Ausgabe 
31.8.1914
 
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Nr. 203

biefet Art bisher bekannt geworden ist und selbst die belgische Presse bis zu ihrem Verbot nicht -in einziges Mal ein- dahin, gehende Behauptung ausstellen konnte. Man weist -beu, hast diesePrussiens" durch Belgien hindurchmüssen, koste es was es wolle, und so fügen sich die Gefangenen fast fatalistisch iu das Schicksal, auf vorläufig ungewisse Zeit die preutzische Staats­pension zu genießen.

In Andenne wird endgültig die Weiterfahrt nach Namnr angetreten. Gleich hinter dem Orte sehen wir die frischen Reste einer kleinen Verteidigungsstellung, die sich vom Bcrgabhang quer über die Chaussee bis hinab zum Maasufer zog. Hinter einen mit Moos bedeckten Erdhaufen stehen noch drei schöne neue Maschinengewehre. Quer über die Böschungen sind auch hier wieder die verwünschten Drahtverhaue gezogen und schließ- lich liegt eine lange Drahtschlinge am Boden, zum Zeichen des­sen, daß auch hier die hereinkommcnden feindlichen Automobile in heimtückischer Weis« abzesangen werden sollten. Gleich hin­ter den Erddeckungen sieht es wie in einem Trödelladen aus. Neben Tornistern, Seitengewehren, Patronentaschen und Uni- sormröcken sieht man nämlich auch Zioilklcider und es kann kei­nem Zweifel unterliegen, daß die braven Verteidiger dieser Stellung unter der Unisorm die Zivilkleidung getragen oder aber diese rasch angezogen haben, als die Geschichte brenzlich wurde. Auf diese Weise sind sie nicht nur der Eejangennahme entronnen, sondern können bei passender Gelegenheit auch noch den traurigen Berus eines Franktireurs nachgehcn. Neben uns marschieren derweilen immer neue ungezählte Schoren Namur zu und jede Kolonne begrüßt den Anblick der genom­menen Stellung mit lautem Hurra. Besonderes Interesse fin­den die vollständig neuen überall umherliegenden Gewehre. Auch ganze Kisten Konserven sind an dieser Stelle ausgcsunden norden und man wird den Verdacht nicht los, daß die Belgier :rst noch einmal gründlich im eigenen Lande requiriert haben, ehe sic in die große Schlacht zogen.

Nun donnert unser Automobil unter der Eisenbahnunter- sühiung von Namur durch und wir sind am Ziel. Ein Hurra der in den Straßen haltenden Truppen begrüßt uns, als man die Gencralstabsoffiziere in unserem Wagen entdeckte: denn sie alle wissen, daß Sinn und Geist dieses Feldzuges dem unschein­baren roten Hause am Königsplatz in Berlin entstammen. Aber auch wir jubeln ihnen zu, denn sie haben Ucbcrmenschliches ge­leistet und machen doch in diesem Augenblick den Eindruck, als wenn sie nicht unter den Kanonen von Namur, sondern daheim aus dem Exerzierplatz ständen. lieber uns in unerreichbaren Höhen schwebt ein feindlicher Flieger und verständigt sich ver­mittels eines Kohlenstaub-Exaustors, dessen längeres oder kür­zeres Auspusscn das Morsealphabet zu Grunde gelegt ist, mit , dem zu dieser Zeit noch intakten Forts.

Wir drangen noch bis zur Maasbrücke vor, mußten aber zu unserem Schmerz entdecken, daß auch die gesprengt war. llnd wieder ein Stücklein der Unseren! Während hoch Uber der Stadt die Granaten sausen und das Dröhnen der Geschütze ein wunderbares Echo an den weißen Kalkfelsen des hier am Zu­sammenfluß der Maas und der Embrc besonders engen Tales weckte, vermaßen ein paar Pioniere in aller Seelenruhe die herbcigeschasfte» Balken zu einem Notbrückenbau Und zu der­selben Zeit entstieg ein höherer Postbeamter hinter uns einem «bensalls aus Lüttich cherbeigeeillen Automobil und fragte, nach dem Hauptpostamt und beschlagnahmte dieses für die Reichspost. Verwaltung. Wie schade, daß wir in diesem Augenblick schon schei­den müssen! Wir hätten sonst de» rßetrieb durch die telegra­phische Schilderung unserer Reis- nach Namur eröffnet.

Noch einen letzten Blick sandten wir zur Zitadelle empor, die in ihrem Aeußere» lebhaft an die Feste Salzburg erinnert »äd von der schon die deutsche Fahne fröhlich auf uns herab- wchte. Unsere Truppen waren damit beschäftigt, den Brand des großen Hotels aus der Höhe zu löschen, da es inmitten lines prächtigen Parkes liegt und den Mittelpunkt einer großartigen Stadionanlage sowie einer Freilichtbühne bildet, die am I. d. M. durch einen Besuch des Königs und der Königin von Bel­gien eingeweiht werden sollte. Statt dessen kamen die Deut­schen in die zu Ehren des Königsbesuches bereits sestlich herge- richtete Stadt. Wie völlig überraschend überhaupt unser- Trup­pe» auch in Namur angekommen sind, beweist der Umstand, daß sie bei ihrem Einzug ein ganzes großes Benzinlager vorfanden, aus dem auch wir unseren Bedarf ergänzen dursten.

Gegen 12 Uhr nachts kamen wir nach Lüttich zurück. Zu Beginn unseres Nachtmahls erschien der neue Gouverneur und blieb bis zum Schluß der Tafel. Als wir dann in die Nacht hinaustraten, erhob sich ein Sausen und Brausen in der Luft: es war einZeppelin", der eine Rekognoszierungssahrt antrat. Wir legten uns derweilen einige Stunden in einem gastsreui-d- lichen Hause aufs Ohr, nicht ohne das Maschinengewehr aus Oberndorf a. R. unter das Kopskissen zu plazieren. Aber Lüt- tich blieb in dieser Nacht ruhig und als wir um 4 Uhr morgens die schlafende Stadt verließen, wünschten wir uns und ihr von Danzern Herzen ein fröhliches Wiedersehen in einer andern und >rsicren Zeit! tz

Jm LhmiBicht des HrolMiMtsttzks."

Die landwirtschaftlichen Kreisvereine der Großgrund- ßksitzcr der Kreise Grcifcnberg und Regenwalde i- Poin. ha- Den einstimmig folgenden inhaltlich gleichen Beschluß gefaßte Der Großgrundbesitz steht auf deni Standpunkte, daß er grundsätzlich für die Familie» der von seinen Gü­tern zu den Fahnen Einberufenen derart einzutreten ent­schlossen sei, daß eine Hilssbedürstigkcit im Sinne des Ge- setzcs bei diesen Familien nicht cintritt."

Bei den eingehenden Besprechungen wurde von ber- fchiedcncn Seiten dies als eine Ehrenpflicht des Großgrund­besitzes bezeichnet. Tenn seine Produktion wäre bisher durch die Tapferkeit unserer Truppen vor feindlichen Eingrisscn bewahrt geblieben. Auch habe die Ernte dank des unge- wohnlich guten Erntewetteis ungeschmälert und frühzeitig geborgen werden können.

i Dieses schöne Beispiel der pommerschen Großgrundbe­sitzer wird gewiß überall im Deutschen Reiche Nachahmung linden. Fm übriaen alauben wir uns setzt schon zu der

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-Feststrssl^-hesechtigtr-dobdeebdcutsche Großgrundbesitz von vornherein 'sei^en ^tArb eiterstnnllicn. üMenubxr so verfahren

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Ans der Heimat.

. * Friedberg, 31. August. Eine ganze Reih« schmerzlicher Verluste, die unsere Stadt u. Umgegend betroffen haben, werden von den Schlachtfeldern gemeldet. Es starben den Heldentod fiii's Vaterland: Hauptmann Schröder, Leutnant E ch m i dt, Leutnant Dr. Becker, Feldwebel Stern, Einj. greiw. Bock, Einj.-Freiw. A l e t t e r. Aus Echzell wird uns der Heldentod des Ulanen Spengler gemeldet, der in einem bayerischen Regiment gedient hat:

Und wenn herbstlich eure Blätter fallen,

'' Tot auch sind sie euch ein köstlich Gut;

Denn verwesend werden eure Kinder

Euer nächsten Frühlingspracht Begründer . , . . .

An den Tod des Leutnants Schmidt knüpft sich »ns eine wehmütige Erinnerung. Er war am Abend des 1. August, je­nes Tages, an dem das deutsche Ultimatum an Rußland gerich­tet wurde. Wir waren im kleinen Nebenzimmer des Wartesaalcs zu Fricdberg zusammen. Leutnant Schmidt saß mit seinem Vater, einem schneidigen älteren Herrn bei uns, beide beseelt von gleicher Tatkraft und gleicher Begeisterung sür's Vaterland. Es wurde g Uhr: immer noch keine Antwort, hangend und bangend in schwebender Pein, das war das Zei­chen der Lage. Da tauchte, wie von ungefähr, das Gerücht auf, cs werde wieder vermittelt und das Ultimatum hinaus- geschobcn. Da erglühte Leutnant Schmidt in edlem Zorn: Sollen wir schon wieder hinter's Licht geführt werden! Nimmt cs denn gar kein Ende. Jetzt müsse» wir losschlagen, in drei Jahren ist's vielleicht zu spät, denn Ruhe gibt» ja doch nicht! Fünf Minuten daraus kam die Botschaft des Kaisers: es wird mobilgcmacht. Begeistert erhob sich Leutnant Schmidt, das Bild eines jungen Helden, und erklärte, er müsse sofort hin­aus zu seiner Kompagnie: ein Blick in's Auge, ein Händedruck. Wir sollten ihn nicht mehr sehen!

* Friedbcrg. 30. Ang. Hcntc kam die Trauerbotschaft daß der Feldwebel Stern, der Sohn des hiesigen Vieh­händlers Abrahani Ster», den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. Noch in der vorigen Woche zeigte uns sein Vater voll Stolzes zwei Feldpostkarten, die er von seinem Sohn erhalten hatte, in denen dieser wohlgemut von seinem Einmarsch in Feindesland berichtet hat. Tränen stand m dabei dem alten Manne in den Augen. Nun liegt sein Sohn zur ewigen Ruhe auf dem Schlachtselde. Möge es seinen Hinterbliebenen ein Trost sein, daß ihm der Sieg bc- schieden wurde, fllr's Vaterland zu sterben.

* Friedbcrg. 31. August. Ab 31. 8. 14 fallen die Schnellzüge 53 FrankfurtBerlin Friedberg an 9.08, ab 9.87 vorm, und 52 BerlinFrankfurt Fricdberg an 5.51, ab 5.52 nachm, auf ei­nige Tage aus.

* Berichtigung. In unserer Depesche vom Samstag ist der Name des deutschen Heerführers nicht richtig ange­geben. Der Sieg wurde unter Generaloberst v. H i n d e n - bürg erfochten und die Schlacht fand auf Her,Linie Gil­gen b u r gOrteisburg statt.

* Fricdberg, 31. Aug. ^Volksdichtung.^ Am Tore des hiesigen Schlosses, in dem bekanntlich vor A Fahren der russische Zar Aufenthalt genommen hatte, tvar heute t in Zettel mit folgendem Inhalt angeschlagen

Hier muß desinfiziert werden!

Es wohnte einst in diesem Haus - Der Obergauner Nikolaus.

Schon damals war er, das ist klar C Der feige Blut- und Lügcnzar.

Doch, liebe Leute, glaubt es mir,

Es ist noch Ungeziefer hier:

Treibt mit Insektenpulver ans , Die Läus und Flöh' vom Nikolaus.

Wohl ist der Gauner heute weit,

Doch bleibt die Lehr' für spät're Zeit:

Sucht wieder einer hier die Ruh:

Er »st Ludwig, sperr die Türe zul

* Ober-Nosbach, 31. August. In der gestrigen Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ober-Rosbach wurde beschlossen, daß jedem Kameraden im Felde 5 Mark als Ehrengabe seinen Angehörigen gestiftet werden soll. Außerdem sollen dem hie­sigen Vorsitzenden des Roten Kreuzes, Herrn Pfarrer Schäfer, 18 Mark überwiesen werden.

* Nieder-Rosbach, 31. August. In geistiger und körperlicher Frische feierte gestern unser Feldschütz Dieter seinen 78. Geburts­tag. Derselbe ist ein alter Kriegsoeteran von 1878-71 und hat im jetzigen Feldzug auch wieder zwei Söhne als Vaterlandsver­teidiger draußen im Felde stehen. Als Eeburtstagswunsch wol­len wir zum Ausdruck bringen, daß derselbe noch lange sein- geistige und körperliche Irische behalten möge, um so seinen Dienst auch fernerhin zur allgemeinen Zuftiedenhcit auszafiil- len. Ferner wünschen wir ihm von Herzen, daß er seinen näch­sten Geburtstag im vollzähligen Kreise seiner Familienangehö­rigen nach siegreichem Feldzuge feiern möge. Das walte Gott!

* Gießen, 28. August. Der Weltkrieg ist aus allen Linien im Sange und wird von allen Seiten mit großer Heftigkeit ge­führt. Freund und Feind ringen um die Siegespalme und die Lose fallen blutig rot. Große Transporte von Verwundeten und Gejangenen befahren die deutsche» Eisenbahnen und gar manchem wird in fremder Erde eine letzte Ruhestätte bereitet. Doch wer den Tod im heil'gcn Kampfe fand, ruht auch in fremder Erde im Vaterland."Heute mir, und morgen Dir, heute rot und morgen tot", das ist feit ewigen Zeiten des Krieges herbes Geschick. Auch unsere hessischen Truppen haben in diesen Tagen schwere Kämpfe mit Bravour bestanden und manche Blüte hat der unerbittlich« Tod am alten Hessenstamm geknickt. Doch darum nicht verzagt, denn wir sind wieder ein­mal in eine Zelt versetzt, woauf des Degens Spitze die Welt

Sorte st

jetzt steht" und in der wieder das alte Dichterwort:Und Ihr nicht das Leben ein, nie wird Euch das Leben gewoo- > fein" in feine volle Berechtigung tritt. Es ist eine harte » wahre Logik, der Friede, den wir wünschen, muß in dem Ule-'" erkämpft werden.Vorwärts" muß für unsere Truppen l Losung sein, wenn wir nicht Gefahr laufen wolle», in oi i. Kampfe unter die Räder zu kommen und zermalmt zu we-> Die Tage werden schon kürzer und b» Abende länger will in der ereignisreichen Zeit jeder am Abend lesen, in der Welt und um unser Vaterland steht. Abonnonier! oes halb für die kommenden Monat- dieNeue Tages; e. tung". Wir bringen alle amtlichen Telegramme über d-e Kriegscreignisse und wer sich unser Blatt Nummer für 4t v. tnci beiseite legt, der hat eine vollständige Kriegschronik, die noch de» Vorzug hat, übersichtlicher zu sei», als jede große 3m- kung, bei der er erst stundenlang suchen kann, bis er die ge­wünschten Notizen findet. Unsere Agenten und alle Postarrs-rl- ten nehmen Bestellungen entgegen.

Hesse».Nassau.

* Wiesbaden. 29. August. Die Verwundeten Transporte wurden am 28. und 27. August fortgesetzt. Am 25. August langte um 18 Uhr ein Transportzug in Wiesbaden an, ebenso am 28 . August vormittags um halb 11 Uhr. Letzterer brachte 458 säst alles Leichtverletzte. Eine zahlreiche Menschenmenge hatte sin, wieder cingesunden aus dem Bahnhofsplatz. Dies wußte ein ein­gestellter des Bahnhossrestaurants auszunutzen zu Gunsten des Roten Kreuzes. Mit einem Sammelknstchcn des Roten Kreu­ze» schritt er an der Menschenmenge entlang. Keiner wollte zurückstehcn und überreich flössen die Gabe». Ein crb.bUchc? Gewicht hatte bald darauf das gelbe Sammelknstchen.

Starkcnburg.

* Darmsladt, 30. August. Zum Glück sind cs nur einzelne

Ers-Hcinungeu, die in ähnlicher Art, wie die vorgestern vor dem Kriegsgericht der 25. Division dahier zur Aburtcilu. u- kommen«, über die wir in unseren Rcichslanden zu klagen ha­ben. Die patriotische Begeisterung hat bewiesen, daß d:r>: tige Elemente im Reichslandc kaum zur Geltung kommen D.: seit dem Mai d. I. in der Oppclschen Fabrik in Rüssclsh:! als Schlosser tätig« H. E. Deville aus Metz, scheint noch an Franzoscnsreundschast zu kränkeln. Er war am 4. Mob > ,

ungstage nach Eroß-Gcrau gereist, um sich dort aus Grund ! ner Kriegsbeordcrung zu stellen. In einer dortige» Wir schaft schimpfte nun Deville in Anwesenheit anderer i'r'in sten über Deutschland und den deutschen Kaiser, der an v. - ganzen Kriege schuld sei, wenn die Deutschen nach Front:, cb kommen, fliegen sie in dir Luft, sie fänden dort keine Wege, Elsaß-Lothringen wird mit Frankreich gehen, alle Lothringer seien derselben Anschauung, wie er usw. Hierüber erfolgte An­zeige. Zu verwundern ist nur, und brachte dies auch der Vor­sitzende des Kriegsgerichts zum Ausdruck, daß man dem Maul- helden nicht alsbald an Ort und Stelle gehörig das Maul stopfte. Der Feigling leugnet heute und behauptet, er habe nur gesagt, daß 98 Prozent der Elsaß-Lothringer französisch sprechen. Er wird aber durch ausreichende Zeugenausio.g r: überführt und zu drei Monaten Eejängnis auf Erund des § 102 des M. St. G. B. verurteilt. Freiwillig gestellt hat sich der 1844 Jahre alte Dragoner Fr. Groß vor» Dragoner Regiment 24 dahier. Die militärische Ordnung scheint ihm schwer zu fallen und hat er aus den wiederholt gegebenen Be­fehl eines Offiziers den Gehorsam verweigert und schließlich einfach erklärt, er habe ja noch keinen Fahneneid geleistet, er gehe wieder nach Hause. Durch 14 Tage strengen Arrest wird ihm der Ernst der Lage beigcbracht. 400 unserer bei Luneitll« und Nancy verwundeten Krieger, die teils aus Bayern, teils aus der Pfalz stammen, kamen vorgestern hier durch: sie wur­den auf der durch die Eroßherzogin im hiesigen Bahnhof -in- gerichteten Erfrischungs- und Verbandsstation gestärkt und so­weit notwendig neu verbunden und dann nach ihrer Heimat besördert. Einige derselben, die schwer verwundet waren, wurden in den hiesigen Lazaretten untcrgebracht.

Frankfurter Wetterbericht.

Voraussage: Ziemlich heiter, trocken, warm, nordöstliche

Winde.

Der

Vtstg der 'Jidirii TWSjtitW

für den

Monat September

kann bei allen Postanstalten und bei unseren Agenten erfolgen.

Trotzdem ein großer Teil unserer Leute zu den Fahnen geeilt ist, und trotz manigsacher Schwierigkeiten ist es uns gelungen dieNeue Tageszeitung"

auf der Höhe zu halten.

Wir halten vollständig Schritt mit den großen Frank­furter Blättern und sind in die Lage versetzt,

Mc neuesten Depeschen iidiii kriegsslhanplnts

am f r ü h e st c » unter allen Zeitungen der ganzen Umgegend zu bringen.

Wir fordern deshalb nicht allein das Land, son auch die Einwohner von Friedberg, die doch auch recht gerne die neuesten Nachrichten durch unsere Sonder­blätter lesen, zum Bezug unserer Zeitung auf.

Verantwortlich sür den politischen und lokalen Teil: Ottv H i r s ch e l, Fricdberg: für den Anzeigenteil: K. Stzß in i d i. Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung", A. G.. Friedbera i. H.