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JJeu« Xag«»j«itung. Freitag, »en 11. 191«.

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Sollte etwas wm den unmaßgeblichen Fricdcnswünschen einiger Leute aus Bank- und Börsenkreisen und von Diploma- en, die noch immer den Traum einer englisch-deutschen Freund- chast weitrrträumen, über den Kanal gedrungen sein, so müßte )ie Kundgebung der Vertreter des Deutschen Reichstages Eng­land und jenen kurzsichtigen Leuten gezeigt haben, daß das deutsche Volk am wenigstens an einen Sonderfrieden mit Eng­land denkt.

Jeder, der die Stimmung im deutschen Volke kennt, wird bestätigen, daß damit die deutsche volksmeinung durchaus zu­ressend wiedergegeben ist.

Ans Frankreich.

Die allerletzten Reserven in Frankreich.

Bordeaux, 10. Ecpt. Ein gestern nachmittag zusam- eengetrctencr M i n i st e r r a t unterbreitete dem Präsidenten ssoinc»re zur Unterschrift einen Erlaß, durch den diejeni­gen Männer, die bisher dien st untauglich oder zurück- I e st e l l t waren, aufgesordert werden, sich einer neuen ärzt- lichen Untersuchung zu unterziehen. Diejenigen, die als dicnst- lauglich befunden werden, sollen unverzüglich ausgchoben werden. Dicejnigen, die sich nach dem Erlaß nicht stellen, verden als diensttauglich angesehen werden.

Die angebliche» Russen-Landungen.

London, 10. Sept. Der russische Botschafter in London dementiert die Meldung, daß russische Truppen in Frankreich an Land gesetzt worden seien.

Kommandenr eine» Armeekorps ernannt, und »»letzt war er

zum Befehlshaber der Truppen In Turkeflan befördert wor­den. Bis zum Ausbruch des Krieges stand er in Taschlend. Er war sehr populär, und sein Name war allen Schichten der Bevölkerung vertraut. General Marios kommandierte ein Armeekorps, während General Pestitsch dem Gencral- stab zugeteilt war.

Girre saubere Gesellschaft.

Breslau, g. Sept. DieSchlesische Korrespondenz" mel­det aus Strieqau: Zwei russische Kriegsgefangene gerieten in Streit miteinander, wobei das Messer eine Rolle spielte. Einer verriet nämlich, daß der andere an der Plünderung der Regimentslasse beteiligt war. Die Untersuchung, die von den Bewachungsmannschaften vorgenommen wurde, förderte tatsächlich 10,000 Mark russisches Papiergeld zu­tage. Auch die übrigen Gefangenen verfügten über reiche Geldmittel, die sie vor dem Kriege sicher nicht besaßen.

Wie dik Mni in Ostpreußen hanlen.

Soeben geht dem Grasen von» Mirbach Sorquitten seitens

eines hohen Militärs die Nachricht zu, daß sein schönes, vielen bekanntes Schloß durch die russische Kavallerie, ohne daß bei Sorquitten ein Kampf stattgcfunden hat, in Brand geschossen ist. Nur ein Teil der Ringmauern ist stehen geblieben. Wäre cs gegenüber solchen Greueln außerhalb des Kampfge­bietes nicht doch vielleicht angezeigt, die russischen Vermögen in Deutschland mit Beschlag zu belegen?

manns Joachim von König, des Oberleutnants Hans ton König »nd des Leutnants d. R. Kurt von König.

Deutsche Krieysbriefe.

IV.

Von unserem Kriegsberichterstatter.

Großes Hauptquartier, 31. Aug.

Das Große Hauptquartier des Kaisers ist heute rund 176 Kilometer westlich gelegt worden und damit hieß es auch für uns Kriegsberichterstatter dem kleinen freundlichen Städtchen Lebewohl sagen, das uns seit unserer Abreise von Berlin mit seinen trefflichen Bädern und Quellen, seinen schönen Promc- nadenwegen und sanftgeschwungenen bewaldeten Höhen bald hätte vcrgepen lassen, daß nur wenige Stunden entfernt unser siegreiches Heer sich de» Einmarsch ins feindliche Land zu r< Zwingen suchte. Nur die fortwährenden Truppentransporte nach der Westgrenze, die Tag und Nacht vorüber rollten, wäh­rend fast gleichzeitig auf dem anderen Geleise lange Verwun­deten- und Gesangcnenzüge nach dem Osten liefen, brachten ei­nen anderen, in der tiefen Stille dieses gesegneten Tales sei«

11 Jahren nicht mehr gehörten Ton hinein. Und cs kam auch ein trüber Tag während unseres Hierseins, als nämlich Tho malle frühmorgens trotz allen Rufens nicht erschien und ich das ganze Hotel nach ihm durchforschen mußte, um schließlich seine stämmige Figur inmitten eines ihn umdrängenden Menschen­knäuels zu entdecken. Auf dem Rücken aber schleppte er einen tapferen Württemberger, dem sie bei Neuschateau beide Füße -erschossen hatten. Und es kamen immer mehr. Leicht- und Schwervcrwundcte und wir mußten unseren Kriegswagen an- fpannen und sie in die Kur- und Badchäuser fahren, wo sie sich nach den heißen Tagen in Feindesland bald wie im Paradies fühlten. Als es dann gar zu viele wurden, öffnete auch ein incnschenfreundlicher Hotelier dicht am Bahnhof die Pforten seines infolge des allgemeinen Frcmdenabzuge« verödeten Hau­ses und schuf ein Kricgslazarett, in das ich gestern Abend tele, phänisch gerufen wurde, weil ein alter Bekannter eingeliefert worden sein sollte. Und richtig, es war Seiner Maestät schön- ster Soldat, der Redakteur H. aus Bremen, der ebenfalls bei Skeufchateau verwundet und nun außerordentlich froh war, ge­rade ins Kriegsberichterstattersquartier geraten zu sein. Er hatte Schrapnellsplitter in Händen und Füßen und war traurig darüber, daß man ihn nicht bei seinen liebenswürdigen Wirts leuten belasten wollte, sondern seinen Abtransport für den nächsten Tag in ein allgemeines Kriegslazarett in der Stadt angeordnet hatte. Plötzlich wurde bekannt, daß der K a i s e t den Wunsch geäußert habe, die Lazarette, deren Jnsastenzahl inzwischen auf über 000 angewachsen war, besichtigen zu wollen. Und richtig brauste in den späten Nachmittagsslunden des heu­tigen Tages die Kaiserliche Automobilkarawane heran und der Kaiser in der Hosjagduniform gab sich mit einem riesigen Blu mcnstrauße in der Hand an die Schmerzenslager seiner braven Jungen, um sie durch freundlichen Zuspruch und kleine Liebes­gaben zu erfreuen. Gleichzeitig hatte die Kaiserin drüben in den Taunus- und Lahnkurorten die dortigen Bcrwundctenlagel zu demselben Zweck ausgesucht. Den Kaiser aber hatte wohl noch etwas anderes hergetrieben.

Er ist wie wir auf der Reise ins Große Hauptquartier an historischen Stätten wie Potsdam, dem Kyffhäuscr, Wil­helmshöhe und dem Niederwalddenkmal vorübcrgekommen und suhlte unmittelbar vor dem Verlassen deutschen Bodens wohl noch einmal das Bedürfnis, eine Stätte zu besuchen, die durch Kaiser Wilhelm'» Anwesenheit vor 11 Jahren eine weltgeschicht­liche Bedeutung erlangt hat. Mit welchen Gefühlen mag del Monarch in dem bescheidenen kleinen Zimmer geweilt habe» dessen vier Wände den schweren Entschluß des greisen Groß vaters keimen sahen, dem übermächtigen Torsen den Krieg zu erklären! Noch einmal mag der- Kaiser hier mit seinem Ge wissen zu Rate gegangen sein, vertrauliche Zwiesprache mit den Helden von 1870-71 gepflogen und den Segen des Siegers von Weißenburg und Wörth aus unsere Fahnen herabgefleht haben Als er nach langer Zeit wieder auf der Straße erschien, fehlten die Blumen in seiner Hand, aber ein freundlicher Zug war in das sonst so ernste Gesicht gekommen.

Mit dem Großen Hauptquartier ist auch das engere und weitere Gefolge weiter nach Westen übergesiedelt, von wo aus in den nächsten Tagen und Wochen die weiteren kriegerischen Operationen gegen die Westgrenze geleitet werden. Der Nam>> muß vorläufig geheim bleiben, doch kann ich so viel sagen, daß auch hier der oberste Kriegsherr sein Haupt ruhig betten kann. Mit dem Kaiser kam auch Gras Zeppelin und der Großadmi­ral Tirpiz, sodaß, da ja der alte Haeselcr bereits seit allem An­fang als deus ex machina hier unten weilt, das Dreigestirr unserer Macht zu Lande, zu Wasser und in der Luft, in schönster Reinheit und durch die populärsten Namen vertreten erstrahlt. Uns Kriegsberichterstatter hat man ebenso wie auch schon im ersten Hauptquartier etwas abseits gesetzt, um unsere Beweg ungsfreiheit, die ja in unmittelbarer Nähe des Kaisers natur­gemäß sehr beschränkt wäre, in keiner Weise zu behindern. Dar hat den Vorteil, daß wir die ausgedehnten Informationsrei­sen nach Lüttich und Namur und heute wieder nach dem Echlachtselde des Kronprinzen bei Metz durchführen konnten, ohne die Dispositionen der Heeresleitung zu stören oder durt sie gestört zu werden. Wir gelten, obwohl unter den Militär­gesetzen stehend und als Kriegsfreiwillige angesehen, offiziell doch vollkominen als Privatleute und sind nur durch die lie­benswürdige Begleitung der Generalstabsosfiziere sowie durch unsere Armbinden und besondere Legitimationen vor dem Be > dachte bewahrt, sogen.Schlachtenbummler" zu sein. Uns«' Domizil befindet sich auch nicht mehr auf deutschem Boden aber in allernächster Nähe der letzten großen deutschen Grenz stadt, die einen deutschen Zeitungsverleger beherbergt, der das nur sozusagen im Nebenamt« ist, weil, soweit da» Auge die Weinberge an einer bestimmten Stell- des lieblichen Saartales zu umfassen vermag, er der glücklich« Besitzer ist und in seinen Kellern die Zeitungspapiereollen neben den Fässern edelster Auslese absolut keine Rolle spielen. Und die erst« Flasch«, die er heute aus dem Keller holte, ging als Feldpostpaket an den verwundeten Kollegen im ersten Hauptauartter ah.

Aus England.

Englische Verwaltung in Samoa.

Berlin, 10. Sept. In Samoa haben die E n g l ä n - ! e r nach ihrer am 20. August vollzogenen Besitzergreifung eine provisorische Negierung eingerichtet. Einzelheiten fehlen noch. Mit solchem Gesindel muß man sich herumschlagen!

Es ist wirklich hochbezeichnend, daß sich das Lumpengesin- »el der ganzen Erde bei unseren Feinden znsammenfindet. Wir ionnten schon berichten, daß der Exkönig Manuel, der Ne- zerboxer Johnson und der mexikanische Banditenchef Villa ;irf) aus die Seite Englands und Frankreichs gestellt haben. Heute erfahren wir, daß sich auch Frau P a n k h u r st mit ihrem Susfragettenpack gegen uns erklärt hat, weil cs die Frauen nirgends so schlimm wie in Deutschland hätten. Hof­fentlich habe» die wütenden Wahlweiber nicht gegen uns mobN gemacht. Es könnte sonst wirklich gefährlich werden.

Ein holländischer Dmupscr von England ausgebracht.

Amsterdam, 10. Sept. DasHandelsblad" meldet: Der DampferZ u i d e r d y k" von der Holland-Amerika-Linie ist auf der Fahrt von Philadelphia nach Rotterdam von Eng­ländern ausgebracht und in einen irisckfcn Hafen zejchasst worden.

Ein tnOilllier Mslirmer unlorriu

WTB. London, 10. Spt. (Nichtamtl.) Die Admira­lität gibt bekannt, dass der als Hilfskreuzer armierte Dnni- pscrOzcanic" von der Withc Star.Line gestern nahe der Nordküste Schottlands Schissbruch gelitten hat. Das Schiff ist vollständig verloren. Die Offiziere und Mnnnfchastc» sind gerettet.

Ans Rußland.

Dreiste russische Lüge».

Petersburg, 8. Sept. Der amtliche Moniteur veröf- sentlicht eine lange Liste von Fällen von Grausamkeit, welch« »ie Bevölkerung und die Behörden in Deutschland gegen rus­sische Untertanen sich zuschulden kommen ließen, die sich im Augenblick der Kriegserklärung auf deutschem Boden bcsanden. Dazu bemerkt dasW. T. B":

Der spanische Botschafter, dem die Wahrung der Interes­sen der im Deutschen Reich besindlichen Russen anvcrk-raut ist, hat bezeugt, daß seine Schutzbefohlenen über ihre Lage, unter Berücksichtigung der mit dem Kriegsausbruch eingetretcnen Umstände, Nicht zu klagen haben. Die deutschen Behörde» Ha­ien auch russischen Staatsangehörigen gegenüber ihre Pflichten erfüllt. Schwere Schädigungen oder gar Totschläge, wie sie in Rußland an Deutsche» begangen worden sind, haben sich in Deutschland gegen Russen nicht ereignet. Die Erklärung »cs russischen Amtsblattes ist eine dreiste Verleumdung. Sic steht aus der Höhe der Vcrficherungc»aus Osfizicrsparole" imtlicher russischer Persönlichkeiten. Die Russen möchten den Eindruck der unter Duldung der Behörden ins Werk gesetzten Mordbrcnncrci gegen die deutsche Botschaft in St. Petersburg und der von russische» Truppen verübten Schandtaten in Ost­preußen abschwächen.

Der russische amtliche Bericht über Tannenbcrg.

Die LondonerTimes" vom 2. September veröffentlicht folgende Drahtnachricht aus Petersburg vom 1. September:

Das Hauptquartier meldet heute: Dank ihrem hochent­wickelten Eisenbahnsystsm famineltcn sich stark überlegene deutsche Strcitkräste von allen Seite» und warfen sich aus etwa zwei unserer Armeekorps. Diese waren dem außer­ordentlich heftigen Feuer der schweren Artillerie ausgesetzt, das starke Verluste verursachte. Den hierher gelangten Nachrichten zufolge fochten unsere Truppen heldenmütig. Die Generäle Samsonow, Marios, Pestitsch und mehrere Stabsoffiziere find gefallen. Alle möglichen Maßnahmen sind getroffen worden, um dieses beklagenswerte Ereignis auszugleichen. Der Obcrkommandiercnde vertraut nach wie vor daraus, daß Gott uns helfe» wird, unsere Pläne erfolg­reich durchzujiihren. . . .

General Samsonow galt für einen der fähigsten und begabtesten russischen Heerführer. Er zeichnete sich hervor­ragend im russisch japanischen Kriege aus, in dem er eine sibirisch« Kosaken-Divisivn befehligt«. Später wurde er zum

Deutsche Prinzen nnd Loldaterr.

DasGöttinger Tageblatt" schreibt: Das beste Zeugnis

für den kameradschaftlichen Geist, der im deutschen Heere Osfi- zielc und Mannschaften verbindet, dürfte eine Tatsache sein, die bei einem Truppentransporte beobachtet wurde. Ein Sohn unseres Kaiscrpaares, welcher, darf nicht gesagt werde», fuhr bei diesem Transport nicht, wie der englische General French, im Salonwagen, sondern im Güterwagen mitten zwischen sei­ne» Soldaten, mit denen er sich aufs beste unterhielt. Daß unsere braven Streiter sich über die Eefellschast ihres Kame­radenKönigliche Hoheit" königlich gefreut haben, versteht sich von selbst. Sie nutzten diese Kameradschaft auch weidlich in haimloser Weise aus, denn so viele Ansichts- und Fcldpostkar- ten dürste der Hohenzollernprinze lange nicht unterschrieben haben.

Prinz ffitki Mdrich nls ssnmbom.

Verioundete Gardisten, die in einem Sanitätszuge in So­lingen eintrafen, erzählten einem Mitarbeiter derRheinisch- Westfälischen Zeitung" über die Kämpfe um St. Quentin fol­gendes: Drei Tage standen wir in ununterbrochenem Gefecht, am 28., 20. und 30. August, schließlich haben wir aber doch den Feind gründlich geschlagen und geworfen. Da hätten Sie mal unseren Prinzen (Eitel Friedrich) sehen müssen! Beim letzten entscheidende» Sturm ergriff der Prinz die Trommel eine» ge­salzenen Tambours, schlug sie selbst und rief uns zu:Vorwärts, Kameraden, vorwärts!" Das gab frischen Mut, und wie ein Donnerwetter stürzten wir uns aus de» Feind. Die Schlacht wurde gewonnen.

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Nach einer Münchener Meldung ist der bayerische Land- tagsabgcordnete Loibl (Zentrum) in Frankreich schwer ver­wundet worden. Er befindet sich auf dem Weg der Besserung im Lazarett. Die Nachricht von seinem Tod bestätigt sich nicht. Er war Hauptmann der Landwehr und vertritt seit 1903 den Wahlkreis Neuburg in der Bayerischen Kammer der Abgeordneten.

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Belgien, den 24. 8. 14.

Liebe Eltern!

Will Euch nur schreiben wie es mir in letzter Zeit er­ging. Gott sei Dank bin ich noch gesund und die feindlichen Kugeln haben mich nicht getroffen. War das ein Tag am Samstag! Was war Gravelotte gegen diesen Tag! Diel viel Blut von wackeren Hessen ist geflossen, aber wir haben gesiegt und das Vaterland ist gerettet. Ihr könnt ruhig schlafen. Diel Verluste hatten wir. Nach der letzten Fest­stellung fehlen bei der Konipagnie 120 Mann. Die Fran- züsen hatten eine sehr gute Stellung. Aber mit Bajonett und Hurra wurden sic herausgetriebcn. Ich war bei einem Sturrn auf 4 Geschütze. Kaum waren wir da, so wurdeii wir von Franzosen, die noch im Walde waren umzingelt. Ich befand mich mit 2530 Mann an einem Geschütz und hatte das KommandoRuhig, ihr seid Deutsche, keiner zu­rück, sonst sind wir verloren, wer sich zeigt, wird erschossen," rief ich. Tic Franzosen bliesen wohl zum Sturm, konnten aber nicht vor unserem Kugelregen herankommen. Diele sielen vielleicht nur 10 Meier von uns entfernt. Ich hebe weiter nichts, wie meinen Dienst getan, wie alle die tapfe­ren Hessen, die bei A. bluteten. Hoftcntlich schließen die Franzosen bald Frieden, nachdem sic solche Schmisse be­kommen haben. Gestern holte» wir die Verwundet:» aus dem Schlachtfelde ab. Welches Bild! Hunderte von Toten, Deutsche und Franzosen .... An Essen fehlt cs uns jetzt nicht mehr. Unsere Feldküche ist nicht zu bezahle», ein gro­ßer Vorteil gegen 1870. Hier sind fast olle Dörfer abge­brannt, weil die Einwohner auf unsere Soldaten geschossen haben. Ich liege hier auf einem Heuboden. Richtet in G. nnd W. viele Grüße aus. Nehmt den Brief mit. Nun Gott befohlen! Diele Grüße! F.

Der .Heldentod dreier Brüder.

In derDeutschen Tageszeitung" meldet der Hanpt- mann Ernst von König-Zörnigelt als ältester Bruder den Heldentod seiner drei Brüder des .Haupt-