Ausgabe 
17.9.1914
 
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fu. Z19

Die Griechen in wohlwollender Reutralität fit den Drei, verband.

3us Athen wird gemeldet: Der Minister des Auswär­tigen Streit ist von seinem Posten zurückgetrcten. Sein Rück- tritt wird als ein wenig günstiges Symptom betrachtet. In der vergangenen Woche fand in Athen ein Ministerrat statt, an dem nicht nur die aktiven, sondern auch die ehemaligen Mini­ster tcilnahmen. Nach den Meldungen der Athener Blätter wurden die Richtlinien aber dahin festgelegt. Last Griechenland seine Neutralität streng durchführen werde, das, es aber, wenn cs genötigt fein werde, cinzugreifen, an der Seite des Dreiver­bandes zu finden fein werde.

Dentschc Hrielrsliriefe.

Von unserem Kriegsberichterstatter. *)

VII.

Grobes Hauptquartier, 9 Scpt.

Zum Tage von Maubeuge.

In den Tage», da alle Welt sich um das Schicksal der Buren sorgte und der greise Präsident Ohm Krüger seine Biltsahrten durch Europa unternahm, lam ich zum ersten Male in meinem Leben nach Maubeuge, der starken französischen Festung an der vclgischcn Grenze, die nun auch in unsere Hände gefallen ist. Damals hatte Krüger die Absicht geäugelt, unfcrm Kaiser in Berlin einen Besuch abzustatten und sein Sonderzug sollte über Köln Magdeburg geleitet werden. Aber niemand kannte den Fahrplan dieses Zuges und so fuhr ich aus gut Glück ins Bel­gische hinein, in jeder gröberen Station nach etwas Auffälligem Umschau haltend. Und siehe da, nur zwei Stationen hinter der belgisch-französischen Grenze, in Maubeuge, stand der Chef der Station in weiße» Handschuhen da, auf dem Bahnsteig war eine Kompagnie oer Festungsartillerie aufmarschiert und auf einem Nebengclcisc dampfte eine Schncllzugsmaschinc mit ei­nem Speisewagen daran. Schnell entschlosien sprang ich her­aus, drückte dem in der Wagentür stehenden Koch ein Zvhn- sraukenstück in die Hand und lotste ihn ins Innere, wo ich von ihm erfuhr, -daß Ohm Klüger bis Maubeuge an den Nordex preß abgekoppelt sei und von hier aus diesem in einem Extra­zug vorausfahren werde, da man in Belgien große Kundgeb­ungen auf den Bahnhöfen gegen England befürchtete und die Neutralität wahren wollte. Kegen ein weiteres Zehnfranken- stück behielt mich der Koch bis zur Abfahrt des Sonderzuges in feinem engen Küchenoerfchlage und zwischen Zeumont und Er- guelincs trat ich allerdings mit einer gewichtigen Empfeh­lung an den Krüger begleitenden Gesandten der Burenstaatcn Exzellenz Dr. Leydts in der Tasche, aber doch in etwas bäng­licher Stimmung ob meiner Kühnheit den Weg nach dem vor­dersten Wagen a», wo mir Dr. Leydts mit entgeistertem Gesicht entgegentrat. Denn er hatte, wie er mir mitteilte, in Mau- bcuge trotz der Bitten der deutschen, französischen und holländi­schen Journalisten auch deren Wagen mit abhängen lassen, um dem noch den Pariser Verhandlungen ermüdeten Präsidenten etwa? Ruhe vor den Aussragern zu gönnen, und mutzt- nun sehen, datz doch noch einer durchgeschlüpft war, dem es freilich genügte, den großen alten Mann während der nächsten Stun- »en mit einer langen braunen holzpfeise im Munde ganz apa­thisch und halb blind in einem Eoupe einsam dasitzen zu sehen, während draußen aus der Strecke und in den trotz aller mili­tärischen Absperrungen überfüllten Bahnhöfen unvergeßliche großartige Kundgebungen veranstaltet wurden, die auch aus deutschem Boden in später Nachtstunde noch fortdauertcn. Nie­mand hatte es bemerkt, daß in der deutschen Grenzstation Hcr- besthal der damals politisch noch ganz unbekannte Herr von Tschirschky-Bögendors zu uns eingeftiege» war und Herrn Dr. Leydts die Meldung erstattet hatte, daß der Kaiser Ohm Krü­ger nicht zu empfangen wünsche und daß er daher in Köln seine Reise beenden müsse. Die Kölner haben dann, was ihnen un- vcrgesien ist, den schwer Enttäuschte» eine ganze Woche lang in der großartigsten Weise gefeiert und dann fuhr er als Gast der Königin Wilhelmina nach dem Haag ab. Er hat feine südafrikanische Heimat aus Englands Betreiben niemals wie- dergesehen, sondern, was sterblich war an ihm, ruht im Dome von Hilversum. Ich aber mutzte jener Tage besonders lebhaft gedenken, als uns hier der Fall von Maubeuge bekannt ge­geben wurde. Denn gerade für ihre englischen Hilfstruppen hatte die Republik Maubeuge als Stützpunkt auserfehen und umtzte nun das Trauerspiel erleben, daß die ränkevollen Ver­bündeten sie nicht nur in der offenen Feldschlacht, sondern auch bei der Verteidigung dieser wichtigen Feste im Stiche ließen. Um Englands willen mußte der greise Burenpräsident an der deutschen Reichsgrenze bleiben, da ihm unser Kaiser nicht Hel­sen konnte. Wer kann es uns daher verdenken, wenn wir an diesen schon fast vergessenen Vorgang den Zusammenbruch der gemeinsamen französisch englischen Aktion um und in Mau- beugc mit unverhohlener Genugtuung begrüßen!

Unsere deutschen Soldaten, die gestern dem stundenlangen Anszuge der 40 WO aus Maubeuge zusahen, haben wohl ähn­liche Empfindungen gehabt, als sic die wenigen Engländer mit

u. r mühsam verhaltener Wut betrachteten und das ihnen von r » Atlins gebotene Shakchand damit beantworteten, daß fihm auf die Pfote schlugen. Uebcr die strategische Bedeu- li g Maubeuge» werde ich mich noch in einem besonderen Ar- t td verbreite». Für heut« führe ich nur kurz an, daß die ,jorts in den Jahren 18»2-83 geschaffen wurden und daß man «twa I» Jahre späte-- di- sog.ouoragcs" (Zwijchenwerke) ein- iau e. von denen sich die Franzosen außerordentlich viel vcr- > .'chcn zu haben scheinen, denn wir habe» auch in Verdun, jaul und Nancy zu tun und allem Anscheine nach mit dem glei-

gute» Erfolge wie in Maubeuge. Wir haben hier neben nuferen famosen l.' Ztm Geschützen auch die österreichischen Mo- terbatterie» spielen lasic» und m>* diesen Waffen ein großes M-.njchenmliteriol gespart, da es erft im letzten Augenblicke nötig war, größere Znfanteriemafsen anzusetzen. Es hat sich gezeigt, daß die Besatzung stellenweise nicht gut schoß. Wohl

*1 Genehmigung zur Veröffentlichung erteilt am 10. S«pt. MH I. A. des Chefs des Geneealstads des Feldheeres (gez.)

v. tioi ri-beidt, Maior im Großen Generalftab.

fitut Eazeszeilnng. Donnerstag. den 17. S«pr«morr 191*

wurde auf unsere Infanterie fast 2M Tage hindurch ununter­brochen geschossen, aber es hat den Unseren fast keinen Abbruch getan, während unsere Geschütze wieder die schrecklichsten Ver­wüstungen in den Forts angerichtet haben. Diese sind nicht durch einige gute Treffer in förmliche Schutthaufen verwandelt worden, sondern auch die moralische und physische Wirkung der Beschießung ist groß gewesen. So erzählen die Bedienungs­mannschaften, daß es schon nach den ersten Schützen unserer großen Mörser wie in der Hölle selbst gewesen sei, so daß sie einfach davonlauscn mußten, um nicht zu ersticken. Daneben hat sich noch ein anderes Phänomen gezeigt, von dem auch die Lütticher Bedienungsmannschaften der feindlichen Geschütze ZU berichten wußten. Sic verspürten nämlich nach jedem Schuß der großen Brummer einen fürchterlichen, sich schließlich bis zur tlnträglichkeit steigernden Zahnschmerz, der ihnen fast die Besinnung raubte.

Auf alle Fälle haben sich die großen Brummer alsBlut­sparer" bewiesen und wir werden auch künftig noch viel Freude a» ihnen erleben. I» der £ . uptsache waren die Forts von Maubeuge aus Ziegelsteinen erbaut und nicht ciugedeckt. Nur dieouvrages" waren ganz modern, aber ihr Wert scheint von de» Franzosen arg überschätzt worden zu sein im Verhältnis zu unserer schweren Artillerie. Das mag ei» Grund mit für die Engländer gewesen sein, sich nicht allzusehr für Maubeuge scst- zulegen, sondern den Franzosen die ganze Arbeit zu überlasten. Denn tatsächlich befanden sich unter den gestern ausmarschicr- ten 19 999 Mann nur etwa 129 Engländer, die durchweg gut in Form waren, jedoch im Alter erst zwischen 17 und 29 Jahren standen. Die gefangen genommene französische Infanterie machte im allgemeinen keine» guten Eindruck. Bester sah die schwere Artillerie und das Geniekorps aus. Hier sah man teil­weise recht stattliche Leute von durchaus germanischem Typus. Die Ausstattung der Truppen war absolut vernachlässigt. Vor allem fehlte cs an jedem Train. Es mußten die schlechtesten Karren zusammcngerasst worden sein, um Munition und Pro viant zu fasten. Die deutschen Truppen, die vor Maubeuge gelegen hatten, bildeten bei dem Auszug der Besatzung Spa lier und zwar von jedem Regiment eine größere Abteilung. Die Uebergabe war angesichts der großen Anzahl der Gesänge nen und der Siegesbeute ungeheuer eindrucksvoll.

Aus der Heimat.

* Friedberg, 16. Scpt. (Krankenträger). Alle Krankenträger werden ersucht, aus dem Geschäftszimmer des Roten Kreuzes (Haagftraße) innerhalb der Eeschästsftunden 1912 und 35 Uhr, die neuen Armbinden und Ausweiskarten in Emp­fang zu nehmen und die seitherigen Armbinden mit rotem Kreuz dort abzuliefern. Die Armbinden mit rotem Kreuz ver­lieren vom 29. d. M. ab für die Krankenträger ihre Giltigkeit und berechtigen nitch mehr zum Durchschreiten der Bahnsperre. Für die Mitglieder der uniformierten Sanitätskolonne gilt dies nicht, diese behalten vielmehr ihre Armbinden mit rotem Kreuz und die Aufschrift Sanitäislolonue vom Roten Kreuz und sind auch nur noch diese und die Vorsitzenden der Zweig- vcreine berechtigt, Armbinden mit rotem Kreuz zu tragen.

* Ftiedberg, 16. Scpt. Der Oberleutnant Fündler am hiesigen Bataillon des 168. Jnf.-Regts. ist auf dem Feld mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und zum Hauptmann befördert worden.

* Friedberg, 17. Scpt. (Schöffengericht). Ein Dienstknecht von Nieder Wöllstadt hatte bei seinem Dienstherrn Ruhestör­ung verübt; auf gütliches Zureden entfernte er sich nicht, be­drohte vielmehr die Herrschaft mit Totschlägen und schlug ein Fenster ein. Er erhielt deshalb wegen Sachbeschädigung, Be­drohung und Hausfriedensbruchs Geldstrafen von je 19 Mark, wegen Ruhestörung eine solche von 6 Mark. Ein Schlostcr- lehrling von Burg-Eräsenrode wurde wegen Körperverletzung zur Strafe des gerichtlichen Verweises verurteilt. Ein Dienst­knecht von Dorheim hatte auf dem dortige» Bergwerk Haus­friedensbruch verübt und Obstbäume beschädigt. Er erhielt wegen Sachbeschädigung 23 Mark, wegen Hausfriedensbruch 13 Mark Geldstrafe. Wegen Körperverletzung weil sie eine Frau an den Haaren riß erhielt eine Arbeiterin von Lich 29 Mark Geldstrafe. Eine Sache gegen einen hiesigen Fabrikanten wegen llebcrtrctung der Gewerbeordnung wurde aus unbestimmte Zeit ausgesetzt: cs soll zunächst die Entschei­dung des Provinzialausjchustes über die Konzejstonspflicht des Fabrikbctriebes des Angeklagten in einer anderen Sache abge- wartct werde».

* Nieder-Rosbach, 17. Scpt. Als einen Beweis echt kame­radschaftlichen Geistes möge folgende Begebenheit der Oeffeut- lichkeit übergeben werden. Gestern fand für die hier einquar­tierte Landsturm-Kompagnie, welche vergangene Woche einbe- rufen wurde, der erste Löhnungsappell statt. Daß vnanche von diesen eiuberusenen bis zu 13 Jahre alten Landsturmmännern auch im Zivilleben mit des Lebens Not und Sorge zu kämpfen hatten, konnte mau aus manchem gramdurchfurchten Antlitz hcrauslefen. Einer der bestersituierten Landsturmmänner ver­zichtete den» auch auf feine Löhnung zu Gunsten der ärmeren Kameraden, und gleich folgten weitere Landstürmer diesem schönen Beispiel, so daß sofort in dieser einen Kompagnie 69 Mark aus freiwilligen Gaben zur Anjchasiung von Wäsche usw. für die bedürftigen Kameraden zur Verfügung standen. Ein Bravo dieser wackeren Kompagnie! Möge dieser edle Opfer­sinn den Bestersituierten im Zivilleben als nachahmens­wertes Vorbild dienen!

Hrsseu-Nastan.

* x. Anspach, 17. Scpt. Für Unterstützungsbedürftige sind bis jetzt gezeichnet: Gemeinde Anspach 3990 Mark, Turnverein 1909 Mark, GesangvereinEintracht" 200 Mark, Gesangverein Liederzweig" 190 Mark, GesangvereinFrohsinn" 299 Mark, die beiden Eeflügelzuchtvereine je 30 Mark, Radfahreroerein Vorwärts" 299 Mark, Kriegerverein 131 Mark, Kirchenge­meinde 130 Mark. Der hiesige Konsumverein will während der Kriegsdauer monatlich für 100 Mark und ein hiesiger Kauf­mann monatlich für 30 Mark Naturalien liefern.

* x. Ufingen, 17. Sept. Die Jmlerabteilung Ufingen hat be- Ichlosten, 90 Mark ihre» Kastenbestandes wie folgt zur Verfüg-

Seife 3.

ung zu stellen: Dem Roten Kreuz 10 Mark, für Ankauf von Tabak und Zigarren für die Soldaten im Felde 20 Mark, der Natronalspcnde 30 Mark, dem hilfsausschuß für Ostpreußen 39 Mark.

* x Eschbach, 17 . Scpt. An barem Eclde und für di« Kriegssürjorgc und die Bewohner in Ostpreußen wurden hier gespendet: 160 Mark an Geld, über 199 Zentner Brotgetreide, etwa 390 Zentner Kartüjseln, 1300 Stück Gemüse, eine große Menge Obst, Zigarren, Zigaretten, Tabak, Speck, Gelee, Honig, Hemden, Unterzeug, Bettwäsche usw.

* Wiesbaden, 17. Sept. Der Schloster Ewald Meyer in Hattersheim hatte im Frühjahr d. I. einem Gärtner in Hat­tersheim mehrere äußerst wertvolle Rosenstöcke im Werte von 39GO Mark gestohlen und diese in seinem Garten verpflanzt. Als diese sehr seltenen Stöcke es handelt sich um Latoska und Oriola jetzt zur Blüte gelangten, kam der bestohlene Gärt­ner dahinter, wer ihm diese ausgejührt hatte. Auf die erstat­tete Anzeige verteidigte sich Meyer vor der Strafkammer da mit, die Pflanzen vor den Farbwerken von einem Unbckann ten erstanden zu habe». Dieser Verteidigung wurde dadurch die Spitze abgebrochen, daß genau soviel Rosenstöcke fehlten, als bei Meyer neu gepflanzt waren und diese Rosenart im ganzen Kreise Höchst nirgends mehr gezüchtet wird. Das Ur­teil lautete auf ein Jahr Gefängnis, in die 9 Monate für ei­nen Bicnendiebstahl einbegriffen sind.

* Ziegenhain, 15. Sept. Der 17jährige Sohn des Land­wirts Rabe im nahen Niedcrgrenzebach erhängte sich an der Stubcntür während feine Ellern abwesend waren Der Grund zue Tat ist gänzlich unbekannt.

Slarkenburn-

* Weg mit den ausländischen Gesandlschasten an den Höfen der Bundesjürsten! DieHetz. Landeszeitung" fordert im An­schluß an einen Artikel über den letzten englischen und russi- jchcn Geschäftsträger in Darmstadt, die die Augen »nd Ohren überall um zu spionieren offen gehabt hätten, künstighin Ge sandtschaften nur am Sitze der Reichsregierung zu dulden. Diese Forderung wurde schon vor Decennien gestellt, als un­umstößlich nachgewicscn war, daß 1870 der Geschäftsträger de, von französischen Sympathien erfüllten englischen Hofes am Großh. Hest. Hofe in Darmstadt, Sir Robert Morier, der zu den Vertrautesten des Kronprinzlichc» Hofes (Kaiser Friedrich) gehörte, von Darmstadt aus 1870 über London und Paris die erste Nachricht von dem Vormarsch der Deutschen über die Mo­sel, die er nur durch seine intimen Verbindungen mit dem kron- prinzlichen Hofe vertraulich erfahren haben konnte, an den französischen Verteidiger von Metz, den Marschall Bazaine ge­langen ließ.

* Darmstadt, 17. Scpt. Die Großhcrzogi» verabschiedete sich am 15. September in herzlicher^Weise von einer in das Feld abrückenden Kavallerieersatzabteilung. Die Eroßherzogin Hai den Wunsch geäußert, zu ihrem bevorstehenden Geburtstag keine Blumenjpenden zu erhalten. Die hohe Frau würde es aber freudig und dankbar begrüßen, wenn die dafür in Aus­sicht genommenen Beträge dem Roten Kreuz überwiesen wür den.

* Büttelborn, 17. Sept. Hier hat der Eemeinderat besitzlos sen, au Stelle der vorgeschlagenen Kriegsvcrsicherung, die ei ablehnte, den Angehörigen eines im Felde gefallenen Kriegers den Betrag von 230 Mark aus der Gemeindekafie anzuweisen. Außerdem wurde jedem der im Felde stehende» Kriegsteilneh­mer aus Bütteiborn als Liebesgabe ein Paar Strümpfe, ein Taschentuch, Zigarren usw. übermittelt.

Eingesandt.

Tic Kriegsbegcifterimg unter der Friedberger und Fauerbacher Jugend ist zwar recht anznerkennen. Aber dieses Kriegsspicl artet förmlich in Ungezogenheiten aus Als Wurfgeschosse nimmt man Steine und Schollen Erdc und bombardiert sich hiermit gegenseitig. Wie leicht ist ein Unglück geschehen. Die Heren Lehrer »nd besonders die Eltern sollten es den Kindern verbieten mit Steinen ju werfen. Viele Zuschauer.

ch ertilch.

In diesen Tagen, wo Deutschland seine ganze nationale Existenz einsetzt, fühlt jeder den Wunsch, sich von dem großen einzigartigen Welivorgang, in dessen Schoße vielleicht ein» völlig neue, ungeahnte Zukunft ruht, nichts verloren gehen zu lasten. Diesem Verlangen kommt die ZeitschriftDer Völ­le r k r i c g" entgegen. Verlag von Julius Hossmann, Stutt­gart. Die einzelnen Hefte, die im Abstand von 811 Tagen auseinander folgen, bilden eine sorgfältig gegliederte, lllcke» lose Chronik der Ereigniste seit der Ermordung des österrci chifchen Thronfolgers, an den Höhepunkten durch Stimmungs­bilder und packende Schilderungen von Augenzeugen lebendig veranschaulicht. Sie bringen die wichtigsten Dokumente im Wortlaut, ferner Aufsätze und Briefe aus der Feder be­deutender Persönlichkeiten, die im Feld stehen oder von der Heimat aus den Gang der Dinge verfolgen. Die Zeitschrift, die später ein abgeschlossenes Ganzes bilden soll, wird für je­den, der die Geschichte dieses Krieges studieren will, ein u n - entbehr li chcs Ouellenwerk sein. Zunächst werden 26 Heste zum Preise von je 30 Psg. crschemen.

Kirchliche Anzeigen.

Gottesdienst in der Stadtkirch».

Freitag, den 18. Sept., abends 8J1 Uhr: rrriegsbitlan-

dacht: Herr Pfarrer Kleberger.

Fronksurler Wetterbericht.

Voraussage: Wolkig, zeitweise Regenjälle, kühl, südwestliche Winde.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otko H i r s ch e I. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch m i d t. Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung", «l G., Friedberg i. H.