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Dann sind wir wahre Freunde des Volkes, Retter. Aber oft ist es ja leider so, daß man die wahren Freunde nicht erkennt. Israel hat die wahren Propheten verachtet und getötet. Mit Jesus haben sie es ebenso gemacht. Sollten wir etwas anderes zu erwarten haben?
Aber wir wollen uns dadurch nicht irre machen lassen, sondern treu unsere Aufgabe er— füllen. Vor allem laßt uns dafür sorgen, daß wir selbst keine Ruhekissen haben. Dann werden wir uns selbst und andere retten(1. Tim. 4, 16) und werden eingehen und andere einführen in
die ewige Sabbatruhe zur ewigen Freude. Gutzke.
Edelsteine van Golgatha.
Ist Jesus Christus auf die Erde gekommen, hat sein heiliger Fuß unsern Boden berührt, daß er als der Einzigartige nun immer allein sei, der einzige Normalmensch? Soll er die einzige schöne Lilie Gottes, der einzige Diamant unter Millionen von Scherben und Dornen sein? Er sagt: Ich bin gekommen, daß ich ein Feuer anzünde, und was wollte ich lieber, als es brennte schon. Das göttliche Weizenkorn soll nicht allein bleiben, sondern Millionen sollen derselben göttlichen Natur teilhaftig werden. Und der Gotteslilie Wonne wird es sein, wenn ein ganzer Gottesgarten sich um sie, ihre Königin, scharen. Wie der reine Strahl der Sonne, im Regenbogen zerteilt, einen Kranz um die Sonne bildet, so sollen Menschen, durch den Heiland er— leuchtet, echte Menschen werden, die sich als Strah— lenkranz um ihn, dem sie alles verdanken, herum— ranken.
Der beste Gottes- und Christusbeweis liegt für uns in dieser umgestaltenden Schöpferkraft des Gekreuzigten. Wie manchen schnaubenden Saulus hat Christus zu einem Lamm gemacht, wie manchen Schläger, der um sich schlug, zu einem 1 der in sich schlug, wie der verlorene
ohn. 2
Ein früherer Preisborer, der sich zu dem sanftmütigen Christus bekehrte, begegnete seinem Kollegen aus der alten Zeit. Zum Zweikampf herausgefordert, lehnte der Christ bescheiden, doch entschieden ab. Da spie ihm der Gegner ins Ge— sicht.„Wenn ich Ihr Blut so leichtkönnte von meiner Seele wischen, wie ich Ihren Speichel von meinem Angesicht wische, würde ich Sie jetzt niederschlagen, doch ich vergebe ihnen um Jesu willen,“ so sagte der früher so furchtbar, gefährliche berühmte Preis— boxer. Beschämt ging der andere davon. Gottes Majestät, so groß, so erhaben, war ihm in den Weg getreten, die ihn innerlich niederwarf und bezwang. Ja, das ist ein Strahl vom Kreuze Jesu, wo die Sanftmut blüht und die Demut grünt. Dreinschlagen, daß die Funken fliegen
und die Scherben krachen, das kann jeder Hitzkopf, doch mit Sanftmut und Demut den Verkehrten zurechtbringen, ist das Vorrecht der Könige im Reiche der Gnade. Welche Freude muß es für unsern erhöhten Herrn sein, wenn in seinem Garten solche Früchte der Demut und Sanftmut reifen!
Ein heidnischer Häuptling kam eines Tages ganz dreist zur Frau Missionar, die bei einer Näharbeit auf der Veranda saß. Ohne die Schuhe zu reinigen, stolperte er herein und setzte sich neben die Missionarin. Freundlich fing dieselbe ein Ge— spräch mit dem Eindringling an. Doch er gab beleidigende Antworten. Die Missionarin ver— doppelte ihre Freundlichkeit. Da warf er ihr Nähtischchen polternd zur Erde, daß alles durch— einander fiel. Auch jetzt noch blieb die Missio— narin ruhig. Zuletzt nahm er den in der Nähe stehenden Eimer mit dem kostbaren Wasser und schüttete ihn um. Jetzt fragte die Christin in sanfter Weise: Sagen Sie, lieber N. warum machen Sie das?“ Da war der Bösewicht entwaffnet. Er glaubte, das fromme Reden der Christen sei nur Schein, er könne es beweisen, nun hatte er mit Schrecken und Zittern entdeckt, daß Christen gött— lichen Geschlechtes sind und Christi Sinn in sich tragen.„Dem will ich den Meister zeigen“, sagte ein aufgeregter, beleidigter Christ zu seiner Frau. „Welchen Meister willst du ihm zeigen, lieber Mann?“ fragte die treue, sanftmütige Lebensge— fährtin. Das beschämte den Aufgeregten. Ach, welch einen traurigen Meister wollte er dem andern zeigen, einen Meister, der schon längst als eitler frecher Pfuscher abgesetzt war und dennoch immer wieder sich regte. Da hat die Missionarin dem Häuptling einen andern Meister gezeigt. Welchen Meister zeigst du, o Leser, deinem Mitmenschen? Ist es dein alter Adam, der sich bei dir präsentiert und brüstet, oder hat Christus einen Triumph seinert Gnade aus dir machen können?
Eie Preisausschreiben.
Der bekannte Evangelist Moody setzte einmal einen Preis von 5 Dollars aus für denjenigen jungen Mann, welcher ihm den besten Gedanken einsenden würde, der ihm während des laufenden Monats gekommen sei. Den Preis gewann: Die Leute murren darüber, daß Gott Dornen an die Rosen gesetzt hat. Wäre es nicht besser, Gott zu danken, daß Er Rosen unter die Dornen gesetzt hat?
Mangel an Liebe. Der Mangel an Liebe gehört zu dem Traurigsten, das einem in den Familien entgegentritt.
Als junges Weib, da standest du des Mit— tags oder Abends wohl oft an der Tür und er—


