Ausgabe 
20.7.1914
 
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Rr. 187

Unu *ng*«i*tt«iig. »rvntng, ton iu. ;wu 1914.

et behauptet, ouo guter Quelle weih, bah man gedroht habe,

diese Gesandtschaft mit Bombe» in die Lust zu sprengen. In

»iplomatischen Kreisen glaubt man, daß man in Men diesmal -ntjchloffen ist, die österreichische Diplomatie daran zu hindern, iah sie sich ähnlichen Kritiken aussetzt, wie ihr eine solche in der Affäre Prohaska zuteil wudre.

:: Einreihung des dritten österreichischen Dreadnoughts

i» die Eskadre. Der dritte österreichisch ungarische Dreadnought Prinz Eugen" wurde in die Eskadre eingestellt. Die österrei­chisch ungarische Kriegsmarine verfügt nunmehr über drei hoch­moderne Schlachtschiffe. Beim Bau des vierten Dreadnoughts .Ezeut I!tvan" hat fich eine erhebliche Verzögerung ergeben, jodaß der augenblickliche Gefechtswert der Schlachtschifs-Divi- ston eine bedeutende Derminderung erfährt.

Frankreich.

:: Kein Urlalib der sranzöstjchen Soldaten. Der Abgeord­nete von St. Etienne hat den Kriegsminister in einem offe­ne» Brief daraus aufmerksam gemacht, daß ein großer Teil der Soldaten, die für das letzte Jahr im Alter von 20 Jahren in die Truppenteile eingestellt wurden, bis zur Stunde nur einen ganz geringen Teil der 40 Tage Urlaub erhalten haben, die ihnen durch das letzte Rekrutierungsgesetz ausdrücklich zugestan­den find. Die Manöver rücken heran und es ist zu befürchten, daß die Soldaten nicht die Gesamtzeit des gesetzlichen Urlau­bes erhalten und daß die meisten nur ein einziges Mal auf Urlaub gehen können, sodatz die Abficht des Gesetzgebers zum größten Teil unausgeführt bleibt. Der Abgeordnete verlangt, daß den Truppen-Kommondeuren genaue Vorschriften in be­treff der befielen Verteilung des Urlaubs gegeben werde.

England.

:: König Georgs Flottenrevue uend die Ulsterkrise. Der König von England, der Prinz von Wales und Premiermini­ster Asquith find in Portsmouth ssingetroffen und haben sich auf die königliche Pacht begeben. Der König wird schon heute abend nach London zurückkehren, anstati, wie beabsichtigt, bis Dienstag in Portsmouth zu bleiben. Die Zollbehörde von Dublin hat gestern große Quantitäten Gewehre und Munition beschlagnahmt, die für die Rebellen von Ulster bestimmt wa­ren, ebenso Sättel und Geschirre, die aus Heyshoin mit einem Dampfer der Laird-Linie angekommen waren. Die United Irish Liga in den Vereinigten Staaten hat 100 000 Dollar für die nationalistischen Freiwilligen gesammelt. Sie will ver- schen, binnen einem Monat eine Million zusammenzubringen, lg MV Dollar sind bereits an Redmond abgeschickt worden.

Rußland.

:: Blutiger Zusammenstoß zwischen Polizisten und Strei­kenden in Petersburg. Gestern hat die Volksmenge in einem Teile der Stadt eine sehr aufreizende Haltung eingenommen. Neun Polizisten wurden mit Steinen beworfen und schwer ver­letzt. Zwei Polizeiosfiziere wurden von einer zahlreichen Men­schenmenge umzingelt und eingeschlofien. Um sich zu befreien, mußte» sie schließlich von ihren Revolvern Gebrauch machen. Pier Arbeiter wurden hierbei verwundet.

Albanien.

:: Reue Verhandlungen mit den Aufitnndischen. Nachdem

die Aufständischen vor Durazzo den begangenen Formfehler ver- befiert »ud die Einladung zu einer Besprechung auch an die Gesandten Oesterreich-Ungarns und Deutschlands gerichtet ha­ben, soll diese nunmehr am Mittwoch in Schiak ftattsinden.

:: Die Verteidigung Balonas. Aus Valona kommen be­ruhigende Nachrichten. Die Epiroten haben offenbar die Ab­sicht eines Angriffs auf die Stadt aufgegeben. Hauptmann Ghilardi brach mit achthundert Freiwilligen und zwei Mitrail- leusen von Valona auf, um die bei Vvjufia lagernden Epiroten anzugreifen. Heute trifft in Valona der rumänische Hauptmann Eristeson mit dreihundert Mann ein. Die Berichte aus Ba- lona heben die vollkommene Uebereinstimmung der von Oester­reich-Ungarn und Italien verfolgten Politik hervor.

Prenk Bib Doda über die Lage des Fürsten. Prenk Dib Doda hat fich von einigen in Durazzo anwesenden Journalisten interviewen lasten. Er erklärte, daß die Lage des Fürsten mi­litärisch eine sehr schlechte sei, da das Kräfteverhältifis der "lusständischen und des Fürsten sich wie 8 zu 2 verhalte. Europa, das Albanien theoretisch geschaffen habe, muffe auch dafür sor­gen, daß seine Schöpfung praktischer Wert erhalte. Er sei der llnsicht, daß die erste Bedingung zur Lösung der Schwierigkeiten die Verlegung der Hauptstadt von Durazzo nach Skutari bilde, wo der Fürst inmitten einer treuen und bis zum Aeußersten er­gebenen Bevölkerung leben würde.

Bereinigte Staaten.

:: Schwere Wirbelftürme in Kentucky. Schwere Wirbel- stünne im Staate Kentucky haben große Verheerungen angerich­tet. Aus Henderson wird gemeldet, daß die dortige Gegend von einem furchtbaren Wirbelsturm heimgesucht worden sei, Oft auch zahlreiche Opfer an Menschen gefordert habe. Bisher 'vurden fünf Leichen gefunden. Man befürchtet, daß unter den Trümmern der eingeflürzten Häuser noch weitere Leichen liegen.

Mexiko

r: Eine neue Revolution. General Orozoo hat eine neue Revolution gegen Carranza entfacht und operiert nördlich von Aguns Calientes. Billa ernannte Fierro und Dominguez zu Generälen. Beide find Feinde Earranzas. Elfterer ist der Mörder des Engländers Benton. Obregon nahm nach der Besetzung von Guadalajara dem Klerus und den reichen Ein­wohnern Millionen weg.

Rhcichhrl Der Vereinigten Landwirte.

Hub zu Schiffe da grüßen die Burgen so schön.

Und die Stadt mit dem ewige» Dom.

I» den Bergen, loie klimmst du zu schwindelnden Höhn Und blickest hinab in den Strom.

Das war eine Fahrt, au die sich gewiß olle Teilnehmer mit Lust und Freude erinnern lverden und Glück haben wir gehabt. Den Wettervorhersagen zum Trotz, die gar nicht günstig lautete«, leuchtete uns tie Sonne auf der galten Führt und den 482 Teilnehmer, die sich aus dm- Bahstböten

in Frankfurt nnd Höchst zusoinmengefunden batten, lachte ebenfalls der hellste Sonnenschein aus dcm Herzen. Das fröhlichste Treiben begann auf dem DampferDrachenfels", der um 8 Uhr von Mainz ab die Reisegesellschaft den schönen Rhein hinabführte. Die ganze heimische Londwirtschast war vertreten, da war die Wetterau, der Taununs, das Maintal, ja selbst vom Fuße de? Bogelsbcrges waren sie gekommen, große Freude erregte es, daß unser alter Freund Nenn, trotz seiner 73 Jahre mit einein ebenso alten Freunde ans Düdelsheim gekommen war. Da begrüßten sich alte Freund--, die sich lange nicht gesehen hatten, dort wurden neue Bekann!- schäften angeknüpft nnd Frohsinn herrscht« allerorten. Bon den Usern winkten die traulichen Rbeinstädtchen und Dörfer, Eltville, Oestrich, Geisenheim, Hattenheim und wie fi? alle heißen, von denen man weiß, daß in ihren Gemcirknnnl ein gar herrlicher Tropfen wächst. Gegen %10 Uhr betfiit- beton Böllerschüsse die Ankunft in Rüdesheim, wo den. Nationaldenkmal auf dem Niederwald ein Besuch abgcstattet wurde. Am Fuße des Denkmals begrüßte der Vorsitzende, Herr Gutspächter V i e h m a n n - Rumpenheim, die Fest- gäste, über deren große Zahl er seine Freude aussprach, sein Hoch galt dem deutschen Kaiser. Nachdem die Klänge deS Heil Dir im Siegerkranz" verklungen waren, ergriff Schrift­leiter Hirschel - Fricdbcrg das Wort zu folgender An­sprache:

Grüß' Dich, Deutschland, ans Herzensgrund!

Mit diesen Worten wollen auch wir den heutigen Tag begrüßen, der uns zu der frohen Festsahrt vereinigt hat. In imserer heutigen Zeit, wo so viele Feste gefeiert werden, daß man von einer förmlichen Festessenche gesprochen hat. kann man diesen Vorwurf den Vereinigten Landwirten ge­wiß nicht machen. Wohl haben wir bewiesen, daß auch wir Feste zu feiern verstehen, aber seit einer langen Reihe von Jahren haben wir die Feste, die allüberall gefeiert wurden, nicht vermehren zu müssen geglaubt. Man wird uns also nicht verübeln können, wenn wir heute einmal unsere Ge- treuen an den deutschen sich ein zufamincnberufen haben. Und die stattliche Zahl, die heule hier zusammen gekommen ist, zeigte, daß unser Ruf auf fruchtbaren Boden gefallen ist. So begrüßen wir denn all' die Männer und Frauen, die aus Gottes Werkstätte, dem fruchtbaren Ackerfeld, zu der nationalen Stätte am deutschen Rheinstrom gekommen sind. Vaterländische Gesinnung ist die geineinsame Gr.::rdlage aller hier Anwesenden, wie denn auch Heiinats- und Vaterlands­liebe und Bauernstand znsommcngehören. Es wird heute so viel davon gesprochen, daß wir ein reiches Volk geworden seien und daß wir ohne unseren weltumspannenden Handel, ohne imsere großmächtige Industrie gar nicht mehr die Kosten eines Krieges tragen könnten, der zu einem siegreichen Ende führen würde. Nun, verehrte Anwesende, ich ver­meine, daß wir so ängstlich nicht zu sein brauchen. Was der heutige Staat leisten kann, das hat er erst zu beweisen. Als aber vor 100 Jahren Deutschland das Joch der Fremdherr­schaft abgeschüttelt, als es den größten aller F-'dherren be­siegt hatte, da war es ein Bauernland, das diese Tat voll­bracht hatte und als die herrliche Siege errungen wurden, von denen dieses Denkmal Kunde gibt, und als der lang­ersehnte Traum von dem einigen Deutschland endlich in Er­füllung ging, da war Deutschland auch noch ein Ackerbau­staat und so können wir, ohne daß wir uns über die anderen Stände erheben wollen, sagen, daß deutscher Bauerngeist und deutsche Baucrnkraft die Grundlage unseres Vaterlandes gewesen sind. Deutsche Bauern haben die blntigeu Schlachten geschlagen und die Siege errungen nud uns, den Enkeln, ziemt es, es zu erhalten, was die Väter geschaffen haben. So oft wird der Lebenden gedacht, der Mitkämpfer und Veteranen aus der großen Zeit: die Toten aber, die Gefallenen, all' die Tausenden, die ans den Schlachtfeldern für das Vaterland ihr junges Leben aushauchen mußten, werden zu oft ver­gessen. Von ihren Gräbern heißt es, wie n - h den Be­freiungskriegen gesungen wurde:

Der Pflüger pflügt darüber Er fragt nicht nach dem Grab.

Der Wanderer zieht vorüber Schaut nicht ans euch hinab!

Wir aber wollen angesichts dieses Denkinals der 'oten Helden gedenken und sie dadurch ehren, indem wir uns be­mühen, daß sie licht vergebens gestorben sind. Denen gilt unsere Liebe, die treu und fest zum Vaterlande stehen, Kampf aber denen, die kein Vaterland kennen, die es fertig bringen, wie die Vertreter des Umsturzes im Reichstag ihre Reden mit einem: Vive la france! zu schließen. Wer nicht sein. Land liebt,, der liebt nichts ans Erden!"So hat vor dreihundert Jahren schon der eng­lische Dichter Shaksspcare gesagt. Handeln wir danach! Entzünden wir ein Feuer vaterländischer Begeisterung nicht nur für einen Angenbiick, sondern ans innnerdar. Und die Funken dieses Feuers mögen die Teilnehmer mit heiin- nelnnen in ihre Dörfer nnd in ihre Familien. An den Frauen aber ist es, am häuslichen Herd das Feuer der vaterländischen Gesinnung in Brand zu halte» nnd die Männer zu crniun- tcrn, wenn sie müde und mutlos lverden wollten.

In diesem Sinne wollen wir den heutigen Tag feiern: Es wogt das Korn im Sonnenbrand Darüber die Glocken schallen.

Sei mir gegrüßt, mein deutsches Land,

Du schönstes Land von Allen!

Angesichts dieses hehren Denkmals, angesichts dec Herr- lichen deutschen Lande, laßt uns einstimmen in den Ruf: llnser geliebtes deutsches Vaterland, es lebe hoch! Begeist rt wurde in den Ruf eingestimmt. Ergänzend gedachte Herr Hirschel noch des Altreichskanzlers, um zu beweisen, daß Dankbarkeit in den Herzen der Bauern noch nicht erstorben lei. Das Andenken an diesen, den eisernen Kanzler den

stunnerproblen Freund der deutschen Landwirtjchvft, werde

niemals erlöschen. , , j

Herr Grimm- Obernrsel weihte daraus den Ver­einigten Landwirten rin Hoch und dann ging es

gestiegen nach Aßmannshausen. wo der Dampfer die Alke wieder aufnahm. Dort wurde uns die Fronde, einen alten Freund, den Landtagsabgeordneten Michel Wolf begrüße,> zu können, der von Bingen herüber gekommen war. Nun ging es weiter den Rhein hinab, an Lorch. Bacharach, Caub, Oberwesel und der Lorelei vorbei, nach St. Goar. In vier Gasthäusern, imRheinfels", imkalten Keller", in der Rose" und in derRheininst" wurde fiir des Leibes Not­durft gesorgt. Ueber die Ausnahme und die Bewirt» tg herrschte nur eine Stimme des Lobes, so daß man frisch ge­stärkt um 4 Uhr die Heimreise antreten konnte. Als man m dem Denkmal Blücher's vorbeisuhr, da ergriff unser alte: Wolfs-Bensheim, der es sich zur Freude Aller nicht neh n;n ließ, an diesem Tage bei seinen alten Freunden zu weilen, 8c3 Wort zu einer kräftigen und packenden Ansprache. Er ce- dachte des alten Haudegens, der dafür gesorgt hatte, daß die Diplomatie vor hundert Jahren nicht die Erfolge deS Schwertes zunichte gemacht hat. Er gab einen Ueberblick der Lage in der verhängnisvollen Neujahrsnacht 1814, :-jo Blücher bei Caub den Rhein überschritten hat und jubelnd drangen nach seiner begeisterten Rede die Klänge deS:W >S blasen die Trompeten, Husaren heraus", über den Rhein. Auf dem Schiffe selbst hat sich niemand gelangweilt. Die Jugend tanzte, die Pionierkapelle spielte auf, man unterhielt sich und bewunderte die herrliche Gegend, Volkslieder er­tönten, sogar die Gcinslies kam zu ihrem Rechte, dabei ver­gaß man auch nicht, die Güte des Weines zu probieren und inancher Tropfen ist dort auf dem Schiffe getrunken worden.

.... Um 8 Uhr erfolgt« die Landung in Mainz, die Mu­sik voran ging es zu derStadt Mainz", wo bald der geräumig, Saal bis aus das letzte Plätzchen gefüllt war. Dort ergriff Herr Ad. H e n s e l - Dortelweil das Wort, um tu heimischer wetterauer Mundart die Mitglieder zum treuen Feschalten an die Vereinigung auszusordern. Herr Hirsche! wars noch­mals einen Rückblick aus den schön verlebten Tag und hielt es für eine Ehrenpflicht, der Verdienste des Herrn Ad. Hensel uni diesen Tag zu gedenken, nicht allein, daß er den Gedanken dazu angeregt, so habe er auch säst die ganze Vorarbeit, die nicht zu knapp gewesen sei, bewältigt. Dafür gebühre ihm der aufrich­tigste Dank, dem auch ein Mitglied dadurch Ausdruck gab, daß er ein Hoch aus Hensel ausbrachte. Herr Direktor Tylmann- Hanau gedachte der Tätigkeit des Herrn Hirsche! usw. Dann kam die Stunde des Ausbruchs. Ein Sonderzug bracht« alle Teilnehmer nach Frankfurt und Höchst, um Mitternacht waren die meisten Gäste wieder in ihrem heimatlichen Gefilden.

Es war ein Tag, der in der Erinnerung aller Teilnehmer freudig wachgehalten wird lange Zeit,

Ans der Heimat.

* Obst- und Eartenbauverein Friedberg-Fauerbach. Da in der Hauptversammlung der Beschluß gefaßt wurde, am 6. Aug. auf dem Ofienheimer Wäldchen ein Sommersest für die Fa­milie» der Mitglieder abzuhalten, so trat gestern das erwei­terte Comitee zusammen. Es wurde folgendes Programm aus­gestellt: Um 2 Uhr nachmittags Abmarsch mit Musik vom neuen Bahnhof. Die Fauerbacher Freunde versammeln sich am Kriegerdenkmal, wo sie sich anschließen. Bis um 4% Uhr findet Konzert der Militärmufikschule statt. Während dieses Konzertes und des weiteren Nachmittags wird eine reichhaltige Tombola, ein Schießstand,, ein Stand für Speerstechen und Plattenwersen für die Unterhaltung der Erwachsenen sorgen. Für die Kinder sind zahlreiche Spiele mit Preisoerteilung vorgesehen. Herren und Damen des Bereins haben diesen Teil des Programms übernommen. Für die tanzlustige Ju­gend ist ein reiches Tanzprogramm vorgesehen. Ueberraschuiy ge» besonders für die Jugend werden zur Unterhaltung beitra­gen. Ein großer Zeppelin wird steigen usw. Zum Schluß ist eine große Fackelpolonaise für Jung und Alt und Fackelzug mit Musik heimwärts, vorgesehen. Alle Mitglieder des 'Vereins sowie Freunde werden heute schon aus diesen Festtag aufmerk- - sam gemacht und gebeten, sich den Sonntag, den !6. August, den Obst- und Eartenbauverein vorzusehen. '

* Zri-dbcrg, 18. Juli. Eine ungemein reiche Aprikosen ernte steht in diesem Jahre in sicherer Aussicht. Nach dem Urteil der Landwirte standen die Bäume fett Jahrzehnten nicht so vielversprechend da wie jetzt. Alle Zweige sind förm­lich überladen von Früchten, die bereits die Größe einer star­ken Nuß zeigen nnd durchweg gesund sind. Selten findet man unter vielen tausenden von Aprikosenbäumen einen Bauin, der nicht reiche Ernte verspricht. Dabei sind die Bäume selbst von guter Gesundheit, und nirgends zeigt eine Spur von der vor niehrercn Jahren so verheerend auftrelenden Blatt­sallkrankheit. Wenn nicht alles trügt, so dürften die Aprikosen diesmal wieder nach mehrjähriger Mißernte einen zählenden Ertrag liefern.

* Friedberg, 18. Juli. Im Orts- und Landbestellbezirk d.--. Postamts und der zugeteilten Postagenturen bestehen z. Z fei genbe amtliche Verkaufsstellen für Postwertzeichen: In Friei derg bei Herru Kausmann Wolfs. Bahnhof: bei Frau Wit.-e Daniel. Vorjtadt zum Garten, bei Herrn Kaufmann Eckel. Nsagaffs: bei Kansmanu glascheuträger: I. L. Pauly, Haas- straße: Fr. Siamm, Schnurgaffe: bei Frl. Alles in Fauerbach, Dorhelmerstraße. In Bellersheim bei Kausmann Karl Mül­ler: in Berpadt der Kausmann Fr. Kaiser und Feld. Eichal- mam>: IN Riedcrjlorstadt bei Abr. Adler und Hrch. Ehr. Roth: IN Ober-Ros buch v. d. h. bei Karl Zulaus und Jakob Engel 11.: in Petterweil bei Eg. Adler: in Staden bei Ehr. Dauch: in Stammheim bei Zigarreuhündler Schwing: «rt Rodheim bei Kaufmann Karl Rullmann und Jean Sporer: in Wohnhpch bei Kausmann David Mayer.

* Friedbcrg, 18. Infi. Im Kreise Fnedberg wurden Schweine ermittelt;