Sir. 195
Neue Tageszeitung. Mittwoch, den 19. August 1914.
Seite 4.
MM
Tode§-Anzei^e.
Meine liebe Frau, unsere gute Mutter,
Sophie Weckerling
gcb. Harbordt
wurde heute durch einen sanften Tod von ihrem langen Leiden erlöst.
Auf ihren ausdrücklichen Wunsch bitten wir keine Beileidsbesuche zu machen und keine Blumen zu schi 'en.
Friedberg, 18. August 1914.
Dr. H. Weckerling, Geh. Medizinalrat, Meta Schneider, g.-b. Weckerling, Ferdinand Weckerling, Lehlamtsafiefior, Dr. Adols Weckerling,
im Feld, Oberarzt beim Stab der 25. Reserve-Insanterie-Division,
Kar! Schneider, Pfarrer, und vier Enkeltöchter.
Die Beerdigung findet statt vom Trauert,aule (Mainzertoranlage 56) aus, Donnerstag, den 20. August, nachmittags 4 Uhr.
!'
Auf der Jungviehweide zu Lauterbach stehen noch ca. 40 Lammböcke zum Verkaufe, welche zuni Taxations- preise, der aus einer auf der Weide . offenliegenden Liste zu ersehen ist, abgegeben werden.
Indem wir dies den Interessenten zur Kenntnis bringen, benierken wir, dag der Landwirtschaflskamnier- Ausschuß auf den Kaufpreis einen 20°/°igen Zuschuß gewahrt.
randlsirtslsjastskammtr-Aus- ftlfiik für Meiluffeii.
Bürger Friedbergs!
Die gegen den Feind ziehenden Söhne unserer Stadt sollen die beruhigende Gewißheit haben, daß ihre Lieben daheim versorgt find und nicht zu darben brauchen und auch den Verwundeten und Kranken die nötige Pflege zu Teil wird.
Der Einwohnerschaft unserer Stadt wird es daher eins freudige Aufgabe sein, den von den Vätern und Söhnen verlassenen Familien unserer Mitbürger mit allen Kräften beizustehen und auch die Mittel bereit zu stellen, die für die Pflege der Verwundeten und Kranken erforderlich sind.
In gleicher Weise gilt es aber auch für diejenigen, die durch den Krieg um Arbeit und Brot gekommen sind, zu sorgen und sie wenigstens vor Hunger und Not zu schützen.
Die Stadtverordneten-Versammlung hat deshalb beschlossen, ähnlich wie in anderen Städten eine
Zentralsammlung für Kriegsfürsorge
einzurichten.
Wir richten deshalb an die Einwohnerschaft die herzliche Bitte, die Durchführung dieser Aufgabe durch reichliche Geld- und sonstige Spenden zu unterstützen.
Spenden werden von den Unterzeichneten Vereinen und im Stadthaus, Zimmer Nr. 4 entgegengenommen
Der Bürgermeister: Stahl. Alice-Frauen-Vereiu
Nebel.
Verein vom Roten Kreuz: E e o r g i. Fricdbcrger Hilfövcrein:
Kleberger.
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Friedberg I. II.
Bekanntmachung.
Mit dem 2. Landsturmtag, dem 17. ds. Mts. habe ich die Geschäfte des Garnisonältesten im Standort Friedberg übernommen.
Den verehrten Einwohnern der Stadt danke ich für das freundliche Entgegenkommen bei der Unterbringung der Landsturmmannfchaften die gestern Abend noch keine Quartierscheine in Händen hatten.
W c im e r * Oberst und Kommandeur des Landsturm Inf. Batl. Friedberg.
Bekanntmachung.
Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß die Stadtverordneten-Versammlung in ihrer Sitzung vom 13. d. Mts. beschlossen hat, über die Dauer des Krieges eine
Kinderkrippe
Sorget für kommende Zeiten, Lagt nichts umkommen.
Mehr wie in früheren Jahren gelten jetzt diese Worte.
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Mit Bezugnahme auf den Auftus des Landsturms warne ich die unausgebildeten Landsturmpflichtigen, voreilig ihre Ttcllnng oder ihren Berns aufzu- Kiiserstr. 40 . ] Alle Arbeitgeber ersuche ich dringend, die
sen Leuten wegen Verbleibens in ihren SteU-
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,.ch in» Picler zu bitte«, die nicht oder nur z« einem ganz geringen
ftchcttdcu Rcchuuuneu seht zu be ah cee. Je Teil zur Aushebung konnnen werden; Ziffer I des
mehr wir dafür sorge«, das; die Ordnung ^«»'-'"'nanienfes besagt ja auch bereits aus- . ' . . ' ” '* . •’ druekilch, das; -unachfi nnr militarfich nnsgebrldete
NU Ackild aufrecht erhärten wird um so LkanVstiirmpflichtigc zue Einstellung konnucnivcr- leistuugssähioer sind wir der grostru «u- i»en; auch von diese,» wird voraussichtlich zunächst
aemciuen Not aeaeuüber. "" 2cil iuv Einstellung gelangen,
gemeinen grgrnnore. Franks,,rt a. M., den 14. August 1914.
_ ________ „ Der konnnandierende General
^ Freiherr von Gall, General der Jnkanicric.
einzurichten, in der bis zu 2 Jahre alte Kinder derjenigen Mütter ausgenommen werden sollen, die Lohnarbeit i verrichten.
Die Krippe wird demnächst eröffnet und werden j Anmeldungen auf Zimmer Nr. 4 des Stadthauses entgegengenommen.
Zugleich bitte ich die Einwohnerschaft, entbehrliche ! Kinderstühlchen, Kindertische, Spielzeug, Kinderwäsche, Badewannen rc. der Kinderkrippe zuzuwenden. Friedberg, den 15. August 1914.
Der Bürgermeister. Stahl.
Bekanntmachung.
Junge Leute, die das wehrpflichtige Alter — das vollendete 17. Lebensjahr — noch nicht erreicht haben, haben bei etwaiger Meldung als Kriegsfreiwilliger zwar kein Recht auf Einstellung, können aber, da gesetzliche Bestimmungen nicht entgegenstehen, dennoch eingestellt werden, wenn ihre unbedingte Tauglichkeit festgestellt wird. Bei der Meldung ist beizubringen: die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters — der Eltern oder des Vormundes und ein obrigkeitliches Fühmngszeugnis.
StettüfctrcteuDcä öfneraltommaniio XVIII. Aruittkorps.
Bekanntmachung.
Den Vezirkseingeseffenen der Eroßherzoglichen Handelskammer Friedberg, für die Kreise Friedberg, Büdingen, Schotten teilen wir mit. daß in Frankfurt a. M. ein wirtschaftlicher Beirat der Linienkommandanmr erfichtet wurde, der berufen ist, Wünsche und Anträge bezüglich Beförderung von Lebensmitteln aller Gattungen im Bezirk der Eisenbahndirektion Franksutt a. M. entgegenzunehmen und nach Prüfung und Begutachtung an die Linienkommandantur weiterzugeben. Etwaige Anträge sind daher bei der Unterzeichneten Handelskammer anzubringen und werden nach Befürwottung an die zuständige Stelle weitergeleitet.
Friedberg, den 15. August 1914.
Grotzh. Handelskammer Friedberg für die Kreise Friedberg, Büdingen, Schotten.
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