c rr»
Kricden.bewahrer im DTtciTffebäibet, und icint Heuchelei. nKn * Japan China gegen Deutschland schützen wollte. Die Kriegserklärung Japans an Deutschland wegen Bedrohung des Friedens im seinen Osten sei ein Schritt, der sür Australien und Amerika die schlimmsten Folgen haben könnte. Auch Japan hat nie ein Hehl daraus gemacht, datz es einen Platz an der «an»« suchte; cs hat jetzt Gelegenheit dazu gesunden
Ans Frankreich.
Zurückziehe» der ajrilanijche» Truppen au» Frankreich.
Eens, 21. Scpt. Der „Petit Parisienne" teilt mit, das sranzösijche Heereskommando sehe sich vor die Notwendigkeit »«eeijt, den Rücktransport der ajrikanischen Truppen ins Auge zu sagen, da es sich jetzt schon hcrausgestcllt habe, datz sie »inein Winterseldzug nicht gewachsen seien. Äutzrrdem sei die Verstärkung der Truppen in Tunis, vor allem ober i» Ma- t»Bo, eine durch die Berhältnisie bedingte dringende Notwendigkeit.
Berlin, 27. Sept. (W. B.) Ter Mangel an Ofsizietcn beginnt in England zu beunruhigen. Nach der „Tinies" sind in einem Monat von über 3000 Ofsizicreii N00 ge- fallen.
Französische Acrzte.
(frsurl, 26. Scpt. (W. B.) In dein hiesigen Gefangenenlager auf dem Johannisplatz sind sieben französische Acrzte unter der Aussicht deutscher Aerzte tätig. Diese Sanitätsoffiziere sind keine Kriegsgefangenen und dürfen sich frei in der Stadt bewegen.
Die Dum-Dum-Geschosse.
Bordeaux, 26. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Eine amtliche Note erklärt, daß die in Longwy gesiindenen, vom „Lokakanzeigcr" abgcbildeten Patronen ausschließlich sür Scheibenschietzübungen der Vereinigung für militärische Vorbereitung bestimmt gelvesen seien, wie schon aus der Aufschrift „Cartouches de Stand" hervorgehe. Da diese Bereinigungen zumeist nur notdürftig gusgebaute Schieß, stände besäße», so hätten ihnen an der Spitze auSgehvhlte Patronen zur Verfügung gestellt werden müssen, damit die AnsongSgcschwindigkeit gemindert, und verhindert werde, daß das Geschoß am Ziel die allzudünne Sicherung durchschlage. Solche Patronen würden in der Armee nicht einmal zu Schießübungen verwandt. Man habe niemals daran gedacht, sie im Kriege zu verwenden, da sie die Aus- nütznng der ballistischen Eigenschaften des ftanzöfischen Ge- wehr? unmöglich machten.
Notiz'des Wolfftchen Bureau?: Es kann dahingestellt bleiben, ob diese Angaben richtig sind, denn selbst wenn sie zutrcsfen sollten, können sie die schweren Vorwürfe, die mit Recht gegen die französische Armee erhoben werden, in keiner Weise entkräften. Die Frage, ob die Dum-Dum- Patronen unserer Feinde etwa ursprünglich für einen harmlosen Zweck bestimmt waren, kommt gar nicht in Betracht gegenüber der erwiesene» Tatsache, daß sic zu vielen Tausenden auf den Schlachtfeldern gefunden, und im Kanipf gegen uns verwandt wurden. An diese Tatsache allein haben wir uns zu halten. Von ihr muß jedermann ausgchen, der sich in unbefangener Weise ein Urteil bilden will, ob die Kriegführung unserer Gegner den Geboten der Menschlichkeit entspricht.
Ans Rußland.
Wien. 26. Sept. (W. B. Nickitamtlich.) Meldung des Wiener Korr.-Bnr.) Unter der von den rusiischen Truppen ans dem Schlachtfeld von Krasnik zurückgelassenen Ge- wchrmunition befanden sich auch Geschosse, deren harter M intel an der Spitze de» Bkrikern freiläßt, Dum-Dum-Ge- i. -jse. Das österreichische Ministerium des Acußern gab t iese Verletzung der Haager Deklaration von 1899 den Re- . i rmtflcn der verbündeten und neutralen Mächte mit dem Beifügen bekannt, daß das österreichische Armeeoberkonr- inaudo derzeit nicht daran denke, mit Represialien vorzu- ijehe».
Berlin, 27. Sept. (W. B.) In einein Kriegsbericht vo» Herriugs ini „Lokalanzciger" wird gesagt, daß die Kosaken die österreichische Kavallerie wie die Teufel sürch- !en und sich fast nie auf einen .Kamps mit ihr einlassm.
ternl Nennklikuliilisg „yliiitttilder Wli»g".
Die „Daily Mail" vom 17. September schreibt unter d. Ilrberschrist: „Hervorragende russische Strategie" u. a.
.Tie britische und ftanzösische Nation bcglückwüiiicht ..ärmste den General Rcnncnkampf. der das russische bei de» Operationen gegen Ostpreußen bcsehligte, für - - rverrpoenden Dienst, der er der Sach« der Derblln- . geleistet hat. Um die britischen und französischen - >n einer kritischen Sturrdc zu unterstützen, nnter- : er einen gefährlichen „raid" in Dcrktjchland hinein, : v er mit gefahrvoll ungleichen Kräften, wie wir jetzt .-geben können. Die russisch« Mobilmachung tv-ir iange nicht beendet, als er seiqen abenteuerhafien N^iich begann. Ucbrigeus waren die enorme» Meuschm- r . Rußland ausftellc» konnte, gegen Oesterreich
,-..-.nll-.r----
Ans dicke Weise hat General Renncnkamps einen direkte.! Anteil an dem großen Siege, den die Verbündeten in Frankreich gewonnen haben. Das Neueste ist nun, daß Neuneukamps jetzt sich in den Sct'utz der polnischen Festungen begibt, und zwar mit seiner vollständig intakten Ar- n:ee. nach einem Rückzug angesichts überlegener Kräfte. Dieser Rückzug läßt sich an Glanz nur vergleichen urit dc:c- ieaigcn. den Sir John French und das britische Erpedilions- •f f<* in der ersten Phase des tranzöiiichen Feldzuges var-
R»«e Tageszeitüng. Montag, d«n 28. September 181«
genonimcn hat. Der deutsche Generalstab richtete den Kern seiner Kräfte gegen den ausweichenden General Rennenkamps, und siehe da, er tat nur einen Schlag in? Wasicr."
Diese köstliche Leistung Münchhausens wird auch in den kundigen Kreisen Rußlands und Englands Helles Lachen wecken. Wir aber wünschen dem General Rennen- kampf noch viele solcher glänzenden Heldentaten und dein deutschen Generalstabe noch viele derartige Schläge ins Wasser.
( f in 51jijhrim firifgefrfinJiUigrr!
(Ein Beispiel deutscher Begeisterung.)
Helr Rentner Middendorf von hier, stellt uns folgende PoslkPtc seines im Osten kämpfenden Bruders zur Vcr- iüaung,:
Margenpol (Rußland), 17. Sept. 1911.
Lieber Withclm!
Seit 17 Tagen haben wir heute den ersten Ruhetag, nachdem wir auch das letzte russische Armeekorps geschlagen haben. Die Leistungen des 1. Armeekorps wirst du gewiß in den Zeitungen gelesen staben, wir bekommen fast gar nichts zu lesen, habe schon oft um Zeitungen gebeten aber keiner schickt welche. Tu ftagst wie alt ich sei? Am 1t. Juli wurde ich 61 aber Gott sei Tank immer noch wie lei den 8. Husaren, bin selbstverständlich mit Einwilligung meiner Fra» freiwillig in den Krieg gezogen. Du kannst dir doch wohl denken, daß ich als alter Husar unter keinen Uniständen bei der Landwehr oder gar Landsturm gegangen wäre. Es sind ja furchtbare Strapazen, denen man aufgesetzt ist aber was tut inan nicht sür sein liebes Vaterland. Wen» du sichst wie die Rüsten »»scr Ost- und Westpreusien vernichtet habe», tauscudc von Güter und Gehöfte i» Brand gesteckt, tausende von Familien mit kleincn Kinder» ziehen auf Wagen im Lande umher »>,d dieses alles aus purem russischen Uebermut. Jetzt hat er ja von uns die Nase voll, denn gestern haben wir das letzte riissische Armeekorps geschlagen, auch liier ist schon viel in Flainincn aufgegangen Am meisten sind die Russen selbst von uns mitgenommm worden. Ani 29. August erbeuteten wir 1 Million Riibel, welche heute an die Teilnehmer der Schlacht bei Neiden- burg verteilt werden, jeder bekomint den siebenfachen Betrag seiner täglichen Löhnung. Ich bekomme täglich 2,10 mal 7 macht 11,70 Mk. Die Feldpost befördert infolge der Schlachten sehr langsam. Hoffentlich ist die Sache bald zu Ende, denn unsere Grenzen sind vollständig vom Feinde gesäubert. Auf Wiedersehen so Gott will.
Mit hcrzl. Gruß Tein Bruder Louis.
Parteirmchrichteii.
Reichstagsabgeardncter Semler f
Hamburg, 23. Sept. Reichstagsabg. Dr. Seniler ist heute im Alter von 68 Jahren hier gestorben.
Dr. Johannes Semler war am 6. Oktober 1858 in Hamburg geboren, wo er sich nach Vollendung feiner juristischen Studien als Rechtsanwalt niederließ. Der nationalliberalen Fraktion des Reichstages hat er als Vertreter des zweiten hannoverschen Wahlkreises Aurich-Wiltmund seit mehreren Legislaturperioden angehört. Auch als führendes Mitglied der Hamburger Bürgerschaft hat er sich eifrig betätigt; eine Reihe von Jahren hindurch war er dort. Vorsitzender der Fraktion des sogen, linken Zentrums. Als Anwalt wie auch als Politiker hat Dr. Semler sein Interesse besonders koloniale» Angelegenheiten zugewandt. Bei der letzten Wahl siegte er mit 12 855 Stimmen über 1516 reichsparteiliche. 2686 sozialdcmolratischc und 1816 freisinnige.
Ans der Heimat.
* Frftdbekg, 28. Sept. Die für den 25. und 26. September 11114 angesctztc Geldlotterie zum Besten des Thüringer Museums in Eisenach mutzte der Kriegslage wegen verschoben werden. Der neue Zichuiigstcrmin wird rechtzeitig bclannt gegeben werden. Die bisher verkauften Lose behalten selbstverständlich auch zu der neuen Ziehung ihre Ellltigleit.
* Fricdbcrg-Aaurrbach, 28. Sept. Gestern feierten die Eheleute August Ccheiiermann u. Frau Lina, geb. Thomas das Fest der silbernen Hochzeit. Wir gratulieren dem Jubelpaare aufs herzlichste und wünschen ihni ein „Glück Auf" zur „Goldenen!"
* Hungen, 25. Sept. Heute Montag findet dah-er, wie alljährlich der Pränüicrungsmnrkt statt, aber nicht in seinem vollen Unifang. Durch die Kriegslage fällt Prämiierung und Verlosung -oeg. Trotzdem hat der Kreis- ziegenzuchtvcrcin Gießeii sein vollständiges Erscheinen an- geordnct und ist etwa mit 60—70 Stück Vieh aufgefahren, hierunter llic Hälfte Böcke, der andere Teil Ziegen und Lämmer. Der Bullen- und Schwcineinarkt findet wie iinmcr statt. — Tic ttzabcfreudigkcit sür das Rote Kreuz hat sich selbst bis in die Zuchtvcreinc hineingetragen. So bewilligte der Kreisziegenznchtverein Gießen 100 Mack, der Lokalvercin Utphe 10 Mack. Leider hat erstgenannter Verein eine schwere Einbnße erlitten, denn er verlor bei der Einnahme von Namnr seinen l. Direktor. Herrn Ne- scrvcleutnant Tan»n-Lich. Er starb den Heldentod siic's Vaterland. Ei» treues Andenken wird ihm bewahrt bleib».
Hestkii-Rastau.
* x. Obrriusiel, 25. Sept. Von Oberuisel starben ben Heldentod fürs Vaterland: Karl Seng, Oberleutnant Müller, Hch. Prcujch, Ludwig Schultheis, Franz Kürtner. — Von verschiedenen Seiten wird geäußert, er wäre >m »Interesse der allge- >,-einen Woqltätigkeit. die Spender der einzelnen Liebesgaben für unsere verwundete» Soldaten nicht ösfentlich mit Namen ausznsühren. Abgesehen davon, datz dies das Zartgesühl der Spender verletzen mutz. würden die Spalte» der Blätter nicht genügen, wollte man alle diejenige» ausjühre», die Verwundete mit Liebesgaben erfreuen. — Noctidem jetzt eine wunde—
X Seife 3.
voll« Herbstwilterung eingesetzt, geht das Ernten der Kartof sein rasch vor sich. Der Aussall ist sowohl in Qualität wie auch in Quantität recht zufriedenstellend. Von Mäusfratz wird aus den Feldern so viel wie nichts gespürt. Die Edelkastanien, welche immer noch einige Zeit zur Reise brauchen, dürften bei anhaltend guter Witterung einen besseren Ertrag liefern, wie im vorigen Herbst; von den damals aus verschiedenen Taunusorten gemeldeten Schäden, hauptsächlich an der Rinde der Ka- stanicnbäume, ist hierorts auch diesmal nichts zu verspüre».
* j. Usingen, 28. Sept. Dem ministeriellen Erlasse entsprechend. bctr. die militärische Vorbereitung der Jugend während des mobilen Zustandes, ist der Ortsausschutz sür Jugcndpslcgc hier am Werk, die männliche Jugend der Stadt Usingen und der benachbarte» Orte zu einer Uebungskoncpagnie zusammen znschlietzen. Auch die Turngemcind- Usingen ruft die »och nicht einbcrusenen Kriegsfreiwilligen und alle über >6 Jahre allen Jünglinge zu Uebungen aus, die eine Vorbildung für die Verteidigung des Vaterlandes bezwecke» und die Jung mannen schon jetzt bcsähigcn, im Rotjall militärische Dienst leistungc» zu übernehme».
* Wiesbaden, 25. Sept. Ein bei den Kämpsc» in Nord srankreich verwundeter Krieger aus Wiesbaden, der jetzt da selbst im Lazarett liegt, teilt uns jolgcndes mit: Nachdem ick am 28. August bei den Gefechten zwischen Odroncour und Vary verwundet worden, mutzte ich noch einige Zeit i» der Nähe der- Eescchtsseldes verweilen, damit erst de» weit schwerer verwu» drlcn Kameraden Hilfe wurde. Es siel mir ans, datz bei al den Leicht- und Schwervcrwundctc», die vst aus Händen u»t Jähen sich vom Ecscchtsseldc entfernen mutzten, kein Laut der Jammers zu vernehmen war. Bald daraus »ach Odroncour verbracht, wurden wir vo» deutsche» Stabsärzten verbunden und jeder Verwundete erhielt einen Zettel mit genauer Beschreibung der Verletzung, um eine Weiterbehandlung im Feld- lazarett zu erleichtern. Am 29. August fand unsere Ilcbcrsühr- nng in das Feldlazarett nach Mouzan statt. Eine srcundliche Behandlung ließen uns während unseres dortigen Aufenthalts die französischen Schwestern »»gedeihen. Eine Beobachtung konnte man hier machen, wie leicht der verwundete Franzose zum Stöhnen und Jammern geneigt ist. Nach 5 Tagen wurden wir nach Florcnville überführt, in der dortigen Kirche UN tcrgcbracht und zum ersten Male in Behandlung von deutschen Schwestern genommen und zwar vo» solchen, die früher im städtischen Krankcnhause i» Wiesbaden beschäftigt waren. Am 3. September ging es in drei Automobilen nach Marblca», wo nKr die ersten Liebesgaben cmpsingcn und von da mit Lazarettzug über Arlon, Luxemburg, Wasierbillig via Trier nach Koblenz, wo wir am 1. September um 1 Uhr früh anlangten Bon da ging cs in schnellerem Tempo »ach Wiesbaden.
* Wiesbaden, 26. Scpt. Der Vorstand der Landwirt schaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden genehmigte die Wahl des Landes-Oekonomierais Siebert Frankftirt a. M. zum Vorsitzenden des Ausschußes sür Gärtnerei, des Gärtncrei- besitzers E. Becker-Wiesbaden zu dessen Stellvertreter sowie des Garten- und Eemüscbaulehrers Langc-Frankjurt a. M. zum Geschäftsführer des Ausschußes, des weiteren die Kooptation des Gemüftgärtners Fr. Wittmann-Wiesbadcn in diese» Ausschuß.
* Wiesbaden, 26. Scpt. Verschiedene Landwirte halten sich für berechtigt, den russischen Arbeitern einen Teil des vereinbarten Lohnes einzubehalten, um sich gegen Nachteile z» sichern, falls die russische» Arbeiter während der Wintermonate nicht in ihre Heimat zurückkehren können. Der Landwirtschafts- Minister verurteilt NI einem Erlaße an die Preußischen Landwirtschaftskammern dieses Verhalten aus- schärsste. Landwirte, die sich eines solchen Vertragsbruchs schuldig machten hätten zu gewärtigen, datz ihnen die Beschäftigung ausländischer Arbeiter in Zukunft nicht mehr gestattet wird.
* Aus Nassau, 26. Sept. Die Maul und Klauenseuche jene Geitzel der Landwirte, hat sich im Nassauer Land wiedei ziemlich ausgebreitet. Sie wütet zur Zeit im Landkreis Wiesbaden, in Biebrich, Fraucnstcin, Schierstein, Eddersheim und Wcilbach; im Stadtkreis Wiesbaden in 2 Gehöften: im Kreise Höchst a. M., in Okriftel und Zeilshcim und im Rhsingaukrc'^ in Eltville.
* Vom Kreuzbcrg in der Röhn, 25. Sept. Infolge eine- Lnngenlcidcns starb 38 Jahre alt der frühere Quardian des Franziskanerklosters aus dem Kreuzbcrg P. Korbinian Rein hart, eine in der Touristcnwclt bekannte und beliebte Persönlichkeit.
* Tarmstadt, 26. Scpt. Das Kriegsgericht verhandelte an- Dienstag in Worms gegen den Landwehrmann Heinrich Strack aus Herrnsheim wegen Achtungsverletzung unseres Militärs, Beschimpsung unserer militärischen Einrichtungen usw. Er war Ende vorigen Monats in Worms als Landwehrmann eingezogen worden, hatte schon seine Unisorm empfangen, scheint aber, da er früher schon einmal im Ausland gearbeitet hat, einer derjenigen zu sein, die in charafterloscr Weise die Heimat und das Vaterland gerne vergessen, wenn sie tm Falle der Not immer wieder gern dahin zurückkehren. Dem Angeklagten schien die Einberufung nicht gepatzt zu haben und machte nun in seinem aufgeregten, jedensalls auch durch Alkohol nervös gewordenen Zustand in einer Wirtschaft Luft, indem er über den Krieg und die Fürsten schimpfte und auch über Deutschland seine üblen Reden ergoß. Obwohl noch viele Ka mcrade» bei ihm waren, ging er sogar soweit, zu behaupten sein srüherer Dienstherr in Longwy sei durch die deutschen Co! baten ohne jeden Grund erschossen worden. Natürlich wurbc Sie Ausregung in oem Lokale groß, doch bestreitet der Angc Nagte heute alle jene Aeutzerungen getan zu haben. Er wurde aber durch die Zeugen vollständig übersührt und zu der emv sindlichen Straft von 8 Monaten Eesängnis verurteilt.
Franksnrter Wetterbericht.
Vorauscog«: Wechselnd bewölkt, Regenschauer wahrschein
lich, ctine Temperaturveränderung, zeitweis ousfrischende Nord
Osiwi,dc.
Verantwortlich sür den politisch«» und lokalen Teil: Otto 1 Hcrschcl, Fricdberg; für den Anzeigenteil: K. Sch in i dt,
' Fricdbcrg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung'.
8t. G., Fried dem i. H


