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8» beobachten Gelegenheit haben, verbürgt. Mit vollem Recht hat der Kaiser in diese» lagen vor allem der Tätigkeit unserer Aisenbahnen während der Mobilmachungszeit gedacht. Ich habe selbst zu beobachten Gelegenheit gehabt, wie ein im Dienst ergrauter Lokomotivführer 24 und mehr Stunden hintereinander .arbeitet« und stolz jeder Ablösungrancrbieten ablehnt«. Und Zugführer, Schaffner, ja selbst Gepäckträger taten überall weit mehr als ihre Pflicht und fühlten fich nicht so sehr al» Beamte, sondern mehr als Soldaten. Ebenso die Postbeamten. Und dann die Frauen und Männer, die sich in den Dienst de» Roten Kreuzes und der Bahnhossvcrpslegungsstationen gestellt hatten! Ihr segensreiches Wirken ist nicht nur unseren Truppen, sondern der ganzen Nation zu Gute gekommen. Denn auch aus die reisenden Zivilisten und die Fremden hat sich ihr« Fürsorge erstreckt, und bei allen Reisenden dieser Tage ist es zur unerschütterlichen Ucbcrzeugung geworden: das macht uns kein anderes Land der Welt nach!
Ans der Heimat.
* Arirdberg, 27. STug. Der erste größere Verwundeten- Tran Sport ist heute früh gegen 7 Uhr hier eingetroffen. Es handelte sich um Angehörigen verschiedener Regimenter, die bei Merfaille während der Schlackst bei Ncufchatean verwundet wurden. Meist waren es leicht Verwundete, die den Weg nach den Spitälern zu Fuß antreten konnten. Doch waren auch viele schwerer Verwundete darunter, die auf Vahren getragen oder in Krankenwagen und Autos gefahren werden mußten. Her- vorgehobcn werden muß, das heldenhafte Verhalten dieser Verwundeten, die geradezu dem Verhalten des Heldcnkaiscrs Friedrich entsprechen: lerne leiden ohne zu klagen. Trotz der vielfach schweren Verwundungen wurde kein Schmerzcnsruf laut. Ein Verwundeter, der mit einem Schuß d. das Knie auf der Bahre lag, sagte lächelnd: Ich bin ganz gesund, nur das Knie will nicht. So schmerzvoll der Anblick war, so wirkte er doch erbebend, wie selbst Pfarrer und Lehrer es sich nicht uelunen ließen, die vertvundcten Streiter für das Vaterland auf der Bahre zum Lazarett zu tragen. Lm Schlüsse wurde eine Anzahl verwundeter Franzosen in einem Trupp zum Lazarett im alten Bahnhof gebracht. Eine Menge Zuschauer folgte ihnen, wie das zu denken war. Vielfach wurden sie mit spöttigen Zurufen bedacht. Wir bedauern dicS', wie cs zu tadeln ist, wenn den gefangenen Franzosen mit freundlicher Aufdringlichkeit begegnet wird, gerade so ist das Gegenteil zu verurteilen. Man darf nicht vergessen, daß es sich auch um arnre Menschen handelt, die an dem Schmerz ihrer Wunden arg genug zu tragen hatten, llcbrigcns machten die llniform der französischen Verwundeten im Gegensatz zu der deutschen einen obgeristenen Eindruck.
* Fricdbcrg, 27. August. Auf Ersuchen des kommandierenden Generals des 11. Armeekorps bringen wir nachstehende Veröffentlichung zur Kenntnis: Das stellvertretende Generalkommando erfährt, daß einzelne Personen, namentlich weiblichen Eeichlcchts, sich in taktloser und würdeloser Weise an Kriegs- gejangcne herangedrängt haben. Ein solches Betragen schlägt der Ehre des deutschen Namens ins Gesicht und jst ein Hohn aus die opsersreudige Vaterlandsbcgeisterung, die unterschied», kos alle Kreise unseres Volkes durchglüht. Wohl wollen wir höflich sein gegen den Fremden und mitleidig gegen den verwundeten Feind. Unsere Fürsorge gebührt aber in erster Linie den eigenen Volksgenossen, unseren Kriegern, ihren in der Heimat zurückgelassenen Frauen und Kindern und all den vielen Deutschen, denen der Krieg Sorge und Not brachte. Es müßte eigentlich überflüssig sein, auch nur ein einziges Wort darüber zu verlieren, daß es in dieser ernsten und großen Zeit jedermanns selbstverständliche Pflicht ist, Eitelkeit. Neugierde und Sinnlichkeit vollständig bei sich auszutilgen. Wer das vermag, wird von selbst den richtigen Weg finden, unserem Vaterlande zu dienen. Sollten jedoch wider Erwarten die eben erwähnten peinlichen Vorsälle sich wiederholen, so wird das stellvertretende Generalkommando di- Beteiligten seststellen lasten, um ihre Namen an den Straßenecken bekannt zu machen und der öfsent- lichen Verachtung reiszugeben.
* Friedbrrg. 27. August. Wir erhielten von dem kaiserlichen Banlvorstand, Herrn Fromme, folgende Zuschrift:
Wie bei jedem Privatgeschäft die Eeschäftsstunden, so sind auch bei der Rcichsbank die Dienststunden sestgelegt und müsten der Vorschrift entsprechend genau innegehaltcn werden: ganz besonder» in der jetzigen Zeit, wo die Beamten nach Schluß der Dicnststundcn täglich noch ein großes Arbeitspensum zu bewältigen haben. Die telephonische Anfrage betr. Umwcchslung von Gold (ich habe weder den Namen des Fragenden, noch die Summe, um die es sich handelte, verstanden), gelangte an mich nicht in den Dienfträu- men, sondern in meine Prioatwohnung. Ich habe dem Betreffenden mein Bedauern ausgedrückt, daß ich ihm seinen Wunsch nicht crsüllen könne. Es liegt auch in dem ganzen Dienstbetrieb der Reichsbank, daß nach Abschluß der Bücher und Nachwcisungcn an diesen keinerlei Aendcrungcn mehr porgenommen werden dürfen.
Wir hätten diese Entgegnung ohne weiteren Zusatz gebracht, wenn der Einsender es nicht für angebracht gehalten hätte, einige spöttelnde Zusätze dazu zu machen. Unsere Ansicht ist durch die „Auftlärnng" durchaus nicht geändert worden. Wenn wochenlang von zuständiger Stell- daraus hingewiescn wird, wie werwoll cs für den Staat sei, daß er große Goldbc- stände zur Verfügung habe und ein Bürgoi unterzieht sich au» vaterländischem Pslichtgesühl der Auir°-- alles bei ihm ein- gehende Gold einzubehalten, um die -ummc von 5000 Mark ln Gold gegen Papier cinzutauschcn, so „geht der gesunde Men- schenverstand mit einem Lächeln darüber hinweg", wenn dem Betreffenden seine Absicht einfach deshalb unmöglich gemacht wird, weil es der „Dicnstbetricb" nicht zuläßt. Gerade ,n den Tagen der Gegenwart, wo von unseren deutschen Soldaten ge- radezu übermenschliche, verlangt und get-istet wird, sollten auch die Behörden daran denken. daß man da» kann, was man wirtlich will. Umlomehr. wenn llch um -ine Tat
handelt, die dem Vaterland nutzen sollte. Daßdiefe Ansicht nicht gefordert wurde, geht auch daran, hervor, daß der kaiserlich« -
Bankvorstand den Name» des Fragenden und de» Betrag der Summe nicht verstanden haben will. Wir meinen, daß. es dann wenigstens angrbracht gewesen wäre, danach za fragen. Dem
Betreffenden tut es außerdem herzlich leid, daß er den Herrn Bankvarstand in feiner Prioatwohnung gestört hat, er kann aber mit gutem Eewisten versichern, daß er diese Absicht nicht gehabt hat, sondern die „Reichshankoebensteile" an- gcrusen hat.
” * Friedberg, 27. Aug. Unsere Bemerkungen über di« Notprüfung zweier Russen an der hiesigen Polytechnischen Lehranstalt wurde von der Presse als Beweis dafür abgedruckt, daß der deutsche Michel immer noch nicht erwacht sei. Gestern wird im „Obcrh. Anz." eine Entgegnung versucht, die nach dem schwer verständlichen Deutsch zu urteilen« ebenfalls von einem der hier studierenden Russen hcrrührt. Die lange Ausrede gipfelt in folgenden bandwurmartigen Satz: „Um beurteilen zu können, daß die in Rede stehende Maßnahme in durchaus billiger Weise zu irrsten war, muß man überdies bedenken, daß die Besucher der Polytechnischen Lehranstalt sich nicht, wie wohl die der anderen hiesigen Schulen, nur aus Deutschen oder gar Heften znsammcnsctzen, sondern eben auch aus sehr weit zugereisten Personen, und daß es deshalb eine besonders fühlbare Härte sein würde, wollte man diesen unverschuldeter Weise fiir den Kriegsausbruch die Opfer einer besonderen Reise ans Norwegen, Rn- mäirien, Holland oder auch aus Rußland aufcrlegen." Diese Darlegung bestätigt, was wir getadelt hatten. Während man im Ausland mit den Deutschen Schindlndcr treibt, während man selbst vor dem krassesten Bruche des Völkerrechts nicht zirrückschreckt, gibt cs deutsche Schulbehörden, die den bei uns studierenden Russen die fühlbare Härte ersparen wollen, daß sie eine weite Reise machen müssen. Daß es sich dabei um Juden handeln soll, spielt gar keine Rolle, denn wir führen nicht den Krieg mit „Eonfcftioncn" sondern mit Nationen und als besondere Nation wolle» doch die Juden nach ihrem eigenen Eingeständnis nicht gelten.
• Friebbcrg, 27. August. (Stadtvcrordnetensitzung). Anwesend sind der Bürgermeister, die Beigeordneten und sämtliche Stadwerordncte. Al» einziger Punkt der Tagesordnung steht: „Unterstützung der Angehörigen der Kriegsteilnehmer". Nach den reichsgesctzlichen Bestimmungen erhalten di« Angehörigen bedürftiger Kriegsteilnehmer, denen durch die Einberufung des Ernährers zum Heere die Existenzmöglichkeit genommen ist, vom Reiche eine Unterstützung, welche beträgt: 1) für die Frau monatlich 8 Mark: 2) für jedes Kind unter 11 Jahren monatlich 0 Mark. Seitens des Kreistages ist ein Zuschuß au» Mitteln des Kreises gewährt worden, der für die Frau 3 Mark beträgt. Die Versammlung ist einstimmig der Ansicht, daß für das Land dieser Satz wohl ausreichend sein möge, für die teure Lebenshaltung in den Städten aber nicht ausreichcn werden. Sie beschließt deshalb nach längeren Bcrhandlungen einen Zuschuß zu leisten, der 50 Prozent des Rcichszuschucs beträgt. Eine Kommission, bestehend aus den Beigeordneten Windecker und Damm, Etadtv. Busold, Dictz, Valentin, Loth, Langsdorf, Oppenheimer, Philipp!, fall unter dem Vorsitz des Bürgermeister» die Anträge prüfen. Der Stadt erwächst damit eine große Aus. gäbe und sollen alle verfügbaren Mittel hierzu herangczogen werden. Eine Zentralsammlung soll organisiert und in der Stadt dafür gesammelt werden, damit die bedürftigen Familien gegen Not geschützt bleiben. Di« Unterstützung soll in erster Linie für Miete und Lebensmittel sein, die auch durch gemeinsamen Bezug zugänglich gemacht und ausgegeben werden sollen. Ein weiterer Antrag des Ecwerkschastskartells für die durch die Mobilmachung beschäftigungslos gewordenen Arbeiter Notstandsarbeitcn einzurichten, wird wohlwollend ausgenommen, es kann jedoch erst damit begonnen werden, wenn Mittel hierfiir aufgebracht werden können.
* Friedberg, 27. August. In der katholischen Kirche sand gestern Vormittag um g Uhr der Trauergotterdienst für den verstorbenen Papst Pius X. statt. Der Gottesdienst war von der katholischen Gemeinde überaus stark besucht. Als Vertreter der Behörden waren erschienen Herr Regicrungsrat Herberg für das Großh. Kreisamt und die Herren Bürgermeister Stahl, Ctadtv. F. Damm und Dietz für die städtische Verwaltung. Das Rcquien, das von Mitgliedern der kath. Vereinigung gesungen wurde, celebrierte Psarrer Dr. Praxmarer unter Assistenz der Herren Bcnefiziat Schreiner und Kaplan v. Iun- genfeld. In der Trauerrede wies Herr Psarrer Dr. Praxmarer aus die Bedeutung des verstorbenen Papstes hin, die er sich insbesondere um das innerkirchliche Leben erworben hatte. Die Kirche war mit entsprechender Trauerdeloration versehen. Den Katasalk zierten die Abzeichen der päpstlichen Würde. Bei den Besuchern fand die Ausmerksamkcit der Behörden, die auch den katholischen Schülern der verschiedenen Lehranstalten den Besuch des Gottesdienstes ermöglicht hatten, entsprechende Würdigung.
• Holzhauscn o. d. H., 27. August. Der Pächter der hiesigen Jagd, Herr Ed. Privat, Lcdcrsabrikant in Friedrichsdorf i. T., stistete zu dem hier gegründeten Unterstützungssonds für bedürs- tige Angehörige unserer braven Kämpser in anerkennenswerter Weise 100 Mark. Der edle Spender, der sich in hiesiger Gemeinde allgemeiner Beliebtheit erfreut, darf de» Danies der Betroffenen versichert sein. Wir geben ber Hoffnung Ausdruck, daß diese hochherzige Spende für verschiedene hiesige bemittelte Einwohner die Veranlaftung gibt, ihr Herz und ihre Hand, die sich bisher »och nicht in genügender Weise der allgemeinen Wohltätigkeit angcschloftcn hatten, dem Wähle des Vaterlandes noch weiter zu öffnen.
Heften.Nassau.
* Wiesbaden, 25. August. Vor einiger Zeit etablierte sich in Wiesbaden eine Bank unter der schwungvollen Bezeichnung „Rheinische Bank". Ihr stand als „Banidirektor" ein Herr Sawold vor, der als Hauptgeschäft di« Vermittlung von Darlehn in der «blichen Form übernahm- Da die Dummen nie alle werden, blüht« sei» Geschäft recht gut. Darlehn vermittelte er zwar kein«, strich aber bedeutend« Summe» für Bear- beituna von D»elebnsanträaen ei» Weaen Betrua» in niedre
een Fällen nahm das Gericht den „Bankdirektor" in 10 Monate Gefängnis. Der Handlungsgchülse Laak, der in dem Bankgeschäft tätig war und den Schwindel kannte, kam mit drei Monaten Gefängnis davon.
* Wiesbaden, 25. August. Um die Zugehörigkeit dei verheirateten, in das Heer oder die Marine eiagetroteurn Bediensteten und Arbeiter des Bezirlsvcrbandcs zur Allgemeinen Be- triebskrankcnkafte ausrecht zu erhalten und damit ihren Familienangehörigen die Wohltaten der genannte» Keife während der Dauer des Krieges zu wahren, ist von dem Landcshaupt- mann bestimmt worden, daß für diejenigen verheirateten Bediensteten und Arbeiter, die nur in einem Privatdienstveihäl!- nis zum Bezirksverband stehen und denen aus Grund bcsondrrer Verfügung für die ersten 11 Tag- nach dem Eintritt in das Heer oder in die Marine ihre Dirnstbezügc unverkürzt und für die weitere Dauer des Krieges aber nur die Hülste ii rcr S'ituft- bezöge zu zahlen ist, von den dafür in Betracht kommenden Dienststellen vom Tage des Diensteintritt, in das Heer oder die Marine an zum Zweck der freiwilligen Fortsitzung der Krankenversicherung anstelle des einen Drittels di« vollen Kran- kcnlaftenbeiträge sowie der vierteljährliche Anteil an dem Arzt- Honorar zur Zahlung an die Allgemeine Bctriebskrankcnlaffe aus Mitteln des Bezirksoerbandes anzuweisen ist.
* Wiesbaden, 25. August. Im Kampfe für das Vaterland fiel Landesbankrat Reich, Mitglied des Direktoriums der Raffauiichcn Landesbank in Wiesbaden, Leutnant der Referee im 5. Eroßh. Heft. Infanterieregiment Nr. 168. Landesbanl rat Reich war am 23. April 1880 in Frantfurt a. M Preun gesheim als Sohn des dortige» Hauptlehrcrs geboren und s-i! 1908 an der hicftgen Landcsbank tätig. Er war in ganz Ras sau eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit. I» verjchi,selten gemeinnützigen Vereinen, wie im Nassuuisch« G-w.-rbr- verein war er Direktionsmitglied, auch Mitglied des G-wribr- beförderungs-Ausichuffes für den Regierungsbezirk Wiesbaden.
Starkenburg.
* Darmstadt, 25. Aug. Kriegssreiwillioe löanrii nr.5 Bei dem Ersatz-Bataillon des Leibgarde-Regiments Nr. !!' in Darnistadt eingestellt werden, u. militärisch ans-lodiid > Mannschaften aller Jahrcsklassen können sich melden. . i der Anmeldung sind Militärpapiere mitznbringen. D können auch ehemalige aktive llnterossiziere jedoch r:ir
die noch nach 1898 noch aktiv waren, bis auf weiteres f i rt eingestellt werden.
* Harheim i. Ried, 25. Ang. Be! dem seht.'« Gewitter schlug der Bliß in zwei Scheunen und ftccfic sie in Brand, sodaß sic sofort niedcrbranntcn. Die Leute sind zum Teil versichert.
Neueste und
Der Berichterstatter der „Reuen Freien Prrfte" meldet ne:
dem Hauptquartier, daß das Lustschiss „Schütte-Lanz" nach 13 Fahrtstundcn 1030 Kilometer zurückgelegt hat. Obwohl er dreimal i» feindlichem Feuer war und 25 Schüsse in den Hintere» Gaszellen erhielt, konnten wichtige Beobachtungen «»sge- führt werden. Die Ballonhülle wnrde während der Fahrt pariert. Die Besatzung jst unverletzt. Gewehesi,üsi« durck-sihlu- gen in 2096 Meter Höh« den Blechboden der Gondel nicht. Im Hauptquartier wurden die Lus-schiftcr begeistert empsange» „Schiitte-Lanz" trat seine Rückfahrt über österrrichisches Gebiet an.
Ei» Prioattclegramm der „Franks. Zlg." meldet aus Rom: Aus Antwerpen wird gemeldet: In der »ergangenen Rächt warf ein Zeppelinlnstschifs acht Bombe» aus die Stadt, nach dem Puloerlager zielend. Zwei Häuser wurden zerstört. Es habe sieben Tote und acht Verwundete gegeben.
Der Deutsche Pvmologcn-Vcrci» in Eisenach hat sein ganzes Betriebskapital und sein Vermögen im Betrage von 50 006 Mark für die Versorgung unseres Heeres und unserer Verwundeten hergcgeben. Er läßt in einer ihm zur Vcrsügung gestellten Konservcnsabrik unter Leitung erfahrener Mitglieder de; D. P. V. und deshalb verbürgt einwandfrei, haltbare und schmackhafte Fruchtsäfte und Obstlonscrvcn ansertigcn, die der Heeresverwaltung und den Lazaretten k o st e n l o s geliesert werden. Die Fabrikation ist schon im Betriebe. Für die Verarbeitung und den Versand geeignetes gutes und haltbares Obst und Gemüse, soweit es in einzelnen Bezirken aus gleichviel welchen Gründen nicht zu Dauererzsugnissen verarbeitet werden kann, wolle man dem Deutschen Pomologen-Verein in Eisenach zur Verfügung stellen. Der Verkehrsminister hat aus eine Eingabe des D. P. D. ausdrücklich die bevorzugte schnelle Zusendung des für den genannten Zweck an den Deutschen Po- mologen-Vcrein gesandten Obstes bewilligt. Der Vorstand des Deutschen Pomologen-Verein» in Eisenach ist zu jeder Zeit gern bereit, Auskunft über die Zusendung von Obst und Gemüse und über di« Einrichtung von Sammelstellen zur Vereinigung kleinerer Sendungen für die Verarbeitung durch den D. P. V. und Bescheinigungen sür den beschleunigten Versand als Kriegsgut zu erteilen.
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst in der Stadtkirche.
Freitag, den 28. August, abends 8>/i Uhr: Kriegsb ttand-chi Herr Pfarrer Klcberger. — Anschließend Beicht- und hl. Abendmahl.
Frankfurter Weiierbericht.
Voraussage: Wolkig, zeitweise Niederschläge, keine Tcmpe- raiurveränderung, südwestliche Winde.
Verantwortlich sür den'politischen und lokalen Teil: Otto H i r f ch - l. Friedberg: sür den Anzeigenteil: «.Schmidt. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tages,e,tun, .
«. G.. Friedberg i. H.
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