Ausgabe 
13.1.1915
 
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Kräfte konzentrier ung des russischen Hauptheeres werde im

Französische Angriffsversuche bei Ailly Mihiel scheiterten.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

In Ostpreußen nichts Neues.

Russische Vorstöße im nördlichen Polen keinen Erfolg.

Unsere Angriffe im Gebiete westlich der Weichsel machten trotz des schlechten Wetters an einigen Stellen Fort⸗ schritte.

Auf dem östlichen Pilica⸗Ufer keine Veränderung.

Oberste Heeresleitung.

Vom polnischen Kriegsschauplatz. Neue deutsche Offensive. Genf, 12. Jan.(T. U.) Der Militärkritiker des Rjetsch gibt interessante Einzelheiten über die mili⸗ ktärischen Operationen in Polen. Zunächst stellt er fest, daß durch die Neugruppierung der deutschen Kräfte zwischen der Mündung der Bzura und der Nida eine Front von 165 Meilen entstanden sei, mit drei Armeen von je 15 bis 18 Armeekorps. In dem Winkel, welchen die Flüsse Bzura und Rawka bilden, entwickelt sich, heißt es nach weiteren Meldungen, der deutsche Angriff auf den rechten Ufern der beiden Flüsse, die von den Deutschen nahe beim Zusammenfluß überschritten worden sind. Nachdem die Deutschen am letzten Mittwoch die den Fluß beherrschenden Höhen besetzt hatten, griffen sie zwischen Koslow und Sochatschew an, wo sie die erste russische Schützengräbenlinie eroberten. Es kann nicht geleugnet werden, schreibt der Militärkritiker, daß sie auf diesem Punkte einen äußerst wertvollen Teilerfolg davon getragen haben. Am nächsten Tage allerdings mußten sie etwas zurückgehen. Weiter heißt es dann, daß die Russen nicht beabsichtigten, sich dem Manöver der Deutschen zu fügen, um ihr Haupt⸗ augenmerk, das gegen die österreichische Armee in den Karpathen gerichtet ist, nicht von dort abzulenken. Die Russen hätten eine Verteidigungslinie her⸗ gestellt, die nördlich von den Sümpfen flankiert wird und sich zwischen Blondie und Grodic, ungefähr auf halbem Wege zwischen Bzura und Rawka und Warschau befindet. Dort müßten die Deutschen, wenn es ihnen gelänge, durch die Kraft von 18 Armeekorps, unterstützt von schwerer Artillerie, die Bzura⸗Linie zu forcieren, einen neuen Ansturm in offener Feldschlacht vornehmen, bevor sie die Fortslinie von Warschau angreifen könnten. * Die Deutsche Tageszeitung meldet aus Wien: Wie russische Blätter melden, hat der neue Offensivvorstoß der n südlich der Pilica gegen Kielce die russische 0 s leitung überrascht und eine abermalige Neugruppierung der russischen Haupt- erforderlich gemacht. Eine abermalige Rück-

südlich St.

hatten

österreichisch⸗ungarischen Kriegspressequartier nicht als aus⸗ geschlossen bezeichnet.

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Russischer Munitionsmangel.

Wien, 12. Jan.(T. U.) Ein Militärkritiker schreibt zur Be⸗ urteilung der Kampflage gegen Rußland: Die russische Infanterie scheine an Munitionsmangel zu leiden. Die Munitionstrains könnten infolge des schlechten Wetters nicht rechtzeitig an die Front gelangen. In Nordpolen setzten die Deutschen ihre Offensive fort. Die Russen haben Ende Dezember einmal 100 000 mit Berdan⸗ gewehren bewaffnete Soldaten an die nord- und mittel polnische Front gesandt, woraus zu ersehen ist, daß in der russischen Armee bereits ein starker Mangel an modernen Infanteriegewehren ein⸗

getreten ist. Die bösen Unterseeboote.

Nach Meldungen aus Flandern hat England die weiteren Truppentransporte auf dem bisherigen Wege von Folkestone nach Dieppe eingestellt, weil, wie den Hamburger Nach⸗ richten aus Brüssel gemeldet wird, der Aermelkanal durch die deutschen Unterseeboote unsicher gemacht werde. Die englischen Truppen werden jetzt von Portsmouth nach Le Havre und von da nach La Calice geschickt, von wo aus sie mittelst Eisenbahn nach dem Kriegsschauplatz befördert wer⸗ den. Dabei macht sich aber neben der Länge des Weges auch der Mangel an französischem Eisenbahnmaterial geltend, wo⸗ durch die Truppentransporte erheblich verzögert würden.

Pariser Fliegerangst. a

Genf, 12. Jan.(Etr. Frkft.) In letzter Zeit hat sich unter der Pariser Bevölkerung wieder große Beängstigung gezeigt wegen des Erscheinens von deutschen Fliegern und Zeppelinen. Die Militärbehörden haben insolgedessen eine Note an die Pariser Blätter gegeben, die besagt: 5

Der Kriogsmimister hat sich in Begleitung von General Gallisni, dessen Generalstabschef General Clergerie und General Hirschauer, dem Direktor des äronautischen Dienstes, in die Umgebung von Paris begeben. Dort hat ihnen Fregattenkapitän Morache, der mit dem Dienst der Verteidigung des Pariser Schanzlagers gegen die Zeppeline beauftragt ist, die hierfür getroffenen Maßnahmen gezeigt und Projektionsapparate sowie Geschütze zum Abschießen der Flieger vorgeführt Der Kriegsminister, der den Verteidigungs⸗ posten eingehend besichtigte, zeigte sich befriedigt. An die Bevölkerung wird binnen kurzem durch die Presse eine Bekanntmachung ergehen, wie sie sich im Falle eines Alaums beim Herannahen von Fliegern und Zeppelinen hinsichtlich der Beleuchtungsfrage zu verhalten hat.

Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Schwere Verluste der Russen.

Wien, 12. Jan.(W. B.) Amtlich wird verlautbart: 125 Januar. Die Versuche des Feindes, die Nida zu forcieren, wieder⸗

*. olten sich auch gestern. Während heftigen Geschsützkampfes er 9 55 1 vormittags im füdlichen Abschnitt eine Kra truppe des Gegners erneut zum Angriff an, brach jedoch kürzester Zeit in unserem Artillersefeuer nie der und flutete zurü hunderte von Toten und Verwundeten vor unserer Stellung zurücklassend. 1 Gleichzeitig hielt auch süd lich der Weichsel der Eeschütz⸗ kampf an, wobei es einer eigenen Batterie gelang, einen vom Feinde besetzten Meierhof derart unter Feuer zu nehmen, seit den letzten Tagen eingenisteten Russen gezwungen wurden, fluchtartig ihre Stellungen zuräume n. 5 In den Karpathen erschweren die ungfastigen Witterungs⸗ verhältnisse jede größere Aktion. 1 5 ten 1 hat sich der Gegner näher an den uzsok⸗Paß zurückgezogen. 5 225 i 1815 5 ben russischen Zeitungen verbreitete Nachricht, dic gestung Przemysl hätte am 10. Dezember einen Parla⸗ mentär zum Feinde entsandt, ist natürlich vo llkommen er funden und dürfte nur bezwecken, die gänzliche Machtlosigkeit gegenüßer dieser Festung zu verbergen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

* Die Belagerung von Przemysl.

Wien, 12. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Der Kriegsbericht⸗ erstatter des Deutschen Volksblattes erfährt über die Belagerung von Przemysl, daß die russische Armee dort bei ihren bis⸗ 1 Angriffen furchtbare Ver lu ste erlitten Habe. Die Ausfälle der Besatzung fügten den Belageren schweren Schaden zu. Gefangene russische Offiziere erzählen davon mit unverhohlener Bewunderung. Ebenso arg wurden die Reihen bei den Sturm⸗ angriffen gelichtet. Wie bei der ersten Belagerung, trieben die russischen Offiziere die stürmenden Mannschaften an. Viele, die nicht vorrücken wollten, wurben einfach niedergeschossen. Vor den Drahtverhauen lagen nach den ersten Angriffsversuchen Berge von Leichen; sie zählen nach Tausenden. Deshalb dürften auch die Russen ihre wahnsinnigen Angriffe aufgegeben haben. Vor kurzem sind auch Teile der Belagerungsarmee an die Dunajec⸗ Front und in die Karpathen abgezogen, so daß bis auf weiteres vor Przemysl Ruhe herrschen dürfte. In der Festung herrscht die vortrefflichste Stimmung.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen.

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