Ausgabe 
23.7.1914
 
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Sir. 17»

©fite 2

Fruuenkleider an und trug eine ziemlich gute Skizze von der

Festung Komorn, ihren Kaserne», Pulvermagazinen und Außenwerlen bei sich. Sie war im Unterrock eingenäht. Die beiden Engländer besahen mehrere Karten vom Festungsge­lände. Alie drei wurden verhaftet. Zn einem Brigadebefehl wurde den Offizieren und Mannschaften für das Aufgreifen weiterer der Spionage verdächtiger Personen Auszeichnungen in Aussicht gestellt.

Rußland.

:: Die diplomatischen Verhandlungen in Franlreich. Ueber die diploinatischen Unterhandlungen in Petersburg meldet offiziös derPetit Parificn": Die diplomatischen Beihandlun­gen zwischen Poincarö und dem Zaren einerseits und Saffanoff und Virnani andererseits haben ihren Fortgang genommen. Aach Informationen aus bester Quelle erstrecken sich die Unter­handlungen des Zaren und des Präsidenten der französischen Acpuilil hauptsächlich aus Mißverständnisse, die Rußland und Schweden voneinander trennen. Schweden scheint zu befürch­te», daß der nlächtige Nachbar einen Angriff plant und ver­stärkt demgemäß seine Armee in der Absicht, sich vor dieser Ge­fahr zu schützen. Poincarö soll auf das dringende Ersuchen des Zaren es auf sich genommen haben, dem König Gustav von Schweden bei feinem bevorstehenden Besuche klar zu machen, laß Rußland niemanden bedrohe. In Petersburg rechnet man ehr stark mit einer persönlichen Intervention des Präsidenten poincarö. Die Unterhandlungen zwischen Saffanoff und Bi- oiani drehen sich im wesentlichen um den augenblicklichen Stand der Dalkanangekegenheiten. Der russische Minister des lluewärtigen soll Biviani zu verstehen gegeben haben, daß er s bedaure, daß die Ttreikunruhen der Enthusiasmus des Emp- nngs des Präsidenten in Petersburg manches zu wünschen üb- ng ließ. Weiterhin meldet das Blatt, daß der Gegenbesuch des Zaren unumstößlich feststeht. Jedoch ist das Datum noch nicht festgesetzt.

:: Gärung im Lande. Während der Zar mit dem Präsiden­ten der französischen Republik Freundschaftsversicherungen aus­tauscht, geht es im Reiche wieder drunter und drüber. Zn ollen Großstädte» und Zudustrieplötzen, di« sich i» den letzten Zahrzehnlen auch in Rußland stark vermehrt haben, streikt die Arbeiterfchast und dabei geht es recht munter zu. Läden wer­den geplündert, Straßenwagen in Brand gesteckt, Schienen ausgeriffen und Eisenbahnzüge ausgehalten. Stellenweise ist aller Verkehr lamgelegt. Die Polizei und die Truppen greifen zwar sofort ein, sie kommen jedoch meist erst dann an, wenn die Arbeit getan ist . Wenn sich der Präsident Poincarö davon überzeuge» will, wie saul es in dem Rieseureich aussieht, so hat er eben wieder die beste Gelegenheit dazu

Frankreich.

i: Ein Erlaß an französisch« Offizier«. Die Pariser Blätter veröffentlichen jolgend« Information aus Verdun' Zufolge der bedeuleuden Anzahl verdächtiger Deutscher beiderlei Ge- ühicchts, die als Lehrer, Lehrerinnen, Handelsangestellte und Gouvernanten in den Diensten der Offizier« der Garnison stehen, h>rt der Militchrgouverneur von Beidun folgenden Ta­gesbefehl erlaffen: Diejenige» Offiziere, in deren Diensten

Personen fremder Nationalität stehen, sind verpslichtet, dafür zu sorge», daß diese im Besitze ordnungsmäßiger und rechtsgül­tige: Papiere sind. Den Offizieren der Garnison ist die größte Vorsicht in der Wahl ihrer Angestellten zu empfehlen. In die- er Beziehung tragen die Offiziere eine groß« Berantwortlich- !eit. Sie sind angewiesen, dieselben scharf zu überwachen, ihnen teinerlei militärische Dokuniente zugänglich zu machen oder sich in dienstlichen Angelegenheiten mit ihnen zu unter­halten.

England

:. Tie Ulster-Konserenz. Narp Schluß der gestrigen tzome- rule-Kor>sereuz fanden sehr lebhafte Verhandlungen zwischen deu Parteijuhrern statt. Auch das Kabinett hielt eine Sitzung ab. Tie Führer der Opposition traten gestern abend nochmals

I» einer Beratung zusainmen. lieber die Vorgänge in der gest­rigen Konferenz ist nichts an die Oejjentlichleit gedrungen, aber im Vorsaal des Unterhauses war man der Meinung, daß bestimmte Ergebniffe erzielt seien und daß die heutige Sitzung entscheidend sei. Bemerkenswert ist der Umstand, daß Redmond und Dillor beim Vorübergehen vor der Kaserne der irischen Garden in der Nähe des Buckiiyjhampalastes von diesen mit einem lauten Cheers begrüßt wurden.

Norwegen.

:: Strasienbahnerstreik i» Christin»,«. Tor Ausständ der Straßenbahner hat gestern abend z» ernste» Unruhen in der Stadt gesührt. Der Verkehr beschränkt sich n»r auf eine Ikcinc Anzahl von Wagen, die von Ingenieuren und jungen Studenten als Wagenführer bedient werden; junge Damen fungieren als Billettenre. (Gestern abend versammelte sich eine große Menscheninengc an verschiedenen Haltestellen. Die Demonstranten iiberschütleien die Wagen mit einem Regen von Steinen, zerschlugen die großen Spiegelfenster nnd twügelten einige Wagenführer und Billettenre durch. Die Fahrgäste flüchteten erschreckend. Tie Polizeibeamten gingen gegen die Demonstranten energisch vor, »nd es gelang schließ­lich, die Menge zu zerstreuen. Zahlreiche Verhaftungen wur­den vorgenommen. Man befürchtet neue Unruhen für heute abend. Ter Vorsitzende des MnnizipalrntS bemüht sich jetzt, neue Verhandlungen zwischen den Stressenden hcrbeizu- führen.

Albanien.

?: Zur Lage. Die Vertreter der Großmächte erklärten Dih bereit, wenn sie sich auch nicht zu den Aufständischen nach Eckiiak begeben würden, doch die Wünsche der Aufständischen »nzuhöron. Es wurde diesen anheinigestellt, ihre Wünsche schriftlich mitzutcilen. De,' albanische Gesandte in Wien Sureya Boy eilt zur Einholung neuer Instruktionen auf der Rückreise in Wien, wo er einige Stunde verweilen will. Aus bester rumänischer Duelle verlautet, daß die Entsendung einer rumänischen Jnvasionstrnppe von 5000 Mann wahr­scheinlich sei.

:: Besser- Stimmung iu Durazzo. Nach einem Privat- telearamm derFrankfurter Zeitung", lind am D»ustaa

«rar a.age»z«nn»g. SotUKret««. Mt 13. 3ttti »,i«ü

etwa dreihundert Rumänen e i ngetro ffen , Die Stärke tat

Frciwilligenkorps beträgt rund 500 Mann. Der National!, tat nach ist die Truppe folgendermaßen zusammengesetzt: Deutsche Teilnehmer: 7 Offiziere und 50 Soldaten, Oester-

reicher: 5 Offiziere und 60 Mann, Rumänen: 6 Offiziere und 350 Mann. Außerdem 20 andere Mannschaften. Diese Truppe ist ausgebildel und gut bewaffnet. Die Stärke der

Artillerie beträgt jetzt fünf Batterien zu je vier Geschützen. Nachdem die Regierungstruppen eine derartige Verstärkung erfahren habe», erwartet man vom Fürsten den Befehl zuni Vorstoß. Den Truppen wurde gestern der Sold ausbezahlt. Außerdeni ist noch etiva eine halbe Million in den Staats­kassen vorrätig und drei Millionen sind der Regierung zuge­sagt worden, vermutlich von Rumänien. Die einheitliche Uniformierung ist zum Teil durchgeführt worden. p Bulgarien. H ».

: rUcberschweru m uug. In den letzten Tagen gingen über verschiedene Gegenden Wolkenbrüche nieder und verursachten namentlich in Jambol, Lom, Rosgrad und Eski-Djuinosa große Ueberschwemmungen. Bisher wurden mehr als 100 Leichen aus den Fluten gezogen, doch soll die Zahl der Opfer weit größer fern. Der Schade» ist beträchtlich und wird auf etwa 10 Millionen geschätzt. Zur Unterstützung der von der Katastrophe Betroffenen ist eine Hilsaktion eingcleitet Wor­ten.

Parleinachrrchten.

Nationalliberale Kandidatur für Heidelberg.Eberbach. Für die nn 12. badischen Rcichstagswahlkreife Heidelberg- Eberbach notwendig gewordene Reichstagsersatzwahl werden die Nationalliberalen den Karlsruher Landgerichtsdirektor vr. Obkircher aufftellcn. Dazu schreibt das Hauptorgan der Nationalliberalen Partei, dieBadische Landeszeitung': Ob Landgerichtsdirektor I>r. Obkircher, falls er zu einem Anerbieten der Kandidatur kommen sollte, bereit »nd in der Lage wäre, die Kandidatur anzunehmen, dürfte sich kaum jetzt schon mit Sicherheit beantworten kaffen.

Aus unserer Bewegung.

Bauernvereinsfest Küdeshrim (Oberh.)

Am Sonntag, den 26. Juli, nachmittags 3 Uhr, feiert der Bauern-Bercin Büdesheim (Oberhessen) den ti ^

25. Gcknklsg kr LermsgMW

im SaaleZum Reichsadler" von Herrn Friedrich August Winter.

vr. B ö ck e l hat sein Erscheinen zugesagt.

Ansprachen werden halten die Herren Hirsche!. Friedberg, H e n s e l - Dortelweil u. a.

Gesang- und Musikvorträge sowie Tanzbelustigung wer­den für Abwechslrmg sorgen.

Zu dieser Veranstaltung werden alle Freunde und An­hänger der guten Bauernsache seruudlichst eingcladen vom Vorstand des sestgebcndc» Vereins.

Aus der Heimat.

* Friedberg, 23. Juli. Die Eisenbahnpaketaiweffen für die Auslieferung von Eisenbahn-Expreßgut (rotgerinderte weiße Paketadresse) und Eifenbahnpakelcn (blaue Paket­adresse) sind nach einem Bcsckffuß der deutschen Eiienbahn- verwaltnngen geändert worden. In den neuen Paketadreffen ist der Absender nicht nur auf denr Abschnitt, der dem Empfänger mit der Sendung ausgehäudigt Wied, einzn- tragen, sondern auch in der Paketadreffe selbst in einer hier­für besonders vorgesehenen Spalte. Tie Absicht der Ae»dc- rung ist. auch nach Aushändigung der Sendung ohne störende Rückfrage beim Empfänger schnell den Absender aus der Paketadresse ermitteln zu können und sc etwa notwendig werdende Nachforschungen zu vereinfachen. Die alten For­mulare dürfen bis zum 1. März 1915 weiter verwendet wer­den. Es empfiehlt sich aber, auch in diese alten Formulare schon jetzt die Adresse des Absenders in der Spalt:Er­klärungen" einznsetzen, was auch durch Firmenstempel ge­schehen kann.

* Friedberg, 23. Juli. Der Spielplan des Central- Theaters für die Zeit vom 23. bis 26. Juli setzt sich zu­sammen wie folgt:Journal 263 b";Juni schießt einen Bock", Komödie;Bubi und die schwarze Hand", Humoreske; Im Dienst", Drama;Reingcfallen", Lustspiel;Dcch die Elemente Haffen", Komödie;Die Statue", Tragödie eines Jri-en", Drama in 3 Akten;Nunek in tausend Aengsten", Humoreske.

* Bad Naiihcim. 23. Juli. Eine für Sammler von

Antograplen bcdentsanie Versteigerung wird ans dem Bazar zu in Bosten des Roten Kreuzes ani 25. und 26. Juli stattfindcn. Eine Reihe berühmter Zeitgenoffe» hat in der dankenswertesten Weise Antograinmc von sich eingesanl-t, scdaß dem Sammler günstige Gelegenheit geboten ist, wert­volle Stücke zu erwerben. Unter anderen werden Auto­gramme zur Versteigerung kommen von Graf Zeppelin, Hanns von Zobcltitz, HanSjacob, Rudolf Vresber, Rudolf Herzog, Jda Boy-Ed, Ernst Zahn, Johannes Trojan, Gustav Frcnsscn. Josef Lai,ff usw.

* Bad-Nauheim, 23. Juli. Am Montag besichtigten 20 ruffische Aerzte und Aerztinnen, die unter Führung von E. Mnrawkin-Berlin eine Reihe von deutschen nnd österreichi­schen Bädern studienhalber besuchten, das hiesige Bad. Die Gäste wurden von Geh. Banrat I>r. Ese, nnd Rcgiermigs- baumcister Lorenz an der Bahn empfangen nnd nach einer kurzen Erläuterung durch sämtliche Betriebe geführt, lim 9,12 Uhr abends verließen sie wieder die Stadt.

* Ober Rosbach, 23. Juli. Wiederum ist einer unserer Kämvker für Deutschlands Einheit :nr aroßen Armce ab-

berufen worden. "In Marbach ist der Kriegsveteran von 1866 und 1870/71, Philipp Feuerbach am letzten Sams- tag verschieden und am Montag beerdigt worden. Der Veteranen- und Militärvcrein Ober-Rosbach hatte den alten Mitstreiter, der von hier gebürtig ist, zu seiner Fahnenweihe als Ehrengast eingeladen, leider aber traf er weder selbst noch sonst eine Antwort ein. Nu» erst erfährt man. Laß der alte Kriegsveteran bereits ans Sterbebett über die hiesige Festlichkeit gefesselt war, sonst wäre er unbedingt erschieiwn. Feuerbach war auch mit dem eisernen Kreuze ausgezeichnet worden, indem er im Feldzüge 1870 seinen Haupiniann, der verwundet liegen blieb, aus der Fcuerlin«: heraushcltc und auf den Verbandsplatz brachte. Wäre dcni hiesigen Vetera­nen- und Militär-Verein irgend eine Mitteilung von dem Hinscheiden des verstorbenen Kameraden zugegaiigeii, so wäre auch seitens des Vereins deni alten Veteranen die letzte Ehre erwiesen worden. So wollen wir wenigstens sein An­denken in Ehren halten und dieses auch übertragen ans die übrigen Kämpfer aus der großen Zeit, die wir noch in un- serer Mitte haben. Aus dem Feldzüge 1866 smd fetzt im hiesigen Orte nur noch zwei Mitkämpfer vorhanden, näiulich unser unverwüstlicher Haudegen Heinrich Suffner, mit seinen 75 Jahren noch ein Jüngling bei'fröhlich» Gelagen und Johannes Loos. Vom Feldzuge 1870(71 haben wir noch 8 Veteranen aufzuweisen. Mögen dieselben alle ihren Ange­hörigen und dem Verein noch recht lange und gesund er- halten bleiben. Ueber die Beerdigung des verstorbenen Veteranen finden wir in derButzbach-r Zeitung" folgen­den Bericht:M c> ibach, 20. Juli. In unsere kleine ab­gelegne Waldgemeinde ivar heute Trauer eingekehrt. Galt es doch einen hochverdienten Bürger unseres OrtÄ, den Veteranen Ph. Feuerbach zur letzten Ruhestätte zu geleiten. Feuerbach hatte den Feldzug 1866 in der hessischen Division, den französischen Krieg im 81. preußiichen Infanterie-Regi­ment mitgemacht, und war für seine Tapferkeit mir dein eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. In seiner Lcbens- strllung und nach seinen Verhältnissen ein einfacher, schlich­ter Arbeitsman», hat er doch allezeit treu zur Fahne von Kaiser und Reich gehalten und seine 7 Kinder in Gottesfurcht und Vaterlandsliebe zu tüchtigen deutschen Männern und Frauen herangezogen. Kein Wunder, daß deshalb oer dortige junge Kriegerverein, der zum ersten Male einen Kameraden zur letzten Ruhestätte geleitete, dies in voller Stärke und unter Gewährung aller militärischen Ehren, die denr edlen Manne gebührten, vollzog. Herr Pfarrer Herdt von Butz­bach hielt eine gehaltvolle, von patriotischein deutschen Geist getragene Grabrede, und ihm schloß sich mit warmen Worten dankbarer Anerkennung für den Verstorbenen und der Mah­nung an die überlebenden Kameraden, der Vorsitzende des Kriegerbezirksverbandes Herr Medizinalrat vr. Vogt a», indem er namens der Hassia einen Kranz widmete. Auch der Verein Maibach ließ durch seinen Vorsitzenden, Herrn Bür- gcrmeister Möckel, einen Kranz niederlegcn. Tie drei Ehren­salven hallten an den umliegenden Wäldern und Bergen wieder, dek letzte Mitstreiter aus großer Zeit in der Gc- meinde, die vollzählig das Grab umstand, war zur ewigen Rübe gebettet." Er ruhe in Friedens

* Nieder Rosbach v. b. H., 23. Juli, lieb ertragen wurde am 17. Juli d. I. dein Lehrer August Becker zu Wohnfeld, Kreis Schotten, eine Lehrerstelle an der hiesigen Volks- schule.

* Ulrichstein, 23. Juli. Die hiesige Spar- ui-d Dar- lehnskasse verlor nach endgiltigen Feststellungen durch den Konkurs der landwirtschaftlichen Genoisenichaftshank zu Darmstadt 72 000 Zur Deckung des Verlustes wurden jedem Genossenschaftler ein Fünftel des einbcwhlten Kapitals abgezogen, ferner wird in diesem Jahre keine Dividende ver- teilt. Um ähnlichen Verlusten in Zukunft vorzubcngen, be- schloß die Hauptversammlung die Spar- und Darlekmskasse in eine Gesellschaft mit besckwänkter Haftung umziiwandeln.

* Hiükirchen (Kreis Büdingen)', 23. Jul,. An der Doppelsahnenweihe des Kriegervereins und des Gcsangver- eins nahmen 47 Krieger- und Gesangvereine aus der hessi­schen nnd preußischen Nachbarschaft teil. Vormittags war Festgottesdienst, Pfarrer Döll hielt die Festprcdigt. Mittags traf auch der Standcsherc Fürst von Jsenburg-Birstein mit Familie auf dem Festplatze ein. Lehrer Gönner begrüßte die Festgästc namens der beiden Vereine, Pfarrer Döll sprach über die innige Verbindung von Krieger- und Gcsangver- einen. Der Fürst von Jsenburg-Birstein brachte «in Hoch auf die sestgcbenden Vereine aus. Im Aufträge des Hissio- bezirks Büdingen sprach Bezirksvorsihender Professor Ile. Krämer-Büdingen über die Aufgaben der nationalen Der- eine. Das Fest war sehr stark besucht, todaß Wohl 3G0 -4000 Menschen auf dem Festplatze versammelt waren. Der Fürst von Jsenburg-Birstein hatte jedem festgebenden Verein 50

zur Fahne gestiftet.

* Ober Seemen, 23. Juli. Das achtjährig« Söhnchen des Landwirts Johannes Hofmann von hier ging in der Absicht, sich auf das Nieder-Seemer Fest zu bcgeöen, obne Begleitung vom Hanse fort und ist noch nicht zurückgekchrt.

* Frankfurt a. M-, 23 .JIi. In, Ojthafenqebiet wird in aller Kürze ein Arbeitermnenheim errichtet. Es wird das erste Deutschlands sein, das »ach inobecnen hygienischen und technischen Grimdsätzen gebaut wird. Das Helm erhält 50 Betten und 100 Anfenthaltsräume. Die Kosten des als Erbbaiihans ausgeführten Gebäudes betragen 113 000 Hiervon übernimmt die Stadt nenn Zehntel als Hypothek.

* Frankfurt a. M., 23. Juli. F,n Zologischcn Garte» ist vor einigen Tagen ein besonders frohes Ereignis ei »ge­treten: Herr und Frau Mantelpavian zeigen die glücklickre Geburt eine? gesunden Sprößlings an. Diese» Ereignis ikt »m so erfreulicher, als sich die Assen in Gekangenschaft ziem­lich selten fortpflanzen. Die reichhaltige Sarm^mrg des Agnariiinis und der Reniikionhäiiler kind durch eine L7gße