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Tausenden Mark gefunden wurden. Hamper war früher weiter eines rusfischen Spionagebüros in Kopenhagen, das eine Verbindungen über ganz Skandinapien, besondes über Schweden ausgedehnt hatte.
ycr Zar ruft die Wkn ;ur freiro. Hilfe aas!
Daß Nikolaus II. die Juden an die Wohltaten erinnert, üc sic vom Hause Romanow genossen hätten, hat in den be- roffenen Kreisen nur Hohngelächter erregt. Es ist mehr ine Heuchelei. Eine unverschämtere Lüge hat freilich auch neser Zar noch nicht gelogen und man kann sich der Ansicht ncht verschließen, daß die russischen Machthaber aus dem chten Loche pfeifen, wenn sie zu solchen Mitteln ihre Zn- lucht nehmen.
Die Jesuiten.
Bcrliu, 12. Aug. Getreu dem Worte des Kaisers, daß r keine Partei und keinen Konfesjionsunterschied inchr 'enne, hat der Reichskanzler, der Erzbergerschcn Korrespondenz zufolge, angeordnet, daß die bekannte Bnndesratsoer- irdnung außer Kraft tritt und daß die Jesuiten zur HilfS- eelsorge zugelassen sind. Die ganze deutsche Ordcnsprovinz tat sich schon vor acht Tagen dein Heer und der Flotte zur üersiigung gestellt und zwar unter Angabe der Sprachenbc- ierrschung der einzelnen Mitglieder, da heute Männer, die ie polnische und die russische Sprache verstehe», sehr gut zu ebrauchcn sind.
Ein ufurr Erzbischof uo« Polrn.
Berlin, 12. Aug. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeit- mg" berichtet: Die Königliche Staatsregiernng beschloß, oie 'eit dem Tode des Erzbischofs Stablewski bestehende Sedis- -akanz im Erzbistum Poscn-Gncsen zu beenden. Die Ver- andlungen mit dem Päpstlichen Stuhle führten zu einem Einverständnis darüber, daß der bisherige Weihbischof von Posen, Dr. Likowski, zum Erzbischof von Posen-Gnesen er- nannt werden soll. Die Ernennung ist noch nicht erfolgt, steht aber bevor. Dieser Entschluß der preußischen Staatsregierung, die langjährige Sedisvakanz im Erzbistum Po- 'en-Gncsen zu beenden hängt selbstverständlich unmittelbar mit der erfreulichen Tatsache zusammen, daß die polnische Bevölkerung der östlichen Provinzen sowohl durch ihre Vertreter im Reichstage wie dnrch ihr eigenes Verhalten sich in diesen schweren Zeiten als treu zum Vaterland stehende Staatsbürger bewährt haben. Es ist eine der ersten logischen Konsequenzen, die aus dieser-einen von den vielen erfreulichen Erscheinungen dieser großen Zeit jetzt durch die Ernennung eines Erzbischofs für Posen-Gnesen gezogen wird.
Orr Stricht eines MMm-fers nm Mich.
Dein Brief eines Mittampfers um Lüttich entnimmt die Kölner Zeitung" folgendes:
Dienstag, 4. August. Morgens früh durch den Aache- ler Wald, er ist herrlich! Gegen Uy, Uhr überschreiten wir ,ie belgische Grenze, die Bevölkerung winkt mit deutschen Fah- :c» und stellt Master vor die Türen. Weiter geht'?, wir sind otnii.de, aber der Feind soll in der Nähe sein. Stunden um Stunde» verstreichen. Tausende von Soldaten sind im Marsch >ach Belgien hinein. Man steht an der Straße verendete Pferde liegen, Automobile mit Verwundeten sausen vorbei, >ie eisten Anzeichen des Krieges. Es gilt, noch rechtzeitig die Raaebrücke zu erreichen. Vergebens! Kurz che wir Visa er- ceiche», stiegt die Brücke ans. Jetzt beginnt der eigentliche tampf. Schlimmer als die Soldaten sind die Zivilisten, die nnteriücks aus den Häusern schießen. Unsere Reiter, vor de- en die Bevölkerung eine Heidenangst hat, weil die Kerle wie ■ t Tcusel draus losgehen, haben auf die Art sechs Leute ver- crcn. Das andere Ufer der Maas ist vom Feind besetzt und in hestlges Eewehrfeuer wütet bis zum Abend. Am Abend oird ei» feindlicher Flieger von unserer Artillerie herunter- :holt. Uilser Esten ist vorzüglich, da wir aus den verlastencn äuicrn alles herausholen. Nachdem ich mit zwei Kameraden ie noch vorhandenen Kühe gemolken hatte, ging es ins Biwak.
Mittwoch, 5. August. Um 2'A Uhr heraus, da unsere lrlillcrie ein Dorf aus dem ändern User beschießen will. Es
sehr kalt, überhaupt haben wir viel unter dem Regen und r Kälte zu leiden. Am Nachmittag ziehen wir nach T. Fort- esetzt wird an Behilsssähren gearbeitet, »m die Maas zu Lber- hrcitcn. Mit einem Damensahrrad sause ich umher, es ist nkelnagelneu. Als wir Lbergesstzt sind, fällt plötzlich aus i.-em Hause ein Schuß. Mir erwidern das Feuer. Da stürzt oeinend eine Frau aus dem Hause »ud zeigt durch ihre Senden. daß sie von nichts weiß. Ein Ojsiizer dringt mit mir nd ein paar Leuten in das Haus, ohne etwas zu finden. Erst ls kurz darauf wieder, und zwar aus dem Nebenhaus, gelösten wird, werden fünf Zivilisten im Kamps erschossen. Mir -eben keinen Verwundeten. Am Abend mußten wieder eine "cnge non Zivilisten standrechtlich erschvsten werden, aber ich an» zur Ehre des deutschen Heeres behaupten, daß keine Frau, ein Mädchen und kein einziges Kind berührt worden sind bis ur Stunde, wo ich dies schreibe, ebensowenig das Eigentum nes Belgiers, der sich uns gegenüber nicht isindlich gezeigt itee. Gegen die anderen müssen wir rücksichtslos Vorgehen, ::> cs gibt nichts Unheimlicheres als hinterrücks überfallen > werde». Am Abend lonntc ich mich an der Maas zum er- .e» Mal« wieder wasch"::, welche Wohltat. Hier am User rissen zu:.« ersten Male Schrapnellkugeln- über uns weg, ohne esvch Schade» auzurichlen. Mein Hanptmonn fragt mich, ob h ihn aui einer qcsährlichen Tour begleiten will. Natürlich imi, ich freudig z». Nach Anbruch der Dunkelheit setzen wir .»er <cu Fluß und ziehen mit einer Truppenkolonne lo» 2 >is 2>- Stunden dauert der Marsch, wie ich jetzt weiß, »m Lüt ich zu überrumpeln. Ganz in die Nah« der Stadt sind wir ge- owmen, e» ist 12J4 Uhr.
Di« Nacht von Mittwoch aus Donnerstag den i. August beginnt, ich werde sie wohl in meinem Leben ,1 cht seroeüen Mäbrend wir »och im Dorf stehen, schlaaeu plötzlich
»«ene iiagerzeriung. Donnerstag, is. r»ugu,r 1914
feindliech Kchrapnells ein. Dt« meisten gehen zu weit, nur einig- tun ihre furchtbare Arbeit, und der Tod hält seine Ernte. Ich will euch nicht schildern, was ich alles sah, einen verwundete» Infanteristen, der ei» Bein verloren hatte, schleppte ich beiseite. Er schrie: Nehmt mein Bein mit, nehmt mein Bein mit! Ich dachte mir im Feuer: Du kannst hier getrofsen werden und da, und so bin ich immer bei meinem Hauptmann gewesen. Ats es hieß, „Leute vor!" um Hindcrniste zu zerstören, und der Hauptmann mich neben sich sah, rief er: „Gut! Bleiben Sie nur immer vorn!" Plötzlich bekamen wir von einem Busch von rechts ein lebhaftes Feuer. Hinwerfen und das Feuer erwidern, war das Werl eines Augenblicks. Dann ging es mit aufgepslanztcm Seitengewehr und Hurra zum Sturm die Anhöhe hinan. Mein Vorder- oder richtiger Nebenmann fiel und riß mich mit, ich wieder auf und vorwärts, aber meine Leute hatte ich verloren. Wir waren nun zwischen zwei Fort», Lüttich lag zu unseren Füßen. Von den Forts konnten wir nun nicht beschossen werden. Lüttich liegt in einem Tal, und die ganze östliche Seite von der Anhöhe hatten wir besetzt. Da ich immer mit den Ossizieren vorne war, als wir langsam die Anhöhe hinabstiegen, wobei wir natürlich mehrfach Feuer erhielte», fragte mich ein Ossizicr nach meinem Regiment, Als ich ihn kurz darauf bat, mich seiner Truppe anschließen zu dürfen, sagte er, es wäre eine Ehre für ihn, wenn ich mit ihm ginge. Als ich das später meinem Hauptmann erzählte, sagte er, das werde er mir nicht vergehen.
So zogen wir singend in die Stadt hinein. Kein Mensch zeigte sich. Die Fenster standen ossen zum großen Teil, und Kisten lagen aus den Fensterbänken usw., und aus den Straßen waren Holzstapel in Brand gesteckt. Das alles siel mir aus, denn die Kisten waren die schönsten Gewehrauflagen. Als wir nun halb in der Stadt waren, brach auch richtig ei» furchtbares Feuer aus allen Fenstern los, und wir mi ßten schnell zurück. Auch ich bekam einige kleine Geschoß- splittcr in das Knie, Das beiliegende Stückchen habe ich mir gestern aus dem Knie geholt. Bis wir die Anhöhe wieder er- rcichien, waren wir unter Feuer. Hier traf ich meinen Hauptmann, der mir erfreut die Hand reichte, als er mich wiedersah, Ru» lagen wir kleiner Haufen auf dem Berg, abgeschnitten von jeder Verbindung nach rückwärts, so daß, als auch die feindliche Artillerie das Feuer auf uns begann, unser Führer sich ergeben mußte. Wir paar Mann wurden ohne Gewehr und Tornister durch die Stadt in das Gefängnis gebracht. Die Nacht haben wir trotz des Eeschlltzfeuers vor Uebermüdung geschlafen, Freitag, den 7, August öffnete sich plötzlich unsere Zellentür, und ein preußischer Eeneralstabsoffizier befreite uns. Er verkündete uns, daß die Stadt in deutschem Besitz wäre, vor allem die Zitadelle. Wir sitzen seit gestern darin, und wenn die Belgier sie wieder haben wollen, bekommen sie ihre eigene Munition zu kosten, denn wir haben genug davon erobert. Ich werde sehr oft als Dolmetscher verwandt.
Die Vernichtung des Amphion.
In einer belgischen Zeitung vom 8. August ist in einem Telegramm aus London zu lesen, daß am 7. August der Mari- neminister Churchill den Derlust des Kreuzers „Amphion" durch eine deutsche Mine bestätigt und hinzugefügt hat, weiter habe bis dahin kein Kampf stattgefunden. Das ist zugleich ein Beweis, daß die Berichte belgischer und französischer Blätter über Seeschlachten in der Nordsee erfunden sind. Dasselbe belgische Blatt sagt nach einem Telegramm aus Harwtch, nach der großen Zahl der Minen zu schließen, die der deutsche Bäder- danipser „Königin Luise" gelegt habe, sollte man annehmen, daß er damit schon ein oder zwei Tage vor der Kriegserklärung begonnen habe. Das ist natürlich heller Ilnstnn, bestätigt aber, wie vortrefflich unsere Blaujacken auf der „Königin Luise" gearbeitet haben. -»■
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Kriegsverluste.
Sehr oft hört man heute die Ansicht, daß mit der technischen Bervollkammnung der Feuerwaffen auch die Zahl der Opfer wachsen müsse. Man vergißt dabei, daß sich die ganze Art des Angriffs und der Verteidigung den modernen Mordmaschinen angepaßt hat, ganz abgesehen vom Sanitätswesen, das heute auf einer hohen Stufe steht. Der Breslauer Chirurg« Hermann Küttner, der eine Reihe von Kriegen mitgemacht hat, teilt darüber in der „Deutschen Revue" folgendes mit:
In den friederizianischen Feldzügen betrugen die Verluste an Verwundeten und Taten durchschnittlich 26 v. H., in den »a- poleanischen Kriegen durchschnittlich 22 v. H. der kämpsenden Truppe. Weit geringer waren die Einbußen in den Feldzügen von 1866 und 1876. So verlor in der blutigsten Schlacht des österreichischen Krieges bei Königgrätz die geschlagene österreichische Armee nur 16 v. H. ihrer Kopfstärke, und 1876 betrugen die Verluste der Deutschen nur bei Spichern und Vionoille, die der Franzosen nur im Verzweislungskampse um Sedan mehr als 15, o. H. Im Burenkriege haben die Engländer im Durch- Ichnitl 12 v. H., die Buren weit weniger verloren. Sogar in den so tlnti-.on Russisch-Japanischen Kriege überstiegen die j durchschnittlichen Verluste, selbst bei Liausang, nicht 16 bis 12 v H. nur i:> der 12tägigen Schlacht am Schahs und bei Mul : den heben sie bei den geschlagenen Russen zirka 26 v. H. betra. gen. Iu den Entscheidungslänipsen bei Magenta und So!se- rina im Französisch Oesterreichischen Kriege betrugen die Verluste rund 16 v. H. Tie Tatsache, daß die Vcrlustzissern trotz der VervclU .nmn.nig der Massen im allgemeinen geringer werden, erg.b! sich merkwürdigerweise auch, wcnu man d:e absolute:, Za'' :i der Verwundete» und Toten rechnet: sie ward am ausjall.udstn, wenn mau diese Zahlen im Verhältnis zu der S - ■ t,61 der kriegjührenden Länder b.'irachtrt. Man bed r!e, l eg Preußen zur Zeit Friedrichs des Großen nur 5 Z- Mill.oneii, Deutschland zur Zeit des Deutsch-Französischen Krieges eg Millione» Einwohner hatte. Trotzdem verloren d e Brcußen z. B bei Prag am 6. Mai 1767 12 666 Manu, die DenZcheu iu der blutige» Schlacht bei Vionoille 18666 Mann, bei S:duu sr;ar nur 8606 Mann, linier Berücksichtigung der Einwohner des Landes nerlieren auch die grasten Verluste des ,
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Russisch Japanischen Krieges an Schrecken, denn noch Iopo» besitzt eine große Einwohnerzahl, welche die Deutschlands noch Lbrrtrisft. Unter den verschiedenen Arten der Wunden sind von giößter praktischer Bedrutnn, die Berwundungcn durch Insanteriegeschosse, weit di« Infanterie stets die H.niptmast- dec fechtenden Truppen bildet. So war er in den Kriegen 1868 und 1876. Die außerordentliche Entwicklung der Artillerie hat hieran nun merkwürdigerweise nichts geändert, oder eigentlich nicht merkwürdigerweise, denn man hat gelernt, sich den gewaltigen Vernichtungsmitteln, wie sie die modernen Geschütze sind, zu entziehen, Profeffor Küttner hat das aus eigener Anschauung im Februar 1866 bei der U-bergabe der Erc-njeschen Armee am Paardrberg gesehen. Die England.' warfen aus Hunderte» von Geschützen, darunter zahlreiche, schweren Schiffskanonen, Tag und Nacht ganze Tonnen von Eisen auf die Buren: es war im Lager Eronjcs kaum ein Quadratmeter zu finden, auf dem nicht mehrere krepierte Artilleriegeschosse lagen. Ilnd dar Resultat? Etwa ein Bern undctei oder Toter auf jedes englische Geschütz, trotzdem während der zehntägigen Beschießung immer ei» Geschütz auf 34 Buren gekommen war. In Kürze halten sich diese unterm furchtbaren Eindruck der gewaltigen Beschießung derart in die Erde cin.ze- graben, förmliche unterirdische Städte angelegt, daß ihn n weder Schrapnells noch Granaten, noch Lydi,bomben etwa- anzuhaben vermochten. Es gilt eben auch heute noch der S.-tz, daß auf jeden Toten und Verwundeten erheblich mehr Metall kommt, als er selbst wiegt. Wesentlich anders sind die Bereält niste bei Bürgerkriegen. Bürgerkriege sind die blutigsten und mörderischsten Kriege, die er überhaupt gibt, und das einzige Beispiel eines großen Bürgerkrieges aus nioderner Zeit zeigt fürchterliche Berlustzahlen. 33—46 v. H. betrugen die Verluste der Conföderirrten im amerikanischen Bürgerkriege, die Gesamtverluste des Krieges betrugen eine halbe Million Tote und zwei Millionen Verwundete, und allein in dem blutigen Kampfe bei Eettysburg am 2. und 3. Juli 1863 verloren die
Unsere Geidverfahnng.
Zn einzelnen Kreisen der Beoöllerung scheint man nock immer der Ansicht zu fein, es sei in der jetzigen Zeit raisam, sich einen möglichst großen Betrag von E o l d - oder Silber münzen zn sichern. Demgegenüber wird daraus ausmerk- sam gemacht, daß er gerade jetzt von der größten Bedeutung ist, den Vorrat der Reichsbank an Metallgeld zu stärken. E- ist daher Pflicht jedes Deutschen, die Bemühungen der Reichsbank, das Gold aus dem Verkehr an sich zu ziehen, zu unterstützen. Wenn auch tn den letzten Tagen bereits eine merkliche Beruhigung eingetreten ist, so halten doch anscheinend noch manche Private ihr Gold- und Silbergeld zurück in der Besorgnis, die vermehrt im Umlauf gekommenen Reichsbanl- noten und Reichskastenscheine könnten an Zahlkraft verli>en
Diese Befürchtung ist durchaus unbegründet, da sowohl die Banknoten als auch die Kastenscheine nach gesetzlicher Bor- schrist auch im Privatverkehr zum vollen Nennwert ohne jeden Abzug abgenommen werden müssen. Selbstverständlich sind auch alle öffentlichen Kasten zur Annahme tn Zahlung »er pflichtet.
Der englische Schatzkauzler hat nach einer Meldung der „Frankfurter Zeitung" im Unterhaus« daraus hingewiesen, daß jeder, der zur Zeit Geld ansammle, seinen Bolksgenostcn großen Schaden zufüge, und daß jeder, der aus eigensüchtigen Beweggründen oder übertriebener Vorsicht versuche, sich Gold zu seinem eigenen Gebrauch anzueignen, den Feinden des Vaterlandes wahrscheinlich wirksamer helfe, als wenn er es mit den Waffen täte.
Wir sind überzeugt, daß kein Deutscher sich einem solchen Vorwurf aussetzen will, und daß es jeder vermeidet, einen größeren Betrag an Gold- und Silbermunzen in seiner Koste zu verwahren, als für den nächsten Bedarf unbedingt erforderlich ist. Noch richtiger wäre er, dem Beispiele derjenigen zu sol gen, die in de» letzten Tagen ihren Vorrat an Gold ie: einer öffentlichen Kaste in Kastenscheine oder Banknoten um gewechselt haben
An die deutschen Frauen.
Ihr deutschen Mädchen, deutschen Frauen Macht uns das Herz doch nicht so schwer Gebt nur voll Mut und Eottvertraueu Dem Vaterland dar Liebste her!
Das Balerland verlangt jetzt Kriege«
Die seelcnstark und löwenkühn
Voll heil'ges Zorn's sich wissend Sieger
Dem großen Kampf entgegenglüh'n!
Das Vaterland verlangt jetzt Herzen Erfüllt von hehrem Opfermut Mit Freuden gebend hin ihr Blut!
Stolz trotzend bitter« Todesschmerzen Mit Freuden geben hin ihr Blut.
O opfert uns auf dem Altäre Des freien, deutschen Vaterlands,'
Und Seelcngrüße, wunderklare Strahlt hell aus Eurer Augen Glanz!
Ihr deutschen Mädchen, deutschen Frauen Macht uns das Herz doch nicht so schwer —
Erbt nur voll Mut und Eottvertranen Dem Bateriand das Liebste her!
Armin Krast, Landwcbrmann, 16. Komp. Res-Reg 11b
z.lk Ausladen der deullcheil fan^njirtldjaft.
Berlin. 10. Aug. lieber die Ausgaben der Landwirt schuft in der gegenwärtigen Zeit nracht die „Deutsche Tageszeitung" eine Reihe bcachtenswerter Ausführungen. E,r
schreibt ». a.t
Namentlich muß mit allen Mittel» dafür gesorgt wer- den, daß noch in diesem Herbste Ersatz für den Ausfall an anslnndiscken FuEermifteln geschasst wird, damit die No'.wendigkeit cintritt. unsere Viebbeständ« »«gen Jutter-


