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Zwölf Kriegserklärungen.

Die Kriegsettlärung Aegyptens an Deutschland war die toSIfte Kriegserklärung des gegenwärtigen europäischen Krie- I«S, Die chronologische Reihenfolge lautet:

28. Juli: Kriegserklärung Oesterreich-Ungar» an Serbien.

I. August: Kriegserklärung Deutschlands an Rust-

lau d.

3. August: Kriegserklärung Deutschlands an Frank- e ich.

4. August: Kriegserklärung Deutschlands an Bel­len.

4. August: Kriegserklärung Englands an Deutsch -

and.

6. August: Kriegserklärung Oesterreich-Ungarns

!N Rußland.

5. August: Kriegserklärung Montenegros an Oester- eich-llngarn.

8. August: Kriegserklärung Serbiens an Deutsch -

a n d.

II. August: Kriegserklärung Montenegros an

Deutschland.

13. August: Kriegserklärung Frankreichs an Ocstcr- reich-llngarn.

13. August: Kriegserklärung Englands an Ocster-

: ei ch - lln g ar n.

14. August: Kriegserklärung Aegyptens an Deutsch­land.

Als dreizehnte wird die Kriegserklärung Japans an Deutschland kommen.

(Fortsetzung folgt,.

Venerallentunnt v. Mazenapp f.

Berlin, 17. August. Der frühere Kommandeur der Schutztruppen Eeneralleurnant z. D. Georg v. Glase- n a p p ist am Samstag in Potsdam im Alter von 57 Jahren an Blinddarmentzündung gestorben.

Mit ihm ist ein Offizier dahingegangen, der sich in ver­miedenen hervorragenden Stellungen in Krieg und Frieden ortrefflich bewährt hat. Auch in der jetzigen schweren Zeit var er dem Ruse seiner Majestät des Kaisers und Königs wir­rer gefolgt und an die Spitze einer Landwehrbrigade gestellt worden. Mit den Kämpfen in China und Südwestafrika ist eine Name unauslöschlich verknüpft. Wir haben die Laufbahn und die reichen Berdienste des Dahingeschiedcnen gewürdigt, rls er vor einiger Zeit von seinem Posten an der Spitze der ilchutztrnppen zurücktrat. Wir können deshalb heute nur noch rem schmerzlichen Bedauern Ausdruck geben, dast ein so er­probter und vornehm gesinnter Ossizier UNS völlig entrissen norden ist, che er Gelegenheit fand, in diesem großen Kriege >em Vaterland noch weitere Dienste zu leisten.

fjiniiditiiu« non Hetzt!» in ßssimn.

DieSüdslawische Korresopndenz" meldet aus Serajewo: Auf Befehl des Militärkommandos werden in den auf den bosnischen Linien verkehrenden Militärzügen Geiseln mitgeführt, die mit eigener Person für die Sicherheit des Zuges z» garantieren haben. In der Nähe von Rudanka wurde nun auf einen passierenden Zug geschaffen. Darauf­hin wurde die im Zuge befindliche Geisel Todor Rijic aus Kivakar bei Bosnisch Brod sofort standrechtlich hingerichtet. Der serbische Pope Petrovir aus Oseeani, Bezirk Eraca- nica, der als Geisel gestellt worden war, unternahm einen Fluchtversuch. Er wurde von der Patrouille erschossen.

Wie bekannt, haben die Deutschen in dem vorigen Kriege legen Frankreich auch wiederholt die Stellung von Geiseln an- :eordnet, um namentlich deutsche Militärzüge und sonstige Transporte zu sichern, oder auch zu verhindern, daß die Be- lölkerung verdächtiger Ortschaften den Bandcnkrieg gegen un- ere Soldaten eröffnete oder fortsetztc. Es ist wohl selbstver- ändlich, daß wir diesmal in weitestem Ilmfange zu dem glei- len Mittel greifen, da wir nach den bisherigen Vorgängen nelleicht noch mehr als 1878 mit heimtückischen und meuchleri- hen Angriffen auf unser Heer zu rechnen haben. Der feige nd sil,mähliche Krieg aus dem Hinterhalte gegen unsere ritter- .chen Truppe» muß und wird mit unerbittlicher Energie nie- ergetreien werden.

Rumänen und Rngc.ru.

Budapest, 20. Aug. Ter riin-siiüschr Bischof von (Saran- 'bcö, Miron Cristcc, hat ansäsilich des (tzedurtstageö des köirrgs ein Galaüiner gcgceeu, das sich zu einer politisch stchentnngsvollen Tenwnsrraliou gestaltet.'. Ter Bi'chvi '.gtc, das das Nummientum in den heniigen schweren Tagen n treuer Brüderlichkeit neben den, Ung.irntiuu sich:, waS sicht um: den rumänischen iisitfichleu. fanden', auch deren Interessen am besten entspricht. Eine Sttederlage der Mo- .rrchie wurde die Ternichtnug dc-o gesandten AnrnnneniuniK, sicht nur Ungarns, bedeuten, li: bitte jenie Seelsorger, e möchten mit garrzem Strebe» de.»och trwcht.-n, die Bater- andAiebe der rnmanisch sprechende» Bevölkerung zu pe» iindc» und sie zu pflegen, sowie in rmeniwegier Treue gegen "n Staat brüderlich znsa>»»ne»z!'.i»iten.

Tie Rede des Bischofs wvrde Non d-'.i au'.eesende» si.-ch. 'den. zivilen und inilichrischen iTrirdeninigern mit sliir- urschenr Beifast anfgenownwn. t!, :t £ -n Amvefend-on umr- -nt die nngorische Rationalhymne und das minmnifche Ra- -ooallied gezüngen.

D» Bfiirr iigtlttichi'chtt Spot!.

Mährifch - OftIau , 20. Ang. DieOosterr-ichijch- Mor- lenzet.uug" nreidet aus P r z m , s i: An der Grenze spielen >ch iägk'ch kleinere »nd größere Zwischenfälle ab. die beweise», »atz »ie Bepecsierung und Schneidigkoi» nuserer Truppe» gera -ezu unglaublich ist. Da, Abjauge u ruisischer Ss = »all»,i st en »chreibt unsere Grenzwache beinahe schon olo öWMtz 8» da ei» .-e>i»r» »rne an« »eil Reite,» Ifiwb. »i*

österreichisch« Ulanen Patrouille einen Zusammenstoß mit pkä^-

ltch austauchenden russischen Dragonern. Der Ulanonossizi« kommantiert« zur Attacke, woraus die Ruffen ihr« Lanzen and Kappen im Stiche liehe» und Reißaus nahmen. Bei der Ver­folgung begegnete unseren Ulanen ein« ganz« Eskadron russi­scher Dragoner, doch ergrist auch dies« die Flucht, so daß eine ganze russische Eskadron von unseren zwölf Ulanen zurückgv- schlagcn wurde. Die Ruffen verloren sechs Mann, die unstigen erbeuteten fünf Pferde und ein« große Anzahl Lanzen.

(fine Afu rrnna des Admirals n. ßusrr.

Berlin, 18. August. Admiral z. D .v. Knarr, der an Jahren uu» Dienstatter älteste Seeoffizier unserer Marine, der schon im Kriege 1870-71 unsere Flotte durch den Sieg bei

Havanna zu Ehren brachte, schreibt derTäglichen Rundsch.":

Es gilt in diese» Tagen, vor den entscheidendeu Zusam­menstößen unserer Heere mit dem Feinde an der Westgrenze die drückende Ungeduld in eigener Brust mit würdiger Ruhe und festem Vertrauen aus den endlichen Sieg unserer gerechten Sache zu dämpfen: wie für die Unternehmungen ju Lande, so auch für die auf den Meeren! Die englische Flotte wird, wenn die englische sogenannt« Erpeditronsarmee unter ihrein Schutze auf französischem Boden gelandet worden ist, wohl nicht lange zö­gern, an der deutschen Nordscelüste zu erscheinen. Damit ist erst der Beginn für die llnternehmungcu auf dem Wasser ge­geben. Das deutsch« Volt mag sich aber d-ffen versichert halten, daß deutsche Tatkraft und Opscrwilligkeit Herz und Seele un­serer Schisfsbesatzung erfülle», daß sie, auch erdrückender Ueber- macht gegenüber, immer und überall ihre Schuldigkeit tun und zu sterben wissen wird. Darum: Ausgcschaut und Gott vertraut!

Deutsch Mitich.

Amsterdam, 18. Ang. Die Amsterdamer ZeitungHan- dolsblad" meldet aus Lüttich, daß dort das deutsche Militär mit großer Energie die Verwaltung in di« Hände nimmt. Die Halländer werden mit besonderer Freundlichkett be­handelt, zum Beispiel von Einqaurticrungen befreit. Dar Eisenwerk Smulüers und andere Fabriken beginnen wieder zu arbeiten: die Eockerill-Werle find in deutschen Händen und zwar unter der Leitung von Oberst Keppel, dem deutschen Kommiffar der Lütticher Weltausstellung 1805. Eine Prokla­mation, die an den Fabriken angeschlagen ist, besagt, daß die Arbeiter während des Ktteges 50 Prozent Lohnerhöhung er­halten sollen.

In Brüssel und Antwerpen herrscht eine sehr ge­drückte Stimmung wegen der großen Schlacht, die man er­wartet. In Brüssel sind die Straßen wie ausgestorben: alle

Gastwirtschaften werden um 10 Ahr abends geschloffen.

KclMe Mor)bubcn im Kloster.

Die tierisch» Mordlust des belgischen Pöbels hat selbst vor den Toren des Klosters nicht Halt gemacht, was schließlich nicht zu verwundern ist, wenn man weiß, daß die belgische Regie­rung selber mit der unerbittlichen Ausweisung harmloser deut­scher Ordensschwestern, die sich zu jedem Liebesdienst bereit erklärt hatten, »orangegangen war. Der Pöbel ist jetzt einen Schritt weiter gegangen und hat auch die eigenen Orden sleute nicht verschont. In einem Trappistenstoster bei Lüttich drang, wie derKölner Zeitung" von Augenzeugen berichtet wird, eine Bande ein und tötete zwanzig Klosterbrüder und einen Pater. Schließlich legten die Lebte Feuer an da» Kloster an Als die 500 Jnsirffen, die das Gelübde unbeding­ten Schweigens abgelegt haben, sich nicht mehr zu retten wuß­ten, telephonierten sie in die Stadt, woraus sofort deutsche Truppen in acht Automobilen herbeieilten. Unter ihrem Schutz konnten 350 der Klosterbrüder mit ihren wertvollen Schätzen über die deutsche Grenze flüchten. Hier brachen die Leute vollständig zusammen. Eie wurden während der Nacht von deutschen Soldaten bewacht und konnte» dann ihren Marsch sortsetzen.

(fin ßrirf ßiörn Drolons.

Kristiania, 18. August. Bjön Björnson, der Sohn des Dichters Björnstjerne Björnso», veröffentlicht imMorgenbla- det" einen Brief, der mit starkem Ecvcchtigkeitssinn sllr die deutsche Sache eintcitt. Björnson sagt:

Wenn man von dem russischen Doppelspiel liest, dann be­greift man Deutschlands unermeßlichen Zorn über die gebro­chenen ruffffchen Ehrenworte und die Friedcnstclegramme des Zaren. Der Zorn über Rußlands heimtückisches Vorgehen war unbeschreiblich. Die Deutschen fühlten, daß der Kampf gegen Rußland ein heiliger Krieg ist."

Björnson schildort ferner mit Bewunderung das Funktio- nieren des deutschen Militärapparatcs. Dieses Nubrikwesen, das so kalt und unpersönlich gewirkt hätte, sei in diesen Tagen genial geworden. Die einmütige Stimme dc^ Volkes gibt Björnson mit folgenden Worten wieder:

Alle, die in den Krieg müffen, strahlen vor Begeisterung. Ich habe unter Touseudcn hier keine einzige Ausnahme ge­sehen. Alle marschieren in iakis^ter Disziplin, glücklich im festen Glaube» auf Deutschlands gute Sache, zu den Grenzen. Ich sprach mit den verschiedensten Menschen, sie sind alle zusam­men gleich, Arbeiter nnd Mittelstand. Es besteht kein Unter­schied mehr, »nd bei jedem neuen Feind, der sich tagtäglich mel­det. werüeii sie nur noch sicherer »nd fester in der Kampfeslust. Bei den Zurücibleibenden besteht derselbe Eindruck. Es herrscht keine Verzweiflung, sondern imponierende Ruhe. Das ist das große Bolk, so gehen sie in diesen Krieg, einen der größten der Weltgeschichte, den je ein Volk aus einmal dnrchzukämpscn hatte."

&\n nuiüor-j ZoldatkiiMchkii Droirr örilirrf Jungen.

Aus Gollub an der mestpreußisch russischen Grenze wird ge­meldet: Den dreien, einem Gesrette» und zwei Kameraden

eine, Kavallerieregimenis, war da, Worten auf den Feind etwas langivcili» geworden und deshalb waaien H» strh ein«

Abends bei einem Patrouillentttt weite« in das jeiadlich.. Ge diel hinein, als ihre Jnstruktton cs ihnen vorjchiieb. Dabei kamen sie an ein erst vor wenigen Tagen von den Ruffen nie- dergebrannte, Srhöit und elfideckten in einer nnverfehek *: ökiebenen Scheune Licht. Sie schlichen nähe: und sfitzen gr

ihrer größten Verwunderung, wie ein ruffrichrr Mais: s» 15 Mann seines Truppenteils Wuttki irauk ». Zigaretten rauch,« Unser Gefreiter gab seinen Kameraden einen Wink, schlug arr! dem Gewehrkolben die Scheunentür ein und stand mitten uate: den Feinden, die vor Entsetzen veigaßen, zu den Wasseu z» greifen. Als der Eefrette .Lände hoch!" rief, warf der Pajor seine Arm« schleunigst als erster in die Lust, und diesem edlen Beispiele folgte die gesamte tapsore Kriegerschar. Di- Waffen wurden ihnen abgenommen, und im Triumph führten die drei Preußen die 18 Ruffen als Gefangene ab.

Russische Mordbrenner.

DieHamburger Nachrichten" veröffentlichen einen Brief aus der Umgegend von Bialla, wo bekanntlich Kosaken kurze Zeit di« deutsche Grenze überfchrttten hatte». Es heißt darin'

Der prachtvolle Montagmorgcn (3. August) ließ sich fehl friedlich an. Plötzlich steigen über dem Dorfe Schwidderu starke Rauchsäulen auf, die sich bald zu einer großen Maffe ballen. Lange bleibt man nicht im Ungewissen. Im eigenen Dorf« zucken Feuerflammen in den Strohdächern hier und da auf. Die Flammen breiten sich über die Dachfläche aus, und bald steht das Gehöft in Flammen. Jammernde Hausbrwoh- ner stürzen aus den Häusern heraus, zwischendurch reiten dun­kelbraune Teufel in Kosakengestalt umher: und nach welchem Dach fie ihr» verruchte Hand strecken, das ist den Flammen verfallen. Die Grcuclfzenen, die sich entspannen, spotten jeder Beschreibung. Am schlimmsten ging's im Ercnzort Schmiddcrn zu, wo die Barrikaden gebaut waren. Schon der bloße Ge­danke, daß den Stcppenwolfen Widerstand geleistet werden sollte, stachelte sie zur Rache an. Einzelne steckten von der Rück­seite die Gehöfte an und einzelne die Häuser von der Straße aus. Zur Erhöhung der Panik wurde kommandiert: Lewa

prawo! Lewa, prawo! Links, rechts! links, rechts! und Ge­wehrsaloen sausten zwischen die fliehenden und jammernden Be­wohner. Das Retten der Sachen wurde gehindert. Di« ange­sehene Bcsitzersstau Wiktor lief mit gerungenen Händen über die Straße und wurde niedergeschoffcn. Da ihre Leiche fast 2 Tage auf der Straße liegen blieb, wurde fie von Schweinen angefreffen. Die Leiche eines Mädchens wurde am dritten Tag erst in einer Sandgrube, von Krähen und Schweinen angegrif­fen, gefunden. Der 81jährige Altsitzer Sokolowsst wurde auf der Hausschwclle erschossen nud die Leiche ins brennende Haus geworfen, wo ste verkohlt aufgefunden wurde. Im ganzen wurden in Schwidderu sechs Tote und mehrere Verwundete ge> zählt.

In Kofnchen wurde ein Mann angefchoffen nnd ein Schulmädchen erschossen. Hier und in anderen Orten wurde wenigstens den Leuten die Rettung ihrer Sachen gestattet. I» Bialla wurde die Postschaffnerfrau Buhni, Mutter von sie­ben Kindern am Fenster erschossen. Der Kausmannsgchilfe Günther wurde vor die Türe gelockt und nicdergehaucn. In Bialla waren sieben Tete und ungefähr zehn Verwundete. Fast alle Schaufenster wurden zertrümmert und einzelne Läden ge­plündert. Viele Häuser weisen Kugelspuren auf. Die Dörfer Sulimmen, Belzonzen und Skodden sind säst völlig eingeäschert. Hier wurden auch die massiven Häuser niedcrgebrannt. In vie­len Häusern wurden di« Möbel zertrümmert. Einem Imker wurde der Honig über zwei Zentner auf den Hof gegos­sen. zertreten und verunreinigt. Die verängstigten Bcwohne- fiüchteten mit den Resten ihrer beweglichen Habe in die Brüche und Wälder, wo sie tagelang umherirrten. Manche flohen bis Arys, Lotzen und Rastenburg. Das sind bis acht Meilen weit. Einzelne sind noch nicht am Samstag heimgekehrt. Vielen war auch das Vieh verbrannt. Dem Wirt Kordasz in Schwidderu verbrannten sieben Pferde 17 Stück Vieh und 40 Schweine. Die besten Pferde raubte» die Kosaken. Die Bewohner mancher Dörfer mußten ihnen das Esten liesern. Sie betrachteten sich als die Herren des Landes. Am Montag nachmittag zeigt« sich in der Luft eine Rnmpiertaube. Alles atmete auf und die Hoffnung griff Platz: Unser Heer verläßt uns nicht. Das Flug­zeug uberslog die ganz« verwüstete Gegend.

In den nächsten Tagen wiederholten sich die Ereuclszener in kleinerem Maße. Einem jungen Manne in Lodigowo wurde der halbe Arm abgehackt, damit er nicht zum Militär gehe» könne. I» Czyborrcn wurde am Donnerstag der Kötner Mt- chalzik vor seinem Hause, obwohl er um sein Leben bat, nieder- geschoffen. Weinend ging die Witwe mit ihren sieben Kindern, von denen die zwei jüngsten getragen wurden, von ihrem ver­brannten Gehöft nach Bialla. Endlich rückte auch Militär ir unsere Gegend ein, und hoffentlich sind wir die Hunnen Io».

Aus dem Briefe eines deutschen Offiziers an der russischen Grenze teilt dasBerl. Tagebl." folgende Stelle mit:Gestern habe ich meine Feuertaufe erhalten. Um 4 Uhr morgens rück­ten wir gegen anmorfchierende Russen aus. Wir haben alles kurz und klein geschossen. Die Russen schießen schlecht. Die er­sten erbeuteten Kanonen haben wir nach Berlin gesandt. Die Kosaken haben hier vor einer Woche wüst gehaust. Alle, habe» sie niedcrgebrannt und gemordet. Täglich kommen Flüchtlinge hier an aus langen Leiterwagen. Die armen Weiber mit ihren Kindern, sie sind alle angeschossen bluten schreien fallen von den Wagen herunter und sterben in der Gosse oder einem schmutzigen Graben. Ein fürchterliches Elend. In allen Ecken liegt dieses russische Eeslndei herum. Die Kosaken kommen zu Tausenden herüber. Wir schieeßn fie ab wie die Hasen. Wir machen Treibjagd auf Kosaken."

Falsche Gerüchte.

lsirsier» war viclervrt«, io auch in Ariedberg >u»fc in W» Landgemeinde», die Nachricht verbreitet, daß bi« Kejtnng B c l s o r t von beit De,fische« ge» »arme» sei.

Wir bruierke» da;», daß keinerlei »»tlich» Nucheichst, die alle,» ltziaubei, verdient, über BfiMat »ab e tbfi l i > >, btztzh stattv/sial»t» (iämvke Vvrlieat