Du sollst den Aamen des YErrn, deines
Gottes, nicht unnützlich führen; denn der
Herr wird den nicht ungestraft lassen, der geinen Namen mißbraucht.
„Ach Gott, ach Gott,“ so sagen viele Leute aus Gewohnheit, fast bei jedem Satz, den sie aus— sprechen, und ahnen dabei nicht, wie sehr sie sich gegen den heiligen Gott versündigen. Wenn sol— che Leute darauf aufmerksam gemacht werden, heißt's:„ Ach, da denk ich mir nichts dabei, daran hat man sich halt so gewöhnt, das ist doch keine Sünde.“ Nun, sie werden sehen, wie sie einst vor Gottes heiligem Angesicht bestehen können, vor diesem heiligen Gott, vor dem die Cherubim ihre Angesichter verhüllen, dessen Namen sie bei jeder Gelegenheit in den Schmutz gezogen. Ein junger Mann, welcher seinen Heiland lieb hatte, wollte seine Schwiegermutter von eben dieser Sünde befreit wissen und setzte ihr auseinander, wie sie sich gegen den Herrn versündige. Leider war sie, wie die meisten Menschen, nicht zu überzeugen, daß dies Sünde sei. Eines Tages nun setzte er den Beweis hiervon in die Tat um. Die Schwie— germutter saß in ihrem Stübchen mit ihrer Stick⸗ arbeit; der Sohn hantierte unten im Garten. „Schwiegermutter,“ rief er nun hinauf.— Oben: —„Was ist denn?“„Nichts,“ sagte gelassen der Sohn; kopfschüttelnd setzte sie sich wieder nieder. Nach geraumer Zeit rief er wieder hinauf: „Schwiegermutter!“„Nun, was willst du denn?“ tönte es von oben.„Nichts,“ gab der Schwieger— sohn zurück.„Nun, halt gefälligst den Mund, wenn du nichts willst,“ sagte sie ziemlich barsch. Doch der Sohn ließ sich nicht beirren. Nochmals wagte er nach kurzer Zeit zu rufen:„Schwieger— mutter!“ Nun war es aber auch mit der Geduld der alten Frau zu Ende. Erbost fuhr sie mit Scheltworten auf den Sohn los; dieser kam nun herauf in ihr Stübchen und sagte herzlich:„Siehst du, liebe Mutter, ich habe deinen Namen nur dreimal gerufen und wollte nichts von dir, doch dachte ich dabei an dich; du nennst den Namen des HErrn, unseres großen und herrlichen, aber auch schrecklichen Gottes, bei jeder Gelegenheit im Gespräch und willst nichts von Ihm, ja, denkst nicht einmal an Ihn, und dieser heilige Gott hat nun schon viele Jahre Geduld mit dir gehabt und gewartet, bis auch du erkennen wirst, was es heißt, den Namen Gottes nicht mißbrau⸗ chen. Da war die Schwiegermutter anderer An⸗ sicht geworden als vorher und nahm sich vor, mit allem Ernst es zu meiden, was ihr auch in der Kraft Gottes gelang. Möchten doch alle, die diese Zeilen lesen, erkennen, wie sie zu dieser Sünde stehen und ihren Mund ernstlich in Zucht nehmen, damit sie Gott durch' den Mißbrauch Seines Namens nicht betrüben.
Uersammlungsanzeigen
(Versammlungen innerhalb der Landeskirche)
Gezirk Sellnrod. Sellnrod: Jeden Sonntag 12 Uhr: Sonntagsschule, a abends 8 Uhr: Versammlung. 11. Ober⸗Seibertenrod, 13. Wohnfeld, 14. Groß-Eichen. Sonntag, den 16. Nov. 2½ Uhr: Helpershain, Ober-Seiberten— rod, Ruppertenrod, Klein-Eichen.
gezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14. Jeden Sonntag 1½ Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8 ¼ Uhr: Versammlung. f 4¹TN7 Ur: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch 8½ Uhr: Bibelstunde. Sonntag, den 9. November: Beuern und Altenbuseck. Grünberg(Frankfurterstr. 23) jeden Sonntag abends 8 Uhr Versammlung. Bezirk Großen-Linden. 9. Nov. Versammlung in Großenlinden, Allendorf, Hörns— heim, Leihgestern, Münchholzhausen, Kinzenbach, 1 1 12. Leihgestern 13. Allendorf, 14. Großen⸗ linden.
Bezirk Friedberg. Vorstadt zum Garten Nr. 8: Jeden Sonntag Abend und Donnerstag Abend 8¼ Uhr Versammlung.
Sonntag, den 9. November nachm. 2/ Männer- und Jünglingskonferenz in Stammheim.
11. Nov. Fauerbach b. Friedberg; 12. Stammheim;
13. Friedberg; 14. Nauheim..
Bezirk Alsfeld. Sonntag, den 9. Nov. 3 Uhr: Maar, 4½ Uhr Lauterbach, 8½ Alsfeld. 11. Lingelbach, 12. Eifa, 13. Alsfeld, Bi⸗ belstunde. 14. Schwarz. Leusel.
Un uniere lieben[Illfarbelter.
Es nahen jetzt die langen Winterabende und damit die Zeit, wo man für unser Aufwärts be— sonders werben soll. Probenummern können Sie stets gratis von uns haben. Auch ist es jetzt Zeit, daß wir den Neukirchener Abreißkalender für 1914 verbreiten. Weil der Reingewinn unsrer Mission zugute kommt, bitten wir, den Kalender sowie andere Bücher und Schriften bei Ihrem Prediger oder Stadtmissionar am Orte zu holen. Sollte dies nicht gehen, so wenden Sie sich direkt an unsre Buchhandlung der Pilgermission
Gießen. Zum Cytenfest!
Der Inhalt unseres Blattes für Nr. 47 zum Totenfest ist so gewählt, daß sich derselbe beson— ders gut zum Verteilen auf Friedhöfen der eignet und wird in Mehrauflage gedruckt. Wieviel Exemplare wünschen Sie extra? Bitten um bal— dige Bestellung.
Die Redaktion.
Redakteur: Stadtmisstonar Herrmann-Gteßen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber⸗Cassel, Pfarrer Mockert⸗Frankfurt a. M. und die Prediger der Pilgermisston. Verlag der Buchhandlung der Pilgermisston. Druck von Otto Meper in Gießen, Ludwigstr. 30.


