bringen ließen, als daß sie der götzendienerischen Welt zu Willen waren. Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Es gibt alles überwindenden Glauben, davon sind die- jenigen Zeugnis, welche aus den schrecklichsten Lastern, Leidenschaften und Gebundenheiten durch denselben frei geworden sind. Es gibt einen Glauben, der stärker ist, als Teufelsmacht, das beweisen jene starken Jünglinge, die den Bö— sewicht überwunden haben und auch jene Sieger, die ihn überwunden haben im Glauben durch des Lammes Blut, durch das Wort ihres Zeugnisses und dadurch, daß sie ihr Leben nicht geliebt haben bis an den Tod. Es gibt bergeversetzenden Glauben, durch diesen fielen die Mauern Jeri— chos, und das ganze Gebirge des finsteren Heiden— tums bis auf den heutigen Tag. Es gibt auch einen himmelversetzenden Glauben, durch diesen ward Henoch und Elias entrückt und durch denselben werden alle wahren Gläubigen bei der Zukunft Jesu Christi, die jetzt vielleicht gar bald bevorsteht, hinweggerückt in den Wolken in der Luft und werden also bei dem Herrn sein allezeit. Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden und das- selbe plötzlich in einem Augenblick zu der Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen und die Toten in Christo 1. Thess. 4, 16, werden unverweslich auferstehen, und wir(die Glaubenden) werden verwandelt werden. Hiezu reichen materielle Kräfte nicht aus, der Glaube bringt Geisteskräfte in Bewegung, ja Gottes- kräfte.
Der wahre Glaube wird von Gott be— zeugt. Henoch hatte schon vor seiner Wegnahme das Zeugnis erhalten, daß er Gott gefallen habe. Elias bekam das Zeugnis seiner Wegnahme bei der Himmelfahrt. Durch den Glauben haben die Alten Zeugnis überkommen. Auch die, welche der Herr Jesus bei seiner Wiederkunft entrücken wird, werden von ihm dieses Zeugnis bekommen, ehe sie weggenommen werden. Gott ist es, der den Alten ihren Glauben bezeugt und bestätigt hat. Gott gibt durch seinen hl. Geist den wahren Gläubigen das Zeugnis, daß sie Kinder und Erben Gottes und Miterben Christi sind. Der wahre Glaube wird unfehlbar von Gott bestätigt. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis größer. Wer da glaubt au den gohn Gottes, der hat solches Zeugnis bei sich. Und das ist das Zeugnis, daß uns Gott das ewige Leben gegeben hakt. Wer an den Sohn glaubt, der hat das Leben, wer dem Sohne Gottes nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm, denn er ist schon von vorn herein auf jedem Un— gläubigen. Wer nicht glaubt, wird verdammet werden.
Armer Mensch, der du sagst ich glaube nicht,
oder nur das, was ich sehe! Was hast du denn davon, daß du nicht glaubst?— gewiß nichts, denn ein Nichtglauben macht dich weder glücklicher, noch besser, auch nicht hoffnungsvoller. Mit dem Tod ist alles aus, das glaubst du, aber woher siehst du denn, daß es also ist?— Und wenn es dann doch etwas ist um Gott und um seinen Zorn über den Unglauben? wo willst du denn hin? Dein Unglaube hebt dich nicht empor, son— dern stürzt dich in die Tiefe des ewigen Abgrunds, wo Heulen und Zähneklappen ist. Da ist es doch tausendmal besser zu glauben und seine Seele zu retten. Härdle.
Ich will.
Ehe du ein Christ wirst, mußt du eine Ent— scheidung treffen, die niemand anders für dich machen kann. Wenn du heute noch nach Berlin reisen willst, hilft dir alles Denken, Meinen und Wünschen nichts, sondern du mußt zum Bahnhof gehen, Dir eine Fahrkarte kaufen und in den rechten Zug steigen. So helfen auch alle Wünsche zur Rettung deiner Seele nichts. Du mußt dich für Christum entscheiden, glaubend Dich Ihm über— geben. Die Verantwortung hinsichtlich deines ewigen Heils liegt allein auf Dir. Als Elieser, der Knecht Abrahams, die Braut für den Sohn seines Herrn geworben hatte und man ihn auf— halten wollte in Mesopotamien, sprach er:„Haltet mich nicht auf!“ Da legte man die Verantwor— tung auf die junge Braut, indem man sie fragte: „Willst Du mit diesem Manne ziehen?“ Hierauf antwortete sie entschlossen:„Ich will mit ihm!“ 1. Mose 24, 58. Sprich auch Du ebenso ent— schlossen:„Ich will mit Jesu ziehen; nachdem Er mich so teuer mit Seinem eigenen Blute erkauft hat, gehört mein ganzes Leben Ihm und keinem andern!“ Warum hast du keinen Frieden und keinen inneren Halt? Warum ist das Heim— weh deiner Seele noch nicht gestillt? Willst du dich immer weiter von der sichtbaren Welt enttäuschen
lassen? Entscheide dich für Christum! Sprich wie Ruth:„Wo du hingehst, da will ich auch
hingehen, wo du bleibst, da bleibe ich auch, dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott!“
Nebeling.
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