur herrscht Fe, treng und. unerbittlich. Die öffentlichen Versammlungen sind fa st änglich ver boten, und da, wo sie stattfinden, muß der Red⸗ ler seinen Vortrag vorerst der Militärbehörde vorlegen und sich N= md sreng an sein Manuskript halten. Außerdem sind Diskussionen in abet fentlichen Versammlungen verboten. Auf gewöhnliche Weise er⸗ Fun ührt man also über die Stimmung weiter Arbeiterkreise nichts. 5. Ich beschloß deshalb, es auf ungewöhnliche Weise zu versuchen. kraus⸗ das heißt: wenn der Berg nicht zu Mohammed kommt, muß gecher, ammed zum Berge gehen. Auf meiner Reise von Zürich bis

zeit ins östliche Deutschland

' ö machte ich deshalb in Lindau, in ünchen, in Hof, in Plauen, in Leipzig und in Dresden, wo ich überall gut bekannt war, längeren Halt, um mit Arbeitern in un⸗ E Fühlung zu treten. Ich sprach dort mit ihnen im Wirts⸗ ö lause, in ihren Vereinslokalen, im Tram und auf der Straße, ich * ging in ihre Volkshäuser und in die Wartesäle, wo sie zu Hunderten

auf die Vorortzüge angewiesen sind.

Und das Resultat all dieser Umfragen? Ich habe unter den underten von Arbeitern, die ich während 14 Tage in den ge⸗ kunnten Städten gesprochen habe, fast keinen einzigen ge⸗ offen, der anderer Meinung gewesen wäre als die deutsche sozialdemokratische Reichstagsfrak⸗ on- die bekanntlich an den Tagen des 4. August und 2. Dezem⸗ ber für die Kriegskredite eingetreten ist.

Fast keinen einzigen! Hingegen versicherten alle, daß M nicht einen Augenblick über die Stellung der Fraktion im Jveifel gewesen wären, daß sie sie alle erwartet und als gegeben trachtet hät Wir waren ja angegriffen!

validen⸗ können bezahlt

N ä .

nd.

Das erklärte man mir in

So erzählten mir auch die Verwundeten, die ich da

selben als etwas

ch.

Ich habe die Ueberzeugung gewonnen, daß es unmöglich in wird, den deutschen Arbeitern je den Glauben an das zuerst agegriffene Vaterland zu nehmen oder ihn auch nur zu erschüttern. Man erzählte mir, daß die Begeisterung in der ersten

Einzel- Nit derart groß gewesen sei, daß die Arbeiter in den Fabriken, 5 unn ein deutscher Sieg gemeldet wurde, dieWacht am Rhein Abgabe bungen hätten, Organisierte sowohl als Unorganisierte. 1

Und es war kein bloßer Rausch. Man war sich meist der Schwere des Augenblicks vollauf bewußt: offen erklärte man: bewiß, wir empfanden mit unseren Junkern und Aus⸗ Wmutern nichts Gemeinsames. Aber bank der Schule s Sozialismus waren wir auch genügend aufgeklärt, um zu Issen, daß es uns unter russischer Herrschaft weit (limmer ergehen würde. Und nicht nur unter russi⸗ ter! Wir haben in unsern Gewerkschaftsblättern häufig genug gen können, daß es die belgischen und französischen Arbeiter in nen Vaterländern nicht einmal so weit gebracht haben lis wir unter der preußischen Reaktion: die Löhne in diesen lindern, hieß es da, seien meist niedriger und die Arbeits⸗ N nt länger als die unsrige Von dem bißchen vo liti scher beiheit, das die belaischen und französischen Arbeiter mehr

en als wir, konnten sie sich weder satt essen noch sonst etwas

0 N len. Sie blieben Proletarier wir wir, ja sie waren noch Jahr Proletarier als wir. Und ste alle haben keinen siens lugenblick gezögert für ihr Vaterland einzu⸗ besen ten: ihre parlamentarischen Vertreter haben ebenso wie hl. Kere einmütig für die Kriegskredite ge⸗ N m mt 9 1 9 8 a 1 So und ähnlich sprachen auch bayerische und sächsische Arbeiter . u mir. Diese Einmiitigkeit hat mich gerodezu erschreckt: es dere mir lieber gewesen, ich hätte das Gegenteil gehört, allein es 1 dire lächerlich, so zu tun, als wäre diese Stimmung nicht vor- anden. Ich erzählte den Arbeitern da und dort, man rechne in nEintracht in Zürich bestimmt darauf, daß die Arbeiter Autschlands ihre bisherigen Führer nach dem N zum Teufel sagen werden. Aber da hat man mich aus⸗ del acht und erklärt:Wir wählen im Gegenteil noch einige

b. Atzend mehrehinein in den Reichstag! Kann man eine solche Stimmung dadurch beseitigen, daß man, 1. Trotzku und andere es tun, sich die Ohren zustopft?

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fig ei zählten ich sprach solche

Wie mir Reschstagsabgeordnete erz

in der Mehrheit und solche von der Vierzehner-Minderseit. die

N t war die Stim⸗

5 der Fraktion gegen die Bewilligung eintra ö 1

1 ung der Arbeiter in den ersten Kriegswochen w e en ne ö eprägter und vernehmlicher als heute. Die 1 0 u Arbeiter sei derart gewesen, daß jeder Gedanke, an de 721 1 1 audeln als sie wollten, ans Absurde gegrenzt hätte: daß se 0 10¹ un, wenn die Fraktion Nein gesagt hätte, die Massen 15 r⸗ 1 üllert wären, daß sede andere Haltung der Fraktion. 55 en kassen einmütio desavoniert worden wäre. e Or⸗

ihre Mitgliedsblicher sich eldet, ohne auch sein der⸗

N 177 hätten in den ersten Augusttag l. bie Gewerkschaftsbureaus gebracht und sich abgem 1 dum. 1 Augenblick daran zu denken, daß es anders

11

te, hätten die Mobilmachung und die Folgeleistung zu

einer späteren Revolution.

und französische

5 ganz Selbstverständliches ange⸗ sehen; sie würden jedem, der ihnen etwas anderes gesagt hätte, ins Gesicht gelacht haben.

Wäre es anders gewesen: die 14 der Minorität hätten sich wenigstens unter einen Hut bringen lassen und sich zu einem Protest aufgeschwungen. So aber bei dieser Stimmung der Arbeiter, die seit dem 1. August deutlich zu erkennen war sei das gussichtslos gewesen. Nur zwei oder drei Wahlvereine hatten schleunigst Stellung genommen und ihren Abgeordneten strikte be⸗ auftragt, gegen die Kredite zu wirken.(2) Allein die stramme Disziplin der Fraktion hinderte sie zu tun, was Liebknecht trotz dieser Disziplin am 2. Dezember getan; immerhin sind ihrer mehrere vor der Abstimmung hin ausgegangen, haben also wenigstens nicht für die Kredite gestimmt. Das eine Mal waren es etwa acht, das andere Mal zehn oder zwölf.

Ich hatte auch Gelegenheit, einige Mitgliederversammlungen sozialdemokratischer Wahlvereine zu besuchen. Hier herrscht noch Redefreiheit: keine Zensur stört die Diskussionen, keine polizeiliche Ueberwachung hindert an der freien Aussprache. Allein auch hier herrschte fast nur eine Meinung, waren die Gegner an den Fingern einer Hand abzuzählen.

Und eine Frage drängte sich mir auf: Muß man nicht die Haltung der Abgeordneten ganz, ganz anders bewerten, 110 0 wan die Stimmung derer kennt, die ihnen das Mandat gaben?

Der Stimmungsumschwung in Rußland?

Der Frkft. Ztg. wind aus Berlin geschrieben:

Von erusthafter Seite sind uns aus einer der größten Städte Rußlands Nachvichten zugegangen, die erkennen lassen, daß in den letzten Wochen ein wesentlicher Stimmungsumschlag in der rüsfsischen Bevölkerung, namentlich in der Bevöl⸗ kerung Südrußlands, eingetreten ist. Von der Begeiste rung, die in den ersten Monaten des in allen Volksschichten durchaus populären Krieges vorhanden war, ist nicht viel übrig geblieben. Die Zahl der Friedensfreunde wächst, und es mehren sich auch die Stimmen, die der kritiklosen Deutschenhetze offen entgegen⸗ treten und dem deutschen Volk und seinem Heere Gerechtigkeit wider⸗ sahren lassen. Wie stark dieser Stimmungswechsel, den wir gewiß nicht überschätzen wollen, ienmerhin sein muß, geht daraus hervor. daß weitverbreitete Organe Südrußlands ihn in ihren Spalten deutlich zum Ausdruck gebracht haben und trotz der zeitweilig von der Militärbehörde verfügten Konfiskation auch weiter zun Aus⸗ druck bringen.

Jetzt veröffentlicht nun die B. Z. am Mittag einen Bericht aus Sofia, der sich zum Teil mit den uns gewordenen Informationen deckt und in dom cs heißt:Hier sind vertrauliche Berichte aus Petersburg eingelaufen, denen zufolge der Konflikt zwischen dem

Zaren und dem Generalissimus Nikolai Nikolaje⸗

witsch sich in der letzten Zeit derart verschärft hat, daß bereits die Absetzung des Generalissimus erwogen wird. Die ruf sische Friedenspartei gewinne täglich an Einfluß, zumal nach der allgemeinen Ueberzeugung, daß Rußland den Krieg wirtschaftlich hüchstens noch drei Monate fortführen könne. Für den baldigen Aus⸗ bruch innerer Unruhen seien zwar keine Anzeichen vorhanden, dafür aber lägen sichere Merkmale vor für die Unabwend barkeit Diese werde diesmal nicht von den Arbeiterklassen, sondern von den weiten Schichten der Bauern⸗ bevölkerung ausgehen und somitbeinen ungeheuren Umfang annehmen. Eingeweihte Kreise bringen mit diesen von sehr ernster

Seite stammenden Informationen auch die neuesten fieberhaften Be⸗

mühungen der Russen und Engländer in Verbindung, alle neu⸗ tralen Staaten zum unverzüglichen Anschluß an den Dreiverband zu bewegen. Besonders die Engländer lügen den Neutralen fast täglich vor daß bald Rumänien, bald Italien oder gar Bulgarien in den Krieg eingreifen würde und machen die lächerlichsten Versprechungen, um auch die übrigen zum Anschluß

zu bewegen. Rußland brau t Ged.

Der oft offiziös benutzte Rußkoje Slowo in Petersburg erörtert in einem Leitartikel die nanziellen Schwierigkeiten Rußlands und fordert England auf, Rußland unverzüglich zu Hilfe zu eilen. Wenn dies nicht in wenigen Wochen geschehe, so wäre Rußland gezwungen, mit Deutschland und Oester⸗ reich⸗-Ungarn einen Separatfrieden zu schließen. Bald nach Beginn des Krieges(am 4. September) hätten sich zwar Rußland, Frankreich, England, Belgien und Serbien ver⸗ oflicktet, keinen Separatfrieden abzuschließen. Aber diese

Verpflichtung ziehe auch jene andere nach sich, die Kosten ge

meinsam zu tragen, besonders jetzt, wo die Türkei Deutsch land und Oesterreich-Ungarn zu Hilfe gekommen sei, Wenn

England Rußland die finanzielle Unterstützung verweigern sollte, so wäre Rußland gezwungen, den Krieg in einer für Rußland anständigen Weise zu erledigen.

Rußkoje Wjedomosti, eine andere Petersburger Zeitung will nun aus autoritatiwer Quelle erfahren haben, daß zranzösische und enalische Kreditinstitute Rußland einen Kredit bis zur Höhe von 1/% Milliarden Frank eingeräumt haben. Von dieser Summe entfällt auf Eng lands Anteil eine Milliarde, auf Frankreich 500 Millionen. Da infolge der Aufhebung des Moratoriums in Frankreich

guch die dort lagernden Gelder des russischen Staates frei

werden, so werde Rußland über freie Kredite von ungefähr

700 Misssanen Rubel verfügen. Diese Summe werde genügen. Bluttaten Vergeltung siben könnten.

um die Coupons der Anleihen und die Bestellungen im Aus⸗ land zu zahlen. In Frankreich sei für Anleihen ungefähr 170 Millionen und in Deutschland 80 Millionen zu zahlen. Es sei Vorsorge getroffen, daß die Coupons feindlicher Staatsangehöriger auch in neutralen Ländern nicht gezahlt werden. Man brauche also für den Schuldendienst nur 220

Millionen. Nufsische Korruption.

(T. U.) Aus Petersburg wird gemeldet: Die Mißbräuche und Beschwerden haben sich derart gehäuft, daß der ehemalige Peters⸗ burger Stadthauptmann, General Dratschewski, vom Zaren ange⸗ wiesen wurde, eine strenge Untersuchung einzuleiten und die am meisten kompromittierten Gouvernements zu bereisen. Die erste Folge dieser Inspettionsreise des Generals, der reiches Unter⸗ suchungsmaterial mitgebracht hat, ist, wie die Rußkija Wjedomosti berichtet, eine Erschltterung der Stellung des Ministers des Innern, Maklakom, dessen Rücktritt bevorsteht. Auch von dem Rücktritt anderer Beamter wird gesprochen. 1

Scheinkriegsschisse. N

Ueber Amerika gehen bürgerlichen Blättern Nachrichten zu, nach denen in der letzten Zeit von der englischen Admirali⸗ tät über 100 ältere Passagierdampfer aufgekauft worden sind, die in aller Heimlichkeit mit Zement und Steinen beladen werden und zum großen Teil durch Holzaufbauten in Schein. kriegsschiffe umgewandelt werden. Die Dampfer sind wie die richtigen Kriegsschiffe angestrichen, haben hölzerne Ge⸗ schütze und sogar Aufbauten, wie sie sonst nur Kriegsschiffe besitzen. Sie sollen Kriegsschiffen täuschend ähnlich sehen. Einige dieser Scheinkriegsschiffe sind in Belfast hergerichtet worden und schon fertiggestellt. Der frühere Kapitän der Olympic, H. J. Haddock, ist im Auftrage der Admiralität in Belfast mit diesen geheimnisvollen Vorbereitungen be⸗ schäftigt. Von bedeutenderen Schiffen sind für diesen Zweck angekauft wurden: Von der White⸗Star⸗Linje dieCevic, von der Dominion-Linie dieMerion, von der Royal-⸗Mail⸗ Steam⸗Paket⸗Linie dieOruba und dieOrotava und von der Cunard⸗Linie dieCampania. 1

Der Zweck dieser Bauten ist natürlich Geheimnis. Die wahrscheinlichste Annahme ist die, daß die Schiffe in ähnlicher Weise, wie das im spanisch-amerikanischen Kriege Leutnant Hopson mit dem Hafen von Santiago de Cuba tat, dazu dienen sollen, für uns wichtige Häfen und Seewege zu blockieren. Es wird behauptet, daß die Schiffe an der belgi⸗ schen Küste verwendet werden und weiter durch die dänischen Gewässer gegen Kiel vorgehen sollen. Vermutlich aber ist mindestens in gleichem Maße ihr Zweck, die Angriffe von Unterscebooten und deutschen Kriegsschiffen auf sich zu ziehen und dadurch von den echten Kriegsschiffen abzulenken. Bei der außerordentlichen Gefährdung, der diese durch nichts verteidigten und vom ersten Volltreffer in Splitter ver⸗ wandelten Scheinkriegsschiffe ausgesetzt sind, ist es etwas unwahrscheinlich, daß die Freiwilligen zu ihrer Besetzung so stark herbeiströmen, wie das in England unter der Hand ver⸗ sichert wird.

N 7 8 6 Der Krieg im Orient.

Versenkung des UnterseeebootsSaphir.

Konstantinopel, 17. Jan.(W. I;. Nichtamtlich.) Das Hauptquartier teilt Einzelheiten über die Versenkung des französischen UnterseebootesSaphir, das gestern am Ein⸗ gang der Dardanellen zum Sinken gebracht wurde, mit. Das Unterseeboot wollte sich dem Eingang der Dardanellen nähern, um sich zu zeigen. Hierbei stieß es auf eine Mine und sank. Die Bemühungen unserer Motorbootbesatzungen, die Ueber⸗ lebenden zu retten, bilden eine edle Antwort gegenüber den Akten der Unmenschlichkeit, die von unseren Feinden be⸗ gangen worden sind.

Das Hauptquartier berichtet weiter: Unsere im Kaukasus operierenden Truppen setzen seit einigen Tagen an der Grenze einen erbitterten Kampf gegen die Russen fort, die beträcht⸗ liche Verstärkungen erhalten haben.

Nußsi che Greuel im Kauk eus.

Die Südflawische Korrespondenz meldet aus Konstantinopel: Die an amtlicher Stelle einlaufenden Berichte von dem Kom⸗ mandanten der türkischen Kaukasus⸗Armee melden über uner⸗ hörte Greneltaten, welche die russischen Soldaten und insbesondere die Kosaken au der wehrlosen mohammedanischen Bevölkerung im Kaukatus verüben. Hunderte von Frauen, Kindern und Greisen seien Opfer von Pogromen geworden, welche die abziehenden russi⸗

schen Truppen in den mohammedanischen Siedlungen veranstalte⸗ ten. Sabah erklärt, daß die russischen Schandtaten so unerhört seien, daß es unmöglich wäre, Einzelheiten der dokumentarisch vorliegenden Darstellungen wiederzugeben. Das Blatt fragt an. ob man in Rußland nicht befürchten müsse, daß die Türlen für diese Die vollständige Nieder⸗