Ausgabe 
28.9.1914
 
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Rr. 227

Meile Tageszeitung. Montag, den 28. September 1811

Seite 4.

Freunden und Bekannten die traunste Mitteilung, datz cs Eiott dem Allmächtigen gefallen !;cif, gestern abend um 9 Uhr meinen liebe» Mann, unseren guten Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager

Kenn (l

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3 -Zimmer-WlihMllg

mit abgeschl. Vorplatz und Zu­behör an ruhige Leuie x. 1. Nom

zu Dcrmic'.en. Näheres Friedberg- Rcuicrbaii), Klauienstr. 12.

Kaufmann

im 38. Lebensfahre nach langem, schwerem Leiden zu sich in ein besseres Jenseits abzurusen.

Echzell, den 27. September 1914.

Ziii tarn Der IrllilMliitn ^iiitcrblicBf kch : Thekla Atzmus.

Die V.'erdiguitg findet statt Dienstag, den 29. September, nachmittags

3 Uhr.

I

40 Zimurerleilte n. 10 Schreiner

bei hohem Lohn losort gesucht

Heinrich Giar,

Bnd-Nanheim. Mittelste. 17.

Einige tüchtige

Handlanger

! gesucht.

Th. Morsehel

3 immi! platz,Bad-Nauhei III.

(Vill ^III,g|> b-r die Bäckerei er- Litt lernen will kann bei

mir gegen Vergütung in die Lehre treten.

5^oc = ü m EBoh?h!«;c3!Oji.

krot- n. ifinbädierfi, frirtbfrg.

Zwei 3'/-jährige lräftige

KartoffeMefernna.

Die Lieferung von 520 Ztr. prima Wettera.iee Speisekae- toffeln lZnbuftrie) allsgelesene Ware, sür das Bürgerhospitat uns Bersorgungshaus. soll vergeben werden.

Die Lieserungsbedingungen liegen im Eeschaslszimmer der Almenverwaltung im Rathause offen.

Angebote sind bis längstens zum 8. Oktober l. Is., vormil- lags lt Uhr. daselbst schriftlich einzurcichen.

Friedberg, den 22. Sept. 1914.

Die städtische Armenlomiuisffo i.

__ Stahl.

Jur grfl. Keachtnttg!

Von Dienstag Abend 6 Uhr bis Mittwoch Abend G'» Uhr

bleiben unsere Geschäftsräume hoher Feier­tage wegen geschloffen.

Warenhaus GefchwHterMayer

Friedherg (Hessen).

(Eisler Schlag) prima im Zug bei

HrrmannOsttzeim 2.,Kk!Ieiialt.

Aufruf

Der Verdacht ist gerechtfertigt, daß sich noch immer belgische oder französische Brief­tauben im Lande befinden. Diese Tauben werden nicht nur auf Taubenschlägen, sondern in allen erdenklichen Schlupfwinkeln, wie Kellern. Schränken, Kommoden, Körben sowie in Waldungen und Gebüschen versteckt gehal­ten. Hierdurch ist die Möglichkeit eines un­erlaubten und für uns nachteiligen Depeschen­verkehrs nach dem feindlichen Ausland gegeben.

Die Beseitigung aller belgischen und fran­zösischen Brieftauben wird deshalb dringende Pflicht. Zur Erreichung dieses Zieles genügt die Kontrolle der Aufsichtsbeamten aber nicht, die Zivilbevölkerung mutz mithelfen und wird hierdurch aufgefordert, sich an der im vater­ländischen Interesse liegenden Arbeit der Ueber- wachung unerlaubten Brieftaubenverkehrs zu beteiligen.

Mo. föciicrttlföüiiiiiiniiü XVIII. AmttkoiP.

B. S. D. E. K.

Der Chef des Gencralstakes:

De Graff, Generalmajor.

Bin mit zirka 25 schönen erst­klassigen Seigrer

angekommen, worunter mehrere egale Paare, sowie wunderschöne schwere Jrrchtfinten sind. Wöchentlich treffen neue Transporte ein.

Pferdeliandlung I^eopoM

Mikia.

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PorjllM n. Credit-Aemu gtieMerg Men)

Eigetragene Genossenschaft mit b<chränller Haftpflicht.

Unser Zinsfuß für Spareinlagen wird ab 4. Jannar 1013 auf -l°s festgesetzt. Dare Einlagen werden zu höherem Zinsfuß gegen besondere Vereinbarung schon von jetzt ab entgegengenommen.

BezirkssMWMthildeiMt" Mtdberg.

Nach Beschlust des Aussichtsrats vom 25. September 191-1 beträgt der Zinssust vom 1. Januar 1915 ab:

für Spareinlage» bei

täglicher Uerfinjnng 4 °/»

für Darlehen gegen Hypotheken 4V-°/»

nn Gemeinden 4'/.°/»

gegen Schuldscheine 47.%

Kaufschillinge 47,7»

Friedberg, den 26. Sept. 1914.

Der Direktor:

Georg Hieronimus.

**

Für eine Fiebrsgabc im Kriege find unsere Söhne, Brüdcr u. Freunde dankbar.

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Deutsche!

Warum

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unterstützt Ihr unsere politischen Gegner in ihrer Au- mastung gegen uns durch Bevorzugung ihrer Erzeug­nisse und Nachäfsung ihrer Kleidung, Sitten und Ge­bräuche?

verwendet Ihr immer noch Fremdwörter? sprecht Ihr noch im Inland fremde Sprachen mit Ausländern, anstatt zu erheischen, datz sie sich unserer Sprache so gut als möglich bedienen, wie wir es auch auf unseren Reisen im Ausland machen müssen?

Waram besucht ihr noch Geschäfte, Gasthäuser und Veranstal­tungen, wo wenigen Fremden zuliebe die deutsch« Sprache und deutsch« Art zurückgesetzt wird durch Fir­menbezeichnungen, Ladenausschristen, Gasthausnamen und Speisekarten in ftemden Sprachen?

Warum verhindert Ihr nicht «in für allemal den Gebrauch ftemder Sprachen, Namen und Bezeichnungen bei Spielen und Sportübungen?

latzt Ihr es Euch gefallen, datz deutsche Fabrikanten Euch Erzeugniffe in ftemdsprachlicher Aufmachung aufzwingen, wie z. B. Bleistifte, Federhalter, Hüte, Halsbinden, Wäsch« und andere Eebrauchsgegenstände mit englischen und französischen Aufschriften, insbe­sondere solche mit fremdländischen Flaggen? weist Ihr nicht Waren zurück, die fremdsprachliche Bezeichnungen tragen?

Wiffet Ihr nicht, datz Ihr durch Euer gleichgültiges Verhalten gegenüber dem Mitzbrauch fremdsprachlicher Ausdrücke in Handel, Preffe und Verkehr die lleberhebung un­serer Feinde und ihre Geringschätzung unserer Eigen­art und unserer Sprache geradezu gezüchtet hobt und datz selbst lies unter uns stehende Völker uns wegen dieser Fremdtümelei und Auslandsucht verspotten und verachten?

Deutsch, wie wir selbst, sollen auch sein unsere Sprache und un- itten!

Dniifdjf heraus und Deutschtum heraus '

Warum

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Siicder-Florstadt

Eine Wahnnug an die Frank».

Im Auftrag von 82 Frauenoereinen wendet sich der Na­tionale Frauendienst mit folgender beherzigenswerter Mahnung an unsere Frauen:

Die grotze Zeit mahnt uns mit gewaltiger Stimme zu wahrer schlichter Art. Deutsche Frauen! Kehret darum zurück zu seinsllhligem, bescheidenem Wesen! Fort mit Eitelkeit und Putzsucht und dem Auswuchs französischer HalbweldI Zeigt in eurem Benehmen jene Würde, die bei Freund und Feind Achtung gebieten mutz. Latzt uns den Pulsschlag der ge­waltigen Zeit fühlen und stolze Deutsche werden!

Militiielazarett in der Sbstbanslsiuie.

Seit Mittwoch ist auch unsere Lbstvau» ». landw. Schule zu einem Militärlazarett ciugcrichtct worden. Im ganzen sind 40 Bette«» ansgestellt. Ten ehe,naligen Schülern dieser Anstalt ist nun Gelegenheit geboten, sich durch Spenden von Liebesgaben zur Berpslcgnng der in de«» von ihnen ehemals licbgctvonncncn Räumen untergcbrachten Berivnttdete»« ,;«« betätigen.

Herr Direktor Spies; u. F-ran habe» die Leitung dieses Lazarettes nberno«n,nen «. dieselben sind gerne bereit, Gabe«» für die vcrlvnttdetc»« Mannschaste«« entgegen z»» «»ehmen.