Ausgabe 
4.9.1914
 
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Hamburger Kinder. Eie waren fünfzig Stunden aus der Bahn

gewesen und kamen dann sosort ins Gefecht:Da haben wir uns ein bischen Bewegung gemacht. Grüßen Sie Hamburg, die Landwehr täte ihre Schuldigkeit." In ftraßengrauen Gesichtern, die Wasser nicht mehr zu kenn schienen, blickten die frischen blauen Augen. Ostpreußen weiß es, die Landwehr, unsere herrliche Landwehr, tat ihre Schuldigkeit.

Wer die Riestnichlcht in Gnlmen.

Seit gestern sind keine amtlichen Nachrichten über die Schlachten in Galizien bekannt gegeben worden. Meldun­gen aus dem Äriegspresiequarticr heben hervor, daß durch den durchschlagenden Erfolg im Zentrum und auf dem linken Flü­gel jede Gefahr für de» um Lemberg kämpfenden Teil des österreichischen Heeres entschieden sei. Ein Telegramm der Franks. Ztg." das wir unten wiedergeben, meldet, daß amt­lich die Zahl der erbeuteten Kanonen mit 2 00 und die Zahl der Gefangenen mit 6 0000 angegeben fei.

Wien, 3. Sept. Die Telegramme der Kriegsberichterstat­ter an die Blätter bestätigen, daß das bisherige Ergebnis der R i e s e n s ch I a ch t als ei» vollständiger und glänzender Sieg an der ganzen Nordfront bezeichnet werden kann. Am Ostfliigel dauert das Ringen noch an. Die Berichterstatter weisen auf die ungleichmäßige Ausbildung und Wirkung der russischen Artillerie hin, welche stellenweise vorzüglich sei und anderwärts vollständig versage. Dagegen heben die Berichter­tatter einmütig die durchweg glänzenden Leistungen der öster­reichisch-ungarischen Artillerie hervor. Einige Berichterstatter weisen namentlich aus die Bravour der Prcßburgcr und Ka- chauer Korps hin. Sämtliche Blätter stellen fest, daß sich aus österreichisch-ungarischer Seite, namenNich in Ostgalizicn, die Spionage und die Kundschajterdicnste rusicnsreundlicher Ele­mente unangenehm fühlbar machen.

Der Sieg im Zentrum.

b. R. Kriegopressequarticr, 2. Sept. Der offensive Vorstoß der Armeen Tanks und Anffcabrrg, unter deuc« sich die Korps Puhallo und Borocvic besonders ausgezeich- »et haben, ist bisher bon immer steigenden Erfolge gekrönt. Er hat nunmehr in ansierordcntlich hartnäckigen Kämpfe» den endgültigen Sieg errungen. Die Schlacht wurde be­sonders dadurch erschwert, das, die russische Artillerie die Stellungen vorzüglich verteidigte. Auch hatte der Feind eine Spionage in allergrößtem Umfangt organisiert und dazu die Hilfe der einheimischen Bevölkerung in Anspruch genommen, lvas das Vorgehen unserer Truppen vielfach sehr erschwerte. Tic Bevölkerung verriet mehrmals dem Feinde die österreichisch-ungarischen Stellungen und An- inarschiinie» durch vereinbarte Ranchfeuer, durch Spiegel- signalc und sogar durch Veranstaltung kirchlicher Prozessio­nen. Trotzdem gelang es der österreichischen Artillerie, die mit größter Wirkung wahre Schicßkunststücke vollbrachte, das Gelände znni endgültigen Vorgehen der Truppen vor- zuberrile». Im Norden ist mit dem Siege der Armee Alts- fcnbcrg die Ausgabe der österreichisch ungarischen Truppen vollnns erreicht und die Niederlage der Nnsien vollständig. Schwere Kämpfe finden noch var Lemberg statt.

50,000 CtsllNgclle. 201) GeslW.

Berlin, 3. Sept. Amtlich wird uns mitgeteilt, daß nach hier vorliegende» Nachrichten die Oesterreicher in der großen Schlacht ungefähr 50,000 Nüssen gefangen und et­wa 200 Geschütze erbeutet haben.

Siegeszuversicht m Oesterreich.

Wien, 3. Sept. Die Blätter begrüßen den durchschlagen­den Erfolg der Armeen Ausfenberg und Dank! als ein hochbcdeutsames Ereignis, dos nicht nur in der Monarchie, sondern auch bei den Verbündeten freudige Empfindung Her­vorrufen werde. Durch den Sieg der Armee Ausfenberg und das von siegreichen Gcfcchteti begleitete Vordringen der Armee Dank! bis Lublin erscheine das Ziel der Angrisssoperationen zwischen Bug und Weichsel vollständig erreicht. Was den noch fortdauernden Kampf in Ostgalizien betrcsje. so sei die Zuoer- icht wohl 'begründet, daß cs binnen kurzem gelingen werde, auch die in der Umgebung von Lemberg stehenden Truppen- nasjen nicdcrzuwcrsen.

DasFremdenblatt" stellt fest, daß nunmehr durch die Erfolge der österreichisch ungarischen Truppen und der deutschen Truppen gegen Rußland und durch die durchschlagenden Er­folge Deutschlands an der Westsrcnt der gemeinsame russisch- fronzesischc Opcrationspla» vollständig zu Nichte ge­macht sei. Die in drei Linie» geplante Osfcnsivc der Russe» eine gegen Ostpreußen, die zweite gegen Preußen von Rus­sisch Polen aus, die dritte gegen Galizien sei gründlich ge­scheitert.

Glückwunsch Oesterreich.

Berlin, 3. Sept. DieNorddeutsche Ailgem. Zeitung" schreibt: Mitten in den Jubel über den Sieg, der zwischen Reims und Derdun errungen wurde, fäll! die Meldung von dem herrlichen Erfolge unserer Verbündeten gegen die Rnsien. Nach hartnäckigem Ringen ist es den fiandhasien und tapferen Truppen Oesterreich-Ungarns gelungen, den Feind zum Wei­chen zu bringen und ihn, schwere Opfer zvzufügcn. In großen Wengen mußten sich di« Rnsien als Gefangene ergeben. Einen deutlichen Maßstab für die Größe des Sieges bietet die An jnM der erbeutete» Geschütze. Unter außerordentlichen Schwie­rigkeiten haben glänzende Führer Eigenschaften mit staunens- werlen Leistungen der Truppe» zusammen gewillt, nm eine gewaltige Schlacht gegen den Feind zu führen. In Deutsch land wird dies« ruhmreiche Wasjentat mit Begeisterung begrüßt werden. Wir beglückwünschen aus ticftHerzen dea Kaiser und König Franz Joses zu diesem Tag. der ein weiteres Ruhmesblatt i» die glorreiche Geschichte des öiterreichisch unga­

rischen Heeres etnfügt. Mit wärmsten Empfindungen gedenken wir auch der heldenhaften Streiter und Führer, die Liefen denkwürdigen Sieg erfochten haben.

Vom Knegslchaiiplal! in Mpolkn.

Budapest, L. Sept. Erzherzog Josef, der »am südlichen Kriegsschauplatz hier eintraf, erklärte aus die Gerüchte über seine Verwundung, daß er unvcrwundet geblieben sei und nur sein Mantel von einer Schrapncllkugel an mehreren Stelle» durchlöchert worden sei. Der Erzherzog rühmte beson­ders die hervorragenden Leistungen der österreichisch-ungarischen Artillerie und fügte hinzu, daß die Leistungen der österreichisch- ungarischen Truppen nicht genug gerühmt werden könnten, da das unwegsame, gebirgige Terrain, in dem die Operationen stattsinden, Schwierigkeiten bot, die nur durch außerordentliche Ausdauer und höchste Bravour überwunden werden lonnten.

vik Pfmonflraiion vor Enttarn.

Wien, 3. Sept. Amtlich wird bekannt gegeben: Am 1.

September morgens erschien die französische Mittclmeerflotte, bestehend aus 16 große» Einheiten, nämlich Schlachtschiffen, Panzerkreuzern, sowie zahlreichen Torpedofahrzeugcn auf große Entfernung vor der Einfahrt in der Bucht von Cattaro und gab vierzig Schüße aus schwerem Kaliber gegen das veraltete Fort auf Punta d'Ostro ab, ohne den dortigen Werken Scha­den zuzufügen. Von der Besatzung wurden drei Man» leicht verwundet. Die Flotte dampfte dann eine zeitlang in west­licher Richtung und wendete sich sodann mit südöstlichem Kurs um anscheinend die Adria zu verlaßen. Es handelte sich da­her offenbar um eine wirkungslose Demonstration der franzö­sischen Strcitkräste an unserer südlichen Küste.

Die Jifiitldifn Zkiltarikimpsn in Ulirn.

Wien, 3. Sept. Heute um 1 llhr morgens ist das deutsche Slutari-Detachement, das rühmlich an den Kämpfen bei Vi­fe g r a d tcilgcnommcn hat, aus der Durchreise nach Berlin aus dem hiesigen Slldbahnhof angelommen und wurde von Kriegsminister Krobattin, der Generalität, dem deutschen Bot­schafter, dem Minister des Innern und vom Bürgermeister empfangen und von einer oieltausendköpsigen Menschenmenge jubelnd begrüßt. Bürgermeister Weißtirchner begrüßte die Vertreter der verbündeten Macht herzlichst mit schmeichelhaften Worten, woraus Major Schneider die Ofsizicrc vorstellte. Als die 122 Soldaten des Detachements Aufstellung genommen hat­ten, hielt Kriegsministcr Krobatin eine Ansprache, in der er die Waffenbrüderschaft beider Armeen betonte und den deut­schen Soldaten für ihre heldenhafte Unterstützung unserer Kämpfer im Süden Dank abstattcte. Er überreichte den Offi­zieren Auszeichnungen und schloß seine Rede mit einem Hoch aus beide Kaiser. Major Schneider dankte mit einem Hurra auf Kaiser Franz Josef, woraus die Offiziere und Mannschaften bewirtet wurden.

Aus Frankreich.

Bestürzung in Paris.

Amsterdam, 3. Sept. Trotz der beschönigenden und

grostsprechcrischen Darlegungen, mit denen Poinccarä und die französische Regierung ihre Flucht nach Bordeaux zu be­schönigen suchen, rief die Proktamation in Paris unglaub­liche Bestürzung hervor, da inan nun trotz der vorhergehen­den Verheimlichungen an das Anrücken der Deutschen glaubt. Viele Pariser, vor allem Frauen und Kinder, ver­lassen die Stadt.

Kopenhagen, 3. Sept. Clcmenceau fährt fort, im L'homme Libre" über die Kundgebungen der Regierung zu spotten, weil diese nichts anderes niitteilten, als was man im voraus schon wüßte. Daß die Deutschen auf dem linken Flügel der Franzosen Fortschritte machen, bedeute nichts anderes, als daß sie sich Paris näher». Deshalb müsse Frankreich seine Leiter aufsordcrn, das Volk zur Tat aufzurufen.

DerTcmps" sagt in einer Erörterung über das neue Ministerium, daß Viviani sofort nach Ausbruch des Krie­ges neue Mitarbeiter suchen wollte, jedoch sei jetzt nicht der Zeitpunkt, um zu enthüllen, weshalb. Es genüge, zu sagen, daß die Schlaffheit des einen und die Voreingenommenheit des anderen das Vaterland in Gefahr brachte. Glücklicher­weise sei der kurze Zeit gehegte Plan, doppelte Ministerien zu bilden, fallen gelassen worden.

Paris, 3. Sept. (W. B.) Der Börsenverkehr ist ein­gestellt worden.

Nom, 2. Sept. Die Pariser Briefe der hiesigen Blätter fahren fort, die Lage in der Hauptstadt in den düstersten Farben z» schildern. Offenbar schiebt man alle Schuld dem früheren K-iegSminister Messt,ny zu, der Günstlinge der radilnlen Partei an wichtige Kommandostellen gebracht haben soll, io den General Perrin nach Lille, der abbcrufen werden wußte, weil er die Verteidigung vernachlässiike.

Italienische Arbeiter ans Lille berichteten, daß die jlie- heiide Besatzung von Lille Kanonen in den Straßen zurück- gelassen habe. Kinder hätten dnraiif gespielt. Für die Re- scrvisten >,nd die Landwehr fehlten Waffen -nnd Uniformen. Ter Mangel an Artillerie macht sich bereits fühlbar. Tic Polemiken gen das Parlanicnt lassen ans einen u.'hri An. drn.h der Revolution schließen.

*vvr.:i v.frf) bietet Italien eine Milliarde.

(Meldung der Franls.Ztg.)

Fr ackreich hat, wie man uns berichtet, der italirni'chen Regierung durch eine Bantgriippe eine Anleihe von l Mil­liarde und mehr zu guten Bedingungen offerieren lassen. Ministerpräsident Salandra hat die Offerte mit dem Hin- weis abgclehnt, daß Italien nicht die Absicht habe, eine ai's- wärtigc Anleihe aiifzilncbnien.

Aus Belgien.

Die Knnstlchähe von förom gmttel.

Amsterdam, 2 . Sept. Ein aus Löwen zurückgelehrtet Korrespondent desNieuwe Rotterdanische Courant" be­richtet, daß das weltberühmte Rathaus inmitten der Träm- mcrhaufcn wie ein zierliches Kleinod erhalten geblieben ist, ebenso ist die herrliche Kathedrale nur zum Teil oeri-Hstet doch wieder herstellbar. Die reichen Knnstschätzc der Kirche sind gerettet, so das bekannte Abendmahl von Dirk Bonts.

Ein englisches Lob.

Die deutsch-fresierischeDaily Mail" bringt in einer ihrer letzten Nummern ein Stimmungsbild aus Brüsicl, das den Deutschen volle Eerechtiglcit widerfahren läßt. Das verdient umso höher veranschlagt zu werden, als das Londoner Blatt bisher gegen die deutschenBarbaren" nicht genug Worte der Verachtung zu finden wußte.Die 3üvv deutschen Soldaten" so schreibt der Berichterstatter,die die Hauptstadt kesetzen, be­handeln die Bevölkerung mit aller Mcnschlikeit und enthalten sich jeden herausfordernden Benehmens. Die Offiziere logieren in den großen Hotels, die Soldaten sind in Kasernen, auf Bahn hösen und in Eisenbahnschuppcn cinquartiert. Die Offiziere laßen große Vorräte von Konserven ankauscn. Ans Befehl des deutschen Generalkommandos wird alles bar bezahlt, während die großen Ankäufe mit Requisttionsfchcinen bezahlt werden. Die unentbehrlichen Lebensmittel haben keine bemerkenswerte Steigerung erfahren. Die Zeitungen haben ihr Erscheinen eingestellt, und der Polizeidienst wird von belgischen Zioilgar- disten besorgt. Die Stadt hat ihr gewöhnliches Aussehen wie- dcrgcwonncn. Die Easehäuscr sind wie in ftühcrer Zeit bis auf den letzten Platz gefüllt.

Belgiens finanzielle Leistungssähigkeit.

Aus Gründen, die zweifellos einer näheren Darlegung nicht bedürfen, haben wir gegenwärtig ein außerordentlich leb­haftes Jnteresie für die finanzielle Leistungssähigkcit des früher heimlichen, jetzt offenen Teilhabers der Triple-Erwerbsgejell- jchaft m. b. H.

Man wird schwerlich sehlgchen, wenn man Belgien als das im Vergleich zu seiner Größe reichste Land der Erde be­zeichnet. Diesen Reichtum verdankt es freilich nicht allein je nen kaufmännischen Talenten, die sich in seinem vorigen König so potenziert in nicht tminer ganz einwandfreier Weise ver­körperten, sondern in hohem Grade auch der Gunst jener Lage, die es zu einem Vermittler des jo stark angcwachjencn deutschen Außenhandels eines ebenso projilreichen wie undankbaren Verniittlers machte.

Wenn wir in der amtlichen belgischen Statistik Anhalts­punkte für die finanzielle Lcistungssähigkeit des Landes suchen, so finden wir in de» belgischen Staatssinanzen im Jahre 1912 eine Gesamteinnahme von über 766 Millionen Franken. Da­von entfallen 73 Millionen auf die direkten Steuern (die leicht zu vervielfachen wären-, 68 Millionen aus Eingangszölle, 8l Millionen auf Konsumabgaben (reichlich zur Halste aus Branntwein), 77 Millionen aus sogenannte Registrierungsab­gaben (darunter reichlich ein Drittel Erbschaftssteuer) und 372 Millionen aus Einnahmen aus den Verkehrsanstaltcn, insbe­sondere den Eisenbahnen.

Wie groß die in Belgien für Anlage in fremdstaatlichen Unternehmungen verfügbaren Kapitalien sind, die natürlich noch in ganz anderer Weise für staatliche Zwecke durch Besteue­rung herangezogen werden können, als cs in Belgien geschieht, erhellt aus der Tatsache, daß das kleine Belgien für manchen fremden Staat der weitaus größte Geldgeber ist, wenigstens so­weit cs sich um unmittelbare Anlage in wirtschaftlichen Unter­nehmungen der betreffenden Länder handelt. Wir wollen nur das eine Beispiel Bulgariens erwähnen: Nach dem amtlicher Statistischen Jahrbuch für Bulgarien arbeiteten in bulgarischen Industrieanlagen aller Art nach dem Stande vom 31. Dezember 1904 (weitere Ermittelungen liegen bisher nicht vor) insge­samt 14,6 Millionen Franken. Davon entfiel weitaus der größte Teil, nämlich 10,2 Millionen, auf Belgien, außerdem noch 0,6 Millionen aus Unternehmungen, in denen belgisches und bulgarisches Kapital gemeinsam beteiligt waren.

Wenn es in der zusammenfasienden Depesche des Ecneral- quarticrmeistcrs über das siegreiche Vordringen unserer sämt­lichen Westarmcen zum Schluß mit Bezug aus Belgien hieß: Dieses unter deutsche Verwaltung tretende Land soll für Hec- resbcdürfnisie aller Art ausgenutzt werden, um das Heimats- gebiet zu entlasten", so wißen wir, daß dieses Land insbeson­dere auch für Hecrcsbedürsniße finanzieller Art über eine ganz ungewöhnliche Leistungsfähigkeit verfügt.

Ans England.

Londoner Meinung.

Amsterdam, 3. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Die Zeit­ungTclcgraaf" meldet aus London vom 2 . September: Jedermann beginnt langsam cinzusehen, daß die Deutschen

sich Paris nähern. Man ist jedoch überzeugt, daß der Krieg mit der Belagerung von Paris nicht beendigt sein wird: man neigt allgemein der Ansicht zu, daß es nötig sei. den Krieg möglichst in die Länge zu ziehen, um schließlich zu siegen. Das könnte den Engländern paffen, wenn sich die Völker verbluten würden, während der tüchtige Job» Bull kaltblütig ans seiner sicheren Insel mitzusehen würde. ES kann aber auch anders konnnen.

Holland und England ' Amsterdam, 2. Sept. Der englische Generalkonsul in Reiterdan, dementiert das Gerücht, England habe Hollind ein Illtiniatuni gestellt, um die Durchlüftung engli'cher Schisse durch die Schelde nach Antwerpen zu fordern. Eng­land werde Hollands Neutralität unter jeder Bedingung achten.

Exkönig Manuel will England helfen

London. 2 So»!. (Jndirekt.t Der Exkönig Manuel