Ausgabe 
9.1.1915
 
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olközeit

Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

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Redaktion und Exvedition Gießen, Babnhbofstrahe 28, Ecke Löwengasse⸗ Televbon 2008.

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Gießen, Samstag, den 9. Jaunar 1915

10. Jahrgang

1 Oberbessische VBolkssettuns erscheint jeden W. d. erktag Abend t f ieten Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg. Wenn , h Wia einschl. Bringerlohn Durch die Post bezogen vierteljäbrl. 1.80 Ml. Nr. 7 N Lich in *

Die russische Verwaltung in Galizien.

Aus russischen Parteikreisen wird uns geschrieben:

Wie die Zeitungen melden, äußert sich der belgische Kardinal Jercier in seinem kürzlich erlassenen Hirtenbriefe:Besetzte hovinzen sind keine eroberten Provinzen. Ebensowenig wie

Alizien eine russische, ist Belgien eine deutsche Provinz. Vor den Augen der ganzen Welt, in nächster Nähe der neu⸗ ttlen Niederlande, in Anwesenheit zahlreicher Vertreter der ft mden Staaten arbeitet in Belgien die deutsche Verwaltung. Wie ersuch Anz anders aber verhält sich die Sache in Galizien! Abgeschlossen ind. u der ganzen Welt ist das arme Land den Experimenten des Hologischen Nationalismus der Willkür der russischen Polizei 1 der Militärs völlig preisgegeben. Galizien bildet weder für 1 d russische Regierung, noch für die russische patriotische Gesell säift ein besonderes Problem. Denn solange Galizien von Ruß⸗

0 d besetzt ist, ist das Rückgrat der russischen Regierung gegenüber de Oeffentlichkeit gestärkt. Die russische Armee hatte das Land et bert, hoch der Patriotismus! Die Art, wie die Regierung mit Lande umgeht, findet kaum Beachtung, kaum Widerspruch. Im Agenteil es werden rührende Szene von denbefreiten Land⸗ bevohnern, von Kindern usw. erzählt. An der Spitze der Verwaltung in Lemberg steht der General Auverneur Graf Bobrinski; ihm sollen drei Gouverneure unter selt sein. Fast alle Posten werden von den Führern der Natio⸗ AMisten⸗Fraktion der Duma und deren Günstlingen besetzt. Polizei⸗ Ksonal ein Abschaum der korrumpierten Polizei Rußlands, e sich das schwedische Konservativenblatt Stockholmer Tageblatt drückt sowie Gendarmerie wurden aus allen Ecken Rußlands sammengezogen. Als erstes Kulturwerk wurde eineGalizische idarmerie⸗Verwaltung geschaffen. Armes Land, armes Volk, befreit werden soll. Die Tätigkest der Gendarmerie spolitische Polizei) und der lizei ist zunächst darauf gerichtet, alles auszurotten, was an Ahere selbständige Existenz des ruthenischen Volkes erinnert. lle Biicher, auch Gebetbücher, mußten den Behörden ausgeliefert eden⸗ Nur die in Rußland gedruckten Bücher dürfen im Ver⸗ ür bleiben. Bibliotheken, Museen, Schulen sind entweder gang shlossen oder unter russische Verwaltung gestellt. Wirtschaftliche ganisationen der Selbsthilfe, Genossenschaften usw., die sich nie die Politik kümmerten, werden aufgelöst. Die Sprache des Ukes wird verfolgt, der Uebertritt ganzer Dörfer zur russisch⸗ chodoxen Kirche wird erzwungen. So wird dieanverwandte henische Bevölkerung behandelt. Wie es den Juden ergeht, die aus der Atmosphäre der Freiheit n 5 das Joch derBefreier geraten sind, kann man sich schon heiken. Auf allen Gebieten der Verwaltung schaltet und waltet die usische Obrigkeit wie bei sich zu Hause. Wozu das lange Nach- en über alle möglichen Fragen, die eine sorgliche Verwaltung okkupierten Lande entgegenbringen müßte? Mit einem Feder- ch wird einfach bestimmt, Galizien gehöre zum Kiewer Ver⸗ tungsbezirk und damit basta! Und dementsprechend wird ut regiert. Es gibt schon Dutzende Verwaltungen: eine Galizische lenbahnverwaltung, eine Galizische Wegebauverwaltung, Staats⸗ umänenverwaltung, usw. usw. Soll man den Versicherungen der scßgebenden Glauben schenken, so ist in Galizien schon alles ganisiert. Nun sollen auch gesetzgeberische Fragen gelöst werden. i Schlosse der Petrograder Ministerien tagen zahlreiche Kom⸗

s nach gen, evtl. n. zwedt Angebote Gere,

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. ifionen, außerdem reisen einige Vertreter der Zentralregierung Tale u Galizien, um Gesetze für die eroberten Gebiete vorzubereiten naler nach russischem Rezept selbstverständlich. Eigentlich ist alles klar . u einfach; nur das Justizministerium wie das reaktionäre hr · ett Kolokol sagtist infolge grundsätzlicher Abweichungen der 14 üffischen Straf⸗ und Zivilkodexe von den österreichischen besorgt, 755'orst gibt es keine Wolke im russischengesetzgeberischen Himmel. 1 ler mit der russischen gesetzgeberischen Arbeit einigermaßen be⸗ n unt ist, kann mit Ruhe in die Zukunft blicken, denn er weiß, wie 10 1 lich⸗fröhlich neue Gesetze auch für Galizien gebacken werden, wie . nuch im Mutterlande der Fall ist. Schwierigkeiten darf es da⸗ micht geben. 8 5

. Wo sind setzt alle, die Plechanoff, Vandervelde, 40, iundman und andere, die nunmehr eine so selten wieder- 1 ende Gelegenheit hätten, sich zu dem Befreiun gs werk im es russischen Zarismus auch in Finnland! 5 ra fern? Und was wird die 8 ene ee 18 2D f gzerwaltung in Galizien n? 2 dem Thema:Die russische 9 n 1Zeppeline zwischen Calais und Dünkirchen. * Amsterdam, 7. Jan.(Ctr. Frkft) Die Times meldet, daß in 1 sondern gestern Vormittag drei Zeppelinschiffe zwischen Calais 21 Gravelingen gesehen worden seien. Deutsche Flieger seien zu 24 lecher Zeit wiederholt über Dünkirchen erschlenen. Mit Aus⸗ ine eines einzigen Fliegers hätten sie Bomben herabgeworsen 1975 u sie hätten deshalb wahrscheinlich lediglich dem Aufklärungs⸗

senst gedient, um die zurückkehrenden Luftschifse zu erwarten und ir 1 Erfolge melden zu könmen. Fünfmal Sad liger in Sicht, aber sie flogen nicht immer über die Stadt hin⸗ 1e. Granaten der hierzu aufgestellten Kanonen explodierten auf wen Abstand vor einer deutschen Maschine, wodurch diese e Wenblick das Gleichgewicht verlor und sich in Sicherheit ee ute. Darauf verjagten englische und frangösische Flieger, 6 lüsschen. Ein deutscher Flieger ließ in eine Vorstadt Ab eren bnben fallen, ohne aber Schaden anzurichten. Wegen des que, 10 1 I ustes an Menschenleben, den das erste Erscheinen dau 50 licger über Dünkirchen zu Wege gebracht hatte, gab der Büürg

fie gesichtet würden, in den Kellern in Sicherheit zu, bringen ben, Vein Erscheisen ber Luftschsse wurde eine bla da weiße Fahne gehißt, worauf die Straßen sofort leer w a

ster diesmal den Befehl, daß sich die Bürger sofort, wenn Luft.

glische Kaperkrieg.

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Baumwolle keine Konterbande.

Berlin, 7. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Die ameri⸗ kanische Botschaft in Berlin hat von der Regierung in Washington die Mitteilung erhalten, daß von der englischen und französischen Regierung die Versicherung abgegeben wor⸗ den sei, Baumwolle nicht auf die Liste der als Konterbande erklärten Artikel zu setzen und Baumwolladungen nicht kapern zu wollen. Baumwolle kann deshalb in neutralen Schiffen nach Deutschland eingeführt werden.

Ein interessanter Schiffskauf.

5 Die Morning Post meldet aus Washington: Eine Handlung, die vielleicht ebenso wichtig ist wie die augenblicklich zwischen Eng⸗ land und den Vereinigten Staaten anhängig gemachte Konter⸗ bande⸗ Angelegenheit, ist soeben dadurch erfolgt, daß das Handels departement der Vereinigten Staaten die Eintragung der der Hamburg⸗Amerika⸗Linie gehörendenDacia genehmigt hat DieDacia hat vor dem Kriegsausbruch Baumwolle zwischen New-Orleans, Galvestone und anderen Häfen nach Bremen vermittelt. Aber bei dem Ausbruch des Krieges suchte sie Sicherheit unter der amerf⸗ kanischen Rechtsprechung und wurde in Port Arthur in Texas interniert, wo sie nahezu fünf Monate lag. Das Schiff ift nun durch Eduard N. Breitung, einen amerikanischen Bürger aus Michigan, gekauft worden. Breitungs Schwager exwarb sich ein großes Vermögen durch die Ausbeutung von Kupferbergwerken und, soweit bekannt ist, ist der jetzige Ankauf das erste Schiffgeschäft des Sohnes. Die amerikanische Landesangehörigkeit Breitungs ist außer Frage und nach einem Kongreßakt des letzten Jahres können im Ausland gebaute Schiffe in das amerikanische Schiffs- register übertragen werden, wenn diese Uebertragung der Eigen⸗ tiimerschaft an einen amexrikanischen Biirger guten Glaubens erfolgt,

Nach einer anderen Meldung soll, wie offen von amerikanischer Seite verkündet wird, auf derDacia Baumwolle nach Deutschland verschickt werden, und es wird dieser Fall von den Baumwolle-Interessenten in Amerika als offene An⸗ frage an England angesehen, wie sich dieses zu der ohne Zweifel gut begründeten Rechtsauffassung stellen wird. Die eng⸗ lische Antwort dürfte interessant werden.

England und die anderen Neutralen.

Schwedische Leiden.

Stockholm, 7. Jan.(Ctr. Blu.) Unter der englischen Vergewaltigung des neutralen Handels hat auch das mari⸗ time Verteidigungswesen Schwedens in be⸗ denklicher Weise zu leiden: zehn Tonnen Kaut⸗ schuk, die von dem Minendepartement in Karlskrong dringend gebraucht werden, liegen seit November in Newport, ohne daß England daran denkt, die Beschlagnahme aufzu⸗ heben. Die Kabel für das schon letzthin wegen der Beschlag nahme der Panzerplatten genannte PanzerschiffSverige können nicht hergestellt werden, weil eine Ladung von 3000 Kilogramm Para⸗Gummi auf Englands Geheiß nicht nach Schweden verfrachtet wird.

Dänischer Aerger.

Kopenhagen, 7. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Berlinske Tidende schreibt: In den hiesigen Zeitungen herrscht große Erregung über das rigorose Vorgehen Eng⸗ lands gegen dänische Schiffe. Die in den Weih⸗ nachtstagen angehaltenen Dampfer der Vereinigten Dampf⸗ schiffahrtsgesellschaftKentucky,Virginia undArkan⸗ sas sind, trotzdem bei sämtlichen Dampfern die Papiere voll⸗ sländig klar waren, bis heute noch nicht freigegeben worden. Auch einige andere Schiffe werden noch angehalten und Teils der Ladung beschlagnahmt. Diese willkürlichen Handlungen verursachen der hiesigen Schiffahrt den größten Schaden.

Norwegische Opfer.

Kristiania, 7. Jan.(Ctr. Bln.) Die Minen vor der norwegischen Küste scheinen doch Opfer gefordert zu haben. Drei überfällige Dampfer hält man für ver⸗ loren. Von dem norwegischen DampferSirius, der mit 11 Mann Besatzung und einer Ladung Kohlen vor acht Tagen von Dysart(Schottland) abging, hat man bisher nichts gehört, obwohl ein anderer Dampfer, der drei Tage später gleichfalls von dort abging, bereits hier eingetroffen ist. Sodann fehlt jede Spur von den DampfernF ram undIngolf; letzterer war seit dem 13. Dezember von Kopenhagen nach Hull unterwegs. Da alle drei Schiffe das Fahrwasser zu passieren hatten, wo sich abgetr iebene englische Minen befinden, muß man mit Unglücks⸗ fällen rechnen.

Versteigerung deutscher Schiffe.

London, 7. Jan.(Priv.⸗Tel. Ctr. Blu.) Bei der Versteigerung der erbeuteten deutschen Schiffe wurden folgende Preise erzielt: Der DampferUlla Boog, Größe 1698 Tonnen, Eigentümer die Neptun⸗Aktiengesellschaft, ging für 23 150 Pfund Sterl. in den Besitz von Baird in Westhartlepool über. Der DampferMarie

Glaese(431¹7 Tonnen) der Aktiengesellschaft Neptun wurde für 18 225 Pfund Sterl. ebenfalls an Baird verkauft; der Dampfer Franz Horn(1340 Tonnen) für 11600 Pfund an E. Jones u. Co. in Cardiff, dieNauta(1137 Tonnen) für 12 550 Pfund an Robertson, Cooper u. Co. in Brierley Hill. Der Dampfer gehörte Schwemer u. Jensen. Der DampferSchlesien des Norddeutschen Lloyd ging für 65 200 Pfund über in den Besitz von W. Thomas u. Co. in Liverpool. Die Beute desKronprinz Wilhelm.

Das englische DampfschiffOronsa hat, wie ein Reuter⸗ bericht meldet,, am Dienstag in Las Palmas 93 Matrosen verschiedener französischer Schiffe und des englischen DampfersBellevue, die durch den deutschen Hilfs⸗ kreuzerKronprinz Wilhelm zum Sinken gebracht worden sind, an Bord genommen. Die Matrosen waren durch das deutsche DampfschiffOtari nach Las Palmas gebracht worden. DieBellevue wurde am 4. De⸗ zember durch den HilfskreuzerKronprinz Wilhelm er⸗ beutet und nach der Uebernahme von 3000 Tonnen Stein⸗ kohlen am 20. Dezember in den Grund gebohrt. Die fran⸗ zösischen Schiffe, die in den Grund gebohrt wurden, waren dieMontagel am 4. Dezember, dieUnion am 28. Oktober und dieAnne de Bretagne am 21. Dezember.

Die Polizei in Basel gegen die Spionage.

Der schweizerische Bundesrat Hoffmann hat dieser Tage, die Behauptung scharf zurückgewiesen, daß die Polizei in Basel ihre Unabhängigkeit fremden Staaten gegenüber nicht gewahrt habe. Nunmehr ergreift auch der sozialdemokratische Chef der Polizei in Basel, Regierungspräsident Blocher, das Wort und er wird etwas deutlicher. Er führt nämlich aus:

Seit Ausbruch des europäischen Krieges hat eine Anzahl Zeitungen der französischen Schweiz tendenziöse und i widrige Artikel gegen die Basler Polizeibehörde veröffentlicht, weil diese gegen die in Basel und von Bafel aus im Interesse fremder Mächte intensiv betriebene Militärspionage, die mit der Neutralität unseres Landes unwereinbar und für seine Sicherheit gefährlich ist. pflichtgemäß eingeschritten ist. Diese Preßpolemik wird in den letzten Tagen mit besonderer Gehässigkeit geführt infolge einiger Verhaftungen, die die bas⸗ lerische Polizei im Auftrage des Untersuchungsrichters der 4. Division in Boncourt vorgenommen hat in Verfolgung einer weitverzweigten Spionagesache, bei der unter anderem auch geg en die Schweiz Spionage getrieben worden ist.

Es wäre dem Basler Poligzeidepartement ein leichtes, jene Preßangriffe zum Schweigen zu bringen: es brauchte nur öffent⸗ lich die Wahrheit zu sagen über die in Basel, von Basel aus und über Basel betriebene Militärspionage, ihre Urheber und Protek⸗ toren, ihren Umfang umd ihre Methoden. Die Bevölkerung der französischen Schweiz würde dann mit Erstaunen und Entrüstung erfahren, daß sie durch eine unbesonnene, voreingenommene und non Leidenschaft verblendete Presse systematisch getäuscht wor⸗ den ist. 5

Wir haben bisher diesen Weg trotz den beständigen Heraus⸗ forderungen gewisser Zeitungen nicht beschritten und sind auch fest entschlossen, ihn bis auf weiteres nicht zu beschreiten. Denn bei der heiklen Natur des Gegenstandes im allgemeinen und bei der sehr heiklen Natur einzelner Vorkommnisse ist es nicht ausge⸗ schlossen, daß eine rückhaltlose öffentliche Feststellung der Wahr⸗ heit in der gegenwärtigen kritischen Zeit die Folge haben könnte, die guten Beziehungen unseres Landes zu der einen oder anderon auswärtigen Macht wenigstens vorübergehend zu stören.

Wir machen daher diejenigen Zeitungen der französischen Schweiz, die es angeht, eindringlich darauf aufmerksam, was fitr ein gewissenloses Spiel sie mit den Interessen unseres gemneim⸗ samen Vaterlandes treiben, wenn sie, getrieben von Sympathien und Abneigungen, die nichts mit schweizerischem Patriotismus qt tun haben, ihre provokatorischen Angriffe fortsetzen und uns da⸗ durch schließlich zwingen, aus unserer Zurückhaltung herauszu⸗ treten und auf die systematische Irreführung der öffentlichen Meinung mit der einfachen Feststellung der Wahrheit zu ant⸗ worten.

Wir müssen es aus den angedeuteten Gründen bis auf wei⸗ teres ablehnen, alle die groben Unwahrheiten und perfiden Ver⸗ dächtigungen, die fast täglich gegen die baslerischen Polizeibehör⸗ den ausgestreut werden, im eizelnen zurückzuweisen.

Wir begnügen uns für heute mit der Feststellung der Tat⸗ sache, daß eine ganze Anzahl von Blättern der französischen Schweiz offen und leidenschaftlich Partei ergreifen gegen die schweizerischen Behörden und für die ausländischen Agenten, die durch ihr verwerfliches, teilweise geradezu verbrechevisches Trei⸗ ben die Sicherheit unseres Landes gefährden.

Die französische Bevölkerung und die deutschen

Soldaten.

Voreingenommenheit und bisweilen auch böser Wille haben über das Los der Kriegsgefangenen in Deutschland und die Behandlung der Bevölkerung in den von deutschen Truppen besetzten Landstrichen Gerüchte auf⸗ kommen lassen, denen die nachfolgenden Tatsachen gegenüber gestellt werden:

Am 2. November trat in Folembray eine aus angesehenen Franzosen gebildete Kommission zusammen, deren Aufgabe 8 war, sowohl über die Lage der in deutsche Gefangenschaft Go ratenen wie über die Behandlung der Einwohnerschaft befetder

Nationale