'9Jr. 188 Neue Tageszeitung. Dienstag, den SS. August 1914 Seite 2
Die rulßlchtn (6ffangnicn.
beteiligten Trirppen ist es unmöglich, täglich die Lage der Armeen zu schildern. (Ahal (Wolfs-Bureau.) Bis zur stecndigung der Operationen in diesen Gegenden werden ins einzelne gehende Berichte nicht veröffentlicht.)
(fin lUori fibrr die tolhrinlm Sdjlndjt.
Von Feldmarschall Frhr. v. d. E o I tz.
Berlin, 23. August. Im „Tag" führt heute morgen Feld- narschall Frhr. v. d. Eoltz u. a. aus:
Die graste französische Ossenstoe »ach Lothringen schon in -icscn erste» Kriegslagen war unerwartet. Als Franlreich in re» 78er Jahren des vorige» Jahrhunderls begann, seine Ostgrenze durch einen Festungs- und Fortgürtcl zu schützen, ge- jchah cs zum Zwecke der reinen Verteidigung. An der starken befestigte» Linie sollte Deutschlands Ungestüm sich verbluten. Später tritt die Absicht hinzu, über die erschöpften Angreifer herzusallcn und ihnen den Garaus zu machen. Allmählich stieg aas Selbstgefühl der 1878-71 besiegten Armee mehr und mehr, sie fotzte die Ossensive wieder ins Auge, die ehedem zu des grasten korsischen Eroberers Zeiten das Mittel zum Siege für Frankreich gewesen war. Seit Jahren schon hat dieser Ge banke, der jedem tüchtigen Soldaten ans der Seele gesprochen ist, die Oberhand gewonnen. Die grasten Forlschrilie der fränkischen Flieger sollten die Aussiihrung b. ":s iördern, die Mcderberufung des dritten Jahrgangs i ‘ T 'wen die
hinreichend starken und stets schlagscrtig.n ld»..el dazu vorbe- leiten.
Aus kräftigen Gegenangrifs der Franzosen wurde bei UNS rlso gerechnet: allein manche Vorteile der festen Grenzlinie leuchteten doch zu sehr, als dast man dum Hanse aus auf ihre Benutzung verzichten durfte. Deshalb neigte man bei uns dazu, die Ossensive aus derselben heraus auf einen etwas späts- len Termin zu verlegen, wo wir zum Mindesten schon mit einem Teil unserer Kräfte vor den französischen Werken gebun- len wären.
Ein besonderer Grund must das frühe Heraustreten veran- lastt, vielleicht erzwungen haben. Einstweilen läht er sich freilich nur aus der Betrachtung der allgemeinen Lage vermuten. Alte Schlachtenschilderungcn erzählen uns davon, dast die Feldherren, die einen ihrer Flügel bedroht sahen, verfügbare Hec- resmassen von anderen dorthin warfen, um den Kamps wieder herzustcllen. Das ist ein fcsielndcs Bild, aber in der Wirklichkeit heute unmöglich. Die Zahlen sind dazu viel zu sehr angeschwollen, die Räume haben sich gar zu weit gedehnt. Es gibt nur noch zwei Arten, einem bedrohten Flügel zu helfen, entweder durch von rückwärts oder seitwärts herangesührte Verstärkungen oder durch die Gegenoffensive des anderen nicht bedrohten Flügels. Sic bildet die kühnere und meist wirksamere Art.
Es steigt daher die Vermutung auf, dast der frühzeitige Einbruch in Lothringen „mit starken Kräften" im Interesse des linken, im sranzösisch-elsässtschen Grenzgebiet kämpfenden Flügels geschah. Cie läht den Rückschluß zu, dast es auch dort für die Franzosen nicht günstig stehe, und es dämmert für uns die Hoffnung, bald auch von daher gute Nachrichten zu erhalten.
|üüö frniuäfiidic GtfllNßknr mähten.
Dem Feldpostbriefe eines auf einem »rosten Bahnhofe im Kesten im Sanitätsdienste tätigen Schlesiers entnimmt die „Schles. Ztg." folgendes:
......Wir haben diese Nacht, noei 12. bis 13., 763 Gefangene und zwei Osfiziere, darunter etwa hundert Verwundete, hier gehabt, aus Frankreich, ganz genau dieselbe Uniform wie 1878, nicht ein einziger feldgrauer Rock, alles rote Hosen, rote Käppis, bunt bis dort hinaus und unglaublich verwahrlost, blost Artillerie hatte blau. Wir haben Artillerie, Infanterie und Kavallerie gesehen. Wenn die „Grande Ration" so ausschaut, wo das noch Truppen des Clitekorps, des 7. Korps
waren? --- Ich habe während des Verbändenachjehens
viel mit den Leuten Französisch gesprcchen, alle voller Wut über ihre Krregspartei, sie wellten keinen Krieg: olles in Wut gegen die Russen, die ihnen die Suppe eingrbrockt hätten. Unsere Truppen sähen sie immer erst, wenn sie schon 38 Meter heran sind und im Laufschritt „Hurra" rufen. Selbst mit dem Feldstecher wären sie nicht zu erkennen, nech dazu, wenn die Uniformen grau vom Strastenstaub seien. Die Leute sage», sie stünden solchen Truppen wehrlos wie die Schlachitierc („betcs a tuer") gegenüber. Ihre Mobilmachung fei noch lange nicht fertig!! Die Truppen würden an die Grenze geworfen, so wie sie nur halbwegs beieinander feien, der Train funktioniere noch gar nicht. Die Leute, die von Bel fort kamen, haben erst bei den Unfcrigen sich tüchtig satt gegcsien. Einer sagte mir! Ob Frankreich siegt oder verliert, es ist ruiniert, cs ist Wahnsinn, einen Krieg für russische Diebe zu führen. Sie wollten ieher als Kulturnation ihren Friede» haben, und ob cs nicht besser sei. Deutschland und Frankreich härten ein Biindnis, statt Frankreich mit Rustland, Einem Mann vom 48, französischen Jnkanlerie-Regiment. den wir als zu schwer verletzt (Bauch- schust von Huste zu Hüfte) hicrbchaltcn mutzte», haben sie am Montag schon!! 3 Kilometer (!!) vor Belsort verwundet. Im albzemeinen sind es hauptfcchljch Kopf und Stichwunden gewesen. was wir zu sehen bekamen in den Waggons. Die müssen ichö» aneinandci gewesen sein. Die Leute sind dann nach Wesel weiter transportiert worden.". . , .
Aus Stuttgart wird geschrieben:
Ein Unlerossizier von einen, hier clngelrossenen Transport von 388 bis 488 französischen Gesungenen von, 78, Infanterie Rcgimenl in Roney er,zählte über feine Erlebnisse in den Kämpft:: d.i Metz: „Wir waren ein Regiment von ungefähr >80, Tann. Jnneiholb zweier Stunden blieben nur die in Stutl,'-.:! Eiugetrcsscnen übrig. Unsere Lssizierc haben sich kläglich benommen. Sobald sie sähe!,, dast wir nicht Herr wer »en kennten, flüchteten sie und liegen »ns liöglich im Stich: wir fielen alsdann den Deutschen in die Hände, Seit zwei Tagen hatten wir nichts z» essen " Viele der O. fangen»» fragen, wo sie sich eigentlich befinden. Sie glaubte» i» Berlin zu fein, und konnten nicht begreifen, dast sie sich in Süddeuifch land befinden. Sie sind zumeist Reservisten deren Familien sich zu Hause in »rosten, Elend bciinde».
Danzig, 22, August, Die 8888 rujstfchen Kriegsgefangenen, die in dem Gefecht bei Stallupönen am Montag von unseren Truppen gefangen genonrmen wurden, sind gestern und hente in drei Sonderzügen nach bammerstein befördert worden. Hier waren bereits einige hundert bei früheren Gefechten in Gefangenschaft geratene Rüsten untcrgebracht. Die Gefangenen sollen zur Lehmbcfeftrguiig des sehr fandreiche» Ucb- ungsplatzes Verwendung finden. Dir für ihre Unterbringung erforderlichen Hrl'baracken haben die Rüsten selbst aufzubaucn. es wirb ihnen nur das zuzcrichtete Bauholz zur Stelle ange fahren,
Der Lieg bei Leschriiha.
lieber den anderen grosten Erfolg unserer Verbündeten, den glücklichen llebergang über die D r i n a und den großen Sieg, den die Kämpfe um L e s ch n i tz a der österreichifch-unga- rifchcn Armee gebracht haben, wird dem „Tag" geschrieben: Nicht in dem Umstande, dast er gegen die besten serbischen Truppcn, die Drina- und Schnma-Division erfochten wurde, liegt die gewaltige Bedeutung dieses Sieges: dast kroatifche
Regimenter, Leute von der serbischen Grenze, deren Sprache von der serbischen sich laum mehr uniccscheidet, als bayerischer von schwäbischem Dialekt, dast cs also Südslawcm waren, dir den Serben die festen Stellungen im Sturm nahmen, ist das Bedeutungsvollste, Im Kanonendonner ist also auch das pan- flawistifche Gespenst niedergebrochcn. In jnhrclangcr Wühlarbeit wurde dem russischen und serbische» Volk eingcredet, die slawischen Provinzen des österreichischen Südens warteten nur auf den Moment der Kriegserklärung, um sich wie ein Mann zu erheben und die serbischen Besrcier mit Jubel zu begrüßen. Nun haben ihnen die Kroaten, die Leute, mit denen sie über Save und Donau im Frieden tagtäglich verkehrten, die eisernen Beweise vom Gegenteil gegeben. Die Bulgaren und Rumänen, Türken und Griechen horchen auf: ihre Anschauungen von der Ohnmacht des von inneren Zwistigkeiten zerrissenen Kaiserstaates geraten ins Wanten. — Ein falscher Traum ist zusam- inengrschostcn worden, der wie ein Alp auf Europa lastete, ein Hirngespinst aujgeblasener Toren, Die vermeintliche slawische Solidarität ist wie eine Seifenblase zerstoben.
Die wackeren Bosniaken.
Budapest, 23. August. Major Meißl, der am 18. Aug. als Bataillonskommandant einen heldenmütigen Bajonettangriff gegen den Feind anführte, und deswegen zum Oberstleutnant befördert worden ist, traf hier als Verwundeter ein. Er berichtet folgendes: Zwei bosnische Bataillone zeigten eine
ganz besondere Tapferkeit. Der Schrapnellregcn, mit dem sie empfangen wurden, hat ihren Mut eher angescuert als abgeschwächt. Sie haben sich herrlich geschlagen und dieser Tag bildet ein unvergängliches Ruhmesblatt in der Geschichte dieses bosnischen Regiments. Major Meist! erwähnte besonder» de» rührenden Empsang, der dem Berwundctenzug in der von ungarländlichen Serben bewohnten Stadt Neusatz bereitet worden sei. Eine große Menge habe lebhafte Kundgebungen veranstaltet nud sei nicht müde geworden, die Verwundeten mit Liebesgaben und Erfrischungen zu bedenken.
frnniilngcnfeorpe grgrn Rußland.
Amsterdam, 23. August. Der Nieuwe Rotterdamsche Eou- rant" meldet nach der „Gazeta Wieczowna": „Die Bauern der Umgegend von Tschenstochau bilden Freiwilligen- korps, um gegen Rußland zu kämpfen. Auf dies« Weise verlieren die großen Ziffern des russischen Heeres, auf die Rußland jo stolz ist, an Bedeutung, da Bevölkerungsicilc des russischen Gebietes sich gegen Rußland wenden."
Dir ßWmilhtt yrarn dir Raffen.
Wien, 21. August. Die Abendblätter bringen aussührlichc Schilderungen von de» Berwundcicn aus den Eesechtcn aus dem nördlichen Kriegsschauplatz, aus denen übereinstimmend hervorgcht, dast die österreichisch-ungarischen Truppen sehr überlegene Streilkräste nach einem äustcrst wirksamen Ge- scckii z»m Wanken brachten und zu meist überstürzter Flucht zwangen. Wie die Verwundeten erzählen, zeigen die Kosaken nu: dann, wenn sie sich ihrer Ucbcrmacht bewußt sind, Angrisks- lusi, geraten aber, besonders vor dem Feuer-der Maschinengewehre, rasch in Unordnung, di: gewöhnlich in dcrouteartige Flucht ausartet,
(Ofümrid). (Frfolgf an hr nilßjihku (Grcnif.
Lemberg, 24. August, Gestern nachmittag traf wieder ein Transport rusiischer Gcsangenci ein, bestehend aus 28 Offizieren und 388 Dragonern, ferner sechs Maschinengewehre, 6 Feldküche» und ferner zahlreiche Magen mit Rüstzeug, Sätteln, Gewehren, usw„ die bei Turyuka erobert worden sind. Die russischen Generale Wanuowsly und Jivanowo sind ihren Wundei. erlegen.
Der Kampf bei Bifcgrad.
C e r a j e m o , 23. August. Rach den Erzählungen hier ein getrosscner Verwundeter wurden die gemeldeten, für uns sieg reichen Kämpfe hei Bisegrad mit großer Hartnäckigteit »nd Erbitterung geführt. Unsere Truppe», die heldenmütig »iid mit bewundernswerter Bravour sich schlage», brachten dem Feinde enorme Verluste bei. Aus dem Umstande/ dast in den Schützengräben allein 388 Tote gesundei, wurde», kann man schließen, daß die Verlustzahl auf serbischer Seile überaus grost ge.vcicn ist. Daß auch unsererseits namhaste Verluste vorhanden sind, ist vor allein der Tolltühiiheit »iid der Todesverachtung znznschreiben, mit welcher sich unsere Truppen auf den F:!»d warft». Die Ossiziere versichern, dast unsere Truppen einfach nicht jii halten sind, und dost der Sturm mit dem Basa nett ihnen die liebst« Kampsart ist.
Das Kttgtfchl in dtt Adria.
Wien, 24 August, Im Anschluß an di- Mitteilungen des
.Wiener Eorr.-Bur." über den Kreuzer „Zenla" wird der
„Corrcsp, Wilhelm" privat mitgeteilt: Vom Seist« Tegcllhos- bejeelt, wagte es diese Richschale, sich im osfenen Meere Mil vielleicht fünszigsacher Übermacht in einen Kampf rinzulasien, bestrebt, dem Feurd, auch Heu sicheren Untergang vor Augen, möglichst viel Schaden znznfügen. Dies scheint dem kleinen Kreuzer und seiner heldenhaften Besatzung gelungen zu sein. Die französischen Schiss- erlitten diirch die wackere „Zenta" Schaden, wenn sich auch dessen Größe nicht einmal annähernd bestimmen läßt. Etwa 158 Man», welche sich an die montenegrinische Küste retteten, werden wohl in Montenegro Ittcgsgc sangen sein. Auch die ftanzösische» Schlachtschisse werden wohl eine» Teil der Bemannung der „Zenta" gerettet haben. Rach internationalem llebercintommen müssen die Rainen der Ge retteten unserer Marine bald belannlgegebcn werden. Diele iii der Geschichte unserer Flotte unvergängliche Tat zeigt, vo" welchem Geiste die Marine beseelt ist.
Rklgrad rinr riMändia bffrfiigtr StaM.
Wien, 24. A»g. (W. B.) Wie die „Südslawische Korrespondenz" aus Sofia meldet, hat Prinz Georg von Ser- bien das Kommando über die serbischen Truppen in Bel- grad übernommen. Er läßt die beim Beginn d.'s ilri: .es begonnenen Befestigungsarbeiten in der Stadt, namentlich auf der Landseite, fortfctzcn. Damit erledigen sich dft ro» russischer Seite aufgestelltcii Behauptungen von der angeb- lichen Ungeschütztheit Belgrads, das heute als. vollst i st >r befestigte Stadt anzuschen ist und auch als solche behänd.'lt werden bann.
Englands vmat an brr roriOrn Ra6k.
Wie», 21. August. Dar „Frerndenblatt" schreibt zu dem Ultimatum Japans:
„Japan ist in die Reihe der Gegner Deutschlands getreten. Damit.hat ftch ein Ereignis vollzogen, welches in Zukunft für England weit gefährlicher werden wird, als es ln der Gegenwart für Deutschland ist. Bisher war es die weiße Raste, welche in Asien den Gang der Ereigniste bestimmte. Jetzt ist cs England, welches — selbst mehr als 388 Millionen asiatischer Untertanen besitzend — dem ehrgeizigsten kriegstüchtigstcn afiattschen Volke Gelegenheit gibt, in einem rein europäischen Konflikt eine Rolle zu spielen. England stärkt die Position Japans in Ostafien, vettcnnt die eigenen wichtigsten Jntereffen und legt, um momentane Rachsucht m befriedigen, de» Grund zu künftigen schweren Sorgen."
Amerikas Entrüstung.
Wien, 21. August. Ein amerikanischer Diplomat, der lv Wien durchreiste, äußert« sich den „Franks. Rachr." zufolge: Das Vorgehen Englands und Japans gegen Deutschland ist souk play Er wird in Amerika wie «ine« Bombe wirken ». einen Aufschrei der Empörung auslösen, dast England die gelbe Raste auf das germanische Reich hetzt und der gelben Gefahr di« Tür öffnet. Mau werde in Washington die not! gen Konsequenzen ziehen müsten.
ffin AmMim über DenWand.
Henry White, früherer amerikanischer Botschafter in Berlin, änsterte sich in Berlin in folgender Weise über Deutschland: Mit auftichtiger. Bewunderung spricht der Botschafter
von dem Eindruck, den da» geeinte Deutschland in diesen ersten Kriegslagen auf ihn gemacht hat. „Es.find unvergeßliche Ein drücke von der sittliche» Große des deutschen Volkes", sagt Henry White, „die ich mit mir nach Hause nehme. Ich bedauere cs, dast ich Berlin verlasten must, da» uns Amerikanern in diesen Tagen so viele Beweise hilfsbereiter Sympathien gegeben hat Ich glaube, nirgends in Europa ist man heute so geborgen wie hier in dieser Stadt, die trotz der Schwere der Zeit nichts von ihrer ruhigen Sicherheit verloren hat, die so wohl verprovian tiert, so geordnet und sauber ist wie sonst in Friedenstagen. Aber ich meine, dast wir Fremden dennoch nicht dar Recht ha den, die uns so srcundlich gebotene Eastsicundschast Berlins allzusehr in Anspruch zu nehmen, Deutschland noch mit der Sorge für uns zu belasten. Das ist für viele Amerikaner eines bei Hauptinomcnte, das sic bestimmt, nach den Bereinigten Staaten zurückzukchren. Jedenfalls dürfen Sie sicher sein, an allen Amerikanern, die Deutschland kennen, Freunde zu ha ben, eine» der besten an unserem Berliner Botschafter Gerord. Alle diese Amerikaner, die jetzt heimkehren, werden aber zugleich in wirksamster Weise die salschen Nachrichten widerlegen, die jetzt von anderen Seiten über Deutschland verbreitet wer. den. Auch ich werde Gelegenheit haben, darüber in Washing ton z» sprechen, obwohl ich glaube, daß sich die Wahrheit schließlich immer durchsetzt und die Welt heute schon weist, wer bei Lüttich und Mülhausen siegreich geblieben ist. Es wird immer ein übles Ding bleiben, zu prophezeien. Aber wer den heiligen Ernst und den ehernen Willen gesehen hat, mit dem ganz Deutschland seine Pflicht gegen das Vaterland auf sich genommen, wer die wunderbare Organisation bewundern lonnte, die sich die Deutschen in ihrem Heer nud ihrer Flotte geschassen, der kann nicht glauben, dast fi« überwunden werden können."
Ein englischer Schurkenstreich.
Tie Engländer geben immer neue Beweise von ihrer „Ehrenhaftigkeit". Jetzt wird der „Deutschen Lagesztg.' n»<- ficfcrer Quelle bericküet, dast auf Beranlasfung des Chefs der britische»' Marinemission in der Türke:, des „tapferen Admirals Liurpus, a»f allen tiirfifctjcn Kriegsschiffen absichtlich »nd in aller Heimlichkeit eine Beschädigung ein De feit, verursacht worden ist. Der Zweck dieses echt englisch'» Streiches war, die türkische Flotte in dem Augenblick, wo sie ! in einen Krieg, fei es gegen Griechenland oder gegen Rnst- ! land, ins Feld zn ziehen sich anschickt, plötzlich und unerwar l tot lohnt z» legen. Nun hat man in Konstantinopel de» Tatbestand festgeslcllt. Man hat die absichtlichen Besch idig- nngcn in den Schiffen »nd ihrer Aruiiernng gefunden. In kurzer Zeit werden sie bcieitiai iei». Ebenso wenia dsirf.


