Ausgabe 
5.1.1913
 
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drossherzoplich Hesi 910

Kommt, alles ist bereit! Taßt euch dersöhner mit Fott!

flufwärts?

bemeinschoftsblatt für fjessen. Ein Wegweiser für denkende Menschen. N

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. I. Sonntag, den 5. Jaunar 1913. 55. b 6. Jahrg.

Fürchtest du dich?

Dae, du fürchten? Sieh, am Steuer Unsres Schiffes steht ein Mann,

5 Dem wir unaussprechlich teuer,

Zum peuen Jahr.

Dunkel und geheimnis voll liegt das neue Jahr mit seinen 365 T. uns. Was wird es uns bringen, Krieg oder Frieden, Schmerz oder Freud, Leben oder Tod? Will dir das Herz in banger Ahnung und Sorge zittern, will deine Stirn beim Blicken in die dunkle Zukunft sich mit Wolken überziehen? Schau über dich! Noch lebt der alte, treue Bundesgott. Noch ist sein starker Arm ausgereckt, die Seinen zu heben, zu tragen, zu erretten.

Herr Leutnant, welchen Befehl würden sie im Kriege geben, wenn ihre Abteilung pläötzlich rechts und links von Infanterietruppen, vorn von Artillerie und im Rücken von Kavallerie an gegriffen würde?, so fragte der General im Examen. Der Leutnant besann sich einen Augen⸗ blick.Wenn wir von vier Seiten plötzlich an gegriffen werden von so lch überlegenen Streit⸗ kräften, dann sind wir verloren, wollte er sagen. Doch da fiel ihm ein, daß er vor dem Aufziehen der Wache stets den Befe hl gab: Helm ab zum Gebet! UndHelm ab zum Gebet gab er als Antwort auf die schwere Frage des Generals. Derselbe war mit derselben sehr zufrieden. Ja, wer beten kann, ist selig dran. Der Gebetsmensch sieht Auswege, wo dem Ungläubigen nur Ver zweiflung ins Angesicht grinst. Er kann mit seinem Gott über die Mauer springen, Kriegs- volk r und zum Siege schreiten. Wer soll dein Führer sein im neuen Jahre, lieber Leser? Willst du dich selber führen? Dann bist du ein Verführter und ein Verführer zugleich.

Der durchs leer uns führen kann Hach dem Lande, nach dem Lande, Das Er selbst für uns gewann.

f Ist die Küste, wo wir landen, Uns auch nur durchs Wort bekannt, 80

Wird doch Hoffnung nicht zu Schanden Wenn sie festhält dieses Pfand. Freudig wagen, freudig wagen

Wir zu ruhn in jesu hand.

Hufwärts, abwärts geht's im Wetter Huf der grausen Wogenbahn. Doch wir siegen, denn der Retter Bleibt an Bord; Gefahr ist Wahn. Sturm und Wellen, Sturm und Wellen, Sind aufs Wort ihm untertan.

Illut! ihr Brüder, ut! wir landen, jauchzen selig nach der Not. Caßt die Wogen schäumen, branden; Einst gibt's weder Sturm noch kod. horcht nur stille, horcht nur stille fesu freundlichem Gebot.