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ssen und Nachbargebiete. Gießen und umgebung. Frischhaltung des Brotes.
g Vom 12. Januar ab wird es zum Frühstück atbackene Semmel geben, und da zähes, trockenes Weißbrot 9 cht jedermanns Geschmack ist, werden viele Familien statt der frischen Brötchen Schwarzbrot in irgend einer Gestalt erbrauchen. Auch daran wird man sich gewöhnen, und die Läckergesellen werden sich der lang ersehnten Nachtruhe er— feuen, wenigstens während des Krieges. Aber es ist viel⸗ Licht ganz angebracht, einmal zu untersuchen, ob denn über— ö upt in Friedenszeiten die Nachtarbeit im Bäckereigewerbe 0 bedingt notwendig ist. f
0 In der Nacht wird das Frühstücksgebäck gebacken, das 5 isch gegessen werden muß, wenn es schmackhaft sein soll. Jun hat aber bereits vor längerer Zeit ein Amsterdamer lrzt, Dr. J. R. Katz, festgestellt, daß unter bestimmten Vor⸗ enssetzungen Weißbrot 12—15 Stunden aufbewahrt werden knn, ohne daß die Kruste weich und die Krume trocken wird. Lie Resultate der Untersuchungen wurden in kurzer Zu⸗ een im März und November 1913 in der von
0 „
nur noch
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Jr. Arnold Berliner herausgegebenen Zeitschrift Die Natur⸗
n 92—60 Grad während einer Versuchsdauer von 48 etunden frisch blieb, bei 50 Grad noch fast frisch, bei 40 Grad och schon etwas altbacken war. Mit dem Sinken der emperatur bis zu 2 Grad Minus nahm die Krume immer p ehr einen altbackenen Geschmack an, bei noch niedrigeren emperaturen hielt sich die Krume jedoch wieder besser frisch. ei 8 Grad Minus schmeckte sie halb altbacken und in flüssiger ft— immer nach 48 Stunden Versuchsdauer— ganz frisch. 1 Der erste Aufsatz kam zu dem Ergebnis, daß sich zwei Nethoden ergeben, um das Altbackenwerden des Brotes zu terhindern:
Entweder kann man das frischgebackene Brot bei Ver⸗ meidung von Wasserverlust bei 50 Grad oder bei noch höheren Temperaturen aufbewahren oder man kann es in Kühlräume bringen, deren Temperatur allerdings be— deutend niedriger sein müßte, als es sonst bei der Auf— bewahrung von Lebensmitteln erforderlich ist.
Um die Kruste knusprig zu erhalten, muß verhütet wer⸗ den, daß sie mehr als 18 Proz. Wasser enthält, und das ist zu reichen, wenn das Brot über Schwefelsäure von 75 bis 80 rad Spannung oder besser noch über einer gesättigten Koch⸗ lzlösung von 75 Grad Spannung aufbewahrt wird, durch e die Luft bis zu einem bestimmten Grade austrocknet. Dr.
Jatz weist auf die Wichtigkeit dieser Erkenntnis für den Jäckereibetrieb hin, da eine allgemeine Verwertung der ge⸗
gonnenen Resultate die Nachtarbeit vielleicht überflüssig nacht.
Es scheint jedoch, daß bei diesen Untersuchungen etwas daßer Acht gelassen wird. Zwar weist der Amsterdamer Arzt kmrauf hin, daß altbackene Brötchen, die in den Haushalt⸗ Aigen wieder angehitzt werden, den Geschmack von frischen grötchen annehmen, aber es wird nicht gesagt, daß die Bröt⸗ ten, wenn sie nach dem Erhitzen auch nur eine halbe Stunde sehen, in noch viel stärkerem Maße altbacken schmecken als brher, und es fragt sich, ob es mit dem Gebäck, das bei einer bestimmten Kälte temperatur und unter Beobachtung aller Jorsichtsmaßregeln nicht ebenso gehen würde. Gewiß ist es shon ein großer Fortschritt, wenn das Brot überhaupt 24 Etunden frisch erhalten werden kann, aber für den Einzel⸗ lnushalt hat es nur dann einen wirklichen Wert, wenn das Frot seine Frischheit nicht gleich verliert, wenn es den sorg⸗ siltig eingerichteten Aufbewahrungsraum in der Bäckerei t und erst nach einigen Stunden auf den Tisch des Faushalts kommt. Es wäre sehr wünschenswert, daß die mtersuchungen auch auf diese Frage ausgedehnt würden. Bird sie in günstigem Sinne gelöst, so wäre auch nicht der geringste Grund mehr für ein Fortbestehen der Nachtbäckeret korhanden.
Zusammenschlußß und Moral.
man jetzt oft, die verübt sein sollen. cht, das ist gewiß, daß der
Von Kriegsgreueln liest 0 Pögen sie nun geschehen sein oder ni
j 7 745 10 0 1 1 irkt srieg in gewissem Maße verrohend auf den Menschen einwirkt, ene auf den Menschen, der innerlich nicht genügend e
Moral nicht tief genug gewurzelt ist.
, dem die natürliche e e et von
neil eben die Moral, die innerlich im 0 ste n U e Bedeutung ist, so können wir versichert sein, rann Funderttausende, die durch die Schule der Partei gegangeg 1 de so durch ein gemeinsames organisatorisches e e 1 9 0 ind, daß all die sich im Kriege so führen, wie es sich 15 1 ben, fr Kulturmenschen ziemt. Denn Organisation und Moral sind Legriffe, die sich nicht trennen lassen. Wer sich zum 9 0 sctionsgedanken entwickelt hat und im Geiste der Organisa 150 neiterlebt, der hat sich auch zur Moral entwickelt und kann nich
auders 8 ralisch. 2 15 15 f e een nden wir in interessanter 1 5 l nenn wir die Natur da draußen und ihre Entwicklung e Juf je niederer Stufe der organisatorischen e die 1 hen stehen, auf um so niederer Stufe der Moral ste 75 ee Im unmoralischsten lebt der Einzelmensch, jener Mensch 15 1 1951 der von einem Zusammenschluß, wenn auch noch so eng l e drt, leine Ahnung hat. Und auch in der i 50 1 115 diefen Zusammenhang zwischen Jusammenschluß 1 655 2 355 imnen. Die neuen Forschungen haben uns gezeigt, daß en„Ste wele Tierarten gibt, die bereits den Zusammenschluß re lahren uns aber auch, daß diese Tiere ein planmäßiges, friedliches
ne Zweife
eine gewisse
haben, im Durchschnitt ein gewisses Maß höherer Moral besitzt. Muß da nicht ein noch höherer Grad von Moral dem Organi⸗ sationsgedanken inne wohnen, den wir in unserer Parteibewegung kennen?— Wem gilt der Zusammeunschluß im heutigen Gemein⸗ schaftsleben? Zunächst denkt jeder doch an sich selbst, an seinen eigenen Gewinn. Erst indirekt hat das Ganze den Nutzen. Der Zusammenschluß, wie ihn die Parteibewegung darstellt, gilt aber zunächst dem Wohle des Ganzen.— Ueber allen das Gan ge. Das ist der Geist unseres Zusammenschlusses, der darum den höchsten Moralgedanken in sich schließt. Er bringt den Men⸗ schen dem Menschen näher, läßt alles verstehen und alles verzeihen. Unser Zusammenschluß ist der Organisatiosgedanke in seiner edelsten Form, er hat darum auch den tiefsten moralischen Wert. Und darum ist es auch, wenn man tiefer schaut, moralische Pflicht, ihm anzuhängen und all die Hunderttausende, die ihm bereits seit langem treu sind, werden, das ist ohne Zweifel, jetzt draußen im Felde durch die Tat zeigen, daß sie Parteigenossen sind, also Ver⸗ treter des höchsten Organisationsgedankens und das heißt moralisch.
Mahnung aus dem Felde. In der Holzarbeiter⸗Zeitung finden wir einige Feldpost⸗ briefe, aus denen wir ein paar Stellen wiedergeben, weil sie auch von Leuten, die nicht Holzarbeiter sind, gelesen zu wer— den verdienen. So schreibt ein in Belgien stehender Holz- arbeiter aus Pinneberg:
N Schmerzlich empfunden habe ich es, daß in mehreren Orten das Interesse an unserem Verbande nicht in dem Maße vor— handen ist, wie es sein müßte. Das schmerzt mich umso mehr, als ich seit reichlich 21 Jahren dem Verband angehöre. Der Be⸗ vollmächtigte der Zahlstelle Pinneberg teilte mir mit, daß es mit dem Versammlungsbesuch schlecht bestellt sei. Das ist eine sehr betrübende Nachricht. Ich meine doch, daß die Kollegen den Ernst der Zeit verstehen müßten und unserer Sache in dieser schweren Zeit ein größeres Interesse entegenbrächten. Lieber Freund und Kollege, ich kann Dir versichern, daß unsere Kollegen zum Schutze unserer Heimat gauz etwas anderes leisten müssen, als daß sie wegen der Extrabeiträge wankelmütig werden könnten.
Ein anderer Holzarbeiter schreibt gleichfalls aus Belgien an die Verwaltung in Frankfurt a. M.:
Ich glaube Dir gerne, daß es Euch jetzt kein leichtes ist, die Organisation auf der Höhe zu erhalten und den Anforderungen an die Kasse gerecht zu werden. Dabei muß aber auch stets da⸗ ran gedacht werden, daß nach dem Kriege unserer O die Stoßkraft erhalten bleibt. Sollten wir das Glück haben, aus diesen Wirrnissen glücklich wieder herauszukommen und dann wieder in Eurer Mitte weilen zu können, werden wir, was sehr nötig sein wird, mit freudigem Herzen und all unserer Kraft an die Arbeit gehen, um weiter zu bauen an der Sache der Ar⸗ beiterschaft.
Das sind nur zwei Beispiele für viele. Aus zahllosen Feldpostbriefen klingt die Sorge wieder, in welchem Zu⸗
stande die Heimkehrenden einst die Organisationen der Ar⸗ beiterschaft finden werden. Es ist eine Pflicht der Daheim⸗ gebliebenen nicht nur gegen sich selbst, es ist noch mehr ihre Ehrenpflicht gegenüber ihren Kameraden im Felde, dafür zu sorgen, daß das, um dessen Erhaltung die draußen mit der Einsetzung ihres Lebens kämpfen, nicht durch die Lässigkeit derer daheim geschwächt wird und verfällt. Das gilt für die gewerkschaftliche wie für die politische Organisation.
Aufruf an die deutschen Hausfrauen!
In der Zeit vom 18. bis 24. Januar 1915 soll, unter wärmster Billigung Ihrer Majestät der Kaiserin, in ganz Deutschland eine
Reichswollwoche. stattfinden.
hanedenen überflüssigen warmen Sachen und getragenen Kleidung stücke(Herren- und Frauenkleidung, auch Unterkleidung) zu sam⸗ meln. Es sollen nicht nur wollene, sondern auch baumwollene Sachen, sowie Tuche eingesammelt werden, um daraus namentlich Ueberziehwesten, Unterjacken, Beinkleider, vor allem aber Decken
rganisation
Der Zweck dieser Reichswollwoche besteht darin, für unsere im Felde stehenden Truppen die in den deutschen Familien noch vor⸗
daß damals ein Ueberfluß an Futter in Feld und Flur vorhanden war und es daher nicht lohnend erschien, im Walde Gräser und Kräuter zusammenzusuchen. Auch war das Gras von den Wald⸗ wegen und Schneisen, das den Hauptertrag bildet, damals schon geerntet. Ueber den Wert und die Menge der in den Beständen selbst wachsenden Halbschattengräser und Kräuter pflegen vielfach übertriebene Vorstellungen obzuwalten. In den meisten Beständen sind es doch nur bescheidene Mengen, die zusammengebracht werden können. Aber doch sollten namentlich die Besitzer von Kleinvieh (Ziegen, Kaninchen usw.) die mit Beginn des Frühjahres sich bietende Gelegenheit zur Gewinnung solchen Futters benutzen. Auch durch Rupfen und Ausschneiden von Gras und Forstunkräu⸗ tern aus Hegen kann manche Last, mancher Handwagen Grünfutter gewonnen werden. Bei Beobachtung der für die Hegpflege und den Schutz der jungen Holgzpflanzen, sowie fsür Aufrechterhaltung der Ordnung unerläßlichen Vorschriften wird die Nutzung von Gras und Futterkräutern in geeigneten Beständen auch in diesem Jahre ohne Entgelt gestattet werden. Die Grasnutzung von Wegen und Mähplatten wird zweckmäßig, wie seither, flächenweise vergeben. Ob es sich empfiehlt, Grastage festzusetzen, wie das im Notjahr 1893 vielfach geschehen, kann nach den örtlichen Verhältnissen und dem eintretenden Bedarf erst beurteilt werden.
Wo der Eintrieb von Vieh in den Wald sich als notwendig oder wünschenswert erweisen sollte, wird dieser nach Möglichkeit zugelassen werden. Auch in der Abgabe von Waldstreu darf sich die Landwirtschaft im Bedarfsfalle des weitgehendsten Entgegenkom⸗ mens versichert halten.
Für das Sammeln von Beeren und Pilzen im offenen Walde ist bei uns eine besondere Erlaubnis nicht erforderlich. Auch auf diese Nutzungen wurde hingewiesen, sie sind aber nur in mäßigem Umfange ausgeübt worden. Dagegen wurde der reiche Anfall von Eicheln im Spätherbst ausgiebig benutzt. Tausende von Zentnern sind von Frauen und Kinder gelesen und damit nicht allein ein guter Arbeitsverdienst erzielt, sondern auch wertvolle Futtermittel eingebracht worden.
Durch Ausschreiben am 2. Oktober 1914 ist darauf hingewiesen worden, daß die landwirtschaftliche Anbaufläche vergrößert und, der Ernteertrag unmittelbar vermehrt werden könnte, wenn die diesjährigen Abtriebsflächen in geeigneten Lagen zum Anbau von Feldfrüchten als landwirtschaftlicher Zwischenbau benutzt werden würden. Dieser sogenannte Waldfeldbaubetrieb, bei dem besonders gute Kartoffelernten erzielt werden können, war noch vor wenigen Jahrzehnten in den Wäldern der Rheinebene sehr verbreitet. Der Mangel an Arbeitskräften hat inzwischen zu nahezu gänzlicher Aufgabe dieses Betriebs genötigt. Es scheint, daß es aus diesem Grunde auch jetzt kaum gelingen wird, Liebhaber für den Kar⸗ toffelzwischenbau auf Waldland zu finden, selbst bei Verzicht auf jede Pachteinnahme. Vielleicht geben diese Zeilen doch dem einen oder anderen Anlaß, zu überlegen, ob die Aussicht, den eigenen Kartoffelbedarf im Herbst selbst einernten zu können, es nicht doch lohnt, sich der Mühe der Rodearbeit zu unterziehen.
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— Stadtverordneten⸗Versammlung. Die gestrige erste Sitzung der Stadtverordneten im neuen Jahre wurde vom Oberbürgermeister Keller mit einer kurzen Ansprache er⸗ öffnet, in der er u. a., nachdem er dem Wunsche auf Sieg und Frieden Ausdruck gegeben hatte, folgendes ausführte: Einen ausführlichen Rückblick zu werfen auf die Entwick⸗ lung unseres kommunalen Lebens im vergangenen Jahre scheint mir kaum am Platze; alle Begebenheiten, so bedeutsam sie an sich sein mögen, treten zurück gegenüber den gewaltigen welt⸗ geschichtlichen Ereignissen, die sich vollziehen. Aber die Pflicht des Dankes gebietet, daß wir rückschauend des Mannes gedenken, der vor Jahresfrist an dieser Stelle gestanden hat, des verdienstvollen Oberbürgermeisters Mecum, der nach arbeitsreicher, segensvoller Tätigkeit am 1. April 1914 infolge geschwächter Ge⸗ sundheit vorzeitig in den Ruhestand treten mußte. Am 3. Mai ver⸗ starb der Stadtverordnete Dr. Gutfleisch, um unsere Stadt so
reich verdient, daß ihm die Würde eines Ehenbürgers zuerkannt worden ist. Unerwartet entschlief am 26. September Stadtver⸗
ordneter Helm, der eifrige Förderer des Verkehrswesens unserer Stadt. Am 8. Dezember starb, kaum in den Ruhestand getreten, der Hauptlehrer der Stadtmädchenschule Schaaf, am 21. De⸗ zember erlöste von langem Leiden der Tod den Stadtgeometer Wißner. Beide haben in jahrzehntelanger Tätigkeit der Stadt sehr ersprießliche Dienste geleistet. Im Kampfe für das Vaterland fanden den Heldentod am 3. Oktober der Wagenführer der städti⸗ schen Straßenbahn Schmidt, ein pflichttreuer Bediensteter am 14. Oktober der Betriebsingenieur der städtischen Straßenbahn
anzufertigen. Gerade an Decke
tern und erträglich machen. Mit großem Erfolg sind bereits von sachverständiger Seite aus alten Kleidern aller Art Decken in der Größe von 150: 2 Meter hergestellt worden, die einen hervorragen⸗ den Ersatz für fabrikmäßig erzeugte wollene Decken bilden und deren Herstellungskosten nur ein Viertel einer fabrikmäßig herge⸗ stellten wollenen Decke betragen.
Zu dieser Aufgabe bedürfen die unterzeichneten Stellen der tätigen Mitarbeit aller deutscher Frauen. e
Die Organisation dieses Sammelwerkes wird sich in den Gauen des Vaterlandes verschiedenartig gestalten— je nach den Eigentümlichkeiten und den besonderen Lebensverhältnissen ihrer Bewohner.
Aber Euch Allen Einzelheiten zugehen.
wird rechtzeitig die Mitteilung über die
denen zu widmen, die mit ihrer Brust und ihrem Blut uns Alle be⸗ schützen. Gebt, soviel Ihr irgendwie entbehren könnt!
Nur diejenigen Familien, 0 herrschen, bitten wir, sich im Interesse der Allgemein Liebeswerk auf diese Weise nicht zu beteiligen.
Also nochmals, deutsche Hausfrauen, frisch aus Werk!
Sammelt aus Schränken und Truhen, was Ihr an Entbehr⸗ lichem findet! 25
Schnürt es zu Bündeln, packt es in Säcke und haltet, es zur Ab⸗ holung bereit, wenn alle unsere Helfer in der Reichswollwoche vom 18. bis 24. Januar an Eure Türen klopfen!
Berlin, den 1. Januar 1915. g
Kriegsausschuß für warme Unterkleidung E. V.: Für st zu Salm⸗Horstmar.
heit an dem
Die hessische Forstverwaltung und der Krieg.
Dem Darmst. Tägl. Anz. wird geschrieben:.
Mehrfach ist in den Zeitungen darauf hingewiesen worden, daß während des Krieges auch der Wald das Seinige dazu bei⸗ tragen müsse, die Viehstände zu erhalten und die Nahrungsmittel⸗ versorgung Deutschlands sicher zu stellen. Die Futtermittel des Waldes, besonders das Gras von Wegen, müßten in weitestem Umfang nutzbar gemacht werden. Diese Forderung ist selbstver⸗ ständlich; ebenso selbstverständlich war es aber auch, daß die Forst⸗
ummenleben im Verhältnisse zu jenen
Cemeinschaftsleben fünren und damit ohn gel, elne“; B.] verwaltung nicht gewartet hat, bis derartige Wünsche laut gewor⸗ Jiermoral besitzen, während die eingeln adele Spur jener Moral den sind. Aallsbald nach Ausbruch des Krieges ist den Oberförste⸗ de Ratten, sehr streitfüchtig sind und nich reien empfohlen worden, in der Abgabe von Gras den Viehhaltern, ier gemeinsam lebenden Tiere kennen. der Mensch, der sich zu besonders den Besitzern von Kleinvieh, weitgehendstes Entgegen— 0 So, ist es nicht verwunderlich, weun 7 1 0 heutigen Zu⸗ kommen zu erweisen. Wenn hiervon von der Bevölkerung nur ver⸗ aner höheren Organisatjon, wie wir 15 bi denseven ohne Zweifel einzelt Gebrauch gemacht wurde, so lag der Grund hierfür darin,
n besteht für die Truppen ein außerordentlicher 0 Bedarf, da sie den Aufenthalt in den Schützengräben sehr erleich⸗
Zunächst richtet Euch schon darauf ein, in! Euren Schränken nachzusehen, was Ihr entbehren könnt, um es!
in denen ansteckende Krankheiten!
Schmitz, ein hoffnungsvoller, sehr verdienter Beamter, am 31. Oktober der Lehrer Hertlein, ein vorbildlicher Erzieher der Jugend. Den Verstorbenen und Gefallenen wird die Stadt Gießen stets ein ehrendes, dankbares Andenken bewahren. Zu Beginn dieses Jahres konnte der städtische Bautechniker Altv ater auf eine 40 jährige Tätigkeit im Dienste unserer Stadt zurückblicken. Dem verdienten Beamten habe ich bei diesem Anlaß die Glück⸗ wünsche der Stadtvertretung übermittelt. Der Krieg hat die Or⸗ ganisation der städtischen Verwaltung merklich verändert. Eine große Zahl städtischer Beamter, Bediensteter und Arbeiter ist zum Heeresdienste einberufen. Hierdurch und namentlich durch die auf dem Gebiete der Kriegsfürsorge den Städten erwachsenen zahlreichen Aufgaben ist dem verbleibenden Beamten eine sehr beträchtliche, zum Teil äußerste Kräfte⸗ anspannung erheischende Arbeitslast aufgebürdet worden. Ich spreche den Beamten für diese Tätigkeit meine volle Anerkennung aus.
Zum Schluß noch eines: Möge das anbrechende bedeutungsvolle Jahr uns alle stark und bereit finden, mit aller Kraft die Aufgabe zu erfüllen, daß die Wunden, die der Krieg Bürgern unserer Stadt geschlagen hat, geheilt werden und daß unsere aus dem Felde der⸗ eimst zur gewohnten Arbeit heimkehrenden Krioger unser Gemein⸗ weson ebenso beschirmt wiederfinden, wie sie mit Leib und Leben unsere Sicherheit und unseren wirtschaftlichen Fortgang verteidigt haben..
In deu letzten Monaten ward es offenbar, daß dem deulschen Volke, über Parteien und Intzeressen erhoben, die höchsten Güter ge⸗ meinsam sind. So lassen Sie uns das, was in diesem Raume zu unserom Teile unser höchstes Schaffen und. Streben ist, immer uns ollen gemeinsam sein: das Glück und die Wohlfahrt der Stadt Gießen.. 1 95 2 9 8
Weiter teilte der Oberbürgermeister mit, daß ein. Ge⸗ such um Zuschuß für das Soldatenheim eingelaufen sei; es wird der Finanzkommission überwiesen.— Die städtischen Beamten und Arbeiter, die im Felde stehen, danken für die Liebesgaben, die ihnen zugewendet wurden.— Eine Ein- gabe der Arbeitsgemeinscha ft für das Baugewerbe wünscht, daß die Stadt nach Möglichkeit deren Bestrebungen fördern und Arbeiten baldigst vornehmen lassen möge. Vetters bemerkt dazu, daß in der letzten Zeit die Arbeits— losigkeit namentlich im Schreiner- und Holzarbeitergewerbe mehr überhand genommen habe und daß deshalb die Stadt nach Möglichkeit für Arbeit sorgen möge. Der Ober⸗ bürgermeister sagt zu, die Anregung an die Baukom⸗ mission weiter zu geben.— Weiter macht der Oberbürger— meister Mitteilung von der Anordnung der Städteordnung


