„verw.— Wehrm. Georg Heck, Nieder⸗Eschbach, Kr. Friedberg, gefallen.
11. Kompagnie. Wehrm. Georg Hergext, Mittelsinn, Kr. Unterfranken, leichtv erw.— Wehrm. Heinrich Wagner, Kesselbach, Kr. Gießen, l. verw.— Wehrm. Franz Kreiling, Vilbel, Kr. Fried⸗
berg, schw. verw.— Wehrm. Friedrich Alles, Lich, Kr. Gießen, l. verw.— Wehrm. Georg Lotz, Hausen, Kr. Offenbach, l. verw.
— Wehrm. Heinrich Jung, Kleeberg, Kr. Usingen, l. verw.— Gefr. Wilhelm Martin, Oberndorf, Kr. Wetzlar, l. verw.
Von den Himmelserscheinnngen im Monat Januar.
Am 2. Januar kommt die Erde bei ihrer jährlichen Wanderung um die Sonne an einen für das bürgerliche Leben sehr wichtigen Punkt, sie erreicht ihre größte Annäherung an die Sonne und leitet damit einen neuen Umlauf um das Zentralgestirn. Wollten wir also das Jahr konsequent nach astronomischer Festlegung be⸗ ginnen, so müßten wir Neujahr nicht am 1. Januar feiern, sondern am zweiten. Auch nächstes Jahr wird das so sein. Man wird daher meinen, es sei merkwürdig, daß wir dennoch mit dem 1. Januar beginnen. Aber da tritt die Schwierigkeit auf, daß auch der 2. Januar kein fester Zeitpunkt ist, denn in manchen Jahren findet die größte Annäherung an die Sonne am 1. Januar, an andern am 3. statt. Sogar noch andere Daten kommen vor. Auf solche Wirtschaft kann sich aber unser bürgerliches Leben nicht gut einlassen. Wir beginnen nach 365 Tagen ein neues Jahr und wenn sich die Daten verschieben müssen, weil Tag und Jahr nicht inein⸗ ander„aufgehen“, so„schalten“ wir nach unserer bewährten Methode..
Man möchte nun wohl auf den Gedanken verfallen, die Erde sei ein recht unpünktliches und launisches Vehikel, wenn sie sich solche Seitensprünge erlaubt. Dennoch stimmts nicht. Sie ist so pünktlich, we nur irgend etwas sein kann. Genau zur bestimmten Zeit ist sie an der fraglichen Stelle ihrer Bahn, zu keiner andern. — Wie ist das möglich? Nun, wir haben zwar in der Schule ge⸗ lernt, die Erde beschreibe um die Sonne einen Kreis, oder die besser Unterrichteten haben sogar gehört, daß dieser Kreis eine Ellipse sei. Aber in Wirklichkeit stimmt auch das nicht. Wir sehen von der Bewegung der Sonne im Raume ab und fragen nur nach der Bahnlinie der Erde um die Sonne. Wir bekommen dann eine höchst verwickelte und gar nicht in sich zurücklaufende, also keine ge⸗ schlossene Kurve. Die zahlreichen Einwirkungen der im Sonnen⸗ system vorhandenen Körper bringen die höchst komplizierte Bahn zustande, und sie bewirken das scheinbar ungenaue Eintreffen der Erde in den astronomisch wichtigen Punkten.
Von den großen, mit bloßem Auge sichtbaren Planeten ist nur Mars jetzt nicht am Himmel zu beobachten. Merkur sogar ist gegen Ende des Monats abends im Südwesten auffindbar, wenn man sich Mühe gibt. Dann wird er wieder als glänzende kleine Scheibe erstrahlen, während wir ihn im November des verflossenen Jahres auf der Sonnenscheibe als schwarzes Pünktchen beobachten konnten. Auch hierbei lassen sich manche Beobachtungen machen. Bei seinem„Durchgang“ konnte man ihn auf dem alles überstrahlenden Sonnenballe nur mit Hilfe des Fernrohres sehen, wenn man durch Blendgläser die Sonnenstrahlen stark schwächte. Jetzt erblickt ihn das bloße Auge: er erscheint viel größer als damals. Neben der Blendung der Sonnenstrahlen spielt auch noch die„Irradiation“ eine Rolle, diejenige Erscheinumg, die besagt, daß ein leuchtender Punkt immer größer aussieht, als ein gleich großer dunkler. Ende Januar werden wir Merkur etwa 20 Minuten lang sehen können, wenn der Horizont klar ist.
Venus ist in diesem Monat Morgenstern; er ist dann im Süd⸗ osten 3 bis 2½ Stunden lang sichtbar. Gerade am Neujahrstage erstrahlt der Planet in seinem größten Glanze.— Jupiters Sicht⸗ barkeit nimmt wie die der Venus im Laufe des Monats ab. An⸗ sänglich ist der Planet noch 2, zuletzt bloß noch 9 Stunde vor seinem Untergang am Abendhimmel im Südwesten sichtbar. Er steht im Wassermann: man kann ihn ja wegen seines gewaltigen Glanzes nicht verfehlen, denn er ist mit der Venus der hellste Stern an unfserem Firmament.
Von allen Planeten ist Saturn in günstigster Stellung für uns. Man kann ihn während der ganzen Nacht beobachten und mit Hilfe eines kleinen Fernrohres seine Wundergestalt betrachten. Man findet ihn leicht als hellen Stern im Stier, fast genau in der Mitte zwischen Aldebaran und Pollux. Bis zur Mitte der ersten Hälfte der Monats ist der Planet die ganze Nacht hindurch sichtbar; später geht er immer früher vor Tagesanbruch unter, sodaß seine Sicht⸗ barkeitsdauer von 13½ bis 11½ Stunden am Ende des Januar abnimmt.
Der Mond, der ja schon immer ein Lieblingsobjekt des Himmelsfreundes war, ist durch die neuen Arbeiten Woods und anschließend daran von Miethe und Seegert in ein neues Stadium der Beobachtung getreten. Was man nie zu hoffen wagen durfte, scheint nicht ganz außerhalb der Möglichkeit gerückt zu sein, nämlich die Feststellung der Gesteinsarten, die an der Mondoberfläche zu⸗ tage liegen. Davon demnächst einmal ausführlicher.— Vollmond ist am 1. Januar 1 Uhr nachmittags, ebenso am 31. um 6 Uhr morgens; letztes Viertel ist am 8. Januar 10 Uhr abends, Neu⸗ mond am 15. um 4 Uhr nachmittags und erstes Viertel am 23. Januar 7 Uhr morgens. Vollmond, wo die Strahlen besonders schön zu sehen sind, ist also Monatsanfang zu beobachten, die Ge⸗ birge aber am besten kurz vor und nach den Vierteln. Da aber der Mond während der Zeit des letzten Viertels in diesem Monat zu spät aufgeht, so fällt auch dieses aus und man ist auf die Tage des ersten Viertels beschränkt. Man beobachtet also die Mondgebirge und Krater am besten am Monatsende.
— Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Res. Wilhelm Weidling aus Glauberg, Res.-Inf.⸗Reg. Nr. 116.— Unteroff. Ernst Koch, Bankassistent, Res.⸗Inf.⸗Reg. Nr. 116.— Freiw. Peter Krämer, Lehrer aus Rainrod, Inf.⸗Reg. Nr. 143.— Freiw. Fritz Schaberg aus Wetzlar, Pionier⸗Bat. Nr. 20. Unteroff. Friedr. Hosto aus Hohensolms, Garde⸗Grenadier-Reg. Nr. 4. Wehrmann Hermarn Keil aus Oberkleen, Res.⸗Inf.⸗Reg. Nr. 81.
— Alles Gold zur Reichsbank. Der Oberbürgermeister fordert
in seiner heutigen Bekanntmachung die Bürgerschaft auf, alle etwa noch im Privatbesitz befindlichen Goldstücke unverzüglich an die öffentlichen Kassen zum Umtausch gegen gleichwertiges Papiergeld abzuliefern. Stadttheater. Die deutsche Literatur besitzt bisher wenige klassische Lustspiele; zu diesen gehört Grillparzers„Weh dem, der lügt“, das wegen der szenischen Schwierigkeiten und der Schwierigkeit, einen passenden Vertreter für den Leon zu finden, selten gegeben wird und auch im neuen Hause am kommen⸗ den Dienstag zum ersten Male zu sehen ist. Die Aufführung des sinnigen Werks wird auf das sorgfältigste vorbereitet unter der Spielleitung von Direktor Steingötter.
— Stadttheater Gießen. Die Nachmittags vorstellung des morgigen Sonntags wird durch das angesetzte Stück, Paul Henses vaterländisches Schauspiel„Colberg“, das bei Volkspreisen gegeben wird, auch nach auswärts starke Anziehungskraft ausüben Der Sonntag Abend bringt bei kleinen Preisen das fröhbiche Spiel von Kehm und Frehsee„Als ich noch im Flügel⸗ kleide“. Daß die liebenswürdige Neuheit bereits zum 6. Male gegeben werden kann, spricht am besten für den außerordentlichen Erfolg des Werkes.— Marcell Salzer⸗Abend. In ernster Zeit meldet diesmal Marcell Salzer seinen Besuch an. Am 15. wird er, wie schon bekannt gegeben, seinen vielen Freunden gewiß zu großer Freude, auch hier einen seiner„Vaterländischen Abende“ nit zeitgemäßem Ernst und Humor veranstalten. Und wer wäre wohl berufener als Salzer, der große Meister des Vortrags, uns Dichtungen und Erzählungen, die die große Zeit hervorbrachte, näher zu bringen. In Berlin, Hamburg, Leipzig, Breslau usw. fanden diese Abende allsverkaufte Häuser und die Presse rühmt ein⸗ wütig den großen Erfolg, den Salzer damit erreichte.
Fahrradwagen für Krankentransporte. Not macht erfinderisch. Der außergewöhnliche Bedarf an Transportmitteln für Ver⸗ wundete und Kranke infolge des Krieges hat allerlei seltsame Vehikel erstehen lassen. Originell und praktisch zugleich sind die aus zwei Fahrrädern zusammengestellten Trausportwagen, die die Technische Hochschule in Karlsruhe auf Ersuchen des Badischen Landesvereins vom Roten Kreuz konstruiert hat. Auf Grund eines Aufrufs in den Zeitungen gingen der Hochschule binnen wenigen Tagen 100 Fahrräder zu, von denen die geeigneten zu 44 Krankenwagen verarbeitet wurden. Die Zusammenfügung ge⸗ schieht auf denkbar einfache Weise mittels einiger Holgleisten, auf denen etwa in Höhe des natürlich abgenommenen Sattels die Auf⸗ lage ruht, auf der die Tragbahre niedergelegt wird. Die Leit⸗ stangen sind durch eine Hebelanordnung verbunden. Für jeden Wagen ist auch noch eine Kopfschutzhaube vorhanden. Für das Zu⸗ sammensetzen des Wagens sind 8—10 Arbeitsstunden erforderlich, während die Materialkosten sich auf 10 Mk., die Kosten für eine Haube und Schutzdecke auf 5 Mk. belaufen. Die Wagen werden im unbelasteten Zustand durch einen, im belasteten durch zwei Männer geschoben. Sie haben infolge ihres besonders sanften Ganges bei der Ueberführung zahlreicher Verwundeter von der Eisenbahn ins Lazarett bereits sehr gute Dienste getan.
Entscheidungen aus der Angestelltenversicherung. In dem De⸗ zemberheft der„Angestelltenversicherung“ sind u. a. folgende all⸗ gemeines Interesse habende Entscheidungen veröffentlicht:
1. Nach§ 1 Abs. 3 des Versicherungsgesetzes für Angestellte ist abweichend von dem Wortlaut der Reichsversicherungsordnung nicht der regelmäßige Jahresarbeitsverdienst, sondern der Jahres⸗ arbeitsverdienst als maßgebend für die Versicherumgspflicht erklärt. Bei festen Gehaltsbezügen ist die Versicherungspflicht eines An⸗ gestellten stets nach seinen jeweiligen Bezügen au beurteilen, und eine etwa für die Zukunft in Aussicht stehende Veränderung der Gehaltsbedingungen kann hierbei nicht in Betracht gezogen werden. Erhält sonach ein nach Art seiner Tätigkeit wach dem Versicherungs⸗ gesetz für Angestellte versicherungspflichtiger Angestellter für die Dauer des Kriegszustandes auf Grund einer Vereinbarung mit seinem Arbeitgeber ein den Betrag von 5000 Mark nicht über⸗ steigendes Gehalt, so unterliegt er für diese Zeit dem Versicherungs⸗ zwange des Versicherungsgesetzes für Angestellte, und zwar ohne Rürksicht auf ein etwaiges Versprechen des Arbeitgebers, ihm nach eee des Krieges das frühere höhere Gehalt wieder zu be⸗ zahlen.
2. Ein Aungestellter, der am 1. Januar 1913 das Alter von 60 Jahren vollendet hatte, ist nach 8 1 Abs. 3 des Versicherungs⸗ gesetzes für Angestellte nicht versicherungspflichtig, auch wenn er vorher bereits in eine Beschäftigung eingetreten war, die dieses Gesetz der Versicherungspflicht erst unterstellt hat.
3. Die freiwillige Fortsetzung der Invaliden⸗ und Hinter⸗ bliebenenversicherung nach der Reichsversicherungsordnung steht einem Lebensversicherungsvertrag im Sinne des§ 390 des Ver⸗ sicherungsgesetzes für Angestellte nicht gleich.
4. Eine Röntgenphotographin, die zwar nach allgemeiner ärgt⸗ licher Amweisung arbeitet, aber in der Vornahme der Aufnahmen selbständig ist, ist als Angestellte in gehobener Stellung versiche⸗ rungspflichtig.
5. Verkäuferinnen in Bäckereien sind als Handlungsgehilfinnen versicherungspflichtig, wenn die kaufmännischen Dienstleistungen gegenüber den gewerblichen an Umfang oder Bedeutung über⸗ wiegen.
6. Leser in einem Zeitungsausschnittbureau, welche die Zei⸗ tungen auf Abhandlungen und Inserate nach Stichworten zu lesen und auf Grund einer tabellarischen Uebersicht mit einer für jedes Interessengebiet festgesetzten Nummer zu 3 haben, sind weder als Bureauangestellte noch als Handlungsgehilfen versicherungs⸗ pflichtig nach dem Versicherungsgesetz für Angestellte.
Ueber den Postverkehr der in Deutschland befindlichen Kriegs⸗ gefangenen sind neuerdings Bestimmungen ergangen, die, soweit sie von allgemeinem Interesse sind, folgendes besagen:
Der Postverkehr der in Deutschland befindlichen Kriegsge⸗ fangenen nach und von dem Auslande wird durch neutrale Staaten vermittelt:
durch die Schweiz für Sendungen nach und aus Frankreich, durch Holland für Sendungen nach und aus England, durch Schweden für Sendungen nach und aus Rußland.
Den Verkehr nach und aus Belgien vermittelt die deutsche Postverwaltung. Den Kriegsgefangenen ist die Benutzung des Telegraphen und Fernsprechers nicht gestattet.
Der Postverkehr der Kriegsgefangenen findet offen statt, d. h. jede aus⸗ und eingehende Sendung unterliegt der Durchsicht und genauesten Kontrolle der damit beauftragten Organe. Zu die⸗ sem Zwecke sind in den Gefangenenlagern besondere Prüfungs⸗ stellen einzurichten. Ihnen liegt die Ueberwachung der gesamten ein⸗ und ausgehenden Postsendungen der Gefangenen ob. Es wer⸗ den befördert, und zwar alle Sendungen unter& und B gebühren⸗
frei: A Nach Belgien: Gewöhnliche(nicht eingeschriebene) Brief⸗ sendungen ohne Nachnahme. B Nach dem übrigen Auslande: 1. Gewöhnliche(nicht eingeschriebene) Nachnahme.
2. Briefe und Kästchen mit Wertangabe bis zu 8000 Mk., aber
ohne Nachnahme.
3. Postanweisungen.
4. Gewöhnliche(nicht eingeschriebene) Postpakete bis 5 Kilo⸗
gramm ohne Nachnahme.
5. Postpakete bis 5 Kilogramm mit Wertangabe bis 8000 Mk.
(nach Frankreich Wertangabe nicht zulässig). C Im Verkehr innerhalb Deutschlands:
Gewöhnliche Briefe bis zu 50 Gramm einschließlich und ge⸗ wöhnliche Postkarten gebührenfrei; alle übrigen Sendungen wie im Inlandsverkehr, diese sind aber portopflichtig.
Für Angehörige der feindlichen Staaten, die auf Anordnung der Militärbehörden in Deutschland gefangen gehalten werden, gelten hinsichtlich des Postverkehrs die gleichen Bestimmungen.
— Hochwasser. Durch die unaufhörlichen Regengüsse der letzten Tage ist die Lahn stark gewachsen und hat die Ufer über⸗ schwemmt, wo diese flach sind. An der Lahnbrücke geht das Wasser über die Bleichwiesen und auch über die Wiesen bei Lollar. Die Wieseck hat ebenfalls ihre Ufer auf weite Strecken hin über⸗ schwemmt.
Briefsendungen ohne
— Schwerer Sturm. In der Nacht zum Freitag tobte in umserer Gegend ein Sturm, wie er selten hier auftritt. Mancher
Baum ist ihm zum Opfer gefallen. In der Stadt ist verschiedent⸗ lich auch an Dächern usw. Schaden angerichtet worden, wenn auch nicht in größerem Umfange.
— Ein Unglücksmann. Dem früheren Maurermeister Alexander in Niederohmen starben in kurzer Zeit Frau und 4 Kinder, da⸗ runter 2 erwachsene Söhne, die bereits bei dem Militär gewesen waren. Zwei Söhne fielen im Kriege. Nun erlitt der Mann dieser Tage einen Schlaganfall, dunch den ihm eine Körperhälfte gelähmt wurde.
— 99 Jahre alt. Fräulein Bertha v. Grolmann in Gießen begeht heute ihren 100. Geburtstag. Die älteste Einwoh⸗ nerin Gießens wurde am 9. Januar 1816 als Tochter des Hofge⸗ richtsrats Ludwig v. Grolmann in Gießen geboren. Sie erfreut sich noch bester körperlicher und geistiger Gesundheit.
n. Nieder⸗Ohmen. Von unserem Orte sind nicht weniger als 86 Mann ins Feld gerückt. Davon sind 11 gefallen, 3 werden noch vermißt und verwundet sind 17 Mann.
Kreis Wetzlar.
h. Roheisen⸗Erzeugung. Wie so manche andere Industrie, so hat auch die Eisenindustrie im Kreise Wetzlar⸗Altenkirchen, Dill⸗ kreis und Siegerland durch den Krieg erheblichen Aufschwung ge⸗ nommen. So wurden im November 1914 in diesem Bezirk 44 912 Tonnen Roheisen erzeugt, gegensiber 39 086 Tonnen im Oktober. Die Arbeiterschaft hat von der Verbesserung dieser wirtschaftlichen
Lage so gut wie nichts verspürt, ja bei den Buderussch 5 in Wetzlar wind der Wegfall des üblichen Wei schenks von den Arbeitern bitter empfunden. Ebenso Klagen aus dem Dillkreis über das Verhalten des Hessen⸗ ischen Hüttenvereins, und es ist bereits größere Abwande Arbeiterschaft in Aussicht gestellt.
Braunfels. Das Drahtwerk„Oberndorfer Hütte(G. H.) ist in Konkurs gekommen. 0
Stadttheater Gießen. Spielplan. Dienstag, 12. J abends 8 Uhr, 8. Dienstag⸗Abonnements⸗Vorstellung:„Weh der lügt“, Lustspiel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. gegen 11 Uhr. Gewöhnliche Preise lermäßigt).— Freitag, 15. Januar, abends 8 Uhr, außer Abonnement: Vaterländi Abend in Ernst und Scherz von Professor Marcell Salzer. gegen 10 Uhr. Gewöhnliche Preise lermäßigt).— Sonntag, den 17. Januar, nachmittags 3% Uhr: Neuheit„Der Schlagbaum“, Volkslustspiel in 4 Akten von Heinrich Lee. Ende nach 6 w Volkspreise. Abends 7% Uhr:„Wie einst im Mai“. G. 10% Uhr. Kleine Preise.
Vereinskalender. Samstag, 9. Januar. Gießen. Buchdrucker. Abends 9 Uhr Hauptverso lung im Gewerkschaftshause. 5 Wieseck. Gesangverein„Sängerkrauz“. Ab ½9 Uhr Generalversammlung im Vereinslokal. Zahlreich Sonntag, 10. Januar. ö
pünktlich erscheinen!
Gießen. Gemeinde⸗ und Staatsarbeiterver band. Nachmittags 3 Uhr Generalversammlung im Gewerkschaftz⸗ hause. Kassenbericht und Neuwahl des Vorstandes.
Donnerstag, 12. Januar.
Gießen. Freie Turnerschaft. Der für Dienstag a festgesetzte Wiederbeginn der Turnstunde muß wegen dem in Turnhalle stattfindenden Aushebungsgeschäst auf mächsten Dienstag, den 19. Januar, verschoben werden. 9
a 9
ein Sohn, Wilhelm Wernhard Engelbert.—
Die
Standesamt Gießen. er 9 Geborene. Aaätigkeit 1 Dez. 26. Dem Handlungsgehilfen Wilhelm Hermann Weis e eingen
er Parte srbeiterorg sprechen
31. Dem Schreib gehilfen Emil Heinrich Boller ein Sohn. Dem Bahnarbeiter Georg Schwindt eine Tochter, Ottilie Anna Katharina.— Dem
Kaufmann Isidor Rothschild ein Sohn, Erwin.— Jan. 1. Dem heit an Handlungsgehilfen Johannes Erdmann Carl Marth ein S latie ausg Hermann August Adolf.— 2. Dem Steindrucker Emil Bürck zeichnete Sohn, Emil Johannes Ernst.— 3. Dem Kaufmann Philipp Jakob ale durch Theodor Vaubel ein Sohn.— 6. Dem Hausierer Heinrich Peter 1 1
Schmidt eine Tochter, Else. Aufgebote. 5 Jan. 5. Johann Wilhelm Blaß, Großh. Finanzassessor, Anna Gertrud Rupert, beide in Gießen. f Eheschließungen. 81 Der Kr
Jan. 2. Heinrich Mootz, Feldwebel in Friedberg(Hessen), u 1 Philippine Winkelhaus in Gießen.— Peter Heinrich Backes, Ke macher, Landwehrmann, in Randerath, Kreis Geilenkirchen, Anna Margareta Hellenbrandt in Beek, Kreis Geilenkirchen.
Sterbefälle.
Dez. 30. Bettchen Strauß, geb. Katz, 52 Jahre alt, Schanz straße 22.— Jan. 3. August Wilhelm Heyder, 3 Jahre alt, Bahn⸗ hofstraße 62.— Elise Berger, 63 Jahre alt, Licherstr. 74.— Barbara Scheer, 60 Jahre alt, Wilhelmstraße 43.— 4. Co Nicolai, Schrankenwärter i. R., 72 Jahre alt, Damm straße 25. Wilhelm Fink, Taglöhner, 57 Jahre alt, K dorferstraße 51.— Elisabeth Lich, 89 Jahre alt, Kleine Mühl gasse 8. 5. Heinrich Baduin, landwirtschaftlicher Arbeiten 20 Jahre alt, Leihgesternerweg 21.— 7. Balthasar Jung, Weiß⸗ Man binder, 55 Jahre alt, Klinikstr. 32.— Georg Krombach, 86 Jah 77 alt, Licherstr. 106.— Margarete Horny, geb. Diehl, 35 Jahre
Katharinengasse 8. 5 15 Im Felde gefallen. 3 Sept. 17. Heinrich Müller, Postbote, Wehrmann, 29 Jahr den 05 alt, Steinstr. 15, im Feldlazarett Nr. 11 gestorben.— 20. Jal legen: 2 Karl Hartmann, Schloffer, Musketier, 23 Jahre alt, Ludwigstr. 4 A unte bei Ordinville gefallen. 1 er 0 7 A auslänt Bekanntmachung. lle in Die Reichsbank ist nach Gesetz befugt, im dreifachen Betra flbischer K. ihres Goldbestandes Banknoten auszugeben, die gesetzlicht en in! Zahlungsmittel sind. Für die finanzielle Rüstung des Reiches f ontanindu die Vermehrung ihres Goldbestandes in der gegenwärtigen Kr slischen d zeit dringend nötig. It Profite Von der wirtschastlichen Einsicht und Opferfreudigkeit legesch! hiesigen Bürgerschaft erwarte ich, daß alle etwa noch im Prins ernation besitz befindlichen Goldstücke unverzüglich den öffentlichen Kassen beg vorül (Reichsbank, Post, Stadtkasse) zum Umtausch gegen gleichwert zu ha
Papiergeld zugeführt werden. La
Gießen, den 8. Januar 1915. unden in
Der Oberbürgermeister. Auen mit
Keller. 19
* 2 2. len, übe Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. n
es können eingestellt werden: 1 18 Kr
a) bei hiesigen Arbeitgebern: Ale unter
5 Dreher, 3 Former, 2 Schlosser, 2 Kupferschmiede, 1 Heizu 98.
und 2 Elektromonteure, 1 Schmied, 1 Automobilschlosser, Spengler, 1 Gerber, 2 Bäcker, 1 Schneider, 3 Schuhmacher,
3 Sattler, 1 Friseur, 1 jüngerer Kellner, Taglöhner und Haus“ Geschä burschen, Dienstmädchen. 1 bei auswärtigen Arbeitgebern: Automatendreher, Elektromonteure, Eisendreher, e schmiede, Schlosser, Werkzeugmacher, Klempner und Install⸗ 2 Bäcker und Konditor, 1 Fuhrmann, Maurer, Handlanger, arbeiter, Wagner und Zimmerleute, Ofenarbeiter, Gasstocher, arbeiter, Bau-, Rohr⸗ und Reparaturschlosser sowie ungelern Fabrikarbeiter und Bleilöter für eine Fabrik bei hohem Lohn
freier Hinreise. Es suchen Arbeit: 6 landwirtschaftliche Fuhrleute, 3 Schlosser, 1 Speng Schmied, 2 Buchbinder, 1 Polsterer und Tapezierer, 13 So 1 Küfer, 1 Glaser, 1 Müller, 5 Schuhmacher, 3 Schneider, 4 7 Zimmerleute, 6 Weißbinder und Lackierer, Kaufleute, Schrei landwirtschaftliche Arbeiter und Knechte, Erdarbeiter, Taglöh Kellner, Hausburschen, Putz⸗, Wasch⸗ und Lauffrauen
Städtischer Wohnungs nachweis Gießen
Es sind zu vermieten: g
1 Wohnung von 7 Zimmer eventl. mit Mansarde, 2 Woh
von 6 Zimmer, 1 Wohnung von 5 Zimmer und 1 Mansardezin
2 Wohnungen von 5 Zimmer, 2 Wohnungen von 4 Zimmer,
Wohnungen von 4—5 Zimmer, 5 Wohnungen von 3 Zim 5 Wohnungen von 2 Zimmer, 1 Lager⸗ oder Fabri
möblierte Zimmer, davon 2 nebeneinanderliegende.
Zu mieten gesucht:
12 Wohnungen von 2—5 Zimmer.
Verstorbene. Frau Margarete Hornig, geb. Diehl, in Pie
34 Jahre alt.— Frau Anna Deibel, geb. Jiegler in Lollar. Jahre alt.— Georg Raab in Wetzlar, 71 Jahre alt.
D. Kaminka, Gießen
Gold und Marktplatz li.
* 50
0 —
Lieferant des 1 Gießen u. 1
Ubrmacher und Goldarbeiter.— Man verlang


