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ISott dem tapferen Heere weiterhin den Tieg verleihen und unserem teuren deutschen Vaterlande und seiner gerechten Tache einen ruhmreichen Ausgang bescheren. Thyra und ich empfehlen uns aufs wärmste als stolze Eltern. Ernst August."
Liebesgaben für den Osten.
Berlin, 22. Eept. Das Zentralkomitee vom Roten Hieuz hat, wie bereits beianntgegeben, sehr reichliche Scndun- -en warmer Sachen sowie Labe- und Eenußmittel schon vor 15 Tagen nach dem östlichen Kriegsschauplatz gebracht. Die nun vorliegenden Berichte gehen dahin, dag cs den führenden Herren gelungen ist, mit sieben Automobilen bis zu den fechtenden Truppen zu gelangen und dort wiederholt Gaben abzugeben. Am 22. September wird ein weiterer großer Transport von warmen Kleidungsstück», Zigarren, Zigaretten, Futzschuh- und Heilmitteln sowie anderer wertvoller Materialien nach dem Westen abgehen. Er wird mittels lg Automobilen Spenden in die bisher mit Liebesgaben am wenigsten versorgten Korps zu bringen suchen. Ein dritter, ähnlich zusammengesetzter Transport verlätzt wenige Tage später Berlin, um sich zu einer anderen Armee im Westen zu begeben. Endlich ist für Ende »icser Woche die Abreise eines großen Automobilkorps zu den östlichen Armeekorps vorgesehen. Sie alle werden jeweils bei der Rücksahrt von der Truppe zu den Materialicndcpots sich durch Mitnahme Verwundeter zu den rückwärtigen Hilssstatio- ncn nützlich zu machen suchen, vorausgesetzt, datz die Militärbehörde ihre Unterstützung in Anspruch nehmen will.
Transport bon Liebesgaben.
* Großes Hauptquartier, 22. Scpt. Nachdem es bisher nur möglich war, den Truppen im Felde in bescheidenem Matze Zigarren, Rauchtabak, Tabakspfeifen und Schokolade zuzuführen, sollen demnächst größere Liebesgabentransorte bis aus Widerruf sreigegcbcn werden, und zwar von den Sammelstationcn sür jede Armee täglich ein Zug von höchstens 80 Achsen. Den Vorrang in der Beförderung müssen jedoch Truppentransporte sowie Munitions-, Verpftegrayz»-- und La- zarettzügc jederzeit erhalten.
Das (Filmte fitrni für die Lkladull« nnes Kistjchiffes.
Die „B. Z." meldet: Die ganze Besatzung des Luftschiffes „Schütte Lanz 2" ist durch das Eiserne Kreuz ausgezeichnet worden. Die Verleihung des Ehrenzeichens ist nach der „Bresl. Ztg." auf Grund einer glänzenden Erkundigungsfahrt des Luftschiffes erfolgt.
Eine treffende Antwort!
Ein verwundeter Einjährjger erzählt uns:
In einer niederrheinischen Stadt passierte ein Zug mit englischen Gefangenen den Bahnhof. In einem Transport- Güterwagen befand sich ein englischer Offizier, der gut deutsch sprach und mit Gewalt aus dem Wagen wollte, da ihm der Güterwagen nicht gut genug war. Als ihn einer der Begleitmannschaften daran hindern wollte, wurde er von dem Engländer angeschrieen: UaS uollen Eie, ich bin englischer Offizier! „Und ich bin deutscher Musketier!" lautete die treffliche Entgegnung: von derber Westfalenfaust geschleudert, flog der Englishman in den Wagen zurück.
Noch eine Stimme ans Italien.
Prof. Scipione Gemma, Völkerrechtslehrer an der Universität Bologna, spricht sich in einem bemerkenswerten Aufsatz für die Neutralität Italiens aus. Es heißt da:
Entscheidend ist aber folgende Erwägung: es liegt n:cht in unserem Interesse, daß die beiden Zentralniächte, und de- sonders Oesterreich-Ungarn geschwächt werden. Oesterreich- Ungarn mit allen seinen Fehlern und dem schweren, uns c»i- getanenen Unrecht, bedeutet eben doch eine Schutzmauer gegen unseren schlimmsten Feind der Zukunft, gegen den Slavismus. Fällt jener Schutzwall, so hätten wir an nnse- ren Grenzen die vom heiligen Rußland geschützten Slawen. Fn diesem Sinne behält der Ausspruch Erispis, daß, wenn Oesterreich nicht existierte, es geschaffen werden müßte, seine tiefe politische Geltung. Eine Niederlage Teuffchlands, jener einzigen Großmacht, mit der wir keinen Jnteressenstceit haben, bedeutete auch eine Verminderung des „spezifischen Gewichtes" Italiens in Europa. Wer weiß, wie uns die Entente-Mächte behandeln werden, wenn sie uns einmal nicht mehr gebrauchen. Einem siegreichen stelzen Frankreich gegenüber würden wir zur verächtlichen und schlecht behandelte» lateinischen Schwester. Wenn schon die harmlosen Zwischenfälle der „Carthage" .und der „Manouba" genügten, daß der gegenwärtige Präsident der Republik uns gegenüber jene sattsam bekannte Tonart anschlug, wie wird der gallische Mund erst morgen reden. Erinnern wir uns dar- an, daß Deutschland, als Frankreich die Auslieferung der neuen Türken verlangte, und wir an einen Krieg dachten, auf eine Anfrage der italienischen Regierung nach dem easns foederis eine bejahende Antwort gab. Einzig durch diese Zusicherung Berlins entgingen wir der drohenden Demütigung.
An all dies müssen wir zuerst denken, bevor wir leicht- kinnigerweise zum Schlage ansholen. Was bedeuten Montenegro, Serbien, Albanien, ja selbst die Frage des Trento gegenüber den, großen zentralen Problem: ob es sicher stehe, daß eine Schwcichnng unserer Verbündeten die internationale Bedeutung Italiens verbessere, oder ob es nicht viel- mehr wahrscheinlich ist, datz wir zwffche» den ungeheuren Landmächten Rußland und Frankreich und dem Koloß zu Wasier, England, den Toutopf unter den eisernen Gesäßen bedentenl"
Leider findet diese Mahnung bei den Jtali.uiissimis 'veiiig fruchtbaren Boden.
?leue Tageszeitung. Mittwoch, «en 23. September 181,
Die italienischen Sozialisten.
Rom, 22. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Die Leitung der geeinigten sozialistischen Partei, die gemeinsam mit dem Abgeordneten eine Parteisitzung abhielt, hat sich zu Gunsten der Auftechterhaltung der Neutralität Italiens bis zum Ende des Konflikts ausgesprochen. Sie hat beschlossen, einen Aufruf an die Arbeiter in diesem Sinne zu richten. Ter lange Aufruf gibt eine Darstellung der allgemeinen Abneigung der Sozialisten gegen den Krieg und der besonderen Gründe, welche die Neutralität Italiens nötig machten, zumal Italien die einzige neutrale Großmacht sei, die lei der Jriedensvermittlung tätig sein könne.
Unruhen in Kairo.
Berlin, 22. Scpt. Ein voni 6. September datierter Brief eines in Kairo lebenden Oesterreichers bestätigt die Meldung, daß in Kairo Unruhen ausgebrochen sind. Es herrscht hier schon ein großer Ausruhr, was gefährlich werden kann, denn wenn die Araber den Heiligen Krieg erklären, kennen sie nur Christen und keine Naftonalität. Gestern wurden die Mufti- und die Ben ei Sulein-Straße im .Haupt- geschästsviertel geplündert nnd ausgeraubt. Englische Kavallerie kam wohl und säuberte die Straßen, aber zu spät, es ging drunter und drüber. ES ist unmöglich, Geschäfte zu niachen. Infolge des Moratoriums fällt es den arabischen Kunden nicht ein, zu zahlen.
Vit Knrell iriacn jich halsstarrig.
London, 22. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Tie „Times" meldet ans Kapstadt: Der Rücktritt des Generals Beyer, des Oberbefehlshabers der südafrikanischen Miliz, hat die Negierung in eine schwierige Lage versetzt. Es besteht eine starke Opposition gegen die Offensivmaßnahmen gegen Deutsch-Südwestafrika, und zwar nicht nur bei den Anhängern des Generals Herzog, sondern auch bei einer beträchtlichen Anzahl Buren, die sonst die Regierung unterstützen, namentlich in der Oranje-Kolonie, dem Transvaal- Bezirk, deni Bezirk Lichtenburg und den Grenzgebieten der Kapkolonie. Die Buren sind loyale britisck)e Untertanen, halten aber die Offensive gegen Deutsch-Südwestaftika für unpolitisch, unweise und überflüssig.
Ans Frankreich.
Französische Hilsskorps
Berlin, 20. Sept. Wie dem „Berl. Lokalanz." aus (Senf berichtet wird, wurde General P a u zur Organisierung von Hilsskorps nach dem Süden Frankreichs entsandt. — Der „B. Lokalanz." bemerkt dazu: Diese Nachricht ist nicht ohne Jnter- csie. Wir wissen, datz Frankreich nicht nur alles Menschenmaterial herangczogen hat, aus das cs gesetzlich Anspruch haben könnte, sondern cs hat auch die von den Aushebungskommissio- ncn als unbrauchbar Bezeichneten zu einer nochmaligen ärztlichen Untersuchung beordert. Wenn nun General Pau ganz nach der Art gewisser einflußreicher Männer im Jahre 1870 und 1871 Hilsskorps in Südsrankreich organisieren will, so ist dies ein verstärkter Beweis dafür, datz man in Frankreich die Lage als sehr e r n st betrachtet.
Indische Truppen in Frankreich?
Rom, 21. Sept. Es geht hier das Gerücht, indische Truppen, angeblich 50 000 Man», seien in Marseille gelandet und hätten Lyon in der Richtung der Schlachtfelder passiert. Was diese indischen Truppen in Frankreich sollen, ist schwer zu begreife». Datz sie — vorausgesetzt, datz die Meldung wahr ist — in dem jetzigen Herbstwctter binnen kürzester Zeit nicht mehr aus dem Kampffelde, sondern in den Lazaretten liegen werden, ist wohl ziemlich sicher.
Auswanderung der Pariser.
Paris, 22. Sept. Nach dem endgültigen Ergebnis der Pariser Volkszählung sind 1807 011 Einwohner, also nur zwei Drittel der Zahl in normalen Zeiten und zwar fast die doppelte Zahl der Frauen wie Männer anwesend.
Schwere Verluste.
Rotterdam, 18. Sept. Englische Berichterstatter schildern die heftigen Kämpfe, die um Caissons stattfanden, nach dem „Tag" also: Der Kampf, der am Jlutz, in Wäldern und aus Hügeln wütete, dauerte vier Tage. Die Aisne führte infolge Platzregens Hochwasier, und es war den Verbündeten unmöglich, in die Stadt, aus die ein heftiges Artillerie- und Ecwehrseucr konzentriert war, cinzurücken. Das heftigste Feuer war auf den Punkt gerichtet, wo britische und sranzösische Genietruppen eine Brücke zu bauen versuchten. Dort wurde ein schreckliches Gemetzel angerichtet. Mehrere Regimenter, die das nördliche Ufer der Aisne erreichten, erlitten entsetz l i ch c B c r l u st c. Es war ein furchtbares Duell zwischen britischen Batterien, welche den Ucbergang der Truppen beschützten, und de:-scher Artillerie.
Frai»kreichs letztes Aufgebot.
Während in Deutschland noch Tausende dienst- und Waffen söhigcr Männer ihrer Begierde zügeln müssen, eingestellt zu werde», noch regimentsweise bereits ausgebildcte Mannschaften des Rufs an die Front harren, hat sich der Ministerrat in Frankreich schon genötigt gesehen, die letzten Männer auszubie- ten. Ministerpräsident Poincare hat einen Erlaß ausgegeben, durch de» diejenigen Männer, die bisher dienstuntauglich cder zurückgcstellt waren, aufgesordert weihen, sich einer neuen ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Diejenigen, die als diensttauglich besundcn worden sind, solle» unverzüglich ausgehoben werden. Diejenigen, die sich nach dem Erlaß nicht stellen, werden als diensttauglich angesehen. Das heißt also, daß Frankreich gezwungen ist, infolge der glotzen Verluste das letzte Aufgebot zu mobilisieren, aus deutsche Begriffe angewendet, wäre das gleichbedeutend mit der Einstellung des unausgebildeten Landsturms ohne Waffe. Es ist klar, datz nur die äußerste Slot eine Militärverwaltung zu solchem Schritt veranlasien kann.
denn der Wert einer Truppe, die aus nicht völlig gesunden,
widerstandsfähigen Leuten zusammengesetzt ist, ist verzweifelt gering. Denn abgesehen von der mangelnden körperlichen Leistungssähigkcit, tritt in einem so zusammengesetzten Seeres- körper, wie ihn der Erlaß Poincarcs ausstellt, die Unlust des zum Waffendienst Gezwungenen kratz in Erscheinung, und die geringe körperliche Leistungsfähigkeit erfährt durch die moralische Unlust der Leute noch ein- gewaltige Steigerung. Dil Stimmen, die den Erlaß den Anfang vom Ende nannten, dürft tc» nicht so unrecht haben. Das zumal, wenn man in Detracht zieht, datz schon in Friedcnszcit an den französischen Heercsersatz die denkbar niedrigsten Anforderungen gestellt werde».
Seit 1872 hat die französische Heeresverwaltung ständig ihre Ansprüche an das Rekrutcnmaterial herabschrauben müssen, trotzdem sie die allgemeine Wehrpflicht einsührte, während srüher der Bedarf aus Freiwilligen gedeckt werden konnte. Fast alle männlichen Franzosen stehen jetzt schon unter den Waffen, denn es ist keine Seltenheit, datz ganze Jahrgänge Ecstellungs- pflichtigcr bis auf 10 v. H. zum Dienst cingezogen wurden. Ein Mindestmatz der Körpergröße besteht überhaupt nicht mehr, und nur ausgesprochene Kranke oder Leute mit unverkennbaren körperlichen Fehlern, affo Krüppel, wurden vom Heeresdienst befreit. Die hohe Ziffer der Eingestellten der Gestellungspslich- tigen 75—90 v. H. ist aber durchaus nicht ein Zeichen der aus einer günstigen Volksgesundheit sich ergebenden hohen Tauglichkeit, sie ist nur zurückzuführen auf die notgcdrungcne Bescheidenheit in bezug aus den Ersatz. Ist es doch seststehende Tatsache, datz in Frankreich die Krankheiten oder Fehler, die eine Untauglichkeit notwendig bedingen, wie Geisteskranken, Epilepsie, Kretinismus, Lungenschwindsucht, schwere Ecbrauchs- störungen der Gliedmaßen, Blindheit usw., nicht abgenommen, sondern sogar zugenommen haben. Es ist interessant, sich die im Lehrbuch der Militärhygiene verössentlichten Zahlen über die Tauglichkeitsvcrhältnisie in Frankreich und Deutschland anzusehen. Für Deutschland ist, obwohl die Anforderungen, die sür die Einzustellcnden vorgeschrieben sind, in den letzten 10 Jahren säst keiner Aenderung unterworfen waren, eine dauernde Zunahme verzeichnet. Rach einer anfänglichen geringeren Steigerung hat die französische Ziffer seit 1898 aber keine Zunahme mehr erfahren. Der Unterschied in den Zffscrn beider Länder betrug 1875 etwa 15 000, 1899 dagegen rund 193 000 zugunsten Deutschlands. Von 1899 bis 1909 ist die Zahl der Wehrpflichtigen in Frankreich weiter um mehr als 8000 zurückgegangen. Sehr groß war der Gegensatz zwischen beiden Ländern im Verhältnis der als tauglich Befundenen, und er hat sich seit 1906 außerordentlich verschärft. Von 1875 bis 1887 wurden in Deutschland durchschnittlich 12, in Frankreich 52 v. H. tauglich befunden, 1888 bis 1905 51 bezw. 51 v. H., 1908 bis 1910 dagegen in Deutschland 51, in Frankreich aber 75 v. H. Profesior Schwiening begleitet diese Zahlen mit folgenden Worten:
„Man kann wohl ohne Uebertreibung sagen, daß die Anspannung der Wehrkraft Frankreichs bald die Grenze des Möglichen erreicht haben wird, und man darf angesichts der weiteren Abnahme der Geburten und damit des versügbarcn Effatzes gespannt sein, wie sich in Zukunft die Vcrhältnisic in Frankreich gestalten werden."
Profesior Schwiening weist also mit Recht auf die Eebur- teneinschränkung als die Ursache des mangelnden tauglichen Heeresersatzes hin. Voltswirtschaster, die dem deutschen Volk die französischen Sitten als sozial vorbildlich hinzustellen be- inllht waren, werden jetzt durch den Krieg jedenfalls eines Besiercn belehrt, falls sie überhaupt noch belehrbar sind. — Ein weiteres eigentümliches Schlaglicht auf das französische Heer wirst ferner die Tatsache, datz von 1000 der chngestclltcn Rekruten 10 Analphabeten sind. (In Deutschland 0,1; in Bekgien 83; in Rußland 820 und in Großbritannien 10). Rechnet man dazu, datz im französischen Heere neben den europäischen Truppen die aus den Kolonien der unterschiedlichsten Völkerschaften stehen, so ist klar, datz von einer Einheitlichkeit und Eeschlosien- heit keine Rede sein kann. Die Elitetruppen müsicn durch du minder lcistungsjähigen in ihrer Beweglichkeit und Schlagser- tigkcit erheblich beschränkt werde»; die verschiedene geistige Verfassung läßt fraglos ein gutes Zusammenarbeiten ebenfall- vermißen. Der vielgerühmte französische „Elan" macht aber, wie die Ereignisie lehren, allein noch keine Dauer-Erfolge. Dazu gehören körperliche Kerntruppcn, die von ernstem, heiligem Wollen durchglüht sind, ihr Volk und Vaterland gegen Neid, Nachsucht und Lüge zu verteidigen. Gottlob, den deutschen Truppen sind diese Tugenden zu eigen, und sie werden sie betätigen getreu dem Wort des Kaisers „bis zum letzten Hauch von Mann und Rotz!"
Ans England.
Der englische Außenhandel im Kriege.
London, 22. Sept. Wie gemeldet wird, laßen die Mitteilungen des englischen Handelsamts über den Außenhandel im ersten Monat des Krieges ersehen, datz ein gewaltiger Rückgang im englischen Außenhandel stattgesunden hat, trotz des Umstandes, datz die Engländer einstweilen Meister auf den Weltseen sind. Der Import stellte sich im August auf Lst. 12,362,000, was eine Verminderung von Lst. 13,813,700 (— 272 Millionen Mark) gleich 21,3 pCt. gegenüber dem Vorjahr bil dct. Der Export ist von Lst. 11,110,700 auf Lst. 21,211,300 also um 15,1 pCt. (etwa 100 Mill. Mark) gefallen. Die Durchfuhr sank von Lst. 8,150,500 aus Lst. 1,119,800, das heißt um 15,7 pCt. Der Rückgang wäre sogar noch größer gewesen, wen» nicht der Abbruch der friedlichen Beziehungen zu Deutschland erst am Abend des 1. August eingetreten wäre, sohatz noch manche Einsendungen trotz der osiziellen „Holidays" stattgefun den haben dürste». Ferner ist zu berücksichtigen, datz aus den Kolonien usw. viele Sendungen aus denc Wege noch England waren, welche trotz der Krieggsesahr nicht mehr zurückbeordert werden konnten, was wohl den verhältnismäßig geringen Rück gang des Importes erklären dürfte.
Eine englische Gemeinheit.
Die Londoner „Central News" behaupten deutsche Offiziere. die i» Antwerpen aeiangen seien, hätten Juwelen belei-


