Ausgabe 
28.9.1914
 
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Nr. 227

wäre ein reiner Zeitverluste selbst die stärksten Explosivgranaten -er schwersten Geschütze bleibe» hier ohne Wirkung.

Die andere Gefahr.

Paris, 26. Sept. DerSOiatin schreibt unter der Ueber- schrist:Die andere Gefahr": Jeder Deutsche trägt in seinem Tornister ein paar wollene Socken, warme Fausthandschuhe, nicht zu sprechen von Zeltbahn, Mäntel und Wolldecke. Den Grund hiersür glauben wir in der Absicht zu sehen, die Fran­zosen schnell zu besiegen, um nach Rußland zu gehen. Bereits vorher sind zu dem Zwecke der Vermeidung von Zeitverlust die Soldaten für den russischen Winter ausgerüstet worden. Jeden­salls sind, wenn der Winter kommt, die Deutschen gewappnet. Und wir? Ohne Zweifel beschäftigt sich unsere Leitung mit dieser Frage. Die Eeneralverwaltung gibt dringende Arbeit aus für Beschäftigung Suchende, nämlich das Nähen von We­sten und Unterzeug. Arbeiter gibt es genug, aber Material an Zeug, Wolle und Earn? Schon bei Ausbruch des Krieges war es sehr schwierig, genug Leinen für Soldatenhemden und die Berwundetenpslege zu beschaffen. Nicht einmal in den großen Pariser Magazinen war solches zu haben. Nur der Freigebigkeit einiger Geschäftshäuser ist es zu danken, daß für das Dringendste gesorgt wurde.

Die Taten des Krevrers ,Finden".

Kopenhagen, 26. Sept.National Tidende" meldet aus London: Die Tate» des KreuzersEmde n" wecken

hier allgemeines Interesse. Man bewundert den schnellen Vor­stoß des Schisses, das die Eigenschaften des Fliegende» Hollän­ders mit denenAlabbmas" vereinigt, des Schiffes, das wäh­rend des amerikanischen Bürgerkrieges über 14 Monate lang der Schrecken der Handelsschiffe war. Gewiß habe dieEmden" Madras nur geringen Schaden stigejllgt, aber die Energie, mit der der Kreuzer auf dem Kriegsschauplatz auftritt, mache das Schiff populärer im Volk als die ganze deutsche Flotte, die hin­ter den Geschützen des Kieler Kanals gedeckt liegt.

Paris und Wien.

Eindrücke eines Unparteiisch-»

Wien. 27. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Meldung des Wiener k. k. Korr.-Bur.) Unter der UeberschriftParis und Wien, Eindrücke eines Unparteiischen" veröffentlicht Tr. Peter Stanew aus Sofia in derReichspost" einen Ar- tifcl, den er einem Auszug aus einem Briefe voranstellt,

'cn er an befreundete Politiker nach Genf gerichtet hat, nachdem er auf der Rückreise von Paris in Wien Aufent­halt genommen, hat. In dem Schreiben heißt eS: "Laifet Euch nicht mehr durch die liigenhaften Nachrichten über Lesterreich und Wien narren! Hier herrscht weder Elend und Verzweiflung noch Hungersnot. Im Gegenteil: je

weiter ich mich von der Grenze Frankreichs entfernt habe, desto weniger war der Krieg zu fühlen, und wahrhaftig': in Wie» konnte ich mich vor Erstaunen nicht sasfen. Man lebt hier wie im tiefsten Frieden. Wenn num nicht auf der Straße das Rote Kreuz oder verwiindrte Soldaten sehen vürde, wahrlich: ich als Fremder würde nicht erkennen,

baß dies die Hauptstadt eines Reiches ist, das einen so schwere» Kanipf zu bestehen hat."

Der Verfasser des Artikels schildert sodann die Zustände in Frankreich seit Ausbruch des Krieges und stellt fest, daß die französische Presse mit noch größerer Geschicklichkeit als der französische Generclstab bestrebt war, die Niederlagen der Franzose» zu vertuschen. Er erklärt, vernünftige Offi­ziere und Politiker feien überzeugt, daß Frankreich die 'Deutschen nie besiegen werde und daß es sich nur so lange hallen könne, bis ihm Rußland zu Hilfe komme. Man be­schuldige Rußland aber bereits, die eingegangenen Ver­pflichtnagen nickst gehalten zu haben: und selbst den Opt'- misten in Frankreich werde nach dem Zusammenbruch der russischen Offensive in Lstpreußen und angesichts der Un­möglichkeit eines russischen Vordringens in Galizien, obwohl die Hauptmacht dorthin geworfen worden fei, jetzt bange: In Frankreich habe das ganze wirtsck>astliche und geistige Leben aufgehört. Ter ansängliche tzirbel sei längst einer Panik und hierauf einer tiefgehenden Depression gewichen. Kein Volk sei dem Stimmungswechsel mehr unterworfen als das französische. Heute dünkte» sich die Franzosen noch als Sieger und pochten ans die Hilfe Rußlands und aus die Macht Englands, da-., die beiden Gegner aushnngern we(de. Wenn aber in Frankreich im jetzigen Zeitpunkt die Niederlage in ihren Wirkungen und die Ohnmacht Ruß­lands gleichzeitig erkannt würden, dann sei es schwer, zu ßrgen. ab die Volkstümlichkeit Poimari-s und die Kraft der vereinigten Parteien stark genug sein würden, lim sort- reifende Gegenströiiiiiiigen wie bisher z» verhindern. Wenn nian", sagt der Versaiser weiter,von Frankreich koiiimend seineii Weg dnrch Oesterreich nimmt, so erkennt man erst deutlich den traurige» Znstaiid der französischen Republik. Tort herrscht überall Unordnung: eine Wache

Bestürzung, eine Woche Begeisterung, kurz: ein Chaos.

Hier ist Riilw, mitten im Kriege normale Preise, Arbeit, Ordnung »nd Zuversicht. Wo der Sieg jeiii wird: Man- her Fraiizose weiß es schon I>ente."

Wien. 26. Sept. <W. D.) DieRene Freie Presse" Mit die NichtauSzahliing der Dividende beim Credit 2t).in- toi-i dem gestrigen Bericht über die Sitziiiig des Anssichts- j-rtes der Deutschen Bank grgenüber, der sich wie das dickst zur Finsternis verhalte.Wie empfindlich müssen die inneren Verhältnisse sein", schreibt das Blatt,wenn ein t» angesehenes Institut, wie der Credit Lyonnais, nm 10 Millionen zu ersparen, sich von dem Wege entfernt, de» er '« früheren Kriegsjahren miter den schwierigsten Verhält­nisse« gegangen ist. Tie Fiuanzinstitnte Frankreichs ver­muten sich am Besitz russischer Werte-, für Deutschland hin-

N«ue Tageszeitung. Montag, de« 28. September 1914.

gegen, welches seine Ersparnisse zu wirtschaftlichen und mili­tärischen Rüstungen verwandte, reifen die Früchte des Ern­stes seiner ganzen Lebensführung. Die Verhältnisse, wie sie bei der Deutschen Bank bestehen« geben nicht nur die Lage dieses Instituts wieder, sondern bieten eine Darstell­ung des Kreditwesens im ganzen deutschen Reiche.

Das graue Glend.

Wien, 26. Sept. Das .Aremdenblatt" schreibt: In den -seihen der Triple-Entente beginnt eine große Ernüchte­rung. Die üppige Phantasie, mit der man ln London, Pa­ris und Petersburg die öffentliche Meinung zu täuschen mußt«, scheint zu erlahmen. Von den großartigen Leistungen, welche die Mächte der Triple-Entente angekündigt haben, ist kaum eine zur Wirklichkeit geworden. Auch die fortwährenden Ver­suche, mit schönen Versprechungen oder angedrohter Gewalt, dem Kriege Fernstehende zu beeinflusien, sind nicht gerade ein Zeichen dafür, daß sich die Triple-Entente stark fühlt.

Gegen Sdjuftfrlf, JMfrlf, Wald 11. Co.

Straßburg, 26. Sept. Das Kriegsgericht in Colmar erließ weitere Steckbriefe mit Vermögensbeschlagnahme gegen den Kunstmaler Jakob Waltz, genannt Hansi, ferner gegen den Rechtsanwalt Dr. Paul Albert Helmer und den Zahnarzt Hans Hug, alle unbekannten Aufenthalts, zuletzt in Colmar wohn­haft.

Straßburg, 27. Sept. Wie derStraßburger PostA ein Privattelegramm meldet, ist es, Mailänder Blättern zu­folge, dem Rechtsanwalt Dr. Nieder, Mitglied des Stadtrates von Mülhausen, gelungen, nach Lugano zu flüchten. Gegen Dr Rieder, der zu den Führern des ehemaligen Nationalbun­des gehörte, war vom Kriegsgericht Mülhausen ein Haftbefehl erlassen.

Doch ktivas von Keren iUrttfrlr.

DieStraßburger Post" übersetzt unter der Ueberschrift Schusterles Armeebefehl" aus derTribüne de Eeneve" vom 12. September einen Aufruf des sattsam bekannten Abbe Wet- an die französischen Soldaten. Darin heißt es u. a.:

Da drüben in den Gefilden von Elsaß-Lothringen wer­den 1506 Vü0 eurer ehemaligen Landsleute arme Men­schen, die seit langen Jahren unter dem Joche des unerbitt­lichen Despoten seufzen. Euren kriegerischen Erfolgen Bei­fall klatschen und euch weit die Arme össnen, wenn dank Euren Anstrengungen die Stunde der Befreiung für sie ge­schlagen hat. Im Namen der Bevölkerung der annektierten Provinzen sage ich Euch Dank für Euren Mut, Dank für Eure Ausdauer, Dank für Euren Glauben an die Bestim­mung Frantreichs, den ihr nie verloren hattet. Heißen Danl von ganzem Herzen für das edle Purpurblut, das Ihr, ein Lächeln auf den Lippen, vergießt »nd das bald überall die reichen Saaten der Freiheit hervorsprießen lasten wird." Dazu schreibt das genannte Straßburger Blatt:

Der ehrlose und feige Schuft, der immer erklärt hat, daß er aus dem Boden der deutschen Berfasiung stehe, den Eid als Reichstags- und Landtagsabgeordneter geleistet und harmlose Leute über seine landesveiräterische Gesinnung so lange zu täuschen versucht hat, bis sein berüchtigtesa moins que . . ." Wirklichkeit zu werden schien, der dann seine Person vor dem Kriegsausbruch in Sicherheit brachte und zum Feind überging, der sich nun zum patriotische» Einpeitscher der französischen Truppe» entwickelt, die er ebenso belügt wie er bisher seine eljäjsischen Landsleute irre- gesührt hat, der zum Mitarbeiter eines amtlichen französi­schen Organs, dem wir dazu unser Beileid aussprechen, ge­worden ist, dieser Eidbrecher und feige Heuchler ist nun in seiner Vcrächrlichkeit vor aller Welt enthüllt . . .

Sein ehrloses Ende ist auf alle Fälle besiegelt. Wenn man ihn jetzt in Frankreich noch eine Weile zu chauvinisti­schen Aufhetzung gut genug hält, wird auch dort die Ber- achtung für ihn nicht aurbleiben, die er sich von den irre- gesührten und enttäuschten Franzosen verdient. Wir unse­rerseits. die wir uns in der großen Zeit, in der wir leben, nicht ohne Ekel mit dem kleinen Schusterte beschäftigen müs­sen, möchten dringend wünschen, daß dies zum letzten Mal notwendig gewesen wäre."

Aufklärung der öfffiittidjfn Meinung.

Aus Breslau wird gemeldet: Das Auswärtige Amt ent­sandte den Prosessor der Philosophie KN der Breslauer llniver- silät, Kühnemanii, der als Austalljchprosesioer in Amerika wie­derholt sehr gcfeiert worden ist, nach den Bereinigte» Staaten zur Ausklärung der össenilicheu Meinung. Professor Kühne­mann ist nach derBreslauer Zeitung" aus einem holländi­schen Schiss bereits in AmirTa angeldigt.

Die Gärung in Aegypten.

Wien. 26. Sept. DiePolitische Korrespondenz" ersähet aus London über Hottend: I» unterrichteten Kreisen be­stätigt man. daß zwischen d:::i Khed,r.' Maas Pascha und der englischen Negierung ein scherjer Zu > Halt entstanden sei. Zur Ileberrajchung der Regierung habe de: lihedive gegen das Vor­gehen der Engländer in Aegypten eine sehr entschiedene Einsprache erhoben und ihnen das Recht bestritten, dort nach ihrem Gutdünken eine Mobilisierung u verfügen »nd andere einschneidende Maßregeln zu treffen, wie es in den letzten Wo­chen vorgelommen sei. Selbstverständtich sei au eine Rückkehr des i» Konstantinopel wellenden Kh:dive bis auf weiteres nicht zu denke».

Wackere türkische Matrosen.

K v n st a n ! i » o p e l, 2-1. Sept.Sabah" schreibt: Die englische Regierung hatte einige Dampfer der Khedivia-Linie noch Indien geschickt, um von dorther Truppen nach Aegypten zu transportiere». Die zur Bemannung der Schiffe gehörigen »80 türkischen Matrosen weigerten sich angesichts dieses Auftra­ges, länger Dienst zu tun, da ihnen ihre ottomanische Datei-

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landsliebe und ihr Eewisien es verbiete. Die Matrosen leasen an Bord des SchissesSaidieh" in Konstantinopel ei».Sa- bah" beglückwünschte die Matrosen zu ihrer Haltung.

Rumäniens Politik.

Bukarest, 26. Sept. In einem in der Zeitjchriit des Studien-Klubs der lonservativen Partei erschienenen Aussatz sagt Dinu Caruso» (?) über die Ziele der gegenwärtigen tu manischen Politik: Wir müssen unsere Erschlassung abschüttelu u. der für UNS entscheidenden Lage ins Auge sehe». Wir sehen, was immer man drucken und sagen mög«. daß Lebensintete: . t wichtigster Art auftdem Spiele stehen. Wir müssen uns ent­schließe», anzugreifen mit allem, was wir seelisch und körper lich besitzen, um zum Siege der deutschen Sache beizu- tragen. Machen wir jetzt, wo es notwendig ist. die Polfti! eines bedeutenden Staates, wenn wir ein bedeutender Staa* werden wollen!

Die rill). verlprellinngen glaubt man nicht mehr.

Sofia. 27. Sept. Die nationalistischen Blätter verössent lichen mit großer Genugtuung die Erklärung des Freiherr» v. Fuchs, wonach Oesterreich-Ungarn dafür eintrete, daß Mazedo­nien Bulgarien zusallen müsse.Kambana" vergleicht damit die unbestimmten russischen Versprechungen, wonach Bulgariens Wünsche nach Möglichkeit erfüllt werden würden, falls Bulga­rien den Russen und Serben Helsen wollte.Kambana" fährt fort: Diese unbestimmten Versprechungen sind offenbar au? eine neuerliche Täuschung berechnet. Jahrzehntelang hat Rußland behauptet, Mazedonien sei nicht von Bulgaren bewohnt, son­dern von der eigenen slawischen Rasse. Jahrzehntelang haben die russischen Konsuln in Mazedonien die Serben und Griechen gegen die Bulgaren unterstützt. Die vorjährige Katastrophe Bulgariens ist gleichjalls das Werk Rtißlands. Alle russischen Versprechungen sind schon darum werllos, weil die Erfüllung des nationalen Ideals Bulgariens nur aus Kosten Serbiens, also der Triple-Entente, erreichbar ist. Das bulgarische Volk fordert heute eine rein bulgarische Politik, ohne rusiophile Ein­mischungen. ohne Männer wie Eejchow und Danew, die Bul­gariens Katastrophe verschuldeten und die heute wegen Landes­verrats in Untersuchung stehen.

vom Diirgmntister War von Druffel.

Der Bürgermeister Max von Brüssel ist, wie jetzt be­kannt wird, von den deutschen Behörden wegen herausfor­dernden Verhaltens verhaftet, aber nachdem er sich entschul­digt, wieder freigelassen worden.

Der Brüsseler Berichterstatter derKöln. Volksztg." meldet zu der Angelegenheit folgendes:

Nachdem der Brüsseler Bürgermeister Max selbst öffent­lich den ganzen Hergang seiner Verhaftung erzählte, die nran von inaßgebender deutscher Seite aus Rücksicht für Max nicht veröffentlichen wollte, liegt nun kein Grund mehr vor, aus der Angelegenheit ein Geheimnis zu machen. Nachdem Max Abbitte getan und Besserung versprochen, wurde er diesmal vor einer Verschickung nach Deutschland bewahrt. Max weiß, daß er im eigenen und seiner Mitbürger Inte­resse die besten Gründe hat, sich einer zweiten Verhaftung nicht wieder auszusetzen.

Die (Frhläriing des Generals Deners.

Aus dem Briefe, mit welchem General Beyers seine Ent­lassung als Oberbefehlshaber der südafrikanischen Armee gab, seien noch einige Punkte hervorgehoben. Wir haben bereits wiederholt darauf hingewiesen, daß alle englischen Meldun­gen über kriegerische Vorgänge an den Grenzen von Südwest- afrika tendenziös und deshalb mit äußerster Vorsicht zu behan­deln sind. Unsere Kritik zielte auch aus die englischen Behaup tungen hin, daß die deutschen Truppen in Südwest ohne beson­dere Nötigung in das britisch« Gebiet eingefallen seien. Unsere Vermutung wird durch den Brief des Generals Beyers bestä tigt, in welchem es heißt, die Behauptung von dem Einfall der Deutschen sei unbegründet, die deutschen Truppen hatten (wenigstens bis dahin) nur in einem Falle versehentlich di» Grenze überschritten und darüber eine entschuldigende Erklä­rung abgegeben. Auch General Botha hat sich offenbar in die­sem Punkte einer bewußten Unwahrheit schuldig gemacht. Fer­ner heißt es in dem Brief des Generals Beyers, wenn man sage, der Krieg richte sich gegen dendeutschen Barbarismus", so müsse man an die Barbareien erinnern, die die englischen Truppen tatsächlich in den Burenstaaten verübten, diese Bar- boreien habe er vergeben, aber nicht vergesien. Schließlich sei noch folgende Stelle des Briefes erwähnt:

In diesem kritischen Augenblick wird im Parlament bekanntgegeben, daß die englische Regierung eine Anleihe von sieben Millionen Pfund Sterling gewahrte. Das ist sehr bezeichnend. Jeder kann seine eigene Auffasiung da­rüber haben."

Weitere fiommanbomfbfrlfgiing.

Rotterdam, 24. Sept. Auch General Kemp legt sein .Kommando bei der südafriaknischen Wehrmacht nieder. Er war Vorsitzender einer Versammlung IN Lichtenburg (Transvaal). Auf einer Versammlung verlas Beyers das Schreiben, worin er seine Entlassung erbeten hatte. Als aber ein Bürger die Flagge des Lranjesreistaates entrollte, erhob er dagegen Ein­spruch. da Beyers ein Anhänger der Union von Südaftila ist.

Gngland und Japan.

London, 26. Sept. In dem ArbeiterorganDaily Bi tizen" bekämpft ei» Australier Namens Pitt das englisch-japa Nische Bündnis, und sagt:Während die Jugend Australiens und Neuseelands mit dem ausgesprochenen Zweck, sich für den kommenden Krieg mit Japan vorzubereiten, militärisch ausge bildet wird, heißt es jetzt, daß England den Japanern Deutsch- Camoa und Neuguinea versprochen hat. Dadurch werde Ja­pans Einfluß im fernen Osten wesentlich zune^inen. Es wäre lächerlich, wenn es nicht so traurig wäre, daß sich Japan al»