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nur zu einem sehr kleinen Teile abgemäht wird. Diese« GraS kann aber jetzt eine sehr nützliche Verwendung sinden.
auf die wir einer Anregung zusolge Hinweisen möchten. Die Forstbehörde und auch die privaten Waldbesitzer sollten das Sammeln resp. Mähen des Gkases in ihren Wäldern erlauben. Dadurch würde eine große Menge Heu gewonnen, das unsere Futtermittel weiter vermehren würde.
Lebensmiltclwncher und Mühlen
In dankenswerter Weise haben die Behörden einge- grissen, um einer willkürlichen Verteuerung der notwendigen Lebensmittel vorzubeugen. Don allen Seiten werden Schließungen von Geschäften gemeldet, die ungerechtfertigte Preise für ihre Ware» verlangten, es werden Höchstpreise für Kartoffeln ongejetzt und dergl. Es wäre aber auch angebracht, wenn die Behörden ihre zu begrüßende Fürsorge auch ans manche Mühlen ausdehnen wollten. So wird uns mitgeteilt, daß eine in der letzten Zeit vielgenannte Mühle in der Wetterau den Preis von 200 Kilo zweier verschiedener Sorten Mehl (sog. Pärclien) von 56 aus 77 Mk. selbst für regelmäßige Abnehmer erhöht hat: das bedeutet eine Preiserhöhung von über 37 Prozent. Der Preis von Weizenschalen wurde selbst bei bestehenden Verträgen, unter dem Vorwand daß Krieg Verträge breche, von 5 auf 7 Mk., also um 40 Prozent erhöht. Zn einer derartigen enormen Preiserhöhung liegt kein Anlaß vor. Zwar ist der Roggen von 18 Mark aus 21 Mark gestiegen, das sind aber nur 10,5 Prozent, und der Weizen von 21 auf 24 Mark, das wäre 14,5% Steigerung. Die Preissteigerung des Mehles und der Kleie steht also in keinem Verhältnis zu dem Aufschlag der Frucht. Für die nächste Woche werden übrig :ns nur noch 23 Mark für den Weizen geboten, auch dazu ist keine Veranlassung, denn das Druschergebnis de? Weizens ist in unserer Gegend sehr gering. Auf alle Fälle wollen die Landwirte sich diese Machenschaften nicht ruhig gefallen lassen, sondern bestrebt sein, mit Firmen in Verkehr zu treten. die den angeniessenen Preis bezahlen. So wird uns z. B. mitgeteilt, daß das Kornhaus Hanau diese Woche für Roggen 23.50 frei Hanau bezhalt habe. Es dürfte sich auch empfehlen, mit den Militärbehörden in direkte Verbindung zu treten.
Schlechte Einquartierung?
Mit Bezug aus unsere gestrige Notiz über schlechte Einquartierung in Friedberg sei bemerkt, daß in den letzten lagen von den verschiedensten Seiten und übereinstimmend, ein hie- stger Beamter genannt wird, bei dem es die Einquartierung besonders schlecht gehabt hätte. Demgemäß bezog stch auch die gestrige Bemerkung aus diesen Herrn bezw. aus dessen Gattin. U. a. wurde uns auf das Bestimmteste mitgeteilt,, daß er dort zum Abendessen Kartossein und Handkäs gegeben habe und wir ourden ausdrücklich ersucht, diese Art von Verpflegung bekannt >u geben. Heute teilt uns der Betreffende mit, daß das ganze Gerede den Tatsachen schnurstracks zuwiderlause und gibt un» zum Beweis dessen folgendes Verzeichnis der während der sechs Tage an die Einquartierung verabslogten Speisen, das wir nachstehend folgen lassen:
Erster Tag.
(Es handelt sich um 15 Mann Einquartierung).
Abends: Pro Mann % Pfd. Schweinefleisch (leider sehr fett, sodaß drei Leute es nicht aßen), dicke Suppe und Brot.
Zweiter Tag.
Morgens: Kassee, Milch, Brot, Honig nach Belieben. — Mittags: Suppe, pro Mann 1 Bratwurst, Kartosselgemüse, Brot. — Abends: '/, Psd. Wurst pro Mann, Kartoffeln, Gurke, Neltig, Handkäs, Ihee mit Milch, Zucker, Brot.
Dritter Tag. *
Morgens: Kassee, Milch, Brot, Honig nach Belieben. — Mittags: 7 Psd. Ochsensleisch, Bohnengemüse (war etwas knapp), Kartoffeln, Brot. — Abends: X Psd. Wurst pro Mann Kartosselsalat, Thee usw. Brot, je 1 Zigarre.
Vierter Tag. , '
Morgen»: Kassee, Milch, Brot, Honig nach Belieben. — Mittags: 22 Würstchen und Linsensuppe, Brot. — Abends % Psd. Wurst, geröstete Kartosseln, grüner Salat (mit Rahm angemacht), Brot, 0,4 L. Bier pro Mann.
Fünfter Tag. _ _
Morgens: Kaffee, Milch, Brot, Honig nach Belieben. — Mittags: Suppe, y, Pfd. Schweinebraten (reines Fleisch) pro Mann, Wirsinggemüse, Kartoffeln. — Abend»: Ü Psd Fleisch und Wurst, grüner Salat, Quellkartoffeln, 1 Zigarre. — Nachmittags Kassee u. 45 mürbe Wecke (gegesien von 9 Mann).
Sechster Tag. >
Morgens: Kaffee, Milch, Brot, Honig nach Belieben. — Mittags: Reissuppe, 'A Psd. glattes Solberfleisch pro Mann, Sauerkraut, Kartoffeln. — Abends: Geröstete Kartoffeln mit Salat, H Psd. Fleisch und Wurst pro Mann, Gurke, 0,4 Bier.
Abschiedsmorgen.
Kaffee soviel sie fassen konnten, belegte Brote, daß noch übrig blieben.
Das Lager war in den ersten 2-3 Tagen allerdings etwas eng, da nach Weisung der Quartiermacher die 2 zur Versügung gestellten Zimmer genügen sollten. Als Beschwerde erfolgte, wurde noch ein drittes Zimmer zur Verfügung gestellt. Bon diesem Tage an konnten allerdings auch erst wollene Decken und Kissen geliefert werden, was vorher wegen der überstürzten Anmeldung nicht möglich war und bi» dahin die Soldaten nur aus Stroh mit Tüchern bedeckt schliefen.
Man mutz doch auch stch einmal vergegenwärtigen, daß eine Ausnahme von 15 Manu Anforderungen an eine Hausfrau stellt, an die man sich erst gewöhnen mutz. Man ist nicht so rasch mit einem Lagerplatz eingerichtet, wenn die Soldaten 2 Stunden nach der Anfrage schon einritcken, wie diesmal, und die Portionen, die 15 kräftige Leute effen, muß man auch erst aus. probieren und man soll doch nicht gleich bösen Willen anneh- Wen. wenn nicht alle» vom ersten Auaenblick an stimmt. —
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Jedenfalls dürften keine Uebertreib»ngen und Unwahrheiten Vorkommen, wie im vorliegende» Fall. Es ist bekannt geworden, daß in einer großen Zahl von Häusern es nicht gelungen ist. die Einquartierung zufrieden zu stellen. Bielleicht können bei nächster Gelegenheit die Soldaten etwas praktischer verteilt werden, nicht so viele In e i n Hau», sondern wenige in mehrere Häuser. — Man kann dann bester für sie sorgen. Im hier besprochenen Fall sind die meisten der Einquartierten noch mit Beteuerungen von Dank und Zusriednheit geschieden.
Bemerkt sei weiter, daß der Bezirks-Kommandeur, dem da» Berzeichnis vorgelegt wurde, ausdrücklich hervorhob, daß es über das hinaurginge, zu was der Ouartiergeber verpflichtet ist.
Wir haben keinen Grund, an der Richtigkeit dieser Angaben zu zweifeln und wir hassen, daß sie das Gerede verstummen machen und der bete. Beamte, desten Namen In aller Munde gestanden hat, gerechtfertigt dasteht. Nochmals sei hervorgehoben, daß der Bürger die Pflicht und Schuldigkeit hat, seine Einquartierung gut zu bewirten, nach dem vorstehenden zu urteilen, scheint es aber auch Leute zu geben, die kein Maß zu halten verstehen und das unmögliche verlangen.
Ans der Heimat.
* Friedberg, 14. August. Der Eroßh. Handelskammer in Friedberg gehen fortgesetzt aus den Kreisen des Kleinhandels besonders derjenigen des. Kolonialwarenhandels Klagen über die wirtschaftlichen Folgen des Krieges zu. Der Grossist sowie der Fabrikant drängten auf schleunigste Erfüllung der von den Detaillisten eingegangenen Verbindlichkeiten, während der Handverkauf fast ganz stocke u. kein Mensch an Zahlung seiner Rechnungen denke. Demgegenüber halten wir es für eine selbstverständliche Pflicht aller Schuldner, soweit es mit der Erhaltung ihrer Existenz nur irgendwie verträglich ist, sofort rückständige Schulden zu zahlen. Namentlich gilt das von denjenigen Erwerbsgruppen, deren Gehalt ununterbrochen und ungekürzt weiterläuft. Aber auch zu unserer landwirtschaftlichen Bevölkerung, die durch den Verkauf von Pferden an die Militärverwaltung, sowie durch die demnächstige Verwertung eines Teils der Ernte im Besitz von Barmitteln ist, haben wir das unbedingte Vertrauen, daß sie ihrer Zahlungspslicht gegenüber ihren Lieferanten voll und ganz sowie pünktlich genügt. Nur dann kann unsere Volkswirtschaft vor schweren Schädigungen bewahrt bleiben, wenn das Ilmlaufsmittel der Volkswirtschaft — das Bargeld — dem Verkehr erhalten bleibt und ihr neu zugeführt wird.
am Donnerstag ihre Tätigkeit wieder aufnehmen dürefn.
* Friedberg, 14. Aug. Der Verein der Detaillisten Non Friedberg bittet um Aufnahme folgender Aufforderung:
Wir richten an das verehrst kaufende Publikum das dringende Ersuchen, den Geschäftsleuten die Rechnungen zn begleichen. Es ist ein großer, weit verbreiteter Irrtum, daß in Kriegszeiten nichts bezahlt zu werden braucht. Die Zahlungsverpflichtung wird durch den Kriegszustand nicht hin- ausgeschoben, sie besteht nach wie vor. Deshalb sollten alle die Leute, welche in der Lage sind, ihre Schulden bezahlen zu können, z. B. Beamte, deren Gehalt weiter geht, Landwirte, welche durch den Ertrag ihrer Ernte Einnahmen bekommen, es als Ehrensache betrachten, den Kaufmann, welcher jetzt in der schwierigsten Lage ist, nicht noch in größere Bedrängnis zu bringen, zumal er Ware nur gegen vorherige Bezahlung erhält.
* Frankfurt «. 91., 14. August. Die Strafkammer verurteilte den 52jährigen Kutscher Ludwig Schröder, der sich seit Jahren in schamloser Weise an jungen kaum 14jährigen Mädchen vergangen hatte, zu 2j4 Jahren Zuchthaus. Der Staatsanwalt hatte gegen den Wüstling 5 Jahr Zuchthaus beantragt.
* Frankfurt a. 91., 14. August. Der Krieg hat auch die Schwindler erfinderisch gemacht. Ein junger Mensch z. B. hat sich eine Liste von eingezogenen Landwehrleuten verschafft und Lberbringt deren zurückgebliebenen Frauen „Grüße aus dem Felde", wofür er stch jedesmal eine Mark geben läßt. Der Schwindler, der mit reichem Erfolg arbeiten soll, konnte noch nicht gefaßt werden. — Ein anderer Schwindler benutzt die Knappheit des Münzgeldes. Wenn er in der Hauptpost eine Person trifft, die Papiergeld wechseln will, ist er flugs mit einer „Rolle" Silbermünzen zum Umtausch bereit. Dankbar nimmt das Angebot an. Oeffnet man aber die Rolle, dann kommt eine Menge hübsch gefeilten Eisens zum Vorschein. Der Schwindler aber ist dann längst verschwunden.
* Frankfurt o- M.> 14. Aug. Wegen Wuchers wur- den heute früh die Geschäftsräume der Grünen Radler in der Moselstraße und der Schwarzen Radler auf der Zeil durch das Generalkommando geschlossen. Der Inhaber die- ser Unternehmen, Paul Gerichter, hatte für einen Auftrag, für den nur 1,50 Mk. Kosten eingezogen werden dursten, 7,50 Mk. gefordert. — Die Großfirma Bodenheimer u. Eo., die vor einer Woche wegen Wuchers geschlossen wurde, hat
• Frankfurt a. DI.. 14. August. Der Not gehorchend haben die hiesigen großen Gasthäuser ihre bisher fremdländischen Namen mit guten deutschen Bezeichnungen vertauscht. Am Bahnhofsplatz, wo cs sonst von „Grand-Hotels it ... .“ wimmelte und man vergeblich nach einem Gasthofe mit kerndeutschem Namen sucht«, ist heute alles deutsch. Aus dem Carltonhotel ward ein Fürstenhof, aus dem Englischen Hof ein Hessischer Hof, aus dem Hotel Royal ein Hotel Hansa, aus dem Hotel de Rusfic ein Hotel Kaiser Wilhelm II. Der altbekannte „König von England" ist verschwunden: er ist noch aus der Suche nach einem neuen Namen. Auch die großen Geschäfte haben sich ausnahmslos dem Dolkswillen, der wie ein reinigendes Gewitter durch die Straßen zog, gefügt und sind heute in Wort und Schrift deutsch. Der deutsche Sprachverein, der hier ein Menschenalter nur aus steinigem Boden arbeitete, kann an dem nun ganz deutschen Frankfurt seine helle Freude haben.
Hesseu-Rasiau.
* Friedrichsdors L 14. Aug. Vor einigen Tci.i'n wurde der zum Bahnwächtdienst eingezogene Spenglermei- ster Sergk erschossen anfgesunben. Anfänglich nahm man
Selbstmord an, doch weisen verschiedene Begleitumstände raufhin, daß dies kaum der Fall sein kann. Ob ein ilrfii! ober gar eine Fahrlässigkeit von anderer Seite vorli-g!. konnte noch nicht aufgeklärt werden. Der Verstorben, wurde mit allen militärischen Ehren bestattet.
* x Obcrursel, 14. August. Die sämtlichen hiesige» Verein' — und c, sind deren nicht wenige - beschlosicn. den Fannvm ihrer Mitglieder, die zur Fahne einbcrufcn sind, Unterstütz:» gen als Kriegsbeihilfe zu überweisen. — Hier werden 600 W.n der. Greife und Kinder au, Metz cinquartiert.
;. Ufingen, 14. August. Die Kgl. Regierung hat den Psor rer Kochem zu Pfaffenwiesbach vom 1. d. M ab zum Kreis- schulinspcktor de» Schulaussichtsbezirts II, umfassend die Ort schäften Eransbcrg-Friedrichsthal, Haintchen, Hafjelbach, Rio d-rrcifenberg. Oberrcifenberg, Pfaffenwiesbach, Schmitten Scelenberg und Wernborn ernannt.
' Neuenhain i. T.. 14. Aubg. Die hiesige Oemeinde überwies dem Roten Kreuz für die Truppe» 20 Ztr. 5. pst.
Limburg. 1,1. August. Die Stadtverordnetenversammlung stellte zur Unterstützung von Familien einberusener Mann, schäften 25 000 9!ark zur Verfügung. Dem Roten Kr. uz ge- währte man einen Zuschuß von 5000 Mark
Starkenburg.
Darmstadt, 14. Aug. Ein schwerer Autounfall ereignete sich heute Nachmittag an der Landgraf-Philipp Anlaa, nächst dem alten Bahnhof. Der Führer eines von ans^'r halb kommenden Autos hatte anscheinend, da er fremd unt verwirrt war die Steuerung über das Auto verloren, und kam auf den Bahnsteig, wo gerade die Frau eines in, Feid befindlichen Vaterlandsverteidigers mit ihren beide.: lindern spazieren ging. Das Auto übersuhr das hinter der Mutter herlaufende etwa 5 Jahre alte Bübä-en und verlegte es schwer. Der Besitzer hielt sofort und brachte d- be,v:.':l. lose Kind nach dem städtischen Krankenhause. Unie ung ist eingeleitet.
' Taruistadt, 14. Aug. Aus de», Dess„ng-r F - V' .je dahier fand am Donnerstag Nachmittag die feierliche V,: setzung der beiden auf dem TruppenübungS» und Fl>- q Griesheim abgestürzten und dabei verunglückten F ri Leutnant Spieß und Fliegerpilot Trautwein unter sehr lebhafter Beteiligung von Freunde», Bekannten, Offizieren . v. statt. Nach der sehr weihevollen Grabrede wurden - -erreiche Kränze an dem Grabe „iedergelegt. Während dc: Trauerfeier kreiste in den Lüften ein von einen, Freu oe und Kameraden der Verunglückten geführte Flngapvni:. der mit einer Trauerflagge versehen war.
' Aus dem Ried, 12. Aug. Die Gurkenernte in Rbein» Hessen und Starkenburg, die soeben in vollen, Gange ,tt. liefert wider Erwarten einen sehr guten Ertrag. Doch ist infolge der Kriegslage die Verwendung behindert. "I . Folge der schlechten Transportmöglichkeite» falle» die mu- ften Gurkenmärkte in den Landorten aus. Die Waren werden zum größten Teil per Achse nach Mainz. Wann-: Darmstadt und Frankflirt gebracht, wo sie immerhin noch gute Abnehmer finden. Der Preis ist ziemlich niedrig und werden durchschnittlich für Einmachgnrken 50 Pfg. bis I Mark für das Himdert bezahlt.
Frankfurter Wetterbericht.
Boeausiag«: Wolkig, zeitweiie Ricderschtäqe, mäßig war-n, zunächst nordwestliche, später östliche Winde.
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. Schmidt. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A. G., Friedberg i. H.
Aufru f.
An die Kewoljner des ürriles Friedberg.
In der nächsten Woche werden Einwohner (vorwiegend Frauen und Kinder) der Festung Metz hier eintressen, die aus militärischen Gründen ihre Heimat verlassen müssen. Wir sind zur Unterbringung und Verpflegung, deren Kosten die Stadt Metz trägt, auf Grund des KriegSleistiingsgesetzes verpflichtet.
Sie alle haben die Trennung von Angehörigen, die dem Kriegsruf gefolgt sind, erfahren. Umsomehr sind wir bei Ueberzeugung und Zuversicht, daß Sie bestrebt sein wer):», den Landsleuten aus dem Reichsland, die der Krieg vom Ernährer und Heimat losgerissen hat, nach Kräften z» helfen und ihnen zu zeigen, daß die Fremde solche Opfer z» würdigen weiß.
Wir fordern Sie daher auf, die mit der Ilnterbringung beauftragten Behörden in ihrem schwierigen Werk durch freiwillige Meldung und Bereitstellung von Liebesgaben für die von der Reise mitgenommenen Landsleute nach Möglichkeit z» unterstützen. Sie alle wisse» und habe» da? durch die bisherigen Waffenerfolge bestätigt gefimden, daß uns.-re Krieger in der "Front ihre ganze Kraft in treuer Pslichier- füllung einsetze». Bleiben Sie dahinter nicht zurück und zeigen Sie unseren Brüdern aus dem heiß erkämpften Reichsland, daß der Heimat gemeinsames Band »»? olle umschlingt.
Friedberg, den ll. August 1914.
Mm\\ friedberg.
Fr hr. S <h e n ck.


