die Grenze nicht mehr rechtzeitig erreichen konnten, schlafen seit Kriegsbeginn auf demselben, nicht erneuerten Stroh, ohne Betten, und erhalten ganz ungenügende Nahrung. Corrieve della Sera wendet sich an die frangösische Regierung, sie möge wenigstens die Oesterreicher italienischer Nationalität frei⸗ lassen, was eine großmütige Geste Frankreichs wäre. Uebrigens werde ihnen sehr nahe entscheidende Ereignisse wohl ohnehin die Kerkertüren öffnen. n 5
Inspettion der deutschen und französischen
Gefangenenla er.
Auf Veranlassung des Internationalen Roten Kreuzes sollen die Gefangenenlager in Frankreich und Deutschland einer neutralen Inspektion unterworfen werden, die sich auf
Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung und Beschäftigung be⸗ ziehen wird. Diese Inspektion wird durch je eine Kommis⸗ sion ausgeübt, die für Deutschland aus dem nordamerikani⸗ schen und spanischen Gesandten, dem Fürsten von Hatzfeld als Leiter und Arthur Eugster, dem Vizepräsidenten dez schweizerischen Nationalrats, gebildet wird. Eugster ist nach Berlin abgereist, wo die Kommission über die Art ihres Vor— gehens beraten wird. Ihre Mission dürfte drei Wochen in Anspruch nehmen. Die Freilassung der dienstuntauglichen Kriegsgefangenen. Der Vorschlag des Papstes über die Freilassung der dienstuntauglichen Kriegsgefangenen hat bereits die Zu⸗ stimmung Deutschlands, Oesterreich-Ungarns, der Türkei. Rußlands, Englands und Serbiens gefunden. Die Ant⸗ worten Frankreichs und Montenegros stehen noch aus, wer⸗ den aber in zustimmendem Sinne erwartet. Man berechnet die Zahl auf 100 000 bis 150 000.
In Warschaus Straßen.
Ein Bild der Not und des Elends unter der Bevölkerung von Warschau, von den Zuständen im russischen Heere zeich⸗ net der Kriegsberichterstatter Concetto Pettinato, der im Auftrag der Turiner Stampa sich im russischen Lager befindet. Das ge⸗ nannte Blatt zeigt ausgeprägt deutschseindlichen Charakter, und sein Vertreter hat bisher alles hervorgesucht, das deutsche Ansehen und die deutschen Erfolge herabzusetzen. Um so größern Wert haben die 1 Schilderungen der Zustände in der polnischen Haupt⸗
„Die Kamonen fangen wieder an zu donnern. Wir können uns nicht täuschen. Diesmal schlägt man sich ernsthaft au fdem ganzen Londe vor Warschau. Nur die Forts des Festungsgürtels schweigen 0 Deutlich schlägt das Hämmern der Feldbatterien an unser Ohr. Man hat die Eisenbahn nach Wilanow gesperrt. Ueber Mokatow hinaus darf mam nicht mehr gehen. Die Chaussee nach Piazeszno wird für den Fuhrverkehr des Militärs frei gehalten. Jeden Augenblick kommen Stafettenreiter angaloppiert, von oben bis unten beschmutzt, keuchend, in halsbvecherischen Sätzen dahin⸗ jagend. Auf dem Platze vor den beiden Bahnhöfen staut sich die schweigsame Menge, die Mienen verraten das Entsetzen. Sie steht
wie bei einem Brande, zu dem die Feuerwehrleute heraneilen. Man hat Füße wie Eisklumpen, der Kopf ist dumpf und leer. Man steht, als wartet man unter einem Hauseingang auf den Polizisten mit dem gefesselten Mörder. Nur allmählich sickert die Wahrheit durch. In der Regel versteht man nichts, genau wie im Theater eines Landes, dessen Sprache man nicht kennt.
. In der Marschalkowskastraße hat man in den großen neuen Häusern in Erwartung des Gewehrseuers bereits Türen und Fenster verbarrikadiert. Es geht zu wie auf den Schiffen, wenn vor Ausbruch des Sturmes die Luken geschlossen und die Segel eingezogen werden. Die Vorstadt nimmt unter dem Regen⸗ schauer das Aussehen eines grau aufleuchtenden Schiffsrumpfes an, der bereit ist, den Kampf mit den Wogen aufzunehmen. In der erne sieht man in den Wäldern den Rauch aufsteigen. Wer eine och gelegene Terrasse nach dem Süden besitzt, kann wie ein Admi⸗ ral auf der Schiffsbrücke die Zeit mit Beobachtungen verbringen.
In der Stadt sucht man in den Zeitungen vergeblich eine Nach⸗ richt zu bekommen. Die Leser wissen mehr als die Zei⸗ tungen. Offiziell stehen die Deutschen noch sehr weit entfernt von Warschau. Man könnte eine Aufklärung von den Soldaten er⸗ halten, die nach und von dem Schlachtfeld ziehen. Aber es ist ver⸗ boten, mit den Soldaten zu sprechen. Und wenn man sich erwischen läßt, so wird man als Spion verhaftet. Man erhält daher die Neuigkeiten auf den Straßen von dem oder jenem Freunde, in kleinen Gesellschaften. Aber auf den Straßen sieht man, seitdem die Aeroplaue Bomben geworfen haben, noch weniger Leute. Man bleibt hübsch zu Hause, durchmißt das Zimmer umd
zum andern kann man in die Luft fliegen.
gefallen.“
Wirte geöffnet, wo Sol zu sich nehmen. Die Juden sind Ueberall haben sie Agenten und Korrespondenten. einzigen in der Stadt verbliebenen Verbindungen Eifenbahn dar, nachdem man von der Außenwelt abgeschnitten ist.
von Majewsffki zerstört.
schen gedroht hat, alle Geiseln zu töten, Bombe herunter auf Warschau geworfen wird.
Wilhelms gefangengenommen.“
wurden alle Häuser erbrochen. geplündert, die Geldschränke gewalt⸗
Polen und Russen auf.
Die Waden gespannt und das Kreuz beweglich wie eine Ballerine.
horcht mit finsterer Stirn gespannt auf den Donner der Kanonen. „Es ist schvecklich, menschenunwürdig! Von einem Augenblick
Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mugge.
„Das wirst du bald hören, mein guter Junge,“ ant. wortete Paul.„Vor der Hand ist nichts nötiger, als so schnell wie möglich zu unseren Pferden zu kommen. Du hast sie doch sicher versteckt, Egede, und kannst sie wieder finden?“
„Sicher, Herr,“ sagte der Quäner.„Ihre Füße sind gefesselt, und so leicht wird weder Wolf noch Bär sie be⸗ suchen.“
„Dann fort mit uns! Zwei Stunden haben wir vollauf zu tun. Wenn der Morgen anbricht, muß das Püppchen im Sattel sein, es hat zarte Füße. Trage sie die Stufen hinauf.“
Egede hatte keine Lust zu diesem Dienst.„Sie kann gehen,“ sagte er rauh.„Die Brut aus solchem Neste kommt mit gebundenen Flügeln fort.“
Er stieß sie vor sich hin, aber Björnarne gab ihm sein Gewehr, hob selbst das Mädchen auf und trug sie schweigend die Felsentreppe hinauf, bis in die Saita Jubinals.
Von hier ab ging es an der schroffen Wand hinunter, dann mußte der See eine Strecke lang durchwatet werden, und endlich durch Sümpfe und Büsche dehnte sich die wilde Hochebene aus, von zahllosen Quellen und Bächen durchzogen und von Jauren und zerklüfteten Felsmassen unterbrochen.
Nach der Rast weniger Minuten nahm Biörnarne noch⸗ mals die Last auf seine Schultern. Ihr leichtes Sträuben war bald überwunden. Es war, als wollte Gula das Band zerreißen, das ihre Arme fesselte, und wie sie sich an dem Opferstein niederwarf, kamen die dumpfen Worte unter dem dicken Tuche hervor:„Jubinal! Allvater! Hilf, o hilf mir!“
„Haha!“ lachte Paul;„da der Herr Johann nicht helfen kann, und der Herr Jesus auch keine Lust dazu zeigt, so sol es nun der Herr Jubinal tun. Pfui, du kleine Heidin, schame dich und werde verständig. Suche dich nicht an den ver— dammten Opferstein festzuklammern. Reiß sie los, Björnarne— und kehre dich an kein Gewimmer. Verwünsche uns, so viel
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„Gestern abend ist eine Bombe in das Haus der Frau Walicky
„Man ist nicht mehr im eigenen Hause sicher.“
„In 3 Tagen sind 50 Personen getötet worden.“
e
In Motatow ist noch eine und die andere Schenke jüdischer
daten im Vorübergehen schnell einen Schluck
immer am besten informiert. Sie stellen die
ohne Draht, ohne
in Pruschkow hat man die Bleistiftfabrik Ein furchtbares Unglück.“
„So geht es auch Warschau.“ „Mir erzählte Salomon Thaler,
„Wissen Sie schon,
daß der Gouverneur den Deut⸗ wenn noch eine einzige
„Hören Sie: es scheint, sie haben einen Verwandten Kaiser
Kornett gibt am Grujezer Bahnhof Man läßt sofort die Stimme sinken. „Ueberall, wo diese Kosakenhunde ihren Fuß hinsetzen, ist es schlimmer als in der Hölle. In Wolozka, wo man von einem Oesterreicher auch nicht einmal die Nase zu sehen bekommen hat,
Ein streng dreinblickender das Zeichen zum Sammeln.
sam geöffnet, auf die Straßen geschleudert, die Läden in Brand ge⸗ setzt. Dabei handelt es sich um ein russisches Dorf. Mit den Juden fangen sie an; dann verlieren sie den Kopf und hören bei den Haben sie nicht, aus Versehen, auch die Wohnung eines Popen geplündert?“
„Alle Ausreden sind gut, wenn es gilt, die Söhne bißchen zu massakrieren.“
Da denke ich wieder an den
Israels ein
Kosakenhauptmann vom Don, mit dem ich vor wenigen Tagen im Zug in der Nähe von Warschau be⸗ kannt wurde. Er hatte einen Riesenschnurrbaxt nach Art Rennen⸗ kampfs. Die Haut seines Halses sah wie gekocht aus und aufge⸗ sprungen wie ein alter Strumpf. Wenn er sprach, spraua er immer von seinem Sitz auf, als wollte er einen Satz aufs Pferd machen. Er wurde zutraulich und schilderte den Vormarsch der Russen auf Königsberg vor der Niederlage Samsonows.
„Ha!“ rief er,„was für ein Ritt! Was war das für ein Roman! Niemals ist mir etwas Aehnliches im Kriege passiert, weder gegen die Türken noch in der Mandschurei. Da fand man. die Keller der Villen von Rheinwein und Champagner. Und wenn man herauskam, da nahm sich jeder, soviel er konnte, mit als Beute. Ich fühlte mir die Taschen mit Uhren und Andenken...“
Es kommen Omnibusse mit Verwundeten beladen. Auch Schlächterkarren mit derselben Last. Viele Verwundete kom⸗ men zu Fuß hinkend. Sie tragen lange Bärte und sind ganz apathisch. Etwa 20 Soldaten transportieren das Gerippe eines Luftschiffes wie einen Toten auf der Schulter.
Wenn die Nacht herniedersinkt, dann liegt die Stadt in der Finsternis unbekannt, gespenstisch, da. Die Passanten schleichen sich mit gebeugtem Haupte die Mauern entlang dahin. In dem nächt⸗ lichen Schweigen scheinen die umermüdlichen Kanonen an Energie zu gewinnen und sich zu nähern. Wollen sie denn niemals schlafen gehen? Von den Dächern sieht man Rauchwolken in der Richtung von Piazesznuo und eine Reihe kleiner Brandherde längs der Straße von Kostancein. Draußen auf der Straße ziehen Pferde Kanonen im Schlamm. Es wird Vorspann geleistet, um schnell an Ort und Stelle zu kommen. Wenn die Preußen kämen... Plötzlich auf einmal... 2 In der Gesindestube wird die Litanei gebetet. Vier Tage schon wartet man auf die Preußen. Man versinkt in eine förmliche Agonie und wlinscht, sie kämen endlich, diese Deutschen. Die Furcht macht auf die Dauer mutig. Die Deutschen kommen nicht. Man hat das Gefühl, daß die Gefahr vorbei ist.
„Der Großfürst Nikolai ist angekommen.“
„Ist es wahr, daß der Zar ihn in aller Eile nach Bialystok gerufen und ihn beschwoven hat, Warschau auf alle Fälle zu retten? „Japanische Offiziere sind angekommen.“
„Wissen Sie, was man sagt?“
„Alle Offiziere sind bereit, wegzugehen und die Deutschen hereinzulassen.“
„Ich wette, das sind selber Deutsche.“
„Hören Sie, heute nacht kam der Großfürst an und berief das Kommando zum Rapport. Er brüllte:„Was macht Ihr hier? Ihr seid ein Haufen Feiglinge. Warschau geben wir nicht heraus, und milßten wir uns bis zum letzten Mann massakrieren lassen.“ Und bei diesen Worten schlägt er wild mit der Poeitsche auf den Tisch. Dann nähert er sich dem General von Plehwe, dem Sohne des berühmten Ministers, packt ihn am Kragen und schreit ihn an: „Und warum haben Sie meine Besehle nicht sofort ausgeführt? Wo steckten Sie?“ Worauf der General:„Hoheit, ich war im Bade.“„Kanaille!“ Der Großfürst hat ihn geohrfeigt. Aber er mußte ihm das Kommando seiner Division überlassen.
Alles Deutsche, alles Deutsche! ruft man.
Liebes und Gutes, wir aus.“
Von der Höhe des Kilpis ließ sich ein Krachen hören, ein dumpfer Donner folgte nach; dann fuhr ein Windstoß heulend um die Zinken und Zacken des Gebirges, und unten brauste der See.
„Ruf den Teufel und die Gespenster nicht wach,“ sagte Olaf.
„Tor, so lang du bist!“ spottete Paul.„Es war nichts als ein Stein, der von oben herunter ins Wasser stürzte, oder meinst du, Jubinal sei aufgewacht von diesem Jammer, habe sein Kopfkissen zurecht gerückt und sich die Nachtmütze über die Ohren gezogen? Eine Feder ist aus dem Kissen gestäubt, die hat den Spektakel gemacht. Jetzt hierher, Björnarne, halt dich fest an mich. Niemand ist würdiger wie du, diese Prinzessin Tausendschön durch Fels, Wald und Wasser vor der Sünde zu erretten. Sorge dafür, ihr ein besseres Christen— tum beizubringen. Wehe über den frommen Klaus! Was wird er sagen, wenn er einst hört, daß sein Schäfchen, das so gläubig blökte, in seiner Not zum goldenen Kalbe betete.“
So spottete er weiter, obwohl seine Gefährten nichts dazu sagten.
Die steile Wand war ohne Unfall zurückgelegt, bald ging es durch See und Sumpf und endlich durch das zerrissene Land so rasch und schweigsam wie möglich. Björnarne ließ seine Geliebte nicht los; er trug sie stundenlang mit der zähen Kraft eines Mannes, der große Beschwerden zu be— stehen gewohnt ist, und dem eine fieberhafte Erregtheit den Willen stählt. Endlich schien durch die graue Färbung des Himmels ein Licht zu dringen, vor dem die Dunkelheit der Nacht unmerklich zerfloß. Einzelne Spitzen und Felsgruppen ragten erkennbar aus der unwirtlichen Oede hervor; dann tauchte zur Seite eine lange hinlaufende, nackte und zackige Masse auf, und als Petersen sich umwandte, sah er den un— geheuren, rot funkelnden Kopf des Kilpis aus Wolken und Nebeln treten.
„Dort liegt die Pitsasjaure,“ rief er aus,„und hier herum in dem Grunde müssen unsere Pferde stecken. Jetzt setze dein
und deinen rächenden Jubinal lachen
Frieden im Krieg.* London, 3. Jan.(Etr. Frkft.) Die Morningpost bringt folgenden Brief eines höheren Offiziers des Hochland egimente zielben Am Nachmittag des Weihnachtsabends fühlten w ford wirklich den Hauch des heiligen Festes. Es war ein wundervoll e 10 roter Sonnenuntergang. Harter weißer Frost trocknete u die lo regendurchtrieften Laufgräben aus. Dann ging hinter der feind⸗ Schwe lichen Linie der Mond bleich auf, und selbst die furchtbare Stachel⸗ 58 le drahtversperrung fing an, in dem zarten Licht zu blinken. Ein Fabst! schwacher Gesang tönte zu uns herüber, der immer stärker wurde, e bis die Töne über unsere Linien schwebten. Ein Lied folgte dem anderen und ein klarer wundervoller Tenor klang, aus aller De Stimmen heraus. Einzelne der Lieder waren englisch. Plötzl gegen! begannen wir auf unserer Seite mitzusingen. Nicht ein Schuß uten wurde abgegeben, alles war ruhig; nur ganz in der Ferne hö waren man ein dumpfes Brüllen der Geschütze. Alles war friedlich u Nurin, guten Willens. Dann riefen uns Stimmen ein„Fröhliches We der nachten“ zu und wir antworteten. Plötzlich ergriff uns alle mit⸗ boren einander das Gefühl, daß wir unsere Gräben verlassen sollten. bis 10 Wir kletterten über die Stacheldrahtversperrungen und wir kamen gt w der feindlichen Linie auf halbem Wege entgegen und tauscht Fila Grirße und Gaben mit dem Feind aus, Tabak und Zigaret 10 9 ten für Zigarren und Zeitungen. Dann kehrten wir in unsere ger Laufgräben zurück und sangen wieder unsere Lieder. 1 99 hre Am Weihnachtsmorgen ging dann die Sonne mit glänzendem 90 In Lichte auf, während über der Erde Nebel lagerte. Kein Schuß maren wurde abgegeben. Wir alle verließen nach dem Frühstück unseren Ange Graben. Wir hatten alle Welhnachtskarten vom König und der ben Königin empfangen und waren alle stolz darauf. Nach dem Mit⸗“ der 0 tagsmahl riefen wir dem Feind zu, er solle zu uns herüberkommen von 8 und wir unterhielten uns miteinander zwei Stunden lang, mitten zur 0 zwischen den Laufgräben. Ein Unteroffizier hatte vier Jahre in 8 0 Glasgow zugebracht, und wir hatten manche Erinnerungen und 6 4 manche Bekanntschaften gemeinsam. Die Leute waren vom 134. lichen und 135. sächsischen Regiment. Alle Deutschen waren eines end 6 gültigen Sieges Deutschlands gewiß. Ein Offizier hatte Interesse 0 daran, einmal unsere Laufgräben zu sehen. Ich führte 0 ihn hinein, wo ich ihm sagte: Hier sind natürlich einige kleine Ge-[ eld heimnisse, die wir Ihnen nicht zeigen können. Er lachte und Sc stimmte zu. Die Deutschen hatten an diesem Tage auch Gelegenhelt,] 8 0 ihre Toten zu begraben, die zwischen den beiden Linien lagen. Den Man ganzen Tag über gingen wir herüber und hinüber mit Zeitungen[die und kleinen Paketchen. Wir gingen auseinander, indem wir sehr ler bedauerten, daß wir uns trennen mußten. Wir verabredeten am Auer 2. Feiertage eine zweistündige Pause von 2 bis 4 Uhr nachmittags die K für ein Fußballmatch zu machen. Dieses Fußballmatch tige wurde jedoch durch die Offiziere unseres Hauptquartiers untersagt. um d Es ist schrecklich zu denken, daß man den einen Tag so sehr mit 9 einander in Frieden verkehren kann, und daß man am Die 2 anderen Tage sich damit beschäftigen muß, sich gegen seitig 0 umzubringen. Aber wir hatten doch ein wirkliches Weih⸗ fetten nachtsfest. In der Nacht des zweiten Feiertages wurden wir bei 1 0 heftigem Schnee aus unseren Laufgräben herausgenommen und be⸗ an finden uns augenblicklich für kurze Zeit in einem sehr angenehmen rache Quartier. 2 1 1 Geben die österreichische Zensur f 19 5 wendet sich das Zentralorgan der deutschen Sozialdemokratie in 0 Oesterreich, die Wiener Arbeiter⸗Zeitung. Sie druckt einen von uli der Redaktion der Arbeiter⸗Zeitung an den Minister des Aeußeren, lung Graf Berchtold, gerichteten Brief ab, der den unerträglichen u began stand der jetzigen Zensureinrichtungen eingehend schildert. B N f d sonders wird darauf hingewiesen, daß mit der Beaufsichtigung d and Presse ausschließlich Staatsanwälte betraut sind, die wohl 7 Kenner und Interpreten des Strafgesetzbuches sein mögen, die 5 0 nicht in der Lage sind, zu beurteilen, ob eine Notiz vom Gesicht 10 punkt der inneren und äußeren Politik schädlich ist oder nicht. D 9 75 Wiener Arbeiter⸗Zeitung regt schließlich an,„zur sachverständige f Ausübung der Preßzensur, wobei die Bewegungsfreiheit und dag 15 kritische Recht der Presse nicht zur Gänze untergehen darf, mit de 0 Fragen der inneren und äußeren Politik wohlvertraute Beam 5 0 heranzuziehen; insbesondere wäre es höchst ersprießlich, wenn dab 5 ein Beamter das Ministeriums des Aeußeren als ein die Frage de ch 51 internationalen Beziehungen begutachtender Faktor mitwirker Kun, würde. Es wäre wohl ein nennenswerter Vorteil, wenn der 0 dun liche Kampf mit der Zensur, der von dem Verbot von Ue dieser schriften bis zur Ausmerzung ganzer Artikel reicht und der sich en den weißen Flecken der Zeitungen so peinlich spiegelt, au Wider schaltet und den Zeitungen, die sich jetzt wirklich wie ein gehe Wild vorkommen, endlich eine gewisse Sicherheit geboten würde die Sicherheit, daß eine sachverständige und sachgemäße Ham 0 habung die gesamte Einrichtung der Zensur, die doch niemand a schr. det 12 eine bittere Nötigung erachten kann, zu legitimieren den. estrebt. 15 Deutscher Städtetag. an Berlin, 4. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Im Berliner syr! Rathaus fand am Vormittag eine stark besuchte Vorstands Loh sitzung des Deutschen Städtetages statt. Es wurden zahl. zan 77 f 5 Ruf strengung, Egede wird ihr einen vierbeinigen Träger schaffen. 10 0 Aber Egede folgte dem Gebote nicht. Er stand still und alle horchte, denn sein Hund, der bisher folgsam an seinen Ferse hat d gewesen war, streckte die Nase in die Luft, murrte und zeigte Ver seine Zähne. J „Was ist das?“ sagte Paul.„Ist das Teufelsgesindel f uns auf den Fersen? Fort mit euch hinter die Steine! Die gatio Pferde her, du Maulaffe! Suche sie auf, so schnell du kannst. sind Sieh da, wahrhaftig— nein, ich täusche mich nicht— Mor tuno, so wahr ich lebe! Komm heran, mein lieber Mortuno Bei Gott! Er ist allein, ich sehe keinen anderen. Er hat sich nicht Zeit gelassen und läuft wie ein junger Luchs. Wir fue müssen ihn lebendig haben, wenn es sein kann. Sollte er Janz aber ungezogen werden, dann, Olaf, denke an das Loch in biff deiner Mütze.“ rin Paul Petersen stand auf einem freien Raum, hinten welchem ungeheure Steinblöcke zerstreut umher lagen.. Arm des Snibotjoks, der von der Jaure herunterkam, wand lun sich durch dies Labyrinth rauschend und polternd in eine die tiefen Bette. An dem Rande dieses Müstenflusses war eine 1 menschliche Gestalt sichtbar geworden, die sogleich in der Tiefe Li verschwand, bald darauf aber auf der entgegengesetzten Höhe kale zum Vorschein kam und wirklich kein anderer war, als Afrase 1 Neffe. Er lief gerade auf den Schreiber los, und dieser macau 6 sich bereit, ihn in Empfang zu nehmen, doch dreißig Schrit Nez von ihm stand der Lappe plötzlich still und suchte Atem zu au schöpfen. 5 „Wie?“ schrie Paul,„bist du es, mein süßer Freund, uns in frühster Frühe aufsucht? Wo hast du deine 0 9 gelassen, und wie sehen deine Komager aus?“ 16 50 „Wo hast du deine Brüder? Wo hast du siek“ die 90 Mortuno. „„Komm her, ich will sie dir zeigen,“ sagte Paul.„ dich zu uns, unser Feuer soll dich wärmen.“ 3 „Wo hast du Gala gelessen?“ fuhr der Lappe fort, ide. er seine Büchse aufhob. 8 70 90 „Ist dir dein Schätzchen davon gelaufen, 1
Junge?“ antwortete der Schreiber.„Suche sie d
du willst, du Hexe, ich sage dir, Björnarne will nichts als
Schätzchen endlich ab und ruhe aus von der süßen An⸗
dir helfen.“(Fortsetzun


