Ausgabe 
7.1.1915
 
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die Deutschen auf dem nördlichen Teile der Front sich neuer

Grubenunglück auf der Zeche Radbod. Kürzlich hat sich auf der Grube Radbod, deren Name von dem furchtbaren Unglück vom 12. November 1908 noch in Erinnerung steht, wieder eine Schlagwetter⸗Erplosion. ereignet, von der in den Zeitungen nichts zu lesen war. Die Bergarbeiter-Zeitung berichtet darüber: Das von vielen Belegschaftsmitgliedern befürchtete Un⸗ glück ist da. Am 1. Januar, nachmittags, geriet im Revier 10 Flöz 14 in Brand, der wahrscheinlich eine kleinere Schlagwetter explosion verursachte. Nach den bisherigen Meldungen ist ein Mann tot, sechs schwer verletzt. Eine größere Anzahl bewußtlos aufgefundener Kameraden konnte durch Sauerstoff behandlung dem Leben wieder zurückgegeben werden. An die Un⸗ glücksstelle stößt Revier 6 an, in dessen Flöz 14 seit fast zwei Monaten ein Brandherd wütet, gegen den aber anscheinend nicht die genügenden Gegenmaßregeln getroffen wurden. Tatsächlich be⸗ fürchteten die an der gefährdeten Stelle arbeitenden Kameraden seit Wochen eine Katastrophe.

Tahesbericht des Großen auptguartiers.

Kleinere Erfolge in Ost und West. W. B. Großes Hauptquartier, 6. Jan. vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz:

Die Franzosen setzten gestern die planmäßige Beschießung der Orte hinter unserer Front fort. Ob sie damit ihre eigenen Landsleute obdachlos machen oder töten, scheint ihnen (gleichgültig zu sein. Uns schadet die Beschießung wenig.

Bei Souain und im Argonneuwalde bemächtigten wir uns verschiedener Schützengräben, schlugen verschiedene feind liche Angriffe zurück, machten zwei französische Offiziere und über 200 Mann zu Gefangenen.

Auf der viel umstrittenen Höhe westlich Sennheim faßten die Franzosen gestern früh erneut Fuß, wurden aber mit kräftigem Bajonettangriff wieder von der Höhe geworfen und wagten keine neuen Vorstöße. 50 Alpenjüger wurden von uns gefangen genommen.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

An der ostpreußischen Grenze und im nördlichen Polen auch Hgestern keine Veränderung.

In Polen westlich der Weichsel stießen unsere Truppen nach Fortnahme mehrerer feindlicher Stützpunkte bis zum Sucha⸗ Abschnitt durch. 1400 Gefangene und 9 Maschinen⸗ gewehre blieben in unserer Hand.

Auf dem östlichen Pilica⸗Ufer ist die Lage unverändert.

Oberste Heeresleitung.

Deutsche Vorbereitungen im Westen.

5 Der Berichterstatter der Times in Nancy meldet, daß laut den von Fliegern überbrachten Nachrichten aus Metz

dings zum Vorgehen rüsten. In Metz wie in Straßburg würden Truppenteile zusammengezogen. Mehrere Regi⸗ menter, die im Norden von Dixmuiden und Ypern gekämpft und von denen einzelne schwere Verluste erlitten haben, sind nach der Grenzfestung Metz gebracht und dort wieder auf

sind neue Erdwerke errichtet worden. Es wird auch eine Eisenbahn gelegt, die möglicherweise, wenn nicht wahrschein⸗ lich, für die Beförderung von schweren Geschützen nach St. Mihiel und Thiaucourt bestimmt ist. Man hat im allge⸗ meinen den Eindruck, daß hier eine fieberhafte Tätigkeit mit einem bestimmten Ziele im Auge entwickelt wird.

Der Berichterstatter des Nieuwe Dotterdamsche Courant in Sluis erwähnt, daß die Deutschen an der Küste sehr rege mit der Errichtung von Verteidigungswerken beschäfigt sind.

Die Oesterreicher im Osten.

Ueber die militärischen Operationen unserer Verbünde⸗ ien gegen die Russen erfährt der L.-A., daß die Kämpfe auf ihrem Südflügel an den Flüssen Nida und Dunajee mehr und mehr einen stetigen Charakter angenommen haben. Alle russischen Angriffe konnten hier zurückgeschlagen werden. Allein nicht nur die österreichisch-ungarischen Truppen, son⸗ dern ebenso die russischen Streitkräfte nehmen stark befestigte Stellungen ein, sodaß auch sie nur schwer anzugreifen sind. Sie schließen sich an den Biala⸗Fluß gegen den Winkel von Gorlico und den Karpathenkamm. Die Russen richten ihre Anstrengungen auch westlich gegen den Winkel von Gorlico, aber sie sind vergeblich. Alle ihre Angriffe sind bisher zer⸗ schellt. Die Kämpfe in den Karpathen sind größtenteils nur von geringerer Bedeutung. Es handelt sich hier zumeist um belanglose Episoden und Einbrüche von Kosaken. Doch stoßen die Bewegungen in den jetzt verschneiten Bergen auf große Schwierigkeiten. Eine Gefahr würde nur darin liegen, wenn es den Russen gelänge, den Duklapaß zu durchbrechen, aber auch diese Gefahr liegt ferne, da die Russen hier abge⸗ drängt werden können. In Serbien stehen neue Operatio⸗ nen bevor, denen die Verbündeten mit großer Zuversicht entgegenblicken, da sie mit erheblich verstärkten Kräften unternommen werden.

Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Wien, 6. Jan.(WB.) Amtlich wird verlautbart: Die nun schon mehrere Monate mit wachsendem Erfolg geführten Gefechte im kar⸗ pathischen Waldgebirge dauern an; sie charakterisieren sich als Unter⸗ nehmungen kleineren Stils in oft weit getrennten einsamen Tälern. In den letzten Tagen durch Eintreffen von Ergänzungen verstärkt, versucht der Feind an einzelnen Flußoberläufen Raum zu gewinnen. Westlich des Uzsoker Passes und in den O st⸗ Beskiden herrscht Ruhe. An der Front nördlich und süd⸗ lich der Weichsel gestern Geschüß kampf. Der ee des Chefs des Generalstabs: kes, Feldmarschalleutnant.

e 6. Jan.(Etr. Frkft.) Seit der russische Offensivstoß von den östereichisch-ungarischen Trup⸗ pen siegreich zurückgeschlagen wurde, ist in Westgalizien eine Kampfpause eingetreten. Auf unserer Seite ist das Bestreben borhanden, die Truppen bei dem elenden Regenwetter und den grundlosen Wegen möglichst zu schonen. Die Russen leiden offenbar unter Verpflegungsschwierigkeiten und der Nachwirkung der jüngsten sehr schweren Verluste.

Budapest, G. Jan.(Etr. 1 857 Die Situati 8 tat hat für uns eine wesentliche Besserung erfahrem. Die N haben sich im Ungtal zurückgezogen und auf den Höhen rings Fenyvesvölgy Stellung genommen. Das Vorrücken umserer 1 pen ist dadurch erschwert, daß es seit gestern unaufhörlich N ibodurch die Wege völlig wan geworden find.

Budapest, 6. Jan. Zeit andauernden Pause haben die Russen ihren Vormarsch Bukowina gegen die rumänische wie gegen die ungarische wieder aufgenommen. Unsere Grenzschutztruppen haben sich in 1 ihnen bereits früher bezeichneten Schutzstellungen zurückgezog durch es den Russen möglich wurde, die über 7000 nwo zählende Stadt Sereth zu besetzen und dadurch in die Nähe der rumänischen Grenze zu gelangen. Die Aunäherung der Russen an

(Ctr. Flst) Nach eimer bereits seit längerer in der

reich verhindert.

Der Krieg im Orient.

Neue türkische Erfolge. Konstantinopel, 6. Jan.(W. B türkische Generalstab macht bekannt: Gestern kam es im Schwarzen Meer bei Sinope zu einem Zusammentreffen zwischen zwei türkischen Kreuzern und einem aus 17 Ein- heiten zusammengesetzten russischen Geschwader. Einzel⸗ heiten fehlen noch. Auf jeden Fall vermochte der Feind trotz seiner numerischen Ueberlegenheit nicht, unsere Schiffe zu beschädigen. 8 Nach heute angelangten Nachrichten errangen unsere Truppen im Verein mit den verbündeten Stämmen in Aserbeidschan noch weitere Erfolge außer dem Sieg bei Miandoab. Die Russen verloren auf ihrem Rückzuge zwei Geschütze und zahlreiche Gefangene. Südlich Miandoab schlug eine andere türkische Kolonne den Feind und erbeutete eine beträchtliche Menge von Waffen und Munition.

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Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen.

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Frhr. v. Reden, Kriegsberichterstatter.

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