Ausgabe 
16.1.1915
 
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gel nach Rußland endgültig unterbindet. Die Bedeutung der getroffenen Entscheidung liegt darin, daß Rußland nun der letzten Möglichkeit einer Waffen⸗ zufuhr aus dem Ausland beraubt ist. Afton⸗ bladet schreibt: Die Russen können die entstehenden Lücken in ihren Kriegsvorräten infolge dieser schwedischen Maßnahme nicht mehr aus England oder Amerika auffüllen. Unsere Regierung wird sich alle denkbaren Folgen ihres Beschlusses klargemacht haben. Ihre Entscheidung steht in vollkommener Uebereinstimmung mit den Lebens interessen Schwedens in diesem Weltkrieg. Wir begrüßen sie als Zeichen ihrer starken und zielbewußten Neutra litäts⸗ politik. In ähnlicher Weise äußert sich die konservative Nya Daglig Allehanda, die ferner folgendes ausführt: Ruß⸗ land war von aller Zufuhr von Kriegsmaterial abgeschlossen außer über Schweden. Hätten wir unter diesen besonderen Umständen den Transithandel stillschweigend zugelassen, so wären wir Ruß lands Gehilfe geworden. Schweden hat durch die nunmehr gefallene Entscheidung seine Stellung klar und unparteiisch dokumentiert. Nicht allein in der Form, sondern insbesondere in der Sa ch e.

Bernhard Shaw gegen Grey. Aus einemoffenen Brief.

Im Basler Anzeiger finden wir den folgenden Auszug aus einemoffenen Brief, den Bernard Shaw, der Dichter und Sozialist, an The New Statesman gerichtet hat:

Ich mache kein Hehl daraus, daß ich nicht zart und senti⸗ mental mit Sir Edward Grey umgehe. Es ist wahr, daß ich ebenso leicht ein blutiges Bild seiner ganzen bisherigen Laufbahn hätte malen können. Ich hätte mit seinem ekelhaften Ver- rate in der persischen Angelegenheit beginnen können. Es ist eine einfache zugegebene Tatsache, wie unsere Diplomatie während des Krieges und vor dem Kriege gearbeitet hat. Aber es würde ein fataler Fehler sein, wenn man dies allein der per⸗ sönlichen käuflichen(?) Gesinnung des Sekretärs des Aus⸗ wärtigen Amtes zuschreiben wollte. Nein, ich schleudere meine Angriffe gegen die ganze englische autokratische und geheime Diplomatie, als deren Vater ich Grey be⸗ trachte. Bedenken Sie, daß die geheime Diplomatie sich unbe⸗ dingt zur lügnerischen Diplomatie entwickeln muß, solange in der Kammer gewisse Fragen erlaubt sind, denn es ist leicht, eine Frage in einer solchen Form zu stellen, daß sie zur Zufriedenheit der Re⸗ gierung beantwortet werden muß. Lord Roberts hat sein ganzes Leben dazu verwandt, um uns klarzumachen, daß Rußland unser erbitterter Feind ist, und Rudyard Kipling hat uns in zahllosen Gedichten und Geschichten vor Rußland gewarnt und uns immer wieder ermahnt, Rußland nie zu trauen. Und jetzt vergießen wir unser Blut, um Rußland zu der stärksten militärischen Autokratie Europas zu machen. Haben wir ver⸗ gessen, daß, nachdem die Hunnengefahr Jahrhunderte hinter uns lag, Oesterreich⸗Ungarn zwischen uns und den Türken stand? Haben wir Sobieski vergessen, ohne den wir jetzt viel⸗ leicht als Sklaven in Tripolis oder Algier sitzen könnten? Und doch führen wir Krieg mit Oesterreich⸗Ungarn? Ja, wir sind 5 hoffnungsloses Volk und fallen von einer Undarkbarkeit in

e.

Und wie benehmen wir uns den Deutschen gegenüber? Haben wir alle die braven Hessen vergessen, die für uns Eng⸗ länder von Marlborough bis Bourgogne so viele Lorbeeren ernteten? Und wie würde es um unsere protestantische Religion in England bestellt sein, wenn nicht der Deutsche Luther zur Welt gekommen wäre? Eine ewige Schande bleibt unser Vorgehen, und wir sollten darüber erröten. Wenn Professor Ramsay Muir mir Unklarheit und Widerspruch in meinen Ansichten über den Krieg vorwirft, so kanm ich darauf nur erwidern, daß er sich irrt. Ich sagte, daß der Vertrag von 1839 (der Vertrag über die belgische Neutralität) nicht das Papier wert ist, worauf er geschrieben wurde, und daß wir den Krieg auch erklärt hätten, wenn es diesen Vertrag gar nicht gegeben hätte. Aber jetzt gehe ich sogar noch weiter und behaupte, England hätte den Krieg auch erklärt, wenn zum Beispiel in dem Vertrage ein heiliges Ver⸗ sprechen enthalten gewesen wäre, nie das Schwert gegen Deutschland zu ziehen. Ich behaupte ganz ernsthaft, daß die englische Nation nur deshalb mit Sir Edward Greys Kriegser⸗ klärung einverstanden war, weil sie nicht haben wollte, daß Frankreich von Deutschland zerschmettert würde und nicht etwa. weil sie sich auch nur im geringsten um ein Stück Papier geküm⸗ mert hat, und dann behaupte ich ferner und werde natürlich auf Widerspruch stoßen, daß wir Engländer eine große Schuld an Belgien abzutragen haben. Natürlich wird sich der insulare Engländer gar nicht vorstellen können, daß ein Engländer jemals

eine Pflicht gegen einen Ausländer(a mere foreigner) haben

könne, die nicht in einem Vertrage genau formuliert sei, und er kann es nicht verstehen, daß ich wohl die Echtheit des Vertrages anzweiseln, aber gleichzeitig eine Dankesschuld der Engländer Bel⸗ gien gegenüber anerkennen kann. Ich habe nie behauptet, daß diese unsere heilige Pflicht in diesem Vertrage formuliert war, und selbst, wenn der ganze Vertrag eine Fälschung wäre, würde unsere Pflicht fortbestehen, weil Deutschland beweisen kann, daß die ganze belgische Desensive schon lan ge vorbe⸗ dacht und vorbereitet war, und weil es in Belgien all⸗ gemein bekannt war, weil alle belgischen militärischen Sachver⸗ ständigen es wußten, daß man mit einem Durchmarsch Deutschlands rechnen mußte. Auch sind die Belgier keine Narren, und selbstverständlich haben sie jahrelang vorher mit den Engländern eine Verständigung Belgiens gesucht. Belgien hat einfach die Tür gehalten und hat uns hierdurch die kost⸗ bare Zeit gegeben, unsere kriegerischen Vorbereitungen zu treffen, wenn auch unter schrecklichen Opfern für die Belgier selbst. Nachdem sie dies für uns getan haben, dürfen wir sie jetzt nicht im Stiche lassen, auch wenn alle Juristen der Welt den Vertrag für ungültig erklären würden. Unsere Ehre ganz allein und nicht etwa der Vertrag soll uns jetzt zu neuen Kraftanstrengungen veranlassen. Und da wollen wir uns von Mr. Asquith nicht länger durch dieses Stückchen Papier ver⸗ rückt machen lassen. Wir wollen Belgien helfen, das so fürchter⸗ lich gelitten hat durch die en glischen Truppen und durch die belgischen Truppen, und nicht etwa allein nur durch die deutschen.

2 2e 5 Die Tagung des französischen Parlaments

Die französische Deputiertenkammer ist am letzten Jiens⸗ lag zu ihrer verfassungsmäßigen Tagung zusammengetreten. Zur Vorgeschichte dieses auch für Deutschland nicht gleich⸗ gültigen Wiederbeginns des parlamentarischen Lebens in Frankreich schreibt unser Pariser Korrespondent uns folgendes:

Dienstag tritt das französische Parlament zu seiner ordent⸗ lichen Session zusammen. Bisher hatte es die Regierung in der Hand, das Parlament einzuberufen, zu vertagen oder zu schließen. In der Tat hatte das Parlament sozusagen aufgehört zu existieren. Es wurde wohl zweimal einberufen, jedoch seine Tagung reduzierte sich auf die debattelose Bewilligung dessen, was man die budgetäre Kriegsnotwendigleiten nennen kann. Man hielt das allgemein in Ordnung. Wohl gab es hie und da einige Unzufriedene, die fanden, daß man das Parlament, unter dem Vorwande der patriotischen Einigkeit, des notwendigen Schwei⸗ gens, wenn die Kanonen dröhnen usw. etwas zu kavaliermäßig behandle. Aber im allgemeinen war selbst die große Mehrheit der Parlamentarier überzeugt, daß es notwendig sei, das Parla⸗ ment, das sonst allmächtig ist, während des Krieges auf ein Nichts zu reduzieren. Die ordentliche Session läßt die Auf⸗ hebung des Parlaments von regierungswegen nicht mehr zu. Nach der Konstitution tritt das Parlament am ersten Dienstag des Jahres selbständig zusammen und kann während der folgen⸗ den fünf Monate weder vertagt noch geschlossen werden. Höchstens auflösen kann die Regierung die Kammer die Kammer allein aber auch nur mit Zustimmung des Senats.

Die Perspektive einer fünfmonatlichen Parlamentstagung, die nur vermieden werden kann, wenn das Parlament selbst einen moralischen Selbstmord begeht, hat die französische Re⸗ aktion, die nur schlecht ihre moralisch⸗autokratischen Tendenzen verhehlen kann, in Aufregung vexsetzt. Fünf Monate lang hat man nichts vom Parlament gehört. Die frommen Schwestern, die nationalen Hilfskomitees, die freiwilligen Militärgeistlichen, die kriegbegeisterten Literaten, die Bischöfe und Kardinäle, die frommen Damen vom Roten Kreuz, die klerikal⸗nationalistische Presse schienen allein die geistige Funktion Frankreichs zu be⸗ sorgen. Selbst die Regierung verschwand hinter der geschäftigen Reklame der Reaktion. Man proklamierte denpazifistischen Irrtum, dieRückkehr zu Gott, dieheilsame Lehre des Krieges und ähnliche reaktionäre Fundamentalbegriffe. Das demokratische Regime, der revolutionäre Geist, schienen tot zu sein.

Und nun sollte dieses schreckliche Parlament plötzlich wieder aus der Versenkung auftauchen. Das Parlament würde wieder die Volkssouveränität repräsentieren, dieses schreckliche Parlament mit seinen 100 Sozialisten und 300 Radikalen. Es wird wieder debattieren, kritssieren, Gesetze machen, regieren. Die Milch der frommen Denkungsart der Reaktionäre verwandelte sich bei diesem Gedanken in bittere Galle. Und das Gezeter und das Ge⸗ schrei gegen das Parlament schwoll an.

Es muß gesagt werden, daß selbst die bürgerlichen Parla⸗ mentarier nicht weit entfernt waren, das Parlament während des Krieges für überflüssig zu halten. Der Krieg hat die finan⸗ ziellen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten ins Ungeheure ge⸗ steigert. Die Staatsfinanzen sind außer Rand und Band. Die Regierung hat zur Heilung der schreienden Uebelstände eine Reihe zwar wirkungsloser, aber einander widersprechender De⸗ krete erlassen. Den Rest besorgt die Präventivzensur, die jede öffentlich ausgedrückte Unzufriedenheit wegstreicht. Alles ging also im besten Geleise. Wozu also das unnütze parlamenteln?

Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mugge.

Helgestad sah ihm nach und murmelte vor sich hin:

Kann denken, nach wem sie ausschaut. Wird ihn aber nimmer finden. Denke, der dänische Narr ist davongelaufen, blieb ihm wahrlich wenig anderes mehr übrig.

Mit diesem Troste begab er sich auf den Markt zurück, der wirklich an Lebendigkeit zugenommen hatte. Die Lappen schienen nicht zu wissen, wie sie sich das Ausbleiben Mor tunos und Afrajas erklären sollten. Aus ihrem heimlichen Sprechen wurde bald das gewöhnliche laute Geschnatter, und da der allergrößte Teil nichts weiter wußte, als daß Afraja kommen und ihre Rechte vor dem Vogte verteidigen wollte, verloren sie den Glauben, daß es geschehen werde.

Sie wußten recht gut, wie Afraja gehaßt war, und daß, wenn er sein Vorhaben aufgab und fortblieb, er sich wahr scheinlich damit vor Strafe und Mißhandlungen schützte. Daß es darauf abgesehen sei, diese hervorzurufen, um plötzlich mit Büchsenkugeln zu antworten, wußten nur wenige, und auch diese hatten allein Vermutungen. Mortuno hatte zu seinen Freunden Worte gesprochen, die wohl darauf deuteten, doch einen Plan hatte er ihnen nicht mitgeteilt, eine Verschwörung nie zu stande gebracht. Er hatte sie ermahnt, ihre Waffen mitzubringen, ihre Pulverhörner zu füllen und ihren Gürtel mit Kugeln zu pflastern; seine Reden atmeten glühenden Haß gegen die Unterdrücker, und lebendig wußte er zu schil⸗ dern, wie anders es sein würde, wenn kein Normann mehr im Lande geduldet sein würde, alles denen wieder gehörte, deren uraltes Eigentum es sei. Was er sagte, hatte die Begierden aufgeweckt, aber Vaterlandsliebe war das nicht. Doch hätte er sein nie fehlendes Gewehr zuerst abgedrückt, so würde mancher ihm gefolgt sein; etwas ohne ihn wagen mochte niemand.

Wenn er mit seinem weisen Oheim nun nicht erschien,

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Renntierschinken, Felle und Hörner in Menge, da standen die lebendigen Schlachttiere in ganzen Reihen. Mancher trug auf seinem Rücken an Birkenruten gespießt Wild und Vögel ver⸗ schiedener Art, und auf der Erde lagen bunt gesteppte Röcke, Haufen von Halbstiefeln aus Renntierhaut mit Sehnen ge näht, Bären⸗ und Wolfspelze, Fuchs⸗ und Otternfelle, Ge⸗ hörne und Säcke voll Federn aus der Brust der großen, glänzend weißen Möwen, der Enten und anderer reich und warm gefiederten Vögel. Das alles konnte doch nicht un⸗ verkauft bleiben, und worauf sollte man länger warten? Manchen faßte geheime Furcht, andere sehnten sich nach dem Branntwein der Kaufleute, wieder andere dachten daran, daß sie Mehl, Leinwand, Eisentöpfe und Beile nötig hätten, und endlich kam es den meisten vor, daß diese schönen Dinge und die Silberspezies der Norweger besser seien, als Streit mit ihnen anzufangen, der mit Beulen, Strafen, Peitschen⸗ hieben und blutigen Löchern enden könne.

Es entwickelte sich daher an vielen Orten nach und nach der Verkehr unter Geschrei und Gelächter bei vollen Gläsern und Flaschen, nur ein kleiner Trupp junger Männer hielt sich noch lauernd beisammen, und diese trugen fast alle Ge wehre und scharfe Messer an der Seite.

Als die Mädchen auf den Platz traten, war der Handel schon im Gange. Riesenhafte Quäner feilschten unter wilden Flüchen mit boshaft grinsenden Lappen, die von ihren Preisen nicht ablassen wollten. Ihre Weiber hockten zusammen, rauchten die Pfeifen der Männer und mischten sich mit gellendem Geschrei in die Gebote. Da wurden Renntiere betastet, ihr Gewicht untersucht und bezweifelt, die Forde- rungen mit Hohngelächter beantwortet, oder der Verkäufer wurde mit der Branntweinflasche zur Einsicht gebracht.

An anderen Orten drehten sich Lärm und Geschrei um Pelzdecken und Komager, Fuchsmützen und Bärenfelle. Feuer waren angezündet, um welche Finnen und Bölappen, Fischer und Kolonisten lagerten und sich wärmten, aßen, tranken, schimpften und jubelten. Rauhe Stimmen brüllten dazwischen.

was sollte dann aus Markt und Handel werden? Da waren

Manche, die sich besser dünkten oder es waren, verzehrten an

-B

unverschämte Sprache 1 ef Sie begannen zunächst zu behaupten, a5

mentkeine Duma und kein Reichstag it. Ur em der sozialistischen Kammerfraktion entdeckten sie schließlich, daß die parlamentarische Tätigkeit nicht nur selbst, sondern erst recht in Kriegszeiten eine Notwendigkeit ist. Und so hat das über⸗ laute Geschrei der Reaktion die gegenteilige Wirkung als die ge⸗ wollte gehabt. Dieselben Parlamentarier, die noch vor wenigen; Wochen bereit waren, sich selbst für überflüssig zu erklären, sind heute nicht minder bereit, das Parlament in Permanenz zu er⸗

klären. Die reaktionären Hoffnungen sind jedenfalls zu Wasser 5 ftise geworden. 5 5 5 braue Soweit unser Korrespondent. Daß man sich auf mancherl öcerge

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parlamentarische Kämpfe in Frankreich gefaßt machen muß, geht auch aus dem Verhalten sozialistischer Blätter hervor So greift Gustave Herve in seiner Guerre Sociale dis Regierung an und erklärte, der Beschluß Joffres und Millerands, der dem Kammerausschuß für das Gesundheits wesen Untersuchungen über den Gesundheitszustand in der Armee und das Funktionieren des Gesundheitsdienstes ver⸗ weigere, sei eine Ohrfeige für das Parlament, das berechtigt sei, Kontrolle auszuüben. Gerade der Gesun heitszustand sei sehr schlecht. Der Beschluß Joffres 10 Millerands, nur dem Vorsitzenden des Ausschusses und ein. zweiten Ausschußmitgliede die Besichtigung zu gestatten, be⸗ weise, daß die Leitung des Sanitätsdienstes eine Kontrolle fürchte, denn zwei Personen könnten unmöglich ein um⸗ fassendes Bild gewinnen. Der Ausschuß würde Schönes ge⸗ sehen haben, wenn er gewisse Ambulanzen besichtigt hätte, wo ansteckende Kranke derart gepflegt würden, daß die Kranken⸗ pflegerinnen überall ein wenig Wäsche, Arzneimittel und das allernotwendigste Material zusammenbetteln müßten, damit die Typhuskranken nicht wie Hunde verreckten. Frankreich würde einwilligen, daß die Mannschaften der jüngsten Klasse ehrlich durch Feindeskugeln fielen, aber es dürfe und werde nicht zulassen, daß 18 Jahre alte Knaben in den Kasernen Jungenentzündungen zugrunde gingen. Die Kammer dür

Ir. Arn FHisensck ict. E bon 92 tunden doch

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die Ohrfeige, die der Beschluß Joffres und Millerands sei Der nicht einstecken. Aehnlich äußert sich die Libre Parole:Bis, Tethode her haben wir stillgeschwiegen in der Ueberzeugung, daß der drhinde

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Augenblick nicht für Schwätzereien geschaffen ist. Aber da 0 wir nur die Rednertribüne der Kammer haben, um die Kon meidu trolle fordern zu können, die zuweilen verweigert wird, pe höhere

darf man sich nicht wundern, wenn einige das Schweigen, das 0 Kühle alle sich auferlegt haben, brechen. a 0 1 Der Verkauf derDacia..

Daily Telegrasl

meldet aus Washington: Der Hapag⸗DampferDacia wurde en, daf Edward Breitung in Marquette(Michiga und iin itreichef amerikanische Schiffsregister eingetragen. rad S veston und soll am Freitag abreisen, wie man g fe

Die Times schreiben: Die beabsichtigte Uebernahme 79 00 DampfersDacia der Hamburg⸗Amerika⸗Linie, der unter am e die s

sgatz wei skereil Fonnene

nehmen. angenehm empfunden werden. Die Schiffsbesitzer hätten bereits

lauben, würde der Verkauf eines deutschen Dampfers an een chen, i amerikanischen Vesitzer als etwas gang anderes und eine vie her, ernstere Angelegenheit betrachtet werden. imm Amerikanische Rüstungen. echt

Washington, 14. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Der Senn f bon ei

hat eine von Senator Lodge eingebrachte Resolution am fa a e grob aufgerichteten Tischen Hammelfleisch, das in Zwiebel) but e

fllg e läßt, Fausha ute Aird f ung wrhan;

brühe schwamm. Lappen kochten in ihren blechernen schirren Fische, die sie halb roh verschlangen, wieder anden rösteten blutiges Fleisch und Vögel, und auch aus den Bude und Zelten der Kaufleute scholl der Handelslärm; um Helge stads Vorräte drängte sich ein dichter Schwarm abenteue licher Gestalten. 5 f Merkwürdig aber war es doch, daß, während die non. männischen Fischer sowohl wie die Finnen, Bölappen um andere Kolonisten auch nicht einen Mann oder ein Weib au! zuweisen hatten, welche aus den verwetterten Gestalten un rauhen, harten Gesichtern vorteilhaft hervorgetreten wären, die Lappen, diese verachteten Nomaden, einige ganz artige uf wohlgefällige Jünglinge und junge Mädchen auf den Mar geschickt hatten. Die kleinen Dirnen wurden zwar von den stolzen Töchtern der Kaufleute mit verächtlichen und spö i Blicken betrachtet und von den Männern aus besserem Bult kaum angesehen, allein sie waren hübscher und zierlicher al viele, die ihnen nachhöhnten. In ihren blauen Jacken um weiten Röcken, mit roten Litzen besetzt und bestickt, in ihrn weißen Häubchen und Faltenschürzen, ihren netten Jede taschen und geschnürten Halbstiefeln trippelten sie durch des i bers Gedränge; zwischen den breitschulterigen, mächtigen Gesta ö der Normänner und deren hochgewachsenen Frauen zeig sich ihre freundlich geformten Gesichter mit lebhaften Augen und frischen Farben. 0 Diese niedlichen Mädchen in der gefälligen Nation tracht waren Erbtöchter wohlhabender Familien oder Fraue im ersten jugendlichen Alter. Vielleicht besaßen sie zwe oder dreitausend Renntiere und hatten ein Dutzend ves grabener Töpfe voll Speziestaler zu erwarten. Es ware junge Aristokratinnen, die wohl wußten, wie sie begehr den, und was sie wert waren, und spröden Sinnes si wandten, wenn ein armer, schmutziger Landmann traulich zeigen wollte.

chern

(Fortsetzung folgt.