Ausgabe 
16.1.1915
 
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k Volkszeitung

2 Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

Die Oberbessische Volksseitung erscheint

2 ieden Werktag Ab Gießen Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Wfa, 89 fa. einschl. Bringerlohn Durch die Post bezogen vierteljährl. 1.80 Ml.

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Nr. 13

Gießen, Samstag, den 16. Jaunar 1915

10. Jahrgang

8 Zur Kopenhagener Konferenz.

Von Eduard David, M. d. R.

N 3 5 4 5 Vom 16.18. Januar werden in Kopenh Vertr

8 5 hagen Vertreter der uzialistischen Parteien in den 925

2 0 1 neutralen Ländern tagen. Der sauptgegenstand der Verhandlung soll die Frage der Frie⸗ 0 tgeger 0 0 F ge der Frie⸗

lens förderung sein. *. U Die deutsche Sozialdemokratie wird sich an dieser Veran⸗ ae deutse aial ra eser Veran ingen 155 ung in kleiner Weise beteiligen. Aus gewichtigen Gründen! 8 ist* uns unmöglich, inmitten des Krieges mit Vertretern 1 2 8* Parteien eine offene Aussprache über die den 0 rieg berührenden Fragen zu pflegen. Das Interesse unseres

andes zwingt uns weitgehende Zu rückhaltung auf.

9185 2 umter diesen Umständen müßte eine Diskussion unfruchtbar blei⸗ at 1016 n, und wir könnten Beschlußfassungen keinen bindenden Charak ma. N. r beimessen. diegene. Diese Zurückhaltung war um so mehr geboten, als von nigen führenden französischen Sozialisten in der Humanité die gerdächt gung ausgesprochen wurde, die Kopenhagener Zu Immenkunft sei von der deutschen Partei inszeniert, um

lurch Vermittlung der Neutralen für Deutschland um gut Wetter I bitten bei den künftigen Friedensverhandlungen. Die franzö⸗ schen Sogiglisten gehen dabei von der Annahme aus, der end che Sieg der Alliierten sei so gut wie sicher, Deutschland be⸗ mne bereits auf dem letzten Loch zu pfeifen und jammere insge⸗ him nach Frieden. Jedes Wort der Erwiderung auf diese kind che Phantasie wäre zuviel!

So⸗

Nach dieser wenig freundlichen Stellung französischer

de zalisten zu der Kopenhagener Konferenz überrascht es um so mehr, 1 ß die Sozialisten der uns feindlichen Staaten es nunmehr doch 2 r angemessen halten, auf die neutrale Veranstaltung durch Ab⸗ 10 sandte oder Berichte in ihrem Sinne zu wirken. Nach einer

itteilung des Stockholmer Sozialdemokraten soll vom fran⸗

ßsischen Parteivorstand ein Bericht an die Konferenz in Aus⸗ It gestellt worden sein. Die englische Social Demokratie garty(Gruppe Hyndman!] habe bereits ein Schreiben geschickt. us Rußland sei ein Bericht und möglicherweise auch eine lersönliche Vertretung zu erwarten. Von Belgien hätten Jandervelde und Huysmans ihr Erscheinen in Aus gt gestellt.

Bestätigt sich das, so würde die Veranstaltung auf keinen Fall hehr als eine neutrale angesehen werden können. So wenig de Unterstellung von französischer Seite, die Konferenz sei be⸗ lte Arbeit der deutschen Sozialdemokratie, zutraf, so wenig hitten wir andererseits einen Grund, einer solchen Beratschlagung

. serer sozialistischen Freunde in den neutralen Ländern ab⸗ isend oder mißtrauisch gegenüberzustehen. Wir schätzen ihre

einung, und alles, was ehrlich und unparteiisch der Sache des Fiedens dient, hat unseren Beifall. Sollte sich nunmehr aber hrausstellen, daß sich die Konferenz der Beeinflussung durch ein⸗ itige, gegen uns gerichtete Informationen aussetzt, so äßten ihre Verhandlungen und Beschlüsse selbstverständlich für üs jedes moralische Gewicht verlieren. Die Haltung der deutschen Sozialdemokratie zum Kriege hat ik den Sozialisten der neutralen Länder wenig Zustimmung ge unden. Zu unserem schmerzlichen Bedauern mußten wir wahr⸗ ühmen, daß die systematisch von der feindlichen Presse verbreite⸗ eu, erfundenen oder entstellten Berichte über deutsches Wesen und kutsche Krie rung auch in vielen sozialistischen Blättern der kwatralen Länder kritiklose Aufnahme fanden. Wir konnten wenig un, diese falsche Meinung zu korrigieren. Unsere Hoffnung war, ie mit der allmählichen Wiederkehr einer leidenschaftsloseren Fümmung ein objektiveres Urteil bei den Neutralen Platz greifen derde in dem Maße, wie sie eine tiefere Einsicht in die wirklichen bergänge und Verhältnisse erhielten. Wir geben diese Hoffnung uch heute nicht auf. Nur müßten wir bedauern, wenn der Prozeß her objektiven Aufklärung innerhalb der Internationale durch Anz einseitige, aber mit einer gewissen Autorität ausgestattete legungen von neuem verzögert würde. 5 5 Noch gegen eine andere Quelle der Irreführung müssen wir hs wenden. Die Gruppe Liebknecht⸗Luxemburg⸗ ehring hat es für angebracht gehalten, die Haltung der so⸗ illdemokratischen Reichstagsfraktion vor dem Forum der Inter⸗ . einer scharfen Kritik zu unterziehen. Wir werden t angeklagt, Verrat an den Grundsätzen des Sozialismus 5 an der Internationale begangen zu haben. Außerdem aber brd die kühne Behauptung in die Welt hinausgeschleudert, in der keutschen Arbeiterschaft beginne bereits eine m acht volle byposition gegen die Haltung der Führer sich zu regen. Die slit' set nahe, wo die sozialdemokratischen Massen Deutschlands ne oder trotz dieser Führer in die Wege einlenkten, die ihnen von ter Gruppe gezeigt würden. 5 Natürlich finden diese Auslassungen überall dort guten Inuben und lautes Echo, wo man das Eintreten der deutschen So⸗ sldemokratie für die eigene nationale Sache als ein Verbrechen nieht und wo man der Meinung ist, wir hätten unser Land ruhig

n den Heeresmassen des russischen Despoten und seiner Ver⸗ ndeten einschließlich ihrer sarbigen Hilfsvölker gerstampfen asen sollen. Demgegenüber möchten wir die Internationale

vauf aufmerkfam machen., daß jene Behauptung von dem Iwie⸗ lt zwischen Führern und Massen in Sachen der Kriegskreditbe⸗ ligung entweder auf naiver Selbsttäuschung oder auf suwußtem Schwindel beruht.: rfeha f Die Haltung fast der gesamten politischen und gewerkschaft⸗ 155 Presse der modernen Arbeiterbewegung Deutschlands beweist, 1j die Politik des 4. August von der überwiegenden Mehrheit der ialdemokratischen Millionenvartef getragen wird. Man komme is nicht mit dem Einwand, das sei eine Wi rkung der mi li⸗ ürkschen Pressezensur. Die Zensur kann Kritik ver⸗ Adern, aber sie kann keine positive Zustimmung W. wingen, was die Haltung vereinzelter Blätter ja auch, 2 2 Massen haben aber auch durch die eigene praktische Tat deute nung gezeigt, wie sie zur Frage der, Landesverteidigung un serlonalen Selbstbehauptung stehen. Ihre opferbereite, eifrige

Mitarbeit an allem, was zur Stärkung der militärischen und wirt⸗ schaftlichen Widerstandskraft Deutschlands beiträgt, ist die beste Bestätigung der von der Führung empfohlenen Politik, und die sozialdemokratischen Arbeiter, die draußen in den Schützengräben

ihre harte Pflicht erfüllen, denken nicht anders, wie die in der Heimat Es wäre eine verhängnisvolle Täuschung, wenn sich in der

Internationale die Meinung festsetzte, die genannte kleine Gruppe werde die deutsche Sozialdemokratie repräsentieren, wenn es sich um den Wiederaufbau der Internationale handelt. O, nein! Dieser Wiederaufbau den die deutsche Paxtei nicht weniger aufrichtig wünscht, wie die irgendeines anderen Landes kann nur auf dem Boden der Auffassungen sich vollgiehen, die die Mehrheit der Par teileitung und der Fraktion in Uebereinstimmung mit der über⸗ wältigenden Mehrheit der Parteigenossen im Lande vertritt. Wir müssen unsere ausländischen Freunde schon bitten, diese Auf⸗ fassungen einer unbefangeneren Prüfung zu unterziehen, als es seither vielfach geschehen ist. Sie werden dann finden, daß wir für uns nichts verlangen, was nicht alle anderen Sektionen der Internationale in gleicher Weise in Anspruch nehmen: das Recht auf nationale Selbstbehauptung gegen jede Be drohung von außen!

Auch für die Frage der Friedens förderung ist ein richtiges Urteil über die Auffassungen der deutschen Paxtei in ihrer großen Mehrheit von Bedeutung. Wir sind der Meinung, daß das deutsche Volk für eine gerechte Sache kämpft und fühlen uns eins mit der ganzen Nation in dem sesten Willen, durchzu⸗ halten bis zu einem für uns ehrenvollen Frieden. Wir sehen auch in der militärischen Lage wahrhaftig keinen Grund, unsererseits auf einen schleunigen Frieden zu drängen. So stehen die Dinge glücklicherweise für Deutschland nicht, und wir sind überzeugt, so werden sie auch in Zukunft nicht stehen, selbst wenn der französische Schrei nach japanischer Hilfe Erhörung fände.

Aber nichtsdestoweniger hat die deutsche Sozialdemo⸗ kratie ihren prinzipiellen Friedens standpunkt keinen Augenblick verleugnet. In der Erklärung der Reichstagsfraktlon vom 4. August hieß es:Wir fordern, daß dem Kriege, sobald das Ziel der Sicherung erreicht ist und die Gegner zum Frieden geneigt sind, ein Ende gemacht wird durch einen Frieden, der die Freundschaft mit den Nachbarvölkern ermöglicht. Diesem Satz haben wir durch Aufnahme auch in unsere Er⸗ klärung vom 2. Dezember erneut Nachdruck gegeben.

0 Danach wird uns niemand vorwerfen können, daß wir den Krieg als solchen und seine Fortsetzung über das Ziel der

Sicherung unseres Landes hinaus wünschten. Die Kopenhagener Konferenz weiß also, daß die deutsche Partei ihr kein Hindernis bereiten wird bei dem Bestreben, der Sache des Friedens zu dienen.

Wir glauben auch konstatieren zu dürfen, daß unsere Formu⸗ lierung viel mehr den Geist der Friedens- Internationale atmet, als die auf politische Zertrümmerung und wirt⸗ schaftliche Einschnürung des Deutschen Reiches einge⸗ stellten Wendungen, die wir in französischen und englischen Er klärungen lesen mußten

Im übrigen wird die Konferenz unseres Erachtens dem

Frieden am besten dienen, wenn sie die Frage der Friedensbeding⸗ ungen auch in ihren allgemeinen Formulierungen aus dem Spiele läßt. Alle Festlegungen über den Inhalt der Friedensverträge sind verfrüht. Der Krieg hat uns alle aus dem Reiche der Illu⸗ sionen auf den Boden der Wirklichkeit geführt. Auch die Arbeit der Internationale wird fruchtbarer werden, wenn sie bei ihrer Politik den Blick nicht in die Wolken, sondern auf die Erde richtet. (Chemnitzer Volksstimme.) Ein russischer Bericht.

Die Korrespondenz Rundschau meldet aus Kopenhagen:

Amtliche Mitteilungen der russischen Heeresleitung stellen fest, daß zwischen Bialka und Rylka eine besonders intensive Tätigkeit der Verbündeten wahrzunehmen sei, welche die Russen zwinge, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um den Zusammenhang der feindlichen Aktions- pläne zu stören. Zwischen der unteren Weichsel und der Pilica sei es den Deutschen gelungen, unterstützt von ihrer schweren Artillerie, eine Reihe geschlossener Angriffe durchzuführen, vor denen die russi⸗ schen Truppen langsam und in voller Ordnung in besser gelegene Positionen zurückgewichen seien. Im Raume um Bolimow seien erbitterte Kämpfe im Gange, die zur Besetzung eines russischen Schützengrabens durch die Deut⸗ schen geführt hätten.

Von Ostpreußen wird gesagt, daß dort und im Raume um Mlawa der partiellen Offensive der Deutschen standgehalten werde.

Aus Galizien wird offiziell mitgeteilt, daß die russi schen Truppen damit beschäftigt seien, wütende Angriffe der österreichisch-ungarischen Truppen, die zahlreiche Panzer Automobile verwenden, mit Artilleriefeuer, Bajonettver teidigung und Handgranaten zurückzuweisen. Im Gebiete von Gorlitze dauere der heftige Kampf unvermindert an.

In der Bukowina nähmen die eingeleiteten Ope⸗ rationen ihren vorgezeichneten Verlauf. Die Städte Suczawa, Storozinetz und Radautz seien kampflos besetzt worden.

Die Kriegsberichterstatter der russischen Blätter heben in ihren Meldungen hervor, man müsse mit einer langen Dauer und langsamen Art der Operationen rechnen und darauf gefaßt sein, daß sich der Erfolg bald der einen, bald der anderen Seite zuneige.

5 om Weltkrieg.

Flieger über Dün kirchen.

Amsterdam, 14. Jan.(T. U.) Das Blatt Het Volk berichtel aus Dünkirchen: Kein Tag vergeht mehr, ohne daß sich drei bis pier Flieger über der Stadt zeigen, ganz gleich wie das Wetter ist. Noch immer werden Bomben abgeworfen, die Schaden anrichten. Die Station ist schon mehrere Male angegriffen und Häuser in der Nach⸗ barschaft sind eingestürzt oder abgebrannt. Verschiedene Personen. sind durch Bomben getötet worden. Die belgischen Flieger wagten am Montag einen Gegenangriff. Beide Parteien flogen sehr hoch, Ein Gesecht in der Luft entspann sich, dem zwei deutsche und zwei belgische Flieger zum Opfer fielen.

Die Wiener Ministerkrise.

Der Rücktritt des Grafen Berchtold von den Führung der auswärtigen Politik Oesterreich⸗-Ungarns und seine Ersetzung durch den magyarischen Baron Burian von Rajec, einem ergebenen Freunde des ungarischen Minister⸗ präsidenten Grafen Tisza, ist das größte diplomatische Er-, eignis seit dem Ausbruch des Krieges.

Ein Mann von Ehre und Gewissen und als solcher gilt Graf Berchtold verläßt in dieser Zeit nicht seinen Posten, wenn er von den Gründen, die ihn zu seinem Ent⸗ schluß führen, nicht geradezu überwältigt wird. Wenn Graf Berchtold die ungeheure Verantwortung, die er bis zum 18. Januar getragen, nun plötzlich von seinen Schultern wirft, so muß sich alle Welt fragen, was ihn zu einem so außerordentlichen Verhalten veranlaßt hat. Die Wiener amtliche Verlautbarung macht nicht einmal den Versuch, die Krise auf die sonst mit Recht so beliebtenGesundheits⸗ rücksichten zurückzuführen, sie spricht vielmehr vonge⸗ wichtigen persönlichen Gründen, die den Minister zu seinem Rücktritt bewogen haben und die vom Kaiser Franz Josephgewürdigt worden sind. Man geht kaum fehl, wenn man diesepersönlichen Gründe in dem Personenkreis sucht, der den Grafen Tisza umgibt und dem auch der Nachfolger des Grafen Berchtold entnommen ist.

Von den zahllosen ausführlichen Kommentaren, mit denen die deutsche Presse den Wechsel in der Leitung der Wiener auswärtigen Politik begleitet, scheinen uns die folgenden besonders bemerkenswert.

Der Berliner Lokalanzeiger läßt sich aus Prag tele⸗ graphieren:

Den Anlaß gaben nach außen hin die schon längere Zeit währenden Unstimmigkeiten mit dem Grafen Tisza wie man ja eigentlich schon lange weiß, in eingeweihten Kreisen, daß nicht Graf Berchtold, sondern Graf Tisza der eigentliche Leiter der äußeren Politik war. Mitgespielt haben auch wirtschaftliche Fragen, insbesondere die Versorgung der Monarchje während des Krieges, in denen die beiden Staatsmänmer nicht miteinander übereinstimmen. Am Neujahrstage war die Spannung zwischen Berchtold und Tisza am größten, und die Folge war, daß Graf Berchtold am 5. Januar seine Demission überreichte. Es wurde versucht, diese Differenzen beizulegen, und zu diesem Zwecke fanden einige Besprechungen statt, die aber ohne Ergebnis blieben. Es zeigte sich, daß die Kluft zwischen den beiden Staatsmännern einfach unüberbrückbar war. Graf Berchtold überreichte darauf nochmals seime Demission.. N

Die Berliner Post ist durch die Wiener Vorgänge stark beunruhigt. Sie nennt das Verhalten der dort leitenden Stellen, diehalbamtliche Beflissenheit, die die wahren Gründe der Krise zu verbergen sucht,geradezu unwürdig. Den Grund für Berchtolds Rücktritt sieht sie in seinem Ver⸗ halten gegenüber den Rumänen in Ungarn, denen er, um sich Rumäniens Neutralität zu sichern, Zugeständnisse machen wollte, die von der ungarischen Regierung Tisza-Burjan verweigert wurden. Die Post schreibt dazu:

Die Forderung der rumänischen Nationalisten geht bekannt⸗ lich dahin, die Millionen Rumänen, die in Ungarn, vor allem in Siebenbürgen und um Banat, und in der Bukowina ansässig sind aus den ungarischen Unterdrückung und Umklaan⸗ merung zu erlösen. Diese schwierige Frage, die natürlich auch an das Herz Ungarns greift, dürfte wohl den entscheidenden Anlaß. zum Rlicktritt des Grafen Berchtold gegeben haben. Wie sich die Zusammenhänge im einzelnen gestalten, das freilich entzieht sich moch der Beurteilung. Vielleicht ist Graf Berchtold bei seinen Forderungen bei der ungarischen Regierung auf einen so starken Widerstand gestoßen, daß er glaubte, die Verantwortung nicht weiter tragen zu können und deshalb lieber von seinem Posten zurücktrat. 5 N

Sollte der Rücktritt aus diesem naheliegenden Grunde erfolgt

sein, so wäre es allerdings doppelt und dreifach zu bedauern, denn in der gegenwärtigen Lage wäre es geradezu unwerständlich, wie die Magnaren nicht alles tun sollten, um die Rumänen für die Zeutralmächte freundlich zu stümmen. Wir können uns wahrlich nicht den Lurus leisten, ein Reich von der Bedeutung Rumäniens durch eine Nationalitätenpolitik vor den Kopf zu stoßen, die aus den verschiedensten Gründen zu mißbilligen ist.

Ein harter Schlag für Nusiland. Kein Waffenschmuggel über Schweden! Stockholm, 13. Jan.(Ctr. Frkft.) Die hiesigen Abend-

blätter bringen die ersten Kommentare zu dem schwedischen

Regierungsbeschluß, der den Waffenschmug