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ncbuiiflcn des Publikums die Verabschiedung und der Abmarsch
der ersten Kompagnie polnischer Legionäre statt. Der Obmann des Polenkomitces, das Herrenhausmitglied Zgorski, hielt eine Ansprache, die mit einem dreimaligen Kaiserhoch schloß. An den Kaiser wurde ein Huldigungstelegramm abgeschickt. Auf dem Wege zum Bahnhof zogen die Legionäre vor das Kriegs- Ministerium. Auf dem Bahnhofe verabschiedete der Vizepräst- dcnt des Noten Kreuzes, Baron Beck, die Legionäre, welche bewiesen. dag der Kamps, de» die Monarchie und ihre Bundesgenossen ausgenommen haben, um eine gerechte Sache geführt wird. Die Abfahrt erfolgte unter dom Absingen der Kaiser- Hymne und nationaler Lieder
Akr Vtichstagsabljcoldncit' Frank gefallf«.
Unter den Kriegsfreiwilligen befand sich auch der sozial- deinokratische Reichstagsabg. Tr. Frank. Er ist. wie ium* mehr sicher steht, in dem ersten Gefecht, an dein er U’i'ijc- nonimen hat, den Tod fiirS Vaterland gestorben.
Das Zihicklril der -tlitjchkil DmMdkttn und Cksangknkn in Frankrtich.
Vielfach hält man sich darüber auf, datz die gefangenen Franzosen zu gut bei uns behandelt würden und man äußert demgegenüber Besorgnisse über das Schicksal der benschen Verwundeten und Gefangenen in Frankreich. Es freut uns feststellen zu können, daß diese Besorgnisse, wie es scheint, unbegründet sind^ Wir hatten Gelegenheit n::t j mehreren Deutsch m zu sprechen, die verwundet in die Hände der Franzosen gefallen warerr und mehrere Tage in Gefangenschaft zugebracht hatten, bi? sie wieder von den vorrückenden deutschen Truppen befreit wurden. Sie ipra. chcn sich in jeder Beziehung anerkrnueud über das Verbal» tc» der Franzosen de» deutschen Verwundeten geg müder aus. Sie loben das Verhalten des Feindes, der sie durchaus anständig und rücksichtsvoll behandle: als die Verlonn- deten durch das französische Lager geführt worden feien, hätte ihnen der Feind Ehren erwiesen ufw. Auch über die Verpflegung sind sie des LobeS voll: so habe es z. B. zum Frühstück Butterbrod mit Wein gegeben. Ein Lmidwehr- mann aus Grob-Karben, der als die Franzosen vorüber- gehend im Vordringen begriffen warerr, verwundet auf dem Schlachtfelde zurückgeblieben war, bestätigt uns, das; die französischen Ambulanzen, ohne euren Unterschied zu uiackren, die verwuicheten deutschen und französischen Krieger mit Wasser gelabt hätten und ihnen Hilfe angedeiben liege:,. Auch die französischen Aerzte hätten die deutschen Verwundeten mit aller Sorgfalt und Gewisienhastigkeit behandelt. Wir glauben dies mitteilen zu müssen, da vielfach die Angehörigen über das Schicksal der als vermisit Bezeichnet-», in Sorge sind.
Die Festrmg Paris.
Wir begehen keine Uebertreibung. wenn wir sogen: Paris steht unmittelbar vor der Belagerung. Schon dieser Tage wurde gemeldet, daß die Noitcr des Generalobersten v. Kluck bis Conipieglie, sa bis Greil gestreift seien, nnd zur Stunde dürften ihre flinken Nossc auf dem bcrichmten Nennplatze von Chantilly weiden, und heute vielleicht schon werden sie bis Pontoise vorgodrungan sein. Eilends stillen die Pariser an ihre» Bcsestigmigswerlen herum und suchen das nachzuholcn, was während der langen Friodanrjahrc dort verbummelt worden ist. Die Frage entsteht daher: Wie ist Paris für eine Belagerung gerüstet? Die Antwort darauf ist natürlich nicht leicht zu geben, denn an den Wrispiel«! von Lllltich und Namur, van LUle und La Fcre. van Nerv-o und Givet und manchen anderen Festungen ersten, zweiten und dritten Ranges haben wir ja gesehen, datz die Erwartung«! durch den Erfolg bei weitem in Schatten gestellt wurden.
Immerhin, soviel dürste sicher sein, datz Parts eine der ersten Festungen der Welt ist, vielleicht sogar die stärkste, die es überhaupt gibt. Und ferner darf man bis aus weiteres annehmen, dag die Franzosen, die gerade in den allerletzten Tage» mehrere ihrer stärksten Bollwerke sthnrachvoll im Stiche liehen, an die Verteidigung der Landeshauptstadt alles setzen werden, und wäre cs auch nur um des äußeren wie inneren Prestiges willen nnd ans innerpolitischen Gründen.
Nicht weniger als dreitausend Geschütze verschiedener Kaliber sollen sich aus den Willen und in den Kasematten der Forts von Paris befinden, falls nämlich alles das, was auf dein Papiere steht, auch in ISiillichlcit vorhanden ist, und das ist eine sehr ansehnliche Macht. — Mas nun die eigentlichen Verieidigungsmittcl gegen eine» seindlichen Angriff anlangt, so gliedern sic sich in drei Gruppen. Von innen mach nutzen smd das die alte Stadtumwallung, die aus der Zeit Ludwig Philipps stammt, also runo 05—70 Fahre alt ist, der innere Forts- nnd Batteriengürtel (14 Hanptforts und etliche Zwi- jchenwerkc), der schon 1870-71 bestand und seither mehr oder weniger modernisiert worden ist, und der neue, seit dem Siebziger Kriege hrrgestelltc Gürtel der Aiitzcnforis, deren Zahl lg bcrrägt, wozu noch eine Anzahl von Zwischeubatlerieii tritt, — Die alte Stadtumwallung hat heutzutage gar keine:, sorti- jilalerifchen Wert mehr, »nd nach fahrzehntelangen Verhandlungen zwischen Staat und Stadt kam man endlich im vergangenen Fahre überein, wenigstens einen grotzca Teil der Front anfznlasscn und in Boulevards und Bauplätze umzu- vmidelu: zur Ausführung ist dieser Plan seooch immer noch licht gelommcn. Die Amwallung brstcht aus Erdaufwurs und ünem etwa 5 Nieter tiefen Graben mit gemauerter Escarpe und Centre Escarpe. die aber so letdjt zu erklettern sind, datz '?) allnächtlich dort ganze Scharen von Apache» hcrumtretbcn, um ihrem Mordhandwerke nachzngeden. Autzerdon, reicht die bebaute Stadt unmittelbar an diese -Befestigung»»»,- heran, während das Vorgelände nur aus vierhundert Meter — die sogenannte „militärische Zone" — bloß leichte Holz- und Well- blcchbauten ausweisen bars, die schnell z» rasieren sind. Jenseits beginnen sosort wieder die wett gedehnten Vorstädte mit ihren hoben Steinhäusern.
, Reue Tageszeitung. Mittwoch, den 8. September IST».
Biel wichtiger sind die Forts der inneren Linie, deren Hauptpunkte, der Mont Valerien im Westen, der Mont Avron im Osten, das Fort Saint-Denis im Norden und das Fort Montraugc im Süden find, Namen, die wohl noch dem einen oder anderen Leser aus dem letzten Kriege bekannt sind. Dieser Gürtel liegt im Mittel drei bis vier Kilometer vor der baftio- nierten Stadtumwallung, vermag demnach bei der heutigen ' Tragweite der Belagerungsgeschütze den Stadtkern nicht mehr vor den feindlichen Gcschosien zu schützen.
Das ernsteste Hindernis wird natürlich von der vordersten und modernsten Fortsltnie gebildet, nicht nur, weil sie durchschnittlich 15 Kilometer vorwärts der inneren Linie liegt, sondern vor allem auch wegen der starken Bestückung und der ganz modernen Anlage. Diese Anlage ist natürlich in allen Einzelheiten streng geheim geblieben — wenigstens für den Laien —, aber so viel ist doch bekannt geworden, datz sämtliche Forts und Batterien dieser Kategorie bombensichere Unterstände mit mehrere Meter dicken Eindcckungcn aus Eisenbeton besitzen, datz sie in ihrem äußeren Aufbau dem Gelände genau angcpatzt sind, um das Auge möglichst wenig auf sich zu ziehen, und daß sich an sie weitläufige nnterirdifche Räume anschlietzen, die, nur durch künstliches Licht von innen beleuchtet, als Munitionskammern, Vorratsräume, Kasernen, ja selbst Spitäler dienen. Auf diese neumodischen Werke vertraute man bisher in Frankreich außerordentlich, aber es wäre nicht unmöglich, datz dieses Vertrauen durch die verblüffenden Erfolge der deutschen 42-Zenti- meter-Geschütze nun auch crschiittcrt ist.
Einen Borteil hat der Belagerer dem Belagerten gegenüber aber immer: er kann seinen Angriff auf eine beliebige Stelle konzentrieren, während selbst die besten und modernsten Forts noch nicht auf Rollen stehe» und daher an ihren Platz gebannt find. Sie müssen untätig zusehen, wenn etliche Kilo- rneter entfernt ein Redensart in Grund geschosien wird. Dagegen bildet die ungeheure Ausdehnung der äntzcrcn Befestigungslinie ein Hindernis für eins regelrechte Belagerung. Sie beträgt nicht weniger als 155 Kilometer, während sie 1870 nur 55 Kilometer lang war. Innerhalb der heutigen Linie kann sich also eine ganze Armee gesichert aufhaUen, doch benötigen die vielen Forts und ihre zahlreichen Zwischsnwerte natürlich auch eine sehr große Garnison, die ihrerseits wieder ungeheure Vorräte sür ihre Ernährung voraussctzt. Wird cs noch möglich sein, diese letzteren heranzuholen? Die nächste Zukunft wird die Antwort bringen.
Ans Frankreich.
Kein Vertrauen uiehr aus die eigene Krast.
Es ist bezeichnend, datz in Frankreich die Zuversicht sich nicht wehr auf die eigene Kraft gründet, sondern die ganze Hossnung seht man aus die Hülfe der Ruhen und Engländer, llnd die haben doch nachgerade genug mit sich selbst zu tun.
Die Wirklichkeit in Paris.
Aus Paris selbst wird dem Kopcnhagcner .„Berlingske Tidende" gemeldet: Die Arbeiten a» der Verteidigung von
Paris werden mit siebcrhaftem Eifer fortgesetzt. Viele Tausende von Arbeitern und Hunderte von Ztotlingenieuren sind Tag und Rocht an den Vesestigungswcrken tätig. Fn den äußerste» Werken sind bereits taufend Kanonen ausgestellt. Die Blätter „Repudlique Franeaise", „Homme librc", „Rappel", „Radieal", „Lantcrnc", „Autvrite" und „Aurore" haben ihr Erscheinen eingestellt, Elemenceau schreibt in dem letzten Artikel seines „Homme librc": „Ich lege jetzt meine Feder hin, aber ich betrachte es als ein großes Unglück für eine Regierung, wenn sie sich nicht mehr als unter der Kontrolle der össentlichen Meinung sichend fühlt. Die Regierung mutz UNS vor allem die Wahrheit sagen und nicht Nachrichten zurückhaltcn, sonst wird unsere Energie nichcrbrcchen und unser Zutrauen geschwächt."
Englische Schätzung französischer Berlnft«
Kopenhagen, 8. Sept. Aus London wird hierher gemeldet: Der Kriegstorrefpondent des „Manchester Gardicn"
schätzt die französischen Verluste an der Rordgrcnze aus 80 000 Mann
Mittel gegen das Berzagtsein,
Budapest, 8. Sept. Der „Pesler Lloyd" meldet aus Wie» Die Berösjentlichung der Abmachung der Triplecntente, datz lein Separatjriodc geschlossen werden solle, hat de» Zweck, dem Durchbruch verzagter Stimmungen in Frankreich einen Riegel vorzuschicbeu
Ans Belgien.
Die Lügenfabrik der belgischen Regierung.
Amsterdam, 8. Sept. Die belgische Regierung läßt durch ihre Haager Gesandtschaft wiederum das alte Märchen verkünden, der deutsche rechte Flügel sei in der Schlacht bei Mecheln aus Löwen zurück geworfen morden. Die dortige deutsche Garnison sei dadurch in eine Panik geraten und habe auf diesen rechten Flügel geschossen: dies sei wahrscheinlich die Ursache der Verwüstung der Stadt gewesen. Wetter behauptet der Bericht, das belgische Heer fei IN guter Ordnung zurllckgegangen, während Augenzeugen von der tollen Flucht der Belgier »ach Antwerpen berichten. Eine handgreifliche Lüge in einem Bericht ans Antwerpen besagt, deutsche Sanllütsofsizicre hä.len er zählt, in dem Gefecht bei Termonde seien 2000 Deutsche gesa! len: der offizielle Bericht macht daraus gleich TÜ00. Es ist zu befürchten, daß bisse Art, der Beoollcrung fortdauernd Siege vorzuschwindeln, wiederum Anlaß zum Vorgehen von Franktireurs mit all seinen schlimmen Folgen gibt.
Deutsches Vordringen. — Reue Engländer
Der „Rieuwe Rottcrdamsche Courant" meldet aus Antwerpen: Deutsche Truppen warfen bei Melle die Belgier nach einem Bombardement zurück. Die Deutsche» stehen »ur noch einige Kilometer von Gent. Flüchtlinge aus Ostende erklären in Vlisstngc», datz die Beschießung von Ostende bevvrstehe. Dreißig Züge mit Flüchtlinge» sind von Ostende abgcjahren. Die Engländer habe» dort gestern wieder Truppen aelandet.
-Gent verhandelt.
Amsterdam, 8. Sept. Da die Deutsch«, zwischen Antwerpen und Cent vorrücken, hat der Bürgermeister von Gent Abgesandte zu Unterhandlungen an den deutschen Botschafter
geschickt.
Beamte für Belgien
Berlin., 8. Sept. Trotz der untern, 4. Sept. erfolgten Belanntmachung, datz der Bedarf an Beamten für die Ztvil- verwaltung Belgiens voll gedeckt ist, gehen beim Rcichsamt des Innern Täglich noch Hunderte von Gesuchen ein. Es wird daher nochmals darauf aufmerksam gemacht, datz derartige Eingaben zwecklos sind und datz die Beantwortung der Gesuche bei der gegenwätigen Belastung des Reichsamts des Innern Nicht stattftnden kann.
Rückkehr der Königin.
Rotterdam, 8. Sept. (Nichtamtlich). Der „Rieuwe Rottcrdamsche Courant" -meldet aus Blistingen: Die Königin der Belgier ist gestern hier eingetroffcn und mach Antwerpen weiter gereist. — Eine große Zahl von belgischen Flüchtlingen ist hier angelangt, wovon hunderte nach England weiter fahren.
Ans England.
Die englischen Verluste.
Die dritte englische Verlustliste bis zum 1. September enthält folgende Angaben: Tot 9 Ossiziere und 30 Mann, verwundet 7 Offiziere und 120 Soldaten, vermißt 49 Offiziere und 4558 Soldaten. Mit den beiden früheren Verlustziftcrn ergibt sich eine Gesamtziffer von 15141. Von diesen werden nicht weniger als 13 843 »ermißt. (Unter den Vermißten befinden sich natürlich die Gefangenen ll. sicher auch viele Tote. D. Red.)
Die Opfer des gesunkenen englischen Kreuzers.
Die Verluste des Kreuzers „Pathsindcr" betragen 4 Tote und 13 Vergiundetc und 243 Vermißte.
Die Rekrutierung in England.
London, 8. Sept. Meldung des „Reuterfchen Büros". Obwohl die Rekrutierung beftiedigend fortschreitet, soll zur weiteren Förderung der Bewegung in der nächsten Woche eine große Versammlung in Birmingham stattftnden, in welcher Churchill und Chamberlain Ansprachen halten werden.
Die englische Angst in Aegypten,
Stockholm, 8, Sept. Diele Deutsche in A e g y p t e n, die man bislang auf fteiem Fuß belaßen hatte, wurden von den englischen Behörden verhaftet, aus Besorgnis, die Eingeborenen könnten durch sie Kenntnis von den deutschen Siegen erlangen.
Ans Rußland.
An rustifcher Eesangenschaft.
Nach der „Danziger Zeitung" ist der frühere konservative Rittergutsbesitzer M e y er - Rottmansdorj in russische Gefangenschaft geraten. Eine Tochter Meyers ist an einen Besitzer im Kreise Reidenburg verheiratet. Da keine Nachricht von ihr eintraf, fuhr Meyer am Samstag voriger Woche im Autoinobil nach Neidondurg: er kam dort in der Nacht zum Sonntag an. Fn dieser Nacht machten gerade die Rüsten einen Ueberfall aus Reidenburg nnd nahmen Meyer nnd seinen Chauffeur gefangen. Eine neutrale Macht hat sich bisher vergeblich wegen der Auslieferung Meyers verwendet.
Die Operation der Japanesen.
Genf, 8. Sept. Das Pariser Finanzblatt „L'Jnfor- mation", das die Finanzlage Japans und dessen Einmisch- ung in den Krieg erörtert, erfährt auf Grund eingehender Informationen, datz die kriegerischen 'Operationen Japans auf die See beschrankt bleiben sollen lind eine Militär-Er- pcdition zn Land ganz unwahrscheinlich sei.
Was kann jedtr eiMliit Kaushalljiir Pecknrg des Mehl- nnd Lrotkedarfs bckragrn?
Von Behörden und Fachleuten ist wiederholt die beruhigende Erklärung abgegeben worden, datz unsere Vorräte an Brotgetreide durchaus hinreichen, um de» eMhl- und Brotbe- dars des deutschen Volkes zu.decken, und das diesjährige Ernteergebnis läßt die Besorgnis einer Teuerung noch besonders Unbegründet erscheinen. Nichtsdestoweniger wird es die Pflicht des deutschen Voltes sein, während dieses schweren Krieges, dessen Dauer unübersehbar ist, mit dem Brotgetreide, wie mit allen anderen Nahrungsmitteln sorgsam Haus z» halten und sich jedes unnötigen Aufwandes bei der Kost zu enthalten. Bei unserer Brotnahrung können und mästen wir in zweifacher Richtung sparsam verfahren.
Erstens müssen wir unseren Weizenverdrauch zugunsten eines gesteigerten Roggenverbrauches einschränken. Deutschland bringt jährlich gegenüber 110 Millionen Doppelzentner Roggen nur etwa 40 Millionen Doppelzentner Weizen hervor. In Frie- denszeiten wird die fehlende Weizenmenge durch Einfuhr er- gänzt, der Uebersthiitz an Roggen dagegen ausgeführt. Jetzt heiß! cs den Weizcnveibrauch beizeiten herabsetzen. Da die Weizeneinsuhr etwa ein Drittel des eigenen Bedarfs beträgt, so genügt cs, wenn man sich angelegen sein läßt, ungefähr ein Drittel weniger Weizengebück (Semmel, Schrippen, Knüppel, Kuchen) z» verzehren und entsprechend i»ehr Roggenbrot zu genietze». Deshalb braucht gewiß niemand auf seine Früh- stückssemmel zu verzichten, der nicht gewohnt ist, am früher Morgen schon das kräftigere Roggenbrot zu esten oder der die ses vielleicht »icht verträgt. Aber alles unnötige Zubrot i» Form von Weitzgebäck bei den Hauptmahlzeiten sollte in diesen Zeile» vermieden werden. Dann werden wir auch mit unserer Weizeiibeständcn leicht und reichlich auskvmwen.
Zweitens aber — und das ist eine gleichwtchttge Forderung für die bessere Ausnutzung unseres Geetreidevorrats — mutz die Stadtbevälterung sich daran gewöhnen, die dunkleren und kräftigeren Eebäcksorten in ihrem Haushalt etizzufttheen. Hier heißt es zugleich, aus der Rot eine Tugend maibsn. DK«,


