Ausgabe 
20.7.1914
 
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2. Juni

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2. Juni

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1913

? 1913

1 Jahr alt und älter '

3209

4002

6 2 541

36 bis unter 1 Jahr alt

11640

15 042

9479

unter 36 Jahr alt

25003

21059

22020

Zusammen:

39 852

40103

34040

Darunter find:

Zuchteber im Alter von 1 Jahr und darüber

>00

96

98

36 bis unter 1 Jahr Zuchtsauen im Alter von

75

8.i

83

36 bis unter l Jahr

670

545

879

1 Jahr und darüber

2 636

2554

2183

* Friedberg, 18. Juli. Nach der Nachweisung über den

Stand der Maul- und Klauenseuche im deutschen Reiche am 30. Juni ds. Js. (,L)armstädter Zeitung" Nr. 155 vom 6. ds. Mts.) find folgende Gebiete durch Maul- und Klauenseuche verseucht: Preußen: Königsberg, Gumbinnen, Allenstein,

Danzig, Marienwcrder, Stadtkreis Berlin, Potsdam, Frank- furt, Stettin, Köslin, Posen, Bromberg, Breslau, Liegnitz, Oppeln Magdeburg. Merseburg, Schleswig Hannover, Hil- deshcim, Lüneburg Stade, Münster, Arnsberg, Cassel, Cob- lenz, Düsseldorf, Cöln, Trier, Aachen: Bayern: Oberbaye.n, Nicdcrbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Un- lerfranken, Schwaben: Sachsen: Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau: Württemberg: Schwarzwaldkreis, Jagstkreis,

Donaukrcis: Baden: Karlsruhe, Mannheim: Hessen: Star­kenburg, Oberhesfen, Rheinhcsscn: Mecklenburg-Schwerin,

Mecklenburg-Strclitz: Sachsen-Weimar: Lübeck: Braun­schweig: Sachscn-Altenburg: Anhalt: Waldcck: Hamburg: Elsaß-Lothringen: Lothringen, llnterelsaß.

' Friedberg, 18. Juli. Es ist immer noch wenig bekannt, daß di« Post, wie jeder Spedieur, auf Bestellung Palete aus de» Wohnungen abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mit den Worten:Pa­ket abzuholen bet (Name und Wohnung)" unfrankiert in den nächsten Bricskasten zu werfen oder einem Briefträger mitzu- gebe», und die Sendung wird bei der nächsten Bestellsahrt gegen eine Gebühr von 10 Psg. vom Hause abgeholt. Das Verfahren ist also einfach und bequem. Wir empfehlen e» des­halb besonders alleinstehenden Personen, denen eln Dienstbote nicht zur Verfügung steht.

* Fricdberg, 18. Juli. Während bisher viele einsam ge­kegene Forsthäuscr in Hessen gleichzeitig Wirtschaftsbctricb halten, den die Förster bezw. ihre Frauen nebeichei ausübtcn, soll das in Zukunst nicht mehr der Fall sein. Die Förster, welche den Wirtschastsbctrieb haben, sollen ihn behalten, aber bei Neubesetzung der Stellen wird die Genehmigung dazu nicht mehr erteilt. Vielniehr sollen staatliche Gebäude, Burgruinen usw., wo bisher Förster wohnten imd Wirt- schastsbetrieb hatten, an Wirte verpachtet werden. Der An­fang mit dieser Neuerung ist bereits verschiedentlich gemacht.

* Fricdberg, 18. Juli. In den Tagen vom 7. 12. Juli hat die zweite diesjährige Befichtigungsrrise hesteri-naustau- ischer Landwirte nach dein Ansiedlungsgebiet in Posen und Wcstpreußen Itailgesunden. Es waren hierzu Teilnehmer an? den Kreisen Cassel-Land, Hofgeismar, Wolfhagen, Mar­burg, dem Bezirk Wiesbaden, der darmfbädtüch-hesstschen Provinz Oi-crhessen und dem Fürstentum Waldeck in Cassel cingetrosse», welche in der Frühe des 7. ds. Mt. unter Füh­rung des Vertrauensmannes der Königs. Anficdlungskom- inission die Fahrt nach dem fernen Oestn antraten. Die Reise verlief nach dcnr Programm der vorigen Reise, über nelche wi- (c>!'. T jctt bcrichteten. Die Reiseteilnchiner äußerten sich sämtlich sehr befriedigt über das Ansiedlnngs- wcrk in dem zukunftsreichen Osten unseres deutschen Vater­landes. Besondere Verwunderung rief es hervor, daß inan fast überall in der Provinz Posen schon am 7. Juli mit dem Schnitt de? Roggen? begonnen hatte. Auch im übrigen war n die Fcldjrllchte bedeuter-ö weiter vor als in Hessen und ergaben einen »nt'.üglickien Beweis von der Fruchtbar­keit des Bodens. -- Mit Rücklicht darauf, daß eine größere Anzahl Landwirte unserer Provinz ihre Beteiligung an dieser Reis: zugesagt, aber wegen der verspäteten Heuernte nicht rische inen konnten, soll in diesem Jahre noch eine dritte Bcsichtigungsrcise »ach dein Ansicdlungsgebict stattfinden. Diese Reise wird am 8. Scpteinbcr von Cassel aus angetceten. Kandwirte, die sich an dieser Reise beteiligen wollen, er­fahren Näheres bei dem hiesigen Vertrauensmann der Kgl. S.'nsiedlungskommission, Herrn H. Schaumburg, Cassel, schönfeldcr Straße 7.

* Gießen, 20. Juli. Wohl selten haben die Linden während ihrer Blütezeit einen jo starken und angenehmen Tust verbreitet, wie in diesem Jahre. Schon wochenlang wird man von deni angenehmen Dust berührt, wenn nian nur in die Nähe einer mit Linden bepflanzten Straße kommt. So vor allem die Ilodhciinccstraßc und die verschiedenen ilulagen. Zur Zeit blühen die jungen Linden in der Löber- s!:aße längs der Wicseck und verbreiten ihren Dust bis in die Hälfte der angrenzenden Bismarck- und Goethestraße. Jetzt ).i offenem Fenster zu schlafen, ist ein Genuß. Hoffentlich derben die Blüten auch tüchtig Nektar bieten, damit die hrencn sammeln können und den Verlust wieder einbringen, te» der kalte Regen während der Blütezeit im Frühjahr den Imkern verursacht hat.

* Gießen, 20. Juli Als der Journalist Wohlgcinutli üch am Freitag wegen Steiicrhinterzichung vor der Straf- lanimer zu vcrantlvortcn hatte und von dein Richter gefragt wurde, warum er der Steuerbehörde keine Einschätzuug ge­macht und keine Aufklärungen gegeben habe, sagte er, er Hab« mit verschiedenen Juristen darüber gesprochen und einer von diesen, er wisse nicht mehr welcher, habe ihm gesagt: stUnd wenn Sie so rein wären, wie ein Engel im Himmel, ! würde Ihnen das Finanzamt doch nichts glauben " Aus diesem Grunde habe er die Einschäbnna unterlaßen.

91«»« X»8«*}«ttuuft, 3 HmU««. bta ZQ. 3»tj 1814.

* Gießen. 20. Juli. - Unsere RrgioientSkapelle gibt all- sonntäglich in der Siidanlage ein Freikonzert, das von Mufik- liebhabern und namentlich auch von der akademischen Jugend mit ihren Damen immer stark besucht wird. Tritt am Sonn­tag aus dienstlichen Gründen ein Hindernis ein, so konzer­tiert die Kapelle in der Regel am Freitag abend. Auch am letzten Freitag fand das Konzert um 7 Uhr statt, wurde aber durch das Betragen der zahlreich anwesenden Kinderschar sowie das Lachen und Weinen der mit Dienstmädchen an- wesenden kleinen Kinder derart gestört, daß Herr Ober- musikmeister Löber mstten in einem Stück, das verschiedene Solis für Klarinette brachte, abwinkte und mit seiner Kapelle den Platz verließ. Es genügt nicht, daß die Stadt zu dem Konzert den Platz gibt, sie muß auch dafür sorgen, daß Ruhe und Ordnung austecht erhalten wird und wenn nötig, hiermit die Polizei beauftragen.

* Gießen, 20. Juli. Die Klinizisten, eine Verbindung von Studenten der Medizin, zogen zur Schlußfeier des Semesters am Samstag nachmittag mit Musik nach dem Hardtberg. Hier vergnügten sic sich bis zum späten Abend und bei Eintritt der Dunkellieit wurde der Platz mit bunten Lanipions behängen und durch weithin leuchtendes benga­lisches Fener erhellt.

* Frankfurt a. NI., 18. Juli. Der Magistrat hat gestern den Stadtverordneten eine neue Vorlage zur Erhöhung der Be- amtengehälter und Arbcitcrlohne ocrgelegt. Die in Aussicht genommene Erhöhung ist eine Folge der durch den Wehrbeitrag erfolgten Steuermehreinnahme von einer Million Mark und beträgt insgesamt etwa 770 000 Mark. Die Vorlage soll am Dienstag zur Beratung kommen. Wie man aber hört, rechnet man noch mit einer Zurückziehung derselben durch den Magist­rat, weil die Vorlage mancherlei Fehler auswcisen soll.

* Frankfurt o. M., 18. Juli. Wegen Befreiung einer Pro­stituierten aus den Händen von Polizeibeamtcn wurde der Schriftsetzer Spritzer zu g Monaten Gefängnis verurteilt. Aus die recht hohe Strafe erkannte das Gericht im Hinblick auf die Unsicherheit in der Kaiserstraße.

Hestcn-Nastau.

* Bad Homburg v. d. H., 20. Juli. Nach endgültigen Bcstiminunge» findet die Kaiserparade des 8. Armeekorps am 8. Sepien,ber in Koblenz statt. Der Kaiser trifft in Koblenz an diesem Tage vormittags ein und wird von der Kaiserin, dem Herzogpaar von Braunschweig, dem Prinzen­paar Eitel Friedrick), dem Prinzen August Wilhelm, Joachiin und Oskar begleitet sein. Als Ehrengäste werden der Parade beiwohnen der König von Griechenland, der zu dieser Zeit auf Schloß Friedrichshof im Taunus weilt, und verschiedene andere Fürsten. Ferner nehmen an der Parade teil Kriegsminister v. Falkenhayn, General-Fcld- niarschall Hülsen Häseler, Graf v. Moltke und ungefähr 40 stemdherrliche Offiziere. Die Gesanitstärke der Parade- niannschaft beträgt ungefähr 40 000 Mann, die von dem koni- mandicicuden General Tülsf von Tschcpe und Weidenbach befehligt werden. Die Kaiserin bleibt nach den neuesten Be- stinnnungen bis zum 31. August auf Schloß Wilhelmshöhe bei Kassel.

* r Gelnhausen. 20. Juli. Wie der Bcrwaltungsbericht des Kleisausschußes mitteilt, ist der Stadt Gelnhausen von einem Privatmann ein großes Jugendheim (Wert etwa 50 000 Mark) gestiftet worden, besten Ausführung der Neuzeit entsprechend auf Kosten des Stifters erfolgen wird. Hier sollen sämtliche Jugendliche der Stadt Gelnhausen versammelt werden. In Somborn wird die Kirchcngemeinde ein zum Pfarrgut gehören­des Gebäude zum Ausbau als Jugendheim zur Verfügung stellen. In Bad Orb und Wächtersbach sollen größere Jugend­heime unter Vetcilig»»g der Stadtgemeinden errichtet werden.

* F. E. Wiesbaden, 20. Juli. Aus allen Teile» der Provinz Hessen-Nassau wird gemeldet, daß die Heuernte durchaus reich und auch qualitativ sehr befriedigend ausgc- fallen ist.

* Wiesbaden, 18. Juli. Auf dem Hauptpostamt in

Wiesbaden wurden in den letzten Tagen die verschiedenartig­sten Gegenstände in den verschiedenen Räumlichkeiten gefnn- den, von denen hier mir eine kleine Probe gegeben sei. Neben Ringen, Broschen, Schirmen, Stöcken, Handschuhen, Taschen­messern waren da: 2 Kannen, 1 Paket Lcii:Wandabfälle, 2 Rcklameinarken und 2 Hühnereier-

* F. C. Wiesbaden, 20. Juli. Die Schweinezucht hat sich in den Kreisen Westerburg- Oberwesterlvald und Dill infolge der Errichtung von 10 Ebcrstationcn in 1912/13 2 beständen bereits erfreulich eniwickelt. In der Zeit voin 1. Janiiar 1913 bis l. Januar 1911 sind 6423 von diesen Eberstationcn stammende Ferkel aufgezogen worden, die einen Wert von 128 460 Jl repräsentieren. Besonders aber hat im vormaligen Amt Wallmerod (Kreis Westerburg) die Schweinezucht zugcnommen. Dort sind allein durch die im Jahre 191243 errichtete Ebecstation für rund 70 000 Jl Ferkel aufgezogen worden, die alle in der Gegend ab >e Zwischenhandel abgcsetzt wurden. Als seltener Fall sei her- vorgehobe», daß bei beni Landwirt Joseph Wagenback- >11- in Hundfangen ein Mntterschwein in sechs Würfen 111 lebende Ferkel zur Welt gebracht hat. Es ist-0-^er. daß in Bälde alle nötigen Schtveinc in genannten Kreisen gezüchtet werden können, vorausgesetzt, daß die Sckiweinep:"ile, die im vergangenen Jahre meist lohnend waren, für die Folge eine Rentabilität der Schweincbaltiing erwarten lassen und nicht so niedrig bleiben wie zur Jetztzeit.

" F. C. Wiesbaden, 20. Juli. Ter Aebeiier Hoüncisler in Wiesbaden, der sich von hiesigenDamen" seinen Lebens- »nterbalt beschasste und dafür diese hier und da traktierte, wurde wegen Zuhältern und Körperverletzung in Anbetracht seines gcineinen und gefährlichen Handelns zu l Jahre 1 Woche Gesärigniz, 6 Jahre Ehrverlust und Stellung unter' Polizeianlsicht i-ernrteilt.

* Wiesbaden, 18. Jul!. Tcr Agent Juliu? Wahl in Wiesbaden hatte von dee Frau Friü Renendorii den Aui-

_ Seile 3,

trag erhalten, ihr 12000 M in bar zu besorge» und zwar auf Wechsel. Als Abschlußprovision waren dem Gcldbeschrffer 500 Mark zugesichert, chm aber zur Pflicht gemacht worden, von der Summe dürste nichts in die Hände der Herren Mark- lofs und Christmann gelangen. Dem war indessen nicht so. Markloff und Christmann wurden, da sie Forderungen an Neuendorff hatten, befriedigt und Wahl strich im Voraus seine 500 Jl Provision ein, obwohl er gegen den Willen seiner Auftraggcberin gehandelt. Aber nicht nur einen Ver- trags-bruch sondern auch eine Untreue erblickte die Straf- kammcr nun in dem Verhalten Wohls und verurteilt« ihn zu 4 Monaten Gefängnis.

* 8-C. Limburg. 20. Juli. Zu seinem 26. Verbands- tage trat in Limburg der Verband der Naffauischen landwirt­schaftlichen Genossenschaften unter dem Verbandsdirektor Petitjean-Wiesbaden zusammen. Als Vertreter der König­lichen Regierung wohnte Rcgierungsrat Goltz den Verhand­lungen an. Den Bericht über das abgelausenc Verwaltungs- jahr erstattete der Vorsitzende. Dem Verband, dem 215 Ge- nosscnschaftcn angehörtcn, sind verloren gegangen der Kon- sunivcrcin Sindlingen, der von einem Frankfurter Konsum- Verein aufgekaust wurde, der Spar- und Bauverein Wies­baden, der in Liquidaston trat und die Parsüinerie-Einkaufs- genossenschast der Friseure in Wiesbaden, der einem andere» Verbände bestrat. Neu hinzugekomnien sind sechs Genossen- schäften und zwar in Bierstadt. Schwcighausen, Biebrich, Panrod, Schadcck und Schupach, sodaß dein Verbände jetzt 218 Genossenschaften angchörcn. Don diesen haben 181 die unbeschränkte, 31 die beschränkte Haftpflicht, eine Gesellschasi besitzt beschränkte Haftung, während zwei Vereine bislang noch nicht ins Gcnosscnschaftsregister eingetragen wurden. Die Mehrzahl an Genossenschaften hat der Kreis Biedenkopf mit 30 aufzuweiscn, ihm folgt der Landkreis Wiesbaden mit 29 Genossenschaften. Mit je 4 Genossenschaften stehen der Tillkreis und der Rheingaukreis an letzter Stelle. Tie Mit­gliederzahl beträgt 23176, davon allein 15 655 in den Kredit­genossenschaften. Im einzelnen zählt der Verband 129 Kreditgenossenschaften, 73 landwirtschaftliche Konsumverein? »nd 16 sonstige Genossenschaften. Die Kreditvereine des Verbandes zeigten 23 492209 ^ Aktiva, 18 14010t .ff Spareinlagen, das sind gegen das Vorjahr 770 000 mehr. Der Gesamtumsatz stellte sich auf 28 968 425. Die angc- schlossencn Konsumvereine setzten Waren im Werte voii 2 435 568 M ab- Den zwei Molkereien, die dem Verbände angchörcn, wurden 3 560 598 Liter Milch angeliefert. Ab­gcsetzt wurden 2654 448 Liter Milch und 18060 Kilogramm Butter, wodurch 724 474 'Jl vereinnahmt wurden. 9 sonstige Genossenschasten erzielten 288 472 M Umsatz. Die vier kein Verbände angegliederten Winzervereinc erzielten 7676 Jl Gewinn, dem indessen 15 477 Jl Verlust gegenübersteht. Der Umsatz stellte sich auf 182 988 'Jl. Die Zentral-Ein- und Verkaufsgenossenschast für den Regierungsbezirk Wiesbaden, der 88 Mitgliedsgenossenschaften mit 107 Geschäftsanteil.'» und 187 000 Jl eingetragener Haftsumme angehören, ver­fügt über 26036 Jl und hatte einen Warenbezug in, Ver- kaufswcrte von 591198 Jl. Die Genossenschaftsbank für Hessen-Nassau, die 211 Mitglieder zählt, erzielte bei einem Umsatz von 41316 690 Jl und Gewährung von Krediten in Höhe von 3 965 000 Jl, 23 547 Jl Reingewinn. Bei der Be- richterstattung über die Revisionstätigkcit brachte der Refe­rent auch wieder die Langendcrnbacher Affäre in Erinne­rung. Wie durch sachgemäße Verwaltung der in Schwierig­keiten geratene Verein wieder gesundet sei, das zeige das Ergebnis des letzten Jahres. Die Langcndcrnbachcr Kasse habe einen Umsatz von einer halben Million Mark erzielt, 4881 M Gewinn zu verzeichnen »iid sich bereits wieder 37089 Jl eigenes Vermögen geschaffen. Daß die Bevölke- rung wieder das Vertrauen zur Kasse gcfiinden habe, ergebe sich daraus, daß 75000 M bei der Kasse als Spareinlagen anfzuweisen seien. Diese Ergebniste seien um so erste,ilichei als aus eigener Kraft ohne fremde Hilfe die Gesundung der Genossenschaft herbcigeführt worden sei. Wie wichtig der Anschluß an einen Revisionsvcrband sei. das bade im letzten Jahre eine sogenannte wilde Genossenschaft in Eschbach im * Kreise Usingen eingesehen. Sic sei, weil ohne jeglichen An­schluß an einen Nevisionsverband, von einem gcrichtseitig bestellten Revisor seit Jahren revidiert worden, jetzt habe sic eine Unterschlagung von 30 000 Jl seststelle» müssen und dadurch den Weg zu dem Verbände gefunden. Die sahnng?- gemäß auSscheidcnden Vorstands- und Ansschnßniitglieder: Reichstagsabgeordneter Bürgermcister Hepp-Seelbach. Land- Wirt Georg Hatzinann-Nieberneisen, Beigeordneter Johinn PreiS-Hochheim und Bürgermeister Georg Wilhelm Lang- Heringen wurden einstimmig wiedergcwählt der Spar- und Kreditverein Frankfurt-Rödelheim e. G. m. ». H. hat sich i» Frankfurt n. M. einer anderen genostenschastlichn Bank all­geschlossen. Die Verbandsversamnilung beschloß den Aus­schluß des Vereins ans dem Verbände, 0r. Weiß-Wiesbaden referierte zum Schluß über die Rassauischc Lebensversiche- rungSanstalt, verwaltet von der Rassauischn Landesbonk Biedenkopf brachte sich sodann für die nächstjährige Tagung in Vorschlag, worüber der Vorstand noch beschließen wird.

«Igrderichl ;m» franhfurttr Virhinork»

Montag, den 20. Juli 1914.

Austrieb: 418 Ocksten, 73 Bullen, 864 Kühe. 383 Kälber, 56 Schafe, 2696 Schweine.

Weizen und Roggen keine Notiz. Neuer Roggen wurde vereinzelt angeboteir, doch kam kein Preis zu­stande. Hafer 18,5019,50.

Frankfurter Wetterbericht.

Wolkig, bis auf Gewitter trocken. füdli.l.e Wind«.