nommen, diesem seine Erwägungen vorzutragen. Der Kanzler hat sich, so sehr er das Ausscheiden dieses ausgezeich⸗ neten und hochverdienten Mitarbeiters bedauert, dem Ge wicht seiner Gründe nicht entziehen können und die Befür⸗

wortung des Abschiedsgesuches zusagen müssen. Als der Deutschen Bank Wirkl.

Nachfolger ist der Direktor Legationsrat Prof. Dr. Helffer ich in Aussicht genommen. Wahrscheinlich wird seine Ernennung zum Staatssekretär so zeitig erfolgen, daß er bereits den Reichshaushaltsetat für 1915, der, wie bekannt, einen wesentlich formellen Charakter tragen wird, im Bundesrat und Reichstag ein⸗ bringen kann.

Keine Illusionen.

Im Hamb. Echo lesen wir: 2

Es ist von der auf sehr schwachen Füßen stehenden Opposition innerhalb unserer Partei mit Vorliebe behauptet worden, daß alle, die die Haltung unserer Reichstagsfraktion und die des größten Teils unserer Parteipresse billigten, sich in schwerer Selbsttäuschung befänden. Es würden Illusionen genährt, die nach dem Kriege große Enttäuschungen hervorrufen müßten. Da ist uns nun ein mit sieben Unterschriften(lauter Parteigenossen aus Hamburg und Um⸗ gegend) versehener Feldpostbrief zugegangen, dem wir das folgende entnehmen, weil es zeigt, wie wenig von solchen Illusionen. zum wenigsten bei unsern am Kriege aktiv beteiligten Genossen, die Rede sein kann. Der Verfasser, ein langjähriger Organisator un⸗

serer Partei, schreibt:

Als der Krieg ausbrach, handelte es sich um das Sein oder Nichtsein unserer Nation, mit der auch wir standen oder fielen. Durch den Aufmarsch des rufsischen Heeres an unferer Ostgrenze kam uns die Gefahr einer russischen In⸗ vasion mit erschreckender Deutlichkeit zum Bewußtsein. In dieser Stunde mußte die Kriegserklärung kommen, mu ße die deutsche Nation einmütig das Schwert ziehen, mußten wir wahr machen, was wir so oft im Parteistreit mit unsern Gegnern betont hatten, nämlich, in der Stunde der Gefahr werden wir die Flinte auf den Buckelnehmen und unser Vaterland zu ver⸗

teidigen wissen. Wenn wir auch keine großen Kapitalfen unser eigen nennen und um diese fürchten müssen, so haben wir doch unser Heim, unsere Familie, die deutsche Kultur und nicht zu vergessen unsere politischen, gewerkschaftlichen und nofsenschaftlichen Organisationen, die wir in jahr⸗ zehntelangem mühevollem Ringen aufgebaut haben, zu schützen, zu verteidigen und zu erhalten. Im Hinblick auf diese proletarischen Errungenschaften sagen wir, wir sind stolz darauf und wollen sie uns erhalten, weil wir uns der Aufgaben bewußt sind, die wir für die Befreiung der Arbeiterschaft aus privatkapitalistischer Fessel zu erfüllen haben. In Konsequenz dieser Auffassung mußten wir die geforderten Kriegskredite bowilligen. An unserer gru ud⸗ sätzlichen Gegnerschaft gegen den Krieg wird dadurch nicht ein Jota geändert. Wir wissen uns auch frei von der Auf⸗ fasfung, da ßnach dem Kriege der proletarische Emanzipationskampf leichter wird. Der Krieg wird unzweifelhaft eine ganze Angahl kleiner bourgediser Eristenzen vernichten, ins Heer der Nichtsbesitzer hinabschleudern und die Konzentration des Kapitals beschleunigen. Dem dadurch konzentrischeven Willen des Kapitals gegenüber hat die aufstrebende Arbeiterschaft unstreitig einen schweren Stand. Trotz alledem herrscht hier nur eine Meinung darüber, daß die Partei und die Fraktion und unsere Presse nur so handeln konnte, wie sie gehandelt hat. Wenn jetzt einige Genossen unshistorisch⸗ökono⸗ misch begreiflich machen wollen, die Partei habe traditionell andere Wege zu wandeln, so haben wir für deren Auffassung nur ein ver⸗ ständnisloses Kopfschütteln. Die heilsamste Lehre für die superklugen Leute wäre, sie müßten die Gefahren das Feldes mit uns teilen, dann würden ihnen die aus mächster Näße gesehenen Verhältniste schon eine andere Meinung einbläven. Dann würde ihnen wohl auch zum Vewußtsein kommen, daß hier allgemeine und von der Nation natürlich außer ihnen wohl verstandene völ⸗ kische Interessen die Bewegungstendenz angeben, deren Er⸗ kennen aber wohl außerhalb ihrer Begriffssphäre liegt. Wir, die verratene Masse, verstehen, warum unfere Vertreter im Neichs⸗ tage so handeln mußten: wir sind selbst angesichts der Gefahr des

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eventuellen Todes bereit, ibnen auf dem betretenen Weg e

weiter zu folgen. Wir kennen ja auch nytdürftig unsern Marr und unser Programm und werden uns das feste Ver⸗ trauen zu unserer Sache nicht nehmen lassen. Trotzdem so mancher von uns durch den uns aufgedrungenen Krieg seine Existenz vollständig vernichtet weiß und beim Kriegsschluß vor dem Nichts steht, ist hier auch nicht ein einziger Genosse vorhanden, der unserer Fraktion aus ibrer Stellung einen Vorwurf macht. Im Gegenteil, wir sind alle der Ueberzeugung, daß gerade darin un sere

bisherige Haltung sowie der Preßkommission für ihre nahme unsere volle Anerkennung aus. t lichung unserer Stellungnahme, damit die Genossen schen, daß wir der Entwicklung der Verhältnisse in der H i gegenüberstehen.

und Weizen, allgemein verboten. Teilen Deutschlands eine starke Verfütterung von Hafer an Rindvieh und Schweine eingesetzt. Dies erscheint im Inter⸗ esse der Erhaltung genügender Hafervorräte für die Bedürf⸗ nisse des Heeres, zur Aussaat und zur Ve Lande befindlichen Pferde nicht unbedenk wendung anderer Futtermittel und, soweit fügbar sind, durch Einschränkung der ohnehin im Verhältnis zu den Futterbeständen reicht werden, bestimmungen erhalten bleibt. ein allgemeines Verbot andere Tiere als an Pferde in Erwägung gesogen.

wird uns von dort geschrieben: waren bisher die drei Hansestädke Hamburg, Lübeck, Bremen und das Fürstentum Lübeck von der Verhängung des verschärften Kriegs⸗ zustandes befreit geblieben. stellvertreten Verfassung für alle behör fammlungen be können auch polizeili aufgelöst werden. schriften nicht aus Mißtrauen gogen erkassen seien, sondern deshalb, weil sonst die Bevölkerung der an⸗ deren Teile des Kriog der Landesverteldigung gleichmäßige Behandlung unserer Partei Wahlkreis dazu erforderlichen Versammlungen ist bereits erteilt.

botenen können wieder stattfinden unter den Bodingungen, verschärften Kriogszustand gegeben sind.

haben einen Erlaß hinausgegeben, wiesen wird, daß überall da, wo ein Ersatz des Petroleums durch andere Beleuchtungsmittel möglich ist, der Verbrauch von Petroleum schließlich ganz eingestellt werden muß. Als Ersatzmittel kommen neben Kerze und Spiritus in Frage: elektrische Beleuchtung, Steinkohlengasbeleuchtung, Luftgas⸗ beleuchtung, schließlich betont, daß Mangel an Installationsmaterial nicht mehr vorhanden ist, nachdem ein Ersatz für Kupferleitungen gefunden wurde.

noch nicht.

Stärke liegt, und daß wir erst dadurch das im Felde so not⸗ wendige absolute Vertrauen zueinander gefunden haben.

*

teile dieses Zustandes wird die Parteibewegung später ern⸗ läßt sich im Augenblick nicht 5 f j 1 en Ansehen unserer Parteiorgane, hier unserm gut redigiertenEcho. verbundene Vorstoß der deutschen Truppen die Energie d

Wir befinden uns im vollen Einverständnis mit un⸗

ten: fetzt äußern sie sich schon in dem steigend

serer Parteileitung und sprechen unserm Echo für seine

5 8 i* Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge.

Aber auch unter den Jünglingen, die in ihren neuen braunen Jagdhemden umherstreiften, breite Gürtel mit Silberschnallen und Beschlägen um den Leib trugen, ihre Mützen mit Adler⸗ und Skarvenfedern besteckt hatten und ihre schwarzen Locken fliegen ließen, gab es mehrere, welche stattlich und wohlgefällig aussahen. Etwas Wildes und Sonderbares hatten sie zwar alle, und ihre blitzenden Augen flogen scheu umher, doch manche Gestalt war schlank und fest, und der wackelige Gang, wie die abgemagerteg gebogenen Beine, die den Lappen meist eigen sind, waren ihnen nicht anzusehen.

Manche dieser jungen Herren brachten Gegenstände zum Verkauf, doch waren es nur Kunstsachen Sie boten kleinere und größere Taschen feil, allerliebste Körbchen, Kragen und Ueberwürfe, verfertigt von den feinsten Federn verschiedenartiger Vögel, und oft von so glänzender Farbenpracht und in so vielen harmonischen Schattierungen, daß sie ein Künstler nicht schöner wählen und zusammenstellen konnte.

Mitten in der Beschäftigung, unter allen diesen vor handenen Herrlichkeiten zu wählen, traf Petersen mit Ilda und ihren Freundinnen zusammen. Er hatte sich durch das dichteste Gewühl der Lappen gedrängt, auch mitten durch den lauernden Haufen der Büchsenschützen, die zu dem verhaßten Sorenskriwer aufstarrten, der weit über ihre Köpfe fort sab und sie rechts und links zur Seite stieß. Keine Hand rührte sich, kein murrender Ton ließ sich hören. Paul Petersen sah hohnvoll darauf hin, als wüßte er ihre Gedanken, aber er kannte auch ihre Feigheit. Wo sein Blick traf, ging er bis in ihre Herzen und brachte Furcht und Zittern hervor.

Er war heut in seiner Amtstracht, dem blauen Rock mit goldgesticktem Kragen. Sein Haar war mit einem Bande ge

161

verschiedene

Die Vo r⸗

Stellung⸗

Wir bitten um Veröfsent⸗

cht gleichgültig Mit Parteigruß!(Folgen Unterschriften.) Bevorstehendes Haferverfütterungsverbot.

Seit November v. J. ist die Verfütterung von Roggen Seitdem hat in vielen

Heimat ni

rsorgung der im lich. Durch Ver diese nicht ver⸗

übergroßen Viehhaltung muß er⸗ daß der Hafer seinen wichtigeren Zweck⸗ Demgemäß ist, wie wir hören,

der Verfütterung von Hafer an

oézustand in Hamburg.

Zum verschärften Krie Im Bereiche des 9. Armcekorps

Jetzt sind laut Bekanntmachung des den Gereralkommandos zu Altona auch hier die betr. hte aufgeheben, nan eine einheitliche Rechtsgrundlage ichen Maßnahmen im Korpsbezirk zu schaffen. Ver⸗ dürsen von nun an der behördlichen Genehmigung, ich überwacht und ohne Angabe von Gründen Erläuternd wird dazu bemerkt, daß diese Vor⸗ die Bevölkerung oder die Presse

seziuls, wo diese Vorschriften im Interesse zon früher erlassen waren, sich über un⸗ boschweren könnten. Die Vovbeveitungen Reichstagsersatzwahl im 3. Hamburger Die Genehmigung der

die

für se dadurch nicht gestört.

werden Auch die kürzlich von der Hamburger Polizei irrtümlich vel⸗

Bezirksversammlungen der sozialdemokvatischen Partei die durch den

Erfjatz für Petroleum.

Die preußischen Minister des Handels und des Innern in dem darauf hinge

Azetylenbeleuchtung. In dem Erlaß wird

5* Der Sieg von Soissons. Preßstimmen.

Der gestrige Bericht der Obersten Heeresleitung gibt den

Blättern Veranlassung, die Bedeutung des Sieges von Soissons zu besprechen. die Zahl der Gefangenen un zum ersten Male seit Wochen schritt der Kämpfe im großen Stile errungen worden ist. In

Rundschau heißt es: Wichtiger als d Gefallenen ist die Tatsache, daß hier im Westen ein weithin sichtbaxer Fort⸗

In der Täal.

der Post wird hervorgehoben, daß die Franzosen es sicher nicht an

verzweifelten Austrengungen fehlen lassen werden, einen deutschen Durchbruch der Front zu verhindern. Die Niederlagen vom 12. bis

14. Januar aber hätten ihre Aussichten wesentlich verschlechter.

Der Berliner Lokalanzeiger meint, die französtsche Stel⸗ und der Einfluß des den Argonnen fühl⸗ bar machen. Durchbrochen aber seien die französischen Stellungen ob von den Franzosen noch viele Stöße ausgehalten würden. Der Vor⸗

lung werde dieser Sieg schwer erschüttern Sieges werde sich bis Reims und selbst bis zu

Eine andere Frage aber freilich sei es,

wärts sagt: Welche strategische Bedeutung dem Siege zukommt, '0 0 übersehen. Jedenfalls aber beweist der erfolgreiche und mit seinen großen Verlusten für die Franzosen

Heere Blöß

ee AT r

nde i deutschen 3 i er deutschen rung des offenen Landes, die in skeitung und ihre Fähigkeit in der Ausnutzung der feindlichen reich ist, ist noch ganz unbekannt. gebe

1

Munitionsmangel bei den Feinden Bern, 16. Jan.(T. U) Nach einer aus bestunterric Quelle kommenden Mitteilungen leidet Frankr vdereits unter ernstlichem Mangel an Mu ni 15 für schwere Artillerie, weil es mit falschen Vora setzungen für die Anwendung dieser Waffe in den Krie gangen ist. Der Verlust an Munition stellte sich nach d Mittel der ersten beiden Kriegsmonate wesentlich höher, ursprünglich vorgesehen war. Zur Abhilfe des Mang mußte Frankreich sich an Am erika wenden, von wo wenigen Wochen 42 große Drehbänke zur Herstellung schwe Munition eingetroffen sind. 5 5 Wien, 16. Jan. Ein in Uszok eingetroffener russ scher Offizier teilt mit, das 30. Kiewer Korps, das bei Us tand, sei mit Artilleriematerial und Munition aus Japan versorgt worden, da die eigene Munition ausgegangen ei. Die Putilowwerke können den Anforderungen an Artilleris material nicht mehr nachkommen, was zum Teil daran liegt daß viele Fabrikabteilungen von deutschen Ingenieuren jetzt interniert sind, geleitet wurden. a ö Die po itische Siluation in Frankreich. Brüssel, 15. Jan.(W. T. B. Nichtamtlich.) Ein franzö⸗ sischer Mitarbeiter der Baseler Nachrichten schreibt über parlamentarische und politische Lage Frankreichs, daß d politischen Gegensätze nicht etwa geschwunden seien, wen auch bis jetzt verhindert werden konnte, daß sie vor die breite Oeffentlichkeit gelangten. Es sei nicht zu bezweifeln, daß sich das Parlament alle Mühe geben würde, auch während der ordentlichen Tagung nach Außen hin das Bild einer ge schlossenen einigen Versammlung zu bieten; aber wenn diese Absicht lange durchgeführt werden solle, sei dafür unendlich sowie der feste Wille 3 insbesonde kreichs ihre

Die Meldungen waren zu Anfang so zahlreich eingela daß eine vollständige Brigade geschaffen werden kon dung einer zweiten Brigade, die beabsichtigt war, k zustande, da nicht genügend Meldungen einliefen. Die Belagerung von Przemysl. ö

Wien, 16. Jan.(T. U.) Wie die Neue Freie Presse be richtet, treffen täglich aus Przemysl drahtlose Melgungen ein. Danach haben die Russen bei ihren Angriffen gänzliche N Mißerfolge gehabt. Die Beschießung wird im allgemeinen träge ausgeführt. Die Artillerie hält sich an der Grenze dez Feuerbereichs. Die Versuche, die Einschließung zu verengern, scheiterten an dem heftigen Widerstand der Besatzung, die den Gegner ohne Unterlaß beunruhigt und täglich Gefangene macht. Ein Versuch, schwere Batterien im Vorfelde auf stellen, wurde durch einen wohlgelungenen, vom Artille feuer der Forts unterstützten Ausfall vereitelk. Nach gaben russischer Offiziere betragen die russischen Verluste f der zweiten Einschließung ungefähr 25000 Mann an Toter Verwundeten und Kranke. d

war.

eingesetzt. Die Samm des Beben dauert foctl. Die seismographischen Instrumen Rom verzeichneten in 22 Stunden bis gestern 49 Schwankung übereinstimmend mit den Instrumenten im Albanergebirge, in Monte Cafsino, Benevent und Ischig. Das Schicksal der Bevd 1 ie in der betroffenen Gegend recht zah Hilfe wird dort bis jeßt v ersehnt und erwartet. ö

saß als

die

Seite trug er, Stoßdegen. Für

beit an, und nun erst wird etwas draus. besseres als das? Ist kein reicheres, größeres Geschenk auf dem Markt? Der Kragen gefällt mir nicht. Ist keine ge⸗ schicktere Hand in euren Gammen, die eine prächtigere Arbeit liefern kann?

Es hatte sich ein dichter Kreis um die Gruppe gebildet, der dem Handel zuschaute. Im Augenblick rief aus der hintersten Reihe eine laute Stimme den Namen:Mor- tuno!

Der Ruf kam so plötzlich und ward hinter Petersens Rücken so grell hervorgestoßen, daß dieser sich bestürzt umsah, und jetzt ließ er den Kragen fallen und blickte nach der nahen Kirche hin, denn von dort her kam ein Geschrei und ein selt⸗ samer Zug; ein Haufen Menschen Lappen, die etwas trugen, das auf einer Bahre lag. Paul sah weniger darauf wie auf die Männer, welche an der Spitze gingen, und ein boshafter Triumph, ein Schrecken zugleich, füllte seine Augen; wilde Freude blitzte darin auf, denn der eine der⸗ selben war Afraja, der andere Marstrand. Er stieß zurück. wer ihm entgegen stand, und eilte zu dem Gerichtsplatz in der Mitte des Marktes. Da stand das bedeckte Amtszelt des Vogts mit seinen Schranken und der Urteilsstätte, und hier

bunden und mit Puder bestreut; auf feiner wulgigen Locken

sammelter sich rasch die Freunde und Vertrauten des Soren⸗

skriver. Die Ankunft des gefährlichen Lappen ging von Mund zu Mund; Petersen war bereit, ihn zu empfangen. Mit seinem Oheim, dem Vogt, hatte er kaum Abrede geno men, als der sonderbare Zug erschien. Schweigen hatte eingestellt, die Käufer stoben auseinander, die nordische Kaufleute und ihre Gehilfen verließen ihre Warenlager, Lappen standen mit offenen Mäulern und starrten ihrer Propheten an. Alle folgten und drängten sich um die Halle, und alle Blicke richteten sich auf den alten hinfälligen Mann. der von dem Gaardherrn vom Balsfjord unterstützt wurde. Ein Normann, einer von der herrschenden Kaste, der einen Lappen die Hand gibt und an seiner Seite geht, war über. haupt ein Anblick, der bei dem einen Teil Stirnrunzeln, bei. dem anderen Erstaunen und Freude hervorbrachte. Hinter den beiden Männern gingen ein Dutzend andere don Afrajas Stamm und Geschlecht. Vier trugen die umhüllten! Stangen einer Bahre, die übrigen folgten mit gesenkten! Köpfen, und den Beschluß machte eine Anzahl Hunde, die mün eingekniffenen Schwänzen hinterher schlichen. 5 Als Afraja auf den Stufen stand, nahm er seine ab und faltete seine knochigen Hände. i

1 0

Er beugte sich tie nieder und hob seinen grauen Kopf zu dem Sitze auf, m. der Vogt saß. Seine roten trüben Augen erhielten 21 einen plötzlichen Glanz, als er den Schreiber erblickte, u indem er seinen mageren Arm ausstreckte, rief er plötzl. Wo hast du sie, wo hast du mein Kind? Gib sie herauß

wohin hast du sie gebracht? Ist sie hier, so laß sie mich sehen! Sei barmherzig, sei barmherzig mit mir! 15

Was soll das sein? fragte der Vogt, der sein b Gesicht grimmig faltete.Klagst du? Gut, wir haben auch zu klagen. Kommst du zum Gericht? Das Gericht ev. wartet dich. i

Ich klage, Herr, ja ich klage, sagte der alte Ne demütig, doch ohne eingeschüchtert zu sein.Mein g mir geraubt, Räuber haben meine Gamme geplünder sortgeschleppt, was sie fanden, und nicht genug

Mortuno(Fortsetzung

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B.